7. Juli 2017

Mein Monatsrückblick: Juni

Ihr Lieben!


Es ist Anfang Juli, der offizielle Sommeranfang liegt hinter uns und man bemerkt mit Schrecken, dass die Hälfte des Jahres bereits rum ist. Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht, aber umso älter ich werde, desto schneller vergehen immer die Monate. Und so auch der Juni.

Gerade dieser Monat führte mir noch einmal deutlich vor Augen, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht. Denn....TROMMELWIRBEL....ich habe im Juni meine Masterarbeit abgegeben. Tja, und das heißt leider, dass ich bald keine Studentin mehr bin. Es ist vorbei. Puff. Keine Seminare und Vorlesungen mehr, nie wieder Hausarbeiten. Das klingt ein bisschen nach Paradies und trotzdem ist es für mich ganz schrecklich. Insgesamt habe ich sechs Jahre meines Lebens studiert, da ich sogar ein Jahr lang verlängert habe. Das muss man sich mal reinziehen. Ich bin lediglich 12 Jahre zur Schule gegangen, halbe also nochmal die Hälfte meiner Schulzeit lang studiert und mein subjektives Empfinden sagt mir, dass das gar nicht sein kann. Meine Schulzeit kam mir zumindest sehr viel länger vor. So richtig bereit fühle ich mich noch nicht, mich von der Uni zu verabschieden. Aber es muss wohl sein. Jetzt im Juli genieße ich erst einmal einen freien Monat und im August steht dann mein abschließendes Colloquium, also die Verteidigung meiner Masterarbeit, an Und danach werde ich dann exmatrikuliert. Gott, ist das schrecklich. Ein Punkt, der mir wirklich Angst macht, ist dass ich nie wieder ein Semesterticket und die preislichen Vorteile von Studenten haben werde. Traurige Vorstellung. Aber gut. Genug gejammert. 
Ist ja irgendwie auch eine spannende Phase (scheiß Ungewissheit). Das Ende der Lehre und dann der Beginn des Berufsalltags. Bis dahin habe ich ja noch ein bisschen Zeit, das Referendariat startet schließlich erst am 1.2.2018, aber bis dahin muss man wieder diese ganzen Bewerbungsphasen mitmachen und weiß doch nicht, wo man am Ende landet...Ich lasse das jetzt auf mich zukommen, wird schon alles werden. Jetzt steht erstmal eine entspannte Zeit an. Vielleicht schaffe ich es ja auch, im Juli etwas mehr zu lesen. Der Juni war lesetechnisch schon ok, jedenfalls tausendmal besser als noch der Mai. Im Mai habe ich ja nur erschreckende sechs Bücher geschafft, von denen auch noch zwei Klassiker waren. Im Juni sah es schon besser aus. Aber seht unten selbst.

Ansonsten gibt es aus dem Juni auch gar nicht so viel zu berichten. In Bremen war es der letzte Monat vor den Sommerferien. Daher habe ich noch unterrichtet und brav Training gegeben. Außerdem trainiere ich weiterhin fleißig für meinen 10km Lauf Ende des Jahres. Da meine Masterarbeit in den letzten Zügen lag, hatte ich doch schon ein bisschen Zeit. Die habe ich dann genutzt, um zum Beispiel spontan nach Halle (Westfahlen) zum Tennis zu fahren. Dort habe ich einen tollen Tag verbracht und meinen absoluten Lieblingssportler Roger Federer gesehen. Und das auch noch mit einem überzeugenden Auftritt. Ich bin gespannt, was er jetzt so bei Wimbledon reißen kann. Tennisfans unter euch? Ein paar Turniere habe ich übrigens auch selbst gespielt, was gar nicht mal so schlecht lief...
Und da ich ein bisschen Zeit hatte, habe ich auch ein paar schöne Beitrage für den Blog verfassen können. Solltet ihr Lust haben, meinen Reisebericht aus Thailand zu lesen oder ein Tanzvideo (Issues) von mir anzuschauen, klickt gern auf die Links :)

Und jetzt zum Juni aus buchiger Sicht:


Insgesamt habe ich 9 Bücher gelesen




Mederia: Kampf um Tetra - Sabine Schulter (488 Seiten) [Rezension]

Getürkt - Su Turhan (320 Seiten) [Rezension]

House of Night: Gezeichnet - Kristin Cast/ P. C. Cast (464 Seiten) [Rezension]

Being Beastly - Jennifer Alice Jager (272 Seiten) [Rezension]

Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse - Rainer Engelmann (192 Seiten) [Rezension]

Ich und die Menschen - Matt Haig (352 Seiten) [Rezension]

Belgravia - Julian Fellows [Hörbuch] (448 Seiten) [Rezension]

So weit uns Träume tragen - Christiane Lind (364 Seiten) [Rezension]

Götterfunke: Liebe mich nicht - Marah Woolf (464 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 3364


Hardcover: 3, Taschenbücher: 3, Ebooks: 2, Hörbücher: 1


Mit den neun Büchern bin ich im Juni sehr zufrieden. Ich habe eine ganz gute Mischung an Genres und Themen gehabt und die meisten Bücher haben mir wirklich gut gefallen. 

Einen richtigen Flop gab es nicht. Am schlechtesten hat aber der Krimi "Getürkt" von Su Turhan abgeschnitten. Ich habe ihn auf der LBM geschenkt bekommen und hatte auch gar nicht damit gerechnet, ihn so bald zu lesen. Das Buch war ganz okay und ließ sich schnell lesen. Allerdings gab es viel verschenktes Potenzial. Ein bisschen enttäuscht hat mich auch mein Juni-Hörbuch "Belgravia" von Julian Fellows. Es handelt sich um eine Art Familienepos im Ende des 19 Jahrhunderts. Mir ging das Buch einfach deutlich zu lang, zu viele unnötige Details und Handlungsstränge. Zwar ein sehr schöner Zeitgeist, aber ich hatte mir schon mehr erwartet.

Mein Highlight kann ich nicht benennen, denn es gab gleich drei davon. Das begann gleich mit dem neuen Buch von Sabine Schulter, dem zweiten Teil der Fantasyreihe "Mederia". "Kampf um Tetra" war einfach grandios und vertieft die Geschichte um Lana und Grey wirklich gekonnt. Leider muss ich jetzt noch fast ein Jahr auf den dritten Teil warten :(
Absolut überrascht hat mich Matt Haigs "Ich und die Menschen". Viel hatte ich schon über das Buch gehört, aber der absolute Spannungsbringer sollte es eben nicht sein. Aber das Buch hat mich umgehauen! Es ist so herzlich, liebevoll und herzerwärmend. Haig präsentiert eine wundervolle Sicht auf die Menschen, was mich amüsiert und großartig unterhalten hat. Das Buch kann ich ebenfalls nur empfehlen!
Mein drittes Highlight ist etwas komplizierter. Ich fahre in dieser Woche noch nach Krakau und nach Auschwitz. Deswegen habe ich "Der Fotograf von Auschwitz" als Vorbereitung gelesen. Das Buch zählt nicht wegen seines Unterhaltungswertes zu meinen Highlights, sonder aufgrund seiner wichtigen Thematik und erschütternden Umsetzung. Es schildert das Leben eines Funktionshäftlings in Auschwitz und erschreckt den Leser - wie es sein soll. Solltet ihr euch mit NS auseinandersetzen wollen, kann ich das Buch empfehlen, auch für junge Erwachsene.
Ich merke gerade, dass ich noch ein weiteres Buch mit 5 Spitzenschuhen in diesem Monat bewertet habe. Oh mann, war wirklich ein guter Lesemonat. Es handelt sich um "Being Beastly" von Jennifer Alice Jager. Die Märchenadaption ist einfach wunderbar! Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und hatte hohe Erwartungen, aber umso schöner war es, dass das Buch diese auch erfüllen konnte. Eine tolle Lektüre für zwischendurch, wenn man Märchenfan ist.

Ganz in Ordnung war das Buch "So weit uns Träume tragen" von Christiane Lind. Ich musste es lesen, weil es ein sogenannter "Titanic-Roman" ist und auf dem Luxusdampfer spielt. Leider hatte es in der Handlung Schwächen, meine Faszination für den Untergang der Titanic hat aber neues Leben eingehaucht bekommen.
Bleiben noch zwei tolle Bücher, die mich gut unterhalten haben, aber beide mit 4 Spitzenschuhen bewertet wurden. Zum einen ist das der Auftakt der "House of Night" Reihe. Mir hat "Gezeichnet" wirklich erheblich besser gefallen, als ich annahm. Es ließ sich einfach so weglesen und die innovative Sicht gefiel mir gut. Ich bin gespannt, ob ich die gesamte Reihe durchhalten werde.
Das letzte Buch des Monats war "Götterfunke - Liebe mich nicht" von Marah Woolf. Eine befreundete Bloggerin hat das Buch zerrissen. Daher hatte ich so meine Vorbehalte. Einige Kritik verstehe und teile ich. Aber trotzdem hat es mich nicht so stark gestört, als dass ich das Buch nicht hätte mögen können. Denn das tat ich. Es ist ein schönes Jugendbuch, in dem die Autorin die ein oder andere Tatsache eben etwas verdreht, damit es in ihre Geschichte passt. Diese Geschichte ist aber sehr unterhaltsam und wurde deswegen gern von mir gelesen.

Das waren schon wieder alle Bücher meines Monats. Immerhin war mein Rückblick durch die gestiegene Zahl etwas länger, als noch im letzten Monat ;) Ich bin auf jeden Fall zufrieden.

Was wartet im Juli auf mich?
Ich packe meine Koffer. Aber nur für einen Städtetrip. Eigentlich waren für den Juli zwei davon angedacht, aber leider platzt der zweite. Ich werde also, wie erwähnt, für 5 Tage nach Krakau fahren. Ich hoffe, dass ich mit einem Reisebericht im Gepäck wiederkommen werde. Man darf gespannt sein. und sonst wartet tatsächlich nichts. Sommerferien, daher keine Schule und kein Training. Viel freie Zeit. Mein 6000-Teile Puzzle, das ich bereits angefangen habe und bei dem ich sogar ein paar Fortschritte mache. Dabei werde ich fleißig Hörbücher hören. Außerdem laufe ich brav meine Kilometer in der Woche und vielleicht lese ich ja auch das ein oder andere Buch ;) Ihr seht schon: Gebt eure Masterarbeit ab und ihr habt eine Menge Freizeit. Das letzte Mal im Leben. 

Also genieße ich diese Zeit mal...In diesem Sinne,
eure Julia


Was hat der Juni bei euch so gebracht? Habt ihr auch wenig Lust auf das Ende der Studien-/Schulzeit (gehabt)? Oder ist das alles vielleicht gar nicht so schlimm?


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