15. November 2015

Rezension: "James Bond - Leben und Sterben lassen" von Ian Fleming


Titel: James Bond - Leben und Sterben lassen
Autor: Ian Fleming
Verlag: Cross & Cult
Preis: 12,80€
Seiten: 352
„Dieser Fall ist noch nicht so weit. Und bis er es ist, verfahren wir mit Mr. Big nach dem Motto ‚leben und leben lassen‘.“ Bond warf Captain Dexter einen spöttischen Blick zu.
„In meinem Job“, sagte er, „habe ich ein anderes Motto, wenn ich es mit einem Mann dieser Art zu tun bekomme. Es lautet ‚leben und sterben lassen‘.“

-Seite 54


Ach, da ist er wieder. Dieser herrlich überhebliche britische Geheimagent, der den Schurken dieser Welt in die Quere kommt. James Bond is back – und muss entscheiden wer leben und wer sterben soll.
Wir alle kennen die Bond-Filme nur zu gut. Auch wissen inzwischen viele, dass das Vorbild des heute von Daniel Craig verkörperten Spions, eigentlich literarischer Natur ist. Den Umstand, dass in den Filmen relativ wenig von der Handlung aus den Büchern zu finden ist, kann man inzwischen kennen und ist daher nicht störend. So ist‘s auch bei „Leben und Sterben lassen“. 


Inhalt


James Bond hat gerade den Fall „Casino Royale“ abgeschlossen und ist immer noch hinter der Anti-Agentenorganisation SMERSCH her. Nun tauchen in New York viele verschollene Münzen aus einem Piratenschatz auf. Aber wer verteilt diese Münzen und profitiert von ihnen? Schnell ist klar, dass der einschüchternde Mr. Big etwas damit zu tun hat: Der Chef der gesamten Szene in Harlem – nein, eigentlich der ganzen USA, und zufällig auch Mitglied von SMERSCH. Gemeinsam mit seinem Freund Felix Leiter macht sich der Doppelnullagent an diesen Fall und gerät schnell in Schwierigkeiten. Das Auftauchen der schönen Solitaire macht es Bond nicht leichter, denn Mr. Big hängt sehr an ihr. Für Bond und seinen Freund steht viel auf dem Spiel. Das Finale dieses spannenden Buches spielt auf Jamaika: Voodoo, Haie, Meer und ein Piratenschatz – was will man mehr. Aber schafft Bond es den gefährlichen Mr. Big zur Strecke zu bringen?

Meinung


Okay, also dass ich ein Bond-Fan bin, kann man sich durchaus denken. Aber ich bin auch ein absoluter Fan der Buchreihe! Die Tatsache, dass die Filme inhaltlich anders sind als die Bücher ist zwar manchmal komisch, andererseits macht es die Bücher auch spannender. Hier in diesem Roman, haben wir es (filmisch gesehen) mit einer Mischung aus „Leben und Sterben lassen“ und „Ein Hauch des Todes“ zu tun. Aber das Buch hat alles, was man sich von einem Bond-Klassiker wünscht. Es gibt die Bösen, die Schurken, diejenigen die Bond nach dem Tod trachten (und davon gibt’s wie immer eine Menge), es gibt die Guten – vor allem Felix Leiter, die Schönen (zumeist Frauen ;), wobei diesmal sogar nur eine) und es gibt natürlich Bond selbst. Er ist aus meiner Sicht ein überragender Held, der tagtäglich die Welt retten könnte. Ein wenig schmachte wohl auch ich ihn an…
Natürlich ist „Leben und Sterben lassen“ weniger spektakulär als der Film, aber auch das Buch ist sehr spannend. Vor allem das Ende hat mir wirklich gut gefallen. Im Mittelteil lässt es allerdings ein bisschen nach. Die Story ist dennoch überzeugend  und die Kulisse ist ziemlich gut. 
Mir gefällt auch der Schreibstil von Ian Fleming sehr. Er ist flüssig, nicht zu anspruchsvoll und passt perfekt in das Thema der Handlung. Das Buch lässt sich schnell lesen und man versinkt mal wieder in der aufregenden Welt des Geheimagenten. 

Fazit


Also, alles in allem: Ein spannender Fall von James Bond, der die Leser mal wieder in die spektakuläre Welt von 007 entführt. Waffen, Schießereien, Freundschaften, Politik und Liebeleien. Ein wirklich zu empfehlender Lesegenuss an alle, die sich auch an Bücher mit Action wagen ;) Ich denke allerdings, dass Bond es noch ein bisschen besser kann und vergebe daher 4 von möglichen 5 Sternen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen