22. September 2018

Rezension: "Mr. Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt" von Jennifer Chambliss Bertman


Titel: Mr. Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt
Autor: Jennifer Chambliss Bertman
Verlag: Mixtvision
Preis: 14,90€
Seiten: 368


Durch einen günstigen Zufall bekam ich das wundervolle Buch „Mr. Griswolds Bücherjagd – Das Spiel beginnt“ in die Hand. Meine Erwartungen waren keine riesigen, aber der Klappentext versprach eine Mischung aus Leseliebe und Detektivrätsel und das bedeutete: Ich muss es lesen. Bei dem Debüt von Jennifer Chambliss Bertman handelt es sich um ein Kinderbuch. Beim Lesen bleibt dieser Fakt durch den kindgemäßen Stil immer präsent. Auch die Themen sind sehr kindgerecht, aber es soll ja auch Erwachsene geben, die sich für Bücher, Rätsel und Detektive begeistern können. Ich bin ein solcher. Und deswegen habe ich dieses Buch geliebt! Die Idee ist großartig und innovativ! Die Geschichte ist spannend und einfach nur wunderschön. Es geht um das Rätseln und die Liebe zu Büchern, aber vielmehr geht es auch um Selbstfindung und die Bedeutung von Freundschaft und Familie. Für mich hat „Mr. Griswolds Bücherjagd“ alles, was ein gutes Kinderbuch braucht. Einfach großartig!

Das Beste am Umzug ihrer Familie nach San Francisco ist für Emily die Tatsache, dass ihr großes Idol dort wohnt: Garrison Griswold, Verleger und Gründer der erfolgreichen Internet-Plattform »Mr Griswolds Bücherjagd«, ein Spiel, bei dem Bücher versteckt und durch Lösen von Rätseln gefunden werden können. Am Tag der Ankunft soll ein sensationelles neues Spiel starten, doch schon bald findet Emily heraus, dass Mr Griswold von Unbekannten angegriffen wurde und nun im Koma liegt. Emily und ihr neuer Freund James entdecken ein seltsames Buch, das Griswold gehört und vermutlich der einzige Schlüssel zu seinem neuen Abenteuer ist. Die Kinder wollen das Rätsel unbedingt lösen. Denn irgendjemand hat es nicht nur auf Griswold, sondern auch auf das Buch abgesehen.

Der Klappentext beschreibt die Handlung des Buches sehr gut, die im Nachhinein gar nicht einfach wiederzugeben ist. Eigentlich dreht sich alles um das Spiel „Mr. Griswolds Bücherjagd“. Dabei handelt es sich um eine Art Geocashing mit Büchern, was ich einfach phänomenal finde. Die Idee ist, dass man Bücher auf der Website registrieren kann und diese dann irgendwo in der Öffentlichkeit versteckt. Man stellt ein Rätsel oder einen Code auf der Seite ein, mit dessen Hilfe man das Buch finden kann. Findet jemand das versteckte Buch, bekommt er Punkte. Diese Punkte definieren dein Level auf der Website, mit ihnen kann man sich aber auch buchige Dinge im Shop des Spiels kaufen. Man liest die gefundenen Bücher, tauscht sich über sie auf, versteckt sie vielleicht weiter, versteckt neue und ist immer auf der „Bücherjagd“. Ich meine…wie cool ist denn bitte diese Idee?! Ich war absolut begeistert, als ich das Konzept verstanden hab, das übrigens sehr einfach erklärt und somit auch schnell verstanden wird. Als Kind wäre ich sofort dabei gewesen, aber wahrscheinlich auch als Erwachsene! 
Durch die Idee habe ich das Buch schon mit Begeisterung begonnen und dieses Niveau konnte gehalten werden. Insgesamt geht es eigentlich um Emily, die ein Buch findet, das Mr. Griswold gehört - nämlich „Der Goldkäfer“ von Edgar Alan Poe. Dieses Buch ist der Schlüssel zu seinem neuen Spiel, das durch den Angriff auf den Schöpfer der Buchwebsite, nicht starten kann. Doch Emily macht sich auf die Suche und löst ein Rätsel nach dem anderen. Dabei passieren viele spannende Sachen, denn natürlich ist sie nicht die einzige, die ans Ende des Rätsels gelangen will. Denn am Ende wartet ein Schatz. Nur was für einer?
Emily ist zum Glück nicht allein auf ihrer Suche, doch sie ist allemal ein besonderer Charakter. Emilys Eltern üben Berufe aus, die es ihnen erlauben, überall zu arbeiten. Deswegen hat die Familie das Projekt „50 Staaten – 50 Häuser“ begonnen. Die Familie möchte einmal in jedem Staat Amerikas gelebt haben und führt darüber eine Art Reiseblog. Eine interessante und abwechslungsreiche Idee – aber für eine 12-jährige? Das bedeutet, dass Emily nie lange an einem Ort sein kann, keine richtigen Freundschaften schließt und auf sich selbst gestellt ist. Sie hat einen Bruder, mit dem sie früher viel unternommen hat, doch er ist älter und unternimmt nichts mehr mit Emily. Matthew ist trotzdem ein toller Charakter, der einen tieferen Blick wert ist. Die Eltern von Emily sind lebensfrohe Menschen, die sie ebenfalls liebt. Doch das Problem dieses Projekts ist doch schnell offensichtlich und dem Leser tut Emily sofort leid! Ich fragte mich immer wieder, wie die Eltern nur so handeln und denken können? Die Themen Familie, Zerrissenheit und Einsamkeit werden in diesem Handlungsstrang sehr gut deutlich! Als Kind kann man sich sicher in vielen Szenen wiederfinden, was ich als pädagogisch wertvoll erachte. Zum Glück findet Emily sehr schnell James, ihren Nachbarn. Auch er ist 12 Jahre alt und er liebt Rätsel. Von Mr. Griswolds Bücherjagd hat er noch nichts gehört, doch gemeinsam lösen sie ein Rätsel nach dem anderen. Und dabei erlebt Emily, was Freundschaft wirklich bedeutet. Die beiden müssen auch freundschaftliche Krisen bestehen, doch das macht das Buch absolut authentisch. Mr. Griswold selbst spielt nur eine kleine Rolle und dann gibt es noch weitere Nebenfiguren. Sie alle spielen ihre Rolle gut und tragen ihren Teil zur Entwicklung der Geschichte bei. Insgesamt ist die Geschichte sehr stringent erzählt. Es gibt keine unnötigen Längen. Alles, was erzählt wird, hat mit der Geschichte und dem ein oder anderen thematisierten Problem zu tun. Mir haben die Themen des Buches, die vor allem nur im Hintergrund spielen, wie Freundschaft und Familie, wahnsinnig gut gefallen. Im Vordergrund stehen immer das Rätseln und die Spannung. Die ganze Rätselreise ist ein einziges Abenteuer, auf dem James und Emily auch gewissen Bösewichten gegenüber treten müssen. Spannung ist auf jeden Fall garantiert, wenn ihr zu dieser Bücherjagd greift! 
Der Stil von Bertman ist fließend, bildreich und einfach. Ein Kind kann das Buch ohne Probleme allein lesen. Außerdem sind zu Beginn jedes Kapitels kleine Bilder abgedruckt und das ein oder andere Rätsel ist ebenfalls in voller Länge mit Symbolen und Fragen zu finden. So kann man richtig miträtseln. Es gibt viele wörtliche Rede im Buch, so dass die Geschichte immer fließend ist. Emily ist die Protagonistin und somit wird die Geschichte um sie gebaut. Es handelt sich um einen auktorialen Erzähler, der aber nicht kommentiert. Man kann sich gut in Emily hineinfühlen, denn der Stil baut Empathie auf.
(Ich bin Deutschlehrerin und ich kam beim Lesen des Buches einfach nicht umhin, immer wieder daran zu denken, ob man das Buch nicht im Unterricht behandeln könnte. Es lassen sich so wichtige Themen für Kinder finden, die eine Betrachtung wert sind. Hinzu kommt das spannende Thema. Und ich meine, wie cool wäre es, eine solche Bücherjagd zumindest in einem Schulgebäude mal zu simulieren? Ich bin der Meinung, dass „Mr. Griswolds Bücherjagd – Das Spiel beginnt“ pädagogisch wertvolle Themen mit einer großartigen Geschichte paart. Und deswegen werde ich es eines Tages im Unterricht thematisieren. Ich bin sicher, es wird sich lohnen.)

„Mr. Griswolds Bücherjagd – Das Spiel beginnt“ hat eine starke und interessante Protagonistin, an deren Seite ein toller Freund wacht. Gemeinsam stürzen James und Emily sich in ein Rätselabenteuer voller Bücher und Spannung. Es gibt wunderbare Nebenfiguren und einen tollen Stil. Außerdem glänzt das Buch mit wichtigen und kindgerechten Themen, wie etwa Freundschaft, Familie, seinen Platz im Leben, aber auch das Lesen und das Abenteuer. Mit diesem Buch kann man nichts anderes als Spaß haben und wer weiß, vielleicht verstecken wird auch hier schon bald Bücher und enträtseln Codes. Ich vergebe auf jeden Fall 5 Spitzenschuhe und freue mich auf weitere Buchabenteuer mit Emily und James. Denn es handelt sich zum Glück um eine Reihe…



21. September 2018

Rezension: "Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard


Titel: Gläsernes Schwert
Autor: Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Preis: 21,99€
Seiten: 576

„Die rote Königin“ war ein umwerfendes Buch, das zurecht in aller Munde war. Aber wie das so oft bei tollen ersten Teilen ist, ist der zweite nicht sofort zur Hand. „Gläsernes Schwert“ erschien und wurde von mir zunächst ignoriert. Erst eineinhalb Jahre nach Lesen des ersten Teils griff ich zum Folgeband: und wurde herbe enttäuscht. Zum einen bestätigte sich die Gefahr, die sich bei Reihen oft anbahnt: der zu große zeitliche Abstand zur Geschichte. Zum anderen konnten mich aber weder die Charaktere und ihre Entwicklung, noch die Handlung selbst, von sich überzeugen. „Gläsernes Schwert“ hat gute Momente, war für mich aber eine sehr zähe Lektüre.

In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.

Bevor ich mich an diese Rezension gesetzt habe, klickte ich mich zu derjenigen von „Die rote Königin“ durch. Ich habe das Buch wirklich geliebt und das wird in meiner Rezension auch deutlich. Warum ich dann irgendwann nicht mehr das Bedürfnis hatte, weiterzulesen, weiß ich nicht. Aber nun hatte ich es endlich geschafft, der Klappentext sprach mich wieder an und ich wollte erneut in Mares Welt eintauchen. Das erste Problem? Ich wusste überhaupt nichts mehr. Ja, da war die Sache mit den verschiedenen Farben des Blutes. Und Maven…und Cal. Aber wer war noch Julian? Oder welche Fähigkeit besitzt denn Mares Bruder Shane nochmal? Ich stellte mir die ersten 100 Seiten ziemlich viele Fragen. Und leider hat die Autorin Victoria Aveyard auch nur mäßiges Talent bewiesen, wichtige Informationen wieder in den Anfang des Buches fließen zu lassen. Oft kennt man es ja, dass ein kleiner Umriss der vergangenen Ereignisse am Anfang von mehrteiligen Büchern steht. Das war hier nicht der Fall. Und deswegen fühlte ich mich als Leser ganz schön allein gelassen.
Hinzu kam, dass mir jegliche Identifikation fehlte. Gut, an dem zeitlichen Abstand zur Story bin ich ja selbst schuld. Aber die Figuren hatten nichts mehr von ihrer Stärke aus Band eins. Vor allem Mare hat sich zur unsympathischen, selbstbemitleidenden und selbstgerechten Protagonistin gemausert. Ich konnte sie einfach nicht mehr mögen. Sie handelt naiv und egoistisch. Gegenüber geliebten Menschen verhält sie sich vollkommen irrational. Schon klar, dass der Krieg sie verändert hat und ihr Wandel dadurch wahrscheinlich gar nicht so unauthentisch ist. Aber als tragende Persönlichkeit der Geschichte tut sie dem Buch nicht gut. Zwischendurch sagt und denkt sie zwar ziemlich intelligente Dinge, aber diese Momente waren wirklich zu selten. Cal hingegen mag ich immer noch ganz gern, auch wenn ich ihn nicht durchschauen kann. Über Maven lässt sich durch dieses Buch nicht sehr viel sagen, da er doch eher eine repräsentative Rolle einnimmt. Der Rest von Mares Verbündeten sind noch das beste am Buch: Farley, Shane, Kilorn und weitere Neublüter. Aber das ist wieder etwas, das ich einfach nicht verstanden habe. Was ist denn Ziel des Buches? Bis vor kurzem dachte ich auch, es würde sich um eine Trilogie handeln und ich stöhnte auf, als ich erfuhr, dass der letzte Teil nächsten Monat erscheint. „Gläsernes Schwert“ ist bereits etwas dicker. „Goldener Käfig“ steigert das Ganze noch. Und ich frage mich einfach, wieso? Denn in diesem zweiten Teil passiert zwar einiges, aber das wenigste davon trägt zur Handlung bei - und erst recht nicht zur Spannung. Denn spannend waren nur wenige Szenen im Buch. Vieles hätte man weglassen können. Insgesamt ist der Aufbau nicht ganz gelungen, denn man fragt sich ziemlich lange, wo die Geschichte hin will. Das Setting hat sich vollkommen umgekehrt. Denn „Gläsernes Schwert“ handelt eigentlich nur von Krieg. Große Gefühle sind da natürlich fehl am Platz. Und das ist sehr schade, denn die Autorin hat doch ein solches Fingerspitzengefühl in Band eins bewiesen. Doch das, was Mare mit Cal hat, ist eigentlich keiner Erwähnung wert. Und Maven? Er hat zwei Szenen im Buch, mehr sage ich dazu nicht. 
Wenn ich es so resümiere, fehlte mir an dem Buch doch ziemlich viel: Gefühle, Spannung, Story und eine gute Protagonistin. Die Handlung plätschert langsam vor sich hin und das Ziel bleibt lange unklar. Was allerdings gut ist, ist der Schreibstil. Victoria Aveyard schreibt manchmal sehr philosophisch und intelligent. Was ich aber nicht so mochte, ist, dass jedes Kapitel mit einem schlauen Satz enden möchte. Dennoch ist der Stil gut und flüssig.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die Reihe weiterlesen möchte. Und das ist sehr schade, denn der erste Teil konnte mich begeistern. Nun folgte aber mit „Gläsernes Schwert“ ein unnötig in die Länge gezogener Folgeband, in dem nicht viel passiert und wenn doch, sich die Lage ins Unsympathische kehrt. Ich kam mit Mare nicht zurecht und alle anderen spielen doch eine sehr untergeordnete Rolle. Von Beziehungen und Gefühlen kann man hier kaum sprechen und auch Spannung habe ich oft vermisst. Dennoch hat das Buch auch seine guten Seiten und Szenen. Die waren mir aber deutlich zu wenig und deshalb komme ich auf eine Wertung von 2,5 Spitzenschuhen. Nächsten Monat erscheint Band vier der Reihe. Mal abwarten, ob ich jemals aber zum dritten greifen werde...



9. September 2018

Mein Monatsrückblick: August

Hallo ihr Lieben!



Wow, wir befinden uns sogar noch im ersten Drittel des Monats und schon habe ich es geschafft, meinen Monatsrückblick online zu stellen. Was bin ich wieder stolz auf mich ;) Tatsächlich hat es sich inzwischen bewährt, dass vor dem 7. eines Monats hier niemals ein Rückblick erscheint. Viel zu stressig das Ganze...ich könnte eigentlich grade auch Unterricht vorbereiten, aber da sich meine Lust wahnsinnig in Grenzen hält, habe ich das auf Morgen verlegt und den Blog heute mal auf die Agenda gesetzt :) Und das wurde auch wieder mal Zeit. Denn wenn ich so über den August nachdenke, wird mir sehr schnell bewusst, wie sehr ich das Lesen derzeit vernachlässige. Aber es geht auch nicht anders. 
Wie ihr bereits aus dem letzten Monat wisst, hat mein Referendariat angefangen. Eigentlich ist das erste Halbjahr nicht wirklich schlimm. Wir hospitieren viel und ich unterrichte eigenständig nur 7 Stunden. Meine Klassen sind alle sehr verschieden, aber ich komme mit jeder ganz gut klar. Problematisch und stressig ist es leider dennoch. Und das liegt daran, dass ich zwei Schulen habe. Ich werde von der 5.-13. Klasse ausgebildet und da das Bremer Schulsystem vor allem aus Oberschulen besteht, die nur bis zur 10. Klasse gehen, muss ich noch eine weitere Schule haben, an der man sein Abitur machen kann. Das hat zur Folge, dass die Stundenpläne angepasst werden müssen, ich mich jeden Tag an beiden Schulen befinde und ja...eben auf zwei Hochzeiten tanze. Das ist ziemlich anstrengend und bisher habe ich meinen Rhythmus noch nicht gefunden. Drückt mir die Daumen, dass er bald kommt. Im Moment macht mich dieses ständige Wechseln wirklich fertig (, man muss ja auch den Weg bedenken) und dazu kommen noch die Seminare. Ist es da also verwunderlich, dass ich am Abend nicht mehr lese? Und da ich mit dem Auto pendel, bringen auch keine öffentlichen Nahverkehrsmittel ein bisschen Lesezeit :( Wirklich traurig! Natürlich spiegelt sich das auch in meiner Statistik unten wieder. Aber bevor ich zu den Bücher komme, noch ein paar Highlights aus dem August :)



Anfang des Monats war ich mit meiner einen Schule in Amsterdam - Kollegiumsfahrt. Es war nur ein Tag, aber ich war vorher noch nie in den Niederlanden und fand es wirklich, wirklich schön! Ich werde auf jeden Fall noch einmal mit mehr Zeit in diese Stadt fahren.
Sehr erfolgreich endete im August auch unsere Tennissaison, denn unsere Mannschaft hat es am letzten Spieltag geschafft, die Tabellenführung zu übernehmen und somit sind wir nun Meister! Das war wirklich cool! Hallo, Aufstieg :)
Die meiste Zeit des Augusts habe ich wirklich im LIS (Landesinstitut für Schule) verbracht. Aber immerhin habe ich Leute aus meinem Studium wieder getroffen, mit denen ich super klar komme und die mir jetzt schon im Ref sehr helfen!
Tja...echt traurig, dass ich so wenig aus dem August zu berichten habe :D Also ich war noch zweimal im Kino und sowohl "MI6", als auch "Mamma Mia" waren einfach großartig! Für meine Kino-Rubrik finde ich aber leider länger schon keine Zeit mehr. Dann war ich noch auf der Hochzeit meiner Großcousine und viele meiner Freunde hatten Geburtstag. Ein bisschen gesellig war der August also doch ;)


Jetzt komme ich aber zum bitteren Ernst des Lebens. Die traurige Wahrheit in Zahlen...


Im August habe ich 4 Bücher gelesen....




Wie man die Zeit anhält - Matt Haig [Hörbuch] [Rezension] (384 Seiten) 3/5

Der Wächter: Die Geschichte von Sin und Miriam - Sabine Schulter [Rezension] (626 Seiten) 4/5

Mörderische Cote d'Azur - Christine Cazon [Hörbuch] [Rezension] (336 Seiten) 3/5

Goddess: Ein Diadem aus Reue und Glut - Andreas Dutter [Rezension] (315 Seiten) 4/5


Seiten gesamt: 1661

Hardcover: 0, Taschenbücher: 0, Hörbücher: 2, Ebooks: 2



Oh Gott, ich sollte mich verstecken...Dabei bin ich ja gar nicht allein. Ich sehe immer wieder Monatsrückblicke befreundeter Blogger, die derzeit auch nicht so zum Lesen kommen. Ich fühle mich hier also gut aufgehoben. Tja...vier Bücher...Mein Monatsrückblick wird auf jeden Fall kürzer, als je zuvor :D Umso trauriger, dass der Juli noch der beste Monat seit langem war und ich ganze 4.688 Seiten geschafft hatte.
Tja.
1.661 sind doch auch süß, oder?

Hinzu kommt noch, dass mich nicht mal alle Bücher vom Hocker hauen konnten. Ich habe nicht einmal 5* vergeben, dafür gleich zweimal 3*.
Komme ich also mal zu den mittelguten Büchern. Zufälligerweise sind das die beiden Hörbücher, die ich gelesen habe. Es ist übrigens noch nie vorgekommen, dass ich nicht ein haptisches Buch im Monat gelesen habe. Aber alles Neue bringt der August, oder so ähnlich. Zwei Ebooks und zwei Hörbücher...das ist mal ungewöhnlich. Aber ich kann euch beruhigen: Im September habe ich immerhin schon ein (gedrucktes) Buch gelesen :)


Vor einer Weile habe ich "Mörderische Cote d'Azur" geschenkt bekommen und da ich ja derzeit wieder fleißig puzzle, habe ich es gleich am Anfang des Monats gehört. Die Geschichte war eigentlich sehr cool, vor allem das Setting hat mir gefallen. Das Tempo des Vorlesers war aber zu schnell und manchmal las er unsauber und somit schwer verständlich. Mich konnte das Hörbuch unterhalten, die Handlung war zum Hören aber schwer nachvollziehbar, weshalb keine höhere Wertung in Frage kam.

Diese kam beim zweiten Hörbuch "Wie man die Zeit anhält" durchaus in Frage. Ich hatte mich im Vorhinein schon sehr auf das Hörbuch gefreut, auch weil es von Christoph Maria Herbst gelesen wird. Aber leider war die Geschichte manchmal träge. Insgesamt ist die Story um den nicht alternden Tom Hazard gut durchdacht und schön aufgebaut. Doch mit fehlte manchmal die Zielführung. Matt Haig hat ein schönes Buch geschrieben, von dem ich mir aber ein bisschen mehr erwartet hatte.

Mehr erwartet hatte ich bei meinem Reread des Monats nicht - denn schließlich kannte ich das Buch bereits. Ich habe "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" im August zum zweiten Mal gelesen. Das letzte Mal liegt aber mehr als drei Jahre zurück. Damals mochte ich das Buch sehr gern und das tat ich auch dieses Mal. Ein paar Dinge haben mich aber gestört und das war vor allem die Allgegenwärtigkeit der Liebe zwischen Sin und Miri. Es war ein bisschen zu viel, weshalb ich nur vier Sterne vergeben habe. Dennoch handelt es sich um ein magisches Abenteuer, das vor allem aufgrund der Charaktere Spaß macht.

Mit gar keinen Erwartungen bin ich an das neue Buch von Andreas Dutter nämlich "Goddess - Ein Diadem aus Reue und Glut" gegangen. Ich hatte von dem Autoren bisher nichts gelesen, doch der Klappentext klang überragend. Insgesamt gefiel mir die Idee hinter dem Buch richtig, richtig gut! Und auch die Charaktere waren klasse. Dutters Stil hätte aber etwas flüssiger sein können, denn manchmal springt die Handlung so unkontrolliert und da konnte ich nicht immer folgen. Dennoch handelt es sich bei "Goddess" um eine spannende Geschichte, auf dessen Fortsetzung ich gerne warte.


Tja, und das war's :D Denn mehr Bücher habe ich einfach nicht gelesen. und ehrlich gesagt verspricht der September auch nicht wirklich eine Besserung. Derzeit habe ich ein Buch beendet und beim nächsten fehlen mir noch ca. 200 Seiten. Aber vielleicht hole ich es mit Hörbüchern ja wieder raus :D

Der September wird aber hoffentlich ein schöner Monat. Nächste Woche habe ich Geburtstag und ich höre schon immer Karlis Schluchzen, wenn ich nur daran denke. Denn es werden neue Bücher bei mir einziehen und ich freue mich darauf. Klar, ich habe natürlich genug. Aber neu ist immer toll ;)
Ansonsten dümpel ich weiter in den Schulen rum und bereite ganz viel tollen Unterricht vor. Und zum Glück kommen in drei Wochen auch schon die Herbstferien *.* Dann fahre ich mit meinem Freund nach Dänemark und da schaffe ich bestimmt mindestens zwei Bücher! Wuhu!


Wie war euer August so? Was treibt ihr im September? Hattet ihr auch schon solche Durchhängemonate?


Liebst,
eure Julia

5. September 2018

Rezension: "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" von Sabine Schulter


Titel: Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 626


Sabine Schulter ist ein Name, der auf diesem Blog immer wieder auftaucht. Ich liebe ihre Bücher, ihre kreativen Ideen und ihre Charaktere. Das Familiäre der Bücher ist einfach schön und deswegen kann ich jedes davon empfehlen. Vor kurzem wurde ihre Debütreihe "Die Geschichte von Sin und Miriam" bei Dark Diamonds verlegt. Und als wahrer Fan lese ich die Reihe natürlich noch einmal. Teil eins "Die Erwachte" hat mich wirklich überrascht und mehr überzeugt, als vor 3 Jahren. Nun war "Der Wächter" an der Reihe, der zuvor unter "Das Phyralit" erschienen war. Ich mochte Teil zwei schon nach dem ersten Lesen sehr allerdings gibt es im Buch viele Längen und deutlich zu viel Romantik. Man fragt sich, ob das geht?! Aber obwohl Sin und Miri sich sehr lieben, war es mir zu viel. Das Setting ist toll, die Charaktere liebevoll und die Handlung gut. Allerdings gibt es Längen und das mindert die Spannung zwischendurch.

Miriam, Sin und die übrigen Wächter haben zwar die Suchenden zurückgeschlagen, doch ist immer noch unklar, mit welchen Mitteln diese den magischen Bäumen die Kräfte rauben konnten. Antworten scheint es in Ägypten zu geben, wo die ältesten und weisesten Magiebäume der Welt zu finden sind. Doch das Wüstenland hat mehr zu bieten als den Zauber der Natur. Dort nahm vor Jahrhunderten die Organisation der Wächter ihren Anfang, aber auch die Bedrohung durch die Suchenden. Während Miriam Unglaubliches über ihre Magie erfährt, wird ihre Liebe zu Sin auf die Probe gestellt. Allerdings können sie nur gemeinsam Miriams Aufgaben auf dieser Welt entschlüsseln…

Nachdem ich Band eins im letzten Monat gerereadet habe (darf ich das als Deutschlehrer wirklich so schreiben?!), hatte ich wahnsinnig viel Lust auf Band zwei. Denn „Die Erwachte“ hatte mir beim ersten Lesen gar nicht so sehr gefallen und nach dem zweiten sogar sehr. Das Ende war grandios und die Charaktere wie immer sehr liebevoll ausgeschmückt, sodass ich gern in diese familiäre Atmosphäre zurückkehren wollte. Der Einstieg gelang mir auch sehr gut und das, obwohl Band eins beinahe schon abgeschlossen ist. Denn zwischen „Die Erwachte“ und „Der Wächter“ liegen ganze zwei Jahre. Das ist sehr ungewöhnlich für eine Romantasy-Geschichte, bei der die Fortsetzung oftmals wenige Tage nach dem ersten Band spielt. Hier ist das nicht der Fall und das finde ich wirklich abwechslungsreich und toll. Die Geschichte hat sich Zeit genommen und die Charaktere haben sich entwickelt. Das merkt man auch innerhalb der Handlung. Alle sind noch enger zusammengewachsen und das Leben geht eben weiter. Diese Normalität gefiel mir wirklich gut, doch sie herrscht meines Erachtens ein bisschen zu lange vor. Bis Miriam und ihre Wächter sich nach Ägypten aufmachen (, was die Sache deutlich spannender macht), dauert es ein wenig. Und bis dahin ist die Liebe zwischen Sin und Miri das zentrale Element. Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein großer Fan der Liebesgeschichte und inzwischen mag ich Sin auch sehr gern. Mit Miriam habe ich durchaus noch meine Probleme, denn sie ist auch in Band zwei noch viel zu perfekt. Sie opfert sich selbst für andere auf, ist gerechtigkeitsliebend, freundlich und liebenswürdig – und jeder liebt sie natürlich auch. Das finde ich ein bisschen zu viel. Ihr Gegenpart Sin hat da schon mehr Schwächen, doch seine größte ist wohl Miriam selbst. Die Liebe zwischen beiden wird sehr, sehr oft in den Fokus gerückt. Es ist sehr schön und viele Stellen lassen ein Frauenherz höher schlagen (, ich denke da an eine ganz bestimmte *.*), doch irgendwann wurde es mir zu viel. Ich hätte mir ein bisschen mehr Handlung und weniger Romantik gewünscht. 
Doch Achtung, die bekam ich auch. Denn wenn der Handlungsort nach Ägypten verlagert wird (, lieben Miri und Sin sich zwar immer noch genauso doll), geht es zur Sache. Die Suchenden in Ägypten sind mindestens genauso spannend, wie die Wächter dort. Die Geschichte rund um die magischen Bäume ist wahnsinnig gut gelungen und auch die neuen auftauchenden Charaktere sind klasse. Tomarin und Mirassa sind zwei Charaktere, die diese Geschichte vorantreiben und ihr das gewisse Etwas verleihen. Diesen kleinen Turn mochte ich wirklich sehr, denn natürlich haben die beiden interessante Merkmale. Auch das Figurenkonzept, das man aus Teil eins kennt, ist gut. Thunder, Storm, Fire und Hurrican sind weiterhin dabei und sorgen für ein Heimatgefühl in der Geschichte. Ein weiterer wundervoller Charakter ist Alerand – ein Drache. Er sorgt für noch mehr Magie und ist eine Art großes Haustier, in das ich mich sofort verliebt habe. Viele Nebenfiguren werden ebenfalls neu eingeführt. Die Wächter und Jäger in Ägypten haben mir gut gefallen und sie passen gut ins Gesamtbild. Die Handlung ist durchdacht und logisch. Manchmal hat sie meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gebraucht, doch immer, wenn die Magie wieder in der Vordergrund gerückt ist, macht das Buch unglaublich viel Spaß. Dennoch hätte ich mir hier mehr gewünscht.
Insgesamt ist es eine gute Mischung aus Liebe zum Detail und einer guten Geschichte. Die Romantik ist manchmal etwas übertrieben und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen deutlicher im Fokus, als die Jagd nach den Suchenden, doch auch das gefällt beim Lesen. Trotzdem ist die Atmosphäre eher ruhig und besonnen. Man begleitet tolle Figuren, die man schon eine Weile kennt und diese erleben das ein oder andere Abenteuer. „Der Wächter“ kann man als gelungenen Zwischenteil betrachten. Er steigert die Geschichte aus Band eins und macht Lust auf das große Finale. Und trotzdem bleibt die Spannung eben manchmal etwas zurück – also ein ganz typischer zweiter Band.
Der Schreibstil von Sabine Schulter ist gut und flüssig. Passend zu meiner Kritik ist er natürlich manchmal auch ausschweifend und sehr romantisch, doch es gibt auch dafür natürlich die richtigen Stellen im Buch. Man steigt bei Sabine Schulter immer in einen Zug, verbringt sehr viel Zeit mit tollen Charakteren und dann ist man plötzlich an der Endhaltestelle. Der Stil trägt zur Bildhaftigkeit und Unterhaltung bei und sorgt dafür, dass man sich selbst als Teil eben dieser betrachtet.
Noch ein Wort zum Ende: Ich hatte nicht damit gerechnet und finde es daher umso schöner, dass Sabine Schulter eben dieses gewählt hat. In dieser Trilogie stehen Charaktere mehr im Vordergrund, als in jedem ihrer anderen Bücher. Das ist manchmal etwas zu viel, an dieser Stelle aber absolut perfekt.


Wie man merkt, habe ich durchaus Kritik an „Der Wächter“. Es gibt ein bisschen zu viel Romantik und dadurch auch Längen im Buch. Die Protagonistin ist noch immer zu perfekt, ihre Begleiter aber wahnsinnig toll. Die wunderbaren Charaktere werden in ein neues Setting geschickt, das für Spannung sorgt und außerdem kommen wirklich interessante Nebenfiguren hinzu. Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig und steigert sich erst ab der Mitte. Ich hatte viel Spaß mit diesem Buch und freue mich sehr auf das Finale, das es wirklich in sich haben wird. Einen Stern muss ich abziehen, doch das ergibt noch immer magische vier Spitzenschuhe, mit denen Sin und Miri ins nächste Abenteuer tanzen können.



Rezension [Hörbuch]: "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig


Titel: Wie man die Zeit anhält
Autor: Matt Haig
Sprecher: Christoph Maria Herbst
Verlag: Der Hörverlag
Preis: 20,00€
Seiten: 384
Dauer: 9 h 31 Min.


Matt Haig hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben, nämlich „Ich und die Menschen“. Dieses Buch ist weise, lehrreich und gleichzeitig wahnsinnig lustig. Daher musste ich mir den Namen des Autors einfach merken! Auch sein neues Buch „Wie man die Zeit anhält“ begegnete mir immer öfter. Als ich hörte, dass das Hörbuch von Christoph Maria Herbst gelesen wird, den ich als Hörbuchsprecher wirklich toll finde, brauchte ich es einfach. Also griff ich zur neuen Geschichte, rund um den nicht/langsam alternden Tom Hazard. Die Idee der Geschichte ist toll, denn sie soll Geschichte selbst ein bisschen lebendiger machen. Dieser Punkt gelingt dem Autor mit seinem Buch auch sehr gut. Insgesamt ist das Hörbuch aber doch ziemlich lang und selten zielorientiert. Ich wusste bis kurz vor Ende nicht, worum genau es gehen soll, außer einen Abriss über Geschichte zu formulieren und einen geliebten Menschen wiederzufinden. Aber wahrscheinlich reicht das schon, oder? „Wie man die Zeit anhält“ ist eine Geschichte MIT Geschichte und weisen Lebensbotschaften. Wirkliche Spannung muss man aber vermissen.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

„Wie man die Zeit anhält“ ist ein interessantes und leicht philosophisches Buch. Wie sollte es auch anders sein. Matt Haig hat einen besonderen Stil und die Themen seiner Bücher haben immer etwas mit der Reflexion des menschlichen Lebens zu tun. Auch hier ist das Thema allgegenwärtig. Denn die Frage, die hinter der Geschichte steht, ist natürlich: Wofür lohnt es sich zu leben, wenn man “ewig“ lebt?
Natürlich lebt Tom Hazard nicht ewig, aber eben doch eine ganze Weile. Er wächst als verarmter Adeliger auf und muss feststellen, dass das Leben nicht einfach ist, wenn der Rest deines Umfeldes mitbekommt, dass du auch nach vielen Jahren keinen Tag älter aussiehst. In der Zeit der Hexeverbrennung musste das Schicksal also seinen Lauf nehmen und mit dem Tod seiner Mutter begann ein „Leben auf der Flucht“. Tom musste sich immer wieder neue Identitäten zulegen, immer wieder der Zeit anpassen und andere Orte zum Leben suchen. Er lernte Berühmtheiten kennen und entdeckte die Welt, samt all ihrer Völker. Was nach einem Abenteuertrip klingt, kann zur grausamen Realität werden. Denn so schön der Gedanke auch ist, ewig zu leben, so grauenhaft muss er sein, wenn man dieses Leben alleine leben muss. 
All das sind Gedanken, die hinter der Geschichte von „Wie man die Zeit anhält“ stehen. Und ich finde sie alle überaus interessant. Das Hörbuch muss auf einer reflexiven und mentalen Ebene gehört werden, damit sein Kern wirklich zum Hörer durchdringt. Denn wer es einfach nur hört, um berieselt und unterhalten zu werden, der ist vielleicht danach enttäuscht. Denn so richtig spannend wird es nie. Matt Haig erzählt die Geschichte nicht chronologisch. Generell gibt es zwei Zeitlinien, die der Gegenwart und die der Vergangenheit. Allerdings wird auch in der Vergangenheit nicht chronologisch erzählt, was mich manchmal etwas störte. Man lernt Tom in der Gegenwart kennen und nach und nach offenbart er sich dem Leser. Man hört, wie er aufgewachsen ist, wie er nach London kam, wie er seine große Liebe kennenlernte und wie diese endete. Danach wird dem Hörer erzählt, wie Tom sich durchschlagen musste und zur Gesellschaft der Albas kam. (Die Albas sind die „Albatros-Gesellschaft“, Tom ist also keinesfalls der Einzige, der sehr langsam altert.) Die Albas sind insgesamt sehr ominös und meines Erachtens wurde ihr Potenzial auch nie ganz erschlossen. Das Ende fand ich in dieser Hinsicht deutlich zu abrupt. Doch insgesamt gefiel mir das Ende nicht gut. Dazu aber gleich. Zurück zur Zeitlinie. Alles in allem ist der Aufbau durchaus gelungen, indem zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt wird. Wenn aber innerhalb der Vergangenheit Sprünge auftauchen, verwirrt das ein wenig. 
Das Leben, das Tom führt und führte, war zu jedem Zeitpunkt spannend und interessant. Er lernte Leute wie Shakespeare oder Hemingway kennen und befand sich an bedeutend historischen Orten, die es heute gar nicht mehr gibt. Doch nur weil sein Leben aus historischer Perspektive spannend ist, heißt das nicht, dass es die Geschichte auch ist. Insgesamt ist die Atmosphäre des Buches eher ruhig und gemäßigt. Es gibt schlimmer Dinge, die geschehen, aber Tom ist vielmehr auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Leben ist zwar eine Achterbahnfahrt, aber erwartet dementsprechend nicht zu viel Action. In der Gegenwart wird, wie in der Vergangenheit auch, eine Liebesgeschichte eröffnet. Und es ist sehr schön, wie Haig die Liebe als zentrales Element des Lebens in den Fokus stellt. Irgendwann begreift das auch Tom und diese Entwicklung ist sehr gelungen. Ebenfalls gelungen ist das Lebendigmachen der Geschichte. Der Protagonist erzählt lebhaft und ausführlich und man denkt wirklich, es gäbe diesen Tom Hazard. Er ist auch eine sehr sympathische und relativ normale Figur. Ich mag „normale“ Protagonisten und Tom ist so einer. Er ist ein eher stiller und künstlerischer Geselle und schlägt sich so durchs Leben. Sein Humor ist relativ trocken und das harmoniert mit der Stimme von Christoph Maria Herbst sehr gut. Ich hatte allerdings ein paar lustige Stellen mehr erwartet. Zwei-, dreimal musste ich beim Hören durchaus auflachen, doch in seiner Gesamtheit blieb der Humor etwas hinter meinen Erwartungen zurück, ebenso wie die Handlung. Der Sprecher macht seinen Job dennoch sehr gut. Herbst hat eine angenehme Stimme und liest in einem guten Tempo, so dass man leicht zuhören kann. Er betont das Gelesene gut, hätte aber bei der Stimmvariation ein bisschen kreativer sein können. Dennoch gefiel mir der Sprecher wirklich gut, da er schön zur Geschichte passt.
Die restlichen Figuren in „Wie man die Zeit anhält“ sind ebenfalls authentisch und interessant. Ich mochte Camille und ich mochte auch Rose. Dass Toms Tochter so ganz anders ist, als in ihrer eigenen Kindheit, fand ich wirklich toll! Ihr Auftauchen am Ende störte mich aber. Das zu begründen, würde bedeuten zu spoilern, doch insgesamt ist das Ende zu abrupt, zu schnell, zu merkwürdig. Außerdem bleibt vieles offen. Doch vielleicht ist das auch ganz gut so.

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Es gibt viele tolle Punkte an diesem Hörbuch. Das sind unter anderem der Sprecher und sein Tempo, das Durchleben von Geschichte, die interessante Idee und die Art und Weise von Matt Haig, über das Leben zu erzählen. Andererseits nimmt sich das Buch unglaublich viel Zeit und plätschert des Öfteren nur vor sich hin. Es fehlt das stringente Ziel und dadurch wird es zäh und lang. Dennoch habe ich das Hörbuch gern gehört und auch das Cover gefällt mir hervorragend. Es handelt sich nicht um das beste Buch von Matt Haig, doch auch in „Wie man die Zeit anhält“ kann man viel über das Leben und seine Weisheiten lernen. Und vielleicht motiviert es ja auch den ein oder anderen, Geschichte als spannend zu betrachten. Wer weiß…?! Ich vergebe 3,5 Spitzenschuhe für das Leben und die Liebe.



2. September 2018

Rezension [Hörbuch]: "Mörderische Cote d'Azur" von Christine Cazon



Titel: Mörderische Cote d'Azur
Autor: Christine Cazon
Sprecher: Christian Berkel
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 24,99€
Seiten: 336
Dauer: 7h 6m


Ich höre sehr gern Hörbücher, wenn ich puzzle. Das weiß meine Familie, weshalb ich das Hörbuch „Mörderische Cote d’Azur“ aus dem Randomhouse Verlag geschenkt bekommen habe. Das Cover ist hübsch, der Klappentext ansprechend und das Thema der Filmfestspiele sehr verlockend. Also freute ich mich auf eine unterhaltsame Geschichte. Insgesamt lässt sich das Hörbuch wirklich gut hören und geht sehr schnell rum. Allerdings ist die Geschichte nicht immer übersichtlich, ebenso wenig wie die vielen verschiedenen Charaktere mit all den komplizierten französischen Namen. Insgesamt hat mich „Mörderische Cote d’Azur“ gut unterhalten, doch vieles hätte besser sein können. Unter anderem auch das Tempo des Sprechers Christian Berkel.

Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmter Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d’Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption.

Ich beginne beim Positiven und das Erste fällt schon beim Lesen des Klappentextes auf: das Setting. Die Autorin Christine Cazon hat sich einen tollen Ort für den ersten Fall ihres Kommissars Duval ausgesucht. Cannes und das Filmfest bieten eine tolle Atmosphäre und gleichzeitig eine Menge Nervenkitzel, der natürlich hervorragend zu einem Krimi passt. Der Ort des Mordes und die Prominenz machen das Buch sofort spannend. Außerdem ist Kommissar Duval ein interessanter Charakter. Ich mochte den ruppigen Kommissar gern, auch wenn er manchmal zutiefst undurchsichtig maskulin handelt. Die kleinen Exkurse in Duvals Privatleben haben mir allerdings nicht so gut gefallen. Immer wieder witzig war aber die französische Lebensart dieses Mannes, die durchsickerte. Duval und all seine Kollegen gehen gern und ausgiebig essen, trinken viel Wein und genießen die französische Küche. Tatsächlich empfand ich des Punkt des Essens als zu stark im Fokus, was ein bisschen merkwürdig war. Denn vielmehr sollte doch der Mord genau dort stehen. Das tut er in diesem Hörbuch nicht immer. Manchmal hat man das Gefühl, der Fall kommt nicht voran, oder die Verdächtigen gehen aus. Insgesamt ist der Mordfall durchaus spannend. Dennoch fehlte mir manchmal ein Ansatzpunkt, aber das soll wohl so sein. All die Geschichten, die mit dem Mordopfer zu tun haben, waren sehr gut gewählt und kommen erst nach und nach ans Tageslicht. Die Auflösung war schlüssig und gelungen, auch wenn man als Hörer nicht unbedingt darauf kommen kann. Das ist aber auch aufgrund der vielen französischen Namen der Fall. Das Buch ist sehr authentisch und versteht mich nicht falsch, die französischen Namen gehören dazu und machen das Buch glaubhaft. Aber es gibt so viele Personen, die eingeführt werden, dass man selbst schnell den Überblick verliert. Duvals Kollegen, seine Freunde, die Vorgesetzten, die Zeugen, die Verdächtigen…ich habe irgendwann wirklich nicht mehr gewusst, wer wer ist, dabei habe ich das Hörbuch in einem sehr kurzen Zeitraum gehört. Das fand ich etwas schade und ich bin sicher, dass es ein Kritikpunkt ist, der nur am Hörbuch gemacht werden kann. Liest man die Namen, kann man sie sich besser merken und weiß auch, wer wohin gehört.
Etwas gewundert habe ich mich am Anfang über den Sprecher. Christian Berkel liest in einem wirklich schnellen Tempo und verschluckt vor allem zu Beginn Silben. Er bringt die ruppige Art von Duval hervorragend auf den Punkt und stellt auch den französischen Lebensstil gekonnt dar. Doch manchmal liest er viel zu schnell und auch zu undeutlich. Die Betonung ist größtenteils gut und gleichzeitig gelingen ihm die weiblichen Charaktere nicht so gut. Der Sprecher hätte besser sein können, doch insgesamt ist die Stimme wirklich angenehm und passt zum Protagonisten. Der ist, wie ich schon sagte, gelungen. Die Nebenfiguren mochte ich auch, allerdings kommen sie in der gekürzten Hörbuchfassung etwas zu kurz. Das Figurenkonzept der Polizisten funktioniert dennoch gut. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Spannung in der Handlung gewünscht, doch insgesamt betrachtet, geht das Hörbuch schnell und sanft um. Ich habe es gern gehört und mir gefiel die Auflösung. Ich habe sogar gegoogelt, wie viele Fälle Duval inzwischen hat. Denn gerade das Privatleben, das eben doch einen größeren Teil im Buch einnimmt, bleibt natürlich sehr offen. Vielleicht greife ich also eines Tages doch noch zum nächsten Fall des Kommissars.


„Mörderische Cote d’Azur“ ist ein solides und unterhaltsames Hörbuch, das seinen Zweck vollkommen erfüllt. Ich habe es gern gehört und konnte der Geschichte folgen. Das wird allerdings durch die Vielzahl der Charaktere mit komplizierten Namen erschwert und so kann man durchaus den Überblick verlieren. Auch ist der Sprecher nicht ganz überzeugend, da das Tempo etwas zu schnell ist. Der Fall selbst profitiert von seinem tollen Setting und ist durchaus spannend, wenn auch manchmal etwas langatmig. Ich vergebe 3 von 5 Spitzenschuhen, da das Hörbuch einige Schwächen und dennoch viel Gutes an sich hat.



20. August 2018

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #28

Hallo ihr Lieben!


Obwohl mein Blogzeitmanagement derzeit wirklich schlecht ist, könnte ich es mir niemals verzeihen, wenn ich meinen lieben Karli vergessen würde! Und deswegen ist mir nur allzu bewusst, dass wir heute wieder den 20. schreiben. Ob ich den Post heute Abend noch fertig bekomme, weiß ich nun wirklich nicht. Aber ich hoffe, dass selbst im Falle eines Scheiterns, mein Engagement von meinem lieben SuB anerkannt und gewürdigt wird. Bestimmt, oder Karli? Du weißt zu schätzen, dass ich mich so um dich kümmere, nicht wahr? Und damit ihr nicht denkt, dass ich euch hier nur etwas vorlüge, hole ich ihn mal schnell dazu!



Die Aktion wird übrigens wie immer von der lieben Anna von annasbuecherstapel.de begleitet, der ich auch nach mehr als zwei Jahren sehr dankbar dafür bin! Schaut bei ihr vorbei und vielleicht kommuniziert ihr bald auch schon auf ganz neue Weise mit eurem SuB :)




1. Karli, wie groß bist du aktuell?


Ein herzliches Hallo von mir! :) Noch haben wir den 20. und noch sind wir auch pünktlich. Ich habe die leise Hoffnung, dass Julia noch ein Weilchen hier am Schreibtisch sitzen bleibt und das Interview zu Ende tippt. Ich würde das ja für sie übernehmen, wenn sie unverschämterweise doch abhauen will, aber ohne Hände und die dazugehörigen Finger geht das wirklich schlecht...
Bevor ich mich wie immer auf die Fragen beziehe, muss ich hier nochmal was loswerden, sogar zwei Dinge. Julia hat ja nun ihr Referendariat angefangen und steht ganz schön unter Stress, deswegen habe ich momentan auch Mitgefühl mit ihr. Kein Mitleid, aber immerhin Gefühl. Jedenfalls haben Lehrer ja immer Kürzel und ich habe mich herzlich amüsiert, als ich erfahren habe, dass Julias neues Kürzel "Sub" ist :'D Zumindest an der einen Schule, an der anderen ist es das klassische "Sch", aber hallo?! Mehr Identifizierung mit mir geht ja wohl nicht ;)
Und mein zweites Highlight, das ich noch schnell mit euch teilen muss, ist weltbewegend! Die letzte Frage des Juli-Interviews war ja der Rückblick auf die SuB-Senioren. Und mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass es sich noch immer um die gleichen drei Bücher gehandelt hat, wie schon 2017 - und das war peinlich! Aber es hat etwas gebracht! Denn offenbar hat Julia sich so sehr geschämt, dass sie ihr Versprechen eingelöst hat und eines der Bücher nun gelesen hat! Damit wurde ein SuB-Senior erlöst und "Es soll Liebe sein" zählt nach mehr als fünf Jahren nicht mehr zu mir ;) Danke dafür, liebe Julia :P
So, aber jetzt mal zur Frage hier. Im letzten Monat war ich sehr zufrieden und nur noch 138 Bücher groß. Natürlich hatte ich als ambitionierter SuB gehofft, dass Julia das weiter toppen und richtig hart an meinem Abbau arbeiten wird. Als "richtig hart arbeiten" würde ich das Ergebnis auf jeden Fall nicht bezeichnen, aber wir sind immer noch erfolgreich. Denn mein aktueller Stand sind 135 Bücher - immerhin. Wenn wir so weiter machen, habe ich in 20 Jahren meine Wunschgröße erreicht...;)



2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.



Es ist ja schon Tradition, dass meine Pflege immer gut läuft, wenn ich wenig Zuwachs bekomme. Und tatsächlich schafft meine freundliche Besitzerin es in den letzten Monaten sehr gut, wenige Bücher anzuschaffen. Wie im letzten Monat auch kann ich euch nämlich nur zwei Neuzugänge präsentieren - schlicht aus dem Grund, dass es nicht mehr gab. Mit diesen beiden bin ich aber sehr zufrieden.

  

Wie ihr sehen könnt, handelt es sich um Hörbücher, von denen Julia auch eines bereits hört und ungefähr auf der Hälfte ist. Die Hörbuchanschaffungen haben noch immer den Grund, dass Julia an ihrem 5000-Teile Puzzle sitzt und dabei eben sehr gerne netten Menschen beim Lesen zuhört. Ich höre allerdings auch für mein Leben gern Hörbücher. "Wie man die Zeit anhält" wird von Christoph Maria Herbst gelesen, den Julia sowieso sehr mag. Matt Haig, der Autor, ist wahnsinnig talentiert und deswegen gefiel ihr die Kombi so gut. Allerdings darf ich schon verraten, dass sie derzeit sowohl Buch, als auch Autor ein bisschen enttäuschen.
Beim zweiten Hörbuch handelt es sich um "Gray", eine coole und lustige Detektivgeschichte von Leonie Swann. Hier ist der Vorleser Bjarne Mädel und auch die Erwartungen an dieses Hörbuch sind nicht gerade gering. Das Hörbuch wird direkt nach dem erstgenannten gehört und ehrlich gesagt, freue ich mich da schon ein bisschen drauf :)
Mit beiden Schätzen bin ich sehr zufrieden und beide werden mich in absehbarer Zeit verlassen - was will ich also mehr?!



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?


Als letztes hat mich einer meiner Neuzugänge aus dem letzten Monat verlassen. Dabei handelt es sich um "Der Wächter - Die Geschichte von Sin und Miriam" von Sabine Schulter. Wer unsere Beiträge aufmerksam verfolgt, weiß, dass Julia diese Reihe mit ihrer Neuauflage rereadet. Als "SuB-Leiche" kann man "Der Wächter" also wahrlich nicht bezeichnen. Eine Rezension gibt es natürlich noch nicht und ehrlich gesagt, muss diese sich auch hinten anstellen. Denn ein anderes Hörbuch wartet auch noch auf seine. Insgesamt ist "Der Wächter" ein schönes und sehr romantisches Buch, das Julia an der ein oder anderen Stelle aber viel zu langatmig war. Ausführlicheres werdet ihr hier dann in so ca. zwei Jahren lesen können, wenn Julia die Rezension mal geschrieben hat...



4. Lieber Karli, der Sommer hat seinen Zenit bereits überschritten und dennoch möchten wir ihn noch etwas festhalten, deswegen - zeig uns doch mal ein oder zwei Bücher, die in deinen Augen leichte Sommerlektüre für deine Besitzerin wären.


Puh, die Frage finde ich schwer. Tatsächlich muss ich zugeben, dass Julia und ich keine großen "Sommer-Lektüre"-Fans sind. Ich habe keine Bücher bei mir, die "SOMMER" schreien, oder wo man das allein am Cover erkennen kann.
Aber ich habe mal zwei herausgesucht, von denen ich das im weiteren Sinne schon passend zur Jahreszeit finden würde. Zum einen ist das "Eleonor & Park" von Rainbow Rowell einfach nur weil ich finde, dass es zuckersüß klingt. Und zum anderen wäre das "Geheimzutat Liebe" von Poppy J. Anderson. Beide Autorinnen mag Julia sehr gern und beide Bücher klingen nach Büchern für "zwischendurch", die auch aufgrund ihrer Thematik hervorragend in den Sommer passen.
Aber ehrlich gesagt, finde ich, dass wir eher so die Herbsttypen sind ;)
  



Ach Mensch, das war es schon wieder :( Heute ging es aber wirklich schnell. Und Julia ist nicht weggelaufen...beziehungsweise, doch. Inzwischen stehen wir beide mit dem Laptop in der Küche und neben uns brutzelt es in der Pfanne. Aber irgendwie spricht es doch auch für sie, dass sie mich mitgenommen hat *.* Offenbar wollte sie es mir wirklich nicht antun, nicht mehr heute online zu gehen ;) Also...in letzter Zeit gibt die Julia sich wirklich Mühe mit mir. Genauso will ich das sehen! Hab ich doch auch verdient, oder?! ;)
Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal, denn ich rede einfach so wahnsinnig gern! Und dennoch wird der 20. September gar nicht schön, denn bis dahin hatte Julia Geburtstag und das heißt, dass mindestens 10 Bücher bei mir einziehen werden :'( Rette sich, wer kann! Aber bis dahin habe ich noch drei Wochen. Also Julia, straffer Plan: Lies bis zum 20.9 mal bitte 10 Bücher, damit ich den Platz auch hergeben kann ;)

Wie sieht es bei euch aus, ihr lieben SuBs? Haben eure Besitzerinnen inzwischen auch ähnliche Namen wie ihr? :D Oder fürchtet ihr euch auch immer so vor deren Geburtstagen?


Alles Liebe,
euer Karli


Was hört mein holdes Herz da? Karli ist mit mir zufrieden? Oh, schöner kann der Abend wirklich nicht werden! In letzter Zeit ist unsere Beziehung aber auch wirklich gut! Er ist viel verständnisvoller geworden. Allerdings glaube ich auch, dass das daran liegt, dass ich alles in seinem Sinne mache! :P Ansonsten wird er gern mal böse ;) Aber so passt es viel besser und dann sind wir beide glücklich. Meinen Geburtstag kann ich allerdings nicht verhindern und ich bekomme viel zu gern Bücher geschenkt, als dass ich darauf Rücksicht nehmen würde. Also, tut mir (beinahe) leid, lieber Karli!
Auch ich hatte wieder viel Spaß beim Schreiben und Tippen (und kochen) und freue mich auf das nächste Mal. Ich muss ja sagen, dass ich auch immer ein kleines bisschen stolz bin, wenn Karli von Mal zu Mal kleiner wird! Aber dass ich die geforderten 10 Bücher nicht schaffe, das kann ich euch jetzt schon sagen :D

Was haben eure SuBs so erzählt? Habt ihr sommerliche Bücher im Regal? :)


Liebst, 
eure Julia