10. Mai 2026

Rezension [Hörbuch]: "Love me, love me - Unsere Herzen ziehen sich an" von Stefania S.

 


Titel: Love me, love me - Unsere Herzen ziehen sich an
Autorin: Stefania S.
Sprecherin: Belinda Zettelmeier-Jürga u.a.
Verlag: der Hörverlag
Dauer: 17h 14m
Seiten: 688
Preis: 29,95€

Manchmal passiert es, dass man sich von einem Buch hinters Licht geführt fühlt. Der Klappentext klingt gut. Unschuldig. Schön. Macht Lust auf mehr. Und dann: Boom. Eine ganz andere Geschichte als erwartet, grauenhafte Sprache und mein offen stehender Mund aufgrund der Thematiken. Tja. So ging es mir mit „Love me, love me – Unsere Herzen ziehen sich an“ von Stefania S. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte. Aber definitiv nicht das. Ich musste mich wirklich überwinden, dieses Hörbuch zu beenden. Leider fällt mein Fazit auch dementsprechend aus: einfach nur schlimm.

Als ihre Mutter wieder einmal umzieht, steht June White in Laguna Beach, Kalifornien, erneut ein Neuanfang bevor. Für sie, die sich lieber in ihrem Zimmer verkriecht und auf Netflix Dokumentationen über Kriminalfälle anschaut, statt auf Partys zu gehen, ist es nie leicht, Freunde zu finden. Besonders nicht im letzten Jahr der Highschool. Doch überraschenderweise geben ihre Mitschüler ihr sofort das Gefühl, willkommen zu sein.
Alle außer James Hunter. Der attraktive James ist der Inbegriff eines Bad Boys mit einer dunklen und bewegten Vergangenheit. Ganz anders sein bester Freund William, der June mit offenen Armen empfängt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, doch mindestens einer von ihnen verbirgt etwas vor ihr, während er ihr Herz aus dem Takt bringt.


Ich habe mich wirklich hinterfragt. Habe den Klappentext noch einmal im Nachhinein gelesen und überlegt, ob ich mich wirklich so irren konnte. Einer meiner Fehler war aber wohl, dass ich gar nicht wusste, dass es bereits eine Amazon-Verfilmung gibt. Hätte ich diese gesehen, hätte ich vielleicht die Finger vom Buch gelassen. Doch ehrlich gesagt, weiß ich das nicht. Das pastellfarbene Cover ist ja nicht das einzig irreführende dieser Kategorie. Aber „Love me, love me“ ist wirklich noch eine Nummer härter.
Mir hat so unglaublich viel an diesem Hörbuch nicht gefallen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Beginnen wir vielleicht einfach beim Anfang. Inzwischen ist es ja Gang und Gäbe, dass eine Triggerwarnung im New Adult Bereich vorweg geschaltet ist. Bei Hörbüchern müsste ich dafür den letzten Track hören. Das tat ich nicht, denn ich wollte mich inhaltlich nicht spoilern. Als ich ihn dann ganz am Ende gehört habe, kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Ich meine, ich hatte das Buch ja gehört. Ich kannte den Inhalt. Aber trotzdem. Die Liste ist krass. Und lang. Sage und schreibe vierzehn Themen findet man darauf. Vierzehn Themen, die potenziell triggernd sind. Ich bin da gar nicht so sensibel, weil mich eines dieser Themen irgendwie selbst triggert, aber ich finde die Masse einfach unglaublich. Und ganz ehrlich, das muss doch nicht sein. Was ist das denn für eine Welt, in der vierzehn potenziell triggernde Inhalte deinen Lebensalltag bestimmen?! Kann es wirklich solche Menschen geben, die mit all solchen Themen in Berührung kommen? An einer Highschool? Ich weiß es nicht.
Vielleicht hätte mich das ein oder andere auch gar nicht so sehr gestört, wenn nicht auch der Rest des Buches so schlecht wäre. Ich habe zu keiner Sekunde einen Zugang zu einer der Figuren bekommen. Die Sprache ist vulgär und derb. Gut geschrieben ist das Buch ebenfalls nicht. Die Figuren sind unsympathisch und handeln ambivalent. Und irgendwie gibt es eigentlich keine Handlung. Das wäre die Kurzversion. Natürlich hole ich aber gern aus.
Es gibt eine Fülle von Figuren. Das an sich finde ich gar nicht schlimm. Dass es aber gleich sieben Perspektiven und somit auch sieben verschiede Sprecher und Sprecherinnen im Hörbuch sind, ist einfach zu viel. Manche davon lesen auch lediglich ein Kapitel. Für mich war das unnötig und führte nicht zur Glaubwürdigkeit der Geschichte. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte jede Perspektive bedienen und dem Hörer alle möglichen Dinge zeigen. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wäre die Sicht beschränkter gewesen, sodass es vielleicht auch noch ein paar Dinge gegeben hätte, die im Dunkeln geblieben wäre. Aber nein. Man hat ein ziemlich umfassendes Bild von der Highschool, auf die June kommt. Und damit kommen wir doch endlich zur Geschichte selbst.
Für mich klang der Klappentext wirklich nach einer Dreiecksgeschichte im Highschool-Setting. „Love me, love me“ hat mit einer solchen allerdings sehr wenig zu tun. Die Liebesgeschichte steht überhaupt nicht im Vordergrund. Man will eigentlich auch fragen „Welche Liebesgeschichte?“, denn June hat zwar was mit William, kann sich auf ihn aber nicht einlassen. (By the way, sein Paket ist natürlich auch ein sehr großes.) Von James ist June fasziniert, hört aber nie damit auf, zu beteuern, wie sehr sie ihn hasst. Tja, und steht er vor ihr, verlieren die beiden sich in sinnlosen Sticheleien, die zu nichts führen – außer, dass es June anturnt. James ist ja sowieso mit jedem Mädchen der Schule im Bett gewesen. Klar. Badboy und so. Auch das ist ja gar nicht das Problem, schließlich entspricht es dem Konzept beinahe jedes New Adult Buches. Aber James ist schon etwas krasser. Auch sein Charakter hat die Ehre, ein Kapitel aus der eigenen Sicht zu schildern. In diesem tat er mir al Figur beinahe leid. Aber wer so oft in wenigen Minuten das Wort „ficken“ sagen kann, entzieht sich auch schnell meinem Mitleid. Für mich hatte er absolut nichts Liebeswürdiges an sich. Er würdigt Menschen herab, nimmt jeden Tag Drogen, betrinkt sich, vögelt jeden Abend eine andere (Sex kommt im Hörbuch sowieso nicht zu kurz) und rutscht natürlich in kriminelle Kreise ab. Aber Achtung: Man darf natürlich nicht vergessen, dass er dabei mörderisch gut aussieht. Das macht schließlich einiges wett. Ist ja klar.
James ist für mich schon mal durchgefallen. June aber leider auch. Ich habe selten eine so zickige und ambivalent handelnde Protagonistin gesehen. Sie ist nicht ehrlich zu sich selbst, entscheidet sich dauernd um (versteht natürlich nicht, wieso) und glaubt dabei, dass sie total selbstbewusst und schlagfertig ist. Ach ja, und sie findet sich natürlich nicht hübsch. Zu dicke Oberschenkel, nichts Besonderes bla bla. Komisch, dass alle Jungs der Schule das anders sehen.Najaaaaaaa.
Ich weiß nicht. Mir hängt das einfach zum Hals hinaus. Aber auch so fand ich June ehrlich gesagt ziemlich unerträglich. Auch ihrer Mutter konnte ich nichts abgewinnen. Es ist eigentlich kein Wunder, dass June zum Teil so sein muss. Nach allem, was sie erstens durchgemacht hat, aber eben auch zweitens von ihrer Mutter vorgelebt bekommt. Dass die Familienverhältnisse von wirklich jedem anderen Charakter in diesem Buch ebenfalls zerrüttet sind, ist ja ebenfalls logisch. Warum sollte es in der High Society auch etwas geben, das ansatzweise normal sein könnte.
Ich würde ja jetzt gern sagen, dass der rote Faden der Geschichte immerhin vorhanden ist. Ist er aber nicht. Es gibt eigentlich keinen. Daher plätschert die Handlung eigentlich nur so vor sich hin. Jeder hat seine Intrigen, seine Geheimnisse und natürlich darf bloß nichts ans Tageslicht kommen. James wirft June immer wieder vor, zu schnüffeln und zu neugierig zu sein. Und auch, wenn ich James ungern zustimme: Hier hat er Recht!
Als Hörer fragt man sich handlungstechnisch eigentlich nur, wer June jetzt entjungfern wird: Will oder James? Keine Sorge, die Frage beantworte ich nicht. Es war aber wirklich beinahe die einzige, die ich mir gestellt habe. Neben der zweiten: Wann ist es endlich vorbei?
Für mich waren auch der Schreibstil und vor allem das Vokabular des Buches eine Zumutung. Das f-Wort habe ich bereits erwähnt und das schreckt an sich ja auch nicht ab. Aber hier ist es gewaltiger. Es geht einfach pausenlos um Sex. Jeder mit jedem. Außerdem stehen Beleidigungen auf wirklich fast jeder Seite. Es geht sogar arg ins Gewalttätige hinein, was mir gar nicht gefiel. Die Welt, die Stefania S. entwirft, war für mich einfach nur abschreckend und manchmal auch unglaublich unlogisch. Es gibt beispielsweise einen Club „irgendwo in der Wüste“ bei L.A. Dort geschehen so allerlei illegale Dinge. Das wird June in einer Szene zu viel, weshalb sie den Schauplatz einfach verlässt und nach Hause laufen will. Klar. Macht man ja auch so, wenn man vorher eine Weile mit dem Auto durch die Wüste dahin fährt. Wer macht denn sowas?! Egal.
Ihr merkt, ich bin mit dem Hörbuch nicht sehr gut klargekommen. Wenn ich etwas Positives sagen will, dann vielleicht, dass einige der triggernden Inhalte natürlich auch eine thematische Vielfalt bieten. Außerdem lesen die Sprecher und Sprecherinnen nicht schlecht. Ich konnte mit dem Inhalt aber einfach gar nichts anfangen.


Tatsächlich habe ich mich gefragt, warum ich das Buch zu Ende gehört habe, wenn ich es doch so furchtbar fand. Leider kann ich das selbst nicht sagen. Vielleicht wollte ich wissen, ob noch irgendetwas Spannendes passiert. Das tat es für mich leider nicht, obwohl es einen Cliffhänger gibt, der für viele sicher interessant ist.
Ich kann den Hype um „Love me, love me“ wirklich nicht verstehen und bin unglaublich abgeschreckt von der Geschichte. Mit mehr als einem Auge zugedrückt, vergebe ich 1,5 Sterne und bin ehrlich gesagt froh, dass ich um Band zwei einen großen Bogen machen kann.




28. April 2026

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #98

Hallo ihr Lieben!

Wir haben noch April! Werten wir es also als Erfolg, dass der Post immerhin noch im richtigen Monat online geht. Eine Verspätung von etwas mehr als einer Woche ist bei mir ja leider inzwischen schon als "gut" zu betiteln. ;)
Wie läuft das Leben derzeit so? Tatsächlich kann ich mich weiter nicht beklagen. Meine beiden Söhne sind ziemlich niedlich. Auch wenn der Große mit seinen drei Jahren jetzt in eine sehr anstrengende Phase kommt. Das Familienleben ist dennoch schön und jetzt, wo das Wetter besser wird, verbringen wir viel Zeit an der frischen Luft. Dabei kann ich leider zwar nicht lesen, aber auch so ist es natürlich Qualitytime. Neben dem großen Block "Familie", der beinahe meine ganze Zeit in Anspruch nimmt, ist da natürlich noch mein Freizeitstress. Die Hip Hop-Saison hat wieder begonnen. Da einige meiner Tänzerinnen recht kurzfristig ausgefallen sind, habe ich die Ehre, dieses Jahr in meinem eigenen Team mitzutanzen. Ich kann euch sagen: Ich werde zu alt für diese Sachen. :D Ich habe nun zwei Meisterschaften getanzt, mit dessen Ergebnissen wir wirklich zufrieden waren. Es ist toll, mit dem Team auf der Fläche zu stehen. Aber dieser Adrenalin-Kick ist schon krass. Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich keine 20 mehr bin. Schon witzig, dass sich das gleiche über meine Lesegewohnheiten sagen lässt. Das Leben ist schon lustig...
Ich tanze also derzeit wieder viel. Auch die Tennis-Saison startet dieses Wochenende wieder. Mein Sport kommt grade also nicht zu kurz, was wirklich toll ist. Mein Mann und meine Familie halten mir sehr den Rücken frei. Deswegen war ich diesen Monat schon im Theater, in einer anderen Show, mit Freundinnen frühstücken und shoppen. Life's good oder so.
Aber das Lesen auch? Tja, da kommen wir mal wieder zu einem düsteren Kapitel meines Lebens. Nein, Spaß. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Wenn ich aber von all meinen Aktivitäten schreibe, ist wahrscheinlich klar, dass für das Lesen gar nicht so viel Zeit bleibt. Und das wird euch Karli gleich vermutlich auch sagen. Ich bin gespannt ;)

Die schöne Aktion wird von der lieben Melli geführt. Ich danke dir von Herzen! Schaut unbedingt bei ihr vorbei :)


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo liebe Welt! Es ist nur knapp einen Monat her, dass ich mich das letzte Mal melden durfte. Ich bin begeistert *.* Zwar bin ich mir dessen bewusst, dass es sich eher um Zufall handelt, dass Julia Zeit für mich hat, aber das ist ja ganz egal. Ich fühle mich gerade nicht vollkommen vernachlässigt, also kommen wir doch direkt zu den Zahlen. 
Im letzten Monat war ich 130 Bücher groß, was fantastisch war. Viel gelesen hat meine Besitzerin leider nicht. Ich bin übrigens schon gespannt: Mitte Mai fliegt die Familie in die Türkei. Das hieß früher immer, dass ich ordentlich geschrumpft bin. Meine Erwartungen an einen Sommerurlaub mit zwei Kindern sind dahingehend allerdings eher gering. Aber abwarten. Diesen Monat bin ich tatsächlich auch ein bisschen kleiner geworden. Mein neuer Stand beträgt 128 Bücher. Party!


2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Die Pflege läuft gut! So gut, dass ich euch nur ein einziges Buch zeigen kann. Das wäre dann Julias aktuelles Hörbuch "Love me, love me". Meine Besitzerin hat durch ihre Tänzerinnen erfahren, dass es eine Verfilmung gibt. Ob sie sich die allerdings jemals angucken wird, ist fraglich. Denn ehrlich gesagt, findet sie das Hörbuch ganz grauenhaft. Furchtbar derbe Sprache, viel zu viel Sex, dann noch ordentlich Drogen, Selbstverstümmelung und Depressionen. Einfach too much. Mal schauen, wie die Rezension ausfällt. Hach, aber Hauptsache ein pastellfarbenes Cover...



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Das letzte Buch, das mich verlassen hat, war tatsächlich "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance". Das ist richtig traurig, da es fast einen ganzen Monat her ist. Kurz davor hat Julia noch "Romeo und Julia auf dem Dorfe" gelesen. Tja, und so begründet sich mein Abbau von zwei Büchern. Tadaaaaaa.
Ich würde jetzt gern sagen, dass die aktuellen Bücher bald fertig gelesen sind, aber das stimmt nicht. Bei ihrem Print ist Julia bei etwas mehr als der Hälfte, beim Ebook auf dem ersten Viertel und beim Hörbuch immerhin im letzten Viertel. Langsam wie eine Schnecke.



4. Lieber Karli, zeig uns Bücher weiblicher Autorinnen, die deine Besitzerin bisher gern gelesen hat.

Wieso bin ich denn bitte schon bei Frage vier? Das Interview ist scheinbar viel kürzer, wenn man es regelmäßig macht. Wenn dann zusätzlich auch noch sehr wenig gelesen wird, ist man mit dem Antworten wohl schnell. Hui.
Als kleines Update: Julia hat kein Buch ohne Artikel gelesen. Ebenfalls keines, das eine Reihenfortsetzung ist. ABER sie liest gerade "Ein ganzes halbes Jahr", das zu meinen SuB-Leichen zählt und außerdem ein Taschenbuch ist ;) Nächsten Monat werde ich also berichten können, dass dieses Buch endlich gelesen wurde.
Kommen wir aber zu den weiblichen Autorinnen. Julias Lieblingsautorinnen sind derzeit Ali Hazelwood und Lynn Painter. Von beiden habe ich leider gerade keine Bücher auf meinem Stapel. Eine All-Time-Lieblingsautorin ist aber natürlich Jane Austen. Und da kann ich euch diese Schätze zeigen:

 

Sind sie nicht herrlich schön? Mal gucken, ob Julia "Emma" oder "Sinn und Sinnlichkeit" mit in den Urlaub nimmt. "Northanger Abbey" und "Masfield Park" habe ich auch noch im Angebot. Aber ich will ja nicht gleich übertreiben ;) Ich wäre schon froh, wenn ich im Mai von ca. 125 Büchern berichten könnte. Das wäre wirklich toll. Natürlich ganz besonders, wenn mich ein Austen-Schatz verlassen hätte.


Jetzt bin ich wirklich überrumpelt. Wir sind schon fertig. Unglaublich! Ich freue mich, dass es diesen Monat wieder geklappt hat. Ob Julia es im Mai schafft, wage ich zu bezweifeln. Über den 20. hinweg sind sie tatsächlich im Urlaub. Das heißt, direkt danach müsste Julia das Interview tippen - abwarten. Ich freue mich aber trotzdem schon jetzt auf das nächste Mal, wenn ich wieder zu Wort komme. Bis dahin!

Alles Liebe,
euer Karli


Ich bin selbst ganz perplex vom heutigen Interview. Mein kleiner Sohn schläft einfach seit zwei Stunden - völlig unerwartet, sodass Karli an die Reihe kam. Meine Antworten sind wirklich ziemlich kurz. Aber vielleicht kann ich ja nächsten Monat mehr berichten, wenn ich im Sommerurlaub tatsächlich Bücher geschafft haben sollte ;) Ich gebe mein Bestes! Habt einen tollen Start in den Mai!

Habt ihr noch klassische Lieblingsautorinnen oder -Autoren?

Liebst,
eure Julia


8. April 2026

Rezension [Hörbuch]: "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance"


Titel: Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance
Autorin: Ali Novak
Sprecherin: Aileen Wrozyna
Verlag: der Hörverlag
Dauer: 9h 51m
Seiten: 400
Preis: 21,95€

 

Obwohl mich die Serie „My Life with the Walter Boys“ nie vollends überzeugt hat, hat mich doch irgendetwas daran gecatcht. So sehr sogar, dass ich die Buchvorlage kennen wollte. Das erste Buch gefiel mir tatsächlich wirklich gut. Umso gespannter war ich auf den zweiten Teil. Ist er inhaltlich gleich zur zweiten Staffel? Kann er doch gar nicht sein, schließlich endet das Buch ganz anders. Kein Fokus auf dem LOVE-triangle. Oder etwa doch? Ich war gespannt. Also hörte ich "Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance“ mit Neugier. Mein Fazit? Absolut süß und für mein Teenieherz genau das richtige.

Jackie Howard brauchte Abstand – und hat ihn auch bekommen. Doch nach einem ereignisreichen Sommer in New York kehrt sie zurück auf die Walter-Ranch. Jackie hat keine Ahnung, wie es mit ihr und Cole Walter nach dem Abschiedskuss weitergehen soll. Im Laufe des Sommers hat sie aufgehört, ihm Nachrichten zu schreiben. Aber sie hat nie aufgehört, an ihn zu denken. Da Cole mittlerweile in der Stadt lebt, bevor er aufs College geht, denkt Jackie, dass es einfach sein wird, ihm aus dem Weg zu gehen. Als sie ihm jedoch plötzlich gegenübersteht, muss sie feststellen, dass es unmöglich ist, ihm zu widerstehen. Und die Dinge werden immer komplizierter: Cole ist der Junge, der ihr nicht aus dem Kopf geht, und die Walters sind die Familie geworden, die sie liebt und braucht. Wie soll Jackie weiterkommen, wenn sie Angst hat, den nächsten Schritt zu machen?


Das Tolle an Band zwei der „Walter Boys“ war von Anfang an, dass ich keine Ahnung hatte, wie es weitergeht. Aber das wollte ich unbedingt wissen. Für mich war die Chemie zwischen Jackie und Cole unglaublich gut, sodass ich mich wirklich immer darauf gefreut habe, weiterzuhören. Dafür habe ich meine freien Minuten sofort genutzt. Mich haben so viele Fragen beschäftigt: Küssen sie sich noch einmal? Sind sie jetzt eigentlich zusammen? Oder schiebt Jackie wieder irgendeinen komischen Grund vor, weshalb es nicht funktionierten kann? Denn das ist das einzig etwas Nervige an der Geschichte. Es ist eben ein Young-Adult Buch. Das finde ich grundsätzlich klasse, denn die Handlung ist zu unschuldig für irgendwelche Sexszenen. Das heißt aber im Übrigen nicht, dass es nicht heiß werden kann. Insgesamt ist das Hin und Her von Jackies Gefühlschaos aber etwas viel und natürlich auch unnötig. Das ist aber auch schon das Ende meiner Kritik. Für mich war die Entwicklung der Beziehung zwischen Jackie und Cole entscheidend und die war wirklich toll. Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob man allein mit der Frage, ob zwei Menschen zusammen kommen können, die eigentlich eh schon etwas miteinander haben, ein ganzes Buch füllen kann. Denn nein, das geht nicht. Aber zum Glück sind es ja insgesamt 12 Walter-Kinder, sodass es durchaus weitere Handlungen gibt. Viel zu wenig taucht leider Danny auf, aber das war in der Idee schon logisch. Viel mehr Raum nehmen die Geschichten um Nathan und Isaac ein. Beide haben mir in ihrer Auflösung tatsächlich sehr gut gefallen. Isaacs Handlungsfaden war einfach unterhaltsam. Er hat immer für Chaos gesorgt, was manchmal auch sehr lustig war. Bei Nathan hingegen war ich gespannt, ob er so verschlossen ist, weil er sich outen will. Bekanntlich ist sein Charakter in der Serie schwul. Dass Nathans Geschichte im Buch etwas anders und auch auf andere Art emotional ist, fand ich gut. „Die zweite Chance“ bietet also durchaus noch Überraschungen. 

Zu den Charakteren brauche ich nicht mehr viel zu sagen. Jackie und Cole sind gute Protagonisten und Cole bleibt der Traum aller Mädchen. Wir brauchen nicht über Logik reden. Natürlich schafft das “neue Mädchen” es, den Traumtypen zu bändigen, getreu dem Motto „she falls first, he falls harder“. Denn Coles Aktionen sind wirklich süß. Er war definitiv mein Favorit in diesem Band. Auch die anderen Walters sind schöne Figuren, die aber nicht so viel Präsenz haben haben. Alex kommt deutlich weniger vor, auch Jackies Freundinnen bestimmen nicht unbedingt das Geschehen. Der Fokus liegt auf der Liebesgeschichte und das hat Ali Nowak wirklich gut hinbekommen. 

Manchmal plätschert die Handlung vor sich hin, manchmal gibt es einfach ZU viele Zufälle (Thema Lieblingscafé). Und trotzdem hat mir das gesamte Handlungskonstrukt super gefallen. Vielleicht sollte man einfach nicht zu viel drüber nachdenken und stattdessen einfach genießen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und auch die Sprecherin Aileen Wrozyna  macht wieder einen tollen Job. Für mich war ihre Stimme eins zu eins die von Jackie. Da es die gleiche Sprecherin wie in Band eins ist, kommt hier außerdem wieder das "Nach-Hause-Kommen"-Gefühl zum Vorschein.

Bekommen Jackie und Cole sich endlich? Das ist die große Frage in „Die zweite Chance“. Die Liebesgeschichte trägt die Handlung und rund herum werden kleine Geschichten um die Nebenfiguren gebaut. Insgesamt ist das Buch wirklich unterhaltsam und hat mich abgeholt. Ich hatte unglaublich viel Freude beim Hören und bin den Charakteren verfallen. Wenn man sich auf eine Teenie-Geschichte einlassen will, ohne zu viel denken zu müssen, dann sollte man dringend Jackie und Cole kennenlernen. Lediglich das Hin und Her bewirkt einen kleinen Abzug und so vergebe ich 4,5 Sterne.





24. März 2026

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #97

Hallo ihr Lieben!

Tja. Das ist jetzt peinlich. Ich hatte wirklich vor, mich 2026 zu bessern. Also so richtig. Ich wollte ganz brav sein und das SuB-Interview jeden Monat pünktlich schreiben. 
Gute Vorsätze halten bekanntlich ungefähr den Januar lang. Bei mir hat nicht einmal das funktioniert. Denn als ich am Wochenende angefangen habe, diesen Post vorzubereiten, ist mir erst klar geworden, dass ich drei Interviews verpasst habe. DREI! Wir haben einfach schon März. Ist das zu fassen? Die Zeit fliegt an mir nur so vorbei. Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen.
Aber natürlich war in den ersten Monaten des Jahres schon so allerlei los bei uns. Unser Großer ist vor kurzem drei Jahre als geworden. Jetzt kommt er in den Kindergarten. Unser Kleiner wird in wenigen Tagen schon acht Monate alt. Er brabbelt und robbt und ist ein super liebes und aufgewecktes Kind. Beide zu betüdeln kostet natürlich viel Zeit. Und trotzdem kann ich mich nicht beschweren, denn dank meines Mannes habe ich auch viel Qualitytime. Ich mache wieder Sport, gebe Hip Hop Training, treffe Freunde und habe diverse Konzerte und Musicals in letzter Zeit besucht. Bisher läuft mein Jahr also tatsächlich sehr gut. Ob das auch auf das Lesen zutrifft? Najaaaaaa....sagen wir so: Ich bin nicht unzufrieden. Aber ich bleibe auch ein bisschen hinter meinen eigenen Erwartungen zurück. Ich bin mir sicher, dass es hier jemanden gibt, der euch darüber Genaueres berichten kann. Bereit, Karli? Na dann wollen wir mal!



Bevor wir starten, kommt hier natürlich wie immer den Hinweis auf den wunderbaren Blog von Melli, die diese Aktion ganz liebevoll leitet! Dankeschön, Melli!



1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Huch! Ich bin wieder da. Ich fasse es nicht. Ich hatte schon gedacht, dass ich auf ewig in der Versenkung verschwinden würde. Aber scheinbar hat meine Besitzerin sich nochmal aufgerafft. Danke dafür. ;) Ich bin also wieder am Start. Das ist ein schönes Gefühl. Natürlich habe ich auch einiges zu berichten. In drei Monaten sammelt sich schließlich so einiges an. Bin ich zum Beispiel kleiner geworden? Das wäre hier ja die entscheidende Frage. Man sollte meinen, dass das in drei Monaten geklappt hat. Mit 138 Büchern bin ich in dieses Jahr gestartet. Julia versucht wirklich regelmäßig zu lesen. Und sie hat ein hübsches neues Buch angefangen, um auch ihre Bewertungen zu vermerken. Sie ist ein Listenmensch. Da kann man nichts machen. Trotzdem schläft sie abends eben auch oft ein, bevor das Buch ergriffen wird.
Mein heutiger Stand beträgt 130 Bücher. Also ja! Ich bin kleiner geworden. Sieben Bücher sind in drei Monaten zwar wirklich kein zu feierndes Ereignis, aber für die Verhältnisse meiner Besitzerin ist es dann eben doch okay. Ein Gruß an die Kinder an dieser Stelle.


2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Julia ist ja schon seit Jahren eher im Team "wenig anschaffen". Das hat sie in den letzten Monaten wieder sehr ernst genommen, weshalb ich euch kaum etwas zeigen kann. Sie hat es sogar so ernst genommen, dass ganz viele Bücher aussortiert wurden. Keine von meinem Stapel versteht sich. Aber sehr viele Bücher haben die Regale in unserem Haus verlassen und suchen derzeit ein neues Zuhause (vinted und so). Das ist etwas befremdlich, aber irgendwie finde ich es gar nicht mal so schlecht.
Ich schweife ab. Bisher sind dieses Jahr insgesamt drei Bücher bei mir eingezogen. Natürlich sind zwei davon Hörbücher. Das erste hat mich schon wieder verlassen, weshalb der zweite Teil neu eingezogen ist:




"Ich und die Walter Boys - Die zweite Chance" hat meine Besitzerin gestern begonnen. Der erste Teil wurde bereits rezensiert und natürlich hat Julia die Serie geschaut. Nun überprüft sie also, ob die Serie auch nah am zweiten Buch ist.
Ebenfalls eingezogen ist der neuste Teil der Percy Jackson-Reihe. Julia hat nicht schlecht gestaunt, als sie "Der Zorn der dreifachen Göttin" entdeckt hat. Es ist Jahre her, dass sie "Percy Jackson" gelesen hat. Von den nachfolgenden Reihen hat sie einen Großteil gelesen. Und nun also das: ein erwachsener Percy Jackson. Meine Besitzerin ist gespannt, wie es dem Halbgott ergehen wird. Eigentlich gehört das Buch übrigens ihrem Mann. Aber wir wissen beide, dass sie es sich irgendwann einfach nimmt. Vermutlich, bevor er es selbst gelesen hat...

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Derzeit bin ich ein wenig in Trauer. Um das zu erklären, muss ich ein bisschen ausholen. Julia hat anfangs erwähnt, dass das Baby dieses Hauses immer größer wird. Tatsächlich ist es nun schon so groß, dass es gar nicht mehr gestillt wird. Und ich trauere dieser Stillzeit hinterher. Warum? Ganz einfach. Julia hatte sich angewöhnt, während des Stillens über die Kindle App zu lesen. Das Handy war dabei deutlich handlicher als der Kindle selbst. Als der Kleine noch mehrfach am Tag gestillt wurde, hat sie es so geschafft, jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu lesen. Ich weiß wirklich nicht mehr, wann das das letzte Mal der Fall war. Aber umso größer unser Baby eben wird, desto weniger Stillmahlzeiten gab es. Und nun ist diese wunderbare, großartige Zeit einfach vorbei (wunderbar wegen des Lesens, nicht wegen des Stillens selbst). Ihr könnt euch den Umkehrschluss denken: das Lesen auch. Zumindest das auf dem Kindle. Es ist unglaublich, was das Stillen gebracht hat. Julia hat sechs Bücher über diesen Zeitraum gelesen, die zum Teil seit JAHREN bei mir waren. Da konnte ich also wirklich von Abbau sprechen. Es war ein sehr befriedigendes Gefühl. Das letzte Buch, das mich durch das Stillen verlassen hat, war "Daisy - Campus Wallflowers". Julia hat es irgendwann mal umsonst heruntergeladen. Vor zwei, drei Jahren?! Aber sagen wir so: Es hat schon so seine Gründe, wenn Bücher umsonst zu haben sind. Irgendwie hat die Geschichte meine Besitzerin zwar gecatcht. Aber am Ende wurde es so unglaublich absurd, dass sie es gerade mal mit 2,5 Sternen bewertet hat. Puh. 
Jetzt habe ich bei dieser Frage allerdings geschummelt. Denn als letztes wirklich verlassen, hat mich das eben schon erwähnte "Walter Boys"-Hörbuch. 



4. Lieber Karli, zeig uns Bücher ohne Artikel auf deinem Stapel.

So. Jetzt kommen wir also zu den Monatsfragen. Tja und irgendwie sind es so viele, dass ich grade erst Halbzeit hatte. Haltet also durch. Dieses Interview wird offenbar lang.
Um zu sehen, welche Monatsfrage eigentlich die letzte war, die ich beantwortet habe, musste ich ganz schön blättern. Damals musste ich auch schon eine Frage nachholen: Bücher, die mehr als 400 Seiten haben und Klassiker. Abeeeeer: Hier habe ich positive News. Julia hat in diesem Jahr tatsächlich bereits "Sturmhöhe" von Emily Bronte gelesen (und ja - auch den Film gesehen. Bitte fragt nicht, wie sie ihn fand). Klassiker sind also schon abgehakt. Und bei den gezeigten Büchern mit über 400 Seiten hat sie "My Lady Jane" als erstes Buch in diesem Jahr beendet. Ich habe euch damals auch "Nothing like the movies" gezeigt. Das liest Julia gerade und ist auf den letzten 80 Seiten. So viel ich mich also auch über sie beschwere....Sie hat mich schon irgendwie im Blick...

Und jetzt zur richtigen vierten Frage. Bücher ohne Artikel... Habe ich. Einige. Auch das sind meistens Klassiker, ehrlich gesagt.



Eines davon wollte Julia sowieso demnächst mal anfangen. Es geht also ins Grusel-Genre: "Dr. Jekyll & Mr. Hyde - und weitere Geschichten" oder "Dracula" stehen zur Wahl. Ich hätte euch auch "Rebecca" zeigen können. Aber nur Eigennamen auszusuchen, wäre ja auch langweilig. Deswegen habe ich mich noch für "Tote Friesen rächen sich" entschieden. Den ersten Teil fand Julia ehrlich gesagt ziemlich mies, weshalb sie dieses Buch noch nicht gelesen hat, obwohl es schon lange bei mir ist. Trotzdem will sie ihm noch eine Chance geben.


5. Lieber Karli, Reihen fühlen sich oft wie eine unendliche Geschichte an. Zeig uns deswegen Reihenfolgebände von deinem Stapel.

Da Julia nicht mehr viel hortet, habe ich euch hier gar nicht so viel zu zeigen. Das war mal anders, glaubt mir. Meistens hat meine Besitzerin bei angefangenen Reihen aber einfach nicht mehr alle Bücher zu Hause, bevor sie nicht zum Lesen kommt. Oder sie liest inzwischen einfach weniger Reihen...Ich habe diese drei für euch:



Da wir gerade bei Rick Riordan waren, zeige ich euch mal den Band, bei dem Julia bei "Helden des Olymp" feststeckt. Es ist der vierte mit dem Titel "Das Haus des Hades". Ich weiß gar nicht, wann Julia den dritten Teil gelesen hat. Es ist auf jeden Fall so lange her, dass sie absolut keine Ahnung mehr hat, worum es überhaupt geht. Beste Voraussetzungen.
Leichter ist es da schon bei "James Bond - Kernschmelze". Hierbei handelt es sich um den 16. Band der James Bond Reihe. Julia hat tatsächlich alle 15 vorherigen gelesen. Bei mir auf dem Stapel warten aber auch noch alle bis Band 26 - und das sind noch nicht alle. Das Schöne an der Reihe ist aber, dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann.
Anders ist das bei "City of Fallen Angels", dem letzten Teil (der sechste) der Chroniken der Unterwelt. Diese Reihe liest Julia tatsächlich schon eeeeeewig! Und eigentlich mag sie die Bücher sehr! Sie schreckt die Dicke der Bände nur ab. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass dieses Buch dieses Jahr noch gelesen wird!


6. Lieber Karli, der Frühling steht vor der Tür und deine Besitzerin ist möglicherweise wieder öfter draußen unterwegs - natürlich mit Buch in der Tasche. Welche Bücher liegen im Taschenbuchformat auf deinem Stapel?

Ähm. Viele. Also ich würde behaupten, die meisten meiner Bücher sind Taschenbücher. Eigentlich kann man es sich heutzutage ja auch kaum noch anders leisten. Hardcover sind so unglaublich teuer geworden. Wobei...Julia lässt sich die einfach immer schenken. Stimmt also nicht. Egal, genug der Vorrede. Ich zeige euch mal diese - vielleicht liest sie ja eines davon bald.


"Ein letzter Brief von dir" liegt seit mindestens 10 Jahren bei mir. Ungelogen. Wahrscheinlich länger. Dabei sieht es so süß aus. Julia könnte es also wirklich mal lesen, findet ihr nicht? Und dieses Jahr muss mich "Ein ganzes halbes Jahr" auch unbedingt verlassen! Das habe ich mir verdient, so oft, wie ich es bereits gezeigt habe! Noch nie gezeigt habe ich euch "Der Tangospieler". Das Buch ist auch erst seit ein paar Jahren bei mir. Natürlich war es ein Geschenk. Aber es soll angeblich ganz gut sein. Wird also Zeit, dass Julia sich auch mal ernster Lektüre stellt ;)


Wow. Jetzt habe ich es auch geschafft. Es hat tatsächlich lange gedauert, das Interview zu tippen. Julia hat eingangs erwähnt, dass sie den Post am Wochenende vorbereitet hat. Naja, jetzt ist Dienstagabend...Aber egal. Es hat geklappt und das ist die Hauptsache. Ich freue mich jedenfalls, dass ich zurück bin und bin guter Dinge, dass ich dieses Jahr kleiner und kleiner sein werde. Drückt mir die Daumen! Ich denke, ich habe so viel geredet, wie sonst selten. Daher kann ich mich nun guten Gewissens verabschieden. Ich hoffe, wir hören vor dem Sommer wieder voneinander ;)

Alles Liebe,
euer Karli


Ja. Asche auf mein Haupt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Es ist wirklich eine Schande, dass ich Karlis Interview so vernachlässigt habe. Trotzdem denke ich sehr viel an ihn und wähle meine Lektüre natürlich nach seinen Tipps. Denn trotz der manchmal schleppenden Beziehung, funktionieren wir doch ziemlich gut miteinander. Ich glaube, ich sollte jetzt aber auch Schluss machen. Auf mich warten noch 80 Seiten eines sehr schönen Buches ;)

Habt ihr auch so viel mehr Taschenbücher auf euren Stapeln? Und wie sieht es bei Titeln ohne Artikel aus?

Liebst,
eure Julia

17. März 2026

Rezension [Hörbuch]: "Ich und die Walter Boys" von Ali Nowak



Titel: Ich und die Walter Boys
Autorin: Ali Novak
Sprecherin: Aileen Wrozyna
Verlag: der Hörverlag
Preis: 22,95€
Seiten: 448
Dauer: 11h 8m

 

Obwohl ich inzwischen auf dem Papier wohl zu alt für Teenieserien und große Liebesdramen bin, bin ich in meinem Herzen noch immer das Mädchen, das in den 2000ern keinen Romance-Film ausgelassen hat. Wohl auch deswegen schaue ich noch immer voller Leidenschaft alle Neuveröffentlichungen, in denen die Storyline simple ist: Sie - unscheinbar. Er - der Star. Hinderungsgrund der Beziehung - variabel. Wichtig - Happy End.
In dieses Beuteschema passt natürlich auch die Serie "My life with the Walter Boys". Die Serie war solide. Aber wie so oft, war ich neugierig auf die Buchvorlage. Ist sie besser oder schlechter als die Serie? Meine Antwort? Zusammen sind sie perfekt!


Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Mit einer Lawine unvorhersehbarer Ereignisse: 1. Jackie steht plötzlich alleine da. 2. Sie muss zu ihrer Vormundfamilie, den Walters, nach Colorado ziehen. 3. Die Walters haben nicht nur Pferde, sondern auch zwölf Söhne! Mitten in der Pampa, allein unter Jungs von 6 bis 21, für die Privatsphäre ein Fremdwort ist, lautet Jackies erster Gedanke: Nichts wie weg. Und ihr zweiter: Moment...ein paar der Kerle sehen unfassbar gut aus!


Hat man zuerst eine Verfilmung gesehen, hat man immer ein Problem mit der Buchvorlage: Man stellt sich die Charaktere und die Handlungsorte genauso vor, wie im Film oder in diesem Fall wie in der Serie. Man ist eben nicht mehr unvoreingenommen. Jackie Howard sieht im Buch beispielsweise vollkommen anders aus, ebenso Alex. In meinem Kopf waren es trotzdem die Gesichter der Schauspieler. Doch man sollte "Ich und die Walter Boys" nicht an der Serie messen. Bleiben wir also beim Buch.
Woran ich mich allerdings zuerst gewöhnen musste, war der Umstand, dass es im Buch noch mehr Kinder sind, als in der Serie. Insgesamt leben bei den Walters 12 Kinder/heiße Jugendliche. Über die Absurdität dieser Vorstellung brauchen wir glaube ich nicht zu diskutieren. Doch im Buchkontext funktioniert das tatsächlich sehr gut. Eigentlich ist es schade, dass einige Figuren später gestrichen wurden.
Da mir das Setting und die Handlung gewissermaßen vertraut waren, fühlte ich mich in der Geschichte sofort wohl. Jackie ist eine unverbesserliche Perfektionistin, die ich trotzdem als erfrischend empfand. Irgendwie hat man gemerkt, dass die Erstausgabe der Geschichte schon zehn Jahre alt ist. Denn Jackie ist eine Protagonistin, die viel zweifelt. Die auch oft falsche Schlüssel zieht und total subjektiv handelt. Von außen denkt man immer wieder "Wiesoooo?", aber irgendwie hat mir das typische Teenagerverhalten von ihr gefallen! Denn heute sind mir viele Protagonistinnen zu selbstbewusst und straight. Alle wissen immer, was sie wollen und insgesamt geht es viel zu sehr um Sex. Das ist hier ganz anders und dafür war ich dankbar! 
Jackie ist ein ganz gewöhnlicher Teenager, der mit einem grausamen Schicksalsschlag zurecht kommen muss. Dieses Thema wurde meiner Meinung nach gut umgesetzt und passte in die Geschichte. Neben der Trauerbewältigung sind Themen wie Freundschaft, Verliebtsein, Eifersucht und Familie sehr wichtig. Zusammenhalt wird bei den Walters großgeschrieben. Das imponierte mir. Insgesamt hat mir die Welt, in die Jackie geworfen wird, sehr gut gefallen. Das liegt natürlich vor allem an den "Boys". Bei dieser Vielzahl an verschiedenen Jungstypen ist natürlich für jedes Mädchenherz etwas dabei. Auch deswegen funktioniert die Geschichte ja so gut. Mein Herz hatte direkt Danny erobert. In der Serie muss ich ja auch gestehen, dass ich Cole gegenüber sehr distanziert war. Im Buch sind die Lager da schon klarer. Alex ist ein super süßer Kerl. Dass Jackies Herz aber für Cole schlägt, ist nicht zu übersehen. Und ich muss zugeben, dass Cole in "Ich und die Walter Boys" auch wirklich süß ist. Er hat sich seinen Status irgendwie nicht ausgesucht, sondern hat eben dieses Charisma. Er wäre wohl auch ein komischer Typ, würde ihm das nicht gefallen.
Ich fand die Szenen zwischen den beiden schön und authentisch. Da Jackie die Ich-Erzählerin ist, weiß man aber auch sehr schnell, dass Alex eher eine Art Notlösung ist. Die Spannung dahingehend war also eher schwach. Trotzdem bleibt bis zum Ende nicht klar, wofür Jackie sich entscheiden wird. Einen Jungen oder doch eben sich selbst?
Die Charaktere im Buch sind vielseitig und spannend. Wie ich schon sagte, ist für jeden etwas dabei. Schön waren auch die Szenen, in denen Jackie neue Freunde gefunden hat. Es ist wirklich schade, dass einige der Mädchen es nicht in die Serie geschafft haben, wie Heather zum Beispiel. Gleichzeitig muss man sich aber nichts vormachen. Die Autorin spielt natürlich auch mit Klischees. Ich bin keine Hörerin, die das stark hinterfragt. Denn solange die Figuren die Handlung nach vorn bringen, bin ich fine damit. Trotzdem sei hier erwähnt, dass viele Figuren Stereotypen entsprechen.
Der Schreibstil von Ali Nowak ist flüssig und jugendlich. Er passt super zum Buch und ist ein weiterer Wohlfühlfaktor. Die Sprecherin des Hörbuchs Aileen Wrozyna macht ihre Sache ebenfalls toll. Ihre Stimme hat super zu Jackie gepasst. Sie fängt die Atmosphäre gut ein, sodass man sich schnell mit Jackie identifiziert.
Zum Schluss noch ein letztes Thema. Lohnt es sich, das Buch zu lesen, wenn man die Serie schon kennt? Wenn einem die Serie gut gefallen hat, dann auf jeden Fall! Die Serie hat tatsächlich den Vorteil, komplexer sein zu können. Das Buch ist auf Jackies Sicht beschränkt. Die Serie kann die Gefühle vieler Figuren einfangen und baut so neue Handlungen auf, die es im Buch tatsächlich gar nicht gibt. Daher ist die Serie irgendwie eine schöne Ergänzung zum Original. Denn natürlich bietet auch "Ich und die Walter Boys" Szenen, die es eben nicht in der Serie gibt. Ich persönlich kann Jackie nach dem Hören der Geschichte viel besser verstehen, schaue aber auch die Serie wirklich gern weiter. Teenie forever.


"Ich und die Walter Boys" ist eine schöne Geschichte für vor allem jugendliche Hörerinnen, die nicht zu viel nachdenken wollen. Natürlich ist das Setting nicht immer realistisch und abgesehen von Jackies fürchterlichem Schicksalsschlag fehlen große Probleme. Aber ist man ein Teenager und zum ersten Mal verliebt, ist eben genau das das große Problem. Jackie meistert das im Kontext der 12 Jungs ziemlich gut und hat mich die ganze Zeit gut unterhalten. Als Hörbuch funktioniert die berühmte Geschichte ebenfalls klasse, weshalb ich vier von fünf Sternen vergebe.