27. November 2015

Rezension (2014): "Paris - Provence: Mit einem Dalmatiner auf Reisen" von Gregory Edmont


Titel: Paris - Provence: Mit einem Dalmatiner auf Reisen
Autor: Gregory Edmont
Verlag: Goldmann
Preis: 7,99€ (kindle-Edition)
Seite: 255

Ein Dalmatiner, der den Leser aus seinen großen Augen ansieht und daneben eine cremefarbene Vespa Jahrgang 63. Dies beides gepaart vor einer sandfarbenen Mauer, bildet das idyllische Cover des Romans „Paris – Provence. Mit einem Dalmatiner auf Reisen“ von Gregory Edmont. Der Schatten einer typisch französischen Straßenlaterne rundet das gesamte Bild ab und macht Lust auf einen französisch angehauchten Frühlingsroman.Und genau das ist es auch, was das Buch verspricht und hält. 

Inhalt


„Paris – Provence“ ist die Geschichte eines Amerikaners, der erst in der Hauptstadt Frankreichs ansässig und akzeptiert wurde, nachdem er sich den Dalmatiner JP zulegte. Die beiden führen einen Männerhaushalt, bis JPs Züchterin anruft, mit der Bitte, JP für eine neue Züchtung zu gewinnen. Zu zweit machen sich die beiden Herren auf Gregorys Vespa von Paris auf in die Provence. Auf ihrem Weg begegnen ihnen viele Menschen und Geschichten und auch, nachdem sie ihr Ziel erreicht haben, ist ihre eigene Geschichte noch lange nicht aus. 

Meinung


„Paris – Provence“ ist ein wunderbarer Roman über einen Mann und seinen Hund, er greift auf, weshalb der Hund der beste Freund des Menschen ist. Für jeden Hundeliebhaber ist dieses Buch eigentlich ein Muss. Der Charakter von JP ist großartig gelungen und in manchen Situationen denkt man sich nur: „Ooooh, wie süß!“ Jedenfalls tun das sicher die weiblichen Wesen unter uns ;) JP ist ein intelligenter Freund, der mit seinem Herrchen durch dick und dünn geht und auch Gregory darf als charakterstark bezeichnet werden. Viele Menschen kreuzen den Weg der beiden, aber ein weiterer Protagonist ist nicht zu vergessen: die idyllische Natur Frankreichs. Auch wenn die Franzosen nicht immer mein Lieblingsvölkchen sind, muss man ihnen doch ein paar Dinge zusprechen, die in diesem Roman wunderbar verpackt sind: Die Liebe zur Natur, zum Essen und natürlich zu Hunden. Der Autor zeichnet sich vor allem durch seinen bildlichen Sprachstil aus und malt ein Bild nach dem anderen, so dass man sich in der französischen Idylle selbst wiederfindet. Es scheint beinahe eine andere Welt zu sein, fernab von Stress und Buisness, aber eigentlich ist es nur das normale Leben eines Mannes und seines Hundes. Am besten ist übrigens das Bild der beiden auf der Vespa gelungen, das ich nur zu gern in Realität gesehen hätte. Wie ein Dalmatiner auf der Fußleiste eines Rollers sitzt und dabei eine kleine Mütze aufhat, ist schon wirklich einzigartig J
Dieser Roman nimmt den Leser auf eine Reise mit. Leider ist Gregory bereits in der Mitte des Buches bei der Züchterin angekommen, aber die Handlung fällt nicht ab: denn einer der beiden Herren hat noch das große Glück die wahre Liebe zu finden. Besonders gefallen hat mir die Authentizität des Buches. Ich habe jede Zeile geglaubt, die Gregory Edmont über die Geschichte seines Hundes und sich geschrieben hat. Mit einem Zitat hat er den Nagel auf den Kopf getroffen:
„Die Liebe eines Hundes zu seinem Herrn ist absolument simple – rein und bedingungslos, genau die Art von Liebe, die wir nach Gottes Willen üben sollten.“

Besonders liebevoll ist, nebenbei erwähnt, eine kleine Übersicht an französischem Vokabular am Ende des Buches. In den Dialogen lassen sich immer wieder französische Ausdrücke finden, die mir sehr gefallen haben.

Fazit


„Paris – Provence“ ist ein netter Roman für Zwischendurch. Das Wort „nett“ klingt immer so abwertend, ist so aber eigentlich nicht gemeint. Es ist wirklich schön, wenn auch nichts Herausragendes. Allerdings hat die Geschichte durchaus Potenzial und ist perfekt geeignet für Liebhaber Frankreichs oder Freunden von Hunden. Von mir gibt es aufgerundete 4 Spitzenschuhe.



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