20. Januar 2016

Rezension: "Wie Sterne so golden" von Marissa Meyer


Titel: Wie Sterne so golden
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Preis: 19,90€
Seiten: 577

Auf die Luna-Chroniken muss man sich einlassen, ansonsten hält man die Story wohl für absurd, manchmal vielleicht auch grausam. Allerdings habe ich selten eine Reihe erlebt, in der sich wirklich immer der Folgeband im Vergleich zum Vorgänger steigert – und das in einem abnormalen Rahmen. Schon „Wie Blut so rot“ war großartig, aber „Wie Sterne so golden“ empfand ich einfach nur als phänomenal.

Inhalt


Cinder ist die meistgesuchte Verbrecherin im ganzen All. Doch sie verfolgt immer weiter das Ziel Levana zu stürzen und die Erde nicht von der Macht von Luna überrollen zu lassen. Gemeinsam mit Thorne, Scarlet, Wolf und Iko, schmiedet sie einen Plan. Doch dann taucht die Hackerin Cress auf, eine Lunarierin, die ihnen unbedingt helfen will. Aber es würde hier nicht um die Rettung der Welt gehen, wenn das Ganze so einfach wäre, denn Cress muss erst einmal ihrer Herrin Mira entkommen und dann muss man immer noch Kontakt zu Kai aufnehmen. Kann dieses ungewöhnliche Team wirklich etwas ausrichten?

Meinung


Die Handlung des dritten Teils zusammenzufassen, ist unglaublich schwer. Und das hängt mit dem Talent der Autorin zusammen, Handlungsstränge auszubilden und diese im Laufe der Zeit wieder zusammenzuführen. Ich bewundere Marissa Meyer unglaublich für das Erschaffen dieser Reihe. Die Idee jedes Buches ist so intelligent und liebevoll ausgestaltet, dass man (oder auch ich) einfach nur fasziniert ist. Schon allein die Idee, die Handlung immer um wirklich wichtige Charaktere zu ergänzen und dann die Hauptfiguren an Märchenfiguren anzulehnen, finde ich toll. Es ist transparent und doch völlig anders verarbeitet. In diesem Band kommt zu Aschenputtel und Rotkäppchen noch Rapunzel hinzu.
Aber nicht nur die weiblichen Charaktere sind vielseitig und gut ausgearbeitet, sondern auch die zugehörigen Gegenparts. Thorne gewinnt an Stärke, Wolf an Verletzlichkeit und der gute Doktor verbirgt auch das ein oder andere Geheimnis.
Die Kapitel wechseln von der Perspektive andauernd. Selten bleibt die Handlung auf eine Person gerichtet. Dies schafft Abwechslung und Spannung, denn immer möchte man wissen, wie es dem einen ergeht, aber sobald das nächste Kapitel beginnt denkt man sich „Ach ja, was passiert da eigentlich weiter?!“
Ich liebe einfach alles an diesem Buch. Die Charaktere, der Schreibstil, die Handlung…Übrigens ist letztere absolut nicht durchschaubar. Es treten immer wieder Wendungen auf – teilweise vielleicht erwartet, manchmal aber viel mehr erhofft.

Fazit


Ich zumindest bleibe völlig euphorisch zurück und kann die Zeit bis zum vierten Band kaum abwarten. Märchenhafte 5 Spitzenschuhe für eine Reihe, dessen Idee und Umsetzung so innovativ und großartig sind, dass ich es kaum fassen kann. "Wie Sterne so golden" ist definitiv eines meiner absolten Lieblingsbücher!




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