12. Mai 2021

Rezension: "Federn über London - Suche" von Sabine Schulter


Titel: Federn über London - Suche
Autor: Sabine Schulter
Verlag: selfpublished
Preis: 4,99€
Seiten: 408


Mit der Reihe „Federn über London“ hat Sabine Schulter mich von Anfang an abgeholt. Schon im ersten Teil gefiel mir der Weltentwurf rund um die Engel von London einfach hervorragend und glücklicherweise hat mir Band zwei genauso gut gefallen. Nun wartete der dritte Teil „Suche“ auf mich und voller Spannung begann ich mit dem Lesen. Denn wenn die Autorin in dieser Reihe eine Sache beherrscht, dann sind es fiese Cliffhänger. Ob Band drei mir gefallen hat? Aber hallo! Denn „Federn über London – Suche“ glänzt mit vielseitigen Figuren, wunderbaren Nebenhandlungen und vor allem auch mit unerwarteten Entwicklungen. Die Autorin hat es geschafft, der Geschichte noch einmal einen neuen Turn zu geben und dieser macht „Suche“ zu einer wahnsinnig ‚spannenden Suche‘!

Nach dem Verrat, den niemand in der Welt der Übersinnlichen erwartet hätte, steht in London alles auf Messers Schneide. Ein Krieg zwischen Ober- und Unterwelt scheint unausweichlich, doch versuchen Clear, Ease und die anderen Todesengel alles, um Lasallas zu beruhigen und eine Eskalation zu verhindern.
Allerdings ist der Herr der Unterwelt nicht ihr einziges Problem. Das dunkle Nichts ist frei und nun, da keiner es kontrolliert, zieht es los, um sich einen Übersinnlichen nach dem nächsten zu holen. Unbedingt muss es gestoppt werden. Aber wie hält man etwas auf, das dem Inneren der Welt entspringt?

Ehrlich gesagt war es ein komisches Gefühl, dieses Buch zu beenden. Denn bereits heute habe ich mich dabei ertappt, wie ich wieder zu meinem E-Reader greifen wollte, um weiter zu lesen. Woran liegt das? Die Bücher von Sabine Schulter rufen in mir immer ein Gefühl des „Nach-Hause-Kommens“ hervor. Ich fühle mich in ihren Welten so wohl. Und wenn man einen Reihenband von ihr beendet hat, kann man nahtlos den nächsten in die Hand nehmen. Die Geschichten fügen sich ineinander und natürlich enden die einzelnen Teile auch fies oder auf Höhepunkten. So ist es bisher auch immer bei „Federn über London“ gewesen und (natürlich) endet auch Band drei genauso. Deswegen wollte ich also heute Morgen am liebsten schon Band vier auf dem Reader haben. Denn es endet so gemein! Ich will doch wissen, wie es nun mit Clear, Ease und Co. weitergeht!
Aber gut, da muss ich mich gedulden. Und solange fasse ich für euch zusammen, warum auch „Suche“ ein so gutes Buch ist. Nachdem „Irreführung“ auf einem dramatischen Höhepunkt endet, beginnt „Suche“ genau dort. Es ist quasi nur ein Wimpernschlag vergangen, sodass man sofort wieder in der Geschichte ist. Auch hier schafft die Autorin es aber, die wichtigsten Informationen wieder einfließen zu lassen, sodass man den Anschluss nicht verliert. Nach diesem Highlight-Start wird es in der Geschichte generell etwas ruhiger. Schließlich muss London erst einmal wieder unter Kontrolle gebracht werden und das bringt viele Schwierigkeiten mit sich. Im Mittelpunkt steht natürlich noch immer der neu erwachte Jung-Todesengel Clear. Clear ist ein sehr starker Charakter, der in dieser Geschichte aber auch wirklich viel durchmachen muss. In diesem Teil kommt auch die Gefühlswelt von Ease, dem Anführer der Todesengel, sehr gut zum Ausdruck. Ich mochte Ease schon in den letzten beiden Bänden sehr, aber in diesem Buch sind seine Erzählpassagen länger und es wird deutlich, dass er Gefühle für Clear entwickelt. Diese wiederum fühlt sich aber zum gefallenen Engel Daimion hingezogen. Eine typische Dreiecksgeschichte? Nicht ganz. Denn diese Geschichte hat eine spannende Wendung, die mir persönlich sehr gut gefallen hat und für die ich der Autorin einfach dankbar bin. Aber genug von angedeuteten Liebesgeschichten.
Nach ca. 50 Prozent der Handlung geht es erst so richtig los. Denn ab diesem Zeitpunkt wollte ich auch wirklich immer weiter lesen. Das liegt daran, dass sich ein neuer Handlungsstrang ergibt. Zu Anfang stehen ja so viele ungeklärte Fragen im Raum: Gibt es einen Krieg? Wer wird der neue Anführer der Engel? Muss Aliforne eingreifen? Schickt Lasallas die Phais in den Kampf? Wer muss sein Leben lassen und so weiter… Aber nachdem diese Fragen geklärt sind, entdecken die Engel von London etwas ganz Neues. Und das brauchen sie auch, denn das Dunkle Nichts wütet weiterhin. An dieser Stelle gibt es also einen Plottwist und die Engel haben eine neue Aufgabe. Es geht nicht nur um das Sammeln von Seelen oder das Schützen der Menschen. Die Engel von London müssen einen magischen Gegenstand finden, der ihnen im Kampf gegen das Dunkle Nichts helfen soll. Man kann also sagen, dass es einen kleinen Schnitzeljagd-Aspekt gibt. Und der ist einfach toll! Denn diese „Suche“ ist einfach nur spannend und abwechslungsreich. Ich habe diese Kapitel so, so gern gelesen! Und natürlich gehört auch das letzte Kapitel in diesen Zusammenhang. Ich muss also wirklich sagen, dass mir das Buch ab ungefähr der Hälfte einfach nur richtig gut gefiel! Und alles davor ist ebenfalls gekonnt und für die Handlung wichtig – aber einfach ruhiger.
Ruhiger geht es manchmal auch in den Nebenhandlungen zu. Ich finde es wirklich schön, dass erstmals die Perspektiven der beiden Schutzengel Lance und Aura Sinn gemacht haben! Ich hatte zuletzt kritisiert, dass ich die Rolle der beiden nicht verstehe, auch wenn ich beide Charaktere sehr sympathisch finde. Aber in „Suche“ gewinnen die beiden an Bedeutung und ich habe mich besonders über eine Entwicklung, die beiden betreffend, gefreut.
Die Figuren sind insgesamt wieder einfach toll. Das Figurenkonstrukt ist insgesamt sehrt vielseitig, da es viele Charaktere gibt. Die Todesengel sind natürlich meine Lieblinge. Neben Ease ist das auf jeden Fall der freche Black. Und auch Aura und Lance gewinnen wie gesagt an Sympathie. Bei einem Charakter bin ich noch unschlüssig, was ich von ihm halten soll. Denn richtig trauen tue ich ihm nicht, aber irgendwie mag ich ihn auch: Daimion. Er hat in diesem Buch eine relativ große Rolle und trotzdem freue ich mich schon auf alles, was ich im abschließenden vierten Band noch über ihn erfahren werde.
Die Geschichte ist super spannend und gleichzeitig gefühlvoll. Und das liegt natürlich zum Teil auch am schönen Schreibstil von Sabine Schulter. Er ist flüssig und hilft, sich in dieser Welt zu verlieren. Es gibt die super spannenden Szenen an ungewöhnlichen Handlungsorten (unter der Themse!) aber auch die super kitschigen Szenen (bevorzugt auf Dächern). Die Orte werden immer richtig gut beschrieben und man kann der Geschichte folgen. Insgesamt gibt es vier Erzählperspektiven: Clear, Ease, Aura und Lance. Zumeist wechseln sich in einem Kapitel zwei davon ab. Wenn ich überhaupt etwas kritisieren kann, dann dass meines Erachtens der Erzählstil der einzelnen Figuren zu gleich ist. Ich vergesse manchmal, welche Sicht ich gerade lese. Und ein letzter Kritikpunkt: Ich will mehr vom Vellas Zerus lesen! Er ist mein absoluter Liebling der Geschichte und ich bin mir sicher, der kleine Süße ist noch für viele andere der geheime Held.

Ich habe viele Worte gebracht, um das Offensichtliche zu beschreiben: „Suche“ ist ein richtig gutes Buch und ich will unbedingt ganz schnell den vierten und abschließenden Band der wundervollen Reihe rund um die Engel Londons haben! Das Buch bietet Spannung, Gefühle, Plottwists und (natürlich) einen richtig fiesen Cliffhänger. Deswegen ziehe ich wieder meinen Hut und vergebe fünf Sterne…oder lieber Federn?



21. März 2021

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #55

 Hallo ihr Lieben!

Wir schreiben den 21. März. Ich bin also nicht nur einen Tag zu spät für den kalendarischen Frühlingsanfang (, wobei man mir das angesichts der Wetterlage in Norddeutschland verzeihen möge), sondern auch für das SuB-Interview. Aber da Karli und ich einen Deal haben, der besagt, dass bis zu fünf Tagen Verspätung noch im Rahmen liegen, habe ich immerhin keine Verträge gebrochen ;) Nichtsdestotrotz wird es natürlich Zeit, dass mein allerliebster SuB gleich zu Wort kommt :)
Vorher nur ein paar Worte zur Gemütslage. Gibt es da überhaupt ein Update? Ich bin mir nicht so sicher, denn ehrlich gesagt ändert sich ja eigentlich nichts. Ich denke, euch geht es ähnlich. Ich gehe seit drei Wochen wieder in die Schule und das ist natürlich ganz nett, schließlich kommt man so aus dem Haus. Andererseits kann ich die Entscheidung, Lehrkräfte ab der 5. Klasse erst einmal nicht priorisiert zu impfen, nicht ganz nachvollziehen. Als wenn die Kinder (und Lehrkräfte) immun werden würden, sobald sie die Schwelle zur 5. Klasse überschreiten. Aber was soll's. Unsere Kollegen an den Grundschulen sind definitiv belasteter als wir! Also, zum Thema Schule gibt es nicht viel zu sagen. Ist in Ordnung.
Ansonsten spielt sich ja nicht viel ab. Ich sehe wenig Leute, mache viel Sport und bin jede Woche in Online-Trainings via Zoom.  Und zwischendurch lese ich mal ein Buch. Das derzeit allerdings viel zu wenig. Ich sehe die Schimpftirade von Karli schon kommen. Und wie immer habe ich sie leider auch verdient. Wieso das Unaufhaltbare also hinauszögern?! ;) Los geht's, Karli! Du hast das Wort!


Wie immer an dieser Stelle weise ich natürlich auf den schönen Blog von Anna hin, die diese schöne Aktion ins Leben gerufen hat. Anna, dir sind so viele Blogger und SuBs dankbar! Schaut also unbedingt bei ihr vorbei.


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo liebe Menschen, hallo liebe Bücherstapel-Freunde :) Schön, dass es wieder geklappt hat! Man muss ja schon sagen, dass wir SuBs neben den Haustieren durchaus als Gewinner der Pandemie dastehen. Zumindest hatte Julia durchaus Phasen, in denen sie sich gut um mich gekümmert hat. Die sind im Moment aber wieder fast vorbei, denn seit sie wieder im Präsenzunterricht ist, fällt das Lesen doch etwas hinten über. Ist das bei euren Besitzern auch so? Faszinierend diese Menschen...was die in diesen besonderen Tagen alles so machen und ausprobieren!?
Nun gut. Von mir aus dürfte Julia es gern mit mehr Büchern probieren, denn davon habe ich noch eine ganze Menge hier auf meinem Stapel. Was mich natürlich zur berüchtigten ersten Frage überleitet. Wie groß bin ich? Hach. Groß. Damit können wir die Frage auch überspringen.
Aber nein, ich bin ja eine ehrliche Bücherstapelhaut, daher gebe ich euch natürlich die wahren Zahlen durch. Im letzten Monat war ich mal wieder gewachsen und zwar auf 170 ungelesen Bücher. Puh. Immerhin gibt es eine Verbesserung zu verkünden. Oh ja! Denn ich bin wieder ein ganz kleines bisschen kleiner: Mein aktueller Stand beträgt 166 Bücher. Damit ist das Januarniveau wieder erreicht und das werte ich als Fortschritt. Ich erwähne an dieser Stelle nicht, dass mein Traumziel 90 Bücher sind...*hust*... nein, genau. Das erwähne ich jetzt nicht.

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Das ist jetzt peinlich. Meine neusten Schätze? Ich habe keine. Das ist leider die Wahrheit. Ich weiß gar nicht, ob das schon einmal vorgekommen ist?! Wahrscheinlich schon, allerdings kann ich mich grade nicht daran erinnern. Ich habe in den letzten vier Wochen tatsächlich keinen einzigen Neuzugang zu verzeichnen. Das ist ja was...Daher kann ich euch leider auch keine neuen Schätze zeigen. Ob da ein Zusammenhang zwischen keinen Neuanschaffungen und meinem Abbau besteht? ;)
Meine neusten Schätze sind noch immer jene aus dem großen Hörbuch-Kauf. Aber die habe ich euch bereits letzten Monat gezeigt, sodass ich bei dieser Frage leider passen muss. Mir persönlich passt das aber ganz gut (Achtung, Wortspiel ;)).


3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)? 

Ha! Diese Frage wiederum beantworte ich diese Woche mit Freude, denn hier kann ich direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - wie die Menschen so sagen. Mir erschließt sich dieses Sprichwort ehrlich gesagt nicht so richtig...

Aber kommen wir zur Sache. Das letzte Buch, das mich verlassen hat, trägt den Titel "Ich liebe dich, aber nicht heute". Und welch Wunder, es war eines der Bücher, die ich letzten Monat zu den besonders langen Titeln auf meinem Stapel vorgestellt habe. Julia hat also die Monatsaufgabe aus dem Februar erledigt. Wer hätte das gedacht. Obwohl der Titel des Buches wirklich cool ist, hat die Geschichte Julia nicht sonderlich gefallen. Sie hat irgendwo die Beschreibung "Eine Mischung aus Liebesroman, Krimi und Erotik" gelesen und fand das ganz passend. Ihr war es aber einfach zu viel, zu unglaubwürdig und auch zu wenig unterhaltsam. Also...leider nur knappe 3 Sterne für dieses Buch. Aber immerhin hat es mich verlassen ;) Die Rezension? Ach, ihr wisst doch, dass ihr gar nicht mehr zu fragen braucht :/ 
Das Buch war übrigens gar nicht lange bei mir. Julia hat es letztes Weihnachten geschenkt bekommen. 

4. Lieber Karli, Reihen sind ein großes Thema in der Buchwelt und gewiss besitzt doch auch deine Besitzerin Reihenfortsetzungen, die bisher ungelesen sind. Also los, stelle uns einige dieser Fortsetzungen (kein Beginn und kein Abschluss) vor.

Da ich die letzte Monatsfrage bereits abgearbeitet habe, kann ich direkt zur nächsten übergehen, sehr schön. 
Zuerst dachte ich, dass ich auch diese nicht beantworten könnte. Denn der Ausschluss von Reihenabschlüssen ist schon fies. Aber nach kurzem Suchen habe ich natürlich doch drei Büchlein gefunden, die ich euch an dieser Stelle gern zeige:


Ich finde, mir ist eine Auswahl zur vierten Frage selten so gut gelungen. Denn ehrlich gesagt, haben alle drei Bücher durchaus das Potenzial, von Julia im nächsten Monat gelesen zu werden. Aber ich will auch nicht zu zuversichtlich sein, denn das setzt Julia nur unter Druck. Und damit will ich sie nicht noch mehr konfrontieren. Andererseits...nächste Woche beginnen die Osterferien ;)
Also, was habe ich da Schönes rausgesucht? Es handelt sich um einen zweiten, einen dritten und (Achtung) einen 20. Teil. Beginnen wir beim zweiten. Dabei handelt es sich um "Verliebt in Holly Hill", den Mittelteil der Hollyhill-Reihe. Julia hat den ersten Band eigentlich ganz unerwartet gern gelesen, aber das Ende schwächelte ein wenig. Tatsächlich fehlt Julia auch noch der dritte und letzte Teil der Reihe. Aber zählen tut das ja wohl trotzdem. Vielleicht schafft sie ihn sich ja an, wenn sie diesen Teil dann beendet und sich wieder auf Zeitreise begeben hat.
Band drei der "Helden des Olymp"-Reihe heißt "Das Zeichen der Athene" und ist natürlich von Rick Riordan. Julia hat viel zu lange nichts von ihm gelesen. Man könnte also durchaus mal wieder in die griechische und römische Mythologie abtauchen!
Und dann wäre da noch der 20. Teil der "Grimm Chroniken", nämlich "Der Spiegelball". Tatsächlich verspricht Julia sich von diesem Buch einiges. Die letzten Bände lassen auf diesen Ball hinfiebern. Man muss also abwarten, ob dort so viel passiert, wie die Autorin andeutet. Die Grimm-Chroniken haben insgesamt übrigens 26 Teile. Es fehlt also noch ein bisschen, aber Julia nähert sich dem Ende an ;)


Und damit habe auch ich das getan: Wir sind am Ende. So ein Mist aber auch. Mir hat das Interview diesen Monat wieder sehr viel Spaß gemacht. Und ich finde auch, dass Julia Fortschritte macht. Sie kündigt immer so fies an, dass ich sehr gemein wäre und sie immer nur ausschimpfe. Dabei bin ich doch sehr umgänglich. Habe ich überhaupt gemeckert? Ich glaube nicht. Falls nicht: Julia, du solltest mehr lesen. So. Das war dann mein Denkzettel und gleichzeitig auch mein Schlusswort. Ich bin gespannt, was ich euch im April zu berichten habe. Es kann ja eigentlich in jeder Beziehung nur aufwärts gehen ;) Bis ganz bald!

Alles Liebe,
euer Karli


Na hoffen wir mal, dass Karli da recht behält und es mit dem Frühling wirklich aufwärts geht! Vielleicht lockt es mich dann in meiner Freizeit ja auch mit einem Buch auf die Terrasse. Ich sehe die vorgestellten Bücher aus Frage vier definitiv als Herausforderung, der ich mich gern stelle. Ein Buch habe ich noch auf der Liste, das vorher gelesen werden muss, danach allerdings werde ich eines dieser drei lesen, versprochen!
Und natürlich hat mein Kleiner wie immer recht. Seine Meckerei hält sich in Grenzen ;) Auch das soll bitte so bleiben! Denn derzeit ist unsere SuB-Besitzer-Beziehung tatsächlich sehr gut. Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt :)

Wie sieht es bei euch aus? Hattet ihr auch schon einen Monat ohne einen einzigen Neuzugang? Welche Reihenteile warten auf euren Stapeln?


Liebst,
eure Julia






20. März 2021

Rezension [Hörbuch]: "Das fehlende Glied in der Kette u.a." 100. Jahre Hercule Poirot!

 


Titel: Das fehlende Glied in der Kette und andere Poirot-Krimis
Autor: Agatha Christie
Sprecher: Martin Maria Schwarz
Verlag: Der Hörverlag
Preis: 19,99€
Dauer: 30h 20min

Einhundert Jahre Hercule Poirot! Es ist kaum zu glauben, doch natürlich heißt das auch, 100 Jahre voller großartiger kriminalistischer Unterhaltung, die nicht nur vor Übeltätern, sondern auch vor Charme so sprießt. Ich bin seit vielen (wenn auch nicht 100) Jahren ein Fan des belgischen Detektivs. Und deswegen war es absolut notwendig, dem Meister meine Aufwartung zu seinem 100. Geburtstag zu machen. Und wie ginge das besser, als mit der großen Hörbuch-Geburtstagsedition aus dem Hörverlag?!
Der Hörverlag hat zu Hercule Poirots Ehren eine Hörbuchbox mit insgesamt fünf seiner berühmtesten Fälle herausgebracht. Ob sich diese lohnt? Mehr als das! Ist sie ein Must-Have für jeden Christie-Fan? Definitiv! Denn hier werden über 30 Stunden großartige Unterhaltung geboten, von der man jede einzelne genießen kann!


Der berühmte belgische Meisterdetektiv wird 100 Jahre alt und wir feiern das mit seinen bekanntesten und beliebtesten Kriminalfällen! 1920 gab Agatha Christie ihr Krimidebüt mit »Das fehlende Glied in der Kette« und führte somit Hercule Poirot ein. Nie hätte sie gedacht, dass der Privatdetektiv ihre berühmteste Figur werden würde. Ihm widmete sie ihre berühmtestens Krimis und Kurzgeschichten.
Hercule Poirot wird immer wieder von Scotland Yard zu Hilfe gerufen, wenn Inspektor Japp nicht mehr weiter weiß. Poirot zeichet sich durch Scharfsinn und Menschenkenntnis, ungewöhnliche Ermittlungsmethoden und eine untrügliche Mörder-Spürnase aus. Er hat einen Schnurrbart, auf den er stolz ist und den er sehr pflegt. Zudem ist er stets wie aus dem Ei gepellt gekleidet, was uns verrät, dass er penibel und eitel ist. Laster hat er allerdings schon: er liebt Cassis- und Minzlikör, raucht Zigarillos und ab und an flucht er gewaltig - Zut alors!


Kommen wir zuerst zu den Fakten. Die Hörbuchbox macht schon von außen wirklich etwas her! Ihr eigentlicher Titel ist übrigens "Das fehlende Glied in der Kette und andere Hercule Poirot-Krimis“, etwas lang zwar, aber der Titel ist dennoch sinnvoll. Der Hörverlag hat bereits zwei solche Boxen von Agatha Christie herausgegeben. Dabei handelt es sich um Kurzgeschichtensammlungen, eine von Miss Marple und die andere von Hercule Poirot. Neben diesen beiden Editionen reiht sich das Geburtstagsspecial wunderbar ein, denn sie sind ähnlich aufgemacht. „Das fehlende Glied in der Kette u.a.“ ist ganz in silber und schwarz aufgemacht und das schöne Muster um das Cover herum ist mit Stoff veredelt. Ich kann ehrlich gesagt nie damit aufhören, über den Stoff zu streicheln, wenn ich diese Box neben mir liegen habe. Klappt man sie dann auf, findet man insgesamt fünf einzeln verpackte mp3-CDs und das Booklet darin. Man muss wirklich sagen, dass die Aufmachung hochwertig ist und sich auch frontal in jedem Bücherregal gut macht!
Aber bei Hörbüchern kommt es selten auf das Äußere an. Wie sieht es also mit der Auswahl der Krimis aus? Diese ist meines Erachtens sehr gelungen, denn abgesehen vom Titelgeber handelt es sich nicht unbedingt um die allerberühmtesten Poirot-Fälle. Wer also „Mord im Orientexpress“ oder „Tod auf dem Nil“ in dieser Box vermutet, liegt falsch. Neben dem allerersten Poirot-Roman von Agatha Christie „Das fehlende Glied in der Kette“ lassen sich „Der blaue Express“, „Alibi“, „Der Tod wartet“ und „Poirot riecht den Braten“ darin finden. Obwohl ich schon wirklich viele Poirot-Krimis kenne, kannte ich von diese Auswahl nur einen einzigen. Auch deshalb war diese Edition so interessant für mich.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Auswahl wirklich stark ist! Lasst mich zu jedem der Bücher kurz etwas sagen:

„Das fehlende Glied in der Kette“ an den Anfang zu stellen, ist einfach sinnvoll, da in diesem Roman der etwas sonderbare Belgier zum ersten Mal auftaucht. Ich kannte diesen Roman zuvor noch nicht, war jedoch sofort im Geschehen, als Poirots Gönnerin Emily Inglethorpe tot aufgefunden wurde. Tatsächlich finde ich, dass man an Poirots Art merkt, dass er in diesem Roman noch nicht ganz ausgereift ist und trotzdem ist der Fall sehr spannend und verzwickt. Ich hatte mit dem Wendepunkt zumindest nicht gerechnet. Und eine ganz kleine Geschichte fürs Herz bietet „Das fehlende Glied in der Kette“ auch – obwohl das für Agatha Christie ja so untypisch ist.

„Der blaue Express“ hat mir unglaublich gut gefallen. Hier gibt es relativ viele Charaktere und Poirot spielt eine ganze Weile lang nicht mit. Eine sehr reiche Erbin wird in einem Zug ermordet. Sie hatte einen weltberühmten Edelstein dabei, der selbstverständlich verschwunden ist. Hier ermittelt der belgische Detektiv einfach hervorragend und muss sich zwischendurch auch mit anderen Männern mit Ruf von Welt stellen. Eine wirklich spannende Angelegenheit!

Vielleicht noch spannender war dann tatsächlich der Fall „Alibi – Der Mord an Roger Ackroyd“. Hier erzählt niemand Neutrales und auch Captain Hastings kommt nicht vor. Die Geschichte wird von einem Arzt erzählt, der sich ein Beispiel an den berühmten Niederschriften von Hastings nimmt. Der Roman spielt zeitlich am Ende von Poirots Karriere, denn dieser hat sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt. Doch dann geschieht eben ein Mord in dem kleinen Ort, in dem er nun lebt. Was soll er also anderen tun, als mit besagtem Dr. James Sheppard zu ermitteln? Mir hat der Fall insgesamt richtig gut gefallen, aber der Storyturn dieses Romans sucht wirklich seinesgleichen!

Bereits gekannt hatte ich „Der Tod wartet (Rendezvous mit einer Leiche)“. Doch auch diesen Roman ein zweites Mal zu hören, konnte keinesfalls schaden. Hier wird eine Dame umgebracht, der es wohl so gut wie jeder Leser und vor allem jede Figur dieses Buches gegönnt hat: Mrs. Boynton. Die Umstände sind allerdings besonders, denn die Geschichte spielt in Petra, in der berühmten Felsenstadt. Und noch schlimmer: Poirot hat einen Verdächtigen dabei belauscht, als dieser sagte, dass er die besagte Dame töten würde. Hat er es auch getan?

Der letzte Fall dieser Sammlung ist leider ein sehr kurzes Vergnügen. Während die anderen Geschichten zwischen sechs und acht Stunden gehen, dauert „Poirot riecht den Braten“ gerade einmal zwei Stunden lang. Doch diese Kurzweiligkeit macht den Fall nicht weniger spannend. Mich hatte die Auflösung des vermeintlichen Selbstmordes einer jungen Frau sehr überrascht. Doch natürlich findet Hercule Poirot den Schuldigen.

Vorgelesen werden alle fünf Romane von dem gleichen Schauspieler, der schon oft in die Rolle des Poirot-Erzählers geschlüpft ist: Martin Maria Schwarz. Ehrlich gesagt habe ich schon so oft seiner sanften und tiefen Stimme gelauscht, dass ihr inzwischen keinen anderen Vorleser für Poirot-Fälle mehr akzeptiere. Er liest den Detektiv einfach großartig! Der französische Akzent wirkt nie gekünstelt oder übertrieben! Genauso muss Hercule Poirot einfach sprechen. Des Weiteren betont er toll und man kann sich in seiner Art vorzulesen wirklich fallen lassen. Dank Schwarz konnte ich jeden dieser Fälle vor meinem inneren Auge zum Leben erwecken. Er ist einfach der richtige für diesen ausführlichen Job!
Ausführlich sind die Fälle auf jeden Fall auch. Wie schon erwähnt, haben die fünf CDs insgesamt eine Spieldauer von mehr als 30 Stunden. Doch so hat man wenigstens auch etwas davon. Ich hatte es auf jeden Fall!
Ein letztes tolles Extra ist übrigens der kurze Aufsatz von Christie im Booklet. Hier berichtet sie quasi von der Geburt Hercule Poirots und diesen Einblick zu bekommen, hat mir sehr gut gefallen. Das schöne Booklet eignet sich natürlich auch immer, um einen Überblick über die vorkommenden Figuren der Fälle zu behalten. Denn wer Christie kennt, weiß dass die Liste der Verdächtigen oft sehr lang ist.



Ende gut, alles gut? Tja. Zu genau diesem Urteil komme ich! Diese Hörbuchbox ist eine angemessene Hommage an die Meisterin und ihren Meisterdetektiv. Ich liebe diese Edition samt ihrer liebevollen Aufmachung und natürlich auch dank der tollen Fall-Auswahl. Könnte ich 100 Sterne vergeben, würde ich auch das tun. Aber so bleiben mir nur die mickrigen fünf Sterne.
Alles Liebe zum 100. Geburtstag, Monsieur Poirot!



20. Februar 2021

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #54

 Hallo ihr Lieben!


Eigentlich kann ich selbst kaum fassen, was hier gerade passiert: Karli und ich sind pünktlich zum SuB-Interview *.* Das ist eigentlich eine kleine Party wert. Aber Partys werden derzeit ja nicht so gern gesehen, deswegen lassen wir das an dieser Stelle. Wir schmeißen eine interne Party, zu der alle Bücher des Hauses eingeladen sind ;)
Genug der Vorrede. Worum es heute geht, ist schon einmal klar: das SuB-Interview. Karli steht bereits in den Startlöchern. Bevor wir anfangen, noch ein, zwei Worte zur Gemütslage. 
Ich bin im Moment wirklich etwas unmotiviert und gestresst. Mir geht dieses ganze Online-Feedback und das allgemeine Schulgeschehen unglaublich auf den Senkel, vor allem, wenn ich all die Beschwerden über uns Lehrer lese. Es ist schon traurig. Ich arbeite derzeit wirklich deutlich mehr als vor Corona. Und trotzdem gibt es immer wieder Beschwerden und Vorkommnisse, die einem die Laune verderben. Das Problem dabei? So richtig viel Abwechslung hat man nicht und es gibt auch kaum Dinge, auf die man sich auf lange Sicht freuen kann. Ich bin wirklich kein Corona-Leugner und unterstütze die ganzen Maßnahmen. Aber so langsam merke ich, dass mir die derzeitige Lebensweise an die Substanz geht. Unsere Hochzeit haben wir jetzt übrigens zum dritten Mal verschoben :'D Drückt mir die Daumen, dass ich eines Tages verheiratet sein werde ;)
Aber es ist keinesfalls alles schlecht. Was heitert mich derzeit am meisten auf? Telefonieren mit Freunden, Sport und eine volle, warme Badewanne mit einem Buch daneben. Gute Überleitung, was? Also fangen wir endlich mit den spannenden Themen an: meinen ungelesenen Büchern. Bereit, Karli?

"Mein SuB kommt zu Wort" wird seit einigen Jahren von der lieben Anna veranstaltet und betreut. Ohne sie wären Karli und ich sicher nicht in so engem Kontakt. Schaut also gern einmal bei ihr vorbei!
Los geht's!


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo an alle! Ich hoffe, es geht euch gut und ihr seid nicht auch in so tiefen Löchern, wie meine Besitzerin gefangen. Das ist schon wirklich traurig mitanzusehen. Ich gebe mir die größte Mühe, sie aufzuheitern, aber Bücher allein helfen auch nicht immer. Obwohl ich das nur bedingt nachvollziehen kann... Ein bisschen kommt die nörgelnde Julia aber durch meine guten Buchempfehlungen dann doch zur Ruhe. Ich bin halt gut in meinem Job ;)
Wer seinen Job mal wieder nicht so gut macht, ist eben die besagte nörgelnde Besitzerin. Was meine Größe betrifft, hat sie jedenfalls kein Mitleid. Schon letzten Monat musste ich mich wirklich zusammenreißen, um nicht in Tränen auszubrechen. Denn ich hatte eine riesige Größe von 166 Büchern auf meinem Stapel. Man fragte sich wirklich, ob das noch zu toppen sei. Aber vielleicht hat genau diese Frage Julia nur herausgefordert, denn natürlich ist das zu toppen gewesen. Trommelwirbel! Ich habe mal wieder zugenommen. Denn leider ist mein aktueller Stand genau 170 Bücher. Uff. Da muss ich erst einmal tief durchatmen. Also das ist wirklich, wirklich groß. Dabei wäre ich so gerne klein...Aber wir bekommen wohl im Moment alle nicht das, was wir gern wollen :D


2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Tja, diese Pflege ist ja das Problem. Eigentlich waren Julia und ich langsam mit dem Abbau beschäftigt und kamen mit unserer Eichhörnchentaktik auch ganz gut voran. Aber dann stand Julia vor dem Problem, dass da noch ein riesiges Puzzle lag und kein ungehörtes Hörbuch mehr im Haus war. Tz. Einen solchen Umstand erträgt Julia natürlich nicht. Was tat sie also? Einen Haufen gebrauchte Hörbücher bestellen! Insgesamt 8 Stück. Kein Wunder also, dass ich mich um vier Bücher gesteigert habe. Diese 8 Bücher waren aber auch die einzigen, die im letzten Monat dazu gekommen sind. Hier zeige ich euch eine kleine Auswahl.

 

Bei den neuen Büchern handelt es sich beinahe ausschließlich um Bücher von Agatha Christie. Hier seht ihr die beiden Exemplare, die mich tatsächlich schon wieder verlassen haben, nämlich "Lauter reizende alte Damen" und "Ein Schritt ins Leere". Beides sind Fälle, in denen weder Hercule Poirot noch Miss Marple vorkommen. Deswegen waren sie für Julia aber durchaus interessant. Beide haben Julia auch ganz gut gefallen. Ein Poirot- und ein Miss Marple-Krimi waren aber trotzdem unter den neuen Büchern ;)
Und dann seht ihr hier noch eine Hörbuchbox, nämlich von Julias Lieblingsreihe. Eines ihrer Evergreen-Books ist nämlich "Die Tribute von Panem - Die Hungerspiele", aber auch Teil zwei ist eines ihrer Herzensbücher. Deswegen konnte sie bei der rebuy-Bestellung einfach nicht widerstehen und schwupps, war die Hörbuchbox auch im Warenkorb. Tja, so schnell kann es gehen. Und siehe da, schon bin ich wieder einen gefühlten Meter größer.


3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)? 

Mich hat leider schon eine ganze Woche lang kein Buch mehr verlassen. Wirklich schlimm. Schlimmer aber noch war das Fazit von Julia zu besagtem Buch! Gerade einmal zwei von fünf Sternen hat sie vergeben (eine Rezension sucht man übrigens vergebens. Nur bei lovelybooks abgespeichert...). Welches Buch hat Julia so schlecht gefallen? Dieses hier:


Julia hatte "Perfekt ist Jetzt" wirklich schon eine ganze Weile bei mir auf dem Stapel. Bestimmt drei Jahre. Und die beiden Schauspieler, die man ja auch auf dem Cover sieht, kannte Julia gut aus "Die Bestimmung". Ehrlich gesagt hat das die Erwartungen durchaus hochgeschraubt. Und wurden sie erfüllt? Überhaupt nicht. Julia hat versucht mir zu erklären, dass das Buch durchaus witzig startet und der Protagonist eine Menge Humor hat. Und doch entwickelt er sich innerhalb der Geschichte nicht weiter, steht nicht zu seinen Fehlern und verstrickt sich immer mehr. Und das auf eine so unangenehme Weise, dass das Lesen gar keinen Spaß gemacht hat. Es gibt sicher Leser, denen dieses Buch sehr gut gefallen hat und die mit der Thematik mehr anfangen konnten. Julia hat sich ehrlich gesagt durchgequält...


4. Lieber Karli, der Februar ist der kürzeste Monat im Jahr - das sollten wir mit besonders langen Titeln ausgleichen. Stell uns deine längsten Titel vor, die auf deinem Stapel schlummern :)

Die berühmte vierte Frage. Das Update zum letzten Monat lässt sich übrigens sehr kurz zusammenfassen: Julia hat keines der drei Bücher gelesen, dass mich dieses Jahr unbedingt noch verlassen muss! Sad story! Ich hoffe auch hier auf Besserung!
Aber die Februarfrage ist wirklich spannend! Lange Titel? Na, da begebe ich mich doch mal auf die Suche.
Ganz so viele habe ich leider gar nicht auf meinem Stapel, gefunden habe ich aber diese zwei hier:



Julia ist nicht so die Krimi-Liebhaberin. Daher gibt es auch nicht so viele klassische Krimis bei mir. Aber "Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken" ist definitiv einer der längsten Titel bei mir auf der Liste. Schließlich hat der Titel immerhin sieben Wörter. Finde ich schon gar nicht schlecht ;) Die Story selbst interessiert Julia irgendwie immer noch nicht so, ich befürchte also, dass dieses Buch im kommenden Monat nicht von meinem Stapel verschwindet.
Aber vielleicht ja mein zweiter Vorschlag! "Ich liebe dich, aber nicht heute" von Gaby Hauptmann ist erst seit letztem Weihnachten bei mir. Der Titel hat immerhin auch sechs Wörter und die Story klingt schon ein bisschen mehr nach Julias Beuteschema, auch wenn weder Krimis noch die klassischen Liebes-Midlife-Crisis-Bücher ihr Typ sind. Trotzdem hat der Titel doch wirklich etwas. Und eigentlich könnten die Gegensätze meiner beiden Vorschläge auch nicht größer sein! Was meint ihr?
Ich sehe meine Chance, dass mich einer der Titel in den nächsten vier Wochen verlässt bei ca. 50-65 %. Immerhin ;)


Und das war dann leider auch schon wieder Frage vier. Heute verabschiede ich mich trotz meiner extremen Größe aber auch mit einem kleinen Buchseitenlächeln, denn Julia und ich waren seit Monaten das erste Mal wieder pünktlich. Und ich muss mich auch verabschieden, weil wir ja jetzt eine kleine Buchparty schmeißen ;) Ich hoffe, ihr bleibt alle fröhlich und denkt ganz viel an eure SuBs :)


Alles Liebe,
euer Karli


Tja, dann habe wohl auch ich nicht so viel Zeit. Die Buchparty ruft! Ich höre schon die Seiten aufgeregt rascheln. Was Bücher wohl am liebsten für Musik hören? Ich werde es herausfinden und nächsten Monat berichten :)

Wie sieht es bei euch aus? Bekämpfen eure SuBs auch euren Corona-Blues? Habt ihr super lange Titel auf euren Stapeln?


Liebst,
eure Julia

10. Februar 2021

Rezension: "Federn über London - Irreführung" von Sabine Schulter

 


Titel: Federn über London - Irreführung
Autor: Sabine Schulter
Verlag: selfpublished
Preis: 4,99€
Seiten: 334

Es ist noch gar nicht lange her, da eroberte Sabine Schulter mit „Federn über London – Erwachen“ wieder einmal mein Fantasy-Herz. Ich war von dieser neuen Welt der Schutz- und Todesengel fasziniert und freute mich sehr auf den zweiten Teil der vierbändigen Reihe. Endlich zurück zu dem ruhigen Ease, den zauberhaften Vellas und den Geheimnissen zwischen Ober- und Unterwelt!
Und da die Autorin höchst ambitioniert ist, musste ich nur wenige Monate warten, bis ich Band zwei in den Händen hielt. Er trägt den passenden Titel „Irreführung“, denn genau das ist das große Thema des Buches. Ich begab mich gemeinsam mit Clear und Co. auf die Suche nach Antworten, riet mit und bangte um die Charaktere. „Irreführung“ bereitete mir viele schöne Lesestunden. Alles, was ich an Band eins geliebt hatte, hatte ich zurück. Doch klitzekleine Abstriche musste ich auch machen.


Völlig unerwartet erhält Clear ihren ersten Schub und steigt zu einem Engel des zweiten Trimesters auf. Zuerst erleichtert sie das, denn es bedeutet, dass sie gemeinsam mit Ease und den anderen Todesengeln die Seelen Verstorbener einsammeln kann.
Doch London ist in Aufruhr und die Vermutung, dass das dunkle Nichts Jagd auf Clear und ihre Kollegen macht, birgt große Gefahren. Niemand weiß, wer den Jäger aufgeschreckt hat, aber ein Hinweis führt sie direkt in die Tiefen der Unterwelt. Zusammen mit ihren Kollegen und dem gefallenen Engel Daimion begibt sich Clear dorthin, ohne zu merken, dass die Lösung vieler Rätsel direkt vor ihr liegt.

An „Erwachen“ habe ich vieles gelobt. Besonders stach der Weltentwurf für mich heraus und das hat sich zu Band zwei keinesfalls geändert. Sabine Schulter hat sich viele Gedanken gemacht und eine furchtbar innovative Idee niedergeschrieben. Ich liebe es immer, wenn ich in eine Welt eintauchen kann, die ich so noch nicht kannte. Hier koppelt die Autorin so viel Bekanntes miteinander, bringt es in eine neue Reihenfolge und heraus kommt ein spannendes Setting. Spannend ist generell eine gute Beschreibung für die Handlung von „Federn über London“. Band eins endete fulminant und mit einem großen „Bang“. Schön ist es für den Leser, dass er auf den ersten Seiten von „Irreführung“ sofort zum Schauplatz des Finales des Vorgängers zurückkehrt. Die Geschichte geht nahtlos weiter und man weiß schnell wieder, was als letztes passiert war. Insgesamt wird der Spannungsbogen gut aufrechterhalten, ohne dabei gekünstelt zu sein. „Irreführung“ braucht keine tausend Schlachten und Kämpfe, um spannend zu sein. Die Spannung lag hier für mich auch durchaus im Entdecken der Welt an sich. Ein großer Teil des Buches spielt nämlich in der Unterwelt. Von dieser hat der Leser in Band eins noch nicht ganz so viel mitbekommen. Auch deswegen gefielen mir gerade diese Kapitel so gut.
Warum Unterwelt? Weil die Todesengel von London den Auftrag bekommen, herauszufinden, wo der neue Machtstrom hinführt, der in der Akademie der Engel aufgetaucht ist. Und deswegen machen Ease und sein Team sich auf in die Unterwelt. Natürlich ist auch die eigentliche Protagonistin Clear mit von der Partie und damit die Sache noch spannender wird, nehmen die Todesengel auch Daimion, den gefallenen Engel, mit. Auf dieser Mission begegnen die Engel vielen unbekannten Wesen und geraten natürlich auch in Schwierigkeiten. Die einzelnen Ringe der Unterwelt kennenzulernen, hat mir viel Spaß gemacht. Hier konnte die Autorin ihr Gespür für fantastische Welten unter Beweis stellen! Sabine Schulter schreibt sehr bildreich und die Wesen, die sie mit ihrer Sprache erschaffen hat, erscheinen dem Leser direkt vor Augen. Insgesamt ist der Schreibstil übrigens gelungen und sehr flüssig.
Aber zurück zur Geschichte. Ich habe sie als spannend beschrieben, doch es gibt auch die ruhigeren Momente. Für diese sorgt zumeist der ruhige und besonne Ease, der sich schon im ersten Teil zu meinem Liebling gemausert hat. Der Anführer der Todesengel ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse, der seine Gefühle nicht nach außen trägt. Doch die eigentliche Protagonistin Clear löst in ihm Dinge aus, mit denen er kaum umzugehen weiß. Die Kapitel aus Ease Sicht haben mir sehr gut gefallen, denn sein Innenleben ist interessant. Außerdem habe ich ihm immer die Daumen in Hinsicht auf Clear gedrückt. Doch die neu erwachte Clear macht ja bekanntlich nie das, was man von ihr erwartet. In Sachen Liebesdingen hat die Autorin mich übrigens auch sehr überrascht und genau das gefiel mir. Ich möchte an dieser Stelle nichts weiter dazu sagen, aber ich hoffe doch sehr, dass Clears Herz in den kommenden beiden Bänden noch eine Menge durchmachen wird.
„Irreführung“ ist spannend, aber auch kurzweilig. Man kommt sehr schnell beim Lesen voran. Das liegt natürlich auch an den tollen Kapiteln, die als kleiner Showdown verfasst sind. Die letzten Kapitel sind allesamt so gestaltet. Ihr dachtet, Band eins hätte einen fulminanten Abschluss? Dann lasst euch mal von Band zwei überraschen. In den letzten Kapiteln geht es noch viel mehr zur Sache, als in „Erwachen“. Doch hier kommt mein erster Kritikpunkt: So spannend die Suche um denjenigen ist, der die „Irreführung“ steuert, so ist des Rätsels Lösung doch relativ offensichtlich. Mich hat es zumindest kein bisschen überrascht, was schade ist. Überrascht hat mich allerdings, dass auf der allerletzten Seite dann doch wieder ein fieser Cliffhanger kommt und man sich denkt: „Oh nein, und jetzt?“. Ich bin sehr gespannt, ob auch Band drei wieder direkt an seinen Vorgänger anschließen wird.
Ich sagte bereits, dass die Handlung, das Setting und der Schreibstil wirklich toll sind. Und das gilt auch weiterhin für die Figuren. Ich persönlich habe zwar immer noch keinen Draht zu Clear geknüpft, aber dafür gefallen mir viele andere Figuren sehr. In diesem Teil fand ich Aura zum Beispiel auch sehr präsent und interessant. Auch Black und Daimion sind kleine Herzensbrecher. Doch der größte unter ihnen bleibt Zerus, der Vellas der Beruhigung. Ich beneide Clear um diesen kleinen Kameraden wirklich sehr. Er sorgt auch in der Geschichte immer mal wieder für einen süßen Moment, was mich des Öfteren lächeln ließ.
Was ebenfalls toll an diesem Buch ist, ist der Grad der ungeklärten Dinge. Denn auch, wenn man nun schon die Hälfte der Reihe gelesen hat, so hat man doch das Gefühl, dass so vieles noch offen ist. Warum folgt Zerus Clear? Wird Clear ins dritte Trimester kommen? Ist ihr Herz bereits vergeben? Und was passiert nun mit den Wesen der Ober- und der Unterwelt? Ich brenne auf die Antworten auf diese Fragen und deswegen freue ich mich jetzt schon auf Mai, wenn Band drei herauskommt.
Doch einen Kritikpunkt habe ich noch: Wie ich in meiner Rezension von Band eins schon erwähnte, wird die Reihe aus drei Perspektiven erzählt: Clear, Ease und Lance. Als Protagonistin muss man Clear ausmachen, doch auch Ease prägt große Teile der Handlung. Lance Bedeutung für die Geschichte verstehe ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz. Sicher, er ist der Leiter der Schutzstaffel und einer der wichtigsten Schutzengel der Akademie. Außerdem ist er ein wirklich lieber Charakter und in seinen Kapiteln erfährt man Dinge, die die Todesengel nicht wissen können. Und doch finde ich diese Kapitel immer etwas blass. Generell muss ich kritisieren, dass mir die unterschiedlichen Perspektiven nicht verschieden genug sind. Man kann die drei Figuren zumindest nicht anhand des Schreibstils auseinanderhalten und das finde ich schade.

Kommen wir aber doch wieder zurück zum Guten: Spannung? Check. Tolle und interessante Figuren, deren Beziehungen sich noch entwickeln? Check. Guter Schreibstil? Check. Ein tolles Setting mit neuen Ideen? Auf jeden Fall: Check. Ich weiß also gar nicht, was ich noch hinzufügen soll. „Irreführung“ ist ein spannender zweiter Teil, der dem Leser mehr über die Ober- und Unterwelt und das Leben der Schutz- und Todesengel zeigt. Es gibt Kämpfe, große Gefühle und süße Momente. Zwei Dinge habe ich kritisiert und deswegen ziehe ich einen halben Punkt ab. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gern in die Welt von Clear zurückgekehrt und freue mich schon, das bald wieder zu tun. Ich vergebe 4,5 Sterne für „Federn über London – Irreführung“.





22. Januar 2021

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #53

 Hallo ihr Lieben!

Das erste SuB-Interview im neuen Jahr! Glaubt mir, der kleine Karli ist schon ganz aufgeregt und freut sich, gleich wieder das Zepter zu übernehmen. Ich bin halbwegs in meinem normalen Zeitfenster, da wir uns nur um zwei Tage verspäten. Gute neue Vorsätze? Hm. Ich habe mit Absicht keine formuliert. Daher wird das SuB-Interview wohl auch in diesem Jahr immer mit ein paar Tagen Verspätung an den Start gehen. Aber besser als gar nicht, oder?
Ansonsten hat der Jahreswechsel bei mir nicht viel verändert. Aber bei wem ist das derzeit schon der Fall?! Meine Familie und ich verlebten ruhige Feiertage und zu Sylvester wurde auch nicht groß gefeiert. Ein netter Spieleabend und leckeres Essen, das war es aber auch schon. Um Weihnachten herum kam ich immerhin zum Lesen! Sehr zu Karlis Freude. Aber dann kamen ja die ganzen neuen Bücher bei ihm an und schon war unsere Beziehung wieder im Keller. Ich gebe mir seitdem aber Mühe. Das wird er ja gleich alles erzählen. ;)
Im Moment ist mein Alltag wieder etwas chaotisch, da das Bundesland Bremen ja nicht ganz verstanden hat, was die Regierung unter "Schulschließungen" versteht. Deswegen habe ich alle Hände voll zu tun und darf auch zwei Mal die Woche in die Schule. Jippieh... Hoffen wir, dass sich die Lage in den nächsten Monaten bessert. Bessere Laune als ich, hat definitiv mein kleiner Karli! Und deswegen wird es nun dringend Zeit, dass er das Wort ergreift!

Sollte euch die schöne Aktion "Mein SuB kommt zu Wort" interessieren, dann schaut unbedingt bei Anna vorbei, die das Ganze leitet, hegt und pflegt.


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Hallo liebe Buch- und SuB-Freunde! Ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet und bleibt trotz der angespannten Lage positiv. Ich habe ja gehört, dass ein gutes Buch willkommene Abwechslung sein kann. Davon habe ich jedenfalls eine ganze Menge hier bei mir. Denn wie Julia in ihrem kleinen Text schon angekündigt hat, habe ich viel Zuwachs im letzten Monat bekommen. Das ist im Dezember ja leider immer so, da dann das berüchtigte Fest namens Weihnachten ansteht. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich davor immer fürchte. Aber da gehen Julias und meine Meinung wirklich auseinander: sie strahlt, ich schluchze. Wir sind schon ein hübsches Gespann.
Aber gut, ich lenke mal wieder ab. Wie immer, wenn ich meine Größe verbergen möchte. Also gut, dann stellen wir uns dem Ganzen mal: Im letzten Monat (vor Weihnachten, ich will das noch einmal betonen) war ich 159 Bücher groß. Das war ein Buch mehr, als im Vormonat. Tja und nun? Ich beginne das Jahr mit einem extrem hohen Wert. Derzeit bin ich nämlich ganze 166 Bücher groß. Mannomann...Was ist mit unserem Ziel von unter 100 Büchern geworden, Julia? Das ist doch langsam traurig. Wenn ich realistisch an die Sache gehe, dann werde ich vielleicht in 3 Jahren unter den 100 Büchern sein. Julia hat im letzten Jahr nämlich nur 59 Bücher gelesen. Und da sie ja auch immer wieder welche anschafft, wären 100 Bücher als Jahresziel vermessen. Was nehme ich mir dann vor? Julia, was hältst du von 120? Gut, oder? Ja, ich bestimme das jetzt einfach!


2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.

Ach ja, die SuB-Pflege. Sie läuft und läuft und Julia krault mir auch manchmal den Rücken oder die Seiten. Ich bekomme auch ganz viele liebe Worte ab, aber Taten! Taten meine Liebe, die fehlen gänzlich. Naja, okay, nicht gänzlich.
Neue Bücher habe ich im letzten Monat definitiv bekommen. Da ich mich für drei entscheiden muss, zeige ich euch eine Auswahl:

 


Insgesamt hat Julia noch 11 weitere Bücher zu Weihnachten bekommen, aber diese drei Schätz waren auch darunter. Sie sind ein wenig als Stellvertreter zu betrachten, denn von Agatha Christie gab es neben "Das Eulenhaus" auch noch "Die Schattenhand" und die hat Julia sogar schon gelesen. Von den wunderschönen Schmuckausgaben aus dem Coppenrath-Verlag gab es ebenfalls zwei Neuankömmlinge, nämlich "Madame Bovary" und das hier abgebildete "Mrs. Dalloway". Tatsächlich hat Julia "Mrs. Dalloway" von Virginia Woolf direkt nach Weihnachten gelesen. Und meine Besitzerin war ganz entzückt von den Ausgaben mit den ganzen kleinen Zusätzen, wie Postkarten, Straßenkarten und so weiter. Das Leseerlebnis war angeblich direkt ein anderes. Nun gut, sie wird es schon beurteilen können.
Und dann ist da noch "Magie aus Tod und Kupfer", der zweite Teil einer Reihe aus der Feder von Lisa Rosenbecker. Julia hat das erste Buch sehr gern gelesen und deswegen wünschte sie sich zu Weihnachten gleich mal Band zwei. Tja, hat geklappt - zu meinem Leidwesen.
Aus dem Sternensandverlag kam Weihnachten übrigens auch noch der komplette Rest der "Grimm-Chroniken" bei uns an, die Julia bisher noch nicht gelesen hat. Und eben noch ein paar andere kleine Schätze, für die hier aber kein Platz ist.
Gern hätte ich euch übrigens auch meinen neusten Neuzugang gezeigt, nämlich "Federn über London - Irreführung" von Sabine Schulter. Das Buch erscheint am 10.2 und Julia darf es vorab lesen und rezensieren. Leider ist das Cover aber noch nicht überall veröffentlicht, weshalb ich euch das schöne Buch nicht zeigen kann. Aber hier kann ich immerhin sagen, dass es nicht lange bei mir sein wird.

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)? 

Verlassen? Ach ja, sowas soll ja zwischendurch auch noch passieren. Als letztes hat mich tatsächlich "Die Schattenhand" von Agatha Christie verlassen, eines der neuen Weihnachtsbücher. Es hat Julia wirklich gut gefallen, eben ganz so, wie man sich einen Agatha Christie auch wünscht. 
Aber dann möchte ich die Gelegenheit noch nutzen, um mich an dieser Stelle zu beschweren. Denn nach "Die Schattenhand" ist Julia in eine Sucht entglitten. Sie hat sich die Neuverfilmung des Klassikers "Emma" von Jane Austen angesehen und war hin und weg. Und manchmal hat Julia so Suchtphasen, dann dreht sich alles nur noch um eine Sache. Was war also naheliegend? Genau. Julia hat das Buch "Emma" noch einmal angefangen, das sie vor 8 Jahren schon einmal gelesen hat. Da es beinahe 600 Seiten hat, war ich etwas schockiert. Für so viele Seiten braucht Julia normalerweise ein Weilchen und das bedeutet im Umkehrschluss ja, dass sie in dieser langen Zeit nicht an meinem Abbau arbeitet. Denn "Emma" ist ja schon lange nicht mehr auf meinem Stapel. 
Aber Julia überrascht mich: Ihr fehlen nur noch 100 Seiten und somit hat sie pro Tag beinahe 100 Seiten gelesen. DAS hatten wir tatsächlich schon lange nicht mehr. Ich muss also zusehen, dass ich Bücher auf meinem Stapel finde, die ebenfalls ein solches Suchtpotenzial haben. Wünscht mir Glück!

4. Lieber Karli, wir wünschen ein gesundes neues Jahr! Und mit dem neuen Jahr kommen ja immer gerne gute Vorsätze, die meist schnell vergessen sind. Deswegen gilt unsere erste Aufgabe diesen Vorsätzen, auf dass sie direkt gemeistert werden: Welches Buch soll deine Besitzerin auf jeden Fall 2021 lesen?

So. Bevor ich zu neuen und guten Vorsätzen komme, werfe ich einen Blick zurück zur letzten Frage vier. Die Aufgabe lautete, ein Buch zu lesen, das Julia einmal geschenkt bekommen hatte. Tatsächlich hat sie diese Aufgabe erfüllt. Man glaubt es kaum. Sie hat nämlich "Unterhalb des Horizonts" den 18. Teil der Grimm-Chroniken im Dezember gelesen. Ich darf an dieser Stelle also endlich einmal gratulieren.

Kommen wir nun aber zur neuen Frage vier. Julia und ich halten nicht so viel von guten Vorsätzen. Hätte ich einen machen dürfen, dann dass ich in diesem Jahr bitte niemals vergessen werde. Das hat Julia letztes Jahr nämlich gleich zwei Mal geschafft: böse! 
Aber natürlich stelle ich gern drei Bücher zur Wahl, die 2021 unbedingt gelesen werden sollten:

  

Das sind sie also. Eines dieser drei Bücher sollte Julia 2021 unbedingt gelesen haben. "Anna Karenina" ist wohl DAS Must-Read dieses Blogs. Und seit Jahren nimmt Julia sich vor, es zu lesen. Bisher ohne Erfolg. Auch schon sehr lang ist "Ignite me" bei mir. Blöd ist nur, dass es sich um einen dritten Teil handelt und Julia gar nicht mehr so genau weiß, was in den vorangegangenen beiden Teilen passiert ist. Typisch. Und dann noch ein nächster Klassiker: "Das Parfum" ist auch wirklich mal eine nähere Betrachtung wert! Viel Spaß also, liebe Besitzerin!



Nun, das war es leider schon wieder von mir. Nach dem Jahreswechsel und Weihnachten habe ich auch einfach immer so viel zu berichten. Es ist lieb von euch, dass ihr mich lasst und mir nicht vorwerft, ich würde zu viel reden.
Ich hoffe wirklich sehr, dass in eurer Menschenwelt bald alles wieder besser wird. Lest einfach, wenn ihr euch zu sehr aufregt. Eure SuBs unterstützen euch dabei gern!

Alles Liebe,
euer Karli


Oh Mann...mit diesen Empfehlungen hat Karli aber ganze Arbeit geleistet. Da erwischt er mich wirklich eiskalt. "Anna Karenina" nehme ich mir wirklich schon ewig vor. Es wird Zeit, dass ich mich dem widme, da hat er schon recht. 
Nun gut, wir werden sehen, ob ich diesen hohen Erwartungen gerecht werden kann. Aber ich gebe mein Bestes ;) Wie immer.

Wie war euer Jahreswechsel? Gab es bei euch auch einen extremen Anstieg im SuB-Stand?


Liebst,
euere Julia





12. Januar 2021

Rezension [Hörbuch]: "Die schönsten Disney-Klassiker"


Titel: Die schönsten Disney-Klassiker
Autor: Constanze Steindamm
Sprecher: Reinhard Scheunemann
Verlag: Der Hörverlag
Preis: 8,99€
Dauer: 1h 5min
 

Als Kind hat man seine Lieblingsgeschichten. Ob diese von den Eltern vorgelesen werden, man sie als Hörspiel hört oder als Film sieht, ist Kindern oft egal. Hauptsache die Geschichten sind gut. Und dass jegliche Disney-Klassiker die Herzen von Kindern erobert haben und immer noch erobern, ist ebenfalls kein Geheimnis: Zu spannend sind die Handlungen, zu liebenswürdig die Charaktere und zu schön die erdachten Welten!
Ich habe alle Disney-Geschichten als Kind geliebt und deswegen konnte ich auch nicht widerstehen, mir die wunderbare Lesungs-CD „Die schönsten Disney-Klassiker“ aus dem Hörverlag anzuschaffen. Diese CD bietet genau das, was sie verspricht: die schönsten Klassiker in sehr kurzer Hörfassung, die nicht nur für Kinder zum Einschlafen einfach wunderbar, sondern auch für Erwachsene zum Schwelgen in Erinnerungen geeignet sind.

In neun lustigen und spannenden Geschichten tauchen schon ganz kleine Hörer ein in die fantastische Welt der Disney-Zeichenstrickklassiker. Ein Hörvergnügen für die ganze Familie! Die kurzen Geschichten zwischen fünf und zehn Minuten erzählen jeweils einen Film nach und werden einfühlsam von Reinhard Scheunemann gelesen.

Der primäre Adressat der CD sind definitiv Kinder! Die CD enthält neun Disneyklassiker, die insgesamt nur etwas länger als eine Stunde sind. Wie der Klappentext schon sagt, sind die einzelnen Geschichten immer zwischen fünf und zehn Minuten lang. Deswegen musste ich beim Hören auch sofort an die typischen „Gute-Nacht-Geschichten“ denken, denn dafür eignet sich diese CD perfekt. Gesprochen werden alle Geschichten von Reinhard Scheunemann, der eine sehr angenehme und ruhige Stimme hat. Besonders gut gefiel mir seine Stimme in der Geschichte von „Pinoccio“. Scheunemann liest sehr kindgerecht und passend zur jeweiligen Geschichte vor, was mir gut gefiel. Ebenfalls gelungen ist die Auswahl der verschiedenen Klassiker. Denn hier tummeln sich keine Prinzessinnen-Geschichten. Auf diese wird sogar absichtlich verzichtet. Stattdessen ist die CD auch sehr geeignet für Jungen, aber auch Mädchen werden ihre Freude haben. Auf der CD lassen sich Geschichten finden, in denen das Abenteuer im Vordergrund steht, manchmal kommt aber auch die Liebe hinzu. Enthalten sind „101 Dalmatiner“, „Alice im Wunderland“, „Aristocats“, „Bambi“, Das Dschungelbuch“, „Der König der Löwen“, „Pinoccio“, „Robin Hood“ und „Susi und Strolch“. Mir hat am allerbesten „Pinnoccio“ und „101 Dalmatiner“ gefallen. Woran genau das lag, kann ich aber leider nicht sagen. Aber eines ist sicher: Für jeden großen und kleinen Disneyfan wird die richtige Geschichte mit dabei sein!

Egal, ob man seinen Kindern die Disneyklassiker abends vorspielen oder einfach mal selbst wieder in die Kinderwelt abtauschen möchte, „Die schönsten Disney-Klassiker“ bieten dafür die perfekte Möglichkeit. Reinhard Scheunemann zieht Groß und Klein in seinen Bann und nimmt uns alle noch einmal auf die Riese zu Alice, Simba, Klopfer oder Mogli mit. Ich vergebe für diese kleine, aber feine CD die vollen fünf Sterne, da das Konzept einfach voll und ganz aufgeht und sehr gelungen ist.