23. November 2015

Rezension: "James Bond - Diamantenfieber" von Ian Fleming


Titel: James Bond - Diamantenfieber
Autor: Ian Fleming
Verlag: Cross & Cut
Preis: 12,80€
Seiten: 280

Man kann schon sagen, dass ich die Klassiker von Ian Fleming über den berüchtigten britischen Geheimagenten für mich entdeckt habe. „James Bond – Diamantenfieber“ macht sich in der Reihe mehr als gut und hat alles, was man sich bei 007 so wünscht: Gangster, Geheimagenten und natürlich das Bondgirl.

Inhalt


Bond ist es gewohnt im Ausland zu operieren. Doch auf den Spuren eines Diamantenschmugglerrings gerät er zwischen die Fronten den amerikanischen Gangs. Er soll sich ins System einschleichen und nach oben arbeiten. Auf dieser Mission trifft er die bezaubernde Tiffany Case, die aber leider so gar nichts von ihm wissen will – kein Grund für Bond aufzugeben. Während er in den Straßen New Yorks in Verfolgungsjagden und illegale Geschäfte gerät, versucht er nebenbei noch das Herz der schönen Frau zu gewinnen. Doch die amerikanischen Banden operieren so ganz anders, als es der britische Gentleman gewöhnt ist.

Meinung


Für mich haben ja alle James Bond Bücher ihren Reiz, denn sie bieten Abwechslung zu vielen anderen Erzählstrukturen. Der Stil von Fleming ist recht simpel, manchmal geradezu stumpf und das trifft auch auf den Agenten selbst zu. Die Bücher haben immer etwas Maskulines und Charismatisches, was mir aber sehr gut gefällt. Für mich ist dieser James Bond der bis jetzt beste in der Reihe (,was ich ja irgendwie bei jeder neuen Bond-Rezension schreibe :D), denn er ist abwechslungsreich und unvorhersehbar. Natürlich nur in Maßen…dass 007 wohl kaum sterben wird, müsste zu Beginn jeden Buches klar sein ;)
Getragen wird auch diese Handlung von den Charakteren. Bond selbst übernimmt manchmal die Rolle des Antagonisten. Er ist kühl, arrogant und überheblich. Dennoch macht ihn gerade das  ja unwiderstehlich. Ihm bedeuten Frauen nicht allzu viel, er trinkt und raucht gern und auch das Glücksspiel gefällt ihm ganz gut. Dennoch berührt die unnahbare Tiffany Case sein Herz – wer hätte das gedacht. Sie hat mir als Charakter gut gefallen. Schön ausgearbeitet sind auch die Bösewichte. Und auch wenn es manchmal etwas unüberschaubar war, wer jetzt eigentlich für wen arbeitet, unterschieden sich die Bösen doch von vielen anderen aus den letzten Büchern. Sie sind skrupelloser und kämpfen mit anderen Mitteln.
Besonders schön kommt auch in diesem Bond wieder der Zeitgeist hervor. Die Einstellung der Menschen in den 50er Jahren wird deutlich. Zum ersten Mal werden Meinungen über Homosexuelle ausgetauscht und man gewinnt ein Empfinden für den damaligen Lebensstil (,ohne diesen gutheißen zu wollen).

Fazit



Sicher sind die Bond-Bücher nicht jedermanns Sache. Aber ich habe „Diamantenfieber“ wirklich sehr genossen. Es lässt sich schnell weglesen und nimmt einen mit auf ein Abenteuer. Mir hat der gute 007 wieder sehr gut gefallen, auch wenn er so unglaublich viele negative Eigenschaften hat. Ob Tiffany Case diese auch ausblenden kann, erfahrt ihr wohl nur, wenn ihr zu meiner Leseempfehlung von 5 vollen Spitzenschuhen greift.



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