12. April 2016

Review: "Batman vs. Superman: Dawn of justice"





          Titel: Batman v Superman: Dawn of justice

          Regisseur: Zack Snyder

          Länge: 151 Minuten

          FSK: 12

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016






Vor einiger Zeit sah ich einen Trailer, der mich wirklich mehr als verwirrte. Der Film führte den kuriosen Titel „Batman vs. Superman: Dawn of Justice“ und sofort konnte man ein dickes, fettes Fragezeichen in meinem Gesicht erkennen. Im Ernst jetzt? Superheld 1 gegen Superheld 2? Die beiden berühmten Figuren aus dem Hause der DC Comics kämpfen GEGENEINANDER?! WIESO???
Für mich machte das gesamte Konzept absolut keinen Sinn, denn warum bitte sollten sich zwei Charaktere die für das Gute kämpfen – zugegeben, auf ihre ganz eigene Weise – plötzlich bekämpfen?! Erst wollte ich den Film boykottieren, aber was soll ich sagen. Ich bin zu sehr Kinofan, als dass ich mir solch ein Leinwandspektakel entgehen lassen könnte. Und so ging ich mit meinen tollen Jungs eben doch in den Film. Mein Fazit überrascht mich selbst ein wenig: Ein toller und spektakulärer Actionstreifen mit gewaltiger Kulisse, übertriebener Darstellung und einem absolut genialen Bösewicht! Wirklich zu empfehlen.

Darum geht's:



Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von „Man Of Steel“ Zerstörung auf die Erde: Die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Bat- und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren…

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/219262/kinoprogramm/)

Meine Meinung


Hätte man mir diese Inhaltsangabe während des Trailers irgendwie präsentieren können, hätte ich den Film vielleicht nicht sofort als „Schwachsinn“ abgestempelt. Denn eigentlich klingt das doch ganz gut, oder nicht? Natürlich sollte man „Man of Steele“ gesehen haben und sicher lohnt es sich auch den ein oder anderen Blick in die Batman-Filme geworfen zu haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht jeden Batman-Film kenne und somit bestätigen kann, dass Vorwissen ganz nützlich ist. So kam ich um ein paar Fragen an meinen Bruder nicht umhin, der mir manchmal erklären musste, was da jetzt grade passiert. 
Dennoch ist es nicht so, als wenn man den Film nicht gucken kann, wenn man kein Fan der DC-Helden ist. Es geht auch so sehr gut. Ein wenig misstrauisch war allerdings auch ich, da nicht mehr Christian Bale als Batman über die Leinwand turnt, sondern sein Schauspielkollege Ben Affleck. Mir persönlich gefiel Affleck als Batman jedoch sehr gut! Er mimt den Fledermausmenschen gekonnt und überzeugend. Schnell vergisst man, dass Bruce Wayne früher einmal anders aussah. Für mich war Batman aber immer der stärkere Charakter im Vergleich zu Superman, irgendwie sympathischer. Superman ist so aalglatt und perfekt. So gar nicht meins. Ich persönlich möchte jedenfalls keinen Clark Kent zu Hause haben. Obwohl er ja der stärkste Mann der Welt ist, sehe ich ihn eher als Schwachmaten. Aber das ist Geschmackssache. Lois Lane zumindest bleibt Fan ihres Supermanns und nimmt eine tragende Rolle ein. Dieser Aspekt gefiel mir sehr gut. Die Handlungen und Geschichten der Comics sind verknüpft und gut dargestellt. Anfangs weiß der Zuschauer nicht wirklich, für welchen Helden er sein soll. Mir persönlich wurde besonders im epischen Finale noch einmal vorgeführt, dass Batman im Vergleich zu Superman oder Wonder Woman irgendwie so gar nichts Besonderes kann. Egal. Trotzdem der deutlich coolere der beiden. Es ist sehr interessant den beiden Charakteren zu folgen, bis letztendlich der gemeinsame Feind auf der Fläche auftaucht. Jesse Eisenberg hat mit seiner Verkörperung des Lex Luthor eine geniale Leistung hingelegt. Er spielt diesen Typen so nah zwischen Genialität und Wahnsinn, dass dem Zuschauer der Mund offen stehen bleiben muss. Lex Luthor brachte mich zum Lachen, obwohl er eigentlich sehr grausam ist. Diese kranke Figur hätte wirklich nicht besser gespielt werden können und bildet für mich somit das Highlight des Films! Egal wie berühmt das Cast ansonsten ist, Jesse Eisenberg stellt all die Stars in den Schatten. 
Der Film ist ein großartiger Actionstreifen geworden. Es ist spannend und spektakulär. Die Kulisse ist gewaltig und phantastisch. Mir gefiel die Bildarbeit sehr gut. Auch die 3D Effekte kamen gut zur Geltung, denn natürlich gibt es genügend Actionszenen. Für mich hat hier die Verfolgungsjagd von Batman den Vogel abgeschossen, die dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben war. Im Allgemeinen muss man sagen, dass Batman zwischenzeitlich ziemlich eingeschränkt in seinem Denken ist. Erst als er den Namen von Supermans Mutter hört, beginnt er wieder zu denken. Dies stellt für mich die Schwäche des Films dar. Auch war das Ende etwas in die Länge gezogen. Der Knalleffekt kam sehr überraschend, allerdings sind die letzten Szenen etwas sehr lang geworden. Toll fand ich allerdings noch Gal Gadot als Wonder Woman. Für jeden männlichen Zuschauer war sie sicher der Hingucker und selbst ich kann nicht einmal von Neid, sondern nur von purer Bewunderung sprechen.



Also...


Obwohl ich dachte, dass die Handlung des Films absurd ist, bin ich doch jetzt von ihrer Logik überzeugt. „Batman vs. Superman: Dawn of justice“ ist ein gelungener Blockbuster, der seinem Zuschauer sehr viel bietet. Er ist nicht in erster Linie lustig, allerdings sehr actiongeladen und spannend. Gewaltige Bilder und große Effekte nehmen das Publikum für sich ein. Überzeugende Schauspieler mit einem großartigen Bösewicht an ihrer Spitze runden den Film ab. Ich habe die zwei Stunden im Kino sehr genossen und war regelrecht positiv überrascht. Dafür vergebe ich heldenhafte 4 von 5 Sternen

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