31. Dezember 2025

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #96 mit Jahresrückblick

Hallo ihr Lieben!


Wow! Sollte ich es schaffen, diesen Post noch heute zu beenden, dann habe ich doch tatsächlich am letzten Tag des Jahres 2025 noch etwas gepostet. Wuhu! Karli wäre es zu gönnen.
Allerdings ist mein Zeitguthaben begrenzt...Unser Kleiner schläft gerade vor meinem Bauch in der Trage und der Große ist mit Papa einkaufen. Diese kleine Ruhephase wird nicht lange dauern, also nutze ich die Zeit. Und da sich der Tag ja anbietet, nutze ich den SuB-Post mal gleich für einen kleinen Jahresrückblick.
Bevor ich aber allgemein resümiere, hier noch ein paar Eindrücke aus dem Dezember.
Weihnachten war dieses Jahr interessant. Da unser älterer Sohn bald drei wird, hat er dieses Weihnachten natürlich ganz anders wahrgenommen als die letzten. Das betraf schon die ganze Vorweihnachtszeit. Mit Kindern macht es wirklich noch mehr Spaß. Adventskalender, Kekse backen oder der Adventskranz machen so viel mehr Sinn, wenn man das Leuchten in den Kinderaugen sieht. Klingt abgedroschen, ist aber so. Der ganze Dezember verging wie im Flug und dann war am 24. auch schon der Weihnachtsmann da. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn dieses Jahr hatten wir den ersten Besuch vom Mann in rot. Es war wirklich super schön! Auch die restlichen Festtage waren angenehm. Für meinen Geschmack war nur etwas wenig los. Sonst sehe ich am 24.12 immer meine gesamte Familie in Etappen, was dieses Jahr anders war. Dadurch fehlte mir ein bisschen. Obwohl man diese Treffen dann noch nachgeholt hat, war es irgendwie nicht das selbe. Außerdem zog es sich ein wenig, da wir auch am Wochenende nach Weihnachten noch Familienbesuche machten. Aber gut. Am Ende des Tages hat unser Großer den Zauber von Weihnachten zelebriert und auch ich habe sehr schöne Geschenke bekommen - übrigens gar nicht mal so viele Bücher ;) Nur als kleine Entwarnung für Karli.
Ansonsten hatten wir im Dezember unsagbar viele Termine, die die Zeit aber sehr schön machten. Wir waren viel unterwegs mit den Kindern, haben Freunde besucht und vor allem haben wir unseren ersten Familienurlaub zu viert gemacht. Wir waren für ein paar Tage im Harz, was super schön war! Auch wenn es mit zwei kleinen Kindern deutlich weniger Saunagänge oder geschaffte Bücher am Ende eines Urlaubs sind als früher. Abstriche muss man wohl hinnehmen, schätze ich...

Kein besonders gelungener Übergang, zu meinem kleinen Jahresrückblick, aber was solls. 
Als ich vor ein paar Tagen eine Rezension hochlud, verlor ich mich ein wenig in alten Posts. Das kennt ihr sicher. Ich war ein bisschen schockiert, als ich meine alten Monatsrückblicke gesehen habe. So krass. Als ich studiert habe, habe ich einfach pro Monat über 2000 Seiten gelesen, manchmal sogar 4000. Das waren immer um die 10 geschaffte Bücher im Monat. Ich bin wirklich fassungslos, wenn ich da so drüber nachdenke. Da sieht man mal, wie krass sich das Leben innerhalb einiger Jahre ändern kann. Aber wie meine Oma immer so schön sagt: Für alles gibt es im Leben die richtige Zeit. Meine Studentenjahre habe ich definitiv fürs Lesen genutzt. Und nun stehen eben meine Kinder im Mittelpunkt :) Das heißt aber natürlich nicht, dass ich nicht mehr gerne lese. Nur eben deutlich weniger. Mein Studenten-Ich hätte die Bücher, die ich im gesamten Jahr 2025 geschafft habe, in drei Monaten gelesen. Egaaaal...
Insgesamt habe ich nämlich 31 Bücher gelesen. Traurig, ich weiß. Davon waren lediglich sechs Hörbücher. Letztes Jahr hatte ich 36 Bücher gelesen, davon 13 Hörbücher. Man könnte also sagen, ich habe weniger gehört als letztes Jahr und etwas mehr gelesen :D
Meine Jahreshighlights waren definitiv Folgende:



  



"Die Tribute von Panem- Der Tag bricht an" überrascht wohl niemanden. Es ist ein wahnsinnig gutes Buch und ich freue mich schon so, wenn der Film nächstes Jahr erscheint. Die Geschichte von Katniss und Peeta hat meine Jugend einfach so sehr geprägt, dass die Panem-Bücher wohl immer zu meinen Lieblingsbüchern gehören werden. Dieses reiht sich also ein. 
Natürlich muss auch ein Klassiker unter den Highlights sein. Dieses Jahr "Überredung" von Jane Austen. Es hat mich wirklich überrascht, dass es mir so gut gefallen hat. Doch das hat es!
Überrascht hat mich auch "Ein bisschen Romantik, bitte!" Das ist mein E-Book Vertreter dieses Jahr. Ich habe es seit Jahren auf dem Kindle gehabt. Und ganz ehrlich? Das Cover und der Titel sind eher schwach. Deswegen war ich so verwundert, dass die Geschichte mich so mitgerissen hat. Ich kann sie wirklich nur empfehlen! Außerdem hat das Buch es geschafft, dafür zu sorgen, dass ich gerade am Ende des Jahres wieder mehr gelesen habe. Ich wühle mich langsam durch meine Ebooks, denn ich habe mir angewöhnt, während des Stillens mit der Kindle-App zu lesen. Zumindest, wenn ich die Ruhe dafür habe und der Große nicht neben mir rumturnt. Das hat bisher gut funktioniert, denn ich habe schon drei Ebooks vom Stapel seit Oktober verabschiedet!
Schon letztes Jahr war "Check and mate - Zug um Zug zur Liebe" unter meinen Highlights. Letztes Jahr hab ich dieses grandiose Hörbuch gehört. Und da es mich so gefesselt hatte, habe ich mir auch das Paperback noch zugelegt. Das habe ich nun dieses Jahr gelesen und es hat mich einfach wieder genauso umgehauen. Schon krass. Es gehört also auch auf die Liste. 
Und zu guter Letzt mein Hörbuchhighlight: "The irresistible Urge to fall for your enemy". Schlimmer Titel, geiles Buch! Ich freue mich schon extrem auf den nächsten Teil!

Insgesamt waren meine Buchtitel dieses Jahr eigentlich sehr gut. Drei Bücher haben mir nicht so gefallen, aber der Rest war gut. Highlights sind es zwar auch wirklich nur diese fünf. Da ich aber auch nur 31 beendet habe, sollten es wohl auch nicht mehr sein ;)

Und natürlich muss ich noch mein ganze persönliches Jahreshighlight hier benennen: Die Geburt unseres zweiten Sohnes. Er kam Ende Juli zur Welt und ist jetzt einfach schon fünf Monate alt. Das kann ich immer noch nicht ganz fassen. Das Familienleben zu viert ist natürlich anstrengend, aber tatsächlich so viel schöner als zu dritt. Ich würde es also immer wieder genauso machen.
Insgesamt hatte ich ein sehr schönes Jahr 2025. Ich bin schwanger in das Jahr gestartet, habe noch ein halbes Jahr lang unterrichtet und viel Spaß mit meinen Klassen gehabt. Dann kam unser zweites kleines Wunder und seitdem ist der Alltag natürlich wieder ein vollkommen anderer. So langsam komme ich auch körperlich wieder in den Status, Sport zu machen und dann kann es 2026 wieder losgehen :) Ich hatte viel Zeit mit meiner Familie, mit Freunden und anderen lieben Menschen. Es gab in unserer Familie in diesem Jahr keine schlimmen Ereignisse und deshalb werde ich mich immer gern an 2025 zurückerinnern!

Ob das aber auch für Karli gilt? Es wird Zeit, das herauszufinden. Schaut unbedingt auch bei Melli vorbei, die diese wunderschöne Aktion inzwischen leitet. Danke!


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo ihr Lieben! Unglaublich, ich komme 2025 doch wirklich nochmal zu Wort. Gemeinsam mit Julia habe ich gerade nachgesehen. Letztes Jahr haben wir es 2024 nicht mehr geschafft, dafür aber am 1.1.25. Es wird gleich spannend, zu vergleichen, in welchem Jahr ich mit mehr Büchern gestartet bin. Hat Julia 2025 einen Abbau geschafft? Mal sehen.
Für mich waren die letzten zwei Monate eigentlich recht erfolgreich. Wie Julia eben angerissen hat, liest sie im Moment sehr regelmäßig Ebooks. Das sorgt jetzt nicht für einen immens großen Abbau, aber die Regelmäßigkeit erfreut mich trotzdem. Man muss schon ehrlich sein. Meiner Besitzerin ist es im Moment definitiv wichtiger, Sport zu machen. Wenn die Kinder also im Bett sind, macht sie oft Sport und stiefelt dann in die Badewanne. Da wird zwar gelesen. Doch wenn sie dann wieder auf dem Sofa sitzt, ist sie vom Tag so kaputt, dass sie oft einfach einschläft, sobald sie das Buch wieder zur Hand nimmt. Oder sie lässt es gleich. Naja, so ist wohl der Lauf des Lebens :D
Jetzt habe ich aber doch wieder recht viel über Julia gesprochen, statt über mich. Wie gesagt - mir geht es eigentlich recht gut. Mal schauen, ob die Zahlen das auch belegen. Also im Oktober war ich 136 Bücher groß. Nun, im Dezember und nach Weihnachten sind es...Trommelwirbel...138! Schnüff. ABER! Am 1.1 des Jahres war mein Stand 142 Bücher. ERGO: ICH BIN KLEINER GEWORDEN! Nur um vier Bücher, aber immerhin :'D

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Die Pflege läuft ganz okay. Julia liest recht regelmäßig und ist zwischendurch sogar immer mal wieder motiviert zu lesen. Vor allem betrifft das gerade Ebooks, aber das macht ja nichts. Von denen habe ich auch genügend auf meinem Stapel. Ein neues hat sie sich gerade wieder runtergeladen. Insgesamt gab es in den letzten zwei Monaten fünf neue Bücher bei mir (inklusive Weihnachten!!!). Und da ich ja im November nicht erschienen bin, zeige ich einfach mal alle:




Tada! Hübsch sind sie ja, nicht wahr? Julia hat tatsächlich zu Weihnachten nur drei Bücher bekommen. Die beiden Schmuckausgaben aus dem Coppenrath-Verlag hat sie sich gewünscht. Mal abwarten, wann "Das Bildnis des Dorian Gray" und "Die Schatzinsel" gelesen werden. Beide Bücher kennt Julia tatsächlich schon, aber neue Ausgaben müssen natürlich gelesen werden ;) "Café Engel - Eine neue Zeit" war ebenfalls ein Geschenk, wenn auch ein unerwartetes. "The secret of Secrets" von Dan Brown war streng genommen auch ein Weihnachtsgeschenk. Allerdings wurde es Julias Mann geschenkt. Bitte fragt mich nicht, warum das Buch trotzdem bei mir auf dem Stapel gelandet ist. Vermutlich will meine Besitzerin es auch noch lesen. Und dann ist da noch das eben erwähnte Ebook. "Der Flammenkrieger" ist das neue Buch von Sabine Schulter, eine von Julias Lieblingsautorinnen. Sie ist sehr gespannt auf die neue Geschichte. Und wenn meine Besitzerin das aktuelle Ebook in der Kindle-App gelesen hat, dann wird es gelesen. Meine Hoffnungen, dass es nicht allzu lange bei mir ist, sind also groß.
Oh...ups...ich habe noch drei vergessen. Beinahe hätte ich unterschlagen, dass Julia beim letzten Bibliotheksbesuch drei Bücher gekauft hat. Bei uns gibt es dort nämlich ein "Flohmarkt-Regal". Drei Bücher kosten nur einen einzigen Euro. Total krank. Natürlich handelt es sich um aussortierte Bibliotheksbücher, aber die sind trotzdem toll. Bei uns sind nun auch die beiden Teile von "Schattenthron" und "Where summer stays" gelandet. Also doch noch mehr neue Bücher...Aber bei dem Preis hätte ich auch nicht widerstehen können.


3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

In den letzten zwei Monaten hatte Julia recht wenig Zeit für das aktuelle Hörbuch, weshalb es lange gedauert hat. "Silvercloak - Unter Feinden" hat mich nun aber doch verlassen. Es war wirklich grandios! Ihr könnt es sogar in der Rezension nachlesen. Kurz danach hat mich auch noch ein Ebook verlassen. Ich habe es seit 2023 beherbergt, als Leiche würde ich "Kornfeldküsse" aber noch nicht durchgehen lassen. Aber es lag definitiv schon lange bei mir rum. Es war auch nur "ganz nett", also so 3 Sterne.


 



4. Lieber Karli, in der kalten Jahreszeit lässt es sich prima mit längeren Geschichten einkuscheln. Welche Bücher mit über 400 Seiten hast du auf deinem Stapel?

Uff...Mehr als 400 Seiten? Ich glaube, da könnte ich euch jedes zweite Buch auf meinem Stapel zeigen. Im Moment liest Julia zum Beispiel "My Lady Jane", das ich euch schon im Oktober gezeigt habe. Es hat 496 Seiten. Es fehlen noch 90 Seiten. Ich bin also optimistisch, dass auch dieses Buch mich bald verlässt. Ansonsten hätte ich noch diese im Angebot:


Ich gebe ja zu: Ich bin nett und zeige euch Bücher, die Julia sowieso demnächst lesen wollte. Denn ich will ja, dass wir irgendwann mal wieder ein Update geben können und behaupten können: Julia hat eines der vorgestellten Bücher gelesen. 
Das können wir diesen Monat nämlich nicht behaupten.

5. Lieber Karli, gibt es Bücher auf deinem Stapel, die für deine Besitzerin als Klassiker gelten?

Haha, das ist ja die perfekte Frage für uns. Julia hat wahnsinnig viele Klassiker bei mir auf dem Stapel.  Ich habe euch allein in diesem Interview schon drei gezeigt. Wie wäre es dann noch mit diesen hier:


Nachdem Julia und ich durchgezählt haben, kommen wir auf 28 Klassiker auf meinem Stapel. Das ist viel, oder nicht? Und die wenigsten sind vom Coppenrath-Verlag. Aber irgendwie sieht es dann immer hübscher aus :D Vielleicht kann ich ja im Januar berichten, dass Julia "Sturmhöhe", "Dracula" oder "Stolz und Vorurteil" noch einmal gelesen hat ;) Für uns sind Klassiker übrigens vor allem alte Bücher, die noch heute ihre Aktualität haben und deren Geschichten überdauern.



Und das war es! Das Tippen des Interviews hat Julia jetzt mehr als drei Stunden gekostet. Es gab diverse Unterbrechungen. Aber immerhin haben wir es geschafft! Wir sind am letzten Tag des Jahres noch einmal zu Wort gekommen und haben Bilanz gezogen :) Das wünsche ich mir auch für das kommende Jahr! Denn Julia hat mir versprochen, dass ich weiterhin jeden Monat erscheine - also zumindest theoretisch. Schließlich wissen wir beide, dass sie einige Monate aus Zeitmangel auslassen wird. Aber das ist okay. Sie wird ja nicht jünger ;) Und ich übrigens auch nicht.

Mir bleibt nur, euch nun einen guten Rutsch zu wünschen! Wir sprechen uns 2026 wieder ♥

Alles Liebe, 
euer Karli


Das war ein sehr schönes Abschlussinterview für dieses Jahr! Auch wenn ich fast nie zum Bloggen komme, so macht es mir einfach immer noch viel Spaß! Und deswegen bleiben Karli und ich euch definitiv auch 2026 erhalten. Ich habe gerade noch einmal nachgesehen. Für 2025 hatte ich mir vorgenommen, wieder mehr zu lesen. Anhand der anfangs erwähnten Zahlen kann ich das nicht behaupten. Obwohl ich ja weniger Hörbücher geschafft habe. Insgesamt habe ich also doch vielleicht mehr gelesen? Naja, man kann sich alles drehen, wie man will, nicht wahr?! Mein erklärtes Ziel für 2025 waren 50 Bücher. Das habe ich weit verfehlt. Aber ich übernehme das Ziel einfach für das nächste Jahr! Auf geht's, ihr 50!
Ich wünsche euch für 2026 ebenfalls alles Gute! Kommt gut rein!

Macht ihr etwas Besonderes an Silvester? Und könnt ihr euren eigenen Ansprüchen immer gerecht werden?


Liebst,
eure Julia

29. Dezember 2025

Rezension [Hörbuch]: "Silvercloak - Unter Feinden" von L.K. Steven


Titel: Silvercloak - Unter Feinden
Autorin: L.K. Steven
Sprecherin: Anne Düe
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 24,00€
Seiten: 624
Dauer: 17h 33m

Als ich den Klappentext von „Silvercloak – Unter Feinden“ gelesen habe, wollte ich die Geschichte gern kennen. Magie, das Gute und Böse und eine Prüfung. Es klang spannend – ein bisschen wie Harry Potter. Doch wer das denkt, liegt weit daneben! Denn ich habe mich mit dieser Annahme extrem getäuscht. „Silvercloak“ ist nicht vergleichbar mit irgendetwas, das man bereits kannte. Die Handlung, ja eigentlich die gesamte Welt, ist völlig neu. Saffrons Geschichte ist brutal, krass und blutrünstig. Doch wenn man sich darauf einlassen und auch mit moralisch hinterfragbaren Szenarien umgehen kann, ist dieses Hörbuch einfach nur unglaublich gut!

Zwölf Jahre Magierschule. Fünf Jahre Straßenpatrouille. Wenige Minuten bis zu ihrer Prüfung. Endlich steht Saffrons Abschluss an der Silvercloak-Akademie bevor. Nur die besten Magier dürfen ihren Mantel silbern färben und fortan die verbrecherischen Bloodmoons zur Strecke bringen. Aber Saffron gehört nicht zu den Besten. Sie bedient sich der gleichen unlauteren Mittel wie die Bloodmoons: List, Betrug, Lüge. Kein Wunder, dass ausgerechnet sie für eine verdeckte Ermittlung unter den Bloodmoons auserkoren wird, in deren Reihen nicht nur Saffs Leben in höchste Gefahr gerät, sondern auch ihr Herz ...

Möglicherweise habe ich auch den Klappentext unaufmerksam gelesen. Doch ich war keinesfalls vorbereitet auf das, was „Silvercloak – Unter Feinden“ mit mir angestellt hat. Die Geschichte hat mich auf jede mögliche Weise überrascht. Das betraf die Handlung, aber vor allem die Emotionen. Schon im Prolog wird klar, dass die Autorin wenig Rücksicht auf ihre Leser und Hörer nimmt, was Brutalität angeht. Saffron verliert sehr jung ihre Eltern und wird sogar Zeugin dieser Morde. Das prägt das kleine Mädchen so sehr, dass sie sich eines schwört: Sie will Rache. Sie will die Bloodmoons vernichten. Koste es, was es wolle. Für dieses Lebensziel gibt Saffron alles. Und wenn ich sage „alles“, dann meine ich das auch.
Für den Hörer wird schnell klar, dass Saffron in einer besonderen magischen Welt lebt. Das Weltkonstrukt ist so unglaublich gut durchdacht und detailliert ausgearbeitet, dass man kaum glauben kann, was die Autorin sich erdacht hat. Aber gerade weil es so viele Details gibt und alles aufeinander abgestimmt ist, funktioniert dieses Konstrukt. Das Setting ist innovativ und etwas ganz anderes als erwartet. In Saffrons Welt sind die meisten Menschen magiebegabt und haben einen Speicher für ihre Magie in sich. Diesen Speicher muss jeder Zauberer auffüllen, um überhaupt zaubern zu können. Das geschieht durch zwei Dinge: Schmerz und Lust. Aufgrund dieser Tatsache kann man als Hörer schnell verstehen, dass Gewalt, aber eben auch Sex ganz alltägliche Dinge in dieser Geschichte sind. Man kann sich selbst verletzen, um seinen Magiespeicher zu füllen. Oder man erlebt Lust. (Das geht übrigens auch durch Essen – Funfact.) Diese Grundregel führt so viele kleine Regeln nach sich, die einfach nur logisch sind. Die Menschen in „Silvercloak“ leben von Lust, daher gibt es ziemlich viel Sex in den Straßen, viele Freudenhäuser usw. Außerdem unterscheidet man nicht zwischen Männern oder Frauen, was das anbelangt. Worauf ich hinauswill: L.K. Steven hat grandiose Arbeit geleistet, allein mit ihrem Weltentwurf. Doch hinzu kommt noch die eigentliche Handlung. Und diese hat es wirklich in sich. Es gibt so viele Wendungen und Intrigen. Immer wieder ändert sich etwas. Etwas Neues und Unerwartetes kommt hinzu und die Lage wird eigentlich immer aussichtsloser. Schmerz spielt eine unglaublich große Rolle. Auch als Hörer muss man sich diesen Schmerzen stellen. Und der Moral. Denn eines lehrt „Silvercloak“ sehr schnell: es gibt nicht nur Gut und Böse. Das meiste in Saffrons Welt ist grau. Vieles moralisch verwerflich. Aber unausweichlich? Zu keinem Zeitpunkt hätte ich mit der Protagonistin tauschen wollen, denn für mein zartes Gemüt wäre es einfach zu viel. Doch Saffron ist stark. Sie ist talentiert, klug und vor allem hat auch sie ein großes Geheimnis. Die Protagonistin der Geschichte ist extrem gut ausgebildet und hat früh gelernt, niemandem zu vertrauen. Keine Gefühle zuzulassen. Sich zu beherrschen. Auch deswegen ist sie so gut in den Dingen, die sie tut. Man braucht sich nichts vorzumachen: Diese Dinge sind brutal. Kriminell. Ja, mörderisch. Mir würden noch hundert weitere Attribute einfallen, um Saffron zu beschreiben. Fest steht aber, dass sie eine interessante Hauptfigur ist, mit der die Geschichte definitiv nicht langweilig wird. Ihr Gegenpart ist übrigens Levan, der Sohn des Anführers der Bloodmons. Er ist ein Mörder, ein Heuchler, durch und durch schlecht. Oder etwa nicht?
Die Liebesgeschichte zwischen diesen beiden Figuren ist fesselnd. Gleichzeitig wird man immer wieder herausgefordert, sich selbst zu hinterfragen. Ist das moralisch eigentlich okay, was hier gerade passiert? Definitiv nicht. Und trotzdem fiebert man mit.
Die Handlung hat mich so gefangen genommen, dass ich oft den Kopf geschüttelt habe. Immer wieder wurde ich überrascht. Das Ende ist einfach nur heftig. Und NATÜRLICH will ich wissen, wie es weitergeht. Vor allem der Epilog, der aus Levans Sicht geschrieben ist, macht den Hörer sprachlos. Eigentlich kann es kein gutes Ende mit Saffron nehmen. Aber was heißt in der Welt von „Silvercloak“ schon „gut“?!
Der Schreibstil von L.K. Steven ist wirklich super. Man kommt flüssig durch das Buch und ihre Art zu beschreiben, hilft dem Leser, sich in dieser komplexen Welt zurecht zu finden. Mindestens ebenso gut ist die Stimme von Anne Düe, die Saffrons Geschichte klasse liest. Sie nimmt den Hörer mit in diese Welt und verdeutlicht all die vielschichtigen Emotionen. Die Besetzung der Leserin ist wirklich herausragend gelungen.


Herausragend ist eigentlich das richtige Wort für den Auftakt dieser Trilogie. Mich hat „Silvercloak – Unter Feinden“ einfach nur gefesselt. Wenn man sich mit diesem extremen Brutalitätsfaktor anfreunden kann, dann gibt diese Geschichte einem unglaublich viel. Vielleicht lernt man sich sogar selbst noch einmal anders kennen. Denn wie hätte man selbst an Saffrons Stelle gehandelt? Ich würde in ihrer Welt definitiv nicht überleben, so viel steht fest. Doch ich drücke die Daumen, dass Saffron es irgendwie schafft! Auch deswegen kann ich es kaum abwarten, bis der zweite Teil erscheint. Sein Auftakt verdient definitiv fünf Sterne!



12. November 2025

Rezension: "Heartbreak is the National Anthem" von Rob Sheffield

 


Titel: Heartbreak is the National Anthem -
Wie Taylor Swift die Popmusik neu erfand
Autor: Rob Sheffiled
Verlag: Penguin
Preis: 18,00€
Seiten: 224

Es wird Zeit für ein Bekenntnis: Ich bin ein Swiftie. Von ganzem Herzen. Ich liebe die Musik von Taylor Swift, liebe ihre Songtexte und wie sie es schafft, sich immer wieder neu zu erfinden. Man kann sich mit ihren Liedern identifizieren oder sie einfach zwischendurch hören. Seit Jahren schon begleitet sie mich durch meinen Alltag. Deswegen ist es kein Wunder, dass das neu aufgelegte „Heartbreak is the National Anthem – Wie Taylor Swift die Popmusik neu erfand“ sofort meine Aufmerksamkeit erregte. Denn obwohl ich bekennender Swiftie bin – ich bin keiner von der Sorte, der all ihre Geheimnisse aus den Songs herausarbeitet. Der wie ein Detektiv an ihre Musik geht. Ich bin einfach ein kleiner, stolzer Swiftie. Doch im Vergleich zu Rob Sheffiled, dem Rolling-Stone Journalisten, der schon seit vielen Jahren ein Ranking all der Swift-Songs führt, bin ich eine absolute Anfängerin. Das und vieles mehr hat mir diese Lektüre gezeigt. Ein Muss für Fans der Pop-Ikone? Definitiv! Und eigentlich auch für alle anderen.

Niemand kennt Taylor Swift und ihre musikalischen Epochen – die Eras – so gut wie Rob Sheffield. In seiner mitreißenden Biografie „Heartbreak is the National Anthem“ beleuchtet der preisgekrönte Rolling Stone-Journalist die außergewöhnliche Karriere der Pop-Ikone. Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Swifties und Musikliebhaber.
Taylor Swift ist mehr als nur eine Sängerin – sie ist ein globales Phänomen. Ihre Songs bewegen Millionen, ihre Texte erzählen Geschichten, die Generationen verbinden. Vom Country-Teenager zur internationalen Pop-Sensation: Taylor Swift hat die Musikindustrie revolutioniert – als Songwriterin, Performerin und kulturelle Stimme unserer Zeit.
Rob Sheffield begleitet Taylor Swift seit ihren Anfängen. Mit einzigartigem Insiderwissen und großer Leidenschaft analysiert er ihre Alben, Songtexte, Live-Auftritte und die besondere Verbindung zu ihren Fans. „Heartbreak is the National Anthem“ ist das erste Buch, das den gesamten kulturellen und musikalischen Einfluss von Taylor Swift umfassend darstellt – von Fearless bis zur Eras Tour.

 

Der Klappentext verspricht eine ganze Menge. Doch ehrlich? Er hält auch all das Angekündigte! Das hängt vor allem mit Rob Sheffield als Person zusammen. Der Autor dieser Pop-Biographie (nur im weitesten Sinne eine Biographie, wenn ihr mich fragt) ist eben nicht nur Autor. Oder Musik-Journalist. Er ist ein Fan von Taylor Swift seit der ersten Stunde. Und vor allem ist er ein ganz normaler Mensch. Ein Mensch, der sich für Swifts Musik begeistert, ohne diese zu verherrlichen. Das imponierte mir ganz besonders. Es ist gar nicht abzustreiten, dass Sheffield eine sehr tiefe Leidenschaft für Swifts Musik empfindet. Doch er ist nicht unkritisch. Deswegen ist „Heartbreak ist the National Anthem“ auch keine Lobeshymne, keine Schmeichelei oder sogar Heuchlerei. Denn Sheffield geht zwischenzeitlich sogar recht hart mit Taylor ins Gericht. Er kritisiert sie, nennt ihre Fehltritte oder Schwächen ihres Charakters. Das Authentische ist, dass er sie eben wirklich kennt und das seit vielen, vielen Jahren. Das kann einen Swiftie als Leser nur begeistern. Hinzu kommt der Witz, mit dem er dieses Buch schreibt. Mir haben sein unterbewusster Humor und manchmal auch die kleinen Spitzen in Richtung der Pop-Ikone sehr gut gefallen. Er schafft es auf magische Weise neben diesen kritischen Anmerkungen seine tiefe Liebe für die Musik von Swift ganz ehrlich darzustellen. Und so nimmt er dir Leserschaft mit auf eine Reise durch den swiftischen Kosmos. Er bettet ihr musikalisches Schaffen allerdings in ein großes Ganzes ein, schafft viele Bezüge zu anderen Musik-Legenden und schreibt zwischendurch eben auch über ganz andere Leute. Ich muss zugeben, dass ich nicht einmal die Hälfte all seiner Musikbezüge kannte. Dass dieser Mann Ahnung vom Musik-Buisness hat, ist am Ende auf jeden Fall jedem klar.
Das Buch ist halbwegs chronologisch aufgebaut, ohne eine klare Biographie zu sein. Es geht nicht um Taylors Kindheit, Jugend, frühe Erwachsenenphase oder etwas in der Art. Die meisten Kapitel haben Songtitel als Titel, anhand derer sich der Autor an ihrem Leben abarbeitet. Oft geht es aber im Vordergrund eben auch um diese Songs, ihre Texte und was sie mit Taylors Leben zu tun haben. Ganz nebenbei arbeitet Sheffield dabei immer wieder persönliche und ganz private Züge heraus. Dieses Persönliche macht das Buch so authentisch. Es ist eine Lektüre eines verehrenden Swifties für andere Swifties. Und da ich mich als solcher bezeichne, konnte ich gar nicht anders, als die Lektüre zu lieben. Tatsächlich habe ich auch unglaublich viel über die Frau gelernt, die die ganze Welt kennt. Besonders spannend fand ich die Kapitel über „Taylors Version“ und „Folklore“. Im Nachhinein finde ich mich selbst nämlich ziemlich blind, dass mir manche Querverweise zwischen einzelnen Songs nie aufgefallen sind. Diese Aha-Momente hatte ich immer wieder. Ich bin mir sicher, dass auch die krassesten Fans der Sängerin hier noch das ein oder andere Detail lernen können.
Die Lektüre geht wirklich unglaublich schnell. Der Schreibstil ist klasse, auch wenn bei der Übersetzung der ein oder andere Wortwitz natürlich verloren geht. Auch deswegen sind häufiger mal unübersetzte englische Sätze mit drin. Die Kapitel sind alle recht kurz oder zumindest kurzweilig. Ich würde nicht empfehlen, das Buch an einem Stück zu lesen. Es macht viel mehr Spaß, einzelne Etappen zu genießen und im Nachhinein einige der Songs oder die erwähnten Alben erstmal zu hören und zu untersuchen, ob Sheffield wirklich recht hat. Ich habe das getan und konnte Taylors Musik so noch einmal ganz neu für mich entdecken. Das einzige, was ich noch ziemlich cool gefunden hätte, wären QR-Codes im Buch gewesen. Diese hätten natürlich zu Taylors Songs führen können, wenn es gerade um einen bestimmten ging. Vielmehr hätte man so aber all die anderen erwähnten Künstler, Songs und Alben verknüpfen können, von denen der Normalo, der kein Musik-Journalist ist, vielleicht keine Ahnung hat. Ein Normalo wie mich. Aber das nur am Rand. Man kann schließlich auch auf eigene Faust recherchieren.

Ich war Swiftie. Ich bin Swiftie. Und dank diesem Buch werde ich wohl ewig Swiftie bleiben. Rob Sheffield hat mich mit „Heartbreak ist the National Anthem“ noch viel tiefer in die Welt von Taylor Swift entführt, von der ich dachte, dass ich längst tief in ihr leben würde. Man bekommt ganz private Anekdoten, Fakten, Witze und vor allem sehr viel Liebe und Wissen zu Taylors Songs. Das alles ist verpackt in eine authentische Art zu erzählen und deswegen muss ich meine Empfehlung – und die verdienten fünf Sterne – aussprechen. You know..."I can still make the whole place shimmer"! ;)


  


25. Oktober 2025

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #95

Hallo ihr Lieben!

Und wir sind auch wieder da! Es war ja eigentlich schon zu erwarten gewesen, dass ich relativ zeitnah ein SuB-Interview auslassen würde. Dass es gleich das zweite nach der Geburt meines zweiten Kindes sein musste, war so nicht geplant. Aber es ist schon wirklich verrückt, wie wenig Zeit man mit zwei Kindern noch hat :'D Besonders, wenn man noch so viele Hobbys hat wie ich. Schon klar, selbstgemachte Leiden. Aber meine Freizeit ist tatsächlich begrenzt und daher kam ich im September leider nicht zum Schreiben. Aber hey...ich glaube niemand von euch würde das nicht verstehen mit den zwei Mäusen hier zu Hause ;)
Unser zweiter Sohn ist nun genau drei Monate alt und er hat sich vom #grumpykid in ein sehr aufgewecktes Menschlein verwandelt. Es gibt auf jeden Fall einige Wehwehchen, die wir wahrscheinlich alle zum Start auf dieser Welt hatten. Aber wir haben uns ganz gut eingegroovt. Unser älterer Sohn ist ein so wundervoller großer Bruder, dass uns täglich das Herz aufgeht. Aber ich will hier jetzt nicht den Satz droppen "Wenn sie lächeln...hach..." bla. Oh ja, ich liebe es mit meinen beiden Jungs. Aber es ist auch höllisch anstrengend!
Vor zwei Wochen waren wir zum Beispiel auf der Hochzeit von unglaublich guten Freunden von uns. Mein Mann war der Trauzeuge, was bedeutete, dass ich die Jungs und mich allein fertig machen musste und auch bis abends allein betreut habe. Das war krass. Ich meine...man kann sich das schon ansatzweise vorstellen, aber wenn man es durchmacht, ist es schon etwas anderes. Ich ziehe meinen Hut vor allen alleinerziehenden Müttern und Vätern. Echt krass, chapeau! Ich bin froh, dass ich eine so liebevolle bessere Hälfte habe, denn wir meistern das Anfangschaos wirklich gut :)
Aber genug von Kindern. Alle von euch, die keine haben, sind sicher schon zu Tode genervt...
Was ist sonst in den letzten zwei Monaten passiert?! Ich hatte Geburtstag und darf mich nun im Club der Schnapszahlen wohlfühlen - hallo 33 :D. Ich denke, dass Karli euch gleich seine Trauer darüber noch kundtun wird. Denn selbstverständlich sind viele, viele Bücher bei mir eingezogen. Dazu später mehr. 
Ansonsten habe ich wieder mit Sport angefangen. Also..."Sport". Mein Rückbildungskurs hat begonnen, ich tanze wieder, mache Postpartum-Workouts und fahre viel auf unserem Spinningbike. Auch den Tennisschläger hatte ich schon wieder in der Hand. Das ist allerdings doch noch etwas viel für meinen Körper. Ich bin aber ja so blöd und kann es halt nicht lassen. Auch, wenn ich es besser wissen sollte...
Toll war im letzten Monat auch der Albumrelease von Taylor Swifts neuem Album. Ich bin ja bekennender Swiftie. Nicht super extrem. Aber ich liebe, liebe, liebe ihre Musik und kann allen Alben etwas abgewinnen. Deswegen habe ich mich schon sehr auf das neue Album von ihr gefreut. Eine meiner Freundinnen ist glücklicherweise ebenfalls Swiftie. Und tatsächlich waren wir zum Release im Kino. Nicht, weil wir das unbedingt MUSSTEN, sondern weil wir es KONNTEN :'D Klingt wahrscheinlich komisch für einige von euch, aber für mich war es einfach ein besonderer Abend. Ich habe Zeit mit einer Freundin verbracht, war im Kino und habe die Musik meiner Lieblingssängerin genossen. Und das, obwohl ich gerade zweifach-Mama geworden bin. Das war einfach schön :) Es ging also eher um das Erlebnis, als das Swiftie-Dasein. Naja, vielleicht wisst ihr, was ich meine.
Das war es aber auch so ziemlich an großen Erlebnissen in den letzten zwei Monaten. Ansonsten gestalte ich mir meinen Alltag mit meinen zwei Jungs möglichst spannend, indem wir viel unternehmen. Unser Jüngerer hat echt schon viele Dinge gemacht, die wir mit unserem Größeren niemals in dem Alter gemacht hätten...Stichwörter: Zoo, Freizeitpark, Shoppingmall...
Jetzt geht es aber endlich Richtung Bücher. Karli wird hier schon ganz nervös und hat Angst, gar nicht mehr dran zu kommen...Das geht natürlich nicht. Also los ;)

Schaut unbedingt bei Melli vorbei, die diese wunderschöne Aktion nun schon so lange begleitet.

1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo liebe Buchmenschen! Ich bin wieder im Geschäft. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Heute darf ich nach einem Monat der Pause wieder berichten. Denn tatsächlich habe ich einiges zu erzählen. Ich fand es gar nicht so schlimm, dass Julia den September ausgelassen hat. Schließlich ist das nach dem Dezember mein allergefürchtetster Monat. Julias Geburtstag. Neue Bücher. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht, um das zu erklären.
Leider wurden auch all meine Ängste erfüllt. Meine Besitzerin hat sich einfach vieeeeeeel zu viele Bücher gewünscht. Das sind meistens die sehenswerten Schmuckausgaben vom Coppenrath-Verlag. Aber so schön sie auch sind, sie sind auch sehr, sehr schwer. Und wann greift man zu kiloschweren Büchern? Eher selten. Daher habe ich eher Sorge, wenn ich auf meine Neuzugänge schaue, was ihren Abbau betrifft. Ihr versteht. Aber dazu in Frage zwei gleich mehr. 
Wie ist es mir ergangen? Das schlimme ist, dass ich trotz erheblichem Zuwachs gar nicht so viel meckern kann. Denn Julia arbeitet schon am Abbau. Eben in ihrem Tempo. Dieses Tempo ist im Vergleich zu vor ein paar Jacken eher einer Schnecke entsprechend. Aber was soll's. Ich gehe ja mit der Zeit...
Traurigerweise muss ich trotzdem das Ergebnis verkünden. Ich erinnere: Vor zwei Monaten hatte ich mein lang ersehntes Ziel erreicht, unter der 130er Marke zu sein. Ich war bei 128 Büchern. Ihr ahnt es schon. Ich bin wieder über dieser magischen Grenze. Aktuell bin ich 136 Bücher groß. Ein herber Rückschlag.

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Ich wünschte es wäre so einfach. In den letzten Monaten konnte ich an dieser Stelle wirklich nicht meckern. Es kam oft vor, dass Julia gar keine Neuzugänge hatte. Nun waren es in den letzten zwei Monaten allerdings gleich 13. Dreizehn!!! Ich hoffe, ihr habt die Zahl richtig gelesen. Denn ja. Sie ist so opulent. Bei dieser Zahl kann ich ja eigentlich schon froh sein, dass nur noch acht der Bücher übrig geblieben sind. Mich haben in den letzten zwei Monaten also immerhin fünf Bücher verlassen. Immerhin.
Ich kann euch unmöglich alle 13 Bücher zeigen, deswegen hier eine kleine Auswahl. Außerdem zeige ich euch gleich noch in den anderen Fragen welche.



"Silvercloak - Unter Feinden"
ist ganz, ganz neu bei uns eingezogen. Es ist ein Rezensionsexemplar und Julia freut sich schon, es heute Abend anzufangen. Eine Magierakademie und Betrug so weit das Auge reicht. Die Neugier meiner Besitzerin ist auf jeden Fall geweckt. Außerdem ist dieses Buch unser Stellvertreter für die Hörbücher. Seit dem letzten SuB-Interview sind bei uns zwei weitere Hörbücher eingezogen, die aber beide bereits rezensiert wurden. 
Nun kommen wir zu den Geburtstagsbüchern. Es waren insgesamt fünf Schmuckausgaben. Dazu kamen zwei Bücher, mit denen Julia nicht gerechnet hatte und die sie auch nicht kannte. Ganz anders war es mit den beiden, die ihr oben noch seht. "My Lady Jane" ist die Buchvorlage zur gleichnamigen Serie von Prime. Julia hat sie so sehr geliebt und richtig gesuchtet. Sie hat sie insgesamt drei Mal geschaut und ist immer noch untröstlich, dass es keine zweite Staffel gibt. Deswegen muss nun das Buch herhalten. Sonst wird Julias Sucht wohl niemals befriedigt. Ich bin gespannt, ob ihr das Buch auch so gut gefallen wird wie die Serie.
Und dann wäre da noch "Nothing like the movies". Meine Besitzerin hat den ersten Teil "Better than the movies" als Hörbuch gehört und vergeblich auf die Vertonung des zweiten Teils gewartet. Deswegen musste nun das Print einziehen. Julia hatte das Buch schon zwei Mal in der Hand, sich dann aber doch für andere Bücher entschieden. Ein Neuzugang fehlt in der Rechnung dann noch. Den zeige ich euch aber lieber jetzt...


3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

...dabei ist das sogar geschummelt. "Die Tribute von Panem - Der Tag bricht an" ist gar nicht das letzte Buch, das mich verlassen hat. Vor ein paar Tagen kam nämlich noch ein anderes dazu. Aber ich wollte euch dieses Buch unbedingt zeigen. Klar, jeder Buchinteressierte kennt es schon. Aber Julia hat es - wie erwartet - sehr geliebt! Die ganze Panem-Reihe gehört zu Julias All-Time-Favourites. Daher wundert es niemanden. Sie freut sich schon extrem auf die Verfilmung von Haymitchs Geschichte.
Das zweite Geburtstagsbuch, das mich bereits verlassen hat, ist "True Crown - Die Lady und der Lord Magier". Julia hatte wirklich noch gar nichts von dieser Reihe gehört. Es war ein Überraschungsbuch, das ihr Mann ihr geschenkt hat. Aber siehe da: Es hat ihr ganz gut gefallen. Ein schönes Jugendbuch mit interessantem Genre-Mix. Natürlich hat meine Besitzerin zu keinem der Bücher eine Rezension geschrieben.



4. Lieber Karli, zeig uns Bücher aus dem Genre, das am häufigsten auf deinem Stapel vertreten ist.

Das ist wirklich schwer. So genau kann man das bei mir nämlich gar nicht sagen. Julia liest viele Genres. Wenig vertreten sind Krimis und Thriller bei mir. Aber dann hört es auch schon auf. Ich habe normale Romane, Jugendbücher, Fantasy und was weiß ich noch. Aber irgendetwas muss ich euch ja zeigen, deswegen habe ich mich für das Genre "Klassiker" entschieden. Dafür habe ich stellvertretend eines der neuen Bücher ausgewählt, nämlich "Sturmhöhe". Julia hat schon einige Klassiker hier bei mir liegen. Zum Teil hat sie sie auch schon einmal gelesen und nun nur eine neue Ausgabe angeschafft. Aber ich bin ja brutal: Das zählt als ungelesen.
Das zweite Buch kann ich gar keinem richtigen Genre zuschreiben. Agentenroman vielleicht? Ich habe "James Bond - Kernschmelze" auch eher ausgewählt, weil Julia noch sechs ungelesene Bond-Bücher bei mir hat. Das fand ich schon viel. Daher darf auch dieses Buch mal bei der Frage aufgeführt werden.



5. Lieber Karli, bald ist Halloween: Hast du düstere, gruselige oder ganz im Gegenteil lustige, herzerwärmende Geschichten gegen böse Geister auf deinem Stapel?

Ach ja. Kleines Update: Julia hat keines der Bücher gelesen, die mit Wasser zu tun haben. Wer hätte es gedacht.
Nun also zu meiner letzte Frage des Tages. Halloween ist nun wirklich nicht so mein Fest. Julias auch nicht. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Julia gar kein Grusel-Fan ist. Horrorfilme machen ihr Angst. Es ist also kein Wunder, dass sich jetzt keine aktuellen Gruselromane bei mir finden lassen. Hier kommt aber wieder das Thema Klassiker ins Spiel. Und da Julia, wie bereits erwähnt, viele davon besitzt, habe ich eben doch welche:



Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich drei so schöne Vertreter finden würde. "Dracula" hat Julia tatsächlich noch nie gelesen. Ich bin gespannt, wann es denn mal so weit ist. "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" kennt Julia. Sie fand es auch sehr gut. In dieser Schmuckausgabe sind allerdings noch weitere gruselige Kurzgeschichten zu finden.
Und dann wäre da noch "Rebecca" (Geburtstagsbuch). Julia hat das Buch vor vielen Jahren gelesen und unglaublich gut gefunden. Es ist schon unheimlich, weshalb es trotz rosigem Cover durchaus in diese Kategorie passt. Mal abwarten, ob hiervon ein Buch im nächsten Monat gelesen ist. Wahrscheinlichkeit? Eher gering, würde ich sagen.


Und nun bin ich doch wieder am Ende angekommen. Das Interview musste heute über den Tag verteilt geschrieben werden. Aber auch an solche Umstände passe ich mich an. Ich bin ja einfach froh, wenn ich zu Wort komme. Drückt mir die Daumen, dass es auch nächsten Monat der Fall ist. Und dann lautet mein neues-altes Ziel natürlich wieder die 120er Marke ;)

Alles Liebe,
euer Karli


Tja, ein bisschen habe ich mein Fett ja weggekriegt. Aber insgesamt ist Karli ja wirklich entspannt. Vielleicht sind da auch die Kinder dran Schuld :D Ich gelobe jedenfalls keine Besserung. Das habe ich aufgegeben. Aber ich versuche trotzdem Karlis Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Drückt auch mir die Daumen!

Seid ihr klassische Genre-Leser? Oder sind eure SuBs auch bunt gemischt?


Liebst, 
eure Julia

16. Oktober 2025

Rezension [Hörbuch]: "What happens at the lake" von Vi Keeland


Titel: What happens at the lake
Autorin: Vi Keeland
Verlag: Der Hörverlag
Dauer: 10h 2m
Seiten: 384
Preis: 21,95€


Ich kann es nicht genau benennen, aber irgendetwas am Klappentext von Vi Keelands „What happens at the lake“ zog mich an. War es das Grumpy x Sunshine-Trope? Das versprochene Geheimnis aus der Vergangenheit? Oder vielmehr der Charme der Kleinstadt? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Festhalten muss man, dass dieser Roman mit allen drei Themen aufwartet und nicht enttäuscht. Josie und Fox sind Protagonisten einer soliden und süßen Liebesgeschichte, die aber vor allem mit einem glänzt: liebevollen Details. Einziges Manko? Der männliche Hörbuchsprecher. Leider.

Nach einer Tragödie lässt Josie Preston ihr New Yorker Leben überstürzt hinter sich und zieht ins malerische Laurel Lake. Dort hat ihr Vater ihr ein Haus am See vermacht. Laurel Lake wurde wiederholt zur freundlichsten Kleinstadt Amerikas gewählt – Josies neuer Nachbar anscheinend nicht mitgerechnet. Fox Cassidy, ein unverschämt attraktiver ehemaliger Eishockey-Star, ist verschlossen und abweisend, und Sonnenschein Josie geht ihm ganz besonders auf die Nerven. Doch je öfter die beiden aneinandergeraten, desto mehr scheint die Luft zwischen ihnen zu knistern. Wenn jemand Fox’ harte Schale knacken kann, dann Josie. Aber will sie wirklich wissen, warum er sein Herz so verbissen schützt?

„What happens at the lake“ spielt in Laurel Lake, einer amerikanischen Kleinstadt, die mehrfach als die „freundlichste Stadt Amerikas“ gewählt wurde. Ehrlich gesagt, hat mich das gecatcht. Ich bin ein großer Anhänger der Gilmore Gilrs und fühlte mich vielleicht auch deswegen in Laurel Lake so wohl. Der komplette Keinstadtcharme ist sehr gut eingefangen und die einzigartigen Charaktere sorgen für viel Stimmung. Humor kommt in diesem Hörbuch generell nicht zu kurz. Vi Keeland hat eine stets amüsierte Art zu erzählen, sodass man sich als Hörer schnell wohlfühlt. Das ein oder andere mag überspitzt sein, passt aber gut ins Genre.
Gar nicht freundlich ist die Art von Fox Kessidy, dem männlichen Protagonisten der Geschichte. Natürlich ist jedem klar, dass er sich in seine neue Nachbarin Josie früher oder später verlieben wird. Kein Hörer erwartet etwas anderes. Doch obwohl die Handlung voraussehbar ist, hat sie mir gefallen. Das lag vor allem an den liebevollen Details der Autorin. Hierzu zähle ich auch den Beinamen der Stadt in Punkto Freundlichkeit. Noch viel besser hat mir aber Josies Tick gefallen, Weihnachtskarten zu verschicken. Um nicht zu spoilern, gehe ich nicht weiter darauf ein. Doch das Schreiben und Empfangen der Weihnachtskarten wird in einem so liebevollen Rahmen erzählt, dass einem das Herz aufgeht. Josie ist generell ein sehr liebevoller, aber auch liebesuchender Charakter. Manchmal war sie mir etwas zu perfekt, doch im Grunde hat sie authentische Ecken und Kanten. Und tatsächlich mochte ich sie lieber als ihren männlichen Gegenpart. Ich meine…wer hat kein Herz für jemanden, der eine männliche Ente rettet und sie anschließend auf einen eindeutig weiblichen Namen tauft? Genau.
Fox hingegen ist grummelig, wortkarg und abweisend. Zu jedem. Selbstverständlich würden wir uns in der falschen Geschichte befinden, würde er nicht eine grauenhafte Vergangenheit mit sich herumtragen und nur Josie kann den Zugang zu seinem Herzen finden. Das geschieht übrigens auch mehrfach auf eine recht heiße Art. Die Sexszenen sind gut geschrieben und kommen auch nicht unverhältnismäßig häufig vor, was mir gefallen hat.
Kommen wir zu dem einen Punkt, der mir leider gar nicht gefallen hat: Die Auswahl der Sprecher des Hörbuchs. Versteht mich nicht falsch. Lisa Martelli macht ihre Sache wirklich gut. Ich finde, sie hat die perfekte Stimme, um Josie Leben einzuhauchen. Sie ist witzig, spritzig und das Sonnenschein-Gemüt von Josie kommt gut rüber. Das Hörbuch wird jedoch im Wechsel erzählt, sodass viele Kapitel auch aus Fox Sicht sind. Für mich war Niklas Wünsche leider nicht die richtige Wahl, Fox zu lesen. Ich konnte die Stimme gar nicht mit dem Mann vereinbaren, von dem Josie so verliebt erzählt. Für mich passte das nicht zusammen. So, als wären es zwei völlig verschiedene Menschen. Leider liest er meines Erachtens auch nicht sehr überzeugend, besonders nicht bei den prickelnden Szenen. Das hat mir das Hörbuch an manchen Stellen etwas kaputt gemacht.

Man muss sich auf „What happens at the lake“ einlassen und keinen Handlungsstrang überbewerten. Ansonsten könnte man zu dem Schluss kommen, dass es etwas zu viel des Guten ist. Tut man das aber, kann man mit der Geschichte viel Spaß haben. Vor allem die Protagonistin und das Setting sind wirklich super. Die Liebe zum Detail der Autorin kommt gut herüber und als Hörer ertappt man sich manchmal dabei, wie man mitschmunzelt. Insgesamt vergebe ich vier Sterne für die Geschichte, die mit einem passenderen männlichen Sprecher noch besser sein könnte.