16. November 2015

Rezension: "Verliebt in der Nachspielzeit" von Poppy J. Anderson

Danke an dieser Stelle an meinen Freund, der nicht nur das Buch gehalten hat, sondern auch für mein Fachwissen bezüglich Footballs gesorgt hat (womit diese Rezension vielleicht nicht punkten kann, aber vielleicht mit ein bisschen Witz ;) ). Achja...natürlich sorgte er auch für das Fernsehprogramm im Hintergrund...Männer...





Titel: Verliebt in der NachspielzeitAutor: Poppy J. Anderson
Verlag: rororo
Preis: 9,99€
Seiten: 272 

Was würdest du tun, wenn du in einem fremden Land plötzlich einem Traummann gegenüberstehst und eigentlich alles perfekt ist? Die Sache hat nur einen Haken: Dieser Mann ist eine Berühmtheit. Kann medialer Druck wahre Liebe zerstören? Ein süßer Roman über Liebe, Sport und das moderne Leben mit einer ordentlichen Portion Schmacht.

Inhalt


Der oben beschriebenen Situation muss sich die schwungvolle Hanna stellen, als sie von London nach New York zieht, um dort an einer Universität zu lehren und zu promovieren. Ihr Start in New York ist alles andere als langweilig. Auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch, rammt ein Auto ihr Taxi und plötzlich sind überall Reporter. Als ihr ein gutaussehender und zuvorkommender Mann zu Hilfe eilt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Der berühmte Exfootballspieler John Brennan persönlich nimmt jegliche Verantwortung auf sich – nur hat Hanna noch nie von ihm gehört, geschweige denn wüsste sie auch nur eine Regel vom Football. Eine süße Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf, in der es natürlich um die kleinen Dinge im Leben geht. Hannas und John Geschichte durchlebt alle Höhen und Tiefen und nimmt uns mit auf eine zum Abschalten perfekt gestaltete Reise.

Meinung



Die Story vom ersten Band der „Titans of love-Reihe“ ist vielleicht nicht unbedingt einen Literaturpreis wert, aber man verliert sich. Eigentlich bekommt man genau das, was man auch erwartet: eine absolut süße Liebesgeschichte. Diese Liebesgeschichte lebt von mehreren Dingen. Zum einen sind das natürlich die Charaktere, aber auch die Orte, der Rahmen und auch der Schreibstil der Autorin. Der Stil von Poppy J. Anderson ist locker und leicht und man fliegt geradezu durch die 270 Seiten. Das Ganze gestaltet sich als kurzweiliges Lesevergnügen. Man hat es hier nicht mit anstrengender Lektüre zu tun, sondern kann sich in einem gemütlichen Rahmen absolut entspannen und mitfiebern.
Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, obwohl ich die Geschichte sehr mochte. Hanna ist eine sympathische und nicht perfekte junge Frau. Allerdings zweifelt sie unaufhörlich an sich, was den Leser zum Ende hin dann doch irgendwie nervt. Sie trifft völlig irrationale Entscheidungen, bei denen man sich denkt: „Was genau soll das jetzt?!“ :D Ihr Gegenpol ist natürlich John. Und, oh ja…John ist perfekt. Er sieht klasse aus, ist nett, lustig, beruflich erfolgreich und versteht alles und jeden. Ach, wäre die Welt schön, wenn es so jemanden geben würde. Es ist nicht so, als wenn ich John nicht hätte leiden können – ganz im Gegenteil – allerdings hätte ich mir doch ein paar menschliche Macken mehr gewünscht, damit das Ganze etwas glaubwürdiger wäre. Allerdings hatte ich erst heute eine mündliche Prüfung in der Uni, in der es auch um Fiktionalität (in der Literatur des Mittelalters ;) ) ging und ich kann nur sagen, dass man damals aus Fiktion durchaus lernen sollte. Also meine Freunde: Wir können den fiktionalen (und auch traumhaft schönen) Inhalte von „Verliebt in der Nachspielzeit“ durchaus auf unser Leben übertragen ;) 

Achso..zum Titel und Cover wollte ich auch noch was loswerden. Das Cover gefällt mir sehr gut und auch der Titel passt perfekt. Als ich meinem footballbesessenem Freund allerdings das Buch gezeigt hab, war sein einziger Kommentar: „Beim Football gibt es keine Nachspielzeit. Nur die Overtime.“ Haha…eine Entschuldigung an die Männerwelt an dieser Stelle, aber dass dieser Roman dann doch nur was für uns Frauen ist, war glaube ich von Anfang an recht klar. Die Idee für die Reihe, also ein Footballteam als Rahmenthema zu nehmen, finde ich klasse. Und auch wenn die beiden Hauptcharaktere etwas stereotypisch waren, habe ich das Buch sehr genossen, konnte es zwischenzeitlich kaum weglegen und konnte mich in der Geschichte verlieren. Auch wenn mich gewisse Zeitsprünge manchmal verwirrt haben und auch manche Handlungsstränge für mich etwas unlogisch waren, ist das Buch als Liebesroman auf alle Fälle zu empfehlen. 
Man sollte sich nicht unbedingt mit dem Realitätsfaktor beschäftigen, obwohl auch durchaus reale Elemente, wie zum Beispiel der Umgang mit der Presse, ein großes Thema sind. 

Fazit


Alles in allem herrscht bei „Verliebt in der Nachspielzeit“ eine Atmosphäre, die von allem ein bisschen zu viel hat. Trotzdem konnte ich die Geschichte verschlingen. Und wer kann schon zu viel Liebe haben? Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für die Titans! Go Titans!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen