16. Januar 2016

Rezension (2014): "Inspector Swanson und der Fluch des Hope Diamenten" von Robert C. Marley


Titel: Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten
Autor: Robert C. Marley
Verlag: Dryas
Preis: 9,50€
Seiten: 304

„Inspector Swanson und der Fluch des Hope Diamanten“ besticht auf den ersten Blick, und zwar durch sein wunderschön in blau gehaltenes Cover und den kleinen Specialeffect, dass die Buchseiten blau eingefärbt sind, wenn das Buch geschlossen ist. Das macht den Krimi von Anfang an interessant. Auch der Klappentext liest sich gut!

Klappentext


Inspector Swanson vom Scotland Yard ermittelt in einer Reihe von Mordfällen. In allen Fällen wurde ein Goldschmied auf höchst brutale Art und Weise getötet – ob das nun das flüssige Gold im Hals, oder angenagelte Hufeisen an den Füßen sind. Zusammen mit seinem Gehilfen Phelps, macht Swanson sich im viktorianischen London auf die Suche nach dem Täter. Hierbei begegnen ihm interessante Persönlichkeiten, wie Oscar Wilde oder Arthur Conan Doyle. Wer hat die Goldschmiede umgebracht und was hat es mit dem überaus wertvollen Hope Diamanten zu tun? Ist er ein Motiv?

Meinung


Ich fand die Geschichte sehr spannend und vor allem die Verbindung an realen Persönlichkeiten und fiktivem Krimi, haben für mich den Reiz ausgemacht. Allerdings ist dies auch gleichzeitig ein Punkt den ich bemängeln muss. Ich liebe sowohl die Werke von Oscar Wilde, als auch Arthur Conan Doyle. Meiner Meinung nach kamen allerdings beide nicht sonderlich gut weg bei Inspector Swanson. Besonders schwer ist es hier sicherlich, einen realen Charakter fiktiv so zu gestalten, dass das Publikum zufrieden ist. Und obwohl ich diesen Versuch bewundere, ist er meiner Meinung nach, dann doch irgendwie fehlgeschlagen. Der Gerechtigkeit halber muss man aber sagen, dass Robert C. Marley die Fakten über die Personen durchaus eingebunden hat.
Im gesamten Buch herrscht dennoch eine leichte Arroganz vor. Schwer zu sagen, ob dies auf den Charakter von Inspector Swanson eingeschränkt ist, oder ein Zug des Stils des Autors ist. Die Charaktere sind sich im Allgemeinen sehr treu und auch wenn ich mir Swanson nicht ganz warm geworden bin, fand ich doch Gefallen an Archibald Horne oder Frederick Greenland. Der Stil von Marley ist teilweise etwas umständlich und langatmig, aber dennoch gut ans viktorianische London angepasst. Das Zeitalter an sich hat der Autor gut getroffen.

Der Krimi hat zwischendurch spannende Züge und vor allem die skurrilen Morde machen die Sache interessant. Aber es gibt immer wieder unnötige Längen. Neben diesem Punkt und den meiner Meinung nach nicht gelungenen Charaktere von Doyle und Wilde gibt es aber wenige Abzüge. Dennoch brauchte ich ziemlich lange für dieses Buch und würde es nicht dieses wirklich unerwartete und gut durchdachte Ende geben, würde ich weniger Punkte vergeben. Aber wirklich, ihr Lieben, das Ende ist mehr als gelungen. Mir ist es immer wichtig, dass man nicht von Anfang an weiß, wer der Bösewicht ist und spannende Wendungen sind mir immer herzlich willkommen. 

Fazit


Alles in allem also ein guter Krimi, der dann eben doch ein paar Schwächen aufweist. Diese sind allerdings Geschmackssache: 3,5 Spitzenschuhe von mir.




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