16. April 2016

Rezension: "Die Erwachte" von Sabine Schulter


Titel: Die Erwachte - Die Geschichte von Sin und Miriam
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Books on demand
Preis: 17,99€ /3,99€
Seiten: 596

Sabine Schulter war für mich eine besondere Entdeckung des letzten Jahres. Mit ihrer „Azur-Dilogie“ hat sie mich über die Maßen begeistert, weshalb ich auf ihre Debütreihe sehr gespannt war. Also ergriff ich meine Chance und stellte mich dem ersten Teil der „Sin und Miriam-Trilogie“, der „Die Erwachte“ heißt. Es ist eine tolle Fantasystory mit einer guten Idee und einer unkonventionellen Umsetzung. Eine unterhaltsame Geschichte, die von Liebe über Freundschaft bis Action alles hat und somit einen gelungenen Reihenauftakt bildet.


Klappentext


Die Welt ist nicht immer das, was man jahrelang zu glauben gedacht hat. Das muss auch Miriam feststellen, als sie durch ihr Erwachen plötzlich eine magische Sicht entwickelt und in unserer Welt nun Wunder erlebt, die sie nie für möglich gehalten hat. Doch ihre neugewonnenen Fähigkeiten sind nicht nur von Vorteil für sie. Ihre Art ist unglaublich selten, wodurch sie zur Zielscheibe für die Suchenden wird, Monster ohne Skrupel, die nur liebend gern an ihr außergewöhnliches Blut wollen. Sie allein wäre vollkommen hilflos, wenn es nicht Wächter geben würde, die Miriam schützen und ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, um ihren Schützling vor den gierigen Klauen ihrer Gegner zu bewahren. Und obwohl Miriam nur zu gern ihr altes Leben weiterführen würde, zwingen die Umstände sie dazu, sich zu entscheiden. Entweder sie versteckt sich, von ihren Wächtern geschützt oder sie stellt sich zusammen mit ihnen einem Feind, der übermächtig scheint.

Meinung


Wo soll ich nur anfangen?! Manchmal hat man viele Gedanken zu einem Buch und muss diese erste einmal ordnen. Das Meiste an „Die Erwachte“ gefällt mir wirklich gut. Also fangen wir doch mal damit an. Sabine Schulter hat einen lockeren Schreibstil, in den man als Leser sehr gut und schnell reinfindet. Allerdings muss ich auch sagen, dass sie sich inzwischen wirklich verbessert hat. „Die Erwachte“ ist Sabine Schulters allererstes Buch und inzwischen ist ihr Stil sehr viel ausgereifter. Auch haben sich ein paar Rechtschreibfehler in diese Version geschlichen, die ich aber einfach mal überlesen habe. Der Schreibstil ist dennoch sehr fließend, aber wie gesagt – ich lege euch auch gern die neueren Bücher der Autorin ans Herz! Geschmunzelt habe ich über eine Formulierung, die mich in sprachlicher Hinsicht fasziniert hat (und die zu dieser Rezension äußerst wenig beiträgt). In der Szene versucht Miri etwas herauszufinden und es heißt: „…riet ich ins Blaue. […] Es wunderte mich, dass ich damit wohl ins Schwarze getroffen habe.“ Ist die deutsche Sprache mit all seinen Metaphern nicht faszinierend?! :D

Wie man an dieser kleinen Stelle schon merkt, wird das Buch aus Miriams Perspektive erzählt. Sie ist die Ich-Erzählerin, allerdings schleicht sich auch ein zweiter Er-Erzähler mit ein, der dann aus Sins Perspektive berichtet (Achtung, kein Ich-Erzähler!), was der Geschichte einen guten Perspektivwechsel verschafft. Sin ist im Übrigen der oberste Wächter von Miriam. Sie hat drei feste Wächter, im Verlauf der Geschichte sogar fünf. Sin organisiert die gesamte Gruppe und wacht seit seinem 12. Lebensjahr über Miriam, denn man weiß sehr früh, wer eine Erwachte sein wird. Gerade solche Gedanken sind aus seiner Perspektive sehr interessant.
Interessant ist auch die Idee der Reihe. Man hat es hier mit einer tollen Fantasy-Geschichte zu tun, die mit mehr als nur fantastischen Wesen auffährt. Die Beliebtheit des „Beschützerkonzepts“ der Autorin ist schnell ersichtlich. Miri ist eigentlich alles andere als wehrlos, aber die Wächter erfüllen ihre Aufgabe gut. Neben Sin wird die Protagonistin noch von ihrer besten Freundin Sophie und Sins Bruder Fire bewacht. Beide sind tolle Charaktere, die man lieben muss. Oftmals habe ich das Gefühl, dass ich die Nebenfiguren einer Geschichte viel lieber mag als die Protagonisten. So ähnlich ist es auch hier. Nicht nur Fire und Sophie gefielen mir super, sondern auch Night oder Hurrikan. Sin gehört auch zu meinen Favoriten, allerdings gefielen er und Miriam mir weit weniger als die anderen. Das hatte den simplen Grund, dass beide ein bisschen zu perfekt sind und keine ersichtlichen Schwächen haben. Sin ist ein überragend aussehender Mann, der einfach alles kann. Seine einzige Schwäche ist wohl seine Erwachte. Und Miriam ist eine kluge und wunderschöne junge Frau, die Medizin studiert, schnell lernt sich zu verteidigen, die höchsten magischen Werte der gesamten Umgebung hat und jeder mag sie auf Anhieb. Wenn Protagonisten so absolut unfehlbar sind, gefällt mir das nie so gut. Man kann das innerhalb der Geschichte zumeist gut ausblenden, dennoch hätten ein paar Ecken und Kanten gut getan. 
Nichtsdestotrotz ist die Geschichte, die sich zwischen Sin und Miriam entwickelt – natürlich eine Liebesgeschichte – sehr schön. Besonders an dieser Stelle ist erneut das Konzept. Denn es ist nicht so, als wenn Sin und Miri es leicht haben. Obwohl beiden schnell klar ist, dass sie viel füreinander empfinden, wählt die Autorin hier einen eher ungewöhnlichen Weg. Es ist sicher nicht meine liebste Option gewesen, allerdings gefiel mir die unkonventionelle Lösung und als es dann endlich zur Sache geht, ist die Szene wirklich sehr gut gestaltet! Außerdem ist hier Liebe immer mit Spannung gepaart.
Die Geschichte benötigt einiges an Anlauf. Bis zur Hälfte des Buches hätte ich mir davon ein wenig mehr gewünscht. Allerdings ist es auch verständlich, dass erst einmal in die Welt eingeführt werden muss. Das kann zwar faszinierend sein, für mich waren verschiedene Szenarios allerdings ein wenig lang. Das ändert sich dann aber ungefähr bei der Hälfte. Ab dann wird kontinuierlich Spannung aufgebaut, bis die Geschichte in einem furiosen Finale endet. Sowohl zwischen Miri und Sin passiert mehr, als auch in der Gesamtsituation. Miri und die Wächter müssen gegen die Suchenden kämpfen, deren Population immer größer wird, was heißt, dass es eine neue Königin geben muss. Für mich persönlich war das Ende das Highlight, da dort noch einmal ein faszinierender Charakter auftaucht, der für ein großartiges Ende sorgt.
Schön ist es auch, dass die Geschichte an sich abgeschlossen ist. Dennoch hat die Handlung noch eine ganze Menge Potenzial, so dass ich sehr gespannt bin, was in Band zwei und drei so passieren wird. Ein weiterer Punkt, den ich hervorheben muss ist, dass es ein paar liebevolle Details gibt. Das sind zum Beispiel bestimmte Orte in München (,wo die Handlung übrigens spielt) oder die Lieder, die zwischendruch genannt werden. Miri tanzt nämlich sehr gern (, wie ich) und wirklich jedes der genannten Lieder, die im Hintergrund laufen, liebe ich! Da hatte die Autorin wohl einen siebten Sinn.

Fazit




Es wird schon wieder viel länger, als es werden sollte. Alles in allem ist „Die Erwachte“ eine tolle Geschichte, die sich konstant aufbaut, manchmal etwas lang ist, aber besonders zum Ende hin mit tollen und spannenden Szenen glänzen kann. Wieder einmal eine gute Idee mit viel Potenzial, einem flüssigen Stil und liebevollen Nebencharakteren. Für mich erwachen hier 4 Spitzenschuhe, die ich für einen guten Reihenauftakt gern vergebe.




13. April 2016

Mein Monatsrückblick: März


Hallo ihr lieben Geschichtentänzer!


So ein Monatsrückblick zur Monatsmitte ist doch was Feines, oder?! :D Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, war bei mir in letzter Zeit das Chaos ausgebrochen, weshalb meine Zeit etwas schwer zu tackten war. Ich bin umgezogen und natürlich hat direkt danach die Uni wieder begonnen. Aber ich will ja keine Entschuldigungen und Ausreden finden. Diesmal ist es nun einmal etwas später bei mir geworden, aber dafür ist er endlich da: Mein Monatsrückblick!

Der März war eigentlich ein toller Monat! Es war der einzige, in dem ich fast gar keine Uni hatte. Allerdings hatte ich deshalb erwartet sehr viel mehr zu lesen, als ich tatsächlich geschafft habe. Vielleicht kennt ihr das ja: Man denkt, dass man ganz viel Zeit hat und plötzlich schummeln sich immer andere Aktivitäten in den Tag. Hinzu kam dann noch, dass ich meine Hip Hop Formation auf die erste Meisterschaft in diesem Jahr vorbereiten musste, die letztes Wochenende stattfand (, ich überlege noch, ob ich das Video mit euch teilen soll ;) ). Training ist eben auch relativ zeitaufwendig und darunter litt meine Statistik ein wenig. Des Weiteren habe ich eine Uni-Ausarbeitung tatsächlich bis zum 30.3 hinausgezögert und mich dann endlich einen Tag vor Abgabe überwunden abzugeben. Klingt doch klasse, oder? :D Aber bevor ich hier weiter lammetiere und genau das tue, was ich nicht wollte - Ausreden finden - hier die Zahlen:





Insgesamt habe ich 9 Bücher geschafft :)



Zwischen Schnee und Ebenholz - Ann-Kathrin Wolf (280 Seiten) [Rezension]

Rock'n'love - Teresa Sporrer (229 Seiten) [Rezension]

After thruth - Anna Todd (768 Seiten) [Rezension]

Ich träum von dir... - Elen Sommer (315 Seiten) [Rezension]

Wie Schnee so weiß - Marissa Meyer (848 Seiten) [Rezension]

Kirschroter Sommer - Carina Bartsch (512 Seiten) [Rezension]

Türkisgrüner Winter - Carina Bartsch (464 Seiten) [Rezension]

Mord auf dem Golfplatz - Agatha Christie (251 Seiten) [Rezension]

Arya & Fynn: Im Sonnenlicht - Lisa Rosenbecker (380 Seiten) [Rezension folgt]


Seiten gesamt: 4047


Neun Bücher. Eigentlich eine gute Zahl (- obwohl ich wirklich zweistellig werden wollte >.<). Wenn ich bedenke, dass ich im April erst eines beendet habe, sollte ich doch ein bisschen fröhlicher sein :D Zwei der gelesenen Bücher sind ziemliche Schinken, so dass meine insgesamt gelesenen Seiten doch relativ viele sind. Aber was gab es denn so in diesem Monat? Eigentlich nur Gutes!!! 
Ein Highlight hat hier das nächste gejagt! Lange gefreut habe ich mich auf "Wie Schnee so weiß" und Marissa Meyer hat mich nicht enttäuscht. Ich liebe die Luna-Chroniken jetzt umso mehr und war vom Abschluss begeistert. "Mord auf dem Golfplatz" von Agatha Christie war ein eingeschobener Klassiker, der wirklich wunderbar ist. Wenn ihr Lust auf einen spannenden und klassischen Krimi mit Humor habt, dann empfehle ich euch dieses Buch. 
Solide und gleichzeitig toll waren "Zwischen Schnee und Ebenholz" und "Rock'n'Love". Beide Bücher haben mich in ihre eigene Welt entführt und von diesen Autorinnen werde ich in nächster Zeit gern noch mehr lesen. Die größte Überraschung war auf jeden Fall "Kirschroter Sommer" und auch sein Nachfolger "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch. Der Stil der Autorin hat mich mitgerissen und die Story war einfach zum Verlieben. Da blieb mir gar nichts andere übrig, als die Bücher zu verschlingen! Bleiben noch drei auf der Liste. "Ich träum von dir..." habe ich vorab gelesen. Die Autorin traf ich auch auf der Leipziger Buchmesse und ich finde durchaus, dass sie sich mit ihrem zweiten Teil gesteigert hat. Dennoch ist das Potenzial hier nicht voll ausgeschöpft. "Arya & Fynn" war ein schwerer Fall für mich. Die Rezension wartet auch noch auf sich, in der ich das Ganze dann etwas genauer erklären werde. Ich finde, dass es ein toller Fantasy-Buch mit einer wundervollen Welt ist! Es ist so schön und positiv und auch neu. Irgendwie fehlte mir aber ein wenig die durchgängige Spannung. Ich hatte wirklich gehofft, dass ich das Buch abgöttisch lieben würde. Meine Erwartungen waren einfach ein wenig hoch, denn das Buch ist eigentlich wirklich toll, so fehlte mir aber irgendetwas. Die Gründe kann ich gar nicht so klar benennen.

Der absolute Flop in diesem Monat war ganz deutlich "After truth". Ob ich dieser Reihe wirklich noch eine weitere Chance gebe, kann ich ehrlich nicht sagen. Das Buch war so lästig und flach. Es passiert einfach nichts - oh doch....immer das Gleiche. Ich war einfach nur genervt und enttäuscht. Meine Bewertung von ganzen zwei Sternen macht dieses Buch deutlich zum Fehlgriff des Monats. Übrigens habe ich erst vor Kurzem erfahren, dass die männlichen Charaktere der Handlung an die Bandmitglieder von "One direction" angelehnt sind. Wie frech! Ich liebe die Musik der Jungs und empfinde Anna Todds Schreiberei schon fast als Beleidigung... jedenfalls hat es mir die Musik der Band für ein paar Tage kaputte gemacht :( :D

Im Kino war ich im März übrigens auch relativ viel, so dass meine Kino-Rubrik hier auf dem Blog langsam wächst. Ich habe wirklich tolle Filme gesehen, ein kleiner Blick lohnt sich also. Und dann war natürlich noch Ostern, was ich mit meiner Familie sehr genossen habe. Und ihr? :)


Soviel zu meinem Monatsrückblick! Der nächste kommt schneller als erwartet, sind schließlich nur noch zwei Wochen ;) Obwohl der Umzug im März vorbereitet wurde, merke ich jetzt erst recht, dass man das Meiste erst tun muss, wenn man bereits umgezogen ist. Somit feiere ich meine 9-März Bücher noch ein wenig, denn im April werden es niemals so viele werden.

Was habt ihr so Tolles gelesen? Erinnert ihr euch überhaupt noch an euren März? :D Kennt ihr Bücher meiner Liste oder wollt davon noch welche lesen? Ich bin gespannt!

Eure Julia


12. April 2016

Review: "Batman vs. Superman: Dawn of justice"





          Titel: Batman v Superman: Dawn of justice

          Regisseur: Zack Snyder

          Länge: 151 Minuten

          FSK: 12

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016






Vor einiger Zeit sah ich einen Trailer, der mich wirklich mehr als verwirrte. Der Film führte den kuriosen Titel „Batman vs. Superman: Dawn of Justice“ und sofort konnte man ein dickes, fettes Fragezeichen in meinem Gesicht erkennen. Im Ernst jetzt? Superheld 1 gegen Superheld 2? Die beiden berühmten Figuren aus dem Hause der DC Comics kämpfen GEGENEINANDER?! WIESO???
Für mich machte das gesamte Konzept absolut keinen Sinn, denn warum bitte sollten sich zwei Charaktere die für das Gute kämpfen – zugegeben, auf ihre ganz eigene Weise – plötzlich bekämpfen?! Erst wollte ich den Film boykottieren, aber was soll ich sagen. Ich bin zu sehr Kinofan, als dass ich mir solch ein Leinwandspektakel entgehen lassen könnte. Und so ging ich mit meinen tollen Jungs eben doch in den Film. Mein Fazit überrascht mich selbst ein wenig: Ein toller und spektakulärer Actionstreifen mit gewaltiger Kulisse, übertriebener Darstellung und einem absolut genialen Bösewicht! Wirklich zu empfehlen.

Darum geht's:



Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von „Man Of Steel“ Zerstörung auf die Erde: Die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Bat- und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren…

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/219262/kinoprogramm/)

Meine Meinung


Hätte man mir diese Inhaltsangabe während des Trailers irgendwie präsentieren können, hätte ich den Film vielleicht nicht sofort als „Schwachsinn“ abgestempelt. Denn eigentlich klingt das doch ganz gut, oder nicht? Natürlich sollte man „Man of Steele“ gesehen haben und sicher lohnt es sich auch den ein oder anderen Blick in die Batman-Filme geworfen zu haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht jeden Batman-Film kenne und somit bestätigen kann, dass Vorwissen ganz nützlich ist. So kam ich um ein paar Fragen an meinen Bruder nicht umhin, der mir manchmal erklären musste, was da jetzt grade passiert. 
Dennoch ist es nicht so, als wenn man den Film nicht gucken kann, wenn man kein Fan der DC-Helden ist. Es geht auch so sehr gut. Ein wenig misstrauisch war allerdings auch ich, da nicht mehr Christian Bale als Batman über die Leinwand turnt, sondern sein Schauspielkollege Ben Affleck. Mir persönlich gefiel Affleck als Batman jedoch sehr gut! Er mimt den Fledermausmenschen gekonnt und überzeugend. Schnell vergisst man, dass Bruce Wayne früher einmal anders aussah. Für mich war Batman aber immer der stärkere Charakter im Vergleich zu Superman, irgendwie sympathischer. Superman ist so aalglatt und perfekt. So gar nicht meins. Ich persönlich möchte jedenfalls keinen Clark Kent zu Hause haben. Obwohl er ja der stärkste Mann der Welt ist, sehe ich ihn eher als Schwachmaten. Aber das ist Geschmackssache. Lois Lane zumindest bleibt Fan ihres Supermanns und nimmt eine tragende Rolle ein. Dieser Aspekt gefiel mir sehr gut. Die Handlungen und Geschichten der Comics sind verknüpft und gut dargestellt. Anfangs weiß der Zuschauer nicht wirklich, für welchen Helden er sein soll. Mir persönlich wurde besonders im epischen Finale noch einmal vorgeführt, dass Batman im Vergleich zu Superman oder Wonder Woman irgendwie so gar nichts Besonderes kann. Egal. Trotzdem der deutlich coolere der beiden. Es ist sehr interessant den beiden Charakteren zu folgen, bis letztendlich der gemeinsame Feind auf der Fläche auftaucht. Jesse Eisenberg hat mit seiner Verkörperung des Lex Luthor eine geniale Leistung hingelegt. Er spielt diesen Typen so nah zwischen Genialität und Wahnsinn, dass dem Zuschauer der Mund offen stehen bleiben muss. Lex Luthor brachte mich zum Lachen, obwohl er eigentlich sehr grausam ist. Diese kranke Figur hätte wirklich nicht besser gespielt werden können und bildet für mich somit das Highlight des Films! Egal wie berühmt das Cast ansonsten ist, Jesse Eisenberg stellt all die Stars in den Schatten. 
Der Film ist ein großartiger Actionstreifen geworden. Es ist spannend und spektakulär. Die Kulisse ist gewaltig und phantastisch. Mir gefiel die Bildarbeit sehr gut. Auch die 3D Effekte kamen gut zur Geltung, denn natürlich gibt es genügend Actionszenen. Für mich hat hier die Verfolgungsjagd von Batman den Vogel abgeschossen, die dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben war. Im Allgemeinen muss man sagen, dass Batman zwischenzeitlich ziemlich eingeschränkt in seinem Denken ist. Erst als er den Namen von Supermans Mutter hört, beginnt er wieder zu denken. Dies stellt für mich die Schwäche des Films dar. Auch war das Ende etwas in die Länge gezogen. Der Knalleffekt kam sehr überraschend, allerdings sind die letzten Szenen etwas sehr lang geworden. Toll fand ich allerdings noch Gal Gadot als Wonder Woman. Für jeden männlichen Zuschauer war sie sicher der Hingucker und selbst ich kann nicht einmal von Neid, sondern nur von purer Bewunderung sprechen.



Also...


Obwohl ich dachte, dass die Handlung des Films absurd ist, bin ich doch jetzt von ihrer Logik überzeugt. „Batman vs. Superman: Dawn of justice“ ist ein gelungener Blockbuster, der seinem Zuschauer sehr viel bietet. Er ist nicht in erster Linie lustig, allerdings sehr actiongeladen und spannend. Gewaltige Bilder und große Effekte nehmen das Publikum für sich ein. Überzeugende Schauspieler mit einem großartigen Bösewicht an ihrer Spitze runden den Film ab. Ich habe die zwei Stunden im Kino sehr genossen und war regelrecht positiv überrascht. Dafür vergebe ich heldenhafte 4 von 5 Sternen

11. April 2016

Rezension: "Mord auf dem Golfplatz" von Agatha Christie


Titel: Mord auf dem Golfplatz
Autor: Agatha Christie
Verlag: Fischer
Preis: 7,95€ 
Seiten: 251


Mein Freund hat vor einer Weile mal eine „Golf-Phase“ gehabt. In dieser Zeit schenkte ich ihm den Roman „Mord auf dem Golfplatz“ von Agatha Christie, was vielleicht auch eine subtile Bedeutung haben sollte. Gemeinsam stellten wir uns dem Krimi und bekamen wieder einmal einen sehr guten Poirot-Fall aus der Feder der Meisterin geliefert: Ein abstruser Mord, dessen Aufklärung verstrickter nicht sein könnte – mit einem Unterschied: Poirot hat einen Gegenspieler und das gefällt ihm gar nicht.

Inhalt


Hercule Poirot erhält Post aus Frankreich. Ein alter Bekannter fürchtet um sein Leben und ruft den belgischen Detektiv zu sich. Als dieser jedoch mit seinem Kameraden Captain Hastings ankommt, kann Mr. Renauld keinerlei Angaben mehr machen. Er liegt in einem offenen Grab, in seinem Rücken das Papiermesser seiner Frau. Die Polizei meint schnell den Täter innerhalb der Familie gefunden zu haben, engagiert jedoch trotzdem den Detektiv Giraud, dessen Ruf ihm vorauseilt. Auch Hastings ist von dieser einnehmenden Persönlichkeit beeindruckt, doch Poirot hält ihn nur für aufgeblasen und dazu auch noch dumm. Doch kann Poirot beweisen, dass weder die französische Polizei, noch der überhebliche Giraud den richtigen Täter bereits haben?

Meinung


Bei „Mord auf dem Golfplatz“ handelt es sich wieder einmal um einen herausragenden Poirot-Roman. Er hat eigentlich nicht sonderlich viel mit Golf oder einem Golfplatz zu tun, was aber nicht weiter schlimm ist. Es ist bekannt, dass Agatha Christie wirklich tolle Krimis schreibt und auch dass ich Hercule Poirot sehr gerne folge. In diesem Buch lässt sich aber noch ein bisschen mehr finden, als in vielen Christie-Bänden. Poirot ist wieder mit seinem Freund Hastings unterwegs, der ja bekanntlich für eine Prise Menschlichkeit sorgt, auch indem er ein wenig verpeilt ist. Meiner Meinung nach ist er eine schöne Ergänzung zum Meisterdetektiv, der in der Literatur oftmals gebraucht wird. So auch hier. Diesmal bedient sich Frau Christie allerdings noch einem weiteren Element, nämlich dem Gegenspieler. Zum ersten Mal hat Poirot in dem arroganten Detektiv Giraud einen Konkurrenten gefunden. Poirot muss sich eine Menge von diesem gefallen lassen, denn Giraud glänzt mit seinen Schlüssen und jeder glaubt seinen akribischen Untersuchungen. Zwischenzeitlich sieht Poirot mit seinen grauen Zellen ziemlich alt aus. Doch wer wäre Poirot, wenn er es dem Franzosen am Ende nicht gehörig heimzahlen würde?! Dennoch ist es wirklich amüsant zu verfolgen, wie Poirot – der Unfehlbare – mit seiner neuen Rolle und der Konkurrenz zurecht kommt. Ich würde das Buch als unerwartet lustig beschreiben und das, weil Poirot sich unterordnet, obwohl er immer überlegen ist.
Im Allgemeinen ist in diesem Roman nichts wie es scheint. Der Leser überlegt sich oftmals Theorien, die dann doch alle wieder verworfen werden müssen. Es gibt einige Wendungen und mit dem endgültigen Ausgang habe ich wirklich nicht gerechnet. Es tauchen viele zwiespältige Figuren auf und einige unter ihnen scheinen wirklich bösartig zu sein. Die gesamte Handlung ist relativ undurchsichtig, was das Ganze aber sehr spannend macht und zu großartiger Unterhaltung führt.

Außerdem gibt es noch eine kleine Handlungssequenz fürs Herz. Der gute Hastings verliert nämlich genau dieses und kennt seine „Cinderella“ doch nicht. Hat sie vielleicht sogar etwas mit dem Mord zu tun? Man bemerkt zwar, dass Liebesgeschichten nicht das Steppenpferd von Christie sind, dennoch gefiel mir dieser neue Blickwinkel sehr.  Wer schon einmal etwas von der Britin gelesen hat, weiß was ihn erwartet. Ein locker leichter Schreibstil, der sehr flüssig ist. Immer mal wieder kommen kleine französische Redewendungen vor, die bei Poirot einfach nicht fehlen dürfen. Christie hat ein wunderbares Feingefühl für ihre Figuren und die Elemente des Krimis perfektioniert.

Fazit



Ich bin wieder einmal begeistert von Hercuel Poirot, Captain Hastings und ihrem verzwickten Fall. Das Buch bietet wunderbare Unterhaltung und stellt somit einen tollen und spannenden Krimi dar. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe und freue mich auf jedes weitere Abenteuer mit Poirot.



10. April 2016

Review: "Die Bestimmung - Allegiant" oder: "Diese miese Geldmacherei..."

  

          Titel: Die Bestimmung - Allegiant

          Regisseur: Robert Schwentke

          Länge: 120 Minuten

          FSK: 12

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016





Eigentlich ist es relativ sinnlos von mir diese Review zu schreiben. Und noch viel sinnloser ist es, zu Beginn des Textes anzukündigen, wie sinnlos das Ganze ist. Vielleicht solltet ihr trotzdem weiterlesen, wenn ihr euch für die Buchreihe von Veronica Roth oder die Filme um Tris und Four interessiert – so wie ich. Doch ich beging einen schrecklichen Fehler, als ich den dritten Teil der Filmreihe im Kino ansah: Ich dacht es sei der letzte und somit das Finale (, wie das Buch eben auch). Ganz offensichtlich war ich einfach nur schlecht vorbereitet und fehlinformiert, was dazu führte, dass mir der gesamte Film kaputt gemacht wurde. Meine Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt, was gar nicht mal daran lag, dass der Film irgendwie schlecht gewesen ist, sondern an meiner herben Enttäuschung! Wenn man denkt, dass es nach den nächsten zwei Stunden vorbei ist mit der Filmreihe und dann ein Ende geliefert bekommt, das einen nächsten Film herausfordert, dann ist das bitter. Aber vielleicht mal zum Inhalt…

Darum geht's...


Das alte Regierungssystem Chicagos mit seiner strengen Aufteilung der Bevölkerung in Fraktionen ist zusammengebrochen, Evelyn (Naomi Watts), die Anführerin der Fraktionslosen, hat die Herrschaft an sich gerissen. Doch mit der Auflösung der Gesellschaftsordnung verschwinden keinesfalls die alten Konflikte. Besonders zwischen denen, die schon immer zu den Fraktionslosen zählten, und den Handlagern des alten Unterdrückungsapparats herrschen Feindseligkeit und Rachegelüste. Manche kämpfen sogar dafür, das alte System wiederherzustellen. Derweil weiß Tris (Shailene Woodley), dass die Zivilisation nicht hinter den Mauern ihrer Heimatstadt endet. Gemeinsam mit ihrem Freund Four (Theo James), ihrem Bruder Caleb (Ansel Elgort), ihren Komplizinnen Christina (Zoe Kravitz) und Tori (Maggie Q) sowie dem unzuverlässigen Peter (Miles Teller) will sie die Grenzanlagen überwinden und aus der Stadt fliehen ...

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/225920.html)


Meine Meinung


Mein Problem, das in meinen Erwartungen bestand, habe ich ja eingangs beschrieben. Stellt man dies hintenan und geht davon aus, dass der Zuschauer weiß, dass es sich hier lediglich um Teil 3 von 4 handelt, ist der Film gelungen. Ich persönlich empfand „Insurgent“ als nicht so stark, wohingegen „Allegiant“ auf jeden Fall eine Steigerung ist. Das Vorangegangene wird in den ersten Minuten des Films gut geschildert, so dass man in die Handlung gut hereinkommt. Die Welt und die Kulisse sind bekannt und auch wenn ich mich im ersten Teil an die Umsetzung des Buches gewöhnen musste, fühlt man sich als Zuschauer inzwischen wohl. Allerdings verlässt man diese Wohlfühlzone relativ schnell. Tris und ihre Freunde fliehen über den Zaun, hinter dem eine ungekannte Welt wartet. Meiner Meinung nach ist diese sehr gut gelungen. Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich an das Wenigste aus dem Buch erinnere und somit leider nicht beurteilen kann, ob der Regisseur sich an die Vorgabe hält. Ich bezweifle es allerdings. Jedenfalls ist die atomar-verseuchte Zone sehr interessant dargestellt und die sichere Zone typisch kalt und militärisch. Wunderschön hingegen ist die Stadt, in der der Rat tagt. Die Kulisse empfand ich in jedem Fall als überzeugend. 
Alles andere ist für mich schwer beurteilbar. Meiner Meinung nach braucht der Film eine ganze Weile, bis er sich aufgebaut hat. Natürlich hat er ein Finale, das auch relativ spannend dargestellt wird, allerdings zieht es sich. Das ist ein völlig subjektiver Eindruck, denn mein Freund nahm das völlig anders wahr. Ich ertappte mich dabei, wie ich mehrfach auf die Uhr schaute, um zu sehen wie viel Zeit noch bleibt, bis das Ende kommt. Er hingegen fand den Film spannend und stringent. In jedem Fall hat „Allegiant“ einen roten Faden – nur habe ich einfach die ganze Zeit auf den großen Knall gewartet, VERDAMMT! 
Der blieb aber aus und so ging ich ziemlich aggressiv aus dem Kino. 
Shailene Wooddley wächst mit ihrer Rolle. Ich finde Tris relativ naiv und oftmals ziemlich dumm. So ist es natürlich auch im Film – immerhin etwas, an das ich mich erinnere. Interessant fand ich den Kontrast zu schwarz und weiß. Tris trägt als Ferox ihre enge schwarze Lederkleidung. Sobald sie aber in der sicheren Zone ist und als „Reine“ deklariert wird, trägt sie plötzlich nur noch weiß. Meiner Meinung nach ist das ein schönes Mittel, dass die Reinheit und Unschuld von Tris unterstreichen soll. Und gleichzeitig ist es ein Tipp für den Zuschauer, dass auch diejenigen außerhalb des Zauns in Kategorien zu denken scheinen und nicht alles so perfekt ist. Das muss auch Four erfahren (sorry Leute, aber ich weigere mich ihn Tobias zu nennen. Viel zu unmännlich für den Kerl, wenn ihr mich fragt!). Das Buch war in verschiedenen Perspektiven geschrieben und Four lernt die militärische Seite kennen, während Tris sich Tests unterzieht. Ich glaube kaum, dass diese Passage im Buch genauso war, aber hey – filmerische Freiheit und so. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, was man aber auch so erwartet. Sie mimen ihre Charaktere treu und die Neuen haben mir auch gefallen. Die Jugendlichen sind gereift und auch die schauspielerische Leistung ist erwachsener. Insgesamt ist die Umsetzung der Dystopie auf jeden Fall gelungen. 
Kommen wir aber mal zu dem Punkt, der mich so stört. Ja, im Film gibt es Action. Aber nicht so viel, wie ich erwartet hätte. Ich ärgere mich einfach gewaltig, dass ich nichts von den vier Teilen wusste. So wurde aus „Allegiant – Part 1“ nämlich nur einer der berühmten „Pufferfilme“, von denen ja angeblich alle profitieren. Und irgendwie stimmt es ja auch. Jeder der die Filme sehen will (bis zum Ende), schaut sich alle an. Die Produktionsfirmen, Schauspieler und Kinos profitieren so. Und die Hardcore-Fans haben so ja auch länger was von der Handlung. Aber das ist doch die reinste Abzocke!!! Vor allem, wenn das letzte Buch auch locker in einen Teil gepasst hätte. Ich hatte mich jedenfalls sehr darauf gefreut, zu sehen wie das Ende von „Die Bestimmung“ umgesetzt wurde – und genau das bekam ich nicht. Zum Glück kommt das ja noch im nächsten Jahr. Yeah….Ich finde das jedenfalls unnötig.

Also...


„Allegiant“ ist ein Film, der der Struktur seiner Vorgänger treu bleibt. Die Charaktere wachsen und reifen und die Kulisse wandelt sich noch einmal gekonnt. Die Spannung lässt zu wünschen übrig und die Handlung des Buches wurde auch nicht so richtig aufgefrischt. Zumindest konnte ich mich nur an Teilpassagen durch den Film erinnern, wer weiß, wie viel dazu gedichtet wurde... Meiner Meinung nach hätte man diesen netten Zwischenakt auch einfach weglassen und gleich zum Finale übergehen können. Aber wer hört schon auf kleine und gut zahlende Kinobesucherin?! Aufgrund meiner Enttäuschung (, auch wenn der Film da ja nicht viel für kann) vergebe ich 3 von 5 Sternen. Wehe, das Finale wird nicht gut!


7. April 2016

Rezension: "Die Schicksalsseherin" von Sarah Neumann

 


Ab und zu tauche ich gern in fantastische Welten ab. Ein bisschen Fantasy hat noch niemandem geschadet und als ich von „Die Schicksalsseherin“ hörte, fand ich die Idee total spannend. Ein Buch, in dem Kobolde im Mittelpunkt stehen und um die herum eine ganze bezaubernde Bühne gebaut wurde. Sarah Neumann schafft es mit diesem Roman den Leser in eine völlig neue und wunderbar ausgearbeitete Welt zu entführen, die gespickt ist mit liebenswerten Charakteren und einer großartigen Handlungsidee. Ganz egal in welcher Welt du lebst, sie ist es wert gerettet zu werden…oder etwa nicht? Das Schicksal wird darüber entscheiden.

Inhalt


Das Volk der Kobolde ist für die Glücksproduktion verantwortlich. Sie verteilen das Glück in jeder Anderswelt, damit sich Liebende finden oder Kriege entschieden werden. Myriel ist einer der Kobolde, die sich um die Anderswelten und das Verteilen des Glücks kümmern, doch sie hat eine besondere Fähigkeit. Sie sieht, was das Schicksal bereithält – und das Schicksal lässt sich nicht ändern. Als plötzlich die Glücksproduktion abbricht, befindet sich die Koboldwelt in Aufruhr. Wird das Glück nicht verteilt, drohen die Welten unterzugehen. Million von Lebewesen wären dem Untergang geweiht. Doch nur Myriel erkennt das Schicksal und weiß, dass es jemand verändert. Gemeinsam mit ihrem Freund Seith versucht sie die Kobolde und die Anderswelten zu retten. Doch wie sollen zwei kleine Kobolde all diese Gefahren bestehen?

Meinung


„Die Schicksalsseherin“ ist ein wirklich schöner Fantasy-Roman. Ich denke, dass sich das Ganze so eigentlich ganz gut zusammenfassen lässt. Und das hat einen bestimmten Grund: Man merkt, mit wie viel Liebe und Leidenschaft die Welt von Myriel und Seith erschaffen wurde. Sarah Neumann hat hier eine wunderbare Idee umgesetzt. Was ist, wenn es nicht nur unsere Welt, sondern noch tausend andere geben würde? Eine so fantastisch wie die nächste. Und um all diese Welten müssen sich die Kobolde kümmern. Sie sorgen dafür, dass das Schicksal seinen Lauf nimmt. Doch was, wenn man das Schicksal missachtet und mit dem Glück das macht, was man durchsetzen will?
Mir gefiel diese Idee wirklich gut! Und des Weiteren ist die Welt der Kobolde einfach nur bezaubernd ausgearbeitet. Es gibt so viele liebevolle Details, dass es mir fast die Sprache verschlagen hat. Natürlich kennt man Kobolde aus Fantay-Büchern, allerdings war es für mich das erste Mal, dass diese Wesen im Mittelpunkt standen. Und es gefiel mir klasse, wie diese Welt strukturiert ist. Der Stil der Autorin ist etwas besonders. Mir gefällt er sehr gut, denn er ist flüssig, modern und vor allem verträumt. Dieser träumerische Stil war es, der diese Geschichte so real gemacht hat. Allerdings schreibe ich mit Absicht „besonders“. Das Buch wird im Wechsel der Perspektiven von Myriel und Seith erzählt. Beide Charaktere berichten aus der Ich-Perspektive. Der Stil unterschiedet sich nicht wirklich und manchmal wird es deshalb kompliziert. Denn ein Teil der Handlung wird immer wiederholend aus der Sicht des jeweils anderen erzählt. Das heißt, dass die Geschichte nicht nahtlos in den Kapiteln erzählt wird, sondern, dass man immer einen kleinen Teil auch aus der Perspektive der anderen Figur mitbekommt. Mir gefiel dieser Umstand wirklich gut! Ich finde, dass die Autorin so etwas gewagt hat und der Stil dadurch etwas Anderes geworden ist. Außerdem kann man sich so sehr gut in die Gefühle der Protagonisten hereinfühlen, denn oftmals nehmen Seith und Myriel die Situation völlig anders wahr.
Die Charaktere sind sehr authentisch gestaltet. Myriel ist hier allerdings in bisschen überperfekt, denn sie stellt ein Ideal dar. Sie ist bereit sich und ihr Leben zur Rettung der Welten zu opfern. Ziemlich uneigennützig…. Dennoch ist sie ein lieber Charakter, der aber auch nerven kann. Seith und sie sind ineinander verliebt, allerdings mit anderen Partnern verlobt. Sie gestehen sich ihre Liebe nicht und so verfolgt der Leser immer wieder, wie es um die Gefühle der beiden steht, während sie einfach nicht zueinander finden wollen. Besonders sympathisch finde ich die Nebenfiguren. Der Alchemist und Jimmy waren für mich kleine Highlights, aber auch an Bösewichten und zwielichten Figuren fehlt es in „Die Schicksalsseherin“ nicht. So sind etwa Myriels Vater und ihr Verlobter Olan nicht zu durchschauen. 
Mit dem Ende des Buches hatte ich so nicht gerechnet, da vieles auf einen anderen Ausgang hindeutete. Dennoch mochte ich das Ende.

Fazit




Ihr merkt schon, dass ich mit den Worten „gut“ und „gefallen“ nur so um mich werfe, denn für mich beschreiben sie dieses Buch sehr gut. Ich konnte mich im Stil von Sarah Neumann verlieren und habe die von ihr erschaffene Welt genossen. Die Handlung ist nicht die rasanteste, dennoch war sie mitsamt ihrer Idee völlig neu für mich. Ich habe Bekanntschaft mit dem Schicksal und dem Glück der Kobolde gemacht und freue mich diese Welt zu kennen. Vielleicht hat ja auch mir mal ein kleiner Kobold eine Portion Glück zukommen lassen…wer weiß?! Glück braucht es für meine Bewertung allerdings nicht, denn bei „Die Schicksalsseherin“ handelt es sich um ein solides und träumerisch schönes Fantasy-Werk, das viel Spaß macht und Raum zum Träumen lässt. Vier von fünf Spitzenschuhen gibt es von mir.



5. April 2016

Mein ganz persönliches Umzugschaos

Hallo ihr lieben Bücherfreunde!


Vielleicht hat sich der ein oder andere schon gewundert, dass hier in den letzten Tagen relativ wenig los war. Unwahrscheinlich...aber nur für den Fall ;) Das hat natürlich einen Grund. Normalerweise schiebe ich immer viel auf die Uni, diesmal allerdings stand etwas ganz Anderes in meinem Leben an: Ich bin wieder einmal umgezogen. "Wieder einmal" ist natürlich übertrieben, da sich die Umzüge in meinem Leben an einer Hand abzählen lassen, allerdings ist mein letzter erst anderthalb Jahre her. Naja, und wie ihr sicher wisst, bringt so ein Umzug immer eine Menge Strapazen mit sich.


Deshalb hier nur ein kleiner Update-Post. 


Ich weiß ja nicht, wie es euch dabei geht, aber ich persönlich hasse es Umzugskartons zu packen. Ich habe mich bis zum vorletzten Tag erfolgreich dagegen gewehrt, dass meine Bücher eingepackt wurden. Mal im Ernst: Wer will denn in einer Wohnung leben, in denen leere Regale stehen?! Es ist einfach ein trostloser Anblick, oder etwa nicht??? Selbst wenn das nur für ein paar Tage ist!  Also ich auf jeden Fall nicht, so dass meine Regale so ziemlich das Letzte waren, was leer geräumt wurde. Check! Trotzdem traurig...und erst die armen Bücher in ihren Kisten :(


Aber dann ging das Chaos ja erst richtig los. Kaum, dass die Regale in der neuen Wohnung wieder aufgebaut waren, häuften sich meine Probleme. Lasse ich die Sortierung wie bisher? Ordne ich all meine Bücher neu? Wie ist der neue Regalaufbau? Da meine Bücherregale in meiner alten Wohnung extrem verteilt waren, war es klar, dass so ziemlich nichts so bleiben würde wie es war. Und ich glaube das ist auch gut so.
Die ersten Möbelstücke, denen wieder Leben eingehaucht wurde, waren natürlich meine Bücherregale. Und abgesehen davon, dass die Reihen beieinander geblieben sind, war es das auch schon. Was haltet ihr von meiner neuen Ordnung? :) (Okay, ihr habt keinen Vergleich, aber lasst eure Fantasie spielen.)



Eine Freundin war beim Einräumen vor Ort (,die gar keine Ahnung von Büchern hat), die mir beim Sortieren versuchte zu helfen. Wir haben festgestellt, dass das neue System eine Mischung aus einer Regelhaftigkeit nach Autor, Farbe oder Genre ist. Mit anderen Worten: Alles steht da, wo meine Laune es in dem Moment haben wollte - ohne jegliches System. Aber vielleicht versteht ihr mich sogar ganz gut?! ;)



Jedenfalls hatte ich logischerweise in der letzten Woche kaum Zeit für meinen Blog, was sich nun wieder ändern soll (haha, natürlich beginnt gerade heute das neue Semester - yippie). Seit heute habe ich endlich auch einen Internetzugang in der Wohnung (, den mein Freund im Schweiße seines Angesichts einrichten konnte - okay, und mit Hilfe eines Technikers...:D ), so dass das kein Problem werden dürfte. Allerdings konnte ich damit auch endlich ein weiteres Problem beheben: 

ICH HABE EUCH VERMISST! 

Euch und eure schönen Blogs! Ich bin ja noch nicht ewig Mitglied dieser Community und trotzdem hat es mir wirklich gefehlt abends den Laptop auf dem Schoß zu haben und bei euch allen so rumzustöbern :) 
Also: Ich bin zurück!

Allerdings dürft ihr euch  nicht wundern, wenn mein Monatsrückblick und mein Neuzugänge-Post sehr spät kommen. Im Moment ist hier einfach noch unglaublich viel los. Ummelden, bohren, einräumen...ihr wisst schon. Aber auch ansonsten liegen noch einige Beitrage bei mir auf der To-Do-Liste. Ist ja nicht so, als wenn ich keinen Plan hätte ;)




In diesem Sinne und bis dahin :)

Wie kommt ihr mit Umzügen klar? Sortiert ihr eure Bücherregale regelmäßig neu? Seid ihr vielleicht auch erst kürzlich umgezogen?

Eure Julia