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11. März 2022

Rezension: "A kingdom fears" von Sabine Schulter

 


Titel: A kingdom fears
Autorin: Sabine Schulter
Verlag: Impress
Preis: 4,99€
Seiten: 378

Mederia. Es ist schon einige Jahre her, dass ich das erste Mal Bekanntschaft mit dieser wundervollen Fantasywelt machte. Und ich war so gern dort. Lana und Gray sind mir als Charaktere damals sehr ans Herz gewachsen, weshalb ich wahnsinnig erfreut war, als ich hörte, dass die Autorin eine Fortsetzung schreibt. Noch einmal zurück nach Mederia? Sich noch einmal in die magische Welt voller Wesen wie Drachen, Dämonen oder Ignis stürzen? Aber sofort! Also begab ich mich zurück nach Mederia, denn dort spielt 20 Jahre nach den ersten drei Bänden „A kingdom fears“. Aber können Fortsetzungen die Erwartungen überhaupt erfüllen? Ich kann euch sagen: Sie können. Denn „A kingdom fears“ ist ein toller Mix aus alter „Tradition“ und Innovation, den ich ohne Zögern empfehlen kann.


Schon seit sie denken kann, lebt Arina in der sagenumwobenen Stadt Hamesta. Als Wächterin der Shaas, setzt sie alles daran, die mächtigen göttlichen Wesen zu beschützen. Auch wenn das bedeutet, die Mauern des geheimen Ortes hinter sich zu lassen und sich einer Welt zu stellen, die nicht nur Irrlichter, Elben und Drachen für sie bereithält, sondern auch Nathiel, den Prinzen der Dämonen ...

Klären wir zunächst einmal die Fakten: Man muss die ersten drei Bände der Reihe nicht kennen, damit man „A kingdom fears“ lesen kann. Grundsätzlich kann man beide Reihen unabhängig voneinander lesen, denn in dieser neuen Reihe gibt es neue Protagonisten. Und damit sind wir schon bei einem Punkt, der mir überaus gut an diesem Auftakt gefiel. Mederia ist quasi in die nächste Generation übergesiedelt, denn eine der Hauptfiguren ist der Prinz der Dämonen Nathiel. Nathiel ist der Sohn von Lana und Grey und somit kein unbeschriebenes Blatt. Gleichzeitig ist er aber trotzdem unbekannt und ein ganz eigener und starker Charakter. Und das gefiel mir wirklich gut. Denn als Kenner der Reihe hat man so seine Vorstellungen und freut sich tatsächlich auch immer, wenn die altbekannten Figuren im Hintergrund auftreten, aber gleichzeitig hat die Autorin eben jungen Figuren die Bühne überlassen, sodass der Weg für Neues frei wird. Natürlich ist es hilfreich, wenn man die Mederia-Reihe bereits kennt. Und trotzdem kann ich mir gut vorstellen, diese Reihe auch losgelöst zu lesen.
Denn tatsächlich stehen die neuen Protagonisten den alten in nichts nach. Da wäre neben Nathiel die meines Erachtens noch interessantere Figur Arina. Arina ist Priesterin und kommt aus einer Stadt, die man nicht verlassen darf. Sie hat eine ganz besondere Bestimmung und ist die Wächterin der Shaas, welche göttliche Wesen sind. Gleich zu Beginn lernt man Arina kennen und ich sympathisierte sofort mit ihr. Arina ist wild und gleichzeitig sehr höflich und aufgeschlossen. Sie kennt die Regeln und genauso ihren eigenen Platz. Doch in ihr lebt auch Abenteuerlust, die ausbrechen will. Als die Shaas von dunkler Magie angegriffen werden, braucht Arinas Volk Hilfe. Die Wächterin ist die Auserwählte, die Hamesta für kurze Zeit verlassen darf. Es hat mir sehr gut gefallen, Mederia durch Arinas Augen noch einmal neu kennenzulernen. Außerdem empfinde ich sie als sehr stark und trotzdem traditionell, was eine tolle Mischung ergibt.
Neben Arina spielt der genannte Kronprinz der Dämonen eine wichtige Rolle. Nathiel ist der männliche Protagonist und lernt in Arina sein „Schicksal“ kennen. Das heißt jetzt nicht, dass er sofort in die verliebt wäre und die Wächterin vergöttert. Oh nein. Bei diesem Volk ist es so, dass jeder Dämon im Alter von fünf Jahren von seinem „Schicksal“ träumt, welches der Mensch ist, der das eigene Leben am meisten verändert. Nathiel hat in Arina diese Person gefunden – ohne dass Arina davon weiß. Tatsächlich kann man auch keinesfalls von einer Liebesgeschichte sprechen, denn diese gibt es hier erst einmal nicht.
Nathiel ist ein bedachter Mann, der durchaus an seinen Vater erinnert. Auf seinen Schultern lastet die künftige Verantwortung eines ganzen Volkes und das wiederum merkt man dem Dämon auf jeden Fall an. Dennoch ist er ein tolles Vorbild, das lediglich eine Schwäche hat: seinen mangelnden Orientierungssinn. Gemeinsam mit dem Drachenweibchen Triss und seiner Cousine Prue begibt Nathiel sich an der Seite von Arina nach Hamesta. Wer nun aber denkt, dass die Geschichte lediglich aus einem Roadtrip besteht, liegt falsch. Zwar wird auch die Reise beschrieben, doch sie ist kein zentrales Element. Tatsächlich gibt es nämlich viele Nebenschauplätze, die im Kapitelwechsel immer wieder aufgegriffen werden – schließlich hat die Autorin eine Vielzahl von Figuren zur Verfügung. In ganz Mederia geht etwas Merkwürdiges vor. Nicht nur der Angriff auf Hamesta ist besorgniserregend, es schwindet auch die Magie im ganzen Land. Um herauszufinden, woran das liegt, bedarf es mehr als nur dem kleinen Reisetrupp rund um Nathiel. Auch Lana, Gray, Famir, Gareth und der Clan der Drachen gehen den Geschehnissen auf die Spur. So entsteht ein spannender Wechsel, den die Autorin meistens kapitelweise vollzieht.
Insgesamt werden viele Perspektiven in die Erzählweise miteinbezogen. Obwohl die Erzählweise immer auf eine Person beschränkt ist, schlüpft man als Leser in mehrere Figuren. So berichtet anfangs vielleicht Arina und danach wechselt die Perspektive in die von Nathiel. Die einzelnen Kapitel wechseln meistens zwischen den beiden Standorten der Reisegruppe von Arina und Nathiel und der Gruppe der bekannten Charaktere. Beide Handlungsstränge sind spannend und bekommen viel Raum. Für mich gab es zwei richtig spannende Stellen im Buch, bei denen ich gemerkt habe, wie sich mein Puls beschleunigte. Eine davon war natürlich das letzte Kapitel, was wirklich gemein ist. Denn es endet extrem abrupt, sodass man eigentlich weiterblättern will. Tja. Da müssen wir dann wohl doch noch warten.
Geprägt ist die Handlung von vielen magischen Eindrücken. Das können neue Völker und Gebräuche sein oder aber die Auswirkungen der dunklen Wesen, mit denen es Mederia nun aufnehmen muss. Gleichzeitig kommt eine sehr familiäre Atmosphäre hinzu, sodass für jeden etwas dabei ist.
Der Schreibstil von Sabine Schulter ist sehr schön. Sie arbeitet mit einer Bildgewalt, die sehr gut ins Genre passt. Mir haben die Beschreibungen der verschiedenen Gegenden gefallen, viel besser aber noch ist das Gespür der Autorin für ihre Figuren.
Zwar finde ich schon, dass die Geschichte an der ein oder anderen Stelle etwas seicht ist und ruhig noch mehr passieren könnte, dennoch finde ich den Spannungsbogen auf jeden Fall gelungen. Er endet definitiv am höchsten Punkt, sodass man einfach weiterlesen wollen muss.


Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, „A kingdom fears“ zu lesen. Ich habe mich sofort wieder heimisch in Mederia gefühlt und mich immer gefreut, wenn die alten Charaktere wieder auftauchten. Dennoch habe ich die neuen Protagonisten noch viel lieber gewonnen als die alten Charaktere. Denn dies ist die Geschichte von Nathiel und Arina, die es wirklich verdient haben, dass man sie auf ihrer Reise begleitet. Die Geschichte ist spannend und auf jeder Seite magisch. Und deswegen vergebe ich fünf Sterne.

30. März 2018

Rezension: "Mederia - Die versiegelten Hallen" von Sabine Schulter



Titel: Mederia - Die versiegelten Hallen
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Selfpublishing
Preis: 4,99€
Seiten: 410


„Mederia“ hat mich von der ersten Seite an bezaubert. Sabine Schulter entführte mich vor langer Zeit in diese magische Welt und mit jedem Satz nahm sie mich tiefer gefangen. „Aufziehende Dunkelheit“ war ein toller und spannender Einstieg, der durchaus unkonventionell ist – so ganz ohne Liebesgeschichte. „Kampf um Tetra“ ist keinesfalls der typische Mittelteil mit Durstrecke, sondern spannend, faszinierend und bewegend! Dieses Buch war eines meiner absoluten Highlights im letzten Jahr und auch deswegen fieberte ich dem Finale „Die versiegelten Hallen“ sehnlichst entgegen. Das Cover fügt sich wundervoll ein und der Klappentext verspricht viel. Doch konnte die Autorin meine Erwartungen halten? Ja. Denn „Mederia – Die versiegelten Hallen“ ist ein Feuerwerk der Fantasy. Die grandiose Welt, die vielen vielschichtigen Völker und Charaktere und der Zusammenhalt sind beeindruckend und herzerwärmend. Sabine Schulter schockiert ihre Fans und macht doch irgendwie alles richtig. Macht euch bereit für ein furioses, aber an manchen Stellen herzzereißend ruhiges Finale.

Nachdem die Verteidiger Mederias einen erneuten Angriff auf die Mauern Tetras abwehren können, entscheiden sie sich dazu, zu handeln und einen Trupp in das feindliche Land zu schicken. Sein Ziel: Sakterkis zu beseitigen.
Lana, die durch ihre Wandlungsfähigkeiten und ihr beeindruckendes Maß an Göttlichkeit zur Hoffnungsträgerin geworden ist, wird dafür ausgewählt und begibt sich zusammen mit ihren Freunden auf die Suche nach den versiegelten Hallen, in denen sich Sakterkis‘ Gefängnis befindet.
Auf ihrem Weg durch den Süden trifft Lana auf unvorhergesehene Probleme und auch ihre Gefühle für den Dämonenprinzen Gray lenken sie immer wieder ab. Doch Mederia braucht seine Götterbotin.


Ich liebe diese magische Fantasy-Reihe unglaublich! Die Autorin hat ein feines Händchen für ihre Figuren und innerhalb der letzten beiden Teile sind einem diese sehr ans Herz gewachsen. Lana und Gray sind zu Freunden geworden und beinahe glaubt man, sie würden an unserem Leben tatsächlich teilnehmen. Um die Götterbotin und den Dämonenprinzen haben sich im Laufe der Geschichte viele tiefe Freundschaften gebildet. Und auf all diese tollen Figuren trifft man in „Die versiegelten Hallen“ wieder. Ob das Kimire, Mihana, Famir, Sinsa oder Talien sind: Sie alle sind liebevoll und detailreich gestaltet und bilden so die ideale Reisegruppe um Lana und Gray. Denn im dritten Teil geht es die meiste Zeit über um die Reise zu Saktertis, die Lana und ihre Freunde durch den Süden führt. 
Der Einstieg ins Finale gelingt überaus gut! Die Banshee Cyanea spielt auch in diesem Band wieder eine Rolle und gerade sie ist es, die dieses Buch eröffnet. Ich bewundere sie überaus! Dass sie in Band drei sogar etwas größere Anteile hat, als in den Vorgängern, begrüße ich damit sehr! Mit der gewieften Banshee geht sofort Spannung einher und schon im ersten Kapitel gelingt es Sabine Schulter so, all die Ereignisse des Vorgängers wieder heraufzuholen, so dass der Leser sofort wieder in der Geschichte ist. Neben den tollen Charakteren, die ich eben schon angerissen habe, lebt das Buch durchaus auch von seinen Bösewichten. Diese kommen am Anfang und am Ende gehäuft vor und auch hier muss ich Lob aussprechen. Die tiefen Abgründe in den Bösen werden deutlich und deswegen wird der Kampf zwischen Gut und Böse umso wichtiger. Und genau diesem hat sich Lana verschrieben.
Nachdem das Buch fulminant startet, kehrt danach Ruhe ein. Ich muss zugeben, dass ich „Die versiegelten Hallen“ unglaublich langsam gelesen habe. Das liegt zum einen daran, dass ich viel zu tun hatte und mich nur schwer aufs Lesen einstimmen konnte. Andererseits liegt es aber an einem Punkt, der nur dann zum Vorschein kommt, wenn man sich Zeit nimmt: Man muss diese Geschichte genießen! Und das am besten langsam! Man sollte nicht durch diese Fantasywelt hetzen, sondern sich Zeit für sie nehmen. Nur so kann man all die Details entdecken und die Ruhe entwickeln, die in Mederia nötig ist. Natürlich kann man auch durchs Buch fliegen (, einfach weil es so gut ist), doch ich hatte deutlich mehr Spaß daran, mir Zeit zu nehmen und völlig in Mederia abzutauchen. Denn so konnte ich die komplexen Völker entdecken und viel Spaß mit meiner „Reisegruppe“ haben. 
Ich habe die Charaktere jetzt schon öfter angerissen. Aber was soll ich eigentlich zu ihnen sagen? Sie sind großartig! Lanas Lebenslust, die Ernsthaftigkeit von Gray, Sinsas Herzlichkeit, Famirs Aufbrausen, Mihanas Mut oder Kimires Können…Die Charaktere stehen für bestimmte Charakterzüge, die wunderbar zu ihnen passen. Sie haben alle ihre kleinen Macken, aber sie funktionieren zusammen sehr gut. Sie sind eine Art Familie und wie so oft bei Sabine Schulter, wird man ebenfalls zu einem Familienmitglied.
„Die versiegelten Hallen“ ist kein Fantasy-Epos, bei dem die Spannung immer auf einem Extremlevel steht. Es gibt auch viele ruhige Passagen, in denen sich die Autorin Zeit für ihre Figuren und deren Bedürfnisse nimmt. Oder einfach Zeit für diese wunderbare Welt. Nicht in jedem Kapitel herrscht daher die höchste Spannung, aber die Geschichte lebt von einer eigenen, charmanten Spannung. Und diese lässt sich beispielsweise auch in der Liebesgeschichte finden. Denn obwohl es diese in Band eins überhaupt nicht gab und in Band zwei Lana und Gray ihre Gefühle nur langsam ertastet haben, ist beiden in Band drei klar, dass sie den jeweils anderen lieben. Aber wie es gestehen? Es ist wirklich süß, die beiden bei ihrem inneren Konflikt zu begleiten. Ist die Sache aber erst mal auf dem Tisch, wird es romantisch, liebevoll, ja sogar prickelnd. Die Entwicklungen zwischen beiden sind rasant, aber herrlich. Wenn ich übrigens von „prickelnd“ schreibe, so muss ich sagen, dass die Autorin das meiste der Fantasie überlässt. Und das weiß ich sehr zu schätzen! Meiner Meinung nach hätten keine Erotikszenen ins Buch gepasst. Die Liebe zwischen Gray und Lana ist einfach riesig und beinahe erschlagend. Doch sie ist authentisch und sie wurde langsam aufgebaut, weshalb ich sie umso mehr genossen habe. 
Insgesamt ist die Handlung sehr unterhaltsam und gespickt mit vielen Überraschungen. Das Finale ist richtig gut gelungen, denn der abschließende Kampf ist gut geschildert und dargestellt. Ich habe mitgefiebert und meine Emotionen in dieses Buch geworfen. Denn es kann den Leser durchaus bewegen. Und das auch an anderer Stelle. 
Denn Sabine Schulter bricht den Lesern auch das Herz. Und das solltet ihr nicht unterschätzen. Ich musste mit diesem Punkt wirklich erst zurechtkommen, bevor ich ihn akzeptieren konnte. Doch die Autorin ist darauf bedacht, das gebrochene Herz danach mit anderen kleinen Gesten wieder zusammenzusetzen – und das gelingt. Ich habe die ein oder andere Träne verdrückt und war mit den Entwicklungen nicht unbedingt glücklich, doch Sabine Schulter hat immer einen klaren Plan verfolgt und diesen Plottwist schon lange geplant: Daher passt er gut ins Geschehen, ist logisch erklärt und nach all dem Herzschmerz erkennt man auch die schönen Seiten daran. Jetzt aber genug der Andeutungen.
Nach Beenden des Buches musste ich erstmal einen Blick in Band eins werfen und Grays Visionen erneut lesen. Es ist gewaltig, was die Autorin sich mit dieser Welt ausgedacht hat. All die Details, die Völker, die Planung. Sie wusste schon lange, wohin Lanas Reise gehen würde und ich finde es schön, dass alles im Nachhinein so viel Sinn macht! Ihr Schreibstil ist wie immer sehr flüssig, in diesem Buch aber besonders fantasiegeladen und bildreich. Einfach perfekt für das Geschehen!
Ist man durch das letzte Kapitel, wartet noch ein Zusatzkapitel auf diejenigen von uns, die von Mederia einfach nicht genug bekommen. In diesem kommt die Liebegeschichte noch einmal voll auf ihre Kosten, was mich freudig aufseufzen ließ. Die Autorin spielt einfach liebend gern mit den Emotionen ihrer Leser. Sie spannt uns kurz vor Ende ordentlich auf die Folter, bricht uns das Herz und sorgt dennoch für so viele schöne Szenen. In „Die versiegelten Hallen“ ist von Spannung, Kampf, Liebe, Freundschaft und Kitsch einfach alles dabei. Und daher ist es ein überaus würdiger Abschluss einer gigantischen Fantasy-Reihe.


Wie gern habe ich die Welt Mederia wieder betreten und wie ungern verlasse ich sie nach diesem wundervollen Finale nun. „Die versiegelten Hallen“ ist genauso, wie ich erhofft habe und doch vollkommen anders. Es gibt unerwartete Wendungen und Überraschungen. Die Autorin bricht ihren Lesern das Herz, setzt dieses aber wieder zusammen. Mich hat Sabine Schulter durch diese Buchreihe tief bewegt und bezaubert. Ich liebe diese besonderen Charaktere, die Vielfalt von Mederia und auch die Ruhe, die sich diese Buchreihe nimmt. Trotzt einem weinenden Auge vergebe ich volle fünf Spitzenschuhe, die hoffentlich golden funkeln – wie Lanas Flügel.


5. Juni 2017

Rezension: "Mederia - Kampf um Tetra" von Sabine Schulter


Titel: Mederia - Kampf um Tetra
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Selfpublished
Preis: 4,99€
Seiten: 649


Im letzten Jahr war eines meiner Buch- Highlights „Mederia – Aufziehende Dunkelheit“ von Sabine Schulter. Das überraschte vor allem mich selbst, denn obwohl ich gerne Bücher aus dem Bereich „Fantasy“ lese, ist „High-Fantasy“  nicht immer meins. Ganz anders aber bei dieser bezaubernden Reihe, die mich mit dem ersten Band vollkommen für sich einnehmen konnte. Eine grandiose Welt, tiefschichtige Charaktere und eine gut durchdachte Handlung – mit all dem konnte „Mederia“ von Beginn an aufwarten. Aber kann Band zwei an seinen Vorgänger anknüpfen? Er kann! „Mederia – Kampf um Tetra“ ist einfach großartig und mindestens genauso gut, wie noch sein Vorgänger. Während in „Aufziehende Dunkelheit“ eine vollkommen neue Welt präsentiert wurde, kommt man nun nach Hause, begibt sich mit alten Freunden in den Kampf und hält in jeder Situation zusammen. Für mich ein absolutes Highlight, das mit Innovation und viel Liebe glänzt!

Klappentext


Das beschwerliche Abenteuer durch das Himmelsgebirge liegt hinter Lana und ihren Gefährten. Der Weg hat ihnen viel abverlangt, doch ihr Ziel, die Menschenstadt Tetra, liegt nun direkt vor ihnen. Dort wollen sie die dunklen Mächte davon abhalten, in den Norden einzudringen und alles Leben zu zerstören. 
Daher werden Lanas Fähigkeiten in den kommenden Schlachten gebraucht, um den verteidigenden Völkern einen Lichtblick in der beinahe ausweglosen Situation zu geben. Sie soll zur Botin der Götter werden. Aber ist sie dafür schon bereit?


Meinung


Das Atemberaubende, was ich an der „Mederia-Reihe“  sofort zu Beginn loben muss, ist die Kulisse. Die Autorin hat wahrlich Wunder mit dem Erschaffen dieser vielfältigen Welt vollbracht, in der ich mich so gerne verloren habe. Mederia ist nicht einfach nur ein Land. Es ist mit Liebe zum Detail erschaffen und hat unglaublich viel zu bieten. Jedes Volk, das diese Welt beherbergt, ist so interessant und innovativ entwickelt, dass es eine wahre Freude ist. Bisher waren immer die Ignis mein Lieblingsvolk, aber sie bekommen Konkurrenz. Ich beneide die Ignis aufgrund der Verbindung zu den Irrlichtern so sehr, aber auch die Dämonen haben sich in mein Herz geschlichen. Denn die Dämonen sind in „Kampf um Tetra“ viel präsenter, als noch im ersten Band. Gray, der Prinz der Dämonen, war bisher der einzige Vertreter. Doch nun treten auch seine Schwester Shari, sein Bruder Famir und all die anderen starken Krieger auf den Plan. Zu all den gelungenen Charakteren aus Band eins wie etwa Kimire und Tesha, gesellen sich im zweiten Teil noch viel mehr. Und jeder von ihnen hat eine eigene und tiefgründige Geschichte zu erzählen. Ich habe die Figuren geliebt! All jene, die neu auftauchen, werden wunderbar eingeführt und passen sich der Geschichte an. Auf die altbekannten wird nicht verzichtet und vor allem die beiden Protagonisten entwickeln sich im Verlaufe der Geschichte. Allen voran natürlich Lana, die Götterbotin. Lana hat mit all ihrer Macht wahrlich zu kämpfen, doch Gray hilft ihr dabei. Ich habe es in Teil eins sehr genossen, dass es keine Liebesgeschichte zwischen den beiden gab, obwohl ich mir eine erhoffe. Diese startet nun langsam, ganz langsam. Gefühle bauen sich auf, die auf Vertrautheit beruhen und Zeit benötigen. Doch Zeit ist ein Gut, das in Tetra knapp bemessen ist. Denn die Feinde stehen vor der Tür. Diese Charaktere sind ebenso gut gelungen, wie die Guten. Keine Skrupel, Eiseskälte und viel Grausamkeit stehen auf der anderen Seite Mederias. Kein Wunder, dass das Gute sich dem Bösen entgegenstellt und das Land beschützen will. Ich kann wirklich jeden einzelnen Charakter nur loben. Lana ist stark geworden und an ihren Aufgaben gewachsen. Ich empfand sie als sympathisch und authentisch. Mein absoluter Held ist Gray. Der unnahbare Prinz hat gelernt sich zu öffnen und ist eine solche Säule für Lana, wie man es kaum erwarten kann. Er ist klug und hat Führungsqualitäten. Ich fieberte auf die Stellen zwischen den beiden hin, doch die Autorin lässt mich zappeln. Famir ist der Clown der Geschichte, der sich gut einfügt und sehr wichtig wird. Der beste aller Charaktere ist üaber Sinsa, Lanas Irrlicht. Bei seinen knuffigen Bemerkungen musste ich immer wieder auflachen oder lächeln. Wie sehr beneide ich die Ignis um solch eine Verbindung!
Insgesamt ist die Handlung des Buches sehr gut aufgebaut. Es passiert nicht ständig etwas Neues, manche Entwicklungen brauchen Zeit und die nimmt sich die Geschichte auch. Dennoch bleibt es spannend im Kampf um Tetra und unsere Helden müssen sich vielen Gefahren stellen. Der Stil von Sabine Schulter ist sehr gereift und ausgefeilt. Für mich hat sie den perfekten Ton für dieses Genre und diese Art von Geschichte getroffen. Die Beschreibungen der Welt regen zum Träumen an, Detailliebe spricht aus jedem Schauplatz und die bildreichen Worte formen neue Bilder im Kopf. Schulter beweist durch ihren Stil eine enorme Vorstellungskraft, die sie gekonnt umgesetzt hat.
Das Grundkonzept ist klar: Gut gegen Böse. Hell gegen Dunkel. Aber dies ist nur die Haupthandlung. Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, aber auch Verrat und Intrigen spielen eine große Rolle. Auch Treue ist ein Themenbereich, der nach Mederia gehört. Insgesamt ist es eine tolle Mischung, die einem das Lesen versüßt und vor Augen führt, wie wichtig manche Menschen im Leben sein können.

Fazit



Ich liebe diese Fantasywelt. Ich habe sie bereits nach Band eins von „Mederia“ geliebt, aber „Kampf um Tetra“ hat mich darin nur bestärkt. Diese Welt samt all seiner verschiedenen Völker und toller Charaktere, fesseln den Leser von der ersten Seite an. Die Figuren machen das Buch so stark, aber auch die Detailliebe der Autorin fügt sich perfekt in dieses „Fantasy-Epos-chen“. Ein traumhafter Stil, wunderbare Figuren und eine gelungene Handlung machen diese Reise perfekt. Doch die Reise geht weiter. Ich bin gespannt auf Teil drei. Bitte, lass ihn auch so gut sein. Denn dieses Mal vergebe ich wieder 5 Spitzenschuhe.



29. Mai 2017

Meine Top Neuerscheinung: "Mederia - Kampf um Tetra"


Hallo ihr Lieben!


In der letzten Woche habe ich euch schon einmal auf eine tolle Neuerscheinung aufmerksam gemacht. Nun folgt die zweite. Pünktlich zum Start der Release-Woche, möchte ich euch das neue Buch von Sabine Schulter ankündigen. Hierbei handelt es sich um einen zweiten Teil, nämlich "Mederia - Kampf um Tetra". Und so sieht das schöne Cover aus:



Ich habe den ersten Teil "Mederia - Aufziehende Dunkelheit" wirklich geliebt. Und hier könnt ihr euch gegebenenfalls auch von meiner Rezension überzeugen ;) Mederia ist eine traumhafte Fantasy-Welt, die im großen Stil gemacht wurde. Man befindet sich auf einer Reise, durch magische Länder und begegnet anderen Völkern. Mich konnte die Autorin mit Teil eins absolut überzeugen und ich bin froh, dass ich Teil zwei aktuell lesen darf. Für alle Neugierigen kommt hier der Klappentext:


Das beschwerliche Abenteuer durch das Himmelsgebirge liegt hinter Lana und ihren Gefährten. Der Weg hat ihnen viel abverlangt, doch ihr Ziel, die Menschenstadt Tetra, liegt nun direkt vor ihnen. Dort wollen sie die dunklen Mächte davon abhalten, in den Norden einzudringen und alles Leben zu zerstören. 
Daher werden Lanas Fähigkeiten in den kommenden Schlachten gebraucht, um den verteidigenden Völkern einen Lichtblick in der beinahe ausweglosen Situation zu geben. Sie soll zur Botin der Götter werden.
Aber ist sie dafür schon bereit?




Klingt klasse, oder? Aktuelle bin ich bei einem Viertel des Buches und ich kann es jetzt schon empfehlen. Wer also ein Fantasy-Liebhaber ist, sich in Abenteuer stürzen will und genug von den ganzen On-Off-Liebesgeschichten an, der ist hier genau richtig!
Erscheinen tut dieses Buch übrigens am 2.6 und ist natürlich schon vorbestellbar. Zum Schluss also noch einmal die Facts:




Titel: Mederia - Kampf um Tetra
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Selfpublish
Seiten: 649
Erscheinungstermin: 2.6
Vorbestellbar? Hier!




Wer interessiert ist, sollte auch mal bei Facebook vorbeischauen. Sabine Schulter hat einige tolle Aktionen und Gewinnspiele laufen und außerdem beginnt ja auch heute die Release-Woche ;)
Also stürzt euch mit Lana und Grey in den Kampf!


Eure Julia

18. Dezember 2016

Rezension: "Sorell & Telheria" von Sabine Schulter


Titel: Sorell & Telheria - Mederias erste Ignis
Autor: Sabine Schulter
Verlag: neobooks
Preis: 1,49€
Seiten: 73


Den ersten Teil der Mederia-Trilogie von Sabine Schulter habe ich verschlungen. Die ganze Geschichte, diese fantastische und neue Welt mit all ihren innovativen Charakteren und Wesen hat mich einfach abgeholt. Schnell fühlte ich mich zu Hause und noch immer warte ich sehnsüchtig auf Teil zwei. Doch damit die Wartezeit nicht allzu lang wird, hat sich die Autorin etwas einfallen lassen: Eine Sinn-Off-Kurzgeschichte über die erste aller Ignis. Eine wirklich schöne und kurzweilige Geschichte über Liebe und das Unbekannte.

Klappentext


Liebe und Glück sind nicht für sie bestimmt. Das zumindest denkt die 21-jährige Telheria, deren Leben von der Sorge um ihre sieben jüngeren Geschwister geprägt ist. Täglich treibt sie sich an den Rand der Erschöpfung, um zusammen mit ihren Eltern genug Geld für das Notwendigste aufzutreiben. Sie selbst setzt sich auf der Liste der wichtigen Dinge in ihrem Leben ganz nach unten. Doch dann taucht Sorell auf, ein Mann, der nicht nur vor Lebensfreude und Humor sprüht, sondern Telheria mit seiner, zu ihr vollkommen gegensätzlichen, Art augenblicklich fasziniert.

Meinung


Wer sich einmal nach Mederia entführen ließ, sollte es erneut tun. Denn obwohl es nicht um meine geliebten Figuren Lana und Gray geht, kann die Geschichte von Sorell und Telheria ebenfalls überzeugen. Ihr Nachteil? Sie ist sehr kurz und endet abrupt. Eigentlich möchte man nämlich noch mehr von den Charakteren erfahren, man will wissen wie es weitergeht, aber dann ist es auch schon vorbei. Ihr Vorteil? Alles andere. Nicht umsonst schließt man Charaktere ins Herz. Dafür brauchen sie schon das gewisse Etwas. Und das haben Schulters Figuren zumeist. Mein Favorit war nicht etwa die sich aufopfernde Telheria, sondern der stille und geheimnisvolle Sorell. Telheria stellt ihr eigenes Leben hinter das jedes anderen. Und obwohl sie ein sehr starker Charakter ist, finde ich diese Denkweise ein wenig naiv. Deswegen gefiel mir Sorell so viel besser. Man erfährt nicht viel von ihm, doch seine Liebe zu Telheria ist echt. Mit seiner humorvollen Art konnte er mich von Anfang an überzeugen. Zusammen bilden die beiden ein schönes Paar, doch natürlich ist ihre Liebe auch mit einem Geheimnis verbunden. Schließlich geht es hier um die erste alles Ignis und die Geschichte, wie diese besondere Verbindung entstand. So kann sich der Leser seinen Teil früh denken, was aber auch beabsichtigt ist. Durch die Kürze der Geschichte wird nichts herausgezögert. So entstehen keine unnötigen Pausen in der Handlung, was sehr gut war! Es ist schön die Entwicklung zwischen dem armen Mädchen und dem geheimnisvollen Jungen zu verfolgen. Viele Werte spielen große Rollen, was mir ebenfalls gefiel. Familienzusammenhalt und Mut sind wohl die wichtigsten unter ihnen. So übermittelt die Geschichte noch eine positive Moral.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Er ist bildreich und sorgt für eine gelungene Vorstellung von Mederia.

Fazit



Ich hatte viel Spaß mit diesem Spinn off und bin dankbar dafür, mit neuen Informationen, gepaart mit einer Liebesgeschichte, versorgt worden zu sein. Lediglich Telherias Aufopferung gefiel mir nicht so gut, doch ist dies ein existenzielles Element für die Geschichte und kann daher von mir übersehen werden. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe. Für jeden Mederia-Fan ist es eine tolle Geschichte, doch Mederia selbst ist einfach noch einen Tick besser.


31. August 2016

Meine Neuzugänge (, wenn man es denn so nennen darf!): August


Hallo ihr Lieben!


Heute präsentiere ich euch meine Neuzugänge aus dem August. Und das erste, was ich sagen muss, ist: Ich war brav! Und wie! Ich kann euch nämlich lediglich ein einziges Buch zeigen, das ich außerdem bereits begonnen habe. 

Ist das jetzt gut oder schlecht? 

Ich persönlich finde es toll! Denn im letzten Monat habe ich bereits genügend Bücher bekommen und mein SuB wächst immer weiter. Des Weiteren habe ich im September Geburtstag und da meine Wunschliste zum größten Teil aus Büchern besteht, hoffe ich, dass dann im nächsten Monat wieder einziges hier einziehen darf :) Aber welches Buch ist denn nun neu? Tadaa!





Eigentlich ist es noch gar nicht erschienen. Der Erscheinungstermin ist allerdings nicht weit, denn am 09.09 kommt "Mederia  - Aufziehende Dunkelheit" heraus, der erste Band einer neuen Fantasy-Trilogie von Sabine Schulter. Ich lese es vorab und bin bereits fleißig dabei. Derzeit gefällt es mir richtig gut! Hat wieder ein bisschen was von Herr der Ringe, aber mit tollen neuen Wesen. 

Also, worum geht's?


Klappentext


Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem allesverzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.


Besonders cool finde ich bisher die Dämonen, die überhaupt nicht negativ konnotiert sind, wie man es ja eigentlich so kennt. Die geflügelten Wesen sind eine höchst akzeptierte Rasse und neben ihnen gibt es noch viele andere tolle Wesen. Ich bin sehr gespannt, was dieses Buch noch für mich bereithält :) Gelungen finde ich auch wirklich das Cover und ein bisschen traurig bin ich natürlich, dass ich es nicht im Regal stehen habe. 
Aber die platzsparenden Neuzugänge sind doch eigentlich immer die besten, oder?



Was sagt ihr so? Was ist bei euch eingezogen? Mehr als ein Buch, oder noch weniger als bei mir? ;) Gefällt euch das Cover von Mederia?

Liebst,
eure Julia