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30. November 2019

Rezension: "Die Greifenreiterin - Hoffnung" von Sabine Schulter




Titel: Die Greifenreiterin - Hoffnung 
Autor: Sabine Schulter  
Verlag: Selfpublished
Preis: 12,99€ (TB) 
Seiten: 267

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr man sich in völlig fiktive Figuren, ja sogar völlig fiktive Lebewesen im Generellen verlieben kann! Denn genauso erging es mir mit dem Greifenweibchen Ferril, das natürlich eine der Hauptfiguren in Sabine Schulters „Die Greifenreiterin“ ist. Nachdem ich den ersten Band „Gefangenschaft“ gelesen hatte, ließen Ferril und seine Reiterin Rayna mich nicht mehr los. Und obwohl ich durchaus Kritik am ersten Teil hatte, wartete ich sehnsüchtig auf Band zwei. Mit dem zweiten Band „Hoffnung“ entführt uns die Autorin nicht nur erneut in die wundervolle und fantastische Welt von Ferril und Rayna, sondern schafft es auch, den Spannungsbogen zu steigern. Hut ab, denn so ist das Resultat in meinen Augen stärker, als der Auftaktband!

Nachdem die Zea-Anführerin Ti´ha sie um Hilfe gebeten hat, kehren Rayna und Hyron zu den Himmelsschwertern zurück. Dort angekommen, können sie ihre Anführer davon überzeugen, dass es für ganz Teharis von Nutzen ist, wenn Zemzee aufgehalten wird. Doch als Rayna in den Süden zurückkehrt, muss sie feststellen, dass alles nicht so einfach ist wie gedacht und Zemzee Dinge in der Hinterhand hält, die alle Kräfteverhältnisse durcheinanderwirbeln. Die Einzigen, die ihm etwas entgegensetzen können, sind die Tenga – das magiebegabte Volk, das sich bisher strikt von allen anderen fernhielt.

Als Leser kommt man bereits auf der ersten Seite wieder in Raynas und Ferrils Welt an. Es ist, als wäre man nie weg gewesen, da Band zwei unmittelbar nach dem ersten Band wieder einsetzt. Dennoch schafft Sabine Schulter es, die Ereignisse des ersten Bandes gut in die ersten Kapitel zu verweben, sodass man sofort wieder in der Geschichte ist. Und das ist gut, denn es geht auch direkt los. Man kann einen klaren Aufbau des Buches erkennen, der definitiv eine steigende Spannungskurve aufweist. Rayna und Hyron sind anfangs beim Volk der Shealif und so bekommt man einen umfassenden Einblick in die Vielfältigkeit Teharis‘. Das Volk der Shealif, aber auch das Himmelsvolk werden noch einmal ganz neu vorgestellt, was sehr viel Spaß macht. Doch nachdem die Situation klar ist, wird das Buch erst so richtig rasant. Denn die Reise beginnt und der Auftrag lautet Zemzee aufzuhalten. Doch das ist gar nicht so einfach, ist der Anführer des Nordvolkes doch viel stärker, als zunächst angenommen! Schnell ist klar: Nur die Tenga können noch helfen. Doch gerade dieses Volk hat es in „Hoffnung“ am schwersten. Die Einführung bis zur Haupthandlung gefiel mir im Großen und Ganzen sehr gut. Hier gehe ich später allerdings noch auf eine Einschränkung ein. Der Hauptteil der Handlung spielt auf einer Mission zum Tempel der Tenga. Diese Mission ist wirklich gut umgesetzt und es macht so viel Spaß den Protagonisten unter die Erde zum Heiligtum der Tenga zu folgen. Das magiebegabte Volk ist einzigartig und so ist es auch mit dieser Mission, mit dem Schauplatz und mit den Figuren. Rayna und Ferril machen sich gemeinsam mit Karim und Tack, Hyron und einem Vertreter der Tenga auf die Reise. Dieser kleine Trupp ist durch seine Mischung mehr als gelungen, sodass man mit ihnen lachen, weinen, aber auch jedes Abenteuer bestehen kann. Und von denen warten viele auf die Greifenreiter und ihre Gefährten. Die Handlung war wirklich spannend und vor allem zum Ende hin flogen die Seiten nur so dahin. 
Die Figuren tun ihr Übriges. Über Rayna und Ferril brauche ich glaube ich nicht allzu viel sagen. Die starke und eigensinnige Protagonistin bleibt ihrer Linie treu, was mir gut gefiel. Ihr Greif Ferril ist einfach einzigartig und einer der Gründe, warum man sich in die Geschichte verlieben muss. Und wenn nicht wegen Ferril, dann wegen Karim, Raynas Bruder. Mir hat es sehr gut gefallen, dass er eine größere Rolle als in Band eins bekommen hat und so erobert der beschützerinstinktgeleitete große Bruder sofort jedes Herz im Sturm. Und für den ein oder anderen Witz sorgt er obendrein. Die Chemie zwischen Rayna und Karim ist einfach grandios und auch Hyron passt gut in diese Truppe. Über den Shealif erfährt man in „Hoffnung“ noch deutlich mehr, als noch in „Gefangenschaft“. Sein Charakter wird greifbarer und seine Liebe zu Rayna immer offensichtlicher. Hiermit wäre ich aber bei meinem Kritikpunkt angelangt. Im ersten Teil des Buches geht es genau darum: die Liebe. Mir ging das Ganze etwas zu schnell und die Gefühle waren auch zu plötzlich so intensiv. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, auch wenn die Liebesgeschichte an sich ganz wunderbar ist! 
Diese (kleine) Kritik bleibt aber sehr einsam, denn insgesamt ist das Buch wahnsinnig toll. Das liegt natürlich auch am Schreibstil der Autorin. Gerade im Fantasygenre muss mit Bildern und Details gearbeitet werden und darauf versteht Sabine Schulter sich absolut. Man liest das Buch sehr schnell, kann sich alles vorstellen und fühlt sich als Teil der Handlung. 
Ein paar Worte noch zum Ende: Ich hasse Cliffhanger. Und oh Mann…das hier ist sowas von einer. Nie hätte ich gedacht, dass die Geschichte an solch einem Punkt enden könnte. Ich habe geschrien und war mehr als schockiert. Denn das Ende ist so gemein. Man MUSS einfach wissen, was nun passiert! Obwohl ich Sabine Schulter für dieses Ende wirklich ein klein wenig hasse, ziehe ich auch meinen Hut vor ihr, denn so hat sie es definitiv geschafft, meine Neugierde auf Band drei zu schüren. Ich brauche dieses Buch – und zwar schnell!


„Die Greifenreiterin – Hoffnung“ ist eine tolle Fantasygeschichte, die nicht nur mit gelungenen Protagonisten (egal ob menschlich oder tierisch) aufwartet, sondern die auch in ein zauberhaftes Setting gelegt wurde. Die Geschichte hat alles, was sie braucht: Freundschaft, Liebe, Abenteuer und das ganz gewisse Etwas. Ich freue mich sehr auf den dritten Teil und verbleibe bis dahin mit 4,5 Sternen und natürlich in der „Hoffnung“, dass Band drei ganz bald erscheint.


27. Februar 2019

Rezension: "HoN - Verloren" von P. C. Cast & Kristen Cast



Titel: House of Night - Veloren 
Autor: P. C. Cast & Kristen Cast 
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,99€ 
Seiten: 496

Die „House-of-Night“-Reihe ist für mich Segen und Fluch zugleich. Die meiste Zeit über betrachte ich sie als Fluch. Denn allein die abnormale Länge von 12 Bänden ist mehr als eine Herausforderung. Auch das kindische Geplänkel, die unnötig sexistischen Andeutungen und viele, viele Charaktereigenschaften nerven mich immer wieder. Doch, wieso auch immer: Wenn ich eines der Bücher in der Hand habe, lese ich sie eigentlich ganz gern. Man muss nicht nachdenken und kann sich berieseln lassen. Und auch wenn ich immer wieder den Kopf schütteln muss, sind die Bücher durchaus spannend und voller Entwicklungen. Zwischenzeitlich hätte ich die Reihe beinahe abgebrochen, doch ich bin fast froh, es nicht getan zu haben. Denn Band 10 mit dem Titel „Verloren“ hat mir gut gefallen! Und deswegen geht unsere Hassliebe in die nächste Runde.


Neferet ist nicht mehr länger Hohepriesterin im House of Night in Tulsa. Nachdem sie sich ganz dem Bösen verschrieben hat, muss sie die Schule verlassen. Doch sie geht nicht, ohne eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen. Zoey und ihre Freunde wissen, dass die Schule nur dann weiterbestehen kann, wenn jetzt alle zusammenhalten. Denn Neferet wird mit allen Mitteln ihr Ziel weiter verfolgen: Sie will Zoey töten. Und mit Hilfe von Aurox könnte ihr das auch gelingen. Doch Zoey glaubt, in Aurox ihren Menschenfreund Heath entdeckt zu haben. Kann das sein? Er ist doch Neferets Werkzeug. Oder etwa nicht? Zoeys Grandma scheint ihm zu vertrauen…

Was ich an der Reihe wirklich faszinierend finde, ist die zeitdeckende Erzählweise. Ich habe inzwischen zehn Teile aus der „House-of-Night“-Reihe gelesen. Und seit dem ersten Teil sind nur wenige Monate ins Land gegangen. Die Protagonistin Zoey ist noch nicht einmal ein halbes Jahr lang ein Vampir. Und seitdem hat sie nicht nur viele Menschen verloren, die ihr nahestanden, sondern musste sich auch immer wieder gegen das Böse stellen. 
Es ist absolut absurd, wenn man die Story zu hinterfragen beginnt. Unlogisch. Lächerlich. Ja, all das trifft zu. Und trotzdem wird die Geschichte gerade durch diese zeitdeckende Erzählweise so lebendig. Jedes Buch deckt zumeist nur wenige Tage ab, was schwer nachvollziehbar ist und im heutigen Dschungel der Jugendbücher sicher sehr selten, aber dadurch bleibt man im „Flow“. Man wird zum Teil der Geschichte und kann jederzeit sehr gut zu ihr greifen.  Außerdem knüpft jedes Buch unmittelbar an des Ende des letzten an, was ich wirklich gut finde.Die Bücher sind allesamt sehr umfangreich, doch man merkt kaum, dass man einen 500-Seiten Schinken liest, da sich viele Ereignisse überschlagen.
Zumindest trifft dies auf den zehnten Teil der Reihe zu. Tatsächlich habe ich meinen Tiefpunkt mit der Reihe überwunden und habe seit einigen Bänden wieder Spaß an ihr. Inzwischen freue ich mich sogar auf das Ende – ja, auch weil es dann endlich irgendwann vorbei ist. Aber auch handlungstechnisch ist die Geschichte deutlich stärker geworden! Mit dem Auftauchen der Figur Thanatos verändert sich der Mittelpunkt ein wenig. Das gleiche trifft auf Aurox zu. Die Finsternis ist ein Handlungselement, das erst seit drei Büchern dazu gekommen ist und mich durchaus irritiert hat. Andererseits sind die Seiten dadurch sehr klar und deswegen handelt es sich inzwischen um einen Kampf zwischen Gut und Böse. Beides wird auch durch die beiden Vampirsorten dargestellt, rot und lila. Doch rot zu sein, heißt nicht gleich böse zu sein. 
Auch in Zoeys vertrautem Umfeld verändert sich etwas. Der Bruch der Zwillinge bahnte sich schon im letzten Teil an, doch in „Verloren“ verfestigt sich der Bruch zwischen Erin und Shaunee. Ich finde es sehr schade, dass es diese Einheit nicht weiter gibt, aber es macht die Sache auch interessanter. Ebenso wie der Wandel, den Kalona durchmacht. Zoey selbst ist sich in diesem Buch wie immer sehr treu: naiv, verwirrt, egoistisch und ziemlich beschönigt. Sie weiß wie immer nicht, was sie fühlt – und für wen. Und dennoch ist sie schon reifer geworden. Ich diesem Buch hatte ich tatsächlich nur wenige Kritikpunkte gegenüber der Protagonistin. 
Es gibt inzwischen so viele Figuren, dass man unmöglich zu allen etwas sagen kann. Ich mag noch immer Aphrodite und Darius am liebsten, weiß nicht genau, was ich von Stark halten soll und sympathisiere durchaus mit Stevie Raes frecher Art. Viele Charaktere, wie etwa Kramisha bleiben aber im Hintergrund. Nur Shaylin tritt daraus nun deutlich hervor, was mir sehr gut gefällt! Ihre Gabe ist wirklich interessant und das Mädchen sehr sympathisch. Hier wurde die Clique wirklich sinnvoll erweitert. 
Und wenn ich bei den Charakteren bin, muss ich natürlich etwas zu der Gegenspielerin sagen: Neferet. Man kann sie nicht mögen. Sie ist grausam. Und wie sehr, verdeutlicht sich in diesem Teil. Die Ereignisse spitzen sich wahrlich zu und das führt in „Verloren“ zu einem rasanten Finale, in das Grandma Redbird verwickelt ist. Tatsächlich haben die Autorinnen den Spannungsbogen in diesem Buch gut hinbekommen. Ich habe immer wieder gern zur Geschichte gegriffen. Und ich bin sehr gespannt, was die letzten beiden Teile noch bereithalten.
Zwischendurch ist der Stil der Autorinnen wirklich verstörend. Es ist brutal und sexistisch. An einer Stelle wollte ich wirklich nicht weiterlesen. Auch das gekünstelt Jugendliche mag ich am Schreibstil einfach nicht. Aber wie ich auch sonst in den HoN-Rezis betone, vielleicht bin ich einfach zu alt für die Geschichte. Trotz Kritik muss ich zugeben, dass der Stil sehr fließend ist und man das Buch schnell weglesen kann. Das mag an den vielen Dialogen und der Vielfalt an Charakteren liegen – egal an was: Es beweist, dass an den Büchern doch ein wenig richtig gemacht wurde.


Der Begriff „Hassliebe“ trifft es eigentlich ganz gut. Ich hasse das Vokabular der HoN-Bücher und ich finde viele Handlungsstränge kindisch. Doch tatsächlich reift die gesamte Clique um Zoey herum und auch sie selbst. Die Bedrohung wird in diesem Band sehr greifbar. Gut gegen Böse. Kein Wunder also, dass die vielen (durchaus interessanten) Figuren zusammenhalten und den Kampf gegen Neferet bestreiten. „Verloren“ hat mir gut gefallen, denn es ist ein durchgehend spannendes Buch mit vielen Entwicklungen. Und deswegen vergebe ich vier von fünf Spitzenschuhen.





2. Dezember 2018

Rezension: "HoN - Bestimmt" von P. C. Cast & Kristen Cast



Titel: House of Night - Bestimmt
Autor: P. C. Cast & Kristen Cast
Verlag: Fischer
Preis: 16,99€
Seiten: 544


Die „House of Night Reihe“ ist ein absolutes Langzeitprojekt. Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen, in jedem Monat ein Buch der Reihe zu lesen. Hätte das aber funktioniert, wäre ich bereits seit Mai diesen Jahres durch. Zum Teil kam einfach was dazwischen, zum Teil hatte ich aber auch keine Lust auf Zoey und Co. Denn obwohl ich finde, dass die Reihe besser geworden ist, nervt mich die Perfektheit der Protagonistin. Dennoch muss ich sagen, dass die Story des neunten Teils "Bestimmt“ gut ist. In den Vorgängern sind viele Handlungsstränge aufgemacht worden, so dass die Geschichte viele Ansatzpunkte bietet und so für jeden etwas dabei ist. Dadurch habe ich das Buch gern gelesen, auch wenn ich trotzdem lange gebraucht habe. Nicht alles ist super spannend, aber gerade das Ende wird wieder aufregend. Und damit passt sich auch der neunte Teil der Reihe gut an und wird zur unterhaltsames Lektüre.

Zoey ist wieder zurück im House of Night in Tulsa, gemeinsam mit ihrem Krieger Stark, der sie beschützt.
Doch nun wird ein Treffen mit der nach Rache dürstenden Hohepriesterin Neferet unausweichlich. Neferet ist noch immer mit den Mächten der Finsternis im Bunde, ihre Macht größer denn je. Ist Zoey wirklich sicher in diesem Haus? Und weiß sie, wer ihre wahren Freunde sind? Auch für Rephaim, der Stevie Rae nicht mehr aus den Augen lässt, entscheidet sich jetzt alles: Durch eine Gabe der Göttin Nyx hat er menschliche Gestalt angenommen und kann auf diese Weise endlich mit ihr zusammen sein. Doch wird er den Weg des Guten auch weiterhin gehen?

Das Buch beginnt wieder sehr unvermittelt, gleichzeitig wird dem Leser aber gut vor Augen geführt, was zuvor geschah. Deswegen ist der Einstieg sehr leicht, auch wenn man ein paar Dinge vergessen haben sollte. Wirklich toll finde ich, dass die Geschichte kein großes Vorgeplänkel braucht und dass schon nach dem ersten Kapitel klar ist, wohin dieser Band führt. So wird direkt ein roter Faden gesponnen, der für den Leser leicht ersichtlich ist. Denn Zoeys Mutter ist ermordet worden (natürlich ist klar, wer das war) und 7 Tage nach dem Mord möchte Grandma Redbird ein Reinigungsritual auf ihrer Lavendelfarm veranstalten. Dass noch nie ein Ritual ohne Aufsehen von Statten ging, ist inzwischen jedem HoN-Leser klar und somit weiß man sofort, dass das Buch auf dieses Ritual hinarbeitet. Das fand ich wirklich gut. Und ebenso gut ist, dass der Weg dahin nicht langweilig oder künstlich verlängert ist. Über den letzten Punkt lässt sich vermutlich streiten, denn manche Handlungsstränge dümpeln natürlich trotzdem vor sich hin. Die HoN-Reihe erzählt schon seit dem ersten Band nahezu zeitdeckend und deswegen sind die Geschehnisse mal normal und mal aufregend. Es passiert auf jeden Fall einiges, auch wenn die Dauer des Buches lediglich fünf Tage beträgt.
Und das liegt natürlich an den vielen verschiedenen Figuren. Denn inzwischen – nach immerhin neun Büchern – hat beinahe jede Figur eine eigene Geschichte bekommen. In diesem Teil kommt sogar noch eine weitere hinzu. Der Leser konnte sich schon in den letzten fünf Büchern daran gewöhnen, dass nicht nur Zoey Erzählerin der Geschichte ist. Neben ihr gab es bereits Kapitel aus Neferets, Kalonas, Stevie Rays, Rephaims, Aphrodites, und Starks Sicht. Ab und zu kommt auch Damien zu Wort, oder auch Jack, Lenobia oder Heath. In diesem Buch werden noch die Figuren Aurox und vor allem Shaunee beleuchtet. Aurox ist ein neuer Charakter, weshalb auch seine Storyanteile neu sind. Aber Shaunee, einer der Zwillinge, wird nun nach langer Zeit erstmal beleuchtet. Das fand ich tatsächlich sehr spannend, auch wenn ihre Einstellung mir missfiel. Insgesamt gibt es in diesem Teil nämlich viele Veränderungen. Davon kann ich nicht jede nachvollziehen. Allerdings sind die Charaktere, wie man sie in Band eins kennenlernt, schon lange nicht mehr so. Ist Kalona gut oder böse? Auf wessen Seite steht Neferet? Wie hat sich Rephaims Leben gewandelt und was für ein Wesen ist Aphrodite eigentlich, wenn sie weder Mensch noch Vampyr ist? Alles nicht so einfach und den Überblick zu bewahren wird immer schwieriger. Aber trotz all dieser Kompliziertheit muss man den Autorinnen das Lob aussprechen, dass man beim Lesen nicht nachdenken muss. Die Lektüre ist einfach und gleichzeitig aufregend. Man geht jedes Mal wieder zurück in diesem komplexe Welt rund um Zoey und kann darin abtauchen. Diese Welt ist gewiss kompliziert, aber man hatte ja acht Teile Zeit, sich daran zu gewöhnen. Ich finde jedenfalls, dass die Reihe nach einem ziemlichen Durchhänger in der Mitte, wirklich rasant besser wird. „Bestimmt“ hat mich jedenfalls storytechnisch absolut überzeugt. Der alte Kampf zwischen Gut und Böse wird toll aufgemacht und es gibt ein rasantes Finale, das erneut nicht jeder überlebt. In den HoN-Büchern mussten schon viele Verluste hingenommen werden und das hört auch jetzt nicht auf. Das Abschlussritual ist jedenfalls wirklich toll geworden.
Und weil mir die Geschichte gefallen hat, kann ich auch über zwei Kritikpunkte hinwegsehen. Zum einen ist das der Schreibstil. Er ist in gewisser Weise gut und flüssig, aber meines Erachtens so wahnsinnig künstlich jugendlich und cool gehalten, dass es schnell nervt. Das Gelaber von ABF’s, oder angesagten Trends fand ich wirklich anstrengend. Aber offenbar stellt sich das Autorenduo so die 16,17-Jährigen der 2000er vor. Vielleicht waren sie ja auch so.
Der zweite Kritikpunkt sind eben diese 16,17-Jährigen. Jeder Charakter hat so seine Schwächen und ich habe kaum Favoriten, weil alle eine Macke haben, die mich persönlich stört. Ich mag wirklich Aphrodite und Darius inzwischen am liebsten, aber auch die erwachsenen Vampyre wie Lenobia (, die in diesem Buch übrigens auch tolle Handlungsteile ausschmückt) oder Thanatos sind sehr gelungen. Nervig ist nach wie vor Zoey, weil sie einfach jeder liebt und sie ja so eine tolle Frau ist. Sie hat großartigen Sex und jeder Kerl lechzt nach ihr. Das ist einfach unnötig. Gibt es vielleicht auch mal eine vernünftige Person, die sie nicht mag? Nein. Immer nur die fiesen Bösewichte halten sie für unausstehlich – und denen würde ich da sogar zustimmen. Aber gut, indem die Erzählperspektive so oft wechselt, umgehen die Autorinnen auch das Problem der unsympathischen Protagonistin. Sie wäre vielleicht gar nicht so unsympathisch, wenn nicht jeder sie so toll finden würde…aber gut. Nach neun Büchern kann man das wohl nicht mehr ändern.


Insgesamt konnte mich „Bestimmt“ wirklich überzeugen. Hat man Zeit und Lust lässt sich das Buch schnell weglesen. Aber auch wenn man, wie ich, länger braucht, unterhält die Geschichte dank ihrer vielen verschiedenen Perspektiven und Handlungssträngen gut. Das Chaos um die Finsternis, um Gut und Böse, um Zoey und ihre Freunde gegen Neferet wird immer komplexer, aber auch immer spannender. Die Grenzen sind fließend und ich bin gespannt, was in den letzten drei Büchern passieren wird. Ich vergebe 4 Spitzenschuhe für diese Geschichte und hoffe, dass das endlich erreichte Niveau auch bis zum Ende durchgehalten werden kann.


21. September 2018

Rezension: "Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard


Titel: Gläsernes Schwert
Autor: Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Preis: 21,99€
Seiten: 576

„Die rote Königin“ war ein umwerfendes Buch, das zurecht in aller Munde war. Aber wie das so oft bei tollen ersten Teilen ist, ist der zweite nicht sofort zur Hand. „Gläsernes Schwert“ erschien und wurde von mir zunächst ignoriert. Erst eineinhalb Jahre nach Lesen des ersten Teils griff ich zum Folgeband: und wurde herbe enttäuscht. Zum einen bestätigte sich die Gefahr, die sich bei Reihen oft anbahnt: der zu große zeitliche Abstand zur Geschichte. Zum anderen konnten mich aber weder die Charaktere und ihre Entwicklung, noch die Handlung selbst, von sich überzeugen. „Gläsernes Schwert“ hat gute Momente, war für mich aber eine sehr zähe Lektüre.

In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.

Bevor ich mich an diese Rezension gesetzt habe, klickte ich mich zu derjenigen von „Die rote Königin“ durch. Ich habe das Buch wirklich geliebt und das wird in meiner Rezension auch deutlich. Warum ich dann irgendwann nicht mehr das Bedürfnis hatte, weiterzulesen, weiß ich nicht. Aber nun hatte ich es endlich geschafft, der Klappentext sprach mich wieder an und ich wollte erneut in Mares Welt eintauchen. Das erste Problem? Ich wusste überhaupt nichts mehr. Ja, da war die Sache mit den verschiedenen Farben des Blutes. Und Maven…und Cal. Aber wer war noch Julian? Oder welche Fähigkeit besitzt denn Mares Bruder Shane nochmal? Ich stellte mir die ersten 100 Seiten ziemlich viele Fragen. Und leider hat die Autorin Victoria Aveyard auch nur mäßiges Talent bewiesen, wichtige Informationen wieder in den Anfang des Buches fließen zu lassen. Oft kennt man es ja, dass ein kleiner Umriss der vergangenen Ereignisse am Anfang von mehrteiligen Büchern steht. Das war hier nicht der Fall. Und deswegen fühlte ich mich als Leser ganz schön allein gelassen.
Hinzu kam, dass mir jegliche Identifikation fehlte. Gut, an dem zeitlichen Abstand zur Story bin ich ja selbst schuld. Aber die Figuren hatten nichts mehr von ihrer Stärke aus Band eins. Vor allem Mare hat sich zur unsympathischen, selbstbemitleidenden und selbstgerechten Protagonistin gemausert. Ich konnte sie einfach nicht mehr mögen. Sie handelt naiv und egoistisch. Gegenüber geliebten Menschen verhält sie sich vollkommen irrational. Schon klar, dass der Krieg sie verändert hat und ihr Wandel dadurch wahrscheinlich gar nicht so unauthentisch ist. Aber als tragende Persönlichkeit der Geschichte tut sie dem Buch nicht gut. Zwischendurch sagt und denkt sie zwar ziemlich intelligente Dinge, aber diese Momente waren wirklich zu selten. Cal hingegen mag ich immer noch ganz gern, auch wenn ich ihn nicht durchschauen kann. Über Maven lässt sich durch dieses Buch nicht sehr viel sagen, da er doch eher eine repräsentative Rolle einnimmt. Der Rest von Mares Verbündeten sind noch das beste am Buch: Farley, Shane, Kilorn und weitere Neublüter. Aber das ist wieder etwas, das ich einfach nicht verstanden habe. Was ist denn Ziel des Buches? Bis vor kurzem dachte ich auch, es würde sich um eine Trilogie handeln und ich stöhnte auf, als ich erfuhr, dass der letzte Teil nächsten Monat erscheint. „Gläsernes Schwert“ ist bereits etwas dicker. „Goldener Käfig“ steigert das Ganze noch. Und ich frage mich einfach, wieso? Denn in diesem zweiten Teil passiert zwar einiges, aber das wenigste davon trägt zur Handlung bei - und erst recht nicht zur Spannung. Denn spannend waren nur wenige Szenen im Buch. Vieles hätte man weglassen können. Insgesamt ist der Aufbau nicht ganz gelungen, denn man fragt sich ziemlich lange, wo die Geschichte hin will. Das Setting hat sich vollkommen umgekehrt. Denn „Gläsernes Schwert“ handelt eigentlich nur von Krieg. Große Gefühle sind da natürlich fehl am Platz. Und das ist sehr schade, denn die Autorin hat doch ein solches Fingerspitzengefühl in Band eins bewiesen. Doch das, was Mare mit Cal hat, ist eigentlich keiner Erwähnung wert. Und Maven? Er hat zwei Szenen im Buch, mehr sage ich dazu nicht. 
Wenn ich es so resümiere, fehlte mir an dem Buch doch ziemlich viel: Gefühle, Spannung, Story und eine gute Protagonistin. Die Handlung plätschert langsam vor sich hin und das Ziel bleibt lange unklar. Was allerdings gut ist, ist der Schreibstil. Victoria Aveyard schreibt manchmal sehr philosophisch und intelligent. Was ich aber nicht so mochte, ist, dass jedes Kapitel mit einem schlauen Satz enden möchte. Dennoch ist der Stil gut und flüssig.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die Reihe weiterlesen möchte. Und das ist sehr schade, denn der erste Teil konnte mich begeistern. Nun folgte aber mit „Gläsernes Schwert“ ein unnötig in die Länge gezogener Folgeband, in dem nicht viel passiert und wenn doch, sich die Lage ins Unsympathische kehrt. Ich kam mit Mare nicht zurecht und alle anderen spielen doch eine sehr untergeordnete Rolle. Von Beziehungen und Gefühlen kann man hier kaum sprechen und auch Spannung habe ich oft vermisst. Dennoch hat das Buch auch seine guten Seiten und Szenen. Die waren mir aber deutlich zu wenig und deshalb komme ich auf eine Wertung von 2,5 Spitzenschuhen. Nächsten Monat erscheint Band vier der Reihe. Mal abwarten, ob ich jemals aber zum dritten greifen werde...



30. Dezember 2017

Rezension: "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" von Virginia Boecker


Titel: Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit
Autor: Vorginia Boecker
Verlag: dtv
Preis: 17,95€
Seiten: 384

Oft bin ich ein ziemlich klassischer Leser. Wenn eine neue Reihe erscheint und sie gut sein soll, dann beginne ich sie oft. Auch wenn die Folgebände noch gar nicht erschienen sind. Dann warte ich eben. Der bekannte Nachteil? Das Warten kann eine ganze Weile dauern und in dieser Zeit vergisst man vielleicht Inhalte aus dem Vorgänger. Genau so erging es mir bei „Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit“ von Virginia Boecker. Mich hat der erste Teil sehr positiv überrascht und ich las ihn sehr schnell. Doch gerade wegen des Tempos vergaß ich eine Menge. Und als ich dann nach über einem Jahr Pause zum Finale der Dilogie griff, wusste ich wenig von der Ausgangslage. Deswegen fiel mir der Einstieg schwer, ich kam mit verschiedenen Entwicklungen nicht klar und hatte immer eine gewisse Distanz zur Geschichte. Bis zum Ende wurde ich nicht ganz warm mit „Witch Hunter“, auch wenn das Finale absolut top ist, vieles an der Geschichte ging leider an mir vorbei.

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Ich kann gar nicht genau benennen, was Virginia Boecker an in diesem Buch nicht ganz richtig gemacht hat. Meiner Meinung nach klingt der Klappentext super spannend und auch die Ausgangslage ist prekär. Elizabeth, John, Nicholas und ihre Freunde müssen noch immer Blackwell besiegen – das personifizierte Böse. Aber der Weg bis dorthin ist lang und erschwerlich – und das auch im Buch. Mir war die gesamte Erzählart zu ausholend und langatmig. Erst die letzten 100 Seiten des Buches sind absolut rasant, spannend und nervenaufreibend. Auch hat die Autorin wahrlich ein Talent für das Schreiben von Kampfszenen. Sie sind toll und bildlich geschrieben, so dass man den Kampf vor seinem inneren Auge sieht. Die Mischung zwischen Kampf und Magie ist im abschließenden Krieg außerdem sehr interessant, allerdings finde ich, dass die Magie in „Herz aus Dunkelheit“ schon fast etwas kurz kommt. 
Leider fand ich zu keiner Zeit so richtig in die Geschichte. Der Anfang ist spitze und auch das Ende ist toll. Aber der gesamte Mittelteil hatte so seine Längen. Hier steht die Charakterveränderung der Figuren deutlich im Vordergrund, wovon ich eigentlich immer ein Fan bin. Des Weiteren verändern sich die Charaktere authentisch und dementsprechend glaubhaft. Elizabeth ist von Natur an distanziert, aber man findet gut in ihr Gefühlsleben. Insgesamt muss ich empfehlen, das Buch unmittelbar nach Teil eins zu lesen. Denn die Autorin verzichtet auf typische Einführelemente, wie etwa die Schilderung von Vorangegangenem. Der Leser ist ziemlich auf sich allein gestellt und das fand ich wirklich schlecht. Denn ich hatte so vieles vergessen, manche Figuren wusste ich nicht einmal mehr einzuordnen. Wer war jetzt nochmal gestorben und wer nicht? Nach einer Weile findet man sich zwar wieder zurecht, aber für mich blieb die Distanz zur Geschichte. 
Dabei mag ich die Charaktere aus „Witch Hunter“ sehr gerne und auch die Geschichte ist spannend. Johns Charakter zu verfolgen ist sehr interessant. Er brachte mich zum Verzweifeln und zum Strahlen. Nicholas hat meiner Meinung nach eine zu geringe Rolle. Mein Herz konnte er dennoch berühren. Und Elizabeth? Ist eine starke und gelungene Protagonistin, mit der man sich zwar nicht identifizieren, die man aber bewundern kann.
Der Stil ist, wie erwähnt, manchmal ziemlich zäh. Das hatte ich aus Teil eins anders in Erinnerung. Aber vielleicht waren es auch unglückliche Umstände. Das falsche Buch zur falschen Zeit…



Ich hatte mich auf den Dilogieabschluss „Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit“ sehr gefreut, doch meine Freude wurde gedämpft. Das Buch ist immer noch gut, keine Frage. Denn es hat spannende Handlungselemente, starke und interessante Charaktere und einen richtig fiesen Bösewicht. Das Ziel der Geschichte ist von Anfang an klar und es läuft auf einen brutalen Kampf hinaus. Für rasante Szenen hat die Autorin ein Erzähltalent, an anderen Stellen zog sich die Geschichte aber sehr in die Länge. Alles in allem ist das Buch ein würdiger Abschluss, zu dem mir manchmal aber die Nähe fehlte. Kennt man Teil eins nicht mehr gut, wird man seine Probleme haben. Und deswegen bleib ich der Handlung gegenüber leider distanziert. Da ich nicht so viel Freude an dem Buch hatte, wie gehofft, vergebe ich 3,5 Spitzenschuhe. Vielleicht hätte ich das Buch zu einer anderen Zeit lesen sollen – am besten sehr viel früher.


18. Februar 2017

Blogtour: The Meoldy of Eden - Blutwächter! [Tag 1]

Hallo ihr Lieben!


Es ist mir eine wahre Freude euch zum Auftakt der Blogtour zu "Meoldy of Eden - Blutwächter" von Sabine Schulter bei mir begrüßen zu dürfen! Endlich geht es los und wie ihr wisst, habe ich auf diesen Tag hingefiebert. Gemeinsam mit der Autorin haben wir Blogger uns tolle Themen und Beiträge ausgedacht, mit denen wir euch in den kommenden Tagen unterhalten wollen. Viele spannende Infos zum ersten und zweiten Teil der Vampir-Reihe aus dem Dark Diamonds Verlag warten auf euch und am Ende könnt ihr mit ein bisschen Glück natürlich auch etwas gewinnen!


Hier zuerst einmal die Tourdaten:







Wie es sich gehört, gibt es beim ersten Beitrag eine Einführung für euch. Wir wollen euch ja nicht völlig unvorbereitet auf diese Geschichte loslassen.


Man glaubt ja eigentlich, dass man über Vampire schon alles gelesen hat. Die vielen verschiedenen, aber durchaus erfolgreichen Vampir-Buchreihen, kann man nicht einmal mit Hilfe von 10 Fingern abzählen. Die Autorin Sabine Schulter hat sich lange Zeit davor gedrückt, die geheimnisvollen Wesen in ihre Bücher aufzunehmen. Und nur durch einen glücklichen Zufall und viel Überredungskunst, wagte Sabine sich an das Thema. Zu unserem Glück! Denn diese Vampire sind etwas Besonderes und gehören in eine so wunderbare Geschichte, wie es "Melody of Eden" ist!


Ihr mögt es nicht, dass Vampire überaus schön sind? Dass sie vielleicht glitzern? Dass sie unsterblich sind? Dass sie nur mit Hilfe von bestimmten Dingen, wie etwa Knoblauch, besiegt werden können?

Das ist gut! Denn die Vampire von MoE sind anders. Zuerst einmal gibt es verschiedene Arten von Vampiren. "Die Guten gegen die Bösen" trifft es zwar nicht ganz, aber dennoch läuft alles auf diesen jahrhundertealten Krieg hinaus. Meoldy ist ein Mensch, der von Vampiren fasziniert ist - obwohl sie nicht sicher weiß, dass diese existieren. Schnell findet sie heraus, dass es die gruseligen Wesen, die im Untergrund leben, durchaus gibt. Sie dürsten nach ihrem Blut und hätten dieses auch fast bekommen. Hätte nicht ein Polizist der sogenannten "Nachtpolizei" eingegriffen...Eden. Hier ist wohl der Klappentext des ersten Teils angebracht:





Es beginnt ein Buch voller Spannung, Emotionen und innovativen Wendungen. Solltet ihr das Buch noch nicht kennen, kommen hier nun die Eckdaten, ebenso wie meine Rezension:





Eckdaten:

     Titel: Meoldy of Eden - Blutgefährten
 
     Autor: Sabine Schulter 
     Reihe? Ja
     Verlag: Dark Diamonds 
     Kaufen? Hier! 
     Seiten: 358 
     Preis: 4,99€





Meine Rezension

Vampirgeschichten hat man schon viele gelesen. Man muss auch zugeben, dass viele dieser Geschichten wirklich gut sind. Vampire sind einfach faszinierend. Dennoch ist es schwer den Mythos der Vampire mit innovativen Ideen zu paaren – doch genau das ist Sabine Schulter mit ihrem Roman „Melody of Eden – Blutgefährten“ gelungen. Ein toller Fantasyroman, in dem man Action, Liebe und Freundschaft findet. Eine gelungene Mischung für einen gelungenen Auftakt!

Klappentext


Vampire – Mythos oder Wahrheit? Diese Frage stellt sich auch die 23-jährige Melody, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin die unterirdischen Gänge ihrer Heimatstadt erforscht. Schon immer hat sie sich gefragt, ob es diese Wesen der Nacht tatsächlich gibt. Es wird gemunkelt, dass die Regierung ihre Existenz zu vertuschen versucht, und Melody würde nur zu gerne herausfinden, warum. Als sie plötzlich von einer unheimlichen Kreatur in die Tiefe gerissen und von einem unglaublich anziehenden Mann gerettet wird, ist ihr Wissensdurst nicht mehr zu stillen. Doch schon bald schon muss Melody herausfinden, dass es Wesen gibt, die man besser nicht auf sich aufmerksam macht …

Meinung


Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte, denn vor allem der Anfang ist einfach richtig gelungen! Man befindet sich sofort in Melodys Welt und versteht ihre Faszination von Vampiren. Die Autorin wählt einen rasanten Einstieg, der viel Spannung und auch gleich ein wenig Herzklopfen beinhaltet. Der Klappentext ist sozusagen eine Zusammenfassung des ersten Kapitels. Und dieses Kapitel ist klasse! Zu behaupten, dass es danach bergab gehen würde, wäre eine Lüge. Das Buch ist einfach fesselnd, vor allem wenn man sich auf die von Sabine Schulter erschaffenen Vampire einlässt. Denn es gibt zwei verschiedene Sorten. "Die Guten und die Bösen" wäre leicht vereinfacht, aber im Großen und Ganzen trifft es zu. Melody wird von einem Vampir vor einem Vampir gerettet – schon allein dieses Szenario ist irgendwie cool. Die Protagonistin ist eine junge und unabhängige Frau. Sie ist lebenslustig und fröhlich. Und vor allem ist sie von Vampiren fasziniert. Mir gefiel Melody. Allerdings ist Eden der sehr viel tiefgehendere Charakter. Nebenbei: Den Titel des Buches finde ich einfach toll! Aber bei diesen beiden Namen konnte die Autorin wohl auch nicht anderes…Zurück zu Eden. Eden arbeitet bei der Nachtpolizei und ist – Überraschung – einer der Guten. Doch er ist verschlossen. Seiner Miene ist nie etwas anzusehen und dennoch verfällt Melody sofort in eine Schwäche für ihn. Die Beziehung der beiden hat was. Sie entsteht erst langsam und muss reifen. Aber vor allem wird ihr Verhältnis mehr als einmal auf die Probe gestellt. Nachdem Melody immer tiefer in die Welt der Vampire gerät, gerät sie in den Fokus des Anführers der Wilden und somit dem Bösewicht des Buches – Rufus. Rufus und Eden verbindet eine lange Geschichte, weshalb es kein Wunder ist, dass der Vampir es auf sie abgesehen hat. Doch hier hat Eden noch ein Wörtchen mitzureden…
Die Geschichte ist spannend und dennoch hat sie viele ruhige Noten. Es geht vor allem um die Einführung in die Welt der Vampire im ersten Teil dieser Trilogie. Das Buch ist in zwei Abschnitte aufgeteilt, wobei der erste Teil aus Melodys Sicht erzählt wird. Der zweite Teil beinhaltet Passagen aus Melodys und auch Edens Sicht. Die Geschichte reift und entwickelt sich. Es gibt wieder einmal tolle Nebencharaktere im Buch. Allen voran die 10-jährige Ivy. Sie ist das Kücken unter den Vampiren und so ein niedliches Wesen. Ich verfiel ihr jedenfalls total und mir gefiel die Komponente, dass ein Kind eine Rolle spielt. Über Rich konnte ich tatsächlich manchmal schmunzeln und den großen bärtigen Scott konnte ich mir richtig gut vorstellen. Scarlett allerdings verabscheue ich. Auch viele weitere Figuren sind unglaublich interessant und geheimnisvoll. Ich bin sehr dankbar, dass es weitere Bücher der Reihe geben wird, denn es gibt zu viele Personen, von denen ich einfach noch zu wenig weiß. Ich hoffe, dass Kardia noch eine Rolle spielen wird und natürlich bleibt Rufus ebenfalls interessant. Insgesamt muss man sagen geht es um den uralten Kampf "Gut gegen Böse" in abgewandter Form.  Sabine Schulter glänzt mit innovativen Ideen, die sie in ihrem Fantasyuniversum etabliert. Das Buch hat einfach eine ganze Menge. Es geht um Freundschaft und Familie, um Feindschaft und Hass und natürlich um Liebe. Melodys und Edens Geschichte wird erzählt und mich konnten die beiden absolut überzeugen. Es ist ein guter Wechsel zwischen spannenden Szenen und ruhigeren Seiten. Der Stil der Autorin ist flüssig und angenehm. Durch den Perspektivwechsel bekommt der Leser ein sehr gutes Gefühl für Eden. Und natürlich endet Band eins mit einem Rätsel. Ich bin auf den Nachfolger sehr gespannt und bin sicher, dass Melody und Eden noch viel überstehen müssen.

Fazit




Wir haben es hier nicht nur mit einem schönen Titelbild und einem interessanten Namen zu tun. „Melody of Eden – Blutgefährten“ beinhaltet eine tolle Idee und deren Umsetzung in Bezug auf Vampire. Gepaart mit Themen wie Freundschaft, Familie und Missverstehen holt Sabine Schulter zu einem tollen Fantasyabenteuer aus. Die Liebesgeschichte ist authentisch und nicht abgedroschen und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Für mich kann das nur eines heißen: 5 von 5 Spitzenschuhen für Melody und Eden, die nur zusammen „The Melody of Eden“ sein können. 




So viel zu Teil eins...


Aber diese wunderbare Blogtour wird ja nicht zu "Blutgefährten", sondern zu "Blutwächter" veranstaltet. Und das ist natürlich der zweite Band der Reihe. Achtung, wer den ersten Teil nicht kennt, sollte jetzt wirklich nicht weiterlesen, da die folgenden Passagen mit Sicherheit ein paar SPOILER beinhalten:

Melody ist nun Mitglied der Nachtpolizei und Eden und sie sind endlich ein Paar - zumindest wissen ihre engsten Freunde das. Aber Rufus macht gefährliche Jagd auf Meoldy und scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, Eden alles zu nehmen, was er hat...

Schaut euch den Klappentext an:


 **Eine Liebe, so weitreichend wie der Horizont**

Allmählich beginnt Mel, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, und es dank Eden sogar zu genießen. Aber noch immer sorgt ihr Widersacher Rufus mit seinen perfiden Plänen für großes Chaos. Die Vampire beschließen, ihn ein für alle Mal zu stoppen, und verbünden sich mit den Einheiten der anderen Bezirke. Dass daraufhin ausgerechnet die gutaussehenden und manipulativen Vampirzwillinge des Mittelbezirks ein Auge auf Mel werfen, passt Eden gar nicht. Er muss lernen, endlich zu seinen Gefühlen für Mel zu stehen, und das am besten so bald wie möglich. Denn wenn Rufus erst mal mit seiner Vampirarmee aufwartet, könnte es dafür bereits zu spät sein…

Und wieder sind die erste Worte, die mir dabei einfallen Spannung und Emotionen. Ich bin sehr gespannt, wie die Autorin die Geschichte weitergestrickt hat und freue mich auf alle Komponenten der Geschichte. Es wird sicher rasant werden, wenn Rufus nicht siegen soll und gleichzeitig gibt es mit Sicherheit auch Herzklopfen aufgrund der reifenden Liebesgeschichte...Hach...

Wie sieht es bei euch aus? Freut ihr euch auch auf den zweiten Teil von MoE oder habe ich euch vielleicht Lust auf das erste Buch gemacht?

Aber nun zum Gewinnspiel, denn das darf natürlich nicht fehlen! So läuft's:

Insgesamt gibt es drei Gewinne/Gewinnpakete - einen ersten, zweiten und dritten Platz. Am Ende der Woche werden die Gewinner ausgelost. Das Gewinnspiel läuft bis zum 05.03. Innerhalb der Blogtour-Woche könnt ihr Lose sammeln und so eure Gesamtchancen erhöhen. Am Ende jedes Beitrags findet ihr eine Gewinnspielfrage, die ihr im jeweiligen Post beantworten könnt. Beantwortet ihr alle Fragen, habt ihr also gleich 7 Lose und somit eine größere Chance, dass euer Name am Ende gezogen wird. Alles klar?


Und das sind die Gewinne:

1. Platz


Hier könnt ihr euch eines der beiden Bücher aussuchen: "Melody of Eden" Teil eins oder zwei als Ebook!


2. Platz


Ein Goodiepack mit tollen Postkarten, Lesezeichen und Stickern. Außerdem ein filigranes Lesezeichen von MoE und ein zum Buch passendes Armband.


3. Platz


Ein weiteres Goodiepack mit Lesezeichen, Postkarten und Stickern. Auch hier findet ihr ein filigranes Lesezeichen von MoE und außerdem eine Fledermauskette.


Um ein Los zu sammeln, müsst ihr folgende Frage beantworten. Etwas Leichtes zum Einstieg:



Wie alt ist die Protagonistin Melody?




Teilnahmebedingungen
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, ansonsten benötigen wir eine Einverständniserklärung deiner Eltern.
  • Deine Adresse wird nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
  • Da der Versand deines Gewinnes durch die Autorin erfolgt, wird deine Adresse an sie weitergegeben (anschließend aber – siehe oben – gelöscht).
  • Der Versand erfolgt nur nach Deutschland, Schweiz und Österreich.
  • Falls dein Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte, übernehmen wir keine Haftung dafür.
  • Die GewinnerInnen erklären sich einverstanden, dass ihr Name im Rahmen der Blogtour öffentlich genannt werden darf.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Je öfter ihr unsere Fragen beantwortet, umso mehr Lose könnt ihr sammeln und habt dann höhere Chancen.
  • Das Gewinnspiel endet am 05.02. um 23.59 Uhr


Ich bedanke mich bei euch für euren Besuch und hoffe, dass ihr fleisig die Gewinnspielfrage beantwortet :)

Morgen geht es bei Tatii, dem Bücherfuchs, weiter. Ich hoffe ihr bleibt uns erhalten!


Eure Julia