27. November 2015

Review: "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2"






Titel: Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2
Regie: Francis Lawrence
Länge: 137 Minuten
FSK: 12
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2015


(Ach...in London wird ja so viel mehr Filmwerbung gemacht...)


„Die Tribute von Panem“ sind eine meiner absoluten Lieblingsreihen in der Buchwelt. Die Idee ist einfach atemberaubend und zugleich traurig realistisch, weshalb ich dieser Dystopie schon immer verfallen war. Meiner Meinung nach haben die Macher der Filmreihe vieles richtig gemacht und das vom ersten Teil an. Das große Finale „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“ (wirklich unglaublicher Titel…man spürt richtig den Finalmodus….NICHT) ist ein gelungener Kinofilm und der Reihe würdig. Meiner Meinung nach allerdings nicht der beste Film der Reihe, obwohl es doch das große Finale ist.

Darum geht’s:


Während sich ganz Panem im Kriegszustand befindet, kommt es zur finalen Auseinandersetzung zwischen Katniss und Präsident Snow. Zusammen mit ihren engsten Freunden, darunter Gale (Liam Hemsworth), Finnick (Sam Clafin) und Peeta (Josh Hutcherson), begeben sich Katniss und die Distrikt 13 Einheit gemeinsam auf eine lebensgefährliche Mission, um das Leben aller Bürger Panems zu retten. Gleichzeitig bereitet sie einen Plan zur Ermordung Präsident Snows vor, der mittlerweile besessen davon ist, sie zu zerstören. Tödliche Fallen, Feinde und schwierige Entscheidungen warten auf Katniss und werden sie weitaus mehr herausfordern als alle Arenen, in denen sie während der Hungerspiele bestehen musste. (Quelle: http://www.thehungergames.movie)

Meine Meinung


Der Film schließt ganz genau an den letzten Teil an. Ich saß allerdings im Kino und musste kurz überlegen, was überhaupt noch einmal passiert war. Der zweite und dritte Teil enden schließlich sehr ähnlich (Kahle Wände, Krankenhausatmosphäre…ihr wisst schon). Man kommt allerdings wieder schnell in die Story. 

Der gesamte Film beinhaltet eine gute Mischung aus ruhigen Szenen und Action. Ich persönlich finde den politischen Aspekt in der Handlung des letzten Panem-Teils sehr gut. In mancher Hinsicht kommt einem das Geschehen gar nicht so unreal vor. Ich finde, dass die Macher diese Kriegs-/Revolutionsatmosphäre wirklich gut eingefangen haben. 

Zum Rest etwas zu sagen ist gar nicht so leicht, denn eigentlich weiß jeder Zuschauer, was er zu erwarten hat. Und genau das bekommt er auch. Die Charaktere samt Schauspielern sind bekannt, genauso wie die Handlung und die Situation. Der Zuschauer kennt die aufwendigen Kostüme, er kennt die Kulissen und weiß an welchen Orten der Film spielt. Nichtsdestotrotz sind all diese absolut beeindruckend. Auch wenn ich mir das Kapitol früher immer anders vorgestellt habe, bleibt sich die Filmreihe sehr treu und zieht ihre Linie bis zum Ende durch. (Die Wandlung innerhalb der Reihe von pompösen Auftritten zum Guerillakrieg ist allerdings sehr interessant!)
Das Gleiche lässt sich über die schauspielerische Leistung sagen. Jennifer Lawrence hat nicht umsonst einen Oscar gewonnen, wenn auch in einer völlig anderen Rolle. Katniss bleibt die kämpferische Rebellin, die manchmal nicht ganz nachvollziehbar und gefühlskalt scheint. Jede Besetzung ist gelungen, aber dass die Schauspieler ihre Sache gut machen, ist auch im vierten Teil nicht überraschend. Die Nebenrollen sind großartig besetzt, aber man lernt auch niemand Neues kennen. Ich war sehr gespannt, wie der Verlust von  Philip Seymour Hoffman (Plutarch) gelöst wird. Mir fiel allerdings nicht auf, dass er in nicht allzu vielen Szenen mitspielt, der Handlung schadet der traurige Umstand jedenfalls nicht.

Die Actionszenen haben mir ebenfalls gut gefallen! Die Power des Buches kommt durch und wurde wunderbar umgesetzt. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass dieser Film wohl vor allem die Buch-Fans befriedigt, denn er hält sich sehr genau an die Vorlage. Für andere Kinogänger könnte die Handlung (und vor allem das Ende) so allerdings sehr in die Länge gezogen sein. Wir Leser wissen natürlich, dass am Ende noch ein bisschen was Ruhiges zu erwarten ist. Allerdings gibt es vor allem zu Beginn die ein oder andere Abänderung. So ganz genau kann ich das gar nicht mehr beurteilen, da es einige Zeit her ist, dass ich das Buch las. Was mir aber gut gefiel und so im Buch glaube ich nicht ganz herauskommt, ist dass die Straßeneroberung wie eine Art „Hungerspiele“ dargestellt wird. 
Leider ist in diesem Teil etwas weniger Humor zu finden, als noch in den Vorgängern. Aber immer wenn Haymitch die Fläche betritt (, was leider viel zu selten der Fall ist!), kann der Zuschauer lachen oder wenigstens ein kleines Schmunzeln nicht unterdrücken.

Also...



Letztendlich bekommt man aber genau das, was man auch will (und erwartet). Tolle Kulissen, ein spannendes Finale mit packenden Szenen, in denen man sich erschreckt, ekelt, mitfühlt und mitfiebert. Die große Entscheidung zwischen Peeta und Gale muss gefällt werden, viele Menschen müssen in der Revolution ihr Leben lassen und Katniss wird Snow gegenüber stehen müssen. Der Film ist sein Eintrittsgeld durchaus wert und ein würdiges Finale. Für mich fühlte es sich nicht wie 137 Minuten an. Ich bin ein bisschen traurig, dass die Reihe nun auch filmerisch abgeschlossen ist, denke aber auch, dass der Wandel innerhalb der Reihe sehr radikal ist. Für mich sind „Die Tribute von Panem“ auch im Kino ein absoluter Muss. Der Film ist gut und ich weiß gar nicht, was genau mich gestört hat. Aber irgendwas fehlte dann doch. Oder andere Teile haben die Erwartungen einfach sehr hoch werden lassen. Dennoch: absolut keine Enttäuschung!


Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

26. November 2015

Rezension: (Biografie) "Sophie Charlotte - Sisis leidenschaftliche Schwester von Christian Sepp


Titel: Sophie Charlotte - Sisis leidenschaftliche Schwester
Autor: Christian Sepp
Verlag: August Dreesbach Verlag
Preis: 24,00€
Seiten: 288

Meinung


Schon als junges Mädchen war ich fasziniert von Elisabeth von Österreich, oder auch: Sisi. Die Zeichentrickserie, die Filme aus den 50er Jahren…alles unglaublich märchenhaft. Als ich dann älter wurde, war schnell klar, dass das Leben der Kaiserin von Österreich wohl doch nicht so wundervoll gewesen ist. Während meines Geschichtsstudiums schrieb ich mehrere Arbeiten über diese historische Figur und beschäftigte mich sehr akribisch mit dem gleichnamigen Musical „Elisabeth“. 
Aber die Geschichte der Wittelsbacher ist keinesfalls lediglich mit der Geschichte der Kaiserin erzählt. Denn Elisabeth wuchs mit sieben Geschwistern in Bayern auf und sie spielten in ihrem Leben eine große Rolle. 
Als ich von der neuen Biographie über Elisabeths jüngste Schwester Sophie Charlotte von Christian Sepp erfuhr, musste ich dieses Buch einfach haben. Schon das Cover übt Anziehungskraft genug aus. Das Schwarzweißfoto der Prinzessin in Bayern bildet das Hauptaugenmerk. Die nachdenklich dreinblickende Sophie eroberte mich im Sturm und der Kontrast mit dem Pink gefiel mir von Anfang an. Außerdem kann ich bereits jetzt sagen, dass es sich hier um eine sehr gut recherchierte Biographie handelt und für jeden, der sich für die Königshäuser des 19 Jahrhunderts interessiert, ein Schmuckstück im Bücherregal bildet.

Zu Beginn des Buches war ich recht zwiegepalten, wie ich zugeben muss. Durch mein Studium bin ich an wissenschaftliche Texte gewöhnt, bei denen die Fußnoten ungefähr eine halbe Seite einnehmen und man dann eben doch etwas schwer vorankommt. Dies ist bei diesem Buch nicht der Fall. Ich war irritiert, dass hier nicht mit Fußnoten oder direkten Belegen gearbeitet wurde und war auch skeptisch, ob die Fakten denn dann der Wahrheit entsprechen. Was soll ich zu meiner Verteidigung sagen? Geschädigt durchs Studium?! Dürfte jedenfalls die passendste Antwort sein. Bei genauerem Blick ins Literaturverzeichnis wird nämlich schnell klar, dass Christian Sepp keineswegs oberflächlich gearbeitet hat oder sonst irgendwie falsch. Die Angaben sind korrekt und auch ziemlich ausführlich und vielseitig. Jeder Geschichtsstudent mit Interesse an den Wittelbachern, wird beim Verzeichnis sogar ziemlich neidisch, dass Sepp all diese Quellen untersuchen konnte – mich eingeschlossen. 

Aber mal weg von diesem wissenschaftlichen Standarten. Das Buch handelt vom Leben von Sophie Charlotte, die man vielleicht als Verlobte von König Ludwig II. kennt. Allerdings war ihr Leben noch sehr viel mehr und Sepps Biographie macht deutlich, wie wenig man sich doch bis jetzt mit der späteren Herzogin von Alencon beschäftigt hat. Das Buch erzählt Sophies Leben, begonnen bei der Kindheit, den Geschwistern, über ihre Verlobung, die dann doch etwas anders erwartete Heirat, ihr Leben danach und all die Probleme, die man als Herzogin im Krieg (dem weltlichen und auch privaten) so hatte. Im Anschluss an die Biographie kann man auf jeden Fall einen deutlichen Wissenszuwachs verspüren und man lern nicht nur über einen einzelnen Menschen etwas, sondern vielmehr über eine bestimmte Zeit, die damalige Gesellschaft, Werte und Normen und gesellschaftliche Phänomene. Sepp bindet noch sehr viel mehr ein, als nur die Geschichte der Herzogin und belegt vor allem im zweiten Teil des Buches zumeist mit direkten Quellenzitaten aus Tagebüchern.

Fazit




Alles in allem handelt es sich hier durchaus um eine spannend erzählte Biographie. Die zahlreichen Bilder lockern das Schriftbild auf und man liest das Buch durch den flüssigen Stil recht schnell. Ich muss allerdings etwas von der Höchstpunktzahl abziehen. Das hat nicht viel mit meiner anfänglichen Skepsis zu tun, sondern eher damit, dass ich finde, dass manchmal etwas saloppe Überschriften oder Wörter Einzug ins Buch gefunden haben, die da nicht unbedingt hätten sein sollen. Ich würde es somit nicht für eine Hausarbeit verwenden, allerdings finde ich ist der Stil völlig logisch, da Sepp die Biographie einem möglichst breiten Publikum öffnen wollte - und das ist mehr als verständlich. Dennoch liegt hier eine tolle Biographie über ein dramatisches Leben mit Höhen und Tiefen vor, das vielleicht recht typisch für die Wittelsbacher war. Ich vergebe 4 Sptzenschuhe für diese gut lesbare Biographie.



Kurzrezension (2014): "Göttlich - verloren" von Josephine Anglelini


     
      Titel: Göttlich - verloren
      Autor: Josephine Angelini
      Verlag: Oetinger
      Preis: 9,95€ (Taschenbuchausgabe)
      Seiten: 496





„Göttlich - verdammt“. Oh ja, der Titel trifft‘s genau. „Göttlich“, denn (tut mir leid für diese plumpe Aussage) dieses Buch ist einfach göttlich. Und „verdammt“: Verdammt ich konnte das Buch nicht mehr weglegen! Es ging nicht! Der reinste Wahnsinn. Wie gut, dass die Semesterferien grade angefangen hatten und ich somit etwas Zeit hatte.

Klappentext


Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben.


Meinung


Ich hatte wirklich einige Erwartungen an dieses Buch und war froh es endlich zu haben, aber diesen Suchtfaktor konnte ich nicht voraussehen. Es werden des Öfteren Vergleiche zu der „Bis(s)“ Reihe oder „Panem“ (die ich beide übrigens sehr liebe) gezogen und irgendwie kommt das Ganze auch hin. Aber „Göttlich – verdammt“ ist trotzdem etwas Eigenes – und dieses Eigene hat’s in sich. Wenn ich hier nun die Handlung versuchen würde darzustellen, weiß ich sehr sicher, dass es nicht funktionieren würde. Es würde wohl verrückt und komisch klingen, glaubt mir, ich hab’s versucht meinem Freund zu erklären – hat nicht so gut geklappt. :D Mein Tipp: Lasst euch einfach auf dieses Buch ein! Und dann wird es euch in seine eigene Welt entführen. Wer Fan von den Jugendbuch-Mehrteilern der aktuellen Zeit ist, sollte sich „Göttlich“ nicht entgehen lassen. In diesem Buch findet ihr High-School, Freundschaft, Fantasy, Besonderheiten, Familie, Rache, Gefahr und natürlich Liebe. Die griechische Mythologie spielt eine große Rolle und mir gefällt die Idee hinter dem Roman sehr. Gibt eben doch seine Gründe, warum ich Geschichte studiere…Schon jetzt gieren meine Finger nach dem zweiten Band. Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Mitfiebern gebracht. Es hat mich entführt. Es kommt leider viel zu selten vor, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen, aber bei „Göttlich“ hatte ich dieses Gefühl endlich wieder. Ich las bis spät in die Nacht und nahm das Buch als erste Handlung des Tages wieder zur Hand. Die Charaktere des Romans sind gut gelungen. Es gibt die Guten und die Bösen, die Klugen und die weniger Talentierten, die Gewinner und die Neider. Josephine Angelini schreibt großartig und das ist auch das Attribut, das ich diesem Buch geben würde. 

Fazit


Großartig! 5 von 5 Spitzenschuhen. 



Rezension: "Stirb leise, mein Engel!" von Andreas Götz


Titel: Stirb leise, mein Engel!
Autor: Andreas Götz
Verlag: Oetinger
Preis: 16,95€
Seiten: 368

„Stirb leise, mein Engel“ -  in jedem Fall ein Titel der mich sehr neugierig gemacht hat. Das schlicht gehaltene Cover und die Inhaltsangabe haben dann den Rest erledigt: dieses Buch musste ich haben. Der Thriller gehört zu der Kategorie der Jugendbücher und hat es wirklich in sich. Eine spannende Geschichte, die vor allem durch ihre überraschenden Wendungen glänzen kann.

Inhalt


In München geschehen in kürzester Zeit drei Selbstmorde hintereinander. Jedes Mal ist es ein junges Mädchen und jedes Mal erscheint der Tod völlig freiwillig. Eines der Mädchen war eine Freundin von Sascha. Er kann nicht glauben, dass Nathalie sich wirklich umbringen wollte und nachdem es ein weiteres Opfer gibt, das sein Leben durch Zyankali verlor, glaubt Sascha nicht mehr an Zufall. Gemeinsam mit seiner neuen Nachbarin (und vielleicht auch etwas mehr) Joy macht er sich an diesen Fall. Aber das ist gar nicht so einfach, denn seine Mutter ist bei der Kripo und vor kurzem verlor Sascha erst seinen Vater. Deswegen muss er auch noch zu diesem Psychologen Dr. Androsch.  Und wer ist eigentlich dieser Tristan, auf den die beiden immer stoßen und kann Mareike Sascha vielleicht helfen?

Meinung


Toll an diesem Buch ist wirklich, dass nichts voraussehbar ist. Wäre auf dem Buchdeckel nicht zu lesen gewesen, dass drei Mädchen bereits tot sind, hätte ich nicht gedacht, dass Nathalie tatsächlich stirbt. Der Thriller fesselte mich von der ersten Seite an, denn….ehrlich..dieser Prolog hat’s schon echt in sich! Ich saß mit offenem Mund vor dem Buch und war fast schon erschreckt. Es zog mich sofort in seinen Bann. Die Geschichte verändert sich andauernd und man errät die Lösung dennoch nicht. So viele Fragen muss sich der Leser stellen, nur um zu begreifen, dass doch alles ganz anders ist. 
Außerdem handelt es sich hier trotz des Genres des Jugendbuches nicht um eine banale Liebesgeschichte. Auch wenn die Liebe hier auch eine Rolle spielt, geht es hier viel mehr um düstere Ereignisse, mysteriöse Verwicklungen und verworrene Rätsel. 
Der Schreibstil von Andreas Götz ist sehr flüssig und passt in das Genre. Sehr gut gefallen hat mir auch die Perspektive in der der Thriller erzählt wird. Einige Kapitel sind aus der Ich-Perspektive geschrieben und somit aus der Sicht des Mörders erzählt. Ansonsten beschäftigt sich der Erzähler mal mit Sascha, mal mit Joy und manchmal auch mit den Mädchen, denen kein gutes Ende bevorsteht. Das Buch bietet Abwechslung. Der Leser kann wirklich mitraten.
Neben dem Kriminalaspekt lassen sich auch völlig andere Themen finden, die Jugendliche beschäftigen. Sehr groß kommt in diesem Buch natürlich das Thema Selbstmord und ich hoffe wahrhaftig, dass diese Lösung in nicht so vielen Jugendköpfen rumschwebt, wie der Thriller vielleicht vormacht. Ansonsten geht es um Freundschaft, Familie, psychische Probleme und Liebe. Andreas Götz hat viele Themen verarbeitet und sie zu einem gelungenen Ganzen gemischt.

Fazit


Ein tolles und fesselndes Buch, das nah an der 5-Spitzenschuhe Marke kratzt. Ach komm, was soll‘s…eigentlich hat’s die auch verdient. Fünf Spitzenschuhe von mir!




24. November 2015

Neuzugänge: November

Hui, mein erster Neuzugänge-Post...ich bin ganz aufgeregt! :)

Leider fällt er ziemlich mau aus. Ich hatte beabsichtigt noch mindestens die Weihnachtsausgabe der Kurzgeschichten von Agatha Christie mit ihrem Detektiv Hercule Poirot zu ergattern, aber das Schicksal hatte etwas dagegen. Wie das so ist, wenn man das Buch einmal in der Hand hatte und sich denkt "Nehm ich das nächste mal mit", gibt's das Buch nächstes Mal leider nicht mehr. Als ich die Verkäuferin bei einer seeeehr großen Buchkette (die sich in grün und blau hält) ganz nett danach fragte, verdrehte sie die Augen. Ich meine...hallo?! Eine Buchverkäuferin darf bei einer Frage ja wohl nicht die Augen verdrehen??? Fand ich schon ein bisschen gemein :( Nicht nur, dass ich mein Buch nicht bekommen habe, sondern auch noch diese fiese Geste dieser Dame (ich bin mir fast sicher, dass sie den Namen Agatha Christie noch nie gehört hatte...diese Weihnachtsaushilfen :D)
Aber genug dazu!


Darf ich vorstellen, meine kleine aber feine Ausbeute:


Alexandra Sefanie Höll - Allein mit dem Feind

Das Buch habe ich bei einer Verlosung bei lovelybooks.de gewonnen, die kurz vor Erscheinen des Buches stattfand. Bisher hatte ich ich nur ein Buch der Autorin gelesen, welches mir aber wirklich gut gefiel.
Hier geht es um eine Frau, die mit ihren Erzfeind, einem Geschäftsmann, auf einer einsamen Insel strandet und herausfindet, dass dieser Feind vielleicht doch nicht so gemein ist. Klingt ganz cool, entpuppt sich aber als etwas ziemlich anderes.

"Allein mit dem Feind" ist das einzige der drei Bücher, welches ich bereits gelesen habe und welches mich auch leider enttäuscht hat. Die Rezension folgt hier ganz bald.


Ian Fleming - In tödlicher Mission

Ich muss zugeben, dass mein Freund dafür sorgte, dass sich dieses Buch nun unter unserem Dach befindet. Ich konnte ihn inzwischen dahingehend überzeugen, ab und zu ein Buch zu lesen. Jippieh! Allerdings liest er außer Hercule Poirot und James Band eher wenig. Männer eben. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er in der Reihe weiter vorangeschritten ist als ich und sich das Buch daher aus völlig egoistischen Gründen zugelegt hat. Egal...sehr bald wird es dann auch durch meine Hände wandern. "In tödlicher Mission" ist übrigens die erste Kurzgeschichtensammlung von James Bond, wie auch der 14. Band "Octopussy". Es wird wohl ein Weilchen dauern, bis ich bei diesem Teil angelangt bin. Ich will ihm ja einen Vorsprung lassen...hust...


Veronica Roth - Four

Und dann wäre da noch meine Errungenschaft aus London! Letzte Woche zog es mich zum ersten Mal in die britische Hauptstadt und natürlich konnte ich nicht ohne Buch zurückkehren. Ein paar kleine Reiseberichte folgen übrigens noch ;)
Ich wollte das Buch sowieso noch lesen und da ich gerade so euphorisch im Englischwahn war, dachte ich mir, dass es auch so nicht schaden kann. Die Zahl 7,99 auf der Rückseite klingt außerdem so preiswert...da vergisst man doch glatt, dass die Londoner Pfund haben und ich wahrscheinlich sogar mehr bezahlt habe, als ich es hier getan hätte...egal...eine Kleinigkeit über die es sich nicht nachzudenken lohnt ;)
Auf die Geschichte von Four freue ich mich zumindest sehr, da ich die Reihe von Veronica Roth wirklich großartig fand!




Wie sieht's bei euch aus? Habt ihr eines der Bücher schon gelesen? Was habt ihr euch so Neues zugelegt?


Eure Julia

Rezension: "Finding Cinderella" von Colleen Hoover


Titel: Finding Cinderella
Autor: Colleen Hoover
Verlag: Simon & Schuster
Preis: ca. 7€
Seiten: 176

Normalerweise lese ich nicht auf Englisch. Allerdings hatte sich die Novelle von Colleen Hoover irgendwie auf meinen Kindle geschlichen und im Vertrauen auf mein Schulenglisch, griff ich zu der märchenhaften Geschichte „Finding Cinderella“. Eine niedliche und kurzweilige Story, die den Leser unterhält, die aber über die Marke „ganz nett“ nicht hinauskommt.

Klappentext


A chance encounter in the dark leads eighteen-year-old Daniel and the girl who stumbles across him to profess their love for each other. But this love has conditions: they agree it will last only one hour, and it will be only make-believe. When their hour is up and the girl rushes off like Cinderella, Daniel tries to convince himself that what happened between them seemed perfect only because they were pretending it was. Moments like that happen only in fairy tales. One year and one bad relationship later, his disbelief in love-at-first-sight is stripped away the day he meets Six: a girl with a strange name and an even stranger personality. Unfortunately for Daniel, finding true love doesn't guarantee a happily ever after ...it only further threatens it. Will an unbearable secret from the past jeopardize Daniel and Six's only chance at saving each other?

Meinung


Colleen Hoovers Geschichten sind bekannt für ihre Romantik und ihre quirligen und verrückten Charaktere. All dies ist auch in der Novelle „Finding Cinderella“ zu finden. Daniel ist ein typischer Kerl im letzten Highschool Jahr. Etwas rebellisch, absolut cool und natürlich charmant und lustig. Er ist auf der Suche nach seiner Cinderella, die er (wie der Titel ja schon mal vermuten lässt) auch finden wird. Six ist eine wunderschöne, junge Frau, die sehr viel Humor hat. Zusammen sind sie die Verkörperung junger Liebe. Und wenn ich das so sage, dann meine ich das auch so. Die beiden sind verrückt nacheinander. Sie lieben sich. Aber so richtig. Es gibt nichts Wichtigeres für die beiden, als der jeweils andere. Und das binnen drei Tagen…ach, ist die Liebe schön.

Wie man vielleicht merkt, klingt hier ein wenig Kritik durch. Ich mochte beide Charaktere wirklich gern. Sie sind süß und märchenhaft. Dadurch aber auch absolut fiktional und realitätsfern (, was ja eigentlich das gleiche meint...). Ich bin den beiden gern durch ihre Geschichte gefolgt, diese wiederum empfand ich als ähnlich unlogisch. Man verstehe mich bitte nicht falsch. Die Story ist wirklich niedlich und man möchte auch weiterlesen, um herauszufinden, was zwischen ihnen stehen kann, aber teilweise erschien sie mir doch etwas undurchdacht. So abstrus…So absolut fiktiv.

Ich suche gern Romantik in der Literatur und hier (generell bei Colleen Hoover) finde ich sie schnell. Aber man zeige mir mal bitte einen Jungen, der so über seine Gefühle spricht wie Daniel. Ach ja…beide sehen natürlich auch super toll aus. Hm…Was allerdings wirklich gelungen ist, ist der Humor der Story.
„It feels kind of euphoric, like we’re in some sort of fairytale. Like she’s Tinkerbell ans I’m Peter Pan. No, wait. I don’t want to be Peter Pan. Maybe she can be like Cinderella and I’ll be her Prince Charming.“

Das Englisch ist übrigens wirklich simpel und leicht zu verstehen. Also, keinesfalls deshalb zurückschrecken! Der Stil ist flüssig und passend!
Die Novelle gehört soweit ich weiß zum Buch „Hopeless“, welches ich noch nicht gelesen habe. Ich werde vielleicht noch dazu greifen, auch da es tolle Bewertungen bekommen hat. So schlecht war die Novelle also nicht ;)

Fazit


Alles in allem ist „Finding Cinderella“ eine schöne Liebesgeschichte mit niedlichen Charakteren im Highschool-Ambiente. Ganz nett für zwischendurch, um der Realität zu entkommen und wieder ein bisschen zu träumen. Mehr aber auch nicht. Für mich gab es zu viele Schwachstellen und das Ende kam etwas plötzlich. Aber naja.


Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie sich mit drei Spitzenschuhen weiter durch ihr Märchen.



Kurzrezension: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie



Titel: Mord im Orientexpress
Autor: Agatha Christie
Verlag: Fischer Klassik
Preis: 9,99€
Seiten: 272

Unter dem Genre Klassiker verstehen die Meisten einen extrem langen und tiefgreifenden Roman, der in einer hochgestochenen Sprache verfasst wurde und am besten noch irgendwelche Preise gewonnen hat. Nicht zu vergessen – er sollte schon ziemlich, ziemlich alt sein. Tja, auch „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie darf sich zu diesem Genre zählen, obwohl die wenigsten Punkte zutreffen (und auch sowieso nicht wahr sind ;) ).

Inhalt


„Mord im Orientexpress“ ist eine sehr spannende Kriminalgeschichte, die den Leser absolut fesselt. Der berühmte Meisterdetektiv Hercule Poirot befindet sich im Orientexpress, als ein Mord geschieht. Der Zug ist in einem Schneesturm gefangen, also konnte der Täter den Zug weder betreten, noch verlassen. Folglich ist einer der Passagiere der Täter… aber wer? Gemeinsam mit dem leicht arroganten Hercule Poirot begibt sich der Leser auf die spannende Aufklärungstour des Falles.

Meinung



Agatha Christie hat mit ihren Krimis etwas ganz besonderes geschaffen. Der Stil der Romane ist in seiner Art einzigartig, denn der Leser verfolgt jedes Verhör mit. So kann man richtig mitraten und kommt doch nicht auf die richtige Lösung. Die Aufklärung des Falles ist spannend und sehr beeindruckend. Man weiß bis zu den letzten Seiten einfach nicht, wer der Mörder ist. Christie braucht kein großes Morden und Blutvergießen um Spannung aufzubauen, sondern einfach nur ihren belgischen Detektiv.
Obwohl es anfangs schwer fällt die vielen Personen auseinander zu halten, ist dies nicht negativ. Es erweitert lediglich den Kreis der Verdächtigen. Der Schreibstil ist simpel, wobei einige französische Ausdrücke den Weg in dieses Werk fanden und wohl nicht für jeden verständlich sind.

Fazit



„Mord im Orientexpress“ ist ein großartiger Krimi, der spannende Unterhaltung und absoluten Lesespaß garantiert. Wirklich nur zu empfehlen: 5 von 5 Spitzenschuhen!