7. Februar 2017

Rezension: "Colours and Dreams" von Kirsten Greco


Titel: Colours and Dreams
Autor: Kirsten Greco
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 311


Das Buch "Colours and Dreams" blieb mir durch seinen Klappentext im Kopf und da ich es nicht vergessen konnte, las ich es. Denn auch ich habe eine Großmutter, die ich verehre und liebe und ohne die ich mir mein Leben nicht vorstellen kann. Also gab es sofort eine Gemeinsamkeit zwischen der Protagonistin Emily und mir und so starteten wir gemeinsam ins Abenteuer. Das Buch ist ein interessanter und auch tiefgreifender Roadtrip mit viel Gefühl. Es gibt auch eine kleine Spannungskomponente, aber von der hatte ich mir mehr erhofft. Das Buch hat eine gute Geschichte und diese wird wunderbar erzählt. Mir hat leider etwas gefehlt, um es zu einem Highlight werden zu lassen.

Klappentext


Seit der Trennung von ihrem Freund lebt die ausgebildete Krankenschwester Emily wieder in ihrem Elternhaus in New Jersey. Ihr einziger Trost ist ihre Großmutter, mit der sie ein außergewöhnliches Geheimnis teilt: Beide können in die Zukunft blicken, auch wenn Emily sie nicht immer zu deuten weiß. Als ihre Großmutter stirbt, bricht für Emily die Welt zusammen, doch dann erhält sie eine rätselhafte Hinterlassenschaft: ein Fotoalbum, das sie bis ins familiäre Ferienhaus nach Florida und weiter zum Künstleratelier »Colours & Dreams« führt. Dort begegnet sie nicht nur dem faszinierenden Kunstlehrer Declan, sondern stößt auch auf eine mysteriöse Spur – in ihre eigene Zukunft! Eine Schnitzeljagd der ganz besonderen Art beginnt…


Meinung


Positiv aufgefallen ist zuallererst einmal die Idee des Buches. Die Autorin hat sich wirklich viele Gedanken gemacht und ein schönes Handlungskonzept entworfen.  Die Protagonistin Emily macht einen Roadtrip, bei dem sie Adressen abklappert, die ihre Großmutter ihr hinterlassen hat. Sie weiß nicht, was am Ende der Reise auf sie wartet, doch es wird ein Geheimnis gelüftet werden. Der Roadtrip ist eine Art Trauertherapie, was mir sehr logisch erscheint. Die Idee hinter dem Fotoalbum gefällt mir unglaublich gut. Die Beziehung zwischen Emily und ihrer Großmutter Stella wird schnell deutlich und der Leser ist bei ihrem Tod sehr ergriffen. Kirsten Greco schafft es, mit den Gefühlen des Lesers zu spielen und vor allem das Thema Trauer hat sie für mich gut eingefangen. 
Es geht aber auch noch um viele anderen Gefühle. So findet Emily beispielsweise sehr schnell ihren Traummann Declan. Ich mochte diesen Charakter gern, allerdings konnte er mich nicht so richtig berühren. Er ist ein netter Typ, obwohl seine Schwächen aufgezeigt werden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist zwar schön, aber gerade hier fehlte mir etwas. Ich bin leider kein Fan davon, wenn die Paare sich nach wenigen Stunden vergöttern und wissen, dass es die große Liebe ist. Geschmackssache.
Zusammen sind die beiden auf den Spuren von Stella unterwegs und die Dynamik, die so im Buch entsteht, ist klasse. Man weiß ungefähr, was kommt, aber gleichzeitig gibt es auch die Kapitel aus der Sicht des Gegenspielers. Denn obwohl man das Geheimnis selbst nicht kennt, gibt es genügend Andeutungen und hinzu kommt der Bösewicht. Emily wird schon schnell von einem mysteriösen Typen verfolgt. Um was und wen genau es sich dabei handelt, kommt erst spät raus. So sorgt die Autorin für Spannung und Action im Buch und baut eine neue Komponente neben der Traure und der Liebe auf. Die Mischung ist auch sehr gelungen. Allerdings ging mir die rasante Szene deutlich zu schnell zu Ende. Ich hätte es besser gefunden, wenn das Zusammentreffen zwischen Emily und ihrem Gegenspieler später stattgefunden hätte, oder eben nicht noch so viel danach gekommen wäre.
Das eigentliche Thema des Buches ist das Träumen in die Zukunft. Diese Idee ist wirklich cool und innovativ. Zwar reizte mich nichts daran, diese Fähigkeit zu besitzen, aber hiermit werden neue Tore aufgemacht, die in andere Welten führen.
Der Stil der Autorin ist flüssig und emotional. Es wundert mich ein wenig, denn eigentlich habe ich nicht viel zu meckern. Die Protagonisten sind gelungen, wenn auch keine Figuren zur Identifikation. Es gibt tolle Nebenfiguren und die Handlung hat innovative Stellen und ist gut konstruiert. Aber irgendwie konnte die Geschichte mich dennoch nicht packen. Vieles konnte vorhergesehen werden, oftmals plätschert das Buch auch nur vor sich hin. Nichtsdestotrotz ist es eine wirklich schöne Lektüre, an die ich eventuell zu hohe Erwartungen hatte.

Fazit




Träume, Gefühle und Familie gepaart mit Spannung, Action und Geheimnissen. So lässt sich die Handlung von „Colours and Dreams“ gut zusammenfassen. Kirsten Greco fügt viele verschiedene Komponenten aneinander und baut daraus ein gelungenes Buch. Viele der Charaktere sind liebenswert und der Roadtrip ist etwas, das man sonst nicht immer in einem Buch bekommt. Mir gefiel das Thema der Trauer wirklich gut und auf der letzten Seite musste ich mit Tränchen kämpfen. Dennoch gefiel mir der Spannungsteil nicht so gut. Auch packte mich die Liebesgeschichte nicht so sehr. Das Buch ist eine schöne und entspannende Lektüre, für die ich 3,5 Spitzenschuhe vergebe.



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