9. September 2018

Mein Monatsrückblick: August

Hallo ihr Lieben!



Wow, wir befinden uns sogar noch im ersten Drittel des Monats und schon habe ich es geschafft, meinen Monatsrückblick online zu stellen. Was bin ich wieder stolz auf mich ;) Tatsächlich hat es sich inzwischen bewährt, dass vor dem 7. eines Monats hier niemals ein Rückblick erscheint. Viel zu stressig das Ganze...ich könnte eigentlich grade auch Unterricht vorbereiten, aber da sich meine Lust wahnsinnig in Grenzen hält, habe ich das auf Morgen verlegt und den Blog heute mal auf die Agenda gesetzt :) Und das wurde auch wieder mal Zeit. Denn wenn ich so über den August nachdenke, wird mir sehr schnell bewusst, wie sehr ich das Lesen derzeit vernachlässige. Aber es geht auch nicht anders. 
Wie ihr bereits aus dem letzten Monat wisst, hat mein Referendariat angefangen. Eigentlich ist das erste Halbjahr nicht wirklich schlimm. Wir hospitieren viel und ich unterrichte eigenständig nur 7 Stunden. Meine Klassen sind alle sehr verschieden, aber ich komme mit jeder ganz gut klar. Problematisch und stressig ist es leider dennoch. Und das liegt daran, dass ich zwei Schulen habe. Ich werde von der 5.-13. Klasse ausgebildet und da das Bremer Schulsystem vor allem aus Oberschulen besteht, die nur bis zur 10. Klasse gehen, muss ich noch eine weitere Schule haben, an der man sein Abitur machen kann. Das hat zur Folge, dass die Stundenpläne angepasst werden müssen, ich mich jeden Tag an beiden Schulen befinde und ja...eben auf zwei Hochzeiten tanze. Das ist ziemlich anstrengend und bisher habe ich meinen Rhythmus noch nicht gefunden. Drückt mir die Daumen, dass er bald kommt. Im Moment macht mich dieses ständige Wechseln wirklich fertig (, man muss ja auch den Weg bedenken) und dazu kommen noch die Seminare. Ist es da also verwunderlich, dass ich am Abend nicht mehr lese? Und da ich mit dem Auto pendel, bringen auch keine öffentlichen Nahverkehrsmittel ein bisschen Lesezeit :( Wirklich traurig! Natürlich spiegelt sich das auch in meiner Statistik unten wieder. Aber bevor ich zu den Bücher komme, noch ein paar Highlights aus dem August :)



Anfang des Monats war ich mit meiner einen Schule in Amsterdam - Kollegiumsfahrt. Es war nur ein Tag, aber ich war vorher noch nie in den Niederlanden und fand es wirklich, wirklich schön! Ich werde auf jeden Fall noch einmal mit mehr Zeit in diese Stadt fahren.
Sehr erfolgreich endete im August auch unsere Tennissaison, denn unsere Mannschaft hat es am letzten Spieltag geschafft, die Tabellenführung zu übernehmen und somit sind wir nun Meister! Das war wirklich cool! Hallo, Aufstieg :)
Die meiste Zeit des Augusts habe ich wirklich im LIS (Landesinstitut für Schule) verbracht. Aber immerhin habe ich Leute aus meinem Studium wieder getroffen, mit denen ich super klar komme und die mir jetzt schon im Ref sehr helfen!
Tja...echt traurig, dass ich so wenig aus dem August zu berichten habe :D Also ich war noch zweimal im Kino und sowohl "MI6", als auch "Mamma Mia" waren einfach großartig! Für meine Kino-Rubrik finde ich aber leider länger schon keine Zeit mehr. Dann war ich noch auf der Hochzeit meiner Großcousine und viele meiner Freunde hatten Geburtstag. Ein bisschen gesellig war der August also doch ;)


Jetzt komme ich aber zum bitteren Ernst des Lebens. Die traurige Wahrheit in Zahlen...


Im August habe ich 4 Bücher gelesen....




Wie man die Zeit anhält - Matt Haig [Hörbuch] [Rezension] (384 Seiten) 3/5

Der Wächter: Die Geschichte von Sin und Miriam - Sabine Schulter [Rezension] (626 Seiten) 4/5

Mörderische Cote d'Azur - Christine Cazon [Hörbuch] [Rezension] (336 Seiten) 3/5

Goddess: Ein Diadem aus Reue und Glut - Andreas Dutter [Rezension] (315 Seiten) 4/5


Seiten gesamt: 1661

Hardcover: 0, Taschenbücher: 0, Hörbücher: 2, Ebooks: 2



Oh Gott, ich sollte mich verstecken...Dabei bin ich ja gar nicht allein. Ich sehe immer wieder Monatsrückblicke befreundeter Blogger, die derzeit auch nicht so zum Lesen kommen. Ich fühle mich hier also gut aufgehoben. Tja...vier Bücher...Mein Monatsrückblick wird auf jeden Fall kürzer, als je zuvor :D Umso trauriger, dass der Juli noch der beste Monat seit langem war und ich ganze 4.688 Seiten geschafft hatte.
Tja.
1.661 sind doch auch süß, oder?

Hinzu kommt noch, dass mich nicht mal alle Bücher vom Hocker hauen konnten. Ich habe nicht einmal 5* vergeben, dafür gleich zweimal 3*.
Komme ich also mal zu den mittelguten Büchern. Zufälligerweise sind das die beiden Hörbücher, die ich gelesen habe. Es ist übrigens noch nie vorgekommen, dass ich nicht ein haptisches Buch im Monat gelesen habe. Aber alles Neue bringt der August, oder so ähnlich. Zwei Ebooks und zwei Hörbücher...das ist mal ungewöhnlich. Aber ich kann euch beruhigen: Im September habe ich immerhin schon ein (gedrucktes) Buch gelesen :)


Vor einer Weile habe ich "Mörderische Cote d'Azur" geschenkt bekommen und da ich ja derzeit wieder fleißig puzzle, habe ich es gleich am Anfang des Monats gehört. Die Geschichte war eigentlich sehr cool, vor allem das Setting hat mir gefallen. Das Tempo des Vorlesers war aber zu schnell und manchmal las er unsauber und somit schwer verständlich. Mich konnte das Hörbuch unterhalten, die Handlung war zum Hören aber schwer nachvollziehbar, weshalb keine höhere Wertung in Frage kam.

Diese kam beim zweiten Hörbuch "Wie man die Zeit anhält" durchaus in Frage. Ich hatte mich im Vorhinein schon sehr auf das Hörbuch gefreut, auch weil es von Christoph Maria Herbst gelesen wird. Aber leider war die Geschichte manchmal träge. Insgesamt ist die Story um den nicht alternden Tom Hazard gut durchdacht und schön aufgebaut. Doch mit fehlte manchmal die Zielführung. Matt Haig hat ein schönes Buch geschrieben, von dem ich mir aber ein bisschen mehr erwartet hatte.

Mehr erwartet hatte ich bei meinem Reread des Monats nicht - denn schließlich kannte ich das Buch bereits. Ich habe "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" im August zum zweiten Mal gelesen. Das letzte Mal liegt aber mehr als drei Jahre zurück. Damals mochte ich das Buch sehr gern und das tat ich auch dieses Mal. Ein paar Dinge haben mich aber gestört und das war vor allem die Allgegenwärtigkeit der Liebe zwischen Sin und Miri. Es war ein bisschen zu viel, weshalb ich nur vier Sterne vergeben habe. Dennoch handelt es sich um ein magisches Abenteuer, das vor allem aufgrund der Charaktere Spaß macht.

Mit gar keinen Erwartungen bin ich an das neue Buch von Andreas Dutter nämlich "Goddess - Ein Diadem aus Reue und Glut" gegangen. Ich hatte von dem Autoren bisher nichts gelesen, doch der Klappentext klang überragend. Insgesamt gefiel mir die Idee hinter dem Buch richtig, richtig gut! Und auch die Charaktere waren klasse. Dutters Stil hätte aber etwas flüssiger sein können, denn manchmal springt die Handlung so unkontrolliert und da konnte ich nicht immer folgen. Dennoch handelt es sich bei "Goddess" um eine spannende Geschichte, auf dessen Fortsetzung ich gerne warte.


Tja, und das war's :D Denn mehr Bücher habe ich einfach nicht gelesen. und ehrlich gesagt verspricht der September auch nicht wirklich eine Besserung. Derzeit habe ich ein Buch beendet und beim nächsten fehlen mir noch ca. 200 Seiten. Aber vielleicht hole ich es mit Hörbüchern ja wieder raus :D

Der September wird aber hoffentlich ein schöner Monat. Nächste Woche habe ich Geburtstag und ich höre schon immer Karlis Schluchzen, wenn ich nur daran denke. Denn es werden neue Bücher bei mir einziehen und ich freue mich darauf. Klar, ich habe natürlich genug. Aber neu ist immer toll ;)
Ansonsten dümpel ich weiter in den Schulen rum und bereite ganz viel tollen Unterricht vor. Und zum Glück kommen in drei Wochen auch schon die Herbstferien *.* Dann fahre ich mit meinem Freund nach Dänemark und da schaffe ich bestimmt mindestens zwei Bücher! Wuhu!


Wie war euer August so? Was treibt ihr im September? Hattet ihr auch schon solche Durchhängemonate?


Liebst,
eure Julia

5. September 2018

Rezension: "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" von Sabine Schulter


Titel: Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 626


Sabine Schulter ist ein Name, der auf diesem Blog immer wieder auftaucht. Ich liebe ihre Bücher, ihre kreativen Ideen und ihre Charaktere. Das Familiäre der Bücher ist einfach schön und deswegen kann ich jedes davon empfehlen. Vor kurzem wurde ihre Debütreihe "Die Geschichte von Sin und Miriam" bei Dark Diamonds verlegt. Und als wahrer Fan lese ich die Reihe natürlich noch einmal. Teil eins "Die Erwachte" hat mich wirklich überrascht und mehr überzeugt, als vor 3 Jahren. Nun war "Der Wächter" an der Reihe, der zuvor unter "Das Phyralit" erschienen war. Ich mochte Teil zwei schon nach dem ersten Lesen sehr allerdings gibt es im Buch viele Längen und deutlich zu viel Romantik. Man fragt sich, ob das geht?! Aber obwohl Sin und Miri sich sehr lieben, war es mir zu viel. Das Setting ist toll, die Charaktere liebevoll und die Handlung gut. Allerdings gibt es Längen und das mindert die Spannung zwischendurch.

Miriam, Sin und die übrigen Wächter haben zwar die Suchenden zurückgeschlagen, doch ist immer noch unklar, mit welchen Mitteln diese den magischen Bäumen die Kräfte rauben konnten. Antworten scheint es in Ägypten zu geben, wo die ältesten und weisesten Magiebäume der Welt zu finden sind. Doch das Wüstenland hat mehr zu bieten als den Zauber der Natur. Dort nahm vor Jahrhunderten die Organisation der Wächter ihren Anfang, aber auch die Bedrohung durch die Suchenden. Während Miriam Unglaubliches über ihre Magie erfährt, wird ihre Liebe zu Sin auf die Probe gestellt. Allerdings können sie nur gemeinsam Miriams Aufgaben auf dieser Welt entschlüsseln…

Nachdem ich Band eins im letzten Monat gerereadet habe (darf ich das als Deutschlehrer wirklich so schreiben?!), hatte ich wahnsinnig viel Lust auf Band zwei. Denn „Die Erwachte“ hatte mir beim ersten Lesen gar nicht so sehr gefallen und nach dem zweiten sogar sehr. Das Ende war grandios und die Charaktere wie immer sehr liebevoll ausgeschmückt, sodass ich gern in diese familiäre Atmosphäre zurückkehren wollte. Der Einstieg gelang mir auch sehr gut und das, obwohl Band eins beinahe schon abgeschlossen ist. Denn zwischen „Die Erwachte“ und „Der Wächter“ liegen ganze zwei Jahre. Das ist sehr ungewöhnlich für eine Romantasy-Geschichte, bei der die Fortsetzung oftmals wenige Tage nach dem ersten Band spielt. Hier ist das nicht der Fall und das finde ich wirklich abwechslungsreich und toll. Die Geschichte hat sich Zeit genommen und die Charaktere haben sich entwickelt. Das merkt man auch innerhalb der Handlung. Alle sind noch enger zusammengewachsen und das Leben geht eben weiter. Diese Normalität gefiel mir wirklich gut, doch sie herrscht meines Erachtens ein bisschen zu lange vor. Bis Miriam und ihre Wächter sich nach Ägypten aufmachen (, was die Sache deutlich spannender macht), dauert es ein wenig. Und bis dahin ist die Liebe zwischen Sin und Miri das zentrale Element. Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein großer Fan der Liebesgeschichte und inzwischen mag ich Sin auch sehr gern. Mit Miriam habe ich durchaus noch meine Probleme, denn sie ist auch in Band zwei noch viel zu perfekt. Sie opfert sich selbst für andere auf, ist gerechtigkeitsliebend, freundlich und liebenswürdig – und jeder liebt sie natürlich auch. Das finde ich ein bisschen zu viel. Ihr Gegenpart Sin hat da schon mehr Schwächen, doch seine größte ist wohl Miriam selbst. Die Liebe zwischen beiden wird sehr, sehr oft in den Fokus gerückt. Es ist sehr schön und viele Stellen lassen ein Frauenherz höher schlagen (, ich denke da an eine ganz bestimmte *.*), doch irgendwann wurde es mir zu viel. Ich hätte mir ein bisschen mehr Handlung und weniger Romantik gewünscht. 
Doch Achtung, die bekam ich auch. Denn wenn der Handlungsort nach Ägypten verlagert wird (, lieben Miri und Sin sich zwar immer noch genauso doll), geht es zur Sache. Die Suchenden in Ägypten sind mindestens genauso spannend, wie die Wächter dort. Die Geschichte rund um die magischen Bäume ist wahnsinnig gut gelungen und auch die neuen auftauchenden Charaktere sind klasse. Tomarin und Mirassa sind zwei Charaktere, die diese Geschichte vorantreiben und ihr das gewisse Etwas verleihen. Diesen kleinen Turn mochte ich wirklich sehr, denn natürlich haben die beiden interessante Merkmale. Auch das Figurenkonzept, das man aus Teil eins kennt, ist gut. Thunder, Storm, Fire und Hurrican sind weiterhin dabei und sorgen für ein Heimatgefühl in der Geschichte. Ein weiterer wundervoller Charakter ist Alerand – ein Drache. Er sorgt für noch mehr Magie und ist eine Art großes Haustier, in das ich mich sofort verliebt habe. Viele Nebenfiguren werden ebenfalls neu eingeführt. Die Wächter und Jäger in Ägypten haben mir gut gefallen und sie passen gut ins Gesamtbild. Die Handlung ist durchdacht und logisch. Manchmal hat sie meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gebraucht, doch immer, wenn die Magie wieder in der Vordergrund gerückt ist, macht das Buch unglaublich viel Spaß. Dennoch hätte ich mir hier mehr gewünscht.
Insgesamt ist es eine gute Mischung aus Liebe zum Detail und einer guten Geschichte. Die Romantik ist manchmal etwas übertrieben und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen deutlicher im Fokus, als die Jagd nach den Suchenden, doch auch das gefällt beim Lesen. Trotzdem ist die Atmosphäre eher ruhig und besonnen. Man begleitet tolle Figuren, die man schon eine Weile kennt und diese erleben das ein oder andere Abenteuer. „Der Wächter“ kann man als gelungenen Zwischenteil betrachten. Er steigert die Geschichte aus Band eins und macht Lust auf das große Finale. Und trotzdem bleibt die Spannung eben manchmal etwas zurück – also ein ganz typischer zweiter Band.
Der Schreibstil von Sabine Schulter ist gut und flüssig. Passend zu meiner Kritik ist er natürlich manchmal auch ausschweifend und sehr romantisch, doch es gibt auch dafür natürlich die richtigen Stellen im Buch. Man steigt bei Sabine Schulter immer in einen Zug, verbringt sehr viel Zeit mit tollen Charakteren und dann ist man plötzlich an der Endhaltestelle. Der Stil trägt zur Bildhaftigkeit und Unterhaltung bei und sorgt dafür, dass man sich selbst als Teil eben dieser betrachtet.
Noch ein Wort zum Ende: Ich hatte nicht damit gerechnet und finde es daher umso schöner, dass Sabine Schulter eben dieses gewählt hat. In dieser Trilogie stehen Charaktere mehr im Vordergrund, als in jedem ihrer anderen Bücher. Das ist manchmal etwas zu viel, an dieser Stelle aber absolut perfekt.


Wie man merkt, habe ich durchaus Kritik an „Der Wächter“. Es gibt ein bisschen zu viel Romantik und dadurch auch Längen im Buch. Die Protagonistin ist noch immer zu perfekt, ihre Begleiter aber wahnsinnig toll. Die wunderbaren Charaktere werden in ein neues Setting geschickt, das für Spannung sorgt und außerdem kommen wirklich interessante Nebenfiguren hinzu. Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig und steigert sich erst ab der Mitte. Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch und freue mich sehr auf das Finale, das es wirklich in sich haben wird. Einen Stern muss ich abziehen, doch das ergibt noch immer magische vier Spitzenschuhe, mit denen Sin und Miri ins nächste Abenteuer tanzen können.



Rezension [Hörbuch]: "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig


Titel: Wie man die Zeit anhält
Autor: Matt Haig
Sprecher: Christoph Maria Herbst
Verlag: Der Hörverlag
Preis: 20,00€
Seiten: 384
Dauer: 9 h 31 Min.


Matt Haig hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben, nämlich „Ich und die Menschen“. Dieses Buch ist weise, lehrreich und gleichzeitig wahnsinnig lustig. Daher musste ich mir den Namen des Autors einfach merken! Auch sein neues Buch „Wie man die Zeit anhält“ begegnete mir immer öfter. Als ich hörte, dass das Hörbuch von Christoph Maria Herbst gelesen wird, den ich als Hörbuchsprecher wirklich toll finde, brauchte ich es einfach. Also griff ich zur neuen Geschichte, rund um den nicht/langsam alternden Tom Hazard. Die Idee der Geschichte ist toll, denn sie soll Geschichte selbst ein bisschen lebendiger machen. Dieser Punkt gelingt dem Autor mit seinem Buch auch sehr gut. Insgesamt ist das Hörbuch aber doch ziemlich lang und selten zielorientiert. Ich wusste bis kurz vor Ende nicht, worum genau es gehen soll, außer einen Abriss über Geschichte zu formulieren und einen geliebten Menschen wiederzufinden. Aber wahrscheinlich reicht das schon, oder? „Wie man die Zeit anhält“ ist eine Geschichte MIT Geschichte und weisen Lebensbotschaften. Wirkliche Spannung muss man aber vermissen.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

„Wie man die Zeit anhält“ ist ein interessantes und leicht philosophisches Buch. Wie sollte es auch anders sein. Matt Haig hat einen besonderen Stil und die Themen seiner Bücher haben immer etwas mit der Reflexion des menschlichen Lebens zu tun. Auch hier ist das Thema allgegenwärtig. Denn die Frage, die hinter der Geschichte steht, ist natürlich: Wofür lohnt es sich zu leben, wenn man “ewig“ lebt?
Natürlich lebt Tom Hazard nicht ewig, aber eben doch eine ganze Weile. Er wächst als verarmter Adeliger auf und muss feststellen, dass das Leben nicht einfach ist, wenn der Rest deines Umfeldes mitbekommt, dass du auch nach vielen Jahren keinen Tag älter aussiehst. In der Zeit der Hexeverbrennung musste das Schicksal also seinen Lauf nehmen und mit dem Tod seiner Mutter begann ein „Leben auf der Flucht“. Tom musste sich immer wieder neue Identitäten zulegen, immer wieder der Zeit anpassen und andere Orte zum Leben suchen. Er lernte Berühmtheiten kennen und entdeckte die Welt, samt all ihrer Völker. Was nach einem Abenteuertrip klingt, kann zur grausamen Realität werden. Denn so schön der Gedanke auch ist, ewig zu leben, so grauenhaft muss er sein, wenn man dieses Leben alleine leben muss. 
All das sind Gedanken, die hinter der Geschichte von „Wie man die Zeit anhält“ stehen. Und ich finde sie alle überaus interessant. Das Hörbuch muss auf einer reflexiven und mentalen Ebene gehört werden, damit sein Kern wirklich zum Hörer durchdringt. Denn wer es einfach nur hört, um berieselt und unterhalten zu werden, der ist vielleicht danach enttäuscht. Denn so richtig spannend wird es nie. Matt Haig erzählt die Geschichte nicht chronologisch. Generell gibt es zwei Zeitlinien, die der Gegenwart und die der Vergangenheit. Allerdings wird auch in der Vergangenheit nicht chronologisch erzählt, was mich manchmal etwas störte. Man lernt Tom in der Gegenwart kennen und nach und nach offenbart er sich dem Leser. Man hört, wie er aufgewachsen ist, wie er nach London kam, wie er seine große Liebe kennenlernte und wie diese endete. Danach wird dem Hörer erzählt, wie Tom sich durchschlagen musste und zur Gesellschaft der Albas kam. (Die Albas sind die „Albatros-Gesellschaft“, Tom ist also keinesfalls der Einzige, der sehr langsam altert.) Die Albas sind insgesamt sehr ominös und meines Erachtens wurde ihr Potenzial auch nie ganz erschlossen. Das Ende fand ich in dieser Hinsicht deutlich zu abrupt. Doch insgesamt gefiel mir das Ende nicht gut. Dazu aber gleich. Zurück zur Zeitlinie. Alles in allem ist der Aufbau durchaus gelungen, indem zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt wird. Wenn aber innerhalb der Vergangenheit Sprünge auftauchen, verwirrt das ein wenig. 
Das Leben, das Tom führt und führte, war zu jedem Zeitpunkt spannend und interessant. Er lernte Leute wie Shakespeare oder Hemingway kennen und befand sich an bedeutend historischen Orten, die es heute gar nicht mehr gibt. Doch nur weil sein Leben aus historischer Perspektive spannend ist, heißt das nicht, dass es die Geschichte auch ist. Insgesamt ist die Atmosphäre des Buches eher ruhig und gemäßigt. Es gibt schlimmer Dinge, die geschehen, aber Tom ist vielmehr auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Leben ist zwar eine Achterbahnfahrt, aber erwartet dementsprechend nicht zu viel Action. In der Gegenwart wird, wie in der Vergangenheit auch, eine Liebesgeschichte eröffnet. Und es ist sehr schön, wie Haig die Liebe als zentrales Element des Lebens in den Fokus stellt. Irgendwann begreift das auch Tom und diese Entwicklung ist sehr gelungen. Ebenfalls gelungen ist das Lebendigmachen der Geschichte. Der Protagonist erzählt lebhaft und ausführlich und man denkt wirklich, es gäbe diesen Tom Hazard. Er ist auch eine sehr sympathische und relativ normale Figur. Ich mag „normale“ Protagonisten und Tom ist so einer. Er ist ein eher stiller und künstlerischer Geselle und schlägt sich so durchs Leben. Sein Humor ist relativ trocken und das harmoniert mit der Stimme von Christoph Maria Herbst sehr gut. Ich hatte allerdings ein paar lustige Stellen mehr erwartet. Zwei-, dreimal musste ich beim Hören durchaus auflachen, doch in seiner Gesamtheit blieb der Humor etwas hinter meinen Erwartungen zurück, ebenso wie die Handlung. Der Sprecher macht seinen Job dennoch sehr gut. Herbst hat eine angenehme Stimme und liest in einem guten Tempo, so dass man leicht zuhören kann. Er betont das Gelesene gut, hätte aber bei der Stimmvariation ein bisschen kreativer sein können. Dennoch gefiel mir der Sprecher wirklich gut, da er schön zur Geschichte passt.
Die restlichen Figuren in „Wie man die Zeit anhält“ sind ebenfalls authentisch und interessant. Ich mochte Camille und ich mochte auch Rose. Dass Toms Tochter so ganz anders ist, als in ihrer eigenen Kindheit, fand ich wirklich toll! Ihr Auftauchen am Ende störte mich aber. Das zu begründen, würde bedeuten zu spoilern, doch insgesamt ist das Ende zu abrupt, zu schnell, zu merkwürdig. Außerdem bleibt vieles offen. Doch vielleicht ist das auch ganz gut so.

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Es gibt viele tolle Punkte an diesem Hörbuch. Das sind unter anderem der Sprecher und sein Tempo, das Durchleben von Geschichte, die interessante Idee und die Art und Weise von Matt Haig, über das Leben zu erzählen. Andererseits nimmt sich das Buch unglaublich viel Zeit und plätschert des Öfteren nur vor sich hin. Es fehlt das stringente Ziel und dadurch wird es zäh und lang. Dennoch habe ich das Hörbuch gern gehört und auch das Cover gefällt mir hervorragend. Es handelt sich nicht um das beste Buch von Matt Haig, doch auch in „Wie man die Zeit anhält“ kann man viel über das Leben und seine Weisheiten lernen. Und vielleicht motiviert es ja auch den ein oder anderen, Geschichte als spannend zu betrachten. Wer weiß…?! Ich vergebe 3,5 Spitzenschuhe für das Leben und die Liebe.



2. September 2018

Rezension [Hörbuch]: "Mörderische Cote d'Azur" von Christine Cazon



Titel: Mörderische Cote d'Azur
Autor: Christine Cazon
Sprecher: Christian Berkel
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 24,99€
Seiten: 336
Dauer: 7h 6m


Ich höre sehr gern Hörbücher, wenn ich puzzle. Das weiß meine Familie, weshalb ich das Hörbuch „Mörderische Cote d’Azur“ aus dem Randomhouse Verlag geschenkt bekommen habe. Das Cover ist hübsch, der Klappentext ansprechend und das Thema der Filmfestspiele sehr verlockend. Also freute ich mich auf eine unterhaltsame Geschichte. Insgesamt lässt sich das Hörbuch wirklich gut hören und geht sehr schnell rum. Allerdings ist die Geschichte nicht immer übersichtlich, ebenso wenig wie die vielen verschiedenen Charaktere mit all den komplizierten französischen Namen. Insgesamt hat mich „Mörderische Cote d’Azur“ gut unterhalten, doch vieles hätte besser sein können. Unter anderem auch das Tempo des Sprechers Christian Berkel.

Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmter Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d’Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption.

Ich beginne beim Positiven und das Erste fällt schon beim Lesen des Klappentextes auf: das Setting. Die Autorin Christine Cazon hat sich einen tollen Ort für den ersten Fall ihres Kommissars Duval ausgesucht. Cannes und das Filmfest bieten eine tolle Atmosphäre und gleichzeitig eine Menge Nervenkitzel, der natürlich hervorragend zu einem Krimi passt. Der Ort des Mordes und die Prominenz machen das Buch sofort spannend. Außerdem ist Kommissar Duval ein interessanter Charakter. Ich mochte den ruppigen Kommissar gern, auch wenn er manchmal zutiefst undurchsichtig maskulin handelt. Die kleinen Exkurse in Duvals Privatleben haben mir allerdings nicht so gut gefallen. Immer wieder witzig war aber die französische Lebensart dieses Mannes, die durchsickerte. Duval und all seine Kollegen gehen gern und ausgiebig essen, trinken viel Wein und genießen die französische Küche. Tatsächlich empfand ich des Punkt des Essens als zu stark im Fokus, was ein bisschen merkwürdig war. Denn vielmehr sollte doch der Mord genau dort stehen. Das tut er in diesem Hörbuch nicht immer. Manchmal hat man das Gefühl, der Fall kommt nicht voran, oder die Verdächtigen gehen aus. Insgesamt ist der Mordfall durchaus spannend. Dennoch fehlte mir manchmal ein Ansatzpunkt, aber das soll wohl so sein. All die Geschichten, die mit dem Mordopfer zu tun haben, waren sehr gut gewählt und kommen erst nach und nach ans Tageslicht. Die Auflösung war schlüssig und gelungen, auch wenn man als Hörer nicht unbedingt darauf kommen kann. Das ist aber auch aufgrund der vielen französischen Namen der Fall. Das Buch ist sehr authentisch und versteht mich nicht falsch, die französischen Namen gehören dazu und machen das Buch glaubhaft. Aber es gibt so viele Personen, die eingeführt werden, dass man selbst schnell den Überblick verliert. Duvals Kollegen, seine Freunde, die Vorgesetzten, die Zeugen, die Verdächtigen…ich habe irgendwann wirklich nicht mehr gewusst, wer wer ist, dabei habe ich das Hörbuch in einem sehr kurzen Zeitraum gehört. Das fand ich etwas schade und ich bin sicher, dass es ein Kritikpunkt ist, der nur am Hörbuch gemacht werden kann. Liest man die Namen, kann man sie sich besser merken und weiß auch, wer wohin gehört.
Etwas gewundert habe ich mich am Anfang über den Sprecher. Christian Berkel liest in einem wirklich schnellen Tempo und verschluckt vor allem zu Beginn Silben. Er bringt die ruppige Art von Duval hervorragend auf den Punkt und stellt auch den französischen Lebensstil gekonnt dar. Doch manchmal liest er viel zu schnell und auch zu undeutlich. Die Betonung ist größtenteils gut und gleichzeitig gelingen ihm die weiblichen Charaktere nicht so gut. Der Sprecher hätte besser sein können, doch insgesamt ist die Stimme wirklich angenehm und passt zum Protagonisten. Der ist, wie ich schon sagte, gelungen. Die Nebenfiguren mochte ich auch, allerdings kommen sie in der gekürzten Hörbuchfassung etwas zu kurz. Das Figurenkonzept der Polizisten funktioniert dennoch gut. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Spannung in der Handlung gewünscht, doch insgesamt betrachtet, geht das Hörbuch schnell und sanft um. Ich habe es gern gehört und mir gefiel die Auflösung. Ich habe sogar gegoogelt, wie viele Fälle Duval inzwischen hat. Denn gerade das Privatleben, das eben doch einen größeren Teil im Buch einnimmt, bleibt natürlich sehr offen. Vielleicht greife ich also eines Tages doch noch zum nächsten Fall des Kommissars.


„Mörderische Cote d’Azur“ ist ein solides und unterhaltsames Hörbuch, das seinen Zweck vollkommen erfüllt. Ich habe es gern gehört und konnte der Geschichte folgen. Das wird allerdings durch die Vielzahl der Charaktere mit komplizierten Namen erschwert und so kann man durchaus den Überblick verlieren. Auch ist der Sprecher nicht ganz überzeugend, da das Tempo etwas zu schnell ist. Der Fall selbst profitiert von seinem tollen Setting und ist durchaus spannend, wenn auch manchmal etwas langatmig. Ich vergebe 3 von 5 Spitzenschuhen, da das Hörbuch einige Schwächen und dennoch viel Gutes an sich hat.



20. August 2018

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #28

Hallo ihr Lieben!


Obwohl mein Blogzeitmanagement derzeit wirklich schlecht ist, könnte ich es mir niemals verzeihen, wenn ich meinen lieben Karli vergessen würde! Und deswegen ist mir nur allzu bewusst, dass wir heute wieder den 20. schreiben. Ob ich den Post heute Abend noch fertig bekomme, weiß ich nun wirklich nicht. Aber ich hoffe, dass selbst im Falle eines Scheiterns, mein Engagement von meinem lieben SuB anerkannt und gewürdigt wird. Bestimmt, oder Karli? Du weißt zu schätzen, dass ich mich so um dich kümmere, nicht wahr? Und damit ihr nicht denkt, dass ich euch hier nur etwas vorlüge, hole ich ihn mal schnell dazu!



Die Aktion wird übrigens wie immer von der lieben Anna von annasbuecherstapel.de begleitet, der ich auch nach mehr als zwei Jahren sehr dankbar dafür bin! Schaut bei ihr vorbei und vielleicht kommuniziert ihr bald auch schon auf ganz neue Weise mit eurem SuB :)




1. Karli, wie groß bist du aktuell?


Ein herzliches Hallo von mir! :) Noch haben wir den 20. und noch sind wir auch pünktlich. Ich habe die leise Hoffnung, dass Julia noch ein Weilchen hier am Schreibtisch sitzen bleibt und das Interview zu Ende tippt. Ich würde das ja für sie übernehmen, wenn sie unverschämterweise doch abhauen will, aber ohne Hände und die dazugehörigen Finger geht das wirklich schlecht...
Bevor ich mich wie immer auf die Fragen beziehe, muss ich hier nochmal was loswerden, sogar zwei Dinge. Julia hat ja nun ihr Referendariat angefangen und steht ganz schön unter Stress, deswegen habe ich momentan auch Mitgefühl mit ihr. Kein Mitleid, aber immerhin Gefühl. Jedenfalls haben Lehrer ja immer Kürzel und ich habe mich herzlich amüsiert, als ich erfahren habe, dass Julias neues Kürzel "Sub" ist :'D Zumindest an der einen Schule, an der anderen ist es das klassische "Sch", aber hallo?! Mehr Identifizierung mit mir geht ja wohl nicht ;)
Und mein zweites Highlight, das ich noch schnell mit euch teilen muss, ist weltbewegend! Die letzte Frage des Juli-Interviews war ja der Rückblick auf die SuB-Senioren. Und mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass es sich noch immer um die gleichen drei Bücher gehandelt hat, wie schon 2017 - und das war peinlich! Aber es hat etwas gebracht! Denn offenbar hat Julia sich so sehr geschämt, dass sie ihr Versprechen eingelöst hat und eines der Bücher nun gelesen hat! Damit wurde ein SuB-Senior erlöst und "Es soll Liebe sein" zählt nach mehr als fünf Jahren nicht mehr zu mir ;) Danke dafür, liebe Julia :P
So, aber jetzt mal zur Frage hier. Im letzten Monat war ich sehr zufrieden und nur noch 138 Bücher groß. Natürlich hatte ich als ambitionierter SuB gehofft, dass Julia das weiter toppen und richtig hart an meinem Abbau arbeiten wird. Als "richtig hart arbeiten" würde ich das Ergebnis auf jeden Fall nicht bezeichnen, aber wir sind immer noch erfolgreich. Denn mein aktueller Stand sind 135 Bücher - immerhin. Wenn wir so weiter machen, habe ich in 20 Jahren meine Wunschgröße erreicht...;)



2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.



Es ist ja schon Tradition, dass meine Pflege immer gut läuft, wenn ich wenig Zuwachs bekomme. Und tatsächlich schafft meine freundliche Besitzerin es in den letzten Monaten sehr gut, wenige Bücher anzuschaffen. Wie im letzten Monat auch kann ich euch nämlich nur zwei Neuzugänge präsentieren - schlicht aus dem Grund, dass es nicht mehr gab. Mit diesen beiden bin ich aber sehr zufrieden.

  

Wie ihr sehen könnt, handelt es sich um Hörbücher, von denen Julia auch eines bereits hört und ungefähr auf der Hälfte ist. Die Hörbuchanschaffungen haben noch immer den Grund, dass Julia an ihrem 5000-Teile Puzzle sitzt und dabei eben sehr gerne netten Menschen beim Lesen zuhört. Ich höre allerdings auch für mein Leben gern Hörbücher. "Wie man die Zeit anhält" wird von Christoph Maria Herbst gelesen, den Julia sowieso sehr mag. Matt Haig, der Autor, ist wahnsinnig talentiert und deswegen gefiel ihr die Kombi so gut. Allerdings darf ich schon verraten, dass sie derzeit sowohl Buch, als auch Autor ein bisschen enttäuschen.
Beim zweiten Hörbuch handelt es sich um "Gray", eine coole und lustige Detektivgeschichte von Leonie Swann. Hier ist der Vorleser Bjarne Mädel und auch die Erwartungen an dieses Hörbuch sind nicht gerade gering. Das Hörbuch wird direkt nach dem erstgenannten gehört und ehrlich gesagt, freue ich mich da schon ein bisschen drauf :)
Mit beiden Schätzen bin ich sehr zufrieden und beide werden mich in absehbarer Zeit verlassen - was will ich also mehr?!



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?


Als letztes hat mich einer meiner Neuzugänge aus dem letzten Monat verlassen. Dabei handelt es sich um "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" von Sabine Schulter. Wer unsere Beiträge aufmerksam verfolgt, weiß, dass Julia diese Reihe mit ihrer Neuauflage rereadet. Als "SuB-Leiche" kann man "Der Wächter" also wahrlich nicht bezeichnen. Eine Rezension gibt es natürlich noch nicht und ehrlich gesagt, muss diese sich auch hinten anstellen. Denn ein anderes Hörbuch wartet auch noch auf seine. Insgesamt ist "Der Wächter" ein schönes und sehr romantisches Buch, das Julia an der ein oder anderen Stelle aber viel zu langatmig war. Ausführlicheres werdet ihr hier dann in so ca. zwei Jahren lesen können, wenn Julia die Rezension mal geschrieben hat...



4. Lieber Karli, der Sommer hat seinen Zenit bereits überschritten und dennoch möchten wir ihn noch etwas festhalten, deswegen - zeig uns doch mal ein oder zwei Bücher, die in deinen Augen leichte Sommerlektüre für deine Besitzerin wären.


Puh, die Frage finde ich schwer. Tatsächlich muss ich zugeben, dass Julia und ich keine großen "Sommer-Lektüre"-Fans sind. Ich habe keine Bücher bei mir, die "SOMMER" schreien, oder wo man das allein am Cover erkennen kann.
Aber ich habe mal zwei herausgesucht, von denen ich das im weiteren Sinne schon passend zur Jahreszeit finden würde. Zum einen ist das "Eleonor & Park" von Rainbow Rowell einfach nur weil ich finde, dass es zuckersüß klingt. Und zum anderen wäre das "Geheimzutat Liebe" von Poppy J. Anderson. Beide Autorinnen mag Julia sehr gern und beide Bücher klingen nach Büchern für "zwischendurch", die auch aufgrund ihrer Thematik hervorragend in den Sommer passen.
Aber ehrlich gesagt, finde ich, dass wir eher so die Herbsttypen sind ;)
  



Ach Mensch, das war es schon wieder :( Heute ging es aber wirklich schnell. Und Julia ist nicht weggelaufen...beziehungsweise, doch. Inzwischen stehen wir beide mit dem Laptop in der Küche und neben uns brutzelt es in der Pfanne. Aber irgendwie spricht es doch auch für sie, dass sie mich mitgenommen hat *.* Offenbar wollte sie es mir wirklich nicht antun, nicht mehr heute online zu gehen ;) Also...in letzter Zeit gibt die Julia sich wirklich Mühe mit mir. Genauso will ich das sehen! Hab ich doch auch verdient, oder?! ;)
Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal, denn ich rede einfach so wahnsinnig gern! Und dennoch wird der 20. September gar nicht schön, denn bis dahin hatte Julia Geburtstag und das heißt, dass mindestens 10 Bücher bei mir einziehen werden :'( Rette sich, wer kann! Aber bis dahin habe ich noch drei Wochen. Also Julia, straffer Plan: Lies bis zum 20.9 mal bitte 10 Bücher, damit ich den Platz auch hergeben kann ;)

Wie sieht es bei euch aus, ihr lieben SuBs? Haben eure Besitzerinnen inzwischen auch ähnliche Namen wie ihr? :D Oder fürchtet ihr euch auch immer so vor deren Geburtstagen?


Alles Liebe,
euer Karli


Was hört mein holdes Herz da? Karli ist mit mir zufrieden? Oh, schöner kann der Abend wirklich nicht werden! In letzter Zeit ist unsere Beziehung aber auch wirklich gut! Er ist viel verständnisvoller geworden. Allerdings glaube ich auch, dass das daran liegt, dass ich alles in seinem Sinne mache! :P Ansonsten wird er gern mal böse ;) Aber so passt es viel besser und dann sind wir beide glücklich. Meinen Geburtstag kann ich allerdings nicht verhindern und ich bekomme viel zu gern Bücher geschenkt, als dass ich darauf Rücksicht nehmen würde. Also, tut mir (beinahe) leid, lieber Karli!
Auch ich hatte wieder viel Spaß beim Schreiben und Tippen (und kochen) und freue mich auf das nächste Mal. Ich muss ja sagen, dass ich auch immer ein kleines bisschen stolz bin, wenn Karli von Mal zu Mal kleiner wird! Aber dass ich die geforderten 10 Bücher nicht schaffe, das kann ich euch jetzt schon sagen :D

Was haben eure SuBs so erzählt? Habt ihr sommerliche Bücher im Regal? :)


Liebst, 
eure Julia


13. August 2018

Rezension: "Goddess - Ein Diadem aus Reue und Glut" von Andreas Dutter


Titel: Goddess - Ein Diadem aus Reue und Glut
Autor: Andreas Dutter
Verlag: Impress
Preis: 4,99€
Seiten: 315


Klappentexte müssen ansprechen, damit Bücher gekauft und gelesen werden. Und wenn mich einer ansprach, dann definitiv der zu „Goddess – Ein Diadem aus Reue und Glut“ von Andreas Dutter. Ozeanien, Brautschau, ein Kampf um Leben und Tod – ich meine, hallo?! Ich finde, die Geschichte klingt bombastisch und tatsächlich hat sie viele tolle Seiten! Die Idee, das Konzept und die Protagonisten haben mich absolut überzeugt. Etwas zu chaotisch war mir die Umsetzung an manchen Stellen, so dass ich manchmal ins Stirnrunzeln kam. „Goddess“ ist ein rasanter und spannender erster Teil, in dem einiges zu schnell geht, der aber dennoch gut unterhält!

Laneas Leben verläuft nicht sonderlich erfolgreich, abgesehen davon, dass sie die beste Bogenschützin ihres Vereins ist. Ansonsten nerven ihre Adoptiveltern und sie fühlt sich nirgendwo zugehörig. Doch das ändert sich schlagartig, als eines Tages ein gut aussehender Typ namens Cliff vor der Tür steht und ihr offenbart, dass sie die Tochter der ozeanischen Vulkangöttin ist. Er als ihr Ausbilder soll sie auf die Brautschau für Hiro vorbereiten, den Sohn des Schöpfergottes. Dafür muss Lanea ein magisches Diadem finden, bevor die anderen Göttertöchter ihr zuvorkommen. Lanea lehnt dankend ab, doch da kommt der Haken: Wer das Diadem nicht findet, wird zu Staub zerfallen. Eine tödliche Reise um die ganze Welt beginnt…

Zuerst muss ich das Setting loben, das sich Andreas Dutter ausgesucht hat. Ozeanien ist ein Feld, das mich sehr fasziniert und mir in Büchern bisher noch nicht unterkam. Ich brachte wenig Vorwissen mit, doch die Thematik ist packend und interessant! So gelingt es dem Autor ein bisschen Mystik mit Historie zu vermischen und heraus kommt eine großartige Handlungsidee. Man kennt viele Göttergeschichten (siehe „Percy Jackson“, „Göttlich“ oder „Göttefunke“), doch noch nie habe ich von den ozeanischen Göttern in einem Jugendbuch gelesen und allein das fand ich richtig toll! Wir haben es also mit einer Göttertochter zu tun, die nicht weiß, dass sie eine ist. Nun gut, das ist nicht neu. Der weitere Handlungsverlauf ist aber auch klasse! Brautschau, Action und Kampf auf Leben werden toll vermischt und so entsteht eine unterhaltsame Geschichte. Der Haken an der Sache? Die Umsetzung ist manchmal nicht so glücklich. Vielleicht hatte ich auch einfach nur ein Problem mit Dutters Stil, doch ich finde, dass vieles viel zu schnell geht. Die Kapitel sind relativ kurz, was mir gut gefällt. So liest man noch schnell weiter und plötzlich ist man am Ende. Die Kapitel sind auch spannend, aber es gibt wichtige Handlungsentwicklungen, die in wenigen Sätzen geschehen und plötzlich hat sich alles geändert. So ist es auch mit der Einführung neuer Charaktere. Mir fehlte ein bisschen das Zeitnehmen und die Ruhe, die Geschichten zum Entwickeln brauchen. Der Autor setzt mehr auf Rasanz und Tempo, das allerdings gelingt sehr gut und gefällt sicher auch vielen Lesern. Insgesamt ist der Stil meines Erachtens etwas unausgereift und wenig ausschmückend. Letzteres ist Geschmackssache. Trotz meiner Meckerei kam ich schnell und fließend durchs Buch und ich finde auch, dass das manchmal etwas Ruppige gut zur Protagonistin passt.
Nun bin ich wieder bei positiver Kritik angelangt, denn Lanea finde ich durchaus gelungen. Sie ist eine Kämpfernatur, die in der Schule eher unbeliebt ist. Viel schlimmer noch ist ihre häusliche Situation und man muss wirklich mit ihr mitleiden. Sie hat viele Probleme und keinen Rückhalt in ihrer Familie. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass es wirklich Familien gibt, die ihre Kinder so behandeln. In Lanea hat sich viel Wut angestaut, die erst abgebaut werden kann, als sie erfährt, dass sie eine Vulkangöttin ist. Bis dahin fand ich die Handlung übrigens sehr fließend und toll ausgearbeitet, erst danach wird es etwas chaotisch. Cliff, Laneas Ausbilder, taucht auf. Er ist sein sehr unkonventioneller, geheimnisvoller und auch gewalttätiger Typ und gerade deswegen fand ich ihn sehr gut gewählt. Er passt nicht ins klassische Konzept, weshalb er als männlicher Held einfach ideal ist! Wirklich niedlich ist auch Tucker, der Begleiter von Lanea und seinerseits ein Eichhörnchen. Tucker ist wirklich süß, aber sein Potenzial wurde keinesfalls ausgeschöpft. Er spielt immer nur eine Nebenrolle, taucht mal auf und ist dann wieder weg. Er hat mit einer sehr emotionalen Szene im Buch zu tun und diese hat mich sehr berührt, doch insgesamt hätte ich mir mehr von ihm gewünscht. Die Charaktere im Allgemeinen haben mir aber wirklich gut gefallen. Sie tragen die Geschichte und harmonieren sehr gut. Auch die Nebenfiguren sind gelungen, wie etwa Molly, der Göttersohn Hiro oder Laneas Familie. Etwas kurz kommen auch die anderen Göttertöchter, mit denen Lanea letztendlich kämpfen muss. Dieser Kampf ist total cool konzipiert, denn es handelt sich um eine Art Schnitzeljagd um das Diadem. Aber bei der Schnitzeljagd hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Die Hinweise waren immer sehr schnell entschlüsselt, obwohl sie gar nicht so offensichtlich waren. Ein bisschen mehr Gerate und Gerätsel hätte der Geschichte gut getan. Gerade die letzten Kapitel sind sehr spannend, aber auch hektisch. Das Ende kommt wahnsinnig abrupt und ich hätte den Autor wohl angeschrien, wäre er in der Nähe gewesen. Nun gut, das ging nicht. Aber jeder, der „Goddess“ auch nur ein klitzekleines Bisschen gemocht hat, ist einfach gezwungen, weiter zu lesen – und das wiederum hat der Autor ja wohl absolut richtig gemacht. Ich hätte aber so oder so weitergelesen, denn die Geschichte hat tolle Züge und viel Potenzial. Ich hoffe, dass der Autor im zweiten Teil weiterhin dem ozeanischen Thema treu bleibt, das sehr präsent und gut ausgearbeitet ist. Ein bisschen weniger Hektik und mehr Konsequenz wären allerdings toll, denn so wäre die Geschichte um die rebellischee Halbgöttin Lanea sicher noch besser.

Bei „Goddess – Ein Diadem aus Rache und Glut“ stimmen nicht nur Cover und Klappentext, sondern auch Inhalt und Figuren! Die Protagonisten Lanea und Cliff sind gut gelungen und auch die Nebenfiguren sind toll. Die Handlungsidee ist phantastisch, die Umsetzung hapert an der ein oder anderen Stelle. Hektik und Chaos sind in der Entwicklung der Geschichte keine Ausnahme und so passieren manche wichtige Dinge einfach zu plötzlich. Ich wurde dennoch gut unterhalten und runde meine Wertung auf vier Spitzenschuhe auf. Ich bin gespannt, wie es im ozeanischen Götterkosmos weitergehen wird.




11. August 2018

Mein Monatsrückblick: Juli (...spät, später, Geschichtentänzer...)

Hallo ihr Lieben!


Ja, ich lebe noch. Ich weiß, im Moment ist es hier ein bisschen ruhig, aber was soll ich sagen: "Das Leben kommt dazwischen". Jedenfalls schaffe ich es heute endlich, am 11. (!) des Folgemonats, meinen Monatsrückblick für den Juli zu verfassen. Genial, oder?! :'D Tut mir wirklich leid...Anfang August hatte ich noch mehr Zeit und die habe ich genutzt, um die letzten Rezensionen aus dem Juli nachzuholen und danach: Puff, war jegliche Zeit verschwunden. Denn mein Referendariat hat angefangen und gerade am Anfang steht sehrt viel Orga auf dem Programm, weshalb ich den ganzen Tag im Landesinstitut für Schule sitze und einfach nicht zum Bloggen komme. Des Weiteren schlauchen die langen Tage nach den erholsamen Sommerferien total, weshalb mir einfach auch die Kraft fehlt...aber heute ist Samstag und das bringt mir die nötige Zeit ;) Eigentlich sind all diese Rechtfertigungen ja auch gar nicht nötig, aber der Mensch jammert ja doch ganz gerne und nun war grad meine Phase von "ich-habe-doch-keine-Zeit", was natürlich vollkommen überspitzt ist :D


Kommen wir aber endlich mal zum Rückblick auf den Juli, an den sich die meisten von euch sicher gar nicht mehr erinnern :D Wie ich schon sagte, hatte ich den ganzen Monat frei, was so so großartig war! Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Sommerferien! Lehrer müsste man sein...
Der Juli begann großartig, denn vor unserem Sommerurlaub habe ich die Zeit genutzt und ganz viele Freunde getroffen und Dinge unternommen. Das waren Cocktailabende, Tage am See, Kaffeetrinken in der Stadt oder Grillen mit der Familie. Mit dieser habe ich auch die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg besucht. Es war ein wirklich wundervoller Tag mit meinen Liebsten, an dem ich auch viel über Fledermäuse gelernt habe! Solltet ihr einmal am Kalkberg sein, besucht unbedingt auch die Höhle, es lohnt sich wirklich!

Dann ging es mit meinem Freund, meinem Bruder und seiner Freundin für 12 Tage in die Türkei. Es war ein wirklich schöner Urlaub, der sehr gesellig war! Die meiste Zeit lagen wir am Strand und haben uns erholt, aber wir unternahmen auch Ausflüge und waren abends immer sehr gesellig. Außerdem kann ich die Tänze der Minidisco immer noch, was durchaus für Amüsement gesorgt hat ;) Mitten im Urlaub war ich übrigens zur Euphorie angehalten, denn meine Lieblingsspielerin Angelique Kerber hat Wimbledon gewonnen und ich habe mich enorm gefeiert, dass das ZDF das Finale übertragen hat, so dass ich es sogar in der fernen Türkei sehen konnte :) Das war toll! Und deswegen halten die meisten von euch mich sicher für komisch :D Aber das ist okay.

Als ich wieder heim kam, ging es ähnlich weiter, wie vor dem Urlaub. Freunde und Familie waren Programm. Außerdem fuhr ich nach Hamburg um die letzten German Open in der Hansestadt zu verfolgen, was mir einen sehr schönen und elend heißen Tennistag bescherte. Insgesamt muss ich ja sagen, dass ich ein riesiger Fan vom heißen Wetter bin, aber ein bisschen Schatten wäre schon nett gewesen. Mein Freund und ich sind zum Beispiel ins Museum gegangen, wo es angenehm kühl war. In Bremen ist derzeit die Terrakotta-Armee Ausstellung, die wirklich toll war! 
Oh, und dann gab es natürlich noch ein gesundheitliches Highlight, denn ich hatte endlich meinen Orthopädentermin wegen meines Rückens. Dem geht es inzwischen bedeutend besser und ich bin auf einem guten Weg! Sport, ich kommen :)

Jetzt habe ich wieder sehr weit ausgeholt, aber ihr müsst mit verzeihen. Schließlich habe ich so derzeit gar nichts geschrieben. Eine Sache, der ich mich im Juli auch wieder zuwenden konnte, war mein Großprojekt in Form eines 5000-Teile Puzzles. So langsam nimmt es Formen an und dabei konnte ich sehr gut entspannen. Nebenbei habe ich wieder fleißig Hörbücher gehört und endlich auch eines geschafft. Und das ist ja mal wieder eine elegante Überleitung zu meinen gelesenen Büchern aus dem Juli. Im Urlaub habe ich durchaus ein bisschen was geschafft und auch die freie Zeit hat ihren Beitrag geleistet. Und so bin ich sehr stolz, meine Juli-Zahlen zu präsentieren:



Im Juli habe ich insgesamt 10 Bücher gelesen



Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green [Rezension] (336 Seiten) 5/5

Die Erwachte: Die Geschichte von Sin und Miriam - Sabine Schulter [Rezension] (648 Seiten) 4,5/5

Herz aus Schatten - Laura Kneidl [Rezension] (464 Seiten) 4/5

Der letzte erste Blick - Bianca Iosivoni [Rezension] (464 Seiten) 4/5

Fluch des Tigers - Colleen Houck [Rezension] (688 Seiten) 4,5/5

Morgentau: Die Auserwählte der Jahreszeiten [Rezension] (272 Seiten) 5/5

Zentolia: Glasglanz - Tamara Schmidt [Rezension] (440 Seiten) 5/5

Pompeji - Robert Harris [Rezension] (384 Seiten) 5/5

Es soll Liebe sein - Kate Saunders [Rezension] (416 Seiten) 4/5

Wie Sterne so golden - Marissa Meyer (Hörbuch) [Rezension] (576 Seiten) 4,5/5



Seiten gesamt: 4.688

Hardcover: 0, Taschenbücher: 6, Hörbücher: 1, Ebooks: 3


Ich bin gerade selbst noch ein bisschen geflasht, wenn ich mir meine Bücher so anschaue. Nicht nur die Zahl ist in diesem Jahr absoluter Rekord, auch die Dicke der Bücher ist weitaus höher, als in meinen letzten Monaten. So kommt es auch, dass ich meine Zahlen aus dem Juni zum Juli mehr als verdoppeln konnte. Insgesamt hatte ich im Juni 2.027 Seiten gelesen und nun sind es einfach 4.688. Wuhu! Das werde ich im restlichen Jahr auch nicht mehr erreichen, daher finde ich, ist mein Urlaubsmonat absolut geglückt. Auch die Bewertungen der Bücher sind richtig klasse! Es gab nicht einen einzigen Flop, so dass ich diese Kategorie komplett weglassen kann. Tatsächlich ist meine schwächste Wertung vier Sterne - und das ist ja wohl bombastisch. Ich habe einfach so viele tolle Bücher gelesen...ich kann sie euch alle empfehlen.


Starten möchte ich gern mit "Es soll Liebe sein", denn das Buch hat eine besondere Geschichte. Als ich letzten Monat mein SuB-Interview mit Karli führte, kam leider auch die Frage nach den drei ältesten SuB-Senioren. Diese Frage kommt einmal im Jahr und es war eine Schande, dass ich von 2017 zu 2018 wirklich noch die gleichen Bücher nennen musste. Schande auf mein Haupt, aber sowas von! Das konnte ich so nicht auf mir sitzen lassen und deswegen nahm ich eines der drei Bücher promt nach dem Interview zur Hand. Karli hat mich seitdem mit Glückwünschen überhäuft und ich glaube, er ist wirklich stolz auf mich. Das Buch habe ich vor mehr als fünf Jahren bekommen und seitdem steht es munter im Regal rum. Die Geschichte ist wahrlich nichts weltbewegendes, aber irgendwie auch ganz niedlich. Sie ist wirklich voraussehbar, was schade ist, aber sie hat mich dennoch sehr berührt, weshalb das Lesen sehr schön war. Hätte ich "Es soll Liebe sein" allerdings in einer Leseflautenphase gelesen, wäre es sicher ein bisschen zäher gewesen, daher bekam es auch "nur" vier Sterne.

Ebenfalls mit der 4*-Wertung bedacht habe ich "Herz aus Schatten" von Laura Kneidl. Das Buch wurde auf dem LBM diesen Jahres vorgestellt und ich bekomme beinahe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich bedenke, wann das war :/ Laura Kneidl schreibt wahnsinnig tolle Bücher und hat es verdient zu einer beliebten Verlagsautorin geschafft. "Herz aus Schatten" hat eine richtig tolle Grundidee, die auch gut umgesetzt wurde. Mir fehlte allerdings manchmal ein bisschen die Zielführung. Dennoch war die Mischung der Themen, der innovative Weltentwurf und das Setting sehr toll!

Und wo Laura Kneidl auftaucht, ist derzeit auch Bianca Iosivoni nicht weit. "Der letzte erste Blick" wanderte ebenfalls auf der LBM in meinen Koffer und ich dachte, dass die beiden Bücher für den Urlaub optimal seien. Das waren sie auch. Von Bianca Iosivoni habe ich auch schon ein bisschen was gelesen und auch dieses Buch konnte mich überzeugen und unterhalten. Es ist eine typische New Adult Geschichte, die vor allem mit seinen Nebenfiguren glänzt und daher Lust auf mehr macht.

Mit 4,5 Sternen gehen gleich drei Bücher an den Start. Das ist zum einen mein Hörbuchvertreter aus diesem Monat, der gleichzeitig ein Reread/heard ist. "Wie Sterne so golden" habe ich vor mehr als zwei Jahren gelesen und ich habe dieses Buch geliebt! Für mich war es immer das beste der Luna-Chroniken. Das Hören verlief anfangs ziemlich zäh, denn meine Zeit war knapp bemessen und so kam ich nicht ganz rein. Am Ende löste sich dieses Problem und ich konnte vollkommen in der Geschichte versinken. Die Hörbücher von Silberfisch sind auf jeden Fall toll und ich hoffe, dass ich bald auch den vierten Teil hören kann. An den erinnere ich mich nämlich komischerweise nicht mehr so gut.

Ebenfalls 4,5 Sterne haben die Bücher "Die Erwachte" und "Fluch des Tigers" bekommen. "Die Erwachte" ist tatsächlich ein Reread, denn ich habe das Buch bereits 2015 gelesen. Ihr wisst, dass Sabine Schulter nicht nur eine meiner Lieblingsautorinnen ist, sondern inzwischen auch eine gute Freundin. Deswegen müsst ihr mir die Werbung verzeihen, aber ihre Bücher sind wirklich toll! "Die Erwachte" war ihr Debüt, das nun vor wenigen Wochen bei Dark Diamonds verlegt wurde. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass es ein so dickes Buch ist, aber mit 648 Seiten kann man das durchaus behaupten. An der Geschichte hat sich sogut wie gar nichts geändert. Früher empfand ich das Buch als das schwächste von Sabine, beim zweiten Lesen aber hatte ich viel Spaß mit Miriam und Sin. Derzeit lese ich den zweiten Teil noch einmal und ich kann euch versprechen, dass die Welt der Erwachten wirklich interessant ist!


Das Buch, auf das ich mich im Urlaub am meisten freute, war "Fluch des Tigers". Ich liebe, liebe, liebe diese Reihe und war glücklich, Zeit für das ebenfalls sehr dicke Buch zu haben. Hätte ich es zu Hause gelesen, hätte das wohl Wochen gedauert, so waren es nur wenige Tage, die ich mit Ren, Kishan und Kelsey verbringen durfte. Doch leider blieb das Buch ein klitzekleines Bisschen hinter meinen Erwartungen zurück. Die beiden Vorgänger waren einfach phänomenal und mit dem ganzen Gefühlschaos in Band drei kam ich nicht ganz klar. Aber trotzdem ist das Buch große Klasse. Den Finalteil habe ich noch nicht zu Hause, doch das wird sich auch bald ändern. Und dann heißt es Abschied nehmen von den Tigerprinzen :(

Bleiben noch sagenhafte vier Bücher, die alle mit der Höchstwertung belohnt wurden. Ich beginne mal beim Nesthäkchen des Monats. Denn mit nur 272 Seiten ist "Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten" das schmalste Buch des Monats. Und das, obwohl ich schon Monate hatte, in denen es fast das dickste wäre :D Ich hatte dieses kleine Büchlein noch schnell ins Handgepäck gemogelt, sollte ich zu wenig Lesestoff eingepackt haben. Das war natürlich ein Fall, der nicht eintreten konnte, da ich meinen kindl dabei hatte. Aber den hatte mein Freund in Beschlag genommen und so kam es doch zum Lesen von "Morgentau". Ich hatte keinerlei Erwartungen an die Geschichte und genau deswegen war ich wohl so geplättet. Das Buch war so wunderschön und emotional und überraschend und hach...ich habe am Ende so viel geweint und war trotzdem mehr als zufrieden mit dem Buch, in dem die Logik manchmal etwas abgestellt wird. Dennoch ein kleines Monatshighlight!

Ebenfalls überrascht hat mich das Buch "Pompeji" von Robert Harris. Ich bin ein Fan des Autors, denn er verknüpft Fiktion immer gut mit Geschichte. Für die Antike habe ich sowieso eine Schwäche und Pompeji ist ein faszinierendes Thema. Also griff ich spontan zu diesem Buch. Der Anfang war super schwer, denn die Sprache ist kompliziert, ebenso wie die Umstände. Und trotzdem konnte mich der Autor packen! "Pompeji" ist wahnsinnig faszinierend und das Buch spannend trotz seines berühmten Ausgangs.

Die Überraschung des Monats war "Zentolia - Glasglanz" von Tamara Schmidt. Ich hatte das Buch im Urlaub von digi:tales zugeschickt bekommen, was mich überraschte. Das Cover hatte ich schon ein paar Mal gesehen, doch ich muss sagen, dass es mich alles andere als überzeugte. Aber ich gab der Geschichte ein Chance und die hat sie genutzt. Die Autorin hat eine tolle dystopische Welt erschaffen, in der einfach alles stimmt. Auch die Protagonistin ist wirklich toll und das Buch überzeugte mich vollends. Ich konnte gar nicht anders, als ihm fünf Sterne zu geben und ich hoffe, dass es noch viele Leser finden wird!

Mein Hightlight des Monats ist benennbar. Obwohl ich alle 10 Bücher wirklich toll fand, ist eines einfach nicht zu schlagen und das hat mich selbst gewundert. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war schon lange, lange ungelesen in meinem Regal. Irgendetwas bewog mich dann aber dazu, es endlich zu lesen. Und ich konnte es gar nicht bereuen! Man weiß ja, wie viele Menschen dieses Buch lieben, aber deswegen wusste ich eben auch schon, wie es ausgeht. Und das hat mich ewig vom Lesen abgehalten - zu unrecht. Denn die Geschichte gibt dem Leser so viel: Liebe, Trauer, Freundschaft, Leben. Wenn ihr das Buch auch noch nicht gelesen habt, dann ändert das baldmöglichst! Es ist einfach ergreifend und wunderschön!


Und so komme ich endlich zum Ende. Ich weiß schon, warum meine Monatsrückblicke immer so lange dauern...was hole ich auch immer so weit aus?! Vielleicht sollte ich daran etwas ändern :D Aber gut...muss auch mal sein. 
Was erwartet mich im August (, der ja schon fast auf seiner Hälfte ist)?
Mein Referendariat natürlich. Denn jetzt ist es so weit und nach den zwei Einführungswochen geht es so richtig in meine zwei Schulen. Ich bekomme in diesem Halbjahr drei neue Klassen und ich bin sehr gespannt. Außerdem stehen im August ganz viele Geburtstage an und auch die Tennissaison geht in die nächste Runde. Insgesamt werde ich den August etwas ruhiger angehen, wo es denn möglich ist. Der Stress wird sicher noch kommen ;)


Wie war euer Juli? Was treibt ihr schönes im August? Kennt ihr eines meiner Bücher und lest ihr im Urlaub auch immer viel mehr, als zu Hause?


Liebst, 
eure Julia