24. November 2016

Rezension [Hörbuch]: "To all the boys I've loved before" von Jenny Han



Titel: To all the boys I've loved before (Hörbuch)
Autor: Jenny Han
Vorleser: Leonie Lander
Verlag: cbj audio
Preis: 18,99€
Länge: ca. 7 St. 23 Min. (6 Cds)


Um die Geschichte von „To alle the boys I’ve loved before“ zu beschreiben, benötige ich nicht viele Worte. Ein einziges trifft es ganz genau: zuckersüß! Und dennoch ist die Geschichte viel mehr. Doch zu Beginn des Hörens hätte ich niemals erwartet, dass die unschuldige und niedliche Lara-Jean mich so in ihre Bann ziehen würde! Was mit einer langsam vor dich hin plätschernden Geschichte beginnt, entwickelt seinen ganz eigenen Charme. Wie traurig war ich, als ich die letzte CD einlegte und das Buch zu Ende ging. Ich will mehr! Am liebsten möchte ich sofort weiter hören, aber ich muss mich gedulden. Dennoch: Dieses Buch ist traumhaft, romantisch, süß und mitreißend. Top!

Klappentext



Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer Kontrolle gerät …

Meinung


Ich finde der Klappentext klingt einfach niedlich und absolut noch einem Buch für mich. Das Cover ist toll und auch die Vorleserin dieses Hörbuchs ist durchaus interessant. Leonie Lander hat bereits großartige Rollen gelesen, unter anderem war sie bei "Tintenherz" beteiligt. Dies allerdings weckte große Erwartungen in mir, die die Vorleserin anfangs nicht erfüllen konnte. Mir war die Stimme zu quitschig, zu naiv gelesen. Leonie Lander vermittelte Lara-Jean als kleines Mäuschen – was sie zwar auch ist, was ich selbst aber nicht sofort so gesehen hätte. Ich musste mich eine Zeit lang an die Stimme gewöhnen. Doch nach ungefähr der Hälfte, konnte ich mir Lara-Jean gar nicht mehr ohne die Stimme Landers vorstellen. Immer wenn ich das Cover sehe, habe ich auch die Stimme im Kopf. Außerdem gelingt ihr die Darstellung von Kitty, Lara-Jeans kleiner Schwester sehr gut. Nicht ganz so gut hat mit das Lesen der Rollen von Peter und Josh gefallen – aber das liegt vielleicht daran, dass eine so piepsige Stimme nicht wirklich maskulin herüberkommt. 
Der Hörer wird langsam in Lara-Jeans Leben eingeführt. Ihre Welt wird erst einmal vorgestellt und die Bedeutung ihrer Schwestern wird nachvollziehbar. Man bekommt ein gutes Gefühl für die Protagonistin, die sich gern versteckt und im Hintergrund bleibt. Sie liest gern und hegt ihre Liebeleien heimlich. Doch damit ist es vorbei, als plötzlich die Abschieds-Liebesbriefe verschickt werden. Lara-Jean glaubt immer noch in ihren Nachbarn Josh ein wenig verliebt zu sein, als ein anderer Junge sie auf seinen Brief anspricht: Peter. Peter ist der Star der Schule. Er ist seit Jahren mit dem tollsten Mädchen zusammen und für Lara-Jean einfach unerreichbar. Dennoch haben sich die beiden in der 7. Klasse einmal geküsst – Lara-Jeans erster Kuss. Peter ist ganz der harte Kerl, als er Lara-Jean zur Rede stellt. Doch schnell merken die beiden, dass sie einander nützlich sein könnten. Peter und seine Freundin haben sich gerade getrennt und Lara-Jean möchte Josh eifersüchtig machen. Also gehen die beiden eine Scheinbeziehung ein. Und das ist irgendwie das Großartige an diesem Buch. Eigentlich passiert nichts Weltbewegendes und trotzdem steigert sich die Spannung unaufhörlich. Meine Sympathien wanderten schnell zu Peter über, der einfach viel mehr ist als der coole Macker. Und das merkt auch Lara-Jean bald. Die beiden spielen die Geschichte über Wochen hinweg und große Gefühle spielen eine Rolle. Das Tolle ist, dass diese auch beim Hörer ankommen. Denn obwohl Lander für mich nicht die ideale Besetzung der Protagonistin ist, liest sie emotional und ergreifend. Ich habe ihr jeden Gedanken von Lara-Jean geglaubt. Auch wenn diese in manchen Situationen wirklich dämlich reagiert. Aber hey, das macht auch den Reiz der Geschichte aus. Irgendwie hat dieses Buch etwas wunderbar Normales und dennoch so Schönes. Es geht ums Erwachsenwerden und die Liebe. Jedes Mädchen kennt die Gefühle von Lara-Jean und das macht das Buch so authentisch. 
Auch die Nebenfiguren sind wirklich gelungen. Mein Favorit bleibt Peter, aber auch Kitty ist einfach toll. Margot mochte ich zu keiner Minute, aber für Lara-Jean ist sie mehr als wichtig. Josh wäre so gar nicht mein Typ, aber ich bin ja auch nicht die Protagonistin des Buches. Ich finde es toll, wie das Buch vermittelt, dass man auch selbst über sich hinaus wachsen kann. Ich habe das Buch so so so gern gehört! Erst das Ende hat mir gezeigt, wie toll ich es fand. Noch Tage nach Beenden des Hörens höre ich Leonie Landers Stimme in meinem Kopf und will einfach wissen, wie es weitergeht. Denn die Geschichte ist noch nicht vorbei. „PS: I still love you“ erscheint im Frühjahr 2017. Aber ob ich so lange warten kann? Der 13. Februar ist zumindest schon markiert, damit ich das nächste Hörbuch nicht verpasse!

Fazit




Diese niedliche und schöne Geschichte bekommt von mir die volle Punktzahl. Anfangs wollte ich etwas für die Vorleserin abziehen, doch mit der Zeit nahm Leonie Lander mich ebenfalls mit ihrer Darstellung der schüchternen Lara-Jean in Fang. Das Buch plätschert gefühlt nur vor sich hin und dennoch riss es mich mit. „To all the boys I’ve loved before“ ist ein absolutes Highlight in diesem Jahr!




Vielen Dank an den cbj audio Verlag für das wundervolle Rezensionsexemplar!

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