11. März 2017

Rezension [Hörbuch]: "Star Wars Episode I - Eine dunkle Bedrohung" von Terry Brooks


Titel: Star Wars Episode I - Eine dunkle Bedrohung
Autor: Terry Brooks
Sprecher: Philipp Moog
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 13,99€
Seiten: 319
Dauer: 10h 6m


„Möge die Macht mit dir sein“, „Viel zu lernen du noch hast, junger Padawan“ oder „Ich bin dein Vater, Luke“ sind Sätze, die meine Kindheit geprägt haben. Noch heute wende ich diese gern im Alltag an, wenn es mir passend erscheint. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen, habe Episode I-III im Kino gesehen und mich in diese Geschichte in der weit, weit entfernten Galaxis verliebt. Die Filme wurden zum Suchtmittel, zwei der Bücher habe ich verschlungen und mehrere Motive aus den Filmen fanden auch als Puzzle oder andere Merchandisingprodukte zu mir. Ich bin ein wahrer Fan und konnte deswegen am Hörbuch „Star Wars Episode I – Eine dunkle Bedrohung“ nicht vorbei gehen. Vielleicht liegt es an meiner Generation, aber vor allem Episode I und II hatten es mir immer angetan. Und obwohl ich das Buch von Terry Brooks vor Jahren gelesen habe, war dieses Hörbuch für mich noch einmal etwas ganz Besonderes. Dass Philipp Moog, der Synchronsprecher von Ewan McGregor, also Obi-Wan Kenobi, der Vorleser ist, ist die Kirsche auf der Sahne. Die 10 Stunden vergingen wie im Flug – ein Flug in eine andere Galaxis. Einfach umwerfend!

Inhalt


Der Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und sein Padawan Obi-Wan Kenobi werden beauftragt, Amidala, die junge Königin des Planeten Naboo, zu beschützen. Doch die Lage auf Naboo eskaliert, die beiden Jedi und Amidala müssen vor Kampfdroiden flüchten und auf dem Wüstenplaneten Tatooine notlanden. Dort lebt der Sklavenjunge Anakin Skywalker, dessen größter Traum es ist, ein Jedi-Ritter zu werden. Er besitzt ein ungewöhnlich starkes Bewusstsein für die Macht. Obi-Wan erkennt sofort, dass Anakin etwas Besonderes ist …

Meinung


Ich weiß nicht, wie oft ich „Star Wars Episode I – Eine dunkle Bedrohung“ schon gesehen habe. Sicher ist aber, dass ich mir den Film heute Abend wieder anschauen werde, denn das Hörbuch von Terry Brooks hat mich erneut in die fernen Planetensysteme entführt. Ich bin wie gefangen in dieser Welt und bin überaus traurig, dass das Hörbuch zu Ende gehen musste.
Entscheidet man sich für dieses Hörbuch, ist, man entweder ein hartgesottener Star Wars-Fan wie ich, oder man kennt Star Wars noch nicht. In einem anderen Fall macht es wenig Sinn, sich das Hörbuch anzuhören. Gehört man aber zu einer der beiden Kategorien, wird man begeistert sein. Natürlich fragt man sich, was schon Besonderes passieren soll – schließlich kennt man ja den Film. Das ist auch gerechtfertigt. Aber wie man sich schon denken kann, gibt es immer kleine, aber feine Unterschiede. Terry Brooks hat das Buch nach dem Drehbuch und dem Film von George Lucas geschrieben. Somit handelt es sich hier wirklich um eine Art Hörspiel, zumindest in dem Sinne, dass der Film noch einmal vor dem inneren Auge Revue passiert. Aber dieses Schauspiel gelingt überaus gut. Brooks hat viel Wert auf Details gelegt und beschreibt natürlich sehr viel mehr, als es in einem Film von Nöten ist. So konnte der Autor mich nur tiefer in die Welten von Tatooine und Naboo ziehen. Ich habe mich in diesen Welten zu Hause gefühlt. Und man bekommt ein neues Verständnis der Gedankenwelt der Figuren. Viele Gefühle und Emotionen werden genau beschrieben und diese kann man beim Film lediglich interpretieren. Natürlich hat man die bekannten Schauspieler vor Augen, was aber gewollt ist. Die Handlung ist ausführlicher, detailreich beschrieben und dennoch absolut spannend. Zu Beginn empfand ich wenige Formulierungen zu ausschweifend und altmodisch. Aber das legte sich und der Stil wird flüssiger. 
Ein großes Kompliment meinerseits geht auch an den Sprecher Philipp Moog. Ich bin ein großer Obi-Wan Fan und finde die Verkörperung von Ewan McGregor sehr gelungen. Moogs Stimme passt toll zu dieser Figur und sie ist sehr angenehm. Außerdem gibt es dem Hörer Sicherheit, indem er all die fremden Völker vorstellt und mit ihren komplizierten Namen und Bräuchen Klarheit schafft. Ich empfand Moog als sehr souverän und hatte seine schöne Stimme auch noch Stunden nach dem Hören im Kopf. Des Weiteren verstellt er seine Stimme den Charakteren gemäß und liest authentisch. Durch diesen Sprecher haben die Hörbuch-Produzenten einen klugen Schachzug hingelegt, denn er trägt die Geschichte. Ich weiß noch, dass ich das Buch von Terry Brooks früher etwas anstrengend fand und dieser Umstand wird durch das Vorlesen absolut genommen. 
Ich weiß nicht, ob ich groß auf die Handlung eingehen muss. Sie ist spannend, vielseitig und reißt den Hörer mit. Man hat immer die Bilder aus dem Film vor Augen und bekommt viele zusätzliche Informationen geliefert. Wirklich toll sind auch die rasanten Szenen dargestellt, wie etwa das Potracer-Rennen oder die verschiedenen Kämpfe am Ende. Ich liebe den Charakter von Amidala und Anakin. Tiefer in ihre Gefühlswelt einzutauchen, etwas von ihrer Innensicht zu bekommen, war wunderbar.

Fazit




Das Hörbuch hat mich entspannt und großartig unterhalten. Im Moment bin ich nur unglaublich traurig, Episode II nicht hier zu haben, die ebenfalls von Philipp Moog gelesen wird. Aber an diesem Umstand lässt sich ja etwas ändern. Das Ausgezeichnete an diesem Hörbuch ist tatsächlich das Lesen von Moog. Er haucht Episode I neuen Glanz und Leben ein und so kann der Hörer sich einfach mitreißen lassen und eine detaillierte und großartige Welt genießen. Ich vergebe volle 5 Spitzenschuhe und gehe dann mal zu meiner DVD-Sammlung, um einen bestimmten Film in den Player zu schieben. Möge die Macht mit euch sein!





Ein großes Dankeschön an den Randomhouse Audio Verlag für das schöne Rezensionsexemplar!


10. März 2017

Rezension: "Das Mädchen mit dem Löwenherz" von Jürgen Seidel


Titel: Das Mädchen mit dem Löwenherz
Autor: Jürgen Seidel
Verlag: cbj
Preis: 16,99€
Seiten: 384

Die meisten werden es mitbekommen haben: Wir feiern 2017 das Reformationsjubiläum – das Lutherjahr. Martin Luther, der Mann, in dessen Namen die Reformation auf der Weltbühne stattfand, ist seit Jahrhunderten tot. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte er seine 95 Thesen, die vor allem über den Ablasshandel berichteten. Dieses Ereignis gilt als der Beginn der Reformation. Es ist nichts Neues, dass zu solch geschichtlichen Ereignissen und Jubiläen auch die Literatur die passenden Geschichten und Bücher veröffentlicht. Ich mag diesen Trend. Als Geschichtsstudentin finde ich es wichtig, sich mit den verschiedensten Aspekten der Geschichte auseinanderzusetzen und die Literatur ist dabei ein schöner, wenn auch manchmal verherrlichender Weg. Natürlich gibt es auch die passende Freizeitlektüre zum Lutherjahr und das finde ich einfach großartig. Der Glaube und die Kirche sind Dinge, ohne die unsere Welt nicht zu erdenken ist. In der deutschen Geschichte ist kaum eine Instanz so wichtig gewesen, wie die Kirche. Das Thema ist vor allem im heutigen Kontext brisant und dennoch ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. 
Als ich von Jürgen Seidels Buch „Das Mädchen mit dem Löwenherz“ hörte, war ich Feuer und Flamme. Ich finde es relativ mutig, ein Jugendbuch im Kontext Martin Luthers zu schreiben und daher wagte ich mich nur zu gern an diesen Stoff. „Das Mädchen mit dem Löwenherz“  ist eine überaus interessante Lektüre! Es entführt den Leser in die Zeit der Reformation und gibt eine authentische und interessante Darstellung einer Gläubigen, die mit ihrer Gabe in einer schwierigen und gefährlichen Zeit zurechtkommen muss. Ich kann das Buch vor allem in diesen Tagen sehr empfehlen! Es ist wirklich lesenswert!


Klappentext


Als die 13-jährige Anna das erst Mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit miteinander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Waisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringt. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther!

Meinung


Das Buch ist ein Briefroman. Allein diese Art des Erzählens macht „Das Mädchen mit dem Löwenherz“ sehr interessant. Es gibt nicht mehr viele Briefromane, aber in diesem Kontext macht die Erzählform absolut Sinn. Anna schreibt Briefe an den großen Doktor Martin Luther. Sie schreibt aus einem geheimen Versteck und trägt ihm so ihre eigene und gefährliche Geschichte zu. Anfangs ist der Stil natürlich ungewohnt, aber ich habe mich sofort wohlgefühlt. Anna schreibt sehr gebildet, drückt sich gewählt aus und in jedem Brief ist die Allgegenwärtigkeit des Glaubens entscheidend. Auch hier fällt mir nur das Attribut interessant und auch beeindruckend ein. Die Erzählerin nimmt den Leser so mit, führt ihn langsam in ihre Welt ein und behält ihn gleich da. Jürgen Seidel hat als Autor einen sehr guten Job gemacht. Ich finde es immer aufmerksamkeitserregend, wenn ein Mann eine weibliche und junge Protagonistin wählt. Manchmal hat man das Vorurteil, dass das Feingefühl für die Figur nicht vorhanden sei. Das ist hier aber gar nicht der Fall. Seidel hat eine sehr authentische Protagonistin erschaffen, die feminin und stark ist. Das einzige, was ich am Stil zu bemängeln habe, ist die fehlende Außenperspektive. Man hat sich bewusst für die einseitige Erzählweise eines Briefromans entschieden, aber manchmal kann man Anna nicht folgen. Sie erzählt sehr selbstverständlich von vielen verschiedenen Würdenträgern der Kirche und ich persönlich verwechselte einige von ihnen. Hilfreich ist hier aber auch das Glossar, das am Ende zu finden ist. Hier werden kirchliche und längst vergessene Begriffe erklärt und auch dieses Vokabular macht die Geschichte so authentisch.
Anna erlebt sehr viel. Insgesamt erzählt das Buch einen Abschnitt von fast 10 Jahren aus Annas Leben. Anna ist ein gutes Mädchen, das sehr gläubig ist. Sie besitzt eine besondere Gabe, die sie als „Wolkenauge“ bezeichnet. Ihr Wolkenauge bewirkt, dass sie einen Text nur einmal lesen muss und er bleibt für immer in ihrem Gedächtnis. Diese Fähigkeit ist für gewisse Leute natürlich von großem Nutzen und geeignet für Spionagetätigkeiten. Und gleichzeitig kann man sich nicht sicher sein, ob es nicht doch eine Gabe des Teufels ist. Wie bereits erwähnt, ist der Glaube allgegenwärtig und das ist auch gut so. Im Mittelalter legten die Menschen ihr gesamtes Leben auf den Glauben aus – ein Zustand, den man sich heute kaum noch vorstellen kann. Anna in diese Welt zu folgen ist eine wunderbare Erfahrung und ich hatte dabei sehrt viel Spaß. So, wie ich es beurteilen kann, sind die historischen Ereignisse korrekt und nicht widersprüchlich dargestellt. Man erfährt sehr viele Dinge aus dem Leben Martin Luthers, seiner Familie und über die Würdenträger der katholischen Kirche. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang das Ende, das mir gut gefiel. Man sollte auch immer aufpassen, Luther nicht zu verherrlichen, denn er hatte nicht nur gute Seiten. Mir gefällt die Art, wie Seidel mit seiner Biografie umgeht und im Nachwort erklärt er den Ausgang des Buches plausibel. Der Zeitgeist wurde gut erfasst! Man kann mit dieser Lektüre lernen und wird zum Hinterfragen aufgerufen. Nach dem Lesen ist man noch immer von Annas Geschichte berührt und zieht notwendigerweise den Vergleich zum eigenen Leben heran.
Die Geschichte hat natürlich spannende und intrigante Züge. Als „Thriller“ kann man es dennoch nicht betiteln. Es ist eine spannende Jagd und Anna hat viele Feinde, dennoch hat man an einen Thriller andere Erwartungen. Noch ein paar Sätze zu den Nebenfiguren: Anna schreibt von vielen wichtigen Menschen. Für manche von ihnen entwickelt man ein Gespür. Besonders wichtig sind Johanna, Till oder auch Irm, natürlich aber auch Zangl und Wichard. Wie ich bereits sagte, fehlt hier eine andere Perspektive als die Annas.‘ Dementsprechend fand ich es sehr schade, wenn Freunde verstorben sind und dies in nur wenigen Sätzen dargestellt wurde. Das nahm dem Ganzen die Emotionalität. Andererseits musste es ganz genauso erzählt werden, denn Anna schreibt an Martin Luther – und was interessiert es ihn, ob sie Weggefährten verloren hat? Dieser kleine Minuspunkt ist also eigentlich doch ein Pluspunkt.


Fazit



Ich habe „Das Mädchen mit dem Löwenherzen“ gerne gelesen und den Buchdeckel mit einer gewissen Ruhe geschossen. Jürgen Seidel hat mich in eine andere Zeit mitgenommen, in der andere Werte von Bedeutung waren. Ich fand diesen Besuch der Reformationszeit absolut gelungen, authentisch und interessant. Anna ist eine gute Protagonistin, auch wenn man nur bruchstückhaft etwas über sie erfährt. Die eingegrenzte Perspektive des Briefromans erschwert manchmal das Verständnis der Geschehnisse. Ansonsten ist die Geschichte aber spannend und wunderbar geschrieben. Man lernt etwas beim Lesen und das ist ein wichtiger Punkt bei solch geschichtsträchtigen Jubiläumsbüchern. „Das Mädchen mit dem Löwenherz“ ist ein wirklich tolles Buch, für das ich 4 Spitzenschuhe vergebe.




Vielen Dank an den cbj-Verlag für das wundervolle Rezensionsexemplar!

6. März 2017

Blogtour Melody of Eden: And the winner is....

Hallo ihr Lieben!


Die Blogtour zum neuen Buch von Sabine Schulter "The Meoldy of Eden - Blutwächter" ist vor Kurzem zu Ende gegangen. Wie ihr vielleicht wisst, war ich an dieser Blogtour beteiligt und daher darf ich nun die glücklichen Gewinner bekannt geben :)

Gewonnen haben...


Platz eins:


Bettina Hertz



Platz zwei:


Nadja Schreiber



Platz drei:


Britta Auderer


Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! 


Bitte meldet euch bei der Autorin! Solltet ihr noch Fragen haben, gerne auch an mich ;)


Liebst,
eure Julia

5. März 2017

Mein Monatsrückblick: Februar

Hallo ihr Lieben!



Hier kommt mein Monatsrückblick aus dem Februar. Er ist wie immer ein bisschen verspätet dran, aber dieses Mal war der Monat ja auch überaus kurz. Wer kann das einem schon verübeln. Also, was gab es so?
Der Februar war für mich ein sehr anstrengender Monat, in dem ich auch nicht viel zum Lesen kam. Im Sommer muss ich meine Masterarbeit abgeben und wie das so ist, muss eine Masterarbeit empirisch sein. Das bedeutet, dass ich selbst etwas erforschen muss und so etwas benötigt Zeit. Da ich auf Lehramt studiere, muss meine Forschung auch noch etwas mit Schule zu tun haben, was das Ganze noch anstrengender macht. Aber was soll ich so weit ausholen. Ich schreibe meine Arbeit über eine Rechtschreibuntersuchung zur Goß- und Kleinschreibung und musste dafür in vier Klassen eine Studie durchführen. Das war sehr vorbereitungs- und zeitaufwendig. Nun hatte ich das Glück, bereits eine Schule zu finden, die mich die Durchsuchung schnell machen ließ. Und das ist gar nicht so selbstverständlich. Also war ich zwei Wochen lang als Lehrerin aktiv und sammelte fleißig meine Ergebnisse. Das hat Spaß gemacht, hat mich aber auch körperlich und geistig in Anspruch genommen. Ich weiß nicht, vielleicht sollte ich mir noch mal überlegen, ob ich wirklich Lehrerin werden will. Schon krass, was so in der Schule abgeht ;) Lange Rede, kurzer Sinn: Nach dem Unterricht war ich ganz schön fertig und wollte eigentlich nichts mehr lesen. Außerdem bin ich danach auch noch krank geworden. Yippieh. Musste ja so kommen. Aber was soll's. Mein Februar war also nicht so klasse, wenn ich auf meine Bücher zurückblicke. Ich hoffe, dass das im März besser wird, allerdings muss ich jetzt eben auch anfangen mal langsam was zu Papier zu bringen, wenn ich die Arbeit dann irgendwann mal fertig haben will. Wir werden sehen, was die Zeit so bringt.

Ansonsten gab es nicht so viel. Ich bin im Moment sehr zufrieden (, wäre ich nicht so viel krank). Meine Formation hat wieder die erste Hip Hop Meisterschaft hinter sich gebracht und das sogar bravourös. Ich bin jedenfalls super zufrieden! :)

Und jetzt zu den Büchern:




Insgesamt habe ich 7 Bücher im Februar gelesen


Colours and dreams - Kirsten Greco (311 Seiten) [Rezension]

P.S. I still love you - Jenny Han [Hörbuch] (336 Seiten) [Rezension]

Eleanor - Jason Gurley (416 Seiten) [Rezension]

Young Sherlock Holmes: Eiskalter Tod - Andrew Lane (352 Seiten) [Rezension]

Die rote Königin- Victoria Aveyard (512 Seiten) [Rezension]

Melody of Eden: Blutwächter - Sabine Schulter (351 Seiten) [Rezension]

Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater (424 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 2702


Wie ich bereits angerissen habe, hatte ich eine kleine Leseflaute. Eigentlich verdient sie diesen Namen gar nicht, aber meine Motivation zu lesen, war wirklich gering. Hinzu kam, dass die Bücher, die ich zu Anfang des Monats hatte, mich auch nicht umhauen konnten. Das kam dann erst zu Ende des Monats. Meine Highlights waren auf jeden Fall "Die rote Königin" und "Meloldy of Eden - Blutwächter". Zu letzterem habe ich ja auch bei der Blogtour mitmachen dürfen und es hat super viel Spaß gemacht. Umso mehr freut es mich, dass ich das Buch wirklich klasse fand! Eine tolle und rasante Fortsetzung, die besser ist als sein Vorgänger. "Die rote Königin" war ein Buch, das ich schon länger im Regal stehen hatte und das ja sehr hoch gelobt wurde. Ich bin froh, dass auch ich auf diesen Zug aufsteigen kann, denn mich hat diese Geschichte ebenso mitgerissen; ein tolles Buch!

Ebenfalls verzaubert hat mich das Hörbuch "P.S. I still love you". Es startet zwar langsam, gewinnt dann aber wieder seinen altbekannten Charme. Ich liebe die Geschichte um Lara Jean und Peter einfach. Mal gucken, was im dritten und letzten Teil wartet.
Ganz okay waren die Bücher "Colours and dreams", "Nach dem Sommer", "Eleanor" und "Eiskalter Tod". Somit gibt es keine Flops, aber alle vier konnten mich auch nicht komplett mitreißen. "Eleanor" ist sehr verwirrend und strange, dazu noch dramatisch. Am Ende gefiel es mir besser, als ich erwartet hatte, aber es ist ein wirklich kompliziertes Buch. "Eiskalter Tod" war ein guter Krimi, der aber noch seien Schwächen hat und außerdem waren meine Erwartungen nicht gering. So ist das als Sherlock Holmes Fan eben. Das Buch "Colours and dreams" war schön, überzeugte mich aber mit der Liebesgeschichte nicht so sehr. Dennoch ist es seichte Lektüre, die gerade im Sommer für Entspannung sorgen kann - ein schöner Roadtrip. Bleibt noch "Nach dem Sommer", das letzte Buch des Monats. Ich liebe Maggie Stiefvater, aber mit diesem Auftakt konnte sie mich nicht in ihren Bann ziehen. Ich weiß auch nicht, vielleicht bin ich für diese Art Jugendbuch schon zu alt. Wirklich schade. Nette Geschichte, aber mehr auch nicht.



Insgesamt bin ich mit meiner Leseleistung doch sehr zufrieden, wenn man die Umstände bedenkt. Mehr hätte ich neben dem ganzen Unterricht wirklich nicht schaffen können. Ich hoffe, dass mich die Bücher im März wieder alle überzeugen können, andererseits gab es auch kein Buch, das floppte, also war der Februar doch erfolgreich. 
Bisher startet der März auch nicht so toll, da ich wieder seit einer Woche mit einer fiesen Grippe im Bett liege. Ich musste sogar mein Training absagen und das tue ich eigentlich nie. Also drückt mir die Daumen, dass ich bald wieder kerngesund bin ;)


Was gab es bei euch so? Wie war der Februar? Hattet ihr ein absolutes Lesehighlight?

Eure Julia

4. März 2017

Rezension: "Witches of Norway - Monddunkelzeit" von Jennifer Alice Jager


Titel: Witches of Norway - Monddunkelzeit
Autor: Jennifer Alice Jager
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 353

Vor einer Weile begann ich die „Witches of Norway“-Reihe von Jennifer Alice Jager zu lesen. Ich kannte bisher noch nichts von der Autorin, hatte aber schon viel Positives gehört. Mit dem ersten Teil der Trilogie konnte sie mich absolut begeistern. Der zweite Teil war dann leider etwas schwächer und nun wartete das Finale auf mich. Meiner Meinung nach hat Jager eine relativ komplexe und auch komplizierte Geschichte niedergeschrieben, bei der man mit Aufmerksamkeit verweilen sollte. Tut man dies aber, ist „Monddunkelzeit“ ein gelungener Abschluss, der die Erwartungen voll erfüllt. Etwas verwirrend, aber auch emotional und packend. Ein tolles Finale!

Klappentext


Noch immer kann Elis den Zauber der Zeit nicht kontrollieren. Auf der Flucht vor den Schattenbringern landen sie und Kjell im Norwegen des 17. Jahrhunderts – eine Zeit, die viele Gefahren birgt, denn Magie gilt hier als Teufelswerk. Gefangen zwischen Liebe und Furcht, Zukunft und Vergangenheit versucht sie den Magierbund der Schattenbringer aufzuhalten. Doch jede falsche Entscheidung könnte ihr ganzes Leben in Dunkelheit stürzen und auch das derer, die sie liebt. Dabei weiß sie nicht einmal, für wen ihr Herz wirklich schlägt. Ihre intensiven Gefühle für Kjell und die enorme Anziehungskraft, die der Hexenmeister Stian auf sie ausübt, bringen Elis fast um den Verstand. Doch genau diesen braucht sie, um ihre Feinde zu besiegen...


Meinung


Meine Erwartungen an das Finale der „Witches of Norway“-Reihe waren hoch. Ich habe mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem zweiten Teil gerechnet. Und zum Glück traf das auch ein. Wenn man mit dem Lesen beginnt, wird einem zuerst einmal klar, wie viel man schon mit den Protagonisten durchgemacht hat und was überhaupt schon alles geschehen ist. Das ist nicht ganz unwichtig, denn dieses Buch ist vielschichtig. Wie man schon erwarten kann, werden die Zeitreisen noch intensiver und ausschlaggebend. Das Buch beginnt im 17. Jahrhundert, spielt in der Gegenwart und dann wieder in einer unbekannten Zeit. Man muss aufmerksam bleiben und der Handlung richtig folgen, damit man am Ende nicht völlig verständnislos dasteht. Denn ich muss zugeben, dass auch ich an einem bestimmten Punkt nicht mehr ganz wusste, was jetzt Vergangenheit und was Gegenwart ist. Was ist schon passiert, was wird noch passieren? Was definitiv passiert, ist dass die Autorin den Leser wieder in ihren Bann zieht. 
Das Buch beginnt unmittelbar, was mir gut gefiel. Man kennt die Figuren, die Geschichte, die Komplexität. Mir gefiel das Ende des letzten Teils gar nicht, umso glücklicher war ich, dass sehr direkt an die Handlung angeknüpft wird. Und die ist spannend. Insgesamt ist das Tempo von „Monddunkelzeit“ extrem hoch. Es passiert so gut wie immer etwas, die Geschichte dreht sich um 180°, nur um wieder zurückzugehen. Die ganze Zeit über herrscht Spannung und zum Teil auch rasante Action. Elis beginnt endlich, alles zu verstehen und wird zu der Hexe, die sie von Anfang an sein konnte. Ihre Entwicklung in der gesamten Reihe gefällt mir wirklich gut. Sie ist sympathisch und stark. Manchmal war sie mir ein bisschen zu stark, aber im Grunde sind ihre Eigenschaften authentisch. Sie trägt die Handlung gut und der Leser leidet mit ihr. Mein großer Liebling war immer Stian. Dass er mehr als nur eine Seite hat, war schnell klar. Doch nun kommt noch sehr viel mehr ans Licht und das zu ertragen war nicht ganz leicht. Doch die Autorin schafft es gut, die Geschehnisse darzustellen und lässt wenige Interpretationsmöglichkeiten. So schafft sie es, die aufgebauten Emotionen in einem gewissen Rahmen zu lenken. Das klingt jetzt vielleicht manipulativ, gemeint ist aber das Gegenteil. Moral spielt in diesem Buch eine große Rolle und wie moralisch man selbst handelt und denkt, ist jedem überlassen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen den Brüdern Kjell und Per. Sie ist sehr viel wichtiger, als man zu Beginn noch glauben mag. Hinzu kommt der Konflikt aus der Gegenwart zwischen den Schattenbringern und den Andersons. Welche Rolle spielt Luc und warum wollen die Schattenbringer ihn haben? Ihr merkt schon: Fragen über Fragen. Doch alle werden am Ende beantwortet. Und das liebe ich an Reihenabschlüssen – die Klarheit. 
Das Buch hat eine Menge zu bieten. Nicht nur Konflikte und Geheimnisse stehen auf der Tagesordnung, sondern auch Liebe. Elis ist sich über ihre Gefühle noch nicht ganz im Klaren, doch die Liebesgeschichte zwischen Kjell und ihr nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Die langsame Entwicklung ist gelungen und so gibt es auch viel fürs Herz. Ich finde, dass Jennifer Alice Jager es schafft, die vielen ausgelegten Schlingen sinnvoll zuzuziehen. Man muss, wie ich betonen will, wirklich aufpassen, dass man nicht zu verwirrt ist. Denn am Ende machte eben doch alles einen Sinn. Doch bis sich dieser erschließt kann es dauern. 
Der Schreibstil gefällt mir noch immer gut. Er ist anschaulich und lebendig. Man kommt gut durch die Geschichte und bekommt zusätzlich noch die schöne Kulisse Norwegens geboten. Außerdem finde ich, dass das Thema der Hexen sehr anschaulich und gut erzählt wird. Ich konnte mir die Rituale immer gut vorstellen und wurde durch die Autorin in eine andere Welt entführt. In diesem Buch müssen auch Verluste hingenommen werden und das macht die Geschichte realer. Die fiese Andeutung am Ende des Buches hätte nicht nötig getan. Was soll ich denn jetzt denken?!

Fazit




Ich bin mit „Monddunkelzeit“ absolut zufrieden, auch wenn ich die Gefahr der Verwirrung benennen will. Folgt man aber aufmerksam und lässt sich von der Geschichte fesseln, warten viele gelüftete Geheimnisse am Ende des Tunnels. Intrigen, Macht, Liebe und Familie – all dies sind Themen, die in der „Witches of Norway“-Reihe zählen. Die junge und sympathische Elis hat viel ertragen und bringt ihre Geschichte zauberhaft zu Ende. Für eine tolle und mitreißende Handlung, gut ausgearbeitet Figuren und einen lebendigen Schreibstil vergebe ich 4,5 Spitzenschuhe. Der kleine Abzug kommt durch die Stellen, die mir zu unklar waren. Dennoch ist das Buch wohl das beste der Reihe. Bleibt nur zu sagen: lasst euch verzaubern.


2. März 2017

Meine Neuzugänge: Februar

Hallo ihr Lieben!


Ach ja, die lieben Neuzugänge. Inzwischen bin ich leider so weit, dass ich Angst vor diesen Posts habe. Mein armer Karli wird immer größer und er macht mich dafür verantwortlich. Und das auch noch zu Recht. Also hoffe ich, dass in Zukunft in diesen Posts möglichst wenig Bücher vorkommen. Tja...das tun sie aber leider nicht und wenn ich mich nicht ernsthaft bessere, werden sie es auch nie. Ich habe schon wieder viel zu viele Neuzugänge zu verzeichnen und das macht mich eher traurig, als glücklich. Aber ich kann einfach nicht widerstehen. Es ist eine Sucht. Zum Glück bin ich hier unter Gleichgesinnten...Also betrachten wir doch mal meine Sünden des Monats:




Es sieht gar nicht so viel aus, aber acht Bücher sind trotzdem zu viel. Zwei sind übrigens nicht auf dem Bild, da es bei nur einem Reader meistens nicht funktioniert, mehrere Cover zu zeigen ;)

Also, was gab es Neues?



Zuerst einmal sei da "Meoldy of Eden - Blutwächter" genannt. Der zweite Teil der Vampirreihe ist bereits gelesen, denn ich gehörte zu den Vorablesern. Es ist ein wirklich tolles Buch und ich kann diese Reihe nur empfehlen! Auch ansonsten bin ich beim Dark Diamonds Verlag hängen geblieben. "Witches of Norway  - Monddunkelzeit" wird im Moment von mir gelesen und "Colours and dreams" habe ich bereits gelesen. Ich weiß auch nicht...ich lese die Klappentexte, ich kann mich nicht zurückhalten...und schwups...sind die Bücher auf dem Reader. Wenn wir schon im Verlagshaus Carlsen sind, kann ich auch gleich meine nächste Sünde "Chaoskuss" beichten. Das Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste und es war im Kindle-Deal...also hey.

Bleiben noch vier. "Das Mädchen mit dem Löwenherzen" hab ich vom großartigen Bloggerportal bekommen und es wird ganz bald gelesen. Es ist ein Thriller aus der Zeit Martin Luthers und das finde ich total spannend! Und dann wären da noch die drei Bücher, die ich bei der letzten Mängelexemplar-Aktion von Thalia mitgenommen habe. Karli hat sich über diese drei Bücher bereits in seinem letzten Interview geäußert, daher muss ich gar nicht mehr so viel sagen. "Der Vorleser" ist ein Klassiker, den ich noch nicht kenne und mich daher freue. "Young Sherlock Holmes Teil fünf" hat einfach ein zu cooles Thema, um es nicht mitzunehmen und der 11, Teil der "House of night"-Reihe wurde gekauft, weil ich ihn sicher eines Tages brauchen werde...

Yeah...


Ihr seht schon, nicht alle Neuzugänge waren unbedingt nötig, aber im Moment des Kaufes erschien es mir doch unabdingbar. Ach ja, so sind wir Büchersüchtigen wohl...vielleicht kann mich der ein oder andere von euch ja verstehen ;)


Wie siehts bei euch aus? Was gab es im Februar Neues? Kennt ihr einen meiner Neuzugänge?

Eure Julia

1. März 2017

Rezension: "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater


Titel: Nach dem Sommer
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: Script5
Preis: 18,90€
Seiten: 424

Jeder hat seine außergewöhnlichen Lieblingsbücher, die einen besonderen Zauber besitzen. Auch ich. Eines meiner Phänomene ist „Rot wie das Meer“ von Maggie Stiefvater. Diese Geschichte hatte mich beim Lesen absolut mitgenommen. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Wolf-Reihe dieser Autorin auf meine Wunschliste wanderte. Nun hatte ich den ersten Teil „Nach dem Sommer“ tatsächlich schon Jahre in meinem Regal stehen – ungelesen. Obwohl ich Maggie Stiefvater für Stil und Idee grundsätzlich verehre, hat mich dieses Buch doch ein bisschen enttäuscht. Es kommt keinesfalls an „Rot wie das Meer“ heran, sondern bleibt ein wenig hinter seinen Möglichkeiten. Es ist ein nettes Jugendbuch, von dem ich mir mehr erhofft hatte.

Klappentext


Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.
Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

Meinung


Wölfe sind ein beliebtes Fantasythema und ebenfalls ein gutes Thema für eine Jugendbuchreihe. Um die wilden Wölfe tummeln sich viele Mythen, daher ist der Stoff dieses Buches gut gewählt. Man kann an die Mythen glauben und die Thematik wird somit nicht unauthentisch  Ich weiß gar nicht genau, was mich an diesem Buch gestört hat. Aber definitiv konnte es mich nicht für sich gewinnen. Mir ging alles ein bisschen zu schnell, ein bisschen zu tief, ein bisschen zu unspektakulär.
Grace ist ein nettes Mädchen. Aber abgesehen davon, konnte auch sie mich nicht beeindrucken. Sie wurde als junges Mädchen von Wölfen angegriffen, hat seitdem aber eine Faszination für die Tiere. Grace weiß, dass es ein Geheimnis um die Wölfe gibt, doch welches, das weiß sie nicht. Aber sie erkennt ihren Wolf. Denn so strange es auch klingt, verliebt sie sich in einen Wolf. Dieser Wolf ist natürlich eigentlich ein Mensch, aber so ganz bin ich den Gedanken nie losgeworden. Die Liebesgeschichte des Buches ist niedlich. Und auch der männliche Part davon gefiel mir ganz gut: Sam. Der schüchterne und starke Junge ist ein guter Charakter, der noch nicht alle Facetten gezeigt hat. Die Chemie zwischen ihm und Grace stimmt. Aber mitreißen konnten die beiden mich leider nie. Ich fühlte mich eher wie ein neutraler Beobachter. Die Szenen zwischen den beiden Protagonisten sind nett und auch ich konnte ihre Liebe und die tiefe Verzweiflung, die mit seinem Wolfsdasein einhergeht greifen. Dies ist tatsächlich die tragische Komponente der Geschichte und man möchte wissen, wie es ausgeht. Nachdem ich das nun aber weiß, habe ich leider nicht einmal das Bedürfnis, den zweiten Teil zu lesen. Man könnte das Buch durchaus als abgeschlossen betrachten. 
Die Nebenfiguren sind gut. Ich mochte Grace Freundin Olivia und auch die abgehobene Isabel. Bei ihr konnte man einen wahren Wandel beobachten, der der Geschichte guttut. Im Grunde geht es aber die meiste Zeit um Grace und Sam. Sie beide erzählen die Geschichte und die Perspektiven sind gut. Man kann sie unterscheiden und sie bringen Abwechslung. Ein besonderer Pluspunkt ist der Zusatz zu den Kapiteln. Unter dem Namen steht nämlich immer die Gradzahl, die gerade herrscht und das ist für die Geschichte nicht unwichtig. Solch kleine Details sind es, die Maggie Stiefvaters Bücher zu Schätzen machen. Der Schreibstil ist auch in diesem Buch gut. Manchmal schweift die Autorin allerdings weit weg und die Geschichte zieht sich. Spannend ist die Länge der Kapitel. Es hat mir gefallen, dass sie mit ansteigendem Tempo kürzer werden. Maggie Stiefvater ist einfach eine Autorin, die es drauf hat. Nur leider hat sie in diesem Buch nicht alles gezeigt.
Die Handlung an sich enttäuschte mich ebenfalls ein wenig. Es geht um die Liebesgeschichte und all die damit verbundenen Probleme. Insgesamt waren es mir einfach zu viele Probleme bei etwas, das mich eben nicht mitriss. Versteht mich nicht falsch. Das Buch lässt sich schnell lesen und unterhält den Leser gut. Tatsächlich habe ich viel an Wölfe in den letzten Tagen gedacht. Aber das gewisse Etwas hat einfach gefehlt.


Fazit



„Nach dem Sommer“ blieb leider hinter meinen Erwartungen zurück. Die Charaktere sind gelungen, doch identifizieren konnte ich mich mit ihnen nicht. Auch die Liebesgeschichte ist süß. Als Grundlage für ein solches Buch ist sie allerdings ein bisschen dürftig. Mir fehlte in dieser Mischung das gewisse Etwas, weshalb ich nur drei von fünf Spitzenschuhe vergeben kann. Doch ob man Spitzenschuhe im Wald auch so gut gebrauchen könnte?!