7. März 2016

Rezension: "Rock'n'Love" von Teresa Sporrer


Titel: Rock'n'Love
Autor: Teresa Sporrer
Verlag: Impress
Preis: 3,99€ (kindle Edition)
Seiten: 229

An vielen Ecken begegneten mir bereits die vielversprechenden Bücher über Rockstars und ihr Liebesleben von Teresa Sporrer, doch leider kam ich nie dazu eines zu lesen. Nun erschien gerade eine Art Vorgeschichte mit dem Titel „Rock’n’Love“, die ich mir einfach nicht entgehen lassen konnte. Schließlich wollte ich endlich herausfinden, ob die anderen Rockstar-Bände vielleicht etwas für mich seien: Und ich wurde nicht enttäuscht! „Rock’n'Love“ ist eine wunderbare und niedliche Liebesgeschichte für Zwischendurch, die von den Themen Musik, Vorurteile und Liebe handelt. Zum Träumen schön.

Inhalt


Emily geht auf eine teure Privatschule, gehört allerdings nie richtig dazu. Sie lebt bei ihrem Vater und damit die beiden über die Runden kommen, versucht sie noch ein wenig nebenher zu verdienen. Dies tut sie allerdings mit ihrer größten Leidenschaft: Der Musik. Heimlich spielt sie in einer Band, die viele Auftritte in kleinen Clubs hat. Doch nicht einmal ihre gesamte Band weiß, dass sie noch eine 17-jährige Schülerin ist. Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn jemand aus ihrer Schule davon erfahren würde. Also verstellt sich Emily und wird auf der Bühne zur düsteren „Amelie“ mit Piercings und Taylor-Momsen-Make-up. Ihr Plan geht auf. Bis ausgerechnet der reiche Sean Nixon, DER Mädchenschwarm der Schule, im Publikum steht und Emily unverhohlen anstarrt. Er erkennt sie. Doch wie kann Emily verhindern, dass ihr Geheimnis herauskommt? Und kann sie dem Charme von Sean widerstehen, den sie wegen seiner Vergangenheit und seines Rufes einfach nur verabscheut?
Es beginnt eine wunderbare Liebesgeschichte über zwei Menschen, die nicht das sind, was ihnen der Ruf des jeweils anderen vorgaukelt.

Meinung


Ich bin in dieser sympathischen Liebesgeschichte voll auf meine Kosten gekommen. Das Thema von „reich und arm“ gefiel mir schon immer gut, auch wenn hier nicht unbedingt „berühmt und normal“ im Fokus steht. Emily und Sean sind ganz normale Schüler des Abschlussjahrgangs. Seans Familie ist eine der reichsten der Stadt und somit kommen die beiden aus völlig unterschiedlichen Welten. Aber ist es nicht gerade das, was den Stoff vieler guter Liebesgeschichten ausmacht?! So auch hier.
Beide Figuren sind liebevoll gestaltet und ich mochte sie auf Anhieb. Emily spielt eine Maskerade und man begreift recht schnell, dass es so nicht weiter gehen kann. Sean ist der typische Mädchenschwarm: Gutaussehend und eingebildet. Er macht viel Party, hat hohle Freundinnen und sein Weg ist quasi vorbestimmt. Dem gegenüber steht die unauffällige Emily, die die Kids ihrer Schule meidet und einfach nur einen guten Abschluss vor Augen hat. Sie hält nichts von den Allüren ihrer Mitschüler, allerdings ist auch sie gegen männliche Charmeattacken nicht immun. Das Weltbild von Emily ist von einer Menge Vorurteilen, Klischees und Gerüchten geprägt. Das überträgt sich auch auf Sean. Nachdem er herausgefunden hat, wer sie ist, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf und so schlägt er ihr vor ihre Band zu sponsoren. Dies ist natürlich ein Vorschlag, den Emily nicht ablehnen kann, da sie jeden Cent gebrauchen kann. Die beiden spielen ein Spiel. Sie machen kleine Wetten und wollen auf gar keinen Fall zugeben, dass beide ihre Meinung über den jeweils anderen ändern.
"Ich wusste, dass er mich in dieser Sache nicht belog. Was, wenn auch die anderen Gerüchte über ihn nicht der Wahrheit entsprachen? Das meiste, was ich über ihn wusste, beruhte auf dummen Gerüchten. Gerüchte waren nun einmal Gerüchte. Es konnte leicht sein, dass nur ein Teil dieser Erzählungen der Wahrheit entsprach. Wer bist du bloß Sean Nixon?" (24%)
Sean hat eine recht bekannte Vergangenheit. Doch was Emily nicht weiß, ist dass er einfach nur sehr verletzt wurde. Der starke Sean Nixon hat auch eine ganz weiche Seite. Und so bauen sich die Themen des Romans auf. Es geht um Vertrauen und um junge Liebe. Diese kann aber nur zu Stande kommen, wenn beide ehrlich zueinander sind. Ob sie das wohl schaffen?
Im Fokus stehen in diesem Buch Sean und Emily. Die Autorin verzichtet zwar nicht völlig auf Nebenfiguren – nein, es gibt sogar sehr sympathische – allerdings spielen sie kaum eine Rolle. Emily hat kaum Freunde, bis auf wenige Ausnahmen. Die Nebenfiguren gefielen mir allerdings sehr gut und sie runden die Handlung ab. Auch die Schauplätze von „Rock’n’Love“ sind gut gewählt. Ob das nun die Privatschule im Herzen Wiens ist oder das Rockfestival in Linz, Sean und Emily geben überall ein gutes Paar ab. Der Stil von Teresa Sporrer ist ebenfalls sehr schön und fließend. Das Buch ist meiner Meinung nach toll aufgebaut. Zu Beginn jedes Kapitels steht ein Songtextauszug, der gut zum Kapitelinhalt und der Geschichte von Sean und Emily passt. Es wird sehr detailliert erzählt, wie sich zwei Menschen ineinander verlieben, sie im normalen Leben nicht einmal ein Wort miteinander wechseln. Das geschieht auch oft auf sehr lustige Weise. Emily und Sean haben einen tollen Humor, allerdings auch einen sehr ähnlichen.
"Da die ersten Besucher – dieses Mal waren unter ihnen sogar halbwegs normal aussehende Leute – in den Club strömten, beschloss ich auch schon mal reinzugehen, um mir eine halbwegs gute Sicht auf Emily oder Amelie, wie ihr „kreativer“ Künstlername lautete, zu bekommen." (21%)
Mir gefielen Seans frechen Kommentare sogar noch besser als Emilys Sarkasmus. Das Buch wird mittels Perpektivwechseln erzählt. So bekommt der Leser einen schönen Eindruck von der Gefühlswelt beider Protagonisten. Hier gibt es bei mir den einzigen kleinen Kritikpunkt: Der Stil der beiden unterscheidet sich nicht wirklich. Man konnte sie aufgrund der Themen zwar auseinander halten, hier hätte ich mir aber ein paar mehr Eigenheiten gewünscht. Im Allgemeinen ist die Handlung natürlich von Stereotypen bestimmt und ich will nicht nach dem Realitätsfaktor fragen. Aber mal im Ernst…ich fand‘s großartig! Für mich gab es nicht sehr viele Überraschungen in der Handlung, aber sie ist einfach zum Dahinträumen. Die kleinen Wetten und bissigen Dialoge geben der Geschichte ihren Pep und der Leser will immer schneller wissen, wie es mit diesen beiden liebenswerten Figuren weiter geht.

Fazit


Ich wurde von Teresa Sporrer in eine neue Welt entführt, in der mich ein tolles Liebespaar bis zur letzten Seite unterhalten hat. Die Aufmachung des Buches ist mehr als gelungen, die Themen sind zwar nicht neu aber unterhaltsam. Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit dem gewissen Extra. Ich vergebe musikalische 4 Spitzenschuhe und werde mich der Rockstar-Reihe in Zukunft sicher widmen.


Kommentare:

  1. Hi Julia!

    Ich hab es quasi inhaliert ;) und war wieder total begeistert von dem Humor und den frechen Dialogen der beiden Protagonisten.
    Die Rockstar-Reihe habe ich schon durch und kann sie nur empfehlen! Emily hat mich sehr an Zoey aus Band 1 der Reihe erinnert.

    Liebe Grüße,
    Janina

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    1. Hey Liebes :)
      Na wenn dir die Bücher so gut gefallen haben, komme ich wirklich nicht mehr drum rum. Dieses hier war jedenfalls ein toller Einstieg für mich! Lustig, dass wir mal in der gleichen Leserunde gelandet sind ;)
      Liebste Grüße,
      Julia

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  2. das werde ich mir auf jeden Fall ansehen,
    anhand deiner Rezension denke ich, wird es mir auch gefallen...
    bin schon eine ganze weile auf deiner seite und verweile und lese..
    tolle Tipps sind dabei für mich als Leseratte,
    herzlich ein
    Danke
    lieben Gruß angelface

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    1. Hey :)
      Das freut mich natürlich sehr zu hören! Deine Seite ist auch super interessant :) Das Buch ist wirklich toll, ich kann es dir nur ans Herz legen.
      Liebste Grüße,
      Julia

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