5. März 2016

Rezension: "Zwischen Schnee und Ebenholz" von Ann-Christin Wolf


Titel: Zwischen Schnee und Ebenholz
Autor: Ann-Christin Wolf
Verlag: Impress
Preis: 3,99€ (kindle Edition)
Seiten: 270



Es war einmal eine Märchenadaption, die unbedingt von mir gelesen werden wollte. Ihr Name war „Zwischen Schnee und Ebenholz“. Es war eine traumhafte Geschichte von einem jungen Mädchen, das entdeckt, dass die Welt ganz anders ist, als sie dachte. Und dass in dieser Welt Dinge auf sie warten, die sie nie für möglich gehalten hätte.
Willkommen in der märchenhaften Welt von Ann-Christin Wolf, die mit ihrem Schneewittchen-Roman „Zwischen Schnee und Ebenholz“ einen sehr schönen und vielversprechenden Auftakt zu einer tollen Märchen-Reihe geschaffen hat. Jeder, der Märchen liebt, kann sich in Alex‘ Geschichte verlieren und in eine ganz neue Welt eintauchen.


Klappentext


Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist Schneewittchen in diesem Land?
Mit dem Auftauchen des ungewöhnlich jungen und viel zu attraktiven Referendars William Grimm an ihrer Schule, scheint das Leben der 17-jährigen Alexandra White auf einen Schlag ein anderes zu werden. Nicht genug, dass ihre Großmutter als Märchenerzählerin arbeitet und Alexandra dank ihrer blassen Haut »Schneewittchen« genannt wird, auf einmal verfolgen sie die Erzählungen bis in den Unterrichtsstoff hinein – und darüber hinaus. Denn wer sind die Zwillinge Lukas und Gabrielle, die auch neu an ihrer Schule sind? Und warum riecht es plötzlich überall nach Wolf? Ehe sich Alexandra versieht, befindet sie sich in ihrem eigenen Märchen, nur ist das Happy End noch lange nicht in Sicht…

Meinung


Ich hatte schon lang mit diesem Buch geliebäugelt, bis ich plötzlich absolut im Märchenfieber war. Zuerst muss ich sagen, dass diese Märchenadaption vollkommen gelungen ist. Und damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet. Die Meinungen gingen nämlich auseinander. Entweder fand man es wirklich gut oder ziemlich schwach. Ich gehöre eindeutig zur ersteren Riege. Ann-Christin Wolf hat einen schönen und flüssigen Stil, der gut ins Genre passt. Jedes Kapitel beginnt mit einem mehr als passenden Märchenzitat, das den Leser bereits auf den Kapitelinhalt einstimmt, manchmal sogar böse Vorahnungen hervorruft. Die Aufmachung und das Cover sind ebenfalls wunderschön – fehlte also nur noch die Handlung.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Thema des Märchens allgegenwärtig zu gestalten. Es sind viele liebevolle Märchenelemente in das Buch miteingeflossen, die dem Leser nicht unbedingt sofort auffallen, die aber ein tolles Ganzes ergeben. 
Alex war für mich nicht die typische Märchenprotagonistin. Sie ist lieb und süß und naja…unschuldig. Also vielleicht doch ganz typisch?! Dadurch war sie für mich aber auch einen kleinen Ticken langweilig. Ganz anders ihre beste Freundin Lilly, die ein Wirbelwind ist. Die Freundschaft zwischen den beiden ist wirklich vorbildhaft und ich wünschte ich hätte solch eine Freundin in meiner Schulzeit gehabt. Der Umgang der beiden ist spielerisch, humorvoll und voller Liebe. Das gefiel mir sehr gut! Das Auftauchen von Herrn Grimm ist natürlich sehr wichtig für die Geschichte. Er ist interessant und eigentlich atemberaubend. Und auch Alex verliert sofort ihr Herz an ihn. Für mich schien das allerdings recht einseitig. William ist Alex gegenüber nicht unbedingt ein Gentleman, was mich auch ein wenig verwirrt zurück ließ. Bezüglich der Liebesgeschichte fehlte mir nämlich einiges: die Deutlichkeit. Ich scheine die Stelle verpasst zu haben, in der sich die Figuren verlieben. Wirklich gestört hat mich das allerdings nicht. Warum kann ich selbst nicht so sagen… Der Humor kommt übrigens auch nicht zu kurz. "Zwischen Schnee und Ebenholz" ist nicht unbedingt ein lustiges Buch, aber ein wenig Ironie schimmert immer mal durch. Alex denkt beispielsweise als Will sich bekennt: 
"Es ist das Zeichen der Bruderschaft. Das Symbol, das mich als deinen Wächter kennzeichnet." Alles klar. Zeit zu gehen. Ihr Lehrer war eindeutig übergeschnappt." (38%)
Die Figuren sind allesamt sehr liebevoll gestaltet und auch die fantastischen Wesen haben mir sehr gut gefallen. Einer meiner Lieblinge ist auf jeden Fall Alex Großmutter, die mich mit ihrer Märchenerzählung absolut in ihren Bann gezogen hat. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass mich das Buch absolut in die Märchenwelt katapultiert hat. Das Buch ist außerdem spannend. Meiner Meinung nach hätte es ruhig noch ein bisschen länger sein können, aber dadurch freue ich mich auch sehr auf Band 2. 
„Zwischen Schnee und Ebenholz“ startet mit vielen Geheimnissen. Alexandras Träume bieten erste Spannung für den Leser, die durch die Gedanken des Wolfes gesteigert werden. Dieser Wolf war für mich übrigens eine tragische Figur, die in mir mehr Gefühle hervorgerufen hat, als ich jemals gedacht hätte! Aber die Handlung geht weiter, dreht sich über kleine Liebesgeschichten und Familienfehden bis zum großen Finale. Denn in der Märchenwelt gibt es bekanntlich die Bösewichte. Und die dürfen auch in dieser Geschichte nicht fehlen. Mir gefiel der finale Showdown sehr gut. 
Das ganze Buch ist bezüglich des Märchenstoffes einfach gelungen. Es gibt zwei, drei kleine Punkte, die besser hätten sein können, die für mich persönlich stark mit Will zusammenhängen. Allerdings ist die Idee einfach toll und somit bildet „Zwischen Schnee und Ebenholz“ einen perfekten Reihenauftakt.

Fazit


Der Roman hat alles, was ich mir erhofft hatte. Spannung, Liebe, Freundschaft und ganz viele traumhafte Märchenelemente in einer schönen neuen Version von Schneewittchen in unserer Welt. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird und vergebe in der Hoffnung auf einen grandiosen zweiten Teil 4 Spitzenschuhe.





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