29. Februar 2016

Neuzugänge: Februar

Ihr Lieben!


Nicht zu fassen...ich habe das Gefühl, als wenn ich jeden Post - egal ob Neuzugang oder Rückblick - gleich anfange: Wo ist die Zeit geblieben??? Aber mal im Ernst. Bei mir rast einfach alles so dahin. Zum Glück haben jetzt gerade die Semesterferien angefangen und meine Prüfungen sind durch (okay, die paar Exzerpte, die noch fehlen...). Allerdings wird es bei mir nicht wirklich ruhiger. Ziemlich unerwartet und plötzlich ziehe ich nämlich erneut um, was so wirklich nicht geplant war, was aber trotzdem die richtige Entscheidung ist. Dementsprechend groß ist mein Stressfaktor. Wird Zeit, dass ich meine freie Zeit zum Entspannen nutze - und wie geht das besser, als mit einem tollen, NEUEN, Buch? Genau, gar nicht. Also hier meine Neuzugänge, die im Februar so eingetrudelt sind:




Ein paar der Bücher waren natürlich eingeplant (okay, eins...vielleicht zwei...), andere waren willkommene Überraschungen und dann natürlich die, bei denen ich nicht widerstehen konnte. 
Ersehnt war natürlich "Wie Schnee so weiß", mit dem ich schon wirklich spät dran bin und das ich immer noch nicht gelesen habe. Da verstehe ich mich selbst nicht, muss ich zugeben. Ich habe Monate auf das Buch gewartet und kaum habe ich es, ist es noch ungelesen. Wirklich traurig. 

Eine weitere Neuerscheinung, auf die ich gewartet habe und bei der ich Glück in der Leserunde hatte war "Azur - Eine Diebin bricht aus". Ein toller Abschluss einer Dilogie mit einem bezaubernden Cover. Das habe ich immerhin auch schon gelesen, die Rezi findet ihr hier.
Die schönste Überraschung war auf jeden Fall "Arya & Fynn", das sehr weit oben auf meiner Leseliste steht! Ich freue mich sehr auf das Buch von Lisa, das ich auf ihrer Blogtour gewonnen habe! :)
Eine weitere Leserunde, auf die ich mich gefreut hatte, brachte "Endlich zu fünft" zu mir. Ein finnischer Roman, der irgendwie so ganz anders ist, als erwartet. Ich bin noch dran. Anders kann ich es nicht sagen. Wirklich nicht mein Buch. Aber dazu werdet ihr bald eine Rezension finden :)
Naja..und die Spontankäufe: Beim Einkaufen im Supermarkt lag "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" rum, für 4€. Was wäre ich für ein Mensch, wenn ich es da gelassen hätte? :D Ich bin wahrlich kein John Green-Fan, aber ich habe mir vorgenommen diesem tragischen Buch ein Chance zu geben. "Die 5. Welle" hat mich im Kino absolut überzeugt, weshalb ich das Bedürfnis habe, es zu lesen (, meine Filmreview könnt ihr übrigens hier nachlesen). Das musste dann bei der Bestellung von Wie Schnee so weiß" einfach mit ins Päckchen. Bleiben noch meine ebooks. "Fangirl" wurde mir wärmstens empfohlen und als es für 99 Cent zu haben war, landete es irgendwie auf dem kindle. Auf dem Bild nicht zu sehen ist "Die Cavendish-Villa" von Cecily von Hundt, das ich als Lesexemplar bekam. Meine Rezension könnt ihr aber hier lesen :)

Insgesamt sind es also mal wieder zu viele Bücher geworden. Acht an der Zahl. Keine Ahnung, wie ich jemals dagegen ankommen soll. Aber ich gebe mein Bestes.


Was ist bei euch so eingezogen? Habt ihr schon Bücher meiner Errungenschaften gelesen? Wie waren sie so? :)


Eure Julia

27. Februar 2016

Geschichtentänzer tanzt! No. 1: "Earn it"


Etwas Neues: "Geschichtentänzer tanzt" - eine eigene, keine Geschichte :)


Hallo ihr Lieben!


Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich diesen Post tatsächlich veröffentlichen soll, oder nicht. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, weil das Tanzen doch ein ziemlich großer Teil von mir ist. Hat dieses Video etwas mit Büchern zu tun? Nun ja..im Entferntesten :D Weshalb, das werde ich gleich erklären.
Wie viele von euch sicher gelesen haben, bin ich seit über 10 Jahren Hip Hop Trainerin und habe Ewigkeiten Ballett getanzt. Auf meiner "Über mich-Seite" hab ich geschrieben, dass es mir um Geschichten geht. Ob diese gelesen, geguckt oder getanzt werden ist hierbei egal. Hier seht ihr nun die erste Geschichte auf meinem Blog, die getanzt wird. Eine Liebesgeschichte.

Im Normalfall muss ich für meine drei Hip Hop-Gruppen, die ich unterrichte, Choreographien machen. Das ist in gewisser Weise immer mit Zwang verbunden. Am ersten Tag meiner Semesterferien habe ich endlich wieder eine Choreo aus Spaß gemacht. Einfach weil ich es wollte. Ich war inspiriert und das Lied "Earn it" von "The Weekend" ließ mich einfach nicht los. Jaaaaa...ich gebe es ja zu. Ich hatte einen Tag zuvor "Shades of Grey" angeschaut. Nicht nur, dass mich der Film dazu bewogen hat sofort und unverzüglich das Buch "Grey" anzufangen, nein. Ich habe das Lied rauf und runter gehört, habe begonnen zu tanzen und naja...das kam dabei heraus.

...

Mit diesem Post überwinde ich mich wirklich selbst. Obwohl ich es gewohnt bin vor vielen Menschen zu tanzen und weiß, dass das Tanzen eine Sache ist, die ich kann und über die ich nicht nachdenken muss, ist es doch etwas anderes ein Video im Internet zu teilen. An dem Durchgang ist sicher nicht jeder Schritt perfekt und ich selbst bin von meinem Ausdruck ein wenig enttäuscht, aber vielleicht gefällt es euch ja und ihr könnte die Geschichte dahinter erkennen. Eigentlich schau ich gar nicht auf den Boden, was im Video aber leider so aussieht :D Oh ja...und ich singe gern mit :D
...und der Raum ist natürlich auch der Wahnsinn ;)
Jetzt aber genug!

Ich wünsche euch nun ganz viel Spaß mit meiner getanzten Geschichte zu "Earn it", inspired by Fifty Shades of Grey...ooooh....(fast schon ein bisschen peinlich, dass ich ausgerechnet diese Geschichte genommen habe :D )


video

Vielen Dank fürs Anschauen! :)

Gefällt euch das Video? Was haltet ihr von der Rubrik? Willkommene Abwechslung oder ein No-Go für einen Bücherblog?


Was auch immer ihr mir mitteilen wollt, ich freue mich über jede Rückmeldung :)

Eure Julia


26. Februar 2016

Rezension: "Azur - Eine Diebin bricht aus" von Sabine Schulter


Titel: Azur - Eine Diebin bricht aus
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Books on Demand
Preis: 14,99€
Seiten: 416

Von der ersten Sekunde an war die Geschichte von Azur der Traumdiebin für mich innovativ und der absolute Wahnsinn. Eine neue Welt, in der Träume gestohlen werden können und uns Menschen somit beeinflussen. Großartig! Ich habe den ersten Teil verschlungen und geliebt (mine Rezension findet ihr hier) und umso gespannter war ich, als ich die ersehnte Fortsetzung in den Händen halten durfte. „Azur – Eine Diebin bricht aus“ ist ein gelungener Abschluss, der alles hat, was auch den ersten Teil so spannend gemacht hat: Eine tolle Liebesgeschichte, eine abwechslungsreiche Story und auch ein bisschen Action. Zum Träumen gut!

Inhalt


Achtung zweiter Teil (kann Spoiler aus „Azur – eine Diebin bricht aus“ beinhalten)
Jess hat sich den Behütern offenbart und sich für ein freies Leben jenseits der Diebesgilde um Saphir entschieden. Doch wie soll sie ihrem Stiefvater so leicht entkommen? Um auch nur den Hauch einer Chance zu haben muss zuerst das Gift aus ihrem Körper, durch das sie von Saphir kontrolliert wird. Aber diese Operation ist gefährlich. Und selbst wenn es funktioniert, bleiben die Zweifel. Hat Jess die Chance auf ein normales Leben? Ein Leben mit Cedric, dem sie immer näher kommt. Ein Leben, in dem sie nicht gezwungen ist anderen ihre Träume zu stehlen? 
Aber was bedeutet es schon, wenn eine einzelne Diebin der Gilde entkommt – selbst wenn es die beste von ihnen ist. Können Jess und ihre Freunde den drohenden Krieg, den Saphir plant, abwenden können? Eine spannende und liebevoll verpackte Geschichte um die beste aller Traumdiebinnen beginnt, die in einem finalen Showdown ihr Ende nimmt.

Meinung



Der zweite Teil der Reihe schließt quasi nahtlos an den ersten an. Als Leser wird man sofort zurückversetzt in die Welt von Azur und den Traumdieben. Doch diesmal ist ein entscheidender Faktor anders: Jess steht nun auf der anderen Seite. Mir gefiel dies sehr gut. Sabine Schulter baut die wichtigen Ereignisse der Handlung gekonnt in den zweiten Band ein, so dass man gut in die Geschichte findet. Die Spannung wird auf verschieden Art und Weise aufgebaut. Die Operation ist sehr wichtig und natürlich die gesamte Entwicklung in der Diebesgilde. Allerdings empfand ich die Ereignisse als nicht sooo spannend. Viel interessanter ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Jess und Cedric. Diese beiden Figuren hat man bereits in „Azur – Wenn eine Diebin liebt“ sehr lieb gewonnen. Aber nun wird der Fokus auf ihre Liebesgeschichte gelegt – zu Recht. Das Knistern zwischen den beiden ist wirklich unerträglich, aber auch sehr schön. Im ersten Teil gefiel mir Jess noch etwas besser, doch hier hat Cedric sie nun deutlich abgelöst. Mein Typ ist er zwar nicht (und er raucht zu viel!), aber er ist höllisch sexy und verdammt lustig. Die beiden turteln sehr niedlich herum und die Autorin schafft es den Leser auch mal zum Schmunzeln zu bekommen, während die beiden in witzige Dialoge verfallen. 
Die Figuren sind ebenso gut wie im ersten Buch. Vor allem die liebevoll gestalteten Nebencharaktere sind klasse. Von dem klugen Julian hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht, obwohl er schon gut in die Handlung integriert wurde. Auch Vincent bekommt etwas mehr Aufmerksamkeit und so lernt man ihn noch einmal ganz anders kennen. Aber natürlich sind auch Miranda, Alex und die fiesen Diebe wie Opal wieder mit von der Partie. Insgesamt bekommt man ein paar mehr Informationen, was diese besondere Welt noch einen Ticker komplexer, aber auch realer macht.
Und apropos Welt: Wir dürfen Azur auch erneut während einer Diebestour verfolgen, was für mich persönlich der Höhepunkt des Buches war. Diese Szenen sind sehr lebendig und spannend beschrieben und ich konnte mir richtig vorstellen, wie Azur sich ihrem Opfer nähert. Das klingt jetzt so abgebrüht, dabei ist Jess eigentlich ziemlich verwirrt. Ihr Gefühlschaos steht ebenfalls im Mittelpunkt des Buches. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Teil seine Höhen und Tiefen hat, aber aus Jess Sicht immer sehr authentisch ist.
Wie auch der erste Band, gibt es sowohl die Perspektive von Jess, als auch von Cedric. Im Wechsel erzählen die beiden die Handlung aus der Ich-Perspektive. Ich finde so etwas immer sehr interessant, da man die verschiedenen Facetten der Figuren gut nachvollziehen kann. So auch hier. Ich persönlich mochte Cedrics Sicht der Dinge immer lieber. Für mich ist er weiterhin eine Mischung aus verliebtem Trottel und hartem Sexiest Man alive. Der Schreibstil ist gut und flüssig. Er ist sehr modern.
Einene kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings, der hier nur angeschnitten werden soll und der auch keinen Abzug bedeutet. Das Ende ist sehr rasant und gut gelungen. Allerdings gibt es einen Epilog, der sozusagen klärt, was weiterhin passiert ist. Das gefiel mir nicht so gut, da es meiner Meinung nach die emotionale Seite des Epilogs ein wenig kaputt gemacht hat.


Fazit


Kaputt gemacht hat es mir die Geschichte jedoch in keinem Fall. Ich bin weiterhin ein großer Fan von „Azur“ und ihren Behütern. Ich habe „Azur – eine Diebin bricht aus“ sehr gern gelesen. Ein toller Abschluss einer tollen Idee. Höhen und Tiefen, Spannung und unerwartete Wenden, gepaart mit einer zuckersüßen Liebesgeschichte, die einem unter die Haut geht. Dazu noch dieses atemberaubende Cover. Von mir gibt es 5 von 5 Spitzenschuhen. 






„Manchmal sind die Träume, die wahr werden, jene Träume, von denen du nicht einmal gewusst hast, dass sie dir gehören.“
Passt wie die Faust aufs Auge zu Jess und Cedric. Klasse!



Review: "Deadpool"







     Titel: Deadpool

     Regie: Tim Miller

     Länge: 109 Minuten

     FSK: 16

     Produktionsland: USA

     Erscheinungsjahr: 2016







Als ich den Trailer von „Deadpool“ im Kino sah, war ich skeptisch. Grundsätzlich bin ich für jede Marvel-Schandtat zu haben, allerdings hat mich der derbe Humor des Trailers ein wenig abgeschreckt („Heute Abend mach ich’s mir selbst“). Allerdings ist es gerade dieser schwarze Humor, der „Deadpool“ zu etwas Besonderem und absolut Coolem machen. Ein unglaublich lustiger Film mit viel Action, einer eher irrelevanten Story und super Unterhaltung. Ryan Reynolds, wie er sich selbst auf die Schippe nimmt und den Zuschauer anderthalb Stunden vollabert. Klingt verrückt, ist es auch, aber dazu einfach nur herrlich. Allerdings sind die 1,5 Stunden von diesem Humor auch genug ;)

Darum geht's...


Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist ein ehemaliger Special Force Soldat, der an einer schweren Krebserkrankung leidet. Die Metastasen haben seine Lunge und sein Gehirn völlig zerfressen. Eines Tages bekommt Wade ein außergewöhnliches Angebot von der mysteriösen Organisation „Weapen X“: Sie wollen ihn in einem medizinischen Experiment zu einem Supersoldaten umwandeln. Als positive Nebenwirkung könnte der Krebs geheilt werden. Was Wade jedoch nicht weiß, in Wirklichkeit soll er als sklavenähnliche Kampfmaschine benutzt werden. Als er nach der äußerst schmerzhaften Prozedur zu sich kommt, ist er völlig entstellt und kurz davor seinen Verstand zu verlieren. Gleichzeitig wurden seine Selbstheilungskräfte potenziert. Nun kann Wade seine Wunden in übermenschlicher Geschwindigkeit heilen lassen. Er entkommt, nimmt sein Alter Ego „Deadpool“ an und geht auf einen Rachefeldzug. Das Ziel ist der skrupellose Ajax (Ed Skrein), der für Wades Verwandlung verantwortlich war. Während seiner Mission wird Deadpool von den X-Men Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) und Colossus (Stefan Kapicic) begleitet. Zudem hat Ajax inzwischen Wades Freundin Vanessa (Morena Baccarin) entführt. Doch Vanessa ist alles andere als eine passive Jungfrau in Nöten und arbeitet fleißig an ihrer eigenen Rettung.

(Quelle: http://www.kino.de/film/deadpool-2016/)

Meine Meinung



Wade Wilson ist der geborene Antiheld. Ich muss zugeben, dass ich die Comics nicht kenne und somit nichts zum Handlungsvergleich sagen kann. Die Handlung ist allerdings das einzig schwache an diesem Film. Viel schlimmer ist es aber, dass das dem Zuschauer gar nicht unbedingt auffällt. Denn im Fokus stehen die Sprüche von Wade. Der Film baut auf folgendem Grundgerüst auf: Schlägertyp und Söldner verliebt sich, wird todkrank, will sich retten, wird hässlich und unsterblich, will wieder schön sein und übt Rache. Das war’s. 
Okay, vielleicht doch einen Ticken komplexer als angedeutet, aber grundsätzlich geht es Wade nur darum, dass er wieder normal aussehen will, da er sich sonst nicht zu seiner großen Liebe zurück traut. Und sind wir mal ehrlich: Das ist schwach und oberflächlich.
Aber natürlich ist das so gewollt. Denn, wie ich bereits sagte, ist Wade kein richtiger Held. Er ist egoistisch und gewalttätig. Er interessiert sich nur für seine eigenen Interessen und setzt diese auf jede mögliche Art und Weise durch. Und genau das ist so lustig. Wade hat eine große Klappe und kommentiert einfach jede Aktion. Dabei bietet „Deadpool“ eben einen ganz eigenen Humor. Das beginnt bereits mit der Filmvorschau. Die Macher haben sich dazu entschieden, statt die normalen Namen der Mitwirkenden einzublenden, Synonyme zu verwenden. Das wären zum Beispiel: „Drehbuch: Die wahren Helden“ oder „Produzenten: Überbezahlte Honks“ und auch die Darsteller werden nur mit „Vollidiot“, „Unnötiger Nerd“ oder ähnlichem kommentiert. Das sorgt allerdings dafür, dass der Zuschauer von der ersten Minute an in einer euphorischen Stimmung ist. Und das hält den Film über auch an. Auch alle anderen Figuren sind von „Deadpool“ zwischenzeitlich genervt, aber faszinierend ist der Charakter in jedem Fall. „Deadpool“ kommuniziert übrigens auch direkt mit seinem Publikum. Es gibt also eine weitere Ebene, auf der er manchmal mit uns spricht. Das bricht die Filmfassade ein wenig, gefiel mir aber gut, da es einfach ungewöhnlich ist. Deadpool lässt uns an seiner Geschichte teilhaben. Das geschieht zumeist in Form von Flashbacks. Er erzählt seine Vergangenheit innerhalb eines Kampfes, der übrigens überaus humorvoll ist. Ryan Reynolds mimt den Antihelden wirklich gekonnt und nimmt sich sogar selbst hoch. Unter anderem sagt er in einer Debatte um Schönheit „Glaubst du etwas Ryan Reynolds ist berühmt, weil er so gut schauspielern kann?“ Ich hoffe es kommt einigermaßen rüber, was für einen Humor man bei diesem Film erwarten kann. Selbst wenn er einem persönlich nicht so gefällt, macht er den Film sehr sehenswert.
Die schauspielerische Leistung ist vollkommen okay. Es gibt natürlich die wunderschöne Freundin des Helden und den fiesen Bösewicht. Morena Baccarin muss ich für ihre Schönheit wirklich bewundern. Sie passt zu Wade und dem Film im Allgemeinen. Wie bereits erwähnt ist die Handlung schwach, aber die Umsetzung macht es gut. Mir gefielen auch die Anspielungen auf Wolverine und ich habe mich erst im Nachhinein erinnern können, dass „Deadpool“ tatsächlich bereits einen kleinen Auftritt in einem Marvel Film hatte.
Was ich noch zu bemängeln habe ist die überkandidelte Kulisse der finalen Szenen. Im Allgemeinen sind die Spielorte völlig okay und normal (okay, das Umwandlungszentrum ist echt ekelig), aber dieses riesiges Kriegsschiff am Ende habe ich einfach nicht verstanden. Was macht ein unglaublich großes Kriegsschiff mitten in einer Stadt??? Und niemanden interessiert‘s? Aber okay…
Die Kameraeinstellungen sind vielseitig und abwechslungsreich. Besonders in den Kampfszenen fühlt man sich als Zuschauer einbezogen. 

Also...


Für mich war „Deadpool“ ein ziemlich cooler Film, der tolle Abwechslung zu den normalen Helden bot. Ich konnte mich vor Lachen zum Teil nicht mehr halten und hatte ein Menge Spaß. Ich wurde von den kecken Sprüchen großartig unterhalten, weise aber daraufhin, dass es nach 1,5 Stunden auch genug war. Noch länger wollte ich mir Wade wirklich nicht antun ;) Direkt nach dem Film war ich aber so glücklich, dass ich hier die volle Punktzahl vergebe. Auch wenn es theoretisch Schwächen gibt – „Deadpool“ ist etwas Besonderes.

25. Februar 2016

#Die kleinen Freuden des Lebens: "Arya & Finn" von Lisa Rosenbecker

Hallo ihr Lieben!


Gestern hat mich ein Päckchen erreicht, auf das ich mich besonders gefreut habe. Und weil es noch viel toller war als erwartet, muss ich es wenigstens kurz mit euch teilen:


Ich habe bei der tollen Blogtour der wunderbaren Lisa mitgemacht, die zu ihrem Roman "Arya & Finn" veranstaltet wurde. Hier nochmal mein Kompliment für all die schönen Beiträge zu dem Buch! Ich habe sie super gern gelesen! :) Eine Übersicht der Beiträge findet ihr hier.Natürlich musste ich mich bei den Gewinnspielen beteiligen und ich hatte einfach unverschämt viel Glück und habe das meiner Meinung nach coolste Präsent gewonnen. Die liebe Lisa schickte mir eine signierte Taschenbuchausgabe des Romans und noch ein paar Goodies gleich dazu. 

Sieht das Buch nicht einfach zauberhaft aus? Ich habe mich jedenfalls sofort verliebt! Ganz, ganz bald werde ich es dann auch lesen :)


Vielen, vielen Dank Lisa, für das schöne Paket mit dem Buch, der Postkarte, den Lesezeichen und natürlich dem Tee! Ich freue mich auf den Caramel Applepie, während ich die Geschichte von Arya und Finn genieße :)




Habt ihr das Buch bereits gelesen? Findet ihr das Cover und die liebevolle Gestaltung auch so toll wie ich?

Eure Julia



Autorenvorstellung und Interview: Cecily von Hundt

Hallo ihr lieben Lesesüchtigen!


Heute möchte ich euch eine Autorin vorstellen, die ich durch Zufall kennen lernen durfte. Die Rede ist von Cecily von Hundt. Cecily hat Bibliothekswesen studiert und in Berlin einen eigenen Buchladen eröffnet. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Hund zusammen und schreibt ihre Geschichten und Bücher, die schon in verschiedenen Verlagen veröffentlicht wurden..
Aber das sind nur die groben Eckdaten, die ihr auch auf ihrer Website nachlesen könnt ;) Bis hierher habe ich euch wohl nichts Weltbewegendes mitgeteilt, allerdings hatte ich die Chance mit ihr über ihre bisherigen Veröffentlichungen und die Unterschiede zwischen einem Print- und einem Ebook-Verlag sprechen zu können. Interessiert euch, wie die Verlage arbeiten? Oder habt ihr schon von ihrem neuen Roman "Die Cavendish-Villa" gehört? Meine Rezension zu dem Familiendrama/Krimi findet ihr übrigens hier. Vielleicht erfahrt ihr durch das kleine Interview mit Cecily ja noch ein paar neue Details...wie ich.
(Foto: http://wasmitbuechern.de/wp-content/uploads/2015/01/Foto.jpg)


Viel Spaß!


1. Du hast schon in verschiedenen Genres und auch verschiedenen Verlagen geschrieben. Was ist denn dein Lieblingsgenre geworden, in dem du dich gern noch weiter austobst?

Krimi ist nach wie vor mein Lieblingsgenre, aber ich kombinierte es am liebsten mit Familiengeschichten, ich finde einfach, dass die Familie als Mikrokosmos so viel interessanten, spannenden Stoff bietet. Und gerade das nach außen heile Familienleben als das zu entlarven was es oft ist, nämlich ein Zusammenspiel unterschiedlichster Charaktere, mit Spannungen, Konflikten, unausgesprochenen und offen ausgetragenen Konflikten ist ein endloses Thema, bei dem sich glaube ich, jeder Leser irgendwo angesprochen fühlt.

2. Was liest du privat am liebsten? Gibt es Geschichten, die dich inspirieren?

Ich selbst lese auch das am liebsten was ich selbst "fabriziere". Krimis und Familiengeschichten. Eines meiner Lieblingsbücher ist "Das fünfte Kind" von Doris Lessing.
Eine düstere Geschichte, in der die Ankunft des fünften Kindes das bis dahin harmonische Familienleben völlig zerreißt. Der Junge der auf die Welt kommt, unterscheidet sich total von den anderen Familienmitgliedern, er ist ein Fremdkörper durch seine grobschlächtige, brutale Art und Lessing beschreibt detailliert wie die Mutter verzweifelt versucht für diesen Sonderling Liebe zu empfinden und ihn in das Familienleben zu integrieren. Am Ende scheitern alle an dieser Aufgabe, jeder auf seine Weise.So etwas fasziniert mich, wir sind alle eingebunden in gesellschaftliche Normen, versuchen ihnen zu entsprechen und so zu funktionieren "wie es sich gehört" und sind besonders geprägt von unserer Kindheit, wir schleppen sie durch unser gesamtes Leben mit, ob wir wollen oder nicht.

3. Du sagtest mir vor einer Weile, dass es zwischen Print- und Ebook-Verlagen viele Unterschiede gibt. Welche wären das so?

Den Unterschied zwischen Print-und Ebookverlagen empfinde ich als enorm. Im Printgeschäft laufen die Arbeitsprozesse meistens sehr, sehr langsam ab. Der erfolgsversprechendste Weg: Manuskript-Literaturagentur-Verlag- kann sich gut und gerne über andertalb Jahre hinziehen. Das ist mental für jeden Autor eine wahre Ochsentour, vor allem weil man bis zur Verlagsunterzeichnung nicht weiß, ob es schlussendlich zum gedruckten Buch kommt. Das ist wirklich sehr anstrengend und mitunter unfassbar frustrierend, vor allem da selbst eine gute
Agentur nicht unbedingt zum Vertragsabschluss führt, das habe ich auch auch schon erlebt. Gott sei Dank habe ich mit Herrn Wagner, dem Inhaber des Südwestbuch Verlages, bei dem im Herbst mein neuer Thriller "Knochenkalt" herauskommt, einen sehr unkomplizierten und schnell arbeitenden Ansprechpartner und Verlag (übrigens auch ohne Agentur, wie, außer meinem ersten Buch, alle meine Bücher!) gefunden.
Im Ebookbusiness geht es, meiner Erfahrung nach, ganz anders. Bei meinem ersten ebook beim MIDNIGHT Ullstein Verlag lagen zwischen Manuskripteinreichung und Herausgabe des Buches nur ein paar Wochen, das war wirklich eine Wohltat. Auch die Vermarktung läuft beim Ebookverlag über die neuen Medien ganz anders. Rezensionen und Informationen jeglicher Art über das Buch laufen fix über z.B. facebook, twitter, instagram etc, das feedback ist viel schneller und als Autor hat man eine ganz andere Beziehung zu den Lesern, schneller, persönlicher. Der klare Nachteil ist natürlich, dass man nicht das gedruckte Buch in der Hand halten kann und das spielt für mich als Autor ebenfalls eine große Rolle. Summa summarum kann man sagen: beides hat Vor-und Nachteile, viel schneller läuft alles im Ebookbereich.

4. Veröffentlichst du lieber in einem ebook- als einem Printverlag?

Ich habe keine Präferenz, ich freue mich wie Bolle über jede Veröffentlichung, beides macht großen Spaß und hat seinen eigenen Charme!

5. Du sagst, dass du ein ungeduldiger Mensch bist. Schlägt sich das auch auf deine Arbeit nieder? Was tust du, wenn du beim Schreiben mal nicht weiter kommst?

Ja, leider schlägt sich meine Ungeduld manchmal auch auf meine Arbeit wieder. Kurze und sehr kurze Texte zu schreiben liegt mir sehr, aber Kurzgeschichten zu veröffentlichen ist sehr, sehr schwer, sie werden einfach nicht so gerne gekauft. Ich muss meine Texte eigentlich immer verlängern und das macht mich wahnsinnig, weil ich eigentlich ab einem bestimmten Punkt der Meinung bin: "So jetzt passt es", und das tut es natürlich nicht, also muss ich mich zwingen auszuarbeiten und das fällt mir sehr schwer. Wenn ich gar nicht weiterkomme, lege ich den Text beiseite und mache etwas ganz anderes, mit den Kindern spielen, mit den Hunden spazieren gehen oder einen Kuchen backen, dann ist der Kopf wieder frei.

6. Du hast für viele von uns Bloggern einen Traumberuf. Du bist nicht nur Autorin, sondern auch Buchhändlerin. Spielen Bücher für dich in deinem Leben die tragende Rolle? Oder sind sie doch eher ein nettes Hobby, das glücklicherweise dein Beruf geworden ist?

Bücher haben mich mein Leben lang begleitet. Ich habe immer viel und immer viele Bücherdurcheinander gelesen. Lustigerweise macht meine Tochter das genauso, ich habe meine Leidenschaft offensichtlich an sie vererbt, was mich sehr freut! Ich liebe Bücher nicht nur der Geschichten wegen, sondern ich mag sie als Kunstwerk an sich. Ich gucke mir auch gerne schöne Bilderbücher an, Bildbände sowieso aber genauso schön gemachte Comics oder Kochbücher, Reiseführer, alles... Ich liebe es wie sie duften, wie sie sich anfühlen, ich kann mich darin total verlieren und da ich ein eher unruhiger Geist bin, ist das für mich wie eine Art innere Zuflucht, ich habe auch eine sehr nostalgische Ader die ich beim Lesen hemmungslos ausleben kann. Außerdem habe ich die Tendenz mich schnell zu langweilen, dann entfliehe ich einfach in eine andere Welt, das möchte ich niemals missen. Das gelingt übrigens auch gut beim Schreiben. New York z.B. fasziniert mich total und wenn Hinreisen gerade mühsam oder beschwerlich ist, dann schreibe oder lese ich mich eben dorthin. Phantastisch.

7. Was hast du für die Zukunft so geplant? Gibt es bereits neue Projekte von dir? 

Mein neustes Buch ist, wie gesagt, schon abgeschlossen, ein Thriller der in Berlin spielt, "Knochenkalt", der im Herbst im Südwestbuch Verlag erscheint, ist die Geschichte von einer jungen Journalistin, die einem Verbrechen auf die Spur kommt. Im Kopf habe ich jetzt wieder etwas Neues, es wird wohl um eine gut situierte Frau mittleren Alters gehen aber weiter bin ich noch nicht. Ich denke gerade daran herum und bin selbst gespannt wohin es mich führt. Diesmal werde ich mein Ideengerüst mit der Agentin zusammen basteln, die mir bei meinem ersten Roman geholfen hat, Sabine van Dedem, eine tolle Lektorin, der ich voll und ganz vertraue, mal sehen wo die Reise hin geht ich freue mich schon darauf!


Vielen, lieben Dank, Cecily!


Was sagt ihr?

Ich zumindest finde, dass Cecily von Hundt bei der Beantwortung meiner paar Fragen ehrliche Worte benutzt hat. Da ich selbst noch keine Bücher veröffentlicht habe, empfand ich es als interessant, wie die Publikation so läuft.
Wie seht ihr das? Lest ihr auch gerne Krimis, in denen die Familiendramatik zur Geltung kommt?
Wie immer freue ich mich über jegliche Rückmeldung von euch ;)

Eure Julia


24. Februar 2016

Rezension und Ankündigung: "Die Cavendish-Villa" von Cecily von Hundt

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich eine Rezension zum neuen Roman von Cecily von Hundt für euch. Als kleine Vorankündigung: Ich hatte das Glück ihr ein paar Fragen stellen zu dürfen, die morgen hier erscheinen werden.Ich wünsche euch ganz viel Spaß!

Eure Julia



Titel: Die Cavendish-Villa
Autor: Cecily von Hundt
Verlag: MIDNIGHT Ullstein
Preis: 4,99€ (ebook)
Seiten: 209


Durch Zufall bin ich auf den interessanten Roman „Die Cavendish-Villa“ von Cecily von Hundt gestoßen. Der Klappentext sagte mir sofort zu und auch der geringe Seitenumfang bot seinen Reiz. Also stürzte ich mich mitten in die Geschichte des merkwürdigen Dorfes im alten England und begab mich mit Kommissar Eisenhout auf die Suche nach der Wahrheit. Doch die Wahrheit bringt auch seine dunklen Seiten mit sich und davon gibt es in „Die Cavendish-Villa“ eine ganze Menge. Ein Roman, der durch eine gewisse Tiefe besticht, der aber so kurzweilig ist, dass man sich von vielen Handlungssträngen mehr gewünscht hätte.


Klappentext


Haddenford – ein behüteter englischer Ort, so meint man. Doch ein Ereignis überschattet die Geschichte des Dorfes: In den Zwanzigerjahren kamen bei einem Brand unzählige Bewohner ums Leben, der Fall wurde nie aufgeklärt. Als Jahrzehnte später neue Indizien auftauchen, nimmt sich Kommissar Mortimer Eisenhout dem Fall an – die Spuren führen ihn die Cavendish-Villa zu den Schwestern Alice und Florence, die damals alleine mit ihrem kleinen Bruder in dem Haus lebten. Ihre Mutter war eine Außenseiterin im Dorf, sie wohnte in der Irrenanstalt – weil sie beschuldigt wurde auf einem Fest ihre eigenen Gäste vergiftet zu haben. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Brand? Was haben die Cavendish-Schwestern damit zu tun?

Meinung


Der Roman wird von einer gewissen Düsternis bestimmt. Wir befinden uns in einem winzigen englischen Dorf, in dem seit Generationen die gleichen Familien leben. Jeder kennt jeden und jeder kennt auch jeden der verstorbenen Verwandten. Man bleibt unter sich. Und genau das war auch der große Fehler der Familie Cavendish: Der attraktive und reiche Geschäftsmann nahm sich eine Frau von Außerorts. Ein junges und wunderschönes Mädchen, mit dem er eine Familie gründete. Doch die Probleme mit der Dorfgemeinschaft waren vorprogrammiert und die gesamte Familie musste ihn am eigenen Leib erfahren. Die Ereignisse der Vergangenheit tragen seine Wurzeln bis in die Gegenwart, in der wir versuchen die Ereignisse zu verknüpfen.
Die Geschichte wird keinesfalls so gradlinig erzählt, wie ich es gerade begonnen habe. Der Leser folgt zwei Perspektiven. Den Kommissar Mortimer Eisenhout, der kurz vor der Pensionierung steht, erreichen neue Beweise zum großen Brand des Dorfes in den 20er Jahren. Er ist gezwungen den Fall neu aufzurollen – und das, wo er nur noch knapp 200 Tage zu arbeiten hat. Doch viele Möglichkeiten bleiben ihm nicht. Das Dorf ist klein und somit auch der Kreis der Verdächtigen. War der Brand, bei dem unglaublich viele Frauen aus dem Dorf umkamen, etwa kein Unfall? 
Neben dieser Perspektive wird zumeist im Wechsel ein Abschnitt aus dem Tagebuch von einer der Cavendish-Schwestern erzählt. Die jüngere der beiden Schwestern, Florence, ist ein betrübtes Mädchen. Über diese Art der Erzählung, in der Gegenwart und Vergangenheit verknüpft werden, erfährt der Leser allmählich den Ablauf der damaligen Ereignisse. Florence ist die tragische Figur des Romans. Sie scheint keine wirkliche Kindheit gehabt zu haben, da das Dorf die Familie zutiefst verabscheute. Nachdem ihre Mutter den Giftanschlag ausgeführt hatte und dabei ihr Vater starb, steht sie mit ihrer kränkelnden Schwester und ihrem behinderten Bruder alleine da. Zwei Mädchen gegen ein ganzes Dorf. Die Melancholie von Florence ist schnell greifbar. In ihrem Tagebuch werden Gespräche wie etwa das Folgende geschildert:
„Ich rieche den Herbst“, sagt sie. „Riechst du ihn auch?“ „Unsinn.“ „Doch, ganz sicher. Er liegt in der Luft. Es riecht nach Tod.“ (3%)

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Themen Familie und Vergänglichkeit eine große Rolle im Buch spielen. Hinzu kommt das große Monster der Vergangenheit. Mortimer ist gezwungen sich mit diesem auseinderzusetzen. Auch seine eigene Familie scheint nicht ganz schuldlos zu sein und er kommt zu Gedanken wie:
„Gibt es so etwas wie eine Kollektivschuld? Eine vererbbare Schuld, die du mit in deine Wiege gelegt bekommst, zusammen mit den niedlichen, flauschigen Kuscheltieren, den guten Wünschen und einem Ring aus getriebenem Silber?“ (44%)

Ein interessanter Gedanke wie mir scheint. Während Mortimer versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen und auch noch einen weiteren Mord aufklären muss, beschäftigt ihn seine eigene Familiengeschichte ganz gewaltig. Wie hier schon erkennbar ist, ist der Schreibstil von Cecily von Hundt in Teilen sehr tiefgründig, manchmal sogar schwierig. Manche Stellen musste ich mir markieren, da sie doch sehr ungewöhnlich und dennoch schön sind. Die Cavendish-Frauen haben eine besondere Liebe zur Pflanzenwelt. Ein letztes Zitat zur Vollständigkeit daher noch (, der einem Vergleich einer Pflanze angelehnt ist):
„Ein rasches Aufflammen, ein Überschuss an süßem Duft und leichte Farben, die hier und da pastellene Farbkleckse in die Landschaft malen, und dann das ebenso schnelle Sterben und Vergehen. Es erinnert mich immer an unsere eigene Vergänglichkeit, den kurzen Höhepunkt, den unser Erdenleben hat […]“ (13%)
Dieses Zitat war für mich sehr ästhetisch und weitreichend. Der künstlerische Sinn kommt durch und dieser Stil passt gut zur Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Buch wirklich zu kurz war. Die Kapitel sind ebenfalls extrem kurz. Man bekommt eine Szene aus Mortimers Handeln geschildert und danach folgt ein Teil aus Florence Tagebuch. Problematisch am Tagebuch fand ich, dass es einfach keinen Tagebuch-Charakter hat. Die Gedanken von Florence werden zwar deutlich, allerdings ist es einfach nur eine Erzählung aus der Vergangenheit von Florence selbst. Niemand würde in seinem Tagebuch Unterhaltungen mit genauem Wortlaut festhalten. Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen. Das fand ich wirklich schade. Natürlich sind die Szenen trotzdem authentisch, allerdings entsprechen sie einfach keinem Tagebuch. Normalerweise bin ich ein Fan von solchen Perspektivwechseln und auch von kurzen Kapiteln, aber hier kommt beides sehr ins Extreme. Die Kapitel sind so kurz, dass sie manchmal nur ein Gespräch einfangen. In den Perspektivwechseln fiel es mir manchmal schwer zwischen den verschiedenen Charakteren zu unterscheiden. Obwohl es im Buch ja eigentlich nicht allzu viele von ihnen gibt, haben mich die Namen mit „Mr. oder Mrs“ doch ganz schön verwirrt. Besonders wenn von der folgenden Generation mit gleichem Namen die Rede war. Denken sollte der Leser zwischendurch also auf alle Fälle!
Allerdings ist „Die Cavendish-Villa“ ansonsten eher eine nette Lektüre zum Entspannen. Das Ende war spannend, dennoch war dieses Spannungsmoment auch zu kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass einfach weiter ausgeholt worden wäre. Man hätte das Buch sicher auch um 50 Seiten verlängern können. In diesem Roman passiert nichts Herausragendes, aber ich empfand ihn dennoch als lesenswert. Leider war ich zum Teil verwirrt und nahm das Geschehen als etwas unspektakulär wahr, aber der Familiengedanke in der Handlung gefiel mir sehr gut:
„Wenn ich die Geschichte von Florence Cavendish lese, wird mir klar, dass sie ihre Familie über alles geliebt hat und mit all ihrer Kraft verteidigen würde. Und wer würde das nicht?“ (9%)
Mortimer hat das Tagebuch von Florence natürlich auch gelesen und befragt sich später auch dazu. Die Wahrheit kommt ans Licht. Der Umgang mit ihr ist allerdings sehr interessant.

Fazit


Alles in allem finde ich den Roman authentisch, zum Teil sehr lebensnah und auch tragisch. Dennoch bin ich der Meinung, dass man mit dieser wundervollen Idee noch mehr hätte anfangen können. Der Hass der Dorfbewohner kommt wunderbar herüber, ein paar Schnörkel mehr in der Handlung hätten aber gut getan. Die Zielgruppe sind sicher verträumte Frauen, die gern kleine Geheimnisse lüften. Für mich war die Aufklärung nicht so dramatisch, wie man es aus der Inhaltsangabe erwarten würde. Ich habe das Buch gern gelesen und vergebe daher 3,5 Spitzenschuhe. Bei „Die Cavendish-Villa“ handelt es sich um einen Roman, dessen Geschichte die 20er Jahre tatsächlich so geschrieben haben könnten. In dem Buch steckt eine Menge Wahrheit, die auch auf heute übertragbar ist. Dafür steckt wenig Aufregendes darin, wer allerdings an Familiendramatik und einem Hauch historischem interessiert ist, sollte zu dieser Lektüre greifen.



21. Februar 2016

Rezension: "Die Puppenspieler von Flore" von Lilli Thal


Titel: Die Puppenspieler von Flore
Autor: Lilli Thal
Verlag: Gerstenberg Verlag
Preis: 19,95€
Seiten: 480

„Es ist die erste Fotokamera, die ich in Flore sehe, dem Land, in dem es keine Fotografien und keine Zeitungen gibt und Bücher lediglich in Form von bildlosen Kriegsberichten und Militärchroniken existieren.“ (S. 297)
Was ist das für eine Welt, von der hier die Rede ist (ohne Bücher!)? Es ist eine grausame, eine brutale, eine in der das Leben nicht immer lebenswert ist, da es eigentlich jemand anderem gehört. In dieser Welt muss der junge Tamaso sich zurechtfinden und Menschen gehorchen, die ihm nichts bedeuten. In dieser Welt dominieren der Schein und Gewalt. Doch neben ihnen existiert noch ein kleiner Lichtblick: Das Puppentheater von Flore.
Begleitet Tamaso in einer ganz ungewöhnlichen und besonderen Geschichte, die an einem Ort spielt, der vielleicht fern von unserem liegt, aber vielleicht mehr mit ihm gemeinsam hat, als wir denken. „Die Puppenspieler von Flore“ ist ein wunderbares Buch, das durch seine Dichte besticht und mich völlig fasziniert hat! Grandios!

Inhalt



Der 16-jährige Tamaso ist Parmaner und hat sich lange auf seinen Schulabschluss gefreut. In Parman, ein Land in dem man zur Höflichkeit und Rechtschaffenheit erzogen wird, will er den Musikladen seiner Eltern übernehmen. Parmans großer Schutzherr ist Corona, das einzige Land, das die Kleinen vor der Gewalt von Flore schützen kann. Doch plötzlich wird Tamaso an seinem letzten Schultag zusammen mit 19 anderen parmanischen Jugendlichen fortgebracht. Er findet sich in einem Camp der Coroner wieder, in dem ihm erklärt wird, dass er genau das ist: Coroner. Seine „Eltern“ in Parman wussten dies schon immer und nun soll er die Ausbildung zum Spion durchlaufen. Denn Corona muss etwas gegen die Macht von Flore tun und hierzu sollen die Jugendlichen als Agenten ihren Teil beitragen. Nach der harten Ausbildung im Camp Mi wird Tamaso ausgerechnet in das Haus des zweiten Mannes im Staat eingeschleust: Marschall Utuk. In seinem Keller wird gefoltert und getötet. Doch in der zweiten Etage gibt es den Saal der Puppen. Die Stätte von Frau Utuk und ihrem krüppeligen Sohn, in dem Harmonie und die Geschichten das Geschehen bestimmen. Zwei Welten prallen aufeinander und der junge Tamaso schwankt zwischen Loyalität und Verrat, zwischen Angst und Hoffnung. Kann er seine Mission erfüllen?
Es beginnt eine Handlung, die einfach alles beinhaltet. Liebe, Freundschaft, Hass, Gewalt, Brutalität und die Geschichte eines Jungen, der gezwungen wird erwachsen zu werden. Wir haben es hier mit etwas Abwechslungsreichem und Ernstem zu tun, das mein Herz allerdings berühren konnte.

Meinung



Ich denke meine Meinung ist bereits mit in die Inhaltsangabe eingeflossen. Ich habe zu „Die Puppenspieler von Flore“ gegriffen, weil ich ein wenig Abwechslung von den immer gleichen Liebesgeschichten haben wollte. Und die habe ich bekommen. Der Rahmen der Geschichte gefiel mir unglaublich gut! Es ist einfach eine völlig andere Welt, die an Wüstenlandschaften erinnert und über die der Leser nicht viel weiß. Man erfährt eine Art Kulturschock und gewinnt zum Teil Einblicke in ein völlig anderes Leben. Ein Beispiel: Die Parmaner sind immer freundlich und zuvorkommend, ganz anders als die Coroner. Als man die Jugendlichen umerziehen will, ist dies für alle Beteiligten nicht leicht. Auch hier prallen Welten aufeinander. Tamaso denkt beispielsweise:
Sport ist ein Wort, für das es keine parmanische Entsprechung gibt. Zu Hause treibt niemand Sport, nicht einmal in der Schule. Mit hochrotem Kopf schwitzen müssen nur die Tagelöhner bei der Feldarbeit oder beim Straßenbau. Doch für Coroner ist Rennen und Schwitzen keine Demütigung oder Schande, im Gegenteil. Sport ist für sie eine Art Religion.“ (S.37)
Man kann deutlich herauslesen, dass sich diese Welt von der unsrigen stark unterscheidet. Allerdings eben auch nicht so sehr. Die Gewalt in Flore ist überpräsent. Man würde mit unserem Vokabular sagen, dass die Florer in einer Militärdiktatur leben. Alles ist auf das Militär ausgerichtet und Marschall Utuk bestimmt die Geschehnisse in der Stadt. Ausgerechnet bei diesem grausamen Mann landet Tamaso. Unser Held ist übrigens ein ganz normaler Junge. Allerdings ist seine Entwicklung sehr interessant. Man erkennt genau, wie der kleine Junge mit seinen Musikinstrumenten zum Mann und Kämpfer reift: Zum Spion. Er muss die Hölle durchleben, sieht seine Freunde beim Sterben und lernt seine große Liebe kennen. Denn es gibt auch gute Zeiten in dieser düsteren Geschichte. Und hier muss ich das Puppentheater nennen. Es ist einfach nur faszinierend wie Lilli Thal das Puppentheater von Flore einbaut. Tamaso arbeitet als Mechaniker im Haushalt Utuk. Er erledigt jede Arbeit, egal welcher Art. In Flore ist nichts wichtig neben dem Militär. Außer die Festtage des Puppenspiels, die einmal im Jahr stattfinden. Frau Utuk ist mehrfache Meisterin dieser Spiele und hat innerhalb ihres Hauses ihr Theater, um mit ihren Puppenspielern zu üben. Tamaso repariert die Puppen und sieht so das Stück, was in diesem Jahr für das Fest geübt wird. Und genau das ist das Großartige im Buch. Ab ungefähr der Mitte folgt der Leser, genau wie Tamaso, immer dem Stück. Es geht um Gefährten und Macht. Um Unterwerfung in Flore – und das spiegelt die Realität gut wieder. Es gibt sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, die die Geschichte verdeutlicht. Eine so großartige Idee habe ich selten gesehen und es war eine Freude der Geschichte der Puppen zu folgen.
Doch grundsätzlich dominieren der Tod und die Gewalt:
Sie bringen mir ihre Toten. Hat der Leader keine Angst, dass, selbst wenn die lebendigen Florer auf seine Tarnung hereinfallen, sich irgendwann ihre Toten an ihm rächen?“ (S. 191)
Der Leader ist der Agent, der auf die Jugendlichen aufpassen soll. Doch hier haben wir es mit einer besonders fiesen Kreatur zu tun. Doch ich will nicht zu viel verraten. Insgesamt sind die Charaktere von der Autorin sehr interessant gestaltet. Tamaso ist eine gute Figur, der ich vertrauen konnte. Es gibt einige Highlights unter den Figuren. Das waren für mich vor allem die Zwillinge und Master Rix. Die Zwillinge bringen einen wunderbaren Witz in die Sache und verdeutlichen, dass man nicht alles so ernst nehmen darf. Auch Mailin ist ein schöner Charakter, wenn auch nicht mein Favorit. Schnell verliert Tamaso an sie sein Herz. Doch sie haben alle das gleiche Schicksal:
„Eine zarte, graue Gestalt, unterwegs zu einem Ziel, an dem sie nicht ankommen will, in einem Leben, das sie nicht leben will. Wir sind die Marionetten, nur die Fäden und Führungsstangen fehlen.“ (S. 224)
Sie gehören nicht sich selbst. Und ihr Leben ist ihrem eigenen Land nicht viel wert. Sie sind lediglich Schachfiguren in einem großen Spiel. Und der Gegner des Spiels ist eigentlich nur einer: der Tod.
„Immer sind es die Toten“, sagte sie. „Wohin wir auch gehen, sie sind schon da.“ (S. 423)
Der Schreibstil von Lilly Thal ist sehr schön. Er ist tiefgründig und bringt wunderbare Sätze hervor. Er entführt uns authentisch in diese andere Welt, in der man abtauchen kann.
Die Handlung ist recht exotisch und nicht immer stringent. Manchmal weiß man nicht genau, wohin das Ganze führt, aber für mich war das irgendwie nicht wichtig. Auch wenn das Ziel manchmal nicht ganz klar ist, ist der Weg dahin sehr interessant und ergab so ein tolles Buch!

Fazit




Für mich ist „Die Puppenspieler von Flore“ ein ganz besonderes Buch. Es ist etwas Spezielles, was mir unglaublich gut gefiel. Leider war der Höhepunkt der Geschichte für mich etwas 100 Seiten vor Schluss, was mir das Ende etwas kaputt machte. Aber obwohl ich mit dem Ende nicht zu 100% zufrieden bin, habe ich unglaublichen Respekt vor dem Buch. Ich kann es wirklich nur empfehlen, denn es ging mir lange Zeit nicht aus dem Kopf. Es ist vielleicht nicht die leichteste Lektüre, aber sie lohnt sich sehr. Ich kann gar nicht anders, als volle Punktzahl zu vergeben. Denn auch wenn der Tod und die Gewalt hier allgegenwärtig sind, wird auf der anderen Seite doch sehr gut deutlich, wie wichtig Hoffnung ist. Und dass es die verschiedensten Dinge sind, die diese in uns auslösen können – und wenn es nur ein paar Puppen aus Holz sind, die gegen politische Machenschaften, Intrigen und Putschversuche bestehen müssen. Die Puppen stellen sich dieser Mission. Ein wirklich großartiges Buch!


19. Februar 2016

#Die kleinen Freuden des Lebens: BB8-Mama!

 Hallo ihr Lieben!


Manchmal erlebt man Dinge, die nicht besonders viel mit Büchern zu tun haben, über die man aber trotzdem kurz schreiben möchte. Und so ging es mir vor ein paar Tagen. Aber da ich mir ja vorgenommen habe über Geschichten zu bloggen udn man viele Dinge im weitesten Sinne zu Geschichten auslegen kann, denke ich geht das in Ordnung.


Seit Kurzem bin ich stolze Mama eines kleinen BB8!!! Und das musste ich euch unbedingt mitteilen! :) :D Ist er nicht niedlich?




Mein Freund war vor einer kleinen Weile im wunderschönen London, in dem ich ja im letzten Jahr erst einen großartigen Disney-Story entdeckt habe. Wie ich nun einmal bin, bequatschte ich ihn so lange, bis er versprach mir etwas mitzubringen. Und tadaaaaa: Da ist mein kleiner, süßer BB8 in Form einer überdimensional großen Teetasse. Kein Scherz. Der "Kleine" ist so groß, dass ich ihn erst für eine Blumenvase hielt. Allerdings bin ich mir aufgrund des Henkels recht sicher, dass die eigentliche Funktion eben doch die einer Tasse ist. 

Ob ich ihn nicht irgendwann aber als Blumenvase missbrauche, bleibt abzuwarten ;) Würde sicher auch gut aussehen! Außerdem habe ich nun endlich die passende Verwendung der "Longdrink-Löffel" gefunden, die meine Oma mir zum letzten Geburtstag schenkte. Ich meine, schon klar....einen guten Longdrink würde ich auch nicht ablehnen, dass ich davon in meiner Freizeit zu Hause aber welche trinke, war mir damals schon neu. Aber wie ihr auf dem einen Foto sehen könnt, passt der extrem lange Löffel ganz wunderbar zum süßen BB8. Naja...ihr seht es jedenfalls, wenn ihr die Tasse auf meinem chaotischen Lern-Schreibtisch überhaupt findet...

Leider/Zum Glück passt in diese besondere Tasse allerdings eine ganze Menge Tee. Mindesten zwei normale Tassen. Das ist ziemlich cool und irgendwie auch doof. Durch die halb geschlossene Form bleibt der Tee zwar länger warm, aber ist halt auch verdammt viel auf einmal. Aber diesen kleinen Problemen werde ich mich noch stellen ;)


Was haltet ihr von meiner Neuerrungenschaft?

Habt 
ihr auch coole und ungewöhnliche Tassen zu Hause rumstehen? :)



Eure Julia

18. Februar 2016

Rezension: "Essenz der Götter I" von Martina Riemer


Titel: Essenz der Götter I
Autor: Martina Riemer
Verlag: Impress
Preis: 3,99€ (ebook)
Seiten: 430


Ich bin ein Fan der griechischen und römischen Göttersagen. Das lässt sich auch nicht allzu schwer an meinem Bücherregal erkennen.  Schon als ich von „Essenz der Götter“ hörte, wollte ich es lesen, auch weil mir der Stil von Martina Riemer gut gefällt. Nun, nachdem ich es endlich geschafft habe, bin ich ein wenig zwiegespalten. Die Idee ist zwar nicht neu, dennoch ist ihre Umsetzung gut gelungen und das Geschehen ist sehr tough und cool. Die Charaktere sind sehr stark und haben mir gut gefallen. Allerdings ist der Anfang einfach nur komisch und so fiel es mir etwas schwer ins Buch zu kommen. Für mich bildet „Essenz der Götter“ einen gelungenen Auftakt, der aber im finalen Teil gern noch getoppt werden darf!

Klappentext


Loreen hat nach dem Tod ihrer Eltern alles verloren. Sie wird aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, von ihrem Freund getrennt und in ein Waisenhaus gesteckt. Seitdem lässt das rebellische Mädchen mit den violetten Haaren niemanden mehr an sich heran. Bis sie Menschen begegnet, die so anders sind, wie sie selbst sich schon immer gefühlt hat. Zu ihnen gehört auch der geheimnisvolle und schweigsame Krieger Slash. Von ihm erfährt sie, dass sie direkt von den Göttern abstammt und eine besondere Gabe hat, welche für einen seit Jahrtausenden geführten Krieg gebraucht wird. Zuerst versucht sie, vor ihrer Bestimmung zu fliehen, doch dann erkennt Loreen, dass sie sich ihrem Schicksal stellen muss. Es könnte nur mittlerweile zu spät dafür sein…

Meinung


Grundsätzlich bin ich von diesem Buch wirklich überzeugt. Dennoch gibt es den ein oder anderen Punkt, den ich kritisieren muss. Und damit sich auch meine Rezension steigert, beginne ich mal gleich mit meiner Kritik.
Ich hatte Probleme ins Buch zu finden. Zu Beginn wird Loreen als Teenager dargestellt, der einfach alles verloren hat und im Waisenhaus auf seine Zukunft wartet. Toll dargestellt wird hier ihre unglaubliche Traurigkeit und wie sie versucht sie mit Musik zu überwinden. Allerdings ist die Handlung zu diesem Zeitpunkt ein wenig verwirrend. Loreen hat einen Freund, zu dem sie einfach nur zurück möchte. Aber dann tauchen Slash, Sky und Pure auf – drei Nachfahren von griechischen Göttern. Sie haben den Auftrag Loreen zu sich – den Divinius - zu holen und ihr sozusagen beizubringen, was sie ist: nämlich ebenfalls eine direkte Nachfahrin einer göttlichen Linie. Das bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass all diese Nachfahren besondere Fähigkeiten haben. Jeder hat eine andere „Essenz der Götter“ in sich und ist somit kein normaler Mensch. Diese Idee gefiel mir übrigens sehr gut. Ich kenne einige Darstellungen mit den antiken Göttern, aber die Divinius waren doch noch einmal anders. Aber zurück zum Anfang. Loreen ist naiv und nervig. Sie nimmt diese neue (und schon überraschende, oder rechnet man jeden Tag damit, dass man was Besonderes ist?!) Nachricht ziemlich gelassen auf. Sie hat schon immer damit gerechnet, dass sie nicht ganz normal ist. Dass Loreen das Geschehen so selbstverständlich hinnimmt, gefiel mir gar nicht. Aber leider ging es ähnlich weiter. Da ich nicht zu viel verraten möchte, sei nur erwähnt, dass die Geschichte erst 3 Jahre nach der Begegnung im Waisenhaus beginnt. Ab diesem Zeitpunkt fiel es mir auch leichter in die Handlung zu finden. Es sei aber noch erwähnt, dass ich gern mehr über Jamie, Loreens Freund, erfahren hätte. Auch wenn sein Schicksal angedeutet wird, kam mir das Ganze zu plötzlich. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass vieles verdammt schnell geht in diesem Roman. Das muss ja gar nicht schlimm sein, ließ mich aber vor allem zu Beginn stutzen. 
Nachdem ich dann diesen merkwürdigen Anfang überwunden habe, wurde das Buch immer besser! Loreen hat sich in den vergangenen Jahren wirklich weiter entwickelt. Daher finde ich es gut, dass sie anfangs eben so naiv dargestellt wird. Allerdings war sie keinesfalls mein Lieblingscharakter! Auf der Insel der Divinius leben viele Nachfahren der Götter. Unter ihnen finden sich wahre Schätze! Die Hauptfiguren Loreen und Slash sind zwar gut gestaltet und die Spannung zwischen ihnen kommt gut herüber, allerdings gefielen mir der quirlige Sky, der arrogante Melo oder die unnahbare Kate sehr viel besser. Diese Charaktere konnte ich sofort ins Herz schließen. Bei Slash, der große Krieger, an den Loreen ihr Herz verliert, ging mir das anders. Ich denke, dass das mit persönlicher Vorliebe zusammenhängt, denn Slash hat einen Bart und Dreadlocks, was ihn für mich schon einmal absolut unattraktiv macht. Aber andererseits ist es endlich mal kein aalglatter Protagonist. Also auch hier ein kleiner Pluspunkt. Dennoch braucht Loreen von mir keine Konkurrenz zu erwarten. Slash ist übrigens von einigen Stimmungsschwankungen geplagt und wie das so ist, benimmt er sich Loreen gegenüber natürlich anfangs ganz und gar nicht nett:
„Allerdings ist dieser Kerl ein riesiges Arschloch und kann grimmiger schauen als das Phantom der Oper – und das hat bekanntlich ein entstelltes Gesicht.“ (18%)
Wie man hier schon bemerkt, ist der Schreibstil von Martina Riemer sehr modern, flüssig und voller Humor. Der Vergleich zum Phantom der Oper hat mir extrem gut gefallen. Allerdings gibt es noch andere Stellen, an denen der Humor durchblitzt. Manchmal grenzen Loreens Gedanken und Kommentare sogar ans Sarkastische, allerdings verzog sich mein Mund doch des Öfteren nach oben:
„ …weil sie so fasziniert von der schimmernden Lotion gewesen war. Frauen und Glitzer. Ein tolles Klischee, das sie hier wieder bedient hat.“
Besonders schön ist außerdem die Detailliebe der Autorin. Es sind oftmals die Kleinigkeiten, die Bücher besonders machen. Was genau ich hier meine, kann ich gar nicht so klar benennen. Beispielsweise hat eine der Ratsmitglieder die Fähigkeiten den Wind zu beherrschen. Zwischendurch spürt Loreen in bestimmten Situationen immer wieder eine kleine Brise. Das ist nicht bedeutend und wird wahrscheinlich auch eher selten bemerkt, allerdings finde ich, dass diese Details die Geschichte in Einklang bringen. Des Weiteren gibt es auch ein paar Lebensweisheiten im Buch zu finden:
„Manchmal zählt wohl nicht die Dauer einer Bekanntschaft, um deren Wert zu messen.“ (14%)
Der Schreibstil ist wirklich eine Mischung aus Humor, Philosophie und verdammt vielen Emotionen. Durch diese emotionalen Charaktere wird das Buch aber lebendiger. Man nimmt den Figuren wirklich ab, dass sie wahre Kämpfer sind.
Die Divinius stehen nämlich in einem lebenslangen Kampf gegen die Titanius. Über diese erfahren wir allerdings nicht viel. Auch deuten sich viele Geheimnisse innerhalb der Divinius an, die aber sicher in Band 2 geklärt werden. So etwa, ob die Führerin des Rates nicht doch ihre eigenen Interessen durchsetzen will.
Interessant sind die Traditionen unter den Divinius, wie etwa die „Bell-Paare“. Es geht vor allem um die Beziehung zwischen Loreen und Slash, aber auch wie Loreen endlich zu sich selbst findet. Hinzu kommen noch kleine Nebenhandlungen und andere Liebeleien, mit denen der Leser mitfiebert.

Fazit


Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß mit „Essenz der Götter“. Für mich bildet die Geschichte einen tollen Einstieg und ich freue mich sehr auf Band 2. Allerdings fehlte mir an manchen Stellen der rote Faden. Loreen erlebt zwar eine ganze Menge und befindet sich dauerhaft im Gefühlschaos, aber das große Ganze hat sich mir bis jetzt noch nicht erschlossen. Das klingt jetzt so kritisch, allerdings gibt es im Roman dennoch eine ganze Menge zu entdecken! Lasst euch von den authentischen Charakteren entführen und taucht in eine neue Darstellung der griechischen Götter ab. Mir hat das Buch gefallen, aber da ich von Band 2 noch mehr erwarte und mich der Anfang wirklich verwirrt hat, vergebe ich 3,5 Spitzenschuhe.
Auf in den Kampf, Divnius!
Aber wer ist eigentlich der wahre Gegner?




17. Februar 2016

Rezension: "Wie Möwen im Wind" von Nicola Vollkommer


Titel: Wie Möwen im Wind
Autor: Nicola Vollkommer
Verlag: SCM Hänssler
Preis: 14,95€
Seiten: 288


Der Titel „Wie Möwen im Wind“ lässt die Gedanken bereits zu Träumen ausholen. Dazu das Cover mit der jungen Frau, dessen Haare im Wind fliegen. Das alles vermittelt einen Eindruck von Freiheit. Eine Freiheit, die im 18. Jahrhundert nicht jeder hatte. Nicola Vollkommer beschreibt das Leben eines jungen Mädchens, dem es nicht immer leicht gemacht wurde und das trotzdem seinen Platz in der Welt sucht, sich dabei blenden lässt und ein furchtbares Geheimnis lüftet.

Inhalt


Lord Greenwold braucht einen männlichen Erben. Doch seine unfähige Frau gebärt ihm erneut ein Mädchen. Das kleine Neugeborene wird prompt an eine Amme gegeben, bei der die kleine Charlotte aufwächst. Charlottes Ersatzmutter Maggie ist ein herzlicher Mensch und kümmert sich liebevoll um das ungewollte Kind. Doch zur Familie Greenwold gehört Charlotte noch immer und als ihr Vater in ihr eine neue Spielfigur für seine machtgierigen Spiele entdeckt, wird Charlottes Zukunft neu bestimmt. Sie wird zur Familie zurückgeholt um später ihren Zweck zu erfüllen: einen Mann heiraten, den Lord Greenwold aussucht und der das Erbe antreten kann. Charlotte muss sich von nun an in einer Welt zurechtfinden, in der sie ungewollt ist. Halt geben ihr dabei ihr Stiefbruder Jake und die Hausangestellte Franny. Kann Charlotte eines Tages ihre Freiheit erlangen? Oder muss sie den vorbestimmten Mann heiraten? Und welches Geheimnis birgt der verrottete Turm auf dem Anwesen? Der Leser begleitet Charlottes Leben mit all ihren Höhen und Tiefen. Doch das schlimmste Tief wartet noch auf sie…unter dem geheimnisvollen Turm.

Meinung


Der Roman bietet eine schöne Geschichte mit facettenreichen Figuren. Der Schreibstil ist flüssig und viele Beschreibungen von Charlotte beinhalten sehr poetische Aspekte. Leider konnte mich das Buch nicht absolut fesseln. Auch wenn die Handlung sich stetig entwickelt, schweifte sie mir manchmal zu sehr ab. Der Turm steht von Anfang an im Zentrum und man wartet und wartet und wartet, dass er sein Geheimnis endlich enthüllt. Dies passiert allerdings erst kurz vor Schluss. Mich hat dieser Punkt sehr überrascht und er ist auch durchaus positiv zu benennen, denn das Geheimnis des Turms habe ich nicht erwartet. Das Ende ist mit Abstand der spannendste Teil des Buches, wobei es auch zwischendurch immer wieder spannende Nebenhandlungen gibt. So hat mir das Verhältnis zwischen Charlottes Eltern oder Frannys Sicht auf die Liebe gut gefallen. 
Für mich war außerdem der stärkste Charakter der Stallmeister Jake. Er ist sehr bodenständig, liebevoll und höflich. Maggie hat ihn wunderbar erzogen und er trägt meiner Meinung nach die Handlung. Weniger gut gefallen hat mir Charlotte. Ich habe mich leider nie in sie hineinversetzen können und finde, dass sie oftmals unglaublich naiv, aber gleichzeitig sehr stark ist. Dies widerspricht sich ein wenig, wie ich finde.

Fazit




Dennoch habe ich das Buch gern gelesen und konnte mich im Cornwall des 18. Jahrhunderts wiederfinden. Die Handlung bietet viele verschiedene Stränge, die alle etwas Entdeckenswertes haben.  Die Thematik gefällt mir gut, nur gefiel mir die Protagonistin einfach nicht. Außerdem geht am Ende dann doch alles sehr schnell, was vorher sehr viel Zeit in Anspruch nahm.  Von mir gibt es 3 von möglichen 5 Spitzenschuhen.



13. Februar 2016

Review: "Die 5. Welle"



     Titel: Die 5. Welle

     Regie: J. Blakeson

     Länge: 117 Minuten

     FSK: 12

     Produktionsland: USA

     Erscheinungsjahr: 2016




Wieder eine Buchverfilmung! Jedes Mal wenn es dazu kommt schlägt mein Herz höher. Bei „Die 5. Welle“ war ich allerdings ziemlich schlecht vorbereitet, da die Info, dass die Story auf einem Buch beruht, lange nicht zu mir durchdrang. Das lag wohl daran, dass ich mich eigentlich nicht für Scify interessiere und  mir die Story im Allgemeinen zu brutal vorkam. Allerdings wollte ich wenigstens dem Film eine Chance geben, nachdem ich das Buch schon nicht gelesen hatte. Ich ging mit sehr niedrigen Erwartungen ins Kino, da viele Bekannte sagten, dass der Film schlecht sei. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen tatsächlich sooo niedrig waren, aber ich war absolut positiv überrascht! Für mich war „Die 5. Welle“ umwerfend und ein toller Film! Und wie es aussieht, werde ich jetzt wohl doch zum Buch greifen…


Darum geht's...


Aliens haben mehrere Angriffswellen auf die Erde geschickt und die Weltbevölkerung so weit dezimiert, dass nur wenige Menschen übrig blieben. Welchen Grund die Außerirdischen hatten, weiß niemand. Vier Wellen mussten die Erdbewohner bereits ertragen und die fünfte, apokalyptische, steht kurz bevor. Cassie (Chloë Grace Moretz) verlor ihre Familie und Freunde bei den Angriffen, ihr kleiner Bruder Sam (Zackary Arthur) wurde entführt. Sie schaffte es bisher, zu überleben, weil sie streng eine goldene Regel befolgte: vertraue niemandem. Denn die außerirdischen Invasoren können sich als Menschen tarnen und so ist jede Begegnung mit einem anderen Menschen eine potentielle Gefahr. Also bleibt Cassie allein – bis sie andere Überlebende trifft: den mysteriösen Evan Walker (Alex Roe), die Scharfschützin Ringer (Maika Monroe) und Ben Parish alias Zombie (Nick Robinson), auf den Cassie stand, als die Highschool-Welt noch heil war…

(Quelle:http://www.filmstarts.de/kritiken/204646.html)


Meine Meinung



Wie ich bereits sagte, war ich an der Thematik des Films nicht wirklich interessiert. Vielleicht auch, weil mir die Vorstellung, dass Aliens unsere Welt übernehmen Angst macht. Möglich wär’s. Hinzu kam, dass Freunde zu mir sagten, dass sie total enttäuscht gewesen seien. Und ich muss zugeben, dass ich ein paar Kritikpunkte sogar verstehen kann. Der Film ist kein rasanter Acrionstreifen. Nein, meine Lieben: Es ist eine Buchverfilmung! Für mich persönlich hat es absolut Sinn gemacht, dass es zwar Action gibt, aber dass zuallererst einmal eine Geschichte aufgebaut werden muss. Es wird noch zwei weitere Teile geben, zumindest laut Buchvorlage. Da kann man nicht erwarten, dass bereits alles aufgeklärt wird. Der Film hat auch meiner Meinung nach keinen richtigen Höhepunkt. Allerdings hat er ein Ziel, auf das hingearbeitet wird. Wirklich toll umgesetzt war für mich die Umsetzung der ersten vier Wellen. Der Überblick über die Welt und ihre Katastrophen war beeindruckend und erdrückend zugleich.
Die meiste Zeit über verfolgt der Zuschaue Cassie auf ihrer Suche nach ihrem Bruder. Hierzu streift sie durch die Wälder auf dem Weg zum Militärstützpunkt. Die Kulisse hat mir gut gefallen, ist allerdings nichts Besonderes. Außerdem finde ich, dass ein paar zu viele Klischees bedient werden – Stichwort Patriotismus Amerika oder Hight School Schwarm…Aber über diese Kleinigkeiten konnte ich wunderbar hinwegsehen, da Cassie, und somit auch Chloe Grace Moretz, es geschafft hat, mich in ihre Welt zu entführen. Eine Welt in der nichts mehr zählt, als die Liebe zu ihrem kleinen Bruder Sam. Diese Liebe konnte ich von der ersten Sekunde an spüren. Meiner Meinung nach hat Moretz einen guten Job gemacht. Leider verfolgt mich ihre Leistung aus „Carrie“ noch immer, aber ich versuche zu vergessen, dass sie auch mal in so einem gruselig schlechten Film eine Hauptrolle gespielt hat. In „Die 5. Welle“ war sie eine authentische Hauptfigur, der ich ihre Suche wirklich abgenommen habe. Dass Cassie Tagebuch schreibt finde ich sehr schön und ich nehme an, dass dies im Buch auch noch eine größere Rolle spielt. 
Die Kaltblütigkeit des Krieges und der Army wird ebenfalls gut herübergebracht. Für mich kam die Wendung nicht überraschend, aber gelungen war sie trotzdem! Mir hat die Szene, in der „Zombie“ oder auch Ben die Lage begreift sehr gut gefallen. Auch dass die Jugendlichen zu Soldaten ausgebildet werden, fand ich sehr authentisch. Die Szenen sind gelungen und haben mich in den Kriegsmodus katapultiert. Die rebellische Ringer übernimmt hier auch eine tolle Rolle. Als etwas fehlbesetzt empfinde ich Ben Parish mit Nick Robinson. Für mich stellte er zumindest nicht den High School Schwarm dar, sondern eher einen kleinen High School Bubi. Da ist Alex Roe, der Evan Walker spielt, doch die deutlich bessere Wahl. Ich persönlich finde Roe einfach nur – soll ich es sagen, oder macht es mich unprofessionell?! – heiß. Von Anfang an ahnt man, dass er ein paar Geheimnisse hat, dennoch gefiel mir die Spannung zwischen Cassie und Evan. Die schauspielerische Leistung fiel mir nur positiv und in keinster Weise negativ auf. Auch der kleine Bruder von Cassie war einfach nur niedlich. Ihn allerdings mit einer Schusswaffe zu sehen war verstörend. Und dies ist ein Bild, das nun einmal besser in einem Film, als in einem Buch gezeichnet werden kann. 


Also...


Ich könnte noch stundenlang so weiter schreiben. Aber ich denke ihr habt inzwischen einen Eindruck von meiner Meinung gewonnen. Ich bin tatsächlich ziemlich begeistert und absolut positiv überrascht. „Die 5. Welle“ hat es geschafft mich für die Geschichte zu begeistern, die zwar noch im Aufbau ist, von der ich aber jetzt schon wissen möchte, wie sie weiter geht. Daher werde ich in jedem Fall zum Buch greifen (, was ich mir gleich heute bestellt habe). Ich bin gespannt, ob es eine Dreiecksentwicklung zwischen Ben, Evan und Cassie geben wird. Aber das nur mal so. Die jungen Schauspieler bestehen in ihren Rollen sehr gut und bringen einen authentischen und spannenden Film auf die Leinwand! 
Leider saßen mit mir die verschiedensten und dähmlichsten Menschen im Kino. Die kreischige Mädchengruppe hat mir leider alle romantischen Szenen kaputt gemacht, während der Hardcore-Analytiker nach dem Film kritisierte, dass es unzählige Fehler im Film gäbe. Tja…mir sind sie nicht aufgefallen und so vergebe ich sehr gern 4,5 Sterne für die Truppe, die bitte unsere Welt retten muss!