16. Dezember 2015

Rezension: "Plötzlich Fee - Herbstnacht" von Julie Kagawa


Titel: Plötzlich Fee - Herbstnacht
Autor: Julia Kagawa
Verlag: Heyne
Preis: 16,99€
Seiten: 512

Nachdem ich von „Plötzlich Fee – Winternacht“ eher enttäuscht war, musste ich mich wirklich ein bisschen dazu zwingen, zum dritten Teil der Reihe zu greifen. Dieser hat sich allerdings wirklich gelohnt und bildet für mich bis jetzt den Höhepunkt der Reihe. Mehr Liebe, mehr Kampf, mehr Fantasy eben. Eine gelungene Fortsetzung auf dem Weg zum Finale.

Inhalt


Meghan wurde mit Ash aus dem Nimmernie verbannt, weshalb die beiden nun als Exilanten leben müssen. Bald gesellt sich auch ihr alter Bekannter Puck zu ihnen und die negativen Schwingungen zwischen ihm und Ash werden spürbar. Doch der falsche König ist immer noch dabei das Nimmernie zu überrennen, weshalb die Höfe bald einsehen, dass sie die Exilanten vielleicht gebrauchen könnten. Denn Meghan ist die Einzige, der das Eisen nichts ausmacht und die fähig ist, das Böse aufzuhalten und das Feenreich zu retten. Doch wird sie den eisernen und den sommerlichen Schein vereinen können und so den falschen König aufhalten können? Oder wird das Nimmernie vergehen?

Meinung


„Herbstnacht“ beginnt direkt nach der Verbannung von Meghan und Ash. Die Handlung geht also in eins über, ein paar Informationen werden wieder aufgegriffen und so kommt der Leser gut ins Buch hinein. In diesem Teil wird der Fokus ein wenig verlagert. Meiner Meinung nach ging es zuvor vor allem um das Bestehen von Abenteuern, während der dritte Teil mit der Liebesgeschichte zwischen Ash und Meghan beginnt. Ich finde es im Allgemeinen wirklich toll, dass man von ihrer Liebe mehr mitbekommt. Das hatte mir zuvor immer gefehlt. Aber hach…Ash wird so langsam wirklich zu dem Traumprinzen, der er immer sein sollte. Meghan stört mich weiterhin ein wenig. Sie handelt manchmal so absolut dämlich oder denkt einfach in eine völlig falsche Richtung, sodass ich….ach…ich könnte mir eine Menge Dinge vorstellen, die ich mit ihr machen könnte :D Aber was solls…die Liebesgeschichte gefiel mir wirklich gut. Zum Glück ist auch Puck wieder mit von der Partie, denn er sorgt für einigen Humor. Die drei Figuren stehen von Anfang an im Mittelpunkt und das ändert sich zum Glück auch nicht. 
Die erste Hälfte des Buches ist sehr viel „anstrengender“ als die zweite. Damit meine ich, dass ich ab der Mitte wirklich durch die Geschichte geflogen bin. Der Schreibstil von Julie Kagawa ist wie immer locker und leicht und zum ersten Mal fühlte ich mich im Nimmernie quasi wie zu Hause. Sobald Meghan, Ash und Puck sich zurück ins Feenreich begeben und somit ins nächste Abenteuer stürzen, wird die Handlung rasant. Kämpfe, Schlachten und Prüfungen, die bestanden werden müssen. Meghan hat eine deutliche Entwicklung durchgemacht, denn sie wurde wirklich tougher. Sie lernt zu kämpfen und ist sich endlich mal über ihre Gefühle im Klaren…Juhu! Vielleicht noch ein Satz zu den Nebenfiguren: Es tauchen wieder ein paar wichtige, neue Charaktere auf. Ich war völlig begeistert von Razor, Glitch ist mir eher unsympathisch. Aber Razor ist zum Knuddeln. Gut an diesem Buch ist auch, dass eine andere Seite von den eisernen Feen präsentiert wird. Denn nicht alle sind böse…wie man an Eisenpferd schon sehen konnte.  
Die Handlung der anderen beiden Bücher wurde gut miteingearbeitet und weitergeführt. Den Höhepunkt der Handlung bildet aber das Ende. Es wird emotional! Hätte ich nicht im Bus gesessen, hätte ich garantiert geweint! Ich war ja so schon kurz davor!  Es lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass der vierte Band schnell her muss, denn die Geschichte neigt sich dem Ende zu. Ich möchte wirklich dringend wissen, wie es weitergeht.

Fazit




Für mich war „Plötzlich Fee – Herbstnacht“ nicht nur das spannendste und emotionalste Buch der Reihe, sondern auch das coolste. Julie Kagawa hat mit ihrem dritten Teil jedenfalls genau meinen Geschmack getroffen. Sie entführt uns erneut in ihre fantastische Welt, in der die Protagonisten endlich einmal eine Entwicklung durchgemacht haben. Man kann lachen, weinen und manchmal auch mitkämpfen. Von mir gibt es verdiente 4,5 Spitzenschuhe für den Band, der das Finale einläutet. Auf geht’s!  



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