Posts mit dem Label Zusatz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zusatz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

27. Juli 2017

[Zusatz]: "Smile for the Camera - Badge"

Hallo ihr Lieben!


Wir Blogger lieben doch Herausforderungen. Davon gibt es im Leben zwar mehr als genug, aber viele von uns machen sich das Leben ja auch gerne selber schwer.Jedenfalls nehmen viele von uns jedes Jahr auch wieder gern an Challenges teil, denn das Ganze bringt noch eine Unmenge an Spaß. Auch ich bestreite aktuell drei Challenges und eine davon ist die "Edelstein-Challenge", die von Bianca von Prowling Books veranstaltet wird. Bisher läuft es für mich bei dieser Challenge eigentlich ganz gut, allerdings weiß ich leider schon, dass die ein oder andere Aufgabe sicher ungelöst bleibt. Sei es drum. 




Wenn euch die Challenge interessiert, schaut gern bei Bianca vorbei oder werft einen Blick auf meine Challenge-Seite. Es geht selbstverständlich um das Thema "Edelsteine" ;) Welch Wunder.


Nun gut, eigentlich hat dieser Post aber einen anderen Sinn, als immer nur alles zu bewerben und zu loben. Bianca hat sich zu den Regel- und Zusatzaufgaben noch ein tolles Extra ausgedacht. Es gibt Badges, die man sich dazu verdienen kann. Bisher habe ich erst eine handvoll Badges gesammelt, aber ich will mich ja bessern. Und wie der Titel des Posts vielleicht schon vermuten lässt: Ich will mir das "Smile for the Camera-Badge" verdienen. Dieses Badge bekommt jeder Teilnehmer, der im Juli ein Bild seiner bisher gelesenen Challenge-Bücher postet. Da ihr ja alle wisst, dass ich keinerlei Social-Media Kanäle habe, poste ich dieses kleinen Beitrag einfach hier - auf meinem Blog :)

Und das sind sie:

























Bisher habe ich 32 Bücher für die Challenge gelesen. Natürlich könnt ihr nicht alle auf dem Bild erkennen, da auch einige Ebooks dabei waren. Dennoch machen die Bücher doch schon schick was her, oder?! :) All die aufgestellten Bücher haben jedenfalls ihr Bestes gegeben und auf "1...2....3...Cheese" für die Kamera gelächelt. Ich hoffe, damit können meine Bücher und ich uns nun stolze Besitzer des "Smile for the Camera-Badge" nennen ;)



Was bestreitet ihr in diesem Jahr so für Challenges und an was für verrückten Aktionen habt ihr im Rahmen einer solchen Challenge schon mitgemacht? 


Eure Julia

8. November 2016

Keine Lesefreude in Bremen? Oder: - Von den frustrierten Gedanken einer Lehramtsstudentin



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich mich mit euch in eine etwas politischere Richtung bewegen. Aber keine Angst: Wir bleiben immer noch beim Thema Lesen.




Für diejenigen, die es nicht wissen, sollte ich sagen, dass ich Lehramtsstudentin für die Fächer Deutsch und Geschichte in Bremen bin. Ich befinde mich im Master und bin kurz davor mein Studium abzuschließen. Hierzu muss ich nur noch meine Masterarbeit schreiben, die sich um das Thema der Groß- und Kleinschreibung und deren Erlernung drehen wird. Also kurz: um Rechtschreibung. 
Aktuell unterrichte ich in der Woche zwei sogenannte "Förderkurse" zum Thema Rechtschreibung an einem Bremer Gymnasium. Die Kurse sind für die Jahrgangsstufen 5 und 6 und mir macht die Arbeit mit den Schüler/innen sehr viel Spaß - wenn sie auch sehr anstrengend ist (und ihr könnt euch nicht vorstellen, was für Fehler die Kids machen..). 

Aber nun zum Thema:
Vor Kurzem kamen die Ergebnisse der IQB-Studie heraus. Das ist quasi das deutsche Pendant zum internationalen Pisa-Test. Hier werden die Bundesländer in fünf verschiedenen Bereichen getestet. Ihr könnt euch auch anhand des Bildes des Artikel in unserer regionalen Zeitung schon vorstellen, zu welchem Ergebnis die Studie bezüglich des kleinsten Bundeslandes kam: 
BREMEN IST SCHLECHT. 
Grundsätzlich.

In vier von fünf Bereichen belegte unser wunderschöner Stadtstaat einfach mal den letzten Platz. Aber hey, das schockt uns Bremer schon gar nicht mehr. Wir sind schon die letzten, seit ich in der Grundschule war (...ich muss zugeben, ich bin in Niedersachsen zur Schule gegangen...). Das Phänomen ist tatsächlich schon Jahrzehnte alt. Umso trauriger ist es, dass Bremen es nicht schafft, sich zu verbessern. Aber ist das verwunderlich? 
Wenn ihr mich fragt, nicht so richtig. Aber das ist keine Ausrede für die Ergebnisse. Doch um meinem Ärger mal Luft zu machen, muss ich auch sagen, dass unsere Bildungspolitik selbst schuld ist. Wir sind bekanntlich winzig und höchst verschuldet. Wenn kein Geld da ist, kann es auch nicht in die Bildung gesteckt werden. An Bremer Schulen kommt eigentlich nichts an. Die Ausstattung der Schulen ist zum Teil miserabel. Die Lehrkräfte haben Angst in ihre Klassen zu kommen, weil die Kinder so aggro sind. Haha. 
Nach außen hin wird immer wieder betont, dass Bremen große Anteile an SuS (Schüler und Schülerinnen....wir wollen ja politisch korrekt bleiben) mit Migrationshintergrund hat. Hinzu kommt noch, dass angeblich 43% aller Kinder aus einem Haushalt kommen, die entweder arm oder "bildungsfern" sind. (Nicht meine Worte, ich gebe euch nur einen Einblick in die gängigen Statistiken und deren Vokabular.)

Aber was heißt das? 
Die Situation vieler Lehrkräfte ist wirklich hart, was ich aus Praktika bestätigen kann. Viele SuS haben kaum Respekt und keinerlei Interesse am Lernen. Aber wenn man im Leben immer nur gesagt bekommt, dass man es zu nichts schaffen wird, glaubt man es eines Tages selbst. Wir Lehrer/innen haben einen schweren Job, da wir junge Menschen nicht nur unterrichten, sondern sie auch motivieren müssen. Und jetzt komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen. So richtig schlecht sind die Bremer SuS in den Themen Rechtschreibung, Hörverstehen und Leseverstehen. Im ersten Bereich versuche ich mit meiner Masterarbeit bereits anzusetzen.
 
Aber was ist mit dem Leseverstehen? Warum lesen unsere SuS nicht? Nur jeder dritte Neuntklässler erreichte bei der IQB-Studie die Regelstandarts im Bereich des Lesens. 
WIESO? WAS KÖNNEN WIR TUN?
Wieso lesen unsere Schüler und Schülerinnen so selten? Spielen sie nur auf dem Smartphone rum? Kann ja auch nicht sein, schließlich gehört zu den meisten Aktivitäten auf dem Handy auch das Lesen dazu. 
Ich habe die Ergebnisse der Studie mit Entsetzen registriert und gleich darauf versucht, in meinen Förderkursen an den Problemstellen anzusetzen. Mit beiden Jahrgangsstufen lese ich alle zwei Wochen kurze Abschnitte und prüfe danach zum Teil das Gelesene ab. Aber viel lieber würde ich sie für Geschichten begeistern! Ich möchte, dass sie in Buchwelten versinken können, wie ich es jeden Tag tue. Mir ist bewusst, dass "Leseverstehen" und "in der Freizeit lesen" zwei verschiedene Dinge sind, aber ich vertrete die Meinung, dass das eine das andere begünstigen kann. Also sollten wir doch bei "Lesefreude" ansetzen, oder etwa nicht?

Ich möchte euch um Rat fragen, was ich mit meinen SuS tun kann, damit sie mehr lesen und daran auch mehr Spaß haben. Wieso habt ihr zu lesen begonnen? Was ist am Lesen so uncool, dass die meisten SuS anscheinend keine Lust darauf haben? 

Auch wenn ich nur wenige Schüler und Schülerinnen aktuell unterrichte, bin ich der Meinung, dass man irgendwo ja anfangen muss. Ansonsten bleibt Bremen für immer das Schlusslicht der deutschen Bildung. Bremen hat nun einmal besondere Umstände, mit denen dieses wunderschöne Bundesland zurecht kommen muss, aber das ist noch lange kein Grund des Kopf in den Sand zu stecken. Lehrer die resignieren sind das absolut falsche Signal. Ich möchte es besser machen. Und vielleicht habt ihr ja die ein oder andere Idee, wie ich meine Schüler/innen zum Lesen motivieren kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mit mir über dieses Thema diskutieren möchtet :)


Eure Julia




Nachtrag:

Achja...da das hier ja mein Blog ist und ich freie Meinungsäußerung groß schreibe, will ich noch einen weiteren Punkt zur Bremer Bildungspolitik loswerden. Vielleicht liest ja jemand diesen Post, der immer nur hört, dass das arme, kleine Bremen unter Lehrermangel leidet und unsere Schüler/innen deshalb nicht gut unterrichtet werden können. Noch schlimmer. Die Medien suggerieren immer, dass keine Lehrer da sind und deshalb Studenten an Schulen unterrichten müssen, die noch gar nicht ausgelernt sind. Oh Graus! Unsere Kinder werden von unausgebildeten Menschen unterrichtet. 
Ja, verdammt, das ist totaler Mist! Aber hat sich schon mal jemand um die Hintergründe gekümmert? Ich bin eine dieser Studentinnen, die an Schulen bereits unterrichtet, ohne ihr Studium abgeschlossen zu haben - obwohl ich mit meinen zwei Stunden kaum erwähnenswert bin.
In Bremen gibt es tatsächlich das Problem des Lehrermangels. Allerdings nicht, weil es keine Studenten gibt! Es heißt immer, dass keine fertigen Lehrer zur Verfügung stehen. Ja, aber warum denn??? 
WEIL IHR KEINE REFERENDARIATSPLÄTZE ZUR VERFÜGUNG STELLT!!!
Ich bin wegen dieses Themas unglaublich sauer, weil es mich persönlich betrifft. Meine Fächerkombi (Geschichte/Deutsch) ist eine weit verbreitete. In meinem Jahrgang gibt es fast 20 Studenten mit dieser Kombi. Tja, und wisst ihr wie viele von uns 20 das Land angenommen hat, damit wir ins Referendariat kommen, ohne das unser Studium ja nun einmal nicht beendet ist? 

DREI!

WTF?! Was ist mit den anderen 17? Ihr könnt euch vorstellen, dass ich meine Chancen dahinschwinden sehe, wenn ich solche Statistiken lese. Meine Masternote ist gut. Wie sprechen hier von einem Schnitt mit einer 1 vor dem Komma. Leider befindet sich hinter dem Komma eine höhere Zahl als eine 4. Denn was die Medien ja leider auch nicht sagen, ist dass unsere Schnitte bei der Bewerbung gerundet werden. Hast du eine Endnote von 1,0-1,4 hast du am Ende eine 1. Hängst du aber zwischen 1,5-2,4 bekommst du eine 2. 
Lustig oder?
Nein.
Denn wie ihr euch vorstellen könnt, bin ich mir sicher, dass es in meinem Bewerbungsjahr mehr als drei Menschen geben wird, die sich mit einer 1 bewerben. Und was mache ich mit meiner 2? Naja. Auf den nächsten Durchgang warten. Ziemlich traurig, aber so ist es eben.
Und deshalb bekomme ich Aggressionsanfälle, wenn es heißt, dass Bremen keine Lehrer hat. Wie denn auch, wenn ihr nicht bereit seid und bis zum Ende auszubilden?
Das musste ich einmal loswerden.

Überlest den Nachtrag gern und teilt mir eure Gedanken zum Lesen mit. Damit würdet ihr mir eine große Freude machen! :)

4. Februar 2016

Rezension: "Fairest" von Marissa Meyer


Titel: Fairest. The Luna-Chronicles. Levana's Story
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Square Fish
Preis: 8,60€
Seiten: 288

In Bezug auf den letzten Teil der Luna-Chroniken hatte ich bisher kein Glück. Und auch wenn es eigentlich unerklärlich ist, ist „Wie Schnee so weiß“ noch immer nicht bei mir eingezogen. Allerdings hat das auch sein Positives: Es gab mir Zeit Levanas Geschichte „Fairest“ zu lesen, was vor dem großen Finale gar nicht so schlecht ist. Denn hier lernt man die böse Königin viel näher kennen und auch wenn es abschreckend ist, da Levana ja als das grundsätzlich Böse stigmatisiert wird, kann man sie durch dieses kleine Büchlein irgendwie verstehen…Ein weitere Highlight aus der Feder von Marissa Meyer!

Inhalt


Die junge Prinzessin Levana steht im Schatten ihrer zerstörerischen Schwester. Channary s Bösartigkeit lässt sie gern an ihrer „Baby-Sister“ aus, aber diese weiß sich nicht zu wehren. Durch Feuer entstellt, flieht sie vor der Wirklichkeit und zeigt sich der Öffentlichkeit nur in reinster Perfektion. Doch das junge Mädchen ist einsam, ohne Eltern, ohne eine Schwester die sie liebt und ganz ohne Freunde. So ist es kein Wunder, dass sie in dem Soldaten Evret mehr sieht. Eine Persönlichkeitsentwicklung nimmt ihren Lauf, die von Zurückweisung und einer imaginären Welt geprägt ist und die genau dort endet, wo die Luna-Chroniken beginnen: Mit einer abgrundtief bösen Königin, die nur das „Beste“ für ihr Volk will!

Meinung


Für mich war „Fairest“ ein sehr interessantes Buch. Ich hatte bereits die Kurzgeschichte von Wolf gelesen und bin für jeden weiteren Einblick in die Welt der Luna-Chroniken dankbar. Daher kam es gerade Recht, dass ich Levanas Geschichte noch vor dem letzten Band gelesen habe. Denn ich glaube, dass man sie Story so viel besser verstehen kann. Es gibt nun einmal immer zwei Seiten und nur weil wir Leser so gut wie immer auf der Seite unserer Protagonisten stehen, heißt das nicht, dass die böse Seite nicht auch ihre Gründe hat. Und das ist das Geniale an „Fairest“. Der Leser hat bereits eine Meinung zu Levana. Man weiß, was aus ihr wird. Und dennoch ist ihr Weg faszinierend. Man kann sie verstehen und man fühlt mit ihr. Natürlich ist es erschreckend, wie sie ihre Taten und ihr Handeln vor sich selbst rechtfertigt, aber kennt man ihre Geschichte, kann man ihre Beweggründe und ihre Denkweise ebenso verstehen. Wir lernen Levana hier einfach aus einer völlig neuen Perspektive kennen. Und letztendlich ist sie nichts als ein armes und zurückgewiesenes Mädchen, das denkt alles für sein Volk zu geben. 
Sehr viel mehr kann ich zu dieser kurzen Geschichte gar nicht sagen. Es ist wirklich unglaublich interessant in diese neue Welt einzutauschen. Natürlich tauchen Figuren auf, die wir bereits kennen: Selene, Winter, Sybil Mira…Allerdings spielt die Geschichte lange vor „Cinder“ und dementsprechend sind diese Charaktere noch nicht die, die sie einmal werden. Evret war für mich sehr besonders. Und eben auch die Sichtweise, wie Levana sich eigentlich ihre ganz eigene Welt aufbaut, die als Rückzugsort fungiert. 
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und muss zugeben, dass ich mich da nicht so ganz zu Hause fühle. Ich brauchte ein paar Seiten um in den Stil hineinzukommen, allerdings ging es danach ganz gut. Ich glaube, dass es schon nicht ganz leicht ist, da Luna einfach eine ganz andere Welt ist und man manche Dinge eben nicht so gut versteht, wenn sie auf Englisch beschreiben werden. Allerdings lässt sich das Buch super verstehen und man kommt gut voran.

Fazit


In Levanas Geschichte geschehen schreckliche Dinge, allerdings nichts, was man von der späteren Levana eben nicht auch erwarten würde. Und doch…ein kleines bisschen Mitgefühl konnte ich mir nicht verkneifen. Dieses Buch ist ein toller Zusatz für alle Luna-Fans! Ich vergebe tolle 4,5 Spitzenschuhe. Einziges Manko ist eigentlich, dass die Geschichte nicht allzu lang ist. Naja..und dass es eben trotzdem um Levena geht. Ihr versteht was ich meine ;) Dennoch landet man als Leser in einem tollen Zwiespalt, der mich persönlich sehr gefiel!