7. Juli 2026

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #100

Hallo ihr Lieben!

Ich gebe zu: Ich habe mit mir gehadert, ob ich das SuB-Interview aus dem Juni noch nachhole oder ob ich die nächsten zwei Wochen ins Land gehen lasse und dann wieder zwei vierte Fragen auf einmal beantworte. Da es bis dahin aber noch zwei Wochen sind und sich derzeit immer mal wieder kleine Zeitfenster öffnen, erträgt mein Herz es nicht, Karli leiden zu sehen.
Da wären wir also!
Zu spät.
Das wissen wir.
Aber anwesend. Huhu!
Der Juni war ein ziemlich voller Monat. In unserem Umfeld gab es einige Dinge, die unsere Zeit beansprucht haben. Aber wir geben unser Bestes und ich glaube, es funktioniert auch gut.
In Bezug auf unsere kleine Familie ist alles wunderbar. Unsere Jungs waren im letzten Monat beide einmal krank, aber das ist mit kleinen Kindern so. Ansonsten jagt ein Playdate das nächste, ein Termin nach dem anderen wird abgearbeitet und zwischendurch machen wir schöne Ausflüge. Auch die Zeit für mich selbst kam letzten Monat nicht zu kurz. Ich habe im letzten Monat viel Tennis gespielt, letztes Wochenende sogar ein Turnier. Das hat riesigen Spaß gemacht und war sehr erfolgreich. Ich kann nur von Glück sprechen, dass mein Mann all diese Sachen für mich möglich macht. Ohne ihn ginge es gar nicht!
Was richtig Großes habe ich aber nicht zu berichten. In drei Wochen wird unser Kleiner tatsächlich schon ein Jahr alt. Da der Alltag so an einem vorbeizieht, kann ich das gar nicht fassen. Auch habe ich gar nicht die Zeit, den Geburtstag so zu planen, wie noch bei unserem ersten Sohn. So ist das Leben. Ich denke, unser Kleiner wird trotzdem schöne Tage haben. Und Geschenke gibt es sicher genug ;) Ich freue mich auf jeden Fall. Aber bis dahin müsste planmäßig sogar noch ein SuB-Interview über die Bühne gehen. *hüstel* Abwarten.
Das ist aber ja ein gutes Stichwort für Karli. Bist du bereit, mein liebster SuB? Ich bin gespannt, was Karli zu meinem Leseverhalten im letzten Monat sagt. Denn heute habe ich mich ja ausnahmsweise nicht vorweg verteidigt. Lasset die Spiele beginnen ;)

Schaut unbedingt auf Mellis schönem Blog vorbei, die diese Aktion schon so lange betreut. Danke!


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Oh, hallo! Da bin ich selbst ja fast überrascht, dass ich das Juni-Interview noch einmal separat nachholen darf. Keine Frage, das ist nur fair. Aber manchmal hat meine Besitzerin das Gefühl für Fairness ja nicht gerade erfunden - zumindest in Bezug auf mich. So, das war meine erste Spitze. Ob noch mehr folgen? Ganz bestimmt sogar. Julia hat in ihrem Vorgeplänkel zwar nichts zu ihrem Leseverhalten gesagt, das kann ich aber natürlich übernehmen. Sie liest immer mal wieder. Der letzte Monat lief tatsächlich ganz gut, weil sie ein Buch weggesuchtet hat und ein paar andere mehr oder weniger beendet wurden. Leider, leider muss ich euch aber heute bei der zweiten Frage sogar Bücher zeigen, sodass es auch Zuwachs gab. Das sind für mich ja immer schlechte News. Gutes Stichwort, das mich zu meinem aktuellen Stand überleitet. 
Im Mai war ich 125 Bücher groß. Nun haben mich ein paar Bücher verlassen, andere sind dazu gekommen. Meine neue Größe beträgt also...Trommelwirbel...wieder exakt 125 Bücher. So kann's gehen.

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Ich deutete ja schon an, dass es neue Bücher gibt. Zwar nur zwei, aber das sind zwei mehr, als in vielen anderen Monaten. Trotzdem habe ich mich über eines sogar sehr gefreut. Per Post trudelte nämlich der neue Roman von Natasha Korsakova bei uns ein. "Quartett" ist das vierte Buch über den Kriminalkommissar Di Bernardo, der in Rom einen Fall im Musikmilieu aufklären muss. Es verspricht, spannend zu werden.
Der Kontakt zwischen Natasha und Julia entstand tatsächlich völlig zufällig. Vor Jahren rezensierte meine Besitzerin das Hörbuch ihres ersten Buches. Julia war begeistert, da das Thema Musik so unglaublich authentisch mit in "Tödliche Sonate" eingeflossen ist. Manchmal ist das Leben als Blogger toll, denn die Autorin nahm Kontakt zu Julia auf und seitdem sind die beiden immer wieder im Austausch. Natashas Lesungen sind absolute Highlights, da sie als Profigeigerin immer ihr Instrument dabei hat und Stücke passend zum Buch zum Besten gibt. Falls ihr euch für klassische Musik begeistern könnt, können Julia und ich euch Natashas Bücher nur ans Herz legen!
Nun ist also "Quartett" hier eingetroffen und wird gerade von meiner Besitzerin gelesen. Die Hälfte haben wir schon  - ein Ahnung, wer der Mörder ist allerdings nicht ;)
Und dann gibt es da noch ein neue Buch bei mir. Das ist natürlich der Vertreter der Rubrik "Hörbuch". Auch hier muss ich ein wenig ausholen. Denn Julia hat erstmals die "Onleihe" ihrer Bibliothek entdeckt. Schon seit Julias erster Sohn laufen kann, gehen die beiden regelmäßig in unsere Bibliothek und leihen Kinderbücher aus. Das ist übrigens super toll - und für die Kinder auch noch kostenlos. Da meine Besitzerin aber ein schlechtes Gewissen hatte, einfach kostenlos Bücher auszuleihen, hat sie sich damals ebenfalls einen Ausweis ausstellen lassen und ist somit ebenfalls Bibliotheksnutzerin. Und hey...nach einigen Jahren hat sie nun auch herausgefunden, dass sie über eine App auch Hörbücher ausleihen kann. Chapeau! Das allererste Hörbuch ist also nun bei uns über die App eingezogen. Es handelt sich um "Stealing Infinity", eine Geschichte über eine Zeitreise-Akademie. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass das Buch Julia bisher eher nicht abholt. Mal gucken...ich befürchte, sie muss es sowieso verlängern. Das Tempo, in dem sie hört, wird vermutlich den Zeitrahmen sprengen...




3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Tricky Frage. Denn Julia hat als letztes ein Buch beendet, das gar nicht auf meinem Stapel war. Habt ihr schon einmal von "Das Mini-Sams ist weg" gehört? Tja, ist vielleicht nicht ganz euer Genre. Aber ja. Dieses Buch hat Julia als letztes komplett gelesen. Vorgelesen, muss ich vielleicht hinzufügen. Es war das letzte Gute-Nacht-Buch ihres großen Sohnes. Sie kann es allerdings nicht wirklich empfehlen. Angeblich die schwächste aller Sams-Geschichten.
Von meinem Stapel hat mich als letztes "Ich und die Heartbreakers" verlassen. Die Rezension könnt ihr hier lesen. Es war ein wirklich schönes Hörbuch.

 



4. Lieber Karli, das erste halbe Jahr ist fast vorbei. Wie zufrieden bist du mit der SuB-Entwicklung? Ging es rauf oder runter? Welches Buch sollte deine Besitzerin als nächstes von deinem Stapel lesen?

So, kommen wir zum Update. Die Frage im Mai drehte sich um den Ruf des "Wonnemonats", also quasi um Wohlfühlbücher. Ich habe Julia vorgeschlagen "Sinn und Sinnlichkeit" und "The Deal" zu lesen. Beides hat sie tatsächlich getan! Starke Leistung! Bei ersterem musste Julia gestehen, dass ihr Sinn und Sinnlichkeit vor ein paar Jahren noch besser gefallen hatte. "The Deal" hingegen hat sie komplett verschlungen, was meine Besitzerin wirklich gefreut hat. Denn natürlich war sie eine der Frauen, die Off Campus gesuchtet hat. Dass das Buch nun ebenfalls überzeugen konnte, machte Julia scheinbar glücklich. Frauen...muss man nicht verstehen...

Nun also die Juni-Frage. Tja, wie zufrieden bin ich? Ich musste natürlich gerade nachsehen, wie groß ich denn zum Jahresstart war. Meine Größe betrug im Januar 135 Bücher. Zieht man also ein objektives Resümee, muss man ja von einem zufriedenstellenden Fortschritt sprechen. Oder? Mir fällt es natürlich schwer, mit Julias Leistung zufrieden zu sein. Aber tatsächlich finde ich es sogar ganz in Ordnung, wie es derzeit läuft ;) Ich bin mit dem Alter ja auch etwas weiser geworden. Daher sind meine Ansprüche vermutlich auch nicht mehr so hoch. Auch deswegen ist es mir vielleicht relativ egal, welches Buch meine Besitzerin als nächstes lesen wird. Um "Quartett" zu beginnen, hat Julia tatsächlich ihr eigentliches Buch unterbrochen. Dafür musste sie sich allerdings auch nicht überwinden, da es doch ziemlich langatmig war. Ich schätze, dass Julia "Diviners - Aller Anfang ist böse" nach "Quartett" weiterlesen wird (sind nur schlappe 750 Seiten). Und wenn ich mir etwas wünschen darf, setze ich noch "Die Schatzinsel" mit auf die Liste. Manchmal liest Julia ja auch ihrem Kleinen etwas vor, während er durchs Wohnzimmer krabbelt. Da könnte man ja mal mit Weltliteratur starten ;)




Ach schade, schon wieder durch. Die gute Nachricht ist aber ja, dass ich theoretisch bereits in zwei Wochen wieder dran bin! Warten wir es mal ab. Drückt mir weiterhin die Daumen, dass Julia meine Größe reduziert. Vielleicht kommt irgendwann ja mal total die crazy Lesephase :'D Ich glaube nicht dran, aber träumen darf man ja ;)

Alles Liebe,
euer Karli


Tja, auch ich wüsste nicht, wann es diese "crazy Lesephase" geben sollte. Nimmt jemand für zwei Wochen die Kinder?! :'D Anders wird es wohl nicht klappen ;) Aber auch so versuche ich natürlich kleine Fortschritte zu erzielen. Ist gar nicht so leicht, wenn der eigene SuB nicht einmal mehr konkrete Lesetipps gibt. Aber vielleicht lese ich dem Kleinen ja wirklich bald Weltliteratur vor ;)


Wie ist es bei euch, habt ihr einen Bibliotheksausweis? Nutzt ihr auch die "Onleihe"? Und wie sehen eure Zwischenfazits aus?


Liebst,
eure Julia


PS: Erst jetzt, wo ich den Titel eingegeben habe, sehe ich, dass es das 100. SuB-Interview war O.o Oh mein Gott! Wie krass ist das denn?! Dazu muss ich beim nächsten Mal glaube ich ein paar Zeilen schreiben. Hier aber schon mal einen kleinen Glückwunsch an meinen Lieblings-SuB *.*

24. Juni 2026

Rezension [Hörbuch]: "Ich und die Heartbreakers" von Ali Novak

 



Titel: Ich und die Heartbreakers
Autorin: Ali Novak
Sprecherin: Ann-Kathrin Hinz
Verlag: der Hörverlag
Dauer: 9h 57m
Seiten: 416
Preis: 21,95€

Im Dschungel der New Adult-Bücher verirre ich mich inzwischen oft. Dann bin ich froh, wenn mich das Chaos Richtung Young Adult leitet und ich bei soliden Autorinnen wie Ali Novak ankomme. Denn für mich muss es nicht immer explizit werden und am College spielen. Ein relativ unschuldiges Setting tut es eben auch. Nachdem ich – ich muss es einfach ehrlich zugeben – „Ich und die Walter Boys“ geliebt habe, war ich sehr gespannt auf Novaks nächste Reihe. Auch wenn ich den Titel wenig inspirierend finde, hat mir „Ich und die Heartbreakers“ wirklich wahnsinnig gut gefallen. Spritzige Charaktere, eine Storyline zum Hineinträumen und natürlich die große Liebe. Perfekt für den Sommer!

Stella tut alles für ihre kranke Schwester. Sogar bis nach Chicago fahren und sich stundenlang die Füße platt stehen, um ein Autogramm von Caras Lieblings-Boygroup zu ergattern, den »Heartbreakers«. Aber da muss Stella durch – ihr Geburtstagsgeschenk für Cara soll so richtig krachen. Kurioserweise läuft es dann komplett anders als gedacht: Stella kommt nicht nur mit einem Autogramm zurück, sondern verliebt bis über beide Ohren. In wen? Ausgerechnet in Oliver Perry, den Leadsänger der »Heartbreakers«!

Natürlich ist die Grundstory alt: Mädchen von nebenan trifft Rockstar und verdreht ihm den Kopf. Alles in allem beschreibt das „Ich und die Heartbreakers“ schon ziemlich gut und trotzdem ist die Geschichte mehr. Das hat vor allem mit der Protagonistin zu tun. Stella ist ein Drilling. Allein das fand ich ziemlich cool. Natürlich ist das speziell, aber die Geschwisterverbundenheit, die dadurch einen großen Teil im Buch einnimmt, ist einfach toll. Stella hat einen Bruder, Drew, und eine Schwester namens Cara. Alle drei sind kurz vor ihrem 18. Geburtstag, was das Buch schon einmal in den Young Adult-Bereich platziert – Pluspunkt bei mir. Drew ist ein sportlicher, frecher Kerl, der mein Herz sofort erobert hat. Wer Stella aber vielmehr prägt, ist Cara. Und hier kommen wir zur tragenden Grundstory von „Ich und die Heartbreakers“. Cara hat eine Form von Krebs. Sie kämpft, aber selbstverständlich ist das für die Familie sehr belastend. Ich persönlich kann mir die Situation nicht vorstellen. Es muss grauenhaft sein, wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt. Die Welt kann einfach so unfair sein. Das empfindet auch Stella so. Denn seit Cara krank ist, hat sich ihr Leben um 180 Grad gedreht. Für sie zählt nichts als Cara. Und nun ist wohl auch jedem klar, warum dieses Buch eben nicht nur eine heitere Geschichte ist. Natürlich verpackt Ali Novak die Krankheit in eine Art „Wohlfühlrahmen“ und trotzdem ist das Thema ernst. Das Buch nimmt es auch ernst, was mir sehr imponiert hat. Alle Charaktere im Buch kämpfen gegen den Krebs und irgendwie bleibt das immer im Hinterkopf. Natürlich ist es aber auch Anlass für die schöne Geschichte, die Stella erleben darf.
Cara schwärmt für die „Heartbreakers“, eine Band, die Stella absolut verachtet. Für Cara wollen sie und Drew aber versuchen, ein Autogramm von den vier Jungen zu bekommen. Durch Zufall trifft Stella den Frontsänger in einem Café. Nun beginnen die Klischees, denn natürlich weiß Stella nicht, wer er ist. Stichwort Meet Cute. Das ein oder andere unlogische Szenario reiht sich an das nächste und schon ist man mittendrin in einer wunderschönen „Girl next door“-Geschichte mit Rockstar-Flair.
Mich hat die Geschichte insgesamt an die Teenagerfilme meiner Jugend erinnert. Nicht viel Nachdenken, süße Liebesgeschichten und Wohlfühlvibes. Genau, wonach mir gerade war. Wirklich toll an „Ich und die Heartbreakers“ sind die Charaktere. Stella ist super authentisch. Sie musste durch die Krankheit ihrer Schwester schneller erwachsen werden und macht sich Gedanken über Dinge, die das Leben einer 17-Jährigen eigentlich nicht betreffen sollten. Ihre größte Leidenschaft ist das Fotografieren. Obwohl ich wirklich keine Ahnung von diesem Sujet habe, fand ich es gut umgesetzt. Ihr Hobby zieht sich durch die ganze Geschichte und spielt eine große Rolle. Auch ansonsten ist Stella sehr liebeswürdig. Trotzdem schätzt sie sich nicht falsch ein oder macht auf schüchternes Mädchen. Ich fand sie sehr selbstbewusst und bodenständig. Für mich machte es absolut Sinn, dass sie ein Drilling ist, denn sie hat eine Stärke, die man glaube ich besonders durch so enge Bindungen – wie eben zu ihren Geschwistern – haben kann. Wenn wir schon bei den Geschwistern sind, auch Drew und Cara fand ich toll. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein junges Mädchen, das an dieser Krankheit leidet, genauso ist wie Cara. Manchmal mutig, manchmal mutlos und trotzdem entschlossen. Dann wären da noch die vier Heartbreakers. Tatsächlich nehmen alle vier Jungen viel Raum in der Geschichte ein. Am wenigsten kann ich über Sander sagen. Aber JJ ist der lustige, Alec der Ruhige und Nachdenkliche und Oliver…tja, Oliver. Oliver ist der Leadsänger und natürlich Traum aller Mädchen. Die Liebesgeschichte zwischen Oliver und Stella ist wirklich süß und unschuldig. Es ist kein ewiges Hin und Her, hat aber genug Aufs und Abs, um spannend zu sein. Mir hat alles daran sehr gut gefallen. Zwischen den Jungen und Stella entwickelt sich eine ernstzunehmende Freundschaft, die wunderbar zur Geschichte passt. Auch das Thema Musik spielt natürlich eine große Rolle.
Das einzige, was meine Wertung ein kleines bisschen runterzieht, ist der Faktor Logik. Denn natürlich ist unglaublich vieles an „Ich und die Heartbreakers“ eher unlogisch oder sagen wir zumindest unwahrscheinlich. Aber das machte die Geschichte für mich nicht weniger hörenswert. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, mitgelitten und mich mitgefreut. Insgesamt habe ich das Buch einfach sehr gern gehört.
Dazu trug auch die angenehme Stimme von Ann-Kathrin Hinz bei, die sehr gut zu Stella passt. Ein wirklich gutes Match! Auch der jugendliche Stil von Ali Novak macht das Buch so frisch, wie es eben ist. Ihre Beschreibungen passen super ins Setting und lassen junge (oder in meinem Fall ältere) Mädchen von Rockstarherzen träumen.

„Ich und die Heartbreakers“ ist ein schönes Hörbuch mit einer süßen Liebesgeschichte, einem sehr ernsten Thema und dem großen Setting „Freundschaft“. Lediglich die Tatsache, dass vieles in der Geschichte ziemlich unwahrscheinlich ist, hält mich von der Höchstwertung ab. Denn insgesamt konnte ich bei diesem Hörbuch super abschalten und habe mich immer auf das Hören gefreut. Deswegen vergebe ich 4,5 Sterne und spreche meine Empfehlung für heiße Sommertage aus.


  


31. Mai 2026

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #99

Hallo ihr Lieben!

Da wären wir wieder. Ein Monat nähert sich erneut dem Ende und das heißt auch, dass ich mal wieder den 20. des Monats verplant habe. Wobei das nicht ganz stimmt. Denn wir sind erst am 21. aus unserem Urlaub zurückgekommen. Daher war schon klar, dass ich das SuB-Interview nicht pünktlich würde schreiben können. Aber siehe da: Ich schreibe es immerhin ( - wenn auch deutlich nach dem 21. ...). Das hat Karli sich im Mai verdient. Bevor wir zum Lesen kommen, hier ein paar Worte zum Monat selbst.
Mein letzter Monat war wirklich überaus schön. Ich habe mein erstes Tennispunktspiel seit Jahren absolviert und hatte super viel Spaß. Dass wir haushoch gewonnen haben, ist da nur die Kirsche auf der Torte. Außerdem habe ich drei Meisterschaften mit meinem Team getanzt und auch das verlief wirklich erfolgreich. Das Tanzen mit den Mädels war wundervoll. Schade ist nur, dass unsere Saison tatsächlich schon wieder vorbei ist. Erst im September folgt das letzte Turnier. Sportlich läuft es also eigentlich ganz gut. Wäre da nicht unser wundervoller Türkei-Urlaub gewesen, der natürlich für ein paar Kilos mehr auf der Waage gesorgt hat. Was soll ich sagen?! All inclusive.
Natürlich ist so ein Urlaub mit zwei Kleinkindern völlig anders als früher. Aber das ist okay. Deswegen habe ich natürlich nicht ansatzweise so viel geschafft zu lesen, wie ich mir vorgenommen hatte. Aber dafür hatten unsere Jungs eine super schöne Zeit. Abends sind wir alle ganz platt von der Sonne, dem Wasser und dem leckeren Essen ins Bett gefallen.
Meine Lesestrategie war übrigens extrem schlecht. Seit einiger Zeit schon bin ich ein Parallelleser. Hätte ich früher nie gedacht. Ist aber so. Das hat eigentlich rein logistische Gründe. Normalerweise lese ich ein normales Paperback oder Hardcover. Gleichzeitig lese ich oft ein Ebook auf meinem Kindle, bzw. in der Kindle-App. So habe ich für jede Gelegenheit ein Buch. Soweit so gut. In diesem Urlaub habe ich aber auch noch eine Art Nachschlagewerk gelesen. Also ein Buch, in dem man immer mal wieder ein paar Seiten liest, aber eben nicht lange am Stück. "Das große Buch der Schurken" ist unglaublich cool. Aber eben keine Lektüre für Zwischendurch. Es werden 100 Bösewichte der Weltliteratur vorgestellt, auf eine sehr coole Art und Weise. Tja. Und dann habe ich mir für den Urlaub - auf Anraten meines SuBs hin - noch die Schmuckausgabe von "Sinn und Sinnlichkeit" mitgenommen. Das ist aber kein Buch für den Strand oder Pool. Das konnte ich also nur im Zimmer abends lesen.
Meine Güte, irgendwie ist das ja auch völlig egal. Wichtig ist nur, dass ich vier Bücher parallel gelesen und mich auf keines wirklich konzentriert habe. Dummer Fehler. Denn am Ende war ich bei allen über der Hälfte und hatte keines beendet. Yeah.
Vielleicht bemerkt man meine Strategie. Ich versuche Karli den Wind aus den Segeln zu nehmen, damit er gleich nicht so viel über mich meckern kann. Denn unter uns: Ich glaube, Karli hatte wirklich große Hoffnungen in den Urlaub gesteckt, um kleiner zu werden. 
Wollen wir doch mal hören, was er zu den realen Werten sagt. Achso und falls mein Fazit noch nicht klar war: Ich hatte einen richtig schönen letzten Monat. Nun aber! The stage is yours, Karli!

Schaut unbedingt bei Melli und Horst vorbei. Melli leitete diese Aktion mit so viel Herzblut und vergisst nie, ihren Horst zu Wort kommen zu lassen. Die beiden freuen sich über einen kleinen Besuch von euch :)


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo ihr Lieben! Da bin ich wieder und ich freue mich ungemein, dass ich noch im Mai interviewt werde. Das macht es immer viel einfacher, als mehrere Monate zu warten.
Julia hat ja ganz schön viele Vorworte gefunden. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen. Es stimmt schon. Früher waren Urlaube reine Lesezeit. Dass das aber dieses Mal nicht so sein würde, hatte ich erwartet. Und auch wenn meine Besitzerin es nicht glaubt, ich bin ja keine Un-SuB. Ich lasse mit mir reden ;) Und kleiner geworden bin ich trotzdem! Als ich mich das letzte Mal melden durfte, war ich 128 Bücher groß. Das war auch schon ein Abbau. Heute sind es 125 Bücher. Geht doch! Drei weniger ist völlig okay :)

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Wie so oft hätte ich euch an dieser Stelle eigentlich kein Buch zeigen können. Denn Julia hat bis zu dieser Woche nichts Neues angeschafft. Naja, und dann kam der Mittwoch. Da hatte Julias kleiner Sohn nämlich eine Fieber-Nacht hinter sich und extrem viel Kuschel- und Schlafbedarf. Nachdem der Große dann im Kindergarten war, ist der Kleine auf meiner Besitzerin eingeschlafen. Sicher hätte Julia auch lesen können. Hat sie aber nicht. Sie hat eine Serie geschaut. Eine Freundin hat ihr "Off Campus" empfohlen. Drei Mal dürft ihr raten, welches Buch Freitag gekauft wurde, als Julia sowieso unterwegs war. Richtig! "The Deal" liegt nun auf meinem Stapel. Dabei ist Julia mit der Serie noch nicht mal durch. Der Kleine hat nämlich kein Fieber mehr und meine Besitzerin somit weniger Zeit. So spielt das Leben.



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Verlassen hat mich das Buch, das Julia als letztes im Urlaub angefangen und welches sie völlig überrascht hat. Es war nämlich eine SuB-Leiche. Es lag wohl um die 10 Jahre bei mir, richtig krass. Der Urlaub war der richtige Moment, es endlich mal anzufangen. "Ein letzter Brief von dir" hat Julia total gecatcht. Das war extrem cool, denn sie hatte es definitiv nicht erwartet. Sie hatte noch ca. 150 Seiten übrig, nachdem sie wieder zu Hause waren. Die hat sie dann an einem einzigen Abend gelesen. Normalerweise würde sie einschlafen. Ihr seht also, dass es scheinbar sehr gut war, wenn Julia durchgehalten hat. Meine Besitzerin kann die Geschichte wirklich nur empfehlen.


4. Lieber Karli, der Wonnemonat ist da. Mit welchem Buch deines Stapels wird deine Besitzerin voraussichtlich eine schöne, entspannte Lesezeit haben?

Wie immer kommen wir zum Update der letzten vierte Frage, bevor wir zur aktuellen kommen. Julia hatte euch Jane Austen vorgestellt. Bisher hat sie zwar keines der vorgestellten Bücher beendet, aber "Sinn und Sinnlichkeit" wird gerade gelesen. Ich glaube tatsächlich zum insgesamt dritten Mal. Aber das letzte Mal ist fast 10 Jahre her. Julia ist ca. auf der Hälfte, könnte also noch einen Moment dauern.

Nun zur aktuellen Frage. Ich mache es meiner Besitzerin mal leicht. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass Julia als nächstes "The Deal" lesen wird. Und ich hoffe wirklich sehr für sie, dass das Buch gut ist. In letzter Zeit wurde Julia nämlich meistens von den New Adult Büchern enttäuscht. Das wäre doch jetzt schade um den Hype. Vielleicht hat sie also entspannte und schöne Lesestunden mit dieser Lektüre ;)


Und damit bin ich schon wieder am Ende. Ich freue mich tatsächlich sehr, dass es im Mai gekappt hat. Und da meine Besitzerin bei drei Büchern auf ca. 50% steht, sehe ich gar nicht mal so schwarz für den nächsten Monat. Genießt den kommenden Sommer und bis ganz bald!

Alles Liebe, 
euer Karli


Na da bin ich ja glimpflich davon gekommen. Scheinbar hab ich mir selbst mehr Druck mit dem Lesen gemacht als mein kleiner lieber SuB. Ich hege aber die gleiche Hoffnung wie er, nämlich bald ein paar der angefangenen Bücher zu beenden. Beim Buch der Schurken sollte das bald klappen ;) Außerdem mache ich ja Fortschritte. Es ist wirklich schön, dass Karli nie den Glauben an mich verliert.

Wie ist es bei euch: Schafft ihr bei gutem Wetter im Sommer mehr Bücher als im Winter? Oder eher eingekuschelt in der Winterzeit?

Liebst,
eure Julia



10. Mai 2026

Rezension [Hörbuch]: "Love me, love me - Unsere Herzen ziehen sich an" von Stefania S.

 


Titel: Love me, love me - Unsere Herzen ziehen sich an
Autorin: Stefania S.
Sprecherin: Belinda Zettelmeier-Jürga u.a.
Verlag: der Hörverlag
Dauer: 17h 14m
Seiten: 688
Preis: 29,95€

Manchmal passiert es, dass man sich von einem Buch hinters Licht geführt fühlt. Der Klappentext klingt gut. Unschuldig. Schön. Macht Lust auf mehr. Und dann: Boom. Eine ganz andere Geschichte als erwartet, grauenhafte Sprache und mein offen stehender Mund aufgrund der Thematiken. Tja. So ging es mir mit „Love me, love me – Unsere Herzen ziehen sich an“ von Stefania S. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte. Aber definitiv nicht das. Ich musste mich wirklich überwinden, dieses Hörbuch zu beenden. Leider fällt mein Fazit auch dementsprechend aus: einfach nur schlimm.

Als ihre Mutter wieder einmal umzieht, steht June White in Laguna Beach, Kalifornien, erneut ein Neuanfang bevor. Für sie, die sich lieber in ihrem Zimmer verkriecht und auf Netflix Dokumentationen über Kriminalfälle anschaut, statt auf Partys zu gehen, ist es nie leicht, Freunde zu finden. Besonders nicht im letzten Jahr der Highschool. Doch überraschenderweise geben ihre Mitschüler ihr sofort das Gefühl, willkommen zu sein.
Alle außer James Hunter. Der attraktive James ist der Inbegriff eines Bad Boys mit einer dunklen und bewegten Vergangenheit. Ganz anders sein bester Freund William, der June mit offenen Armen empfängt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, doch mindestens einer von ihnen verbirgt etwas vor ihr, während er ihr Herz aus dem Takt bringt.


Ich habe mich wirklich hinterfragt. Habe den Klappentext noch einmal im Nachhinein gelesen und überlegt, ob ich mich wirklich so irren konnte. Einer meiner Fehler war aber wohl, dass ich gar nicht wusste, dass es bereits eine Amazon-Verfilmung gibt. Hätte ich diese gesehen, hätte ich vielleicht die Finger vom Buch gelassen. Doch ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Das pastellfarbene Cover ist ja nicht das einzig irreführende dieser Kategorie. Aber „Love me, love me“ ist wirklich noch eine Nummer härter.
Mir hat so unglaublich viel an diesem Hörbuch nicht gefallen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Beginnen wir vielleicht einfach beim Anfang. Inzwischen ist es ja Gang und Gäbe, dass eine Triggerwarnung im New Adult Bereich vorweg geschaltet ist. Bei Hörbüchern müsste ich dafür den letzten Track hören. Das tat ich nicht, denn ich wollte mich inhaltlich nicht spoilern. Als ich ihn dann ganz am Ende gehört habe, kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Ich meine, ich hatte das Buch ja gehört. Ich kannte den Inhalt. Aber trotzdem. Die Liste ist krass. Und lang. Sage und schreibe vierzehn Themen findet man darauf. Vierzehn Themen, die potenziell triggernd sind. Ich bin da gar nicht so sensibel, weil mich eines dieser Themen irgendwie selbst triggert, aber ich finde die Masse einfach unglaublich. Und ganz ehrlich, das muss doch nicht sein. Was ist das denn für eine Welt, in der vierzehn potenziell triggernde Inhalte deinen Lebensalltag bestimmen?! Kann es wirklich solche Menschen geben, die mit all solchen Themen in Berührung kommen? An einer Highschool? Ich weiß es nicht.
Vielleicht hätte mich das ein oder andere auch gar nicht so sehr gestört, wenn nicht auch der Rest des Buches so schlecht wäre. Ich habe zu keiner Sekunde einen Zugang zu einer der Figuren bekommen. Die Sprache ist vulgär und derb. Gut geschrieben ist das Buch ebenfalls nicht. Die Figuren sind unsympathisch und handeln ambivalent. Und irgendwie gibt es eigentlich keine Handlung. Das wäre die Kurzversion. Natürlich hole ich aber gern aus.
Es gibt eine Fülle von Figuren. Das an sich finde ich gar nicht schlimm. Dass es aber gleich sieben Perspektiven und somit auch sieben verschiede Sprecher und Sprecherinnen im Hörbuch sind, ist einfach zu viel. Manche davon lesen auch lediglich ein Kapitel. Für mich war das unnötig und führte nicht zur Glaubwürdigkeit der Geschichte. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte jede Perspektive bedienen und dem Hörer alle möglichen Dinge zeigen. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wäre die Sicht beschränkter gewesen, sodass es vielleicht auch noch ein paar Dinge gegeben hätte, die im Dunkeln geblieben wäre. Aber nein. Man hat ein ziemlich umfassendes Bild von der Highschool, auf die June kommt. Und damit kommen wir doch endlich zur Geschichte selbst.
Für mich klang der Klappentext wirklich nach einer Dreiecksgeschichte im Highschool-Setting. „Love me, love me“ hat mit einer solchen allerdings sehr wenig zu tun. Die Liebesgeschichte steht überhaupt nicht im Vordergrund. Man will eigentlich auch fragen „Welche Liebesgeschichte?“, denn June hat zwar was mit William, kann sich auf ihn aber nicht einlassen. (By the way, sein Paket ist natürlich auch ein sehr großes.) Von James ist June fasziniert, hört aber nie damit auf, zu beteuern, wie sehr sie ihn hasst. Tja, und steht er vor ihr, verlieren die beiden sich in sinnlosen Sticheleien, die zu nichts führen – außer, dass es June anturnt. James ist ja sowieso mit jedem Mädchen der Schule im Bett gewesen. Klar. Badboy und so. Auch das ist ja gar nicht das Problem, schließlich entspricht es dem Konzept beinahe jedes New Adult Buches. Aber James ist schon etwas krasser. Auch sein Charakter hat die Ehre, ein Kapitel aus der eigenen Sicht zu schildern. In diesem tat er mir al Figur beinahe leid. Aber wer so oft in wenigen Minuten das Wort „ficken“ sagen kann, entzieht sich auch schnell meinem Mitleid. Für mich hatte er absolut nichts Liebeswürdiges an sich. Er würdigt Menschen herab, nimmt jeden Tag Drogen, betrinkt sich, vögelt jeden Abend eine andere (Sex kommt im Hörbuch sowieso nicht zu kurz) und rutscht natürlich in kriminelle Kreise ab. Aber Achtung: Man darf natürlich nicht vergessen, dass er dabei mörderisch gut aussieht. Das macht schließlich einiges wett. Ist ja klar.
James ist für mich schon mal durchgefallen. June aber leider auch. Ich habe selten eine so zickige und ambivalent handelnde Protagonistin gesehen. Sie ist nicht ehrlich zu sich selbst, entscheidet sich dauernd um (versteht natürlich nicht, wieso) und glaubt dabei, dass sie total selbstbewusst und schlagfertig ist. Ach ja, und sie findet sich natürlich nicht hübsch. Zu dicke Oberschenkel, nichts Besonderes bla bla. Komisch, dass alle Jungs der Schule das anders sehen.Najaaaaaaa.
Ich weiß nicht. Mir hängt das einfach zum Hals hinaus. Aber auch so fand ich June ehrlich gesagt ziemlich unerträglich. Auch ihrer Mutter konnte ich nichts abgewinnen. Es ist eigentlich kein Wunder, dass June zum Teil so sein muss. Nach allem, was sie erstens durchgemacht hat, aber eben auch zweitens von ihrer Mutter vorgelebt bekommt. Dass die Familienverhältnisse von wirklich jedem anderen Charakter in diesem Buch ebenfalls zerrüttet sind, ist ja ebenfalls logisch. Warum sollte es in der High Society auch etwas geben, das ansatzweise normal sein könnte.
Ich würde ja jetzt gern sagen, dass der rote Faden der Geschichte immerhin vorhanden ist. Ist er aber nicht. Es gibt eigentlich keinen. Daher plätschert die Handlung eigentlich nur so vor sich hin. Jeder hat seine Intrigen, seine Geheimnisse und natürlich darf bloß nichts ans Tageslicht kommen. James wirft June immer wieder vor, zu schnüffeln und zu neugierig zu sein. Und auch, wenn ich James ungern zustimme: Hier hat er Recht!
Als Hörer fragt man sich handlungstechnisch eigentlich nur, wer June jetzt entjungfern wird: Will oder James? Keine Sorge, die Frage beantworte ich nicht. Es war aber wirklich beinahe die einzige, die ich mir gestellt habe. Neben der zweiten: Wann ist es endlich vorbei?
Für mich waren auch der Schreibstil und vor allem das Vokabular des Buches eine Zumutung. Das f-Wort habe ich bereits erwähnt und das schreckt an sich ja auch nicht ab. Aber hier ist es gewaltiger. Es geht einfach pausenlos um Sex. Jeder mit jedem. Außerdem stehen Beleidigungen auf wirklich fast jeder Seite. Es geht sogar arg ins Gewalttätige hinein, was mir gar nicht gefiel. Die Welt, die Stefania S. entwirft, war für mich einfach nur abschreckend und manchmal auch unglaublich unlogisch. Es gibt beispielsweise einen Club „irgendwo in der Wüste“ bei L.A. Dort geschehen so allerlei illegale Dinge. Das wird June in einer Szene zu viel, weshalb sie den Schauplatz einfach verlässt und nach Hause laufen will. Klar. Macht man ja auch so, wenn man vorher eine Weile mit dem Auto durch die Wüste dahin fährt. Wer macht denn sowas?! Egal.
Ihr merkt, ich bin mit dem Hörbuch nicht sehr gut klargekommen. Wenn ich etwas Positives sagen will, dann vielleicht, dass einige der triggernden Inhalte natürlich auch eine thematische Vielfalt bieten. Außerdem lesen die Sprecher und Sprecherinnen nicht schlecht. Ich konnte mit dem Inhalt aber einfach gar nichts anfangen.


Tatsächlich habe ich mich gefragt, warum ich das Buch zu Ende gehört habe, wenn ich es doch so furchtbar fand. Leider kann ich das selbst nicht sagen. Vielleicht wollte ich wissen, ob noch irgendetwas Spannendes passiert. Das tat es für mich leider nicht, obwohl es einen Cliffhänger gibt, der für viele sicher interessant ist.
Ich kann den Hype um „Love me, love me“ wirklich nicht verstehen und bin unglaublich abgeschreckt von der Geschichte. Mit mehr als einem Auge zugedrückt, vergebe ich 1,5 Sterne und bin ehrlich gesagt froh, dass ich um Band zwei einen großen Bogen machen kann.




28. April 2026

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #98

Hallo ihr Lieben!

Wir haben noch April! Werten wir es also als Erfolg, dass der Post immerhin noch im richtigen Monat online geht. Eine Verspätung von etwas mehr als einer Woche ist bei mir ja leider inzwischen schon als "gut" zu betiteln. ;)
Wie läuft das Leben derzeit so? Tatsächlich kann ich mich weiter nicht beklagen. Meine beiden Söhne sind ziemlich niedlich. Auch wenn der Große mit seinen drei Jahren jetzt in eine sehr anstrengende Phase kommt. Das Familienleben ist dennoch schön und jetzt, wo das Wetter besser wird, verbringen wir viel Zeit an der frischen Luft. Dabei kann ich leider zwar nicht lesen, aber auch so ist es natürlich Qualitytime. Neben dem großen Block "Familie", der beinahe meine ganze Zeit in Anspruch nimmt, ist da natürlich noch mein Freizeitstress. Die Hip Hop-Saison hat wieder begonnen. Da einige meiner Tänzerinnen recht kurzfristig ausgefallen sind, habe ich die Ehre, dieses Jahr in meinem eigenen Team mitzutanzen. Ich kann euch sagen: Ich werde zu alt für diese Sachen. :D Ich habe nun zwei Meisterschaften getanzt, mit dessen Ergebnissen wir wirklich zufrieden waren. Es ist toll, mit dem Team auf der Fläche zu stehen. Aber dieser Adrenalin-Kick ist schon krass. Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich keine 20 mehr bin. Schon witzig, dass sich das gleiche über meine Lesegewohnheiten sagen lässt. Das Leben ist schon lustig...
Ich tanze also derzeit wieder viel. Auch die Tennis-Saison startet dieses Wochenende wieder. Mein Sport kommt grade also nicht zu kurz, was wirklich toll ist. Mein Mann und meine Familie halten mir sehr den Rücken frei. Deswegen war ich diesen Monat schon im Theater, in einer anderen Show, mit Freundinnen frühstücken und shoppen. Life's good oder so.
Aber das Lesen auch? Tja, da kommen wir mal wieder zu einem düsteren Kapitel meines Lebens. Nein, Spaß. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Wenn ich aber von all meinen Aktivitäten schreibe, ist wahrscheinlich klar, dass für das Lesen gar nicht so viel Zeit bleibt. Und das wird euch Karli gleich vermutlich auch sagen. Ich bin gespannt ;)

Die schöne Aktion wird von der lieben Melli geführt. Ich danke dir von Herzen! Schaut unbedingt bei ihr vorbei :)


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo liebe Welt! Es ist nur knapp einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal melden durfte. Ich bin begeistert *.* Zwar bin ich mir dessen bewusst, dass es sich eher um Zufall handelt, dass Julia Zeit für mich hat, aber das ist ja ganz egal. Ich fühle mich gerade nicht vollkommen vernachlässigt, also kommen wir doch direkt zu den Zahlen. 
Im letzten Monat war ich 130 Bücher groß, was fantastisch war. Viel gelesen hat meine Besitzerin leider nicht. Ich bin übrigens schon gespannt: Mitte Mai fliegt die Familie in die Türkei. Das hieß früher immer, dass ich ordentlich geschrumpft bin. Meine Erwartungen an einen Sommerurlaub mit zwei Kindern sind dahingehend allerdings eher gering. Aber abwarten. Diesen Monat bin ich tatsächlich auch ein bisschen kleiner geworden. Mein neuer Stand beträgt 128 Bücher. Party!


2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Die Pflege läuft gut! So gut, dass ich euch nur ein einziges Buch zeigen kann. Das wäre dann Julias aktuelles Hörbuch "Love me, love me". Meine Besitzerin hat durch ihre Tänzerinnen erfahren, dass es eine Verfilmung gibt. Ob sie sich die allerdings jemals angucken wird, ist fraglich. Denn ehrlich gesagt, findet sie das Hörbuch ganz grauenhaft. Furchtbar derbe Sprache, viel zu viel Sex, dann noch ordentlich Drogen, Selbstverstümmelung und Depressionen. Einfach too much. Mal schauen, wie die Rezension ausfällt. Hach, aber Hauptsache ein pastellfarbenes Cover...



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Das letzte Buch, das mich verlassen hat, war tatsächlich "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance". Das ist richtig traurig, da es fast einen ganzen Monat her ist. Kurz davor hat Julia noch "Romeo und Julia auf dem Dorfe" gelesen. Tja, und so begründet sich mein Abbau von zwei Büchern. Tadaaaaaa.
Ich würde jetzt gern sagen, dass die aktuellen Bücher bald fertig gelesen sind, aber das stimmt nicht. Bei ihrem Print ist Julia bei etwas mehr als der Hälfte, beim Ebook auf dem ersten Viertel und beim Hörbuch immerhin im letzten Viertel. Langsam wie eine Schnecke.



4. Lieber Karli, zeig uns Bücher weiblicher Autorinnen, die deine Besitzerin bisher gern gelesen hat.

Wieso bin ich denn bitte schon bei Frage vier? Das Interview ist scheinbar viel kürzer, wenn man es regelmäßig macht. Wenn dann zusätzlich auch noch sehr wenig gelesen wird, ist man mit dem Antworten wohl schnell. Hui.
Als kleines Update: Julia hat kein Buch ohne Artikel gelesen. Ebenfalls keines, das eine Reihenfortsetzung ist. ABER sie liest gerade "Ein ganzes halbes Jahr", das zu meinen SuB-Leichen zählt und außerdem ein Taschenbuch ist ;) Nächsten Monat werde ich also berichten können, dass dieses Buch endlich gelesen wurde.
Kommen wir aber zu den weiblichen Autorinnen. Julias Lieblingsautorinnen sind derzeit Ali Hazelwood und Lynn Painter. Von beiden habe ich leider gerade keine Bücher auf meinem Stapel. Eine All-Time-Lieblingsautorin ist aber natürlich Jane Austen. Und da kann ich euch diese Schätze zeigen:

 

Sind sie nicht herrlich schön? Mal gucken, ob Julia "Emma" oder "Sinn und Sinnlichkeit" mit in den Urlaub nimmt. "Northanger Abbey" und "Masfield Park" habe ich auch noch im Angebot. Aber ich will ja nicht gleich übertreiben ;) Ich wäre schon froh, wenn ich im Mai von ca. 125 Büchern berichten könnte. Das wäre wirklich toll. Natürlich ganz besonders, wenn mich ein Austen-Schatz verlassen hätte.


Jetzt bin ich wirklich überrumpelt. Wir sind schon fertig. Unglaublich! Ich freue mich, dass es diesen Monat wieder geklappt hat. Ob Julia es im Mai schafft, wage ich zu bezweifeln. Über den 20. hinweg sind sie tatsächlich im Urlaub. Das heißt, direkt danach müsste Julia das Interview tippen - abwarten. Ich freue mich aber trotzdem schon jetzt auf das nächste Mal, wenn ich wieder zu Wort komme. Bis dahin!

Alles Liebe,
euer Karli


Ich bin selbst ganz perplex vom heutigen Interview. Mein kleiner Sohn schläft einfach seit zwei Stunden - völlig unerwartet, sodass Karli an die Reihe kam. Meine Antworten sind wirklich ziemlich kurz. Aber vielleicht kann ich ja nächsten Monat mehr berichten, wenn ich im Sommerurlaub tatsächlich Bücher geschafft haben sollte ;) Ich gebe mein Bestes! Habt einen tollen Start in den Mai!

Habt ihr noch klassische Lieblingsautorinnen oder -Autoren?

Liebst,
eure Julia


8. April 2026

Rezension [Hörbuch]: "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance"


Titel: Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance
Autorin: Ali Novak
Sprecherin: Aileen Wrozyna
Verlag: der Hörverlag
Dauer: 9h 51m
Seiten: 400
Preis: 21,95€

 

Obwohl mich die Serie „My Life with the Walter Boys“ nie vollends überzeugt hat, hat mich doch irgendetwas daran gecatcht. So sehr sogar, dass ich die Buchvorlage kennen wollte. Das erste Buch gefiel mir tatsächlich wirklich gut. Umso gespannter war ich auf den zweiten Teil. Ist er inhaltlich gleich zur zweiten Staffel? Kann er doch gar nicht sein, schließlich endet das Buch ganz anders. Kein Fokus auf dem LOVE-triangle. Oder etwa doch? Ich war gespannt. Also hörte ich "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance“ mit Neugier. Mein Fazit? Absolut süß und für mein Teenieherz genau das richtige.

Jackie Howard brauchte Abstand – und hat ihn auch bekommen. Doch nach einem ereignisreichen Sommer in New York kehrt sie zurück auf die Walter-Ranch. Jackie hat keine Ahnung, wie es mit ihr und Cole Walter nach dem Abschiedskuss weitergehen soll. Im Laufe des Sommers hat sie aufgehört, ihm Nachrichten zu schreiben. Aber sie hat nie aufgehört, an ihn zu denken. Da Cole mittlerweile in der Stadt lebt, bevor er aufs College geht, denkt Jackie, dass es einfach sein wird, ihm aus dem Weg zu gehen. Als sie ihm jedoch plötzlich gegenübersteht, muss sie feststellen, dass es unmöglich ist, ihm zu widerstehen. Und die Dinge werden immer komplizierter: Cole ist der Junge, der ihr nicht aus dem Kopf geht, und die Walters sind die Familie geworden, die sie liebt und braucht. Wie soll Jackie weiterkommen, wenn sie Angst hat, den nächsten Schritt zu machen?


Das Tolle an Band zwei der „Walter Boys“ war von Anfang an, dass ich keine Ahnung hatte, wie es weitergeht. Aber das wollte ich unbedingt wissen. Für mich war die Chemie zwischen Jackie und Cole unglaublich gut, sodass ich mich wirklich immer darauf gefreut habe, weiterzuhören. Dafür habe ich meine freien Minuten sofort genutzt. Mich haben so viele Fragen beschäftigt: Küssen sie sich noch einmal? Sind sie jetzt eigentlich zusammen? Oder schiebt Jackie wieder irgendeinen komischen Grund vor, weshalb es nicht funktionierten kann? Denn das ist das einzig etwas Nervige an der Geschichte. Es ist eben ein Young-Adult Buch. Das finde ich grundsätzlich klasse, denn die Handlung ist zu unschuldig für irgendwelche Sexszenen. Das heißt aber im Übrigen nicht, dass es nicht heiß werden kann. Insgesamt ist das Hin und Her von Jackies Gefühlschaos aber etwas viel und natürlich auch unnötig. Das ist aber auch schon das Ende meiner Kritik. Für mich war die Entwicklung der Beziehung zwischen Jackie und Cole entscheidend und die war wirklich toll. Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob man allein mit der Frage, ob zwei Menschen zusammen kommen können, die eigentlich eh schon etwas miteinander haben, ein ganzes Buch füllen kann. Denn nein, das geht nicht. Aber zum Glück sind es ja insgesamt 12 Walter-Kinder, sodass es durchaus weitere Handlungen gibt. Viel zu wenig taucht leider Danny auf, aber das war in der Idee schon logisch. Viel mehr Raum nehmen die Geschichten um Nathan und Isaac ein. Beide haben mir in ihrer Auflösung tatsächlich sehr gut gefallen. Isaacs Handlungsfaden war einfach unterhaltsam. Er hat immer für Chaos gesorgt, was manchmal auch sehr lustig war. Bei Nathan hingegen war ich gespannt, ob er so verschlossen ist, weil er sich outen will. Bekanntlich ist sein Charakter in der Serie schwul. Dass Nathans Geschichte im Buch etwas anders und auch auf andere Art emotional ist, fand ich gut. „Die zweite Chance“ bietet also durchaus noch Überraschungen. 

Zu den Charakteren brauche ich nicht mehr viel zu sagen. Jackie und Cole sind gute Protagonisten und Cole bleibt der Traum aller Mädchen. Wir brauchen nicht über Logik reden. Natürlich schafft das “neue Mädchen” es, den Traumtypen zu bändigen, getreu dem Motto „she falls first, he falls harder“. Denn Coles Aktionen sind wirklich süß. Er war definitiv mein Favorit in diesem Band. Auch die anderen Walters sind schöne Figuren, die aber nicht so viel Präsenz haben haben. Alex kommt deutlich weniger vor, auch Jackies Freundinnen bestimmen nicht unbedingt das Geschehen. Der Fokus liegt auf der Liebesgeschichte und das hat Ali Nowak wirklich gut hinbekommen. 

Manchmal plätschert die Handlung vor sich hin, manchmal gibt es einfach ZU viele Zufälle (Thema Lieblingscafé). Und trotzdem hat mir das gesamte Handlungskonstrukt super gefallen. Vielleicht sollte man einfach nicht zu viel drüber nachdenken und stattdessen einfach genießen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und auch die Sprecherin Aileen Wrozyna  macht wieder einen tollen Job. Für mich war ihre Stimme eins zu eins die von Jackie. Da es die gleiche Sprecherin wie in Band eins ist, kommt hier außerdem wieder das "Nach-Hause-Kommen"-Gefühl zum Vorschein.

Bekommen Jackie und Cole sich endlich? Das ist die große Frage in „Die zweite Chance“. Die Liebesgeschichte trägt die Handlung und rund herum werden kleine Geschichten um die Nebenfiguren gebaut. Insgesamt ist das Buch wirklich unterhaltsam und hat mich abgeholt. Ich hatte unglaublich viel Freude beim Hören und bin den Charakteren verfallen. Wenn man sich auf eine Teenie-Geschichte einlassen will, ohne zu viel denken zu müssen, dann sollte man dringend Jackie und Cole kennenlernen. Lediglich das Hin und Her bewirkt einen kleinen Abzug und so vergebe ich 4,5 Sterne.