26. November 2016

Rezension: "Melody of Eden - Blutgefährten" von Sabine Schulter


Titel: Melody of Eden - Blutgefährten
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 233


Vampirgeschichten hat man schon viele gelesen. Man muss auch zugeben, dass viele dieser Geschichten wirklich gut sind. Vampire sind einfach faszinierend. Dennoch ist es schwer den Mythos der Vampire mit innovativen Ideen zu paaren – doch genau das ist Sabine Schulter mit ihrem Roman „Melody of Eden – Blutgefährten“ gelungen. Ein toller Fantasyroman, in dem man Action, Liebe und Freundschaft findet. Eine gelungene Mischung für einen gelungenen Auftakt!

Klappentext


Vampire – Mythos oder Wahrheit? Diese Frage stellt sich auch die 23-jährige Melody, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin die unterirdischen Gänge ihrer Heimatstadt erforscht. Schon immer hat sie sich gefragt, ob es diese Wesen der Nacht tatsächlich gibt. Es wird gemunkelt, dass die Regierung ihre Existenz zu vertuschen versucht, und Melody würde nur zu gerne herausfinden, warum. Als sie plötzlich von einer unheimlichen Kreatur in die Tiefe gerissen und von einem unglaublich anziehenden Mann gerettet wird, ist ihr Wissensdurst nicht mehr zu stillen. Doch schon bald schon muss Melody herausfinden, dass es Wesen gibt, die man besser nicht auf sich aufmerksam macht …

Meinung


Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte, denn vor allem der Anfang ist einfach richtig gelungen! Man befindet sich sofort in Melodys Welt und versteht ihre Faszination von Vampiren. Die Autorin wählt einen rasanten Einstieg, der viel Spannung und auch gleich ein wenig Herzklopfen beinhaltet. Der Klappentext ist sozusagen eine Zusammenfassung des ersten Kapitels. Und dieses Kapitel ist klasse! Zu behaupten, dass es danach bergab gehen würde, wäre eine Lüge. Das Buch ist einfach fesselnd, vor allem wenn man sich auf die von Sabine Schulter erschaffenen Vampire einlässt. Denn es gibt zwei verschiedene Sorten. "Die Guten und die Bösen" wäre leicht vereinfacht, aber im Großen und Ganzen trifft es zu. Melody wird von einem Vampir vor einem Vampir gerettet – schon allein dieses Szenario ist irgendwie cool. Die Protagonistin ist eine junge und unabhängige Frau. Sie ist lebenslustig und fröhlich. Und vor allem ist sie von Vampiren fasziniert. Mir gefiel Melody. Allerdings ist Eden der sehr viel tiefgehendere Charakter. Nebenbei: Den Titel des Buches finde ich einfach toll! Aber bei diesen beiden Namen konnte die Autorin wohl auch nicht anderes…Zurück zu Eden. Eden arbeitet bei der Nachtpolizei und ist – Überraschung – einer der Guten. Doch er ist verschlossen. Seiner Miene ist nie etwas anzusehen und dennoch verfällt Melody sofort in eine Schwäche für ihn. Die Beziehung der beiden hat was. Sie entsteht erst langsam und muss reifen. Aber vor allem wird ihr Verhältnis mehr als einmal auf die Probe gestellt. Nachdem Melody immer tiefer in die Welt der Vampire gerät, gerät sie in den Fokus des Anführers der Wilden und somit dem Bösewicht des Buches – Rufus. Rufus und Eden verbindet eine lange Geschichte, weshalb es kein Wunder ist, dass der Vampir es auf sie abgesehen hat. Doch hier hat Eden noch ein Wörtchen mitzureden…
Die Geschichte ist spannend und dennoch hat sie viele ruhige Noten. Es geht vor allem um die Einführung in die Welt der Vampire im ersten Teil dieser Trilogie. Das Buch ist in zwei Abschnitte aufgeteilt, wobei der erste Teil aus Melodys Sicht erzählt wird. Der zweite Teil beinhaltet Passagen aus Melodys und auch Edens Sicht. Die Geschichte reift und entwickelt sich. Es gibt wieder einmal tolle Nebencharaktere im Buch. Allen voran die 10-jährige Ivy. Sie ist das Kücken unter den Vampiren und so ein niedliches Wesen. Ich verfiel ihr jedenfalls total und mir gefiel die Komponente, dass ein Kind eine Rolle spielt. Über Rich konnte ich tatsächlich manchmal schmunzeln und den großen bärtigen Scott konnte ich mir richtig gut vorstellen. Scarlett allerdings verabscheue ich. Auch viele weitere Figuren sind unglaublich interessant und geheimnisvoll. Ich bin sehr dankbar, dass es weitere Bücher der Reihe geben wird, denn es gibt zu viele Personen, von denen ich einfach noch zu wenig weiß. Ich hoffe, dass Kardia noch eine Rolle spielen wird und natürlich bleibt Rufus ebenfalls interessant. Insgesamt muss man sagen geht es um den uralten Kampf "Gut gegen Böse" in abgewandter Form.  Sabine Schulter glänzt mit innovativen Ideen, die sie in ihrem Fantasyuniversum etabliert. Das Buch hat einfach eine ganze Menge. Es geht um Freundschaft und Familie, um Feindschaft und Hass und natürlich um Liebe. Melodys und Edens Geschichte wird erzählt und mich konnten die beiden absolut überzeugen. Es ist ein guter Wechsel zwischen spannenden Szenen und ruhigeren Seiten. Der Stil der Autorin ist flüssig und angenehm. Durch den Perspektivwechsel bekommt der Leser ein sehr gutes Gefühl für Eden. Und natürlich endet Band eins mit einem Rätsel. Ich bin auf den Nachfolger sehr gespannt und bin sicher, dass Melody und Eden noch viel überstehen müssen.

Fazit




Wir haben es hier nicht nur mit einem schönen Titelbild und einem interessanten Namen zu tun. „Melody of Eden – Blutgefährten“ beinhaltet eine tolle Idee und deren Umsetzung in Bezug auf Vampire. Gepaart mit Themen wie Freundschaft, Familie und Missverstehen holt Sabine Schulter zu einem tollen Fantasyabenteuer aus. Die Liebesgeschichte ist authentisch und nicht abgedroschen und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Für mich kann das nur eines heißen: 5 von 5 Spitzenschuhen für Melody und Eden, die nur zusammen „The Melody of Eden“ sein können. 



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