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12. November 2018

Mein Monatsrückblick: Oktober

Hallo ihr Lieben!


Mal wieder bin ich spät dran, sogar noch ein paar Tage später als sonst. Aber hey...wie mein Motto der letzten Monate: Besser spät als nie ;)
Hier kommt nun also auch mein Rückblick auf den zurückliegenden Oktober. Der Monat war der absolute Hammer! Jedenfalls der größte Teil davon. Das lag an verschiedenen, aber zusammenhängenden Dingen. Und natürlich erzähle ich gern davon, bevor ich zum buchigen Rückblick komme.

Ende September sind mein Freund und ich nach Dänemark in unseren wohlverdienten Urlaub gefahren. Wir hatten ein Ferienhaus und sind so ganz wunderbar in den schönen und sonnigen Oktober gestartet. Der Urlaub war zauberhaft, der Strand wunderschön und ausreichend Zeit zum Lesen nach den Saunagängen gab es auch. Was hätte diese schöne Woche also noch toppen können? Tatsächlich ist meinem Freund etwas eingefallen. Denn...bei einem langen Strandspaziergang hat er mir tatsächlich einen absolut unerwarteten und einfach perfekten Heiratsantrag gemacht! Ich bin verlobt, Freunde! <3 Ich könnte stundenlang von diesem Tag berichten und auch jetzt, etwa einen Monat später, breitet sich immer ein strahlendes Lächeln auf meinem Gesicht aus, wenn ich auf meinen wunderschönen Ring sehe! *.* Der Antrag war so schön und ich werde nie vergessen, wie mein - Achtung - Verlobter auf die Knie gegangen ist...
Es war auf jeden Fall ein absolut perfekter Tag! Natürlich beginne ich nun so langsam mit den Vorbereitungen. Doch tatsächlich wird die Hochzeit erst im Mai 2020 stattfinden, ich habe also noch massig Zeit ;)

Nach diesem Ereignis und dem unvergesslichen Urlaub war es gar nicht so einfach, wieder nach Hause zu kommen. Tatsächlich war ich gar nicht so lange dort, denn es ging ja schon wieder nach Frankfurt. Genau, die Buchmesse wartete bereits! Wer diesen Blog aufmerksam liest, weiß, dass noch kein Messebericht online gegangen ist. Ich könnte ja jetzt lügen und sagen, dass ich ihn ganz bald hochlade. Aber im Ernst...ich glaube nicht mehr daran, dass ich noch einen schreibe. Das tut mir natürlich auch total leid, weil es viele Dinge gibt, von denen ich berichten könnte. Aber tatsächlich fehlt mit im Moment die Zeit und Lust, den Bericht zu tippen. Und manches auf der Messe hat mich auch wirklich enttäuscht. Ich war ziemlich fertig und bin derzeit am Überlegen, ob ich nächstes Jahr überhaupt wieder nach Frankfurt fahre. Mein Highlight war auf jeden Fall mein Treffen mit meiner lieben Sabine Schulter, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Gerade ist ihr neues Buch "Pro und Contra - Mein Licht in deiner Dunkelheit" herausgekommen und ich kann es euch nur empfehlen...aber gut, die Rezension steht auch noch auf der To Do Liste.

Tja, und diese Listen verfolgen mich ein wenig. Denn nach den Herbstferien begann der knallharte Schulalltag wieder. Mein Referendariat setzt mich wirklich unter Druck und ich ziehe meinen Hut vor allen, die diese Hölle bereits durchgemacht haben. Manchmal fühle ich mich so, als wenn ich nur noch an meinem Schreibtisch oder in der Schule leben würde...meine Schüler sind toll und selbst die Älteren wachsen mir so langsam ans Herz. Aber meine Anspannung lässt nicht nach. Im Oktober hatte ich auch meinen ersten Unterrichtsbesuch. Und obwohl der gut lief, graut mir vor den kommenden 14...Also mein Fazit: Die Schule und vor allem die Vorbereitung der Stunden macht mich fertig.

Aber es gab auch weitere schöne Erlebnisse im Oktober. Mein Bruder ist zum Beispiel beim Halbmarathon in Bremen am Start gewesen und zusammen mit meinem Freund und seiner Freundin haben wir an der Strecke gestanden und ihn angefeuert. Das war wirklich cool! Außerdem gab es Cocktail- und Uno-Spieleabende, was mit der Familie immer besonders viel Spaß macht. 
Des Weiteren haben wir mit verschiedenen Freunden unsere Verlobung gefeiert und wir haben mit der groben Planung begonnen.
Ein Highlight aus dem Oktober war definitiv ein Besuch in Bochum, gemeinsam mit meiner Oma und meinem Bruder. Zum 80. Geburtstag haben wir ihr nämlich einen Bochum-Trip mit Ticktes für das Musical Starlight Express geschenkt. Ich habe das Musical vor drei Jahren schon einmal gesehen und fand es großartig. Und auch zu dritt war der Besuch wundervoll! Ich bin für die Zeit mit meiner Familie wirklich sehr dankbar, denn mehr kann man sich doch gar nicht wünschen, oder?!

Tja, und das war's schon. Deswegen kann ich nun zum buchigen Teil überleiten. Durch die Herbstferien und den Urlaub habe ich wieder viel mehr gelesen, als noch in den Monaten zuvor. Allerdings ist dieser Trend im November schon wieder vorbei...Dennoch war ich im Oktober erfolgreich!

Insgesamt habe ich 9 Bücher gelesen:




Liv & Leif - Dennis Schwank und Katja Hemkentokrax [Rezension] (300 Seiten) 4/5

Lieber Daddy Long Legs - Jean Webster [Rezension] (258 Seiten) 4,5/5

Promise: Die Herzenskämpferin  - Maja Shepherd [Rezension] (288 Seiten) 4/5

Rebellin der tausend Sterne - Rhoda Belleza [Rezension] (416 Seiten) 4/5

Der Bund der Rothaarigen - Arthur Conan Doyle [Rezension] (180 Seiten) 5/5

Die Schwestern von Mitford Manor: Unter Verdacht - Jessica Fellows [Hörbuch] [Rezension] (496 Seiten) 3,5/5

Goddess - Ein Dolch aus Wut und Donner - Andreas Dutter [Rezension] (306 Seiten) 2/5

Solo: A Star Wars Story - Joe Schreiber [Hörbuch] [Rezension] (220 Seiten) 4,5/5

Always and forever, Lara Jean - Jenny Han [Rezension] (336 Seiten) 4/5


Seiten gesamt: 2800

Hardcover: 2, Taschenbücher: 2, Hörbücher: 2, Ebooks: 3


Auf die Anzahl der neun Bücher bin ich tatsächlich relativ stolz. Zwei meiner gelesenen Bücher aus dem Dänemark-Urlaub musste ich noch zum September zählen, in dem ich somit sieben Bücher las. Daher finde ich neun wirklich gut :) Und auch die Bücher waren fast alle richtig gut! Zwar habe ich nur einmal 5* vergeben, aber mir haben viele Bücher gefallen. 

Überzeugt hat mich beispielsweise der Abschluss der Sci-Fi-Dilogie aus der Feder von Rhoda Belleza rund um die junge Rhee auf dem Thron der Galaxie. "Rebellin der tausend Sterne" war zwar ein bisschen schwächer als sein Vorgänger, doch er konnte mich zu Tränen rühren, was schon einiges heißt! Außerdem handelt es sich um eine sehr unorthodoxe, sich aber treu bleibende Reihe, die einen guten Abschluss gefunden hat.

Eine gute Bewertung hat auch ein weiterer Reihenabschluss bekommen. "Always and forever, Lara Jean" war ein absolutes Must have. Ich habe lange auf das Buch und den Abschluss von Lara Jeans und Peters Geschichte gewartet. Und obwohl die Geschichte ihre Süße und das Verspielte nicht verloren hat, war ich ein bisschen enttäuscht. Vielleicht ging es euch ja auch so? Sagt unbedingt Bescheid, denn ich habe wirklich noch Redebedarf ;)

Wenn ich schon bei den Reihenabschlüssen bin, kann ich auch gleich bei ihnen bleiben. Denn tatsächlich scheint der Oktober der Monat der Reihenabschlüsse gewesen zu sein. Zwei weitere Bücher kann ich nämlich in dieser Kategorie nennen. Zunächst wäre da "Promise - Die Herzenskämpferin" von Maya Shepherd. Die Autorin ist derzeit eher durch ihre "Grimm-Chroniken" in aller Munde, doch auch diese frühe Reihe ist einen Blick wert. Es gab vieles, das mich an den beiden vorherigen Teilen der "Promise-Reihe" gestört hat. Obwohl ich auch den finalen Abschlussband nicht vollkommen kritikfrei betrachten kann, ist er dennoch das beste und spannendste Buch der Reihe rund um Nea und ihre Freunde. Eine gelungene, wenn auch leicht vorhersehbare Dystopie!

Mein vierter Reihenabschluss ist leider auch mein Flop des Monats. Diese Wahl ist wirklich unausweichlich gewesen. "Goddess - Ein Diadem aus Reue und Glut" hat mir wirklich gefallen. Doch der zweite und damit abschließende Band rund um die Halbgöttin Lanea, aus der Feder von Andreas Dutter, konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Die Geschichte hat Logikfehler und der Stil ist wirklich nicht gut. Deswegen ist "Goddess - Ein Dolch aus Wut und Donner" mit nur 2* mein Flop des Monats. 

Von den Reihenabschlüssen geht es nun zu den begonnenen Reihen. Und der erste Vertreter ist hier "Liv und Leif - Die Wurzeln des Schicksals". Dass es sich um einen Mehrteiler handelt, war mir beim Lesen nicht klar. Aber obwohl das Buch etwas merkwürdig ist, konnte es mich besonders am Ende überzeugen, weshalb ich mich sehr auf einen zweiten Teil freue. Die Geschichte ist wirklich interessant, vor allem, wenn man die nordische Mythologie mag. Hallo Loki, Thor und Co.!

Ein weiterer Reihenbeginn ist gleichzeitig ein Hörbuch, weshalb ich beide Vertreter dieser Kategorie nun abhandle. "Die Schwestern von Mitford Manner - Unter Verdacht" ist ein Hörbuch mit Höhen und Tiefen. Es soll eine siebenteilige Reihe werden, bei der ich noch nicht weiß, ob ich sie  weiter verfolge. Die Geschichte ist langatmig, hat aber seinen Charme. Ich habe das Hörbuch gern gehört, aber vor allem das zweite Drittel ist anstrengend. Insgesamt hat man es mit einer Mischung aus Kriminalgeschichte und historischem Roman zu tun. Interessant, aber nicht immer aufregend.

Das zweite Hörbuch war auf jeden Fall überzeugender. "Solo - A Star Wars Story" hat mich schon im Kino absolut überzeugt. Und deswegen ist es kein Wunder, dass mir auch das Hörbuch sehr gut gefallen hat! Leider bekommt man nur wenige Zusatzinformationen. Trotzdem sind die Einblicke in die Figuren wirklich toll. Und Thomas Nero Wolff als Sprecher funktioniert mehr als gut! Er hat einfach eine Wahnsinnsstimme!

Nun bleiben noch beide Bücher der Rubrik "Klassiker", unter ihnen auch die 5* Wertung. Hierbei handelt es sich - wie sollte es auch anders sein - um eine Kurzgeschichtensammlung über Sherlock Holmes. Ich liebe Arthur Conan Doyles Geschichten und deswegen konnte ich "Der Bund der Rothaarigen und andere Geschichten" gar nicht anders bewerten! Ich kann euch diese sechs Geschichten nur empfehlen, vor allem wenn ihr Sherlock genauso verfallen seid, wie ich!

Und dann ist da zu guter Letzt noch "Lieber Daddy Long Legs", was ich zunächst gar nicht als Klassiker identifizierte. Aber der einseitige Briefroman hat etwas sehr Romantisches und gleichzeitig Feministisches, so dass er mich für sich gewinnen konnte! Die Briefe von Judy sind wirklich toll und die Art zu erzählen ist gekonnt. Jeder, der immer ein bisschen Angst vor Klassikern hat, wäre hier auf jeden Fall richtig!




So und das war es auch schon. Ein solider und gelungener Buchmonat, gepaart mit einem herausragenden privaten Monat, ergibt meinen Oktober! :) Eins weiß ich ganz sicher, diesen Monat werde ich so schnell nicht vergessen *.*

Und im November?
Stehen weitere Unterrichtsbesuche an. Durchatmen. Außerdem kommen die nächsten Absprachen mit dem Thema Hochzeit auf mich zu. Und dann ist da der Alltag. Seminare, Unterricht, Tennis, Tanzen, Träumen... ;) Nichts Besonderes, aber mal abwarten, was ich dann im nächsten Rückblick zu berichten habe.


Wie war euer Oktober? Was habt ihr gelesen? Wart ihr auch im Urlaub oder auf der Buchmesse?


Liebst,
eure Julia

2. Oktober 2018

Rezension [Hörbuch]: "Chrisopher Robin" - Hörbuch zum Live-Action Film



Titel: Christopher Robin
Sprecher: Shenja Lacher
Verlag: der H,örverlag
Preis: 8,99€
Dauer: 4h 13min

In meiner Kindheit gab es viele Disney-Helden: Aladdin, Belle, Pocahontas, Esmeralda oder Meg und Herkules. Doch mit einem hatte ich eigentlich nie etwas zu tun und das war Winnie Puuh. Ich kannte Teile einer TV Serie um den Bären und ich sammelte viele bunte Sticker von ihm und seinen Freunden, aber das war’s. Als ich den Trailer zum Kinofilm „Christopher Robin“ sah, schauten meine Freundin und ich uns im Kino direkt an und beschlossen: „Den müssen wir sehen!“ Die Kinoverabredung stand schon und dann…lief der Film nicht mehr zur verabredeten Uhrzeit. Ein Desaster, wollte ich doch diesen kleinen knuddeligen Bären und seine Freunde durch London begleiten. Aber ich fand Abhilfe! Dank Randomhouse Audio stieß ich auf das Hörspiel/Hörbuch zum Film und freute mich riesig, als es bei mir eintrudelte. Auf den vier CDs warten wundervolle Stunden für Jung und Alt, voller Abenteuer, Freundschaft und so unschuldiger, herzzerreißender Liebe! Wie oft hätte ich den kleinen Puuh knuddeln können, einfach nur weil seine Aussagen so liebevoll und niedlich sind? Ich kann es nicht zählen. Aber ich kann dieses Hörbuch empfehlen, auch wenn ich glaube, dass der Film noch besser sein könnte – doch das kann ich nicht beurteilen.

Christopher Robin ist erwachsen, hat sein eigenes Leben, einen Job und eine Familie. Leider ist mit seinem Älterwerden auch seine besondere Gabe der Vorstellungskraft verloren gegangen. Während er ein recht eintöniges Dasein fristet, wollen die Fantasiefiguren seiner Kindheit es sich jedoch nicht bieten lassen, vergessen zu werden. Also treten Winnie Puuh, Ferkel, I-Ah, Känga und Co. einmal mehr auf den Plan, um ihrem alten Freund zu helfen, im Hundert-Morgen-Wald die Schönheit des Lebens neu zu entdecken.

Wenn ich richtig vermute, erzählt das Hörbuch im Grunde lediglich den Film nach. Natürlich dauert das um einiges länger, als besagten Film zu schauen. Und sicher ist es auch durchaus spannend, Hörbuch und Film zu kennen. Auf jeden Fall werde ich mir „Christopher Robin“ noch ansehen. Aber auch das Hörbuch allein, bereitet dem Hörer wahnsinnig viel Freude! Ich kann schon vorweg nehmen, dass ich es meinen Kindern später unbedingt vorspielen will! Die Botschaft ist einfach wunderbar und die Geschichte absolut kindgerecht!
Dabei ist der Einstieg beinahe dröge. Die erste CD ist „Eingewöhnungszeit“, die mir persönlich etwas zu lange dauerte. Das Hörbuch startet zum Zeitpunkt, als Christopher sich von seinen Freunden und dem Hundertmorgenwald verabschieden muss. Es ist eine traurige Angelegenheit und danach wird es nur noch trauriger. Christophers Jugend wird angerissen und plötzlich hat man sein erwachsenes Dasein vor Augen – trostlos und monoton. Es ist nicht mehr viel vom fantasieliebenden Christopher übrig, der stundenlang mit seinen Freunden spielen konnte. Doch es würde sich nicht um eine fantastische Kindergeschichte handeln, wenn der Held nicht eben das erkennen und ändern würde. Und ach, das muss er bei diesen lieben Figuren auch! 
Christopher lebt sein Leben und merkt langsam, dass die Arbeit ihm viel zu wichtig geworden ist. Ja, es liegen schwere Zeiten hinter ihm, doch sollte seine Familie nicht an erster Stelle stehen? Wie das Schicksal so will, beginnt er, sich zu erinnern. Und damit kommt Winnie Puuh auf den Plan. Er erwacht im Hundertmorgenwald, doch alle seine Freunde sind verschwunden. Es gibt nur einen, der in solchen Situationen immer helfen konnte: Christopher Robin. Der gelbe Bär im roten T-Shirt steht plötzlich bei Christopher vor der Tür und ab da wird es einfach nur herrlich. Denn der Held der Geschichte ist nicht etwas sein Namensgeber, sondern ganz eindeutig Puuh! Er ist so lieb, so unschuldig, immer freundlich und ehrlich! Seine Aussagen ließen meinen Mund zu einem herzerwärmenden „Oooh“ verziehen, denn „durch Nichtstun erreicht man das bestmögliche Irgendwas“ machte plötzlich so viel Sinn! Die Reise, die das Hörbuch nimmt, ist lustig und unterhaltsam. Die Geschichte schafft es einfach, den Hörer an das Wichtige im Leben zu erinnern. An Liebe, Familie, Freundschaft und Spaß! An Zusammenhalt, kindliche Unschuld und Freiheit! Das Buch behandelt genau die richtigen Themen, für den stressigen Alltag! Ich habe es unglaublich gern gehört, denn immer wenn Winnie Puuh in einer Szene auftauchte, wurde es so wunderbar lustig und lieb. Er ist der Star der Geschichte, denn sein Charakter ist absolut rein und unverdorben. Wie gut konnte ich ihn mir mit einem roten Ballon vorstellen, der ihn absolut glücklich macht! Aber auch seine Freunde sind natürlich mit von der Partie! I-Ah war einer meiner Lieblinge und ich bin froh, dass er noch eine etwas größere Rolle hat, als die anderen Tiere. Tiger, Ferkel, Känga und Co. sind aber ebenfalls großartig und drücken der Handlung ihre Note auf. Christopher Robin ist der typische Mensch von damals und heute: gestresst, arbeitswütig, prioritätensetzend und vernachlässigend. Seine Figur führt einem Erwachsenen vor Augen, wie weit es mit der Gesellschaft kommen kann, ohne dass man merkt, dass man mitten drin steckt. Ich fand die Botschaft dieses Charakters und natürlich seines Wandels ganz wundervoll! Jeder von uns sollte einmal mit einem Häffalump kämpfen, um dem Alltag zu entkommen!
Denn genau das tut Christopher Robin und sorgt so unter anderem für Spannung. Der zweite Teil der Geschichte gefiel mir sehr viel besser als der erste, denn dort gibt es mehr Action. Diese Actionphase fällt beinahe schon zu kurz aus, doch unterhaltsam ist sie allemal.Hier spielen auch Chrisophers Frau, seine Tochter und sein Arbeitgeber große Rollen. Alle Charaktere sind ideal gestaltete für die Geschichte und fügen sich sehr gut ein. 
Ich konnte mir die Geschichte die ganze Zeit toll als Film vorstellen! Allerdings bekommt man durch das Hörbuch natürlich noch einmal einen ganz anderen Einblick in das Innenleben der Charaktere, das ich nicht missen möchte. Besonders nicht das von Puuh. Der Stil ist bildreich und sehr gut. Der Sprecher Shenja Lacher liest sehr gut und angemessen. Er verleiht den Charakteren Leben und eigene persönliche Noten. Kurz: Er liest fantastisch.


Insgesamt führt das Hörbuch „Christopher Robin“ die wichtigen Werte des Lebens optimal vor! Familie, Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe gehen vor – und natürlich Spaß im Leben. Puuh und seine Freunde haben Christopher Robin gezeigt, wie man sein Leben leben sollte und dabei noch das ein oder andere Abenteuer erlebt. Daran lässt er uns durch die wunderbare Stimme von Shenja Lacher teilhaben. Mich hat dieses Hörbuch wahrlich verzaubert und ich bin sehr gespannt auf den Film! Jedem, der nach diesem liebevollen Abenteuer den kleinen gelben Bären mit dem zu kurzen roten T-Shirt nicht vergöttert, spreche ich jegliche Empathie ab. Diesem Hörbuch allerdings spreche ich 4,5 Spitzenschuhe zu. Ich werde mich bestimmt noch öfter in den Hundertmorgenwald begeben, schon allein, um mit Puuh und seinen Freunden Spaß zu haben!




15. Juli 2018

Rezension: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green



Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Verlag: dtv
Preis: 9,95€
Seiten: 336

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist wohl eines der berühmtesten Jugendbücher der letzten 10 Jahre. Ich habe mich immer gewehrt, es zu lesen oder den Film anzuschauen ( - das typische Argument: „Ich muss doch vorher das Buch lesen“). Und tatsächlich stand das Buch schon lange in meinem Regal. Aber ich wusste, wie es ausgeht, denn an den ganzen begeisterten Menschen kommt man eben nicht ohne Gespräch vorbei. Und ich wusste, dass ich weinen müsste. Und wann hat man bitte Lust auf ein Buch, bei dem das Weinen garantiert ist?! Also dauerte es ewig, bis dieses besondere Buch von mir gelesen wurde. Und ich bereue zutiefst, so lange gewartet zu haben. Denn es ist ein Meisterwerk an Emotionen im absolut positiven Sinne. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist ein trauriges, aber so wunderschönes und dadurch lesenswertes Buch!

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Was hier beginnt, ist eine der ergreifendsten und schönsten Liebesgeschichten der Literatur.

Ganz bewusst habe ich mich für den kurzen Klappentext des Taschenbuchs entschieden, denn mehr als das (und das Ende) wusste ich vor dem Lesen auch nicht über das Buch. Und daher war ich relativ unvoreingenommen. Es ist durchaus schwer, ein Buch zu genießen, wenn man weiß, was am Ende passiert. Und trotzdem war ich von der ersten Seite an Feuer und Flamme. Denn Hazel Grace ist ein Mädchen, das den Leser sofort für sich einnimmt. Ich hatte das Buch auf einer langen Autofahrt dabei und dachte, ich lese mal rein. Und schwups, waren die ersten 50 Seiten gelesen. Das Buch beginnt so unmittelbar und trotzdem herzlich, dass man die Geschichte gar nicht mehr verlassen kann. Die besondere Thematik der Krankheit macht das Buch zu jeder Zeit ernst, aber diese Ernsthaftigkeit ist keine Negativität. Denn John Green greift das Thema in einem ungewöhnlichen Rahmen auf. Die Erzählerin ist eine Betroffene, lebt nur dank eines Medikaments überhaupt noch und weiß auch, dass ihr Leben jeden Tag vorbei sein könnte. Dieses Wissen lässt Hazel so ganz anders werden, als andere Jugendliche. Und dennoch ist sie ganz normal! Denn natürlich will sie nur eines: leben. Und das Leben wie jeder andere mit all seinen Höhen und Tiefen genießen. Doch erst, als Gus in ihrem Leben auftaucht, versteht sie wirklich, was es heißt, zu leben. Gus ist ein Charakter, den ich zutiefst bewundert habe. Gibt es solche Menschen? So positiv und herzlich? So humorvoll und stark. Gus ist perfekt. An Hazels Stelle hätte ich mich ebenfalls sofort in ihn verliebt. Er schafft es, in ihr eine vollkommen neue Seite zum Leben zu erwecken und diese mit ihr zu genießen. Beiden eröffnet sich eine nie gekannte Welt durch ihre gemeinsame Liebe. Und diese zu beobachten ist einfach wundervoll. Doch natürlich kann man den Krebs nie ausblenden. Er ist allgegenwärtig in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und das auch zurecht. Aber da Hazel Krebs-Bücher furchtbar findet, muss man zurecht sagen, dass es sich hierbei nicht um ein Krebs-Buch handelt. Es handelt sich um eine Geschichte, die das Leben schreibt. Die schlimme Seite des Lebens. Doch so ist das Leben und das Schicksal: unfair. 
Es ist einfach großartig, wie John Green es schafft, dem Leser vorzuführen, wofür es sich zu leben lohnt. Wie Jugendliche, die eigentlich keinerlei Hoffnung mehr haben, das Leben zu nehmen wissen – und das Beste draus machen. Wie gewöhnlich erscheinen unsere Probleme bei der Betrachtung von Hazels Leben? Man lernt aus diesem Buch. Und trotz der Thematik genießt man es – denn es ist so schön! Es hat eine wundervolle Liebesgeschichte, mit der man mitfiebert. Die Flirts zwischen Augustus und Hazel sind bezaubernd und brachten mich immer wieder zum Lächeln. Primär geht es immer um diese beiden und beinahe schon als Nebenhandlung wird  Hazels Herzenswunsch eingebunden: den Autor ihres Lieblingsbuches zu treffen. Ich finde wirklich, dass es eine Nebenhandlung ist, die aber sehr wichtig fürs Buch wird. Insgesamt muss man sagen, dass es zu keiner Zeit langweilig wird. Es gibt eine Spannbreite von himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn natürlich ist der Tod ein genauso großes Thema, denn er steht natürlich am Ende der erschreckenden Krankheit. Aber neben dem Sterben ist das Leben das wichtige Thema des Buches. Und das tun Gus und Hazel mit allem, was dazu gehört: Freundschaft, Familie und Liebe. 
Ich konnte nicht aufhören dieses Buch zu lesen, denn es macht so viel Spaß. Außerdem hat „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ mich zutiefst berührt. Aber nicht in dem Sinne, dass ich nach dem Lesen wahnsinnig traurig war. Natürlich war ich das, aber ich habe auch geseufzt, weil es so schön war. John Green hat eine sehr intelligente Art zu schreiben. Ich habe ihm jede Zeile abgenommen, die er aus der Sicht von Hazel verfasst hat. Für mich war er Hazel, er war das krebskranke Mädchen, das die Hoffnung beinahe schon aufgegeben hatte und nur ihren Eltern zu Liebe weitermachte. Der Stil, das Thema, die Charaktere, sie alle sind so authentisch! Die Figuren sind sehr detailreich und liebevoll gestaltet. Man fühlte sich sofort wie ein Teil der Handlung, man fühlte sich wohl und so, als wäre man mit ihnen allen befreundet! Und das, obwohl es auch Figuren gibt, die gar nicht das sind, was man erwartet hat. Aber auch das gehört zum Buch. Der Stil ist wahnsinnig klug und lehrreich. Zwischendurch glänzt der Autor mit Aussagen, die einfach nur weise sind. Des Weiteren ist der Stil fließend, bildreich und emotional. Ich könnte noch ewig so weiterschreiben. Aber wo soll das hinführen...


Denn festhalten muss ich auf jeden Fall, dass mich lange kein Buch so sehr beeindruckt hat, wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Denn alles in diesem Buch ist so wahr! John Green nimmt sich gar nicht die Allwissenheit einer solchen Krankheit heraus, aber er erzählt eine unglaublich authentische Geschichte, die ich ihm zu jeder Zeit abgenommen habe. Hazel und Gus sind so liebenswerte Charaktere, dass man nicht anders kann, als mit ihnen zu lachen und zu weinen. Das Buch behandelt sehr ernste Themen und durchläuft die gesamte emotionale Bandbreite. Wer bei diesem Buch nicht berührt wird, dem kann man wohl nur schwer helfen. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist zurecht so populär und ich kann jedem nur empfehlen, diese emotionale Reise mitzumachen und dieses Buch zu lesen. Es lohnt sich und deshalb vergebe ich natürlich volle fünf Spitzenschuhe.



18. September 2017

[Die Kleinen Freuden des Lebens]: Buchüberraschung "Snow"

Hallo ihr Lieben!


Nach Urlaub und Geburtstagsstress melde ich mich zurück. Wie einige von euch sicher mitbekommen haben, bin ich letzte Woche 25 geworden und das zieht ja doch so einige Feiereien nach sich. Die sind auch noch immer nicht abgeschlossen, aber das meiste habe ich bereits geschafft ;) Außerdem habe ich einen sehr schönen Geburtstag gehabt.
Kurz zuvor war ich noch in Paris, weshalb ich mich auch nicht wirklich aktiv hier beteiligt habe. Aber meine Woche in der französischen Hauptstadt war sehr schön und ein Reisebericht wird folgen - wenn ich die Zeit zum Abtippen habe.
Soviel zu meinen letzten zwei Wochen. Nun aber genug der Erklärungen. Heute melde mich zurück, um noch eine kleine Freude mit euch zu teilen, die sicher auch einige von euch erreicht hat. 



Morgen erscheint ein kleiner Hingucker aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Vor kurzem erhielt ich vom Verlag ein schönes Überraschungspaket, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte. Dieses enthielt das neue Buch von Danielle Paige, nämlich "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis". Thienemann hat sich so viel Mühe mit diesem kleinen Päckchen gegeben, dass meine eigene Freude riesig groß war. Neben dem wunderschön aufgemachten Buch befand sich noch ein kleiner Taschenspiegel und die passenden Süßigkeiten im Paket. Außerdem war es zauberhaft eingepackt.
Ich freue mich immer sehr, wenn Verlage sich solche Mühe geben und daher griff ich auch sofort zu dieser magischen Geschichte.
Morgen, zur Veröffentlichung, folgt meine Rezension, in der ihr gerne nachlesen könnt, was ich von diesem Buch halte. Soviel sei gesagt: Es wird magisch, aber es geht auch auf und ab.



Hier noch einmal der Klappentext zur Einstimmung:


„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“ 


Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht … 


Vielen Dank an den Thienemann - Esslinger Verlag für dieses bezaubernde Paket!

Was sagt ihr? Habt ihr auch so schöne Post von Thienemann bekommen? Oder freut ihr euch auf die Geschichte von Snow?

Eure Julia

30. März 2017

Die planloseste und coolste Messe Überhaupt - Meine LBM, unsere Planlosigkeit und warum man auch als Messe-Toursit Spaß haben kann!

Hallo ihr Lieben :)


Jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, befindet sich die Leipziger Buchmesse gerade in ihren letzten Zügen (, da seht ihr mal, wie lange ich für einen solchen Bericht brauche :D). Einige von euch haben fleißig Eindrücke gesammelt. Andere hatten leider nicht das Glück, nach Leipzig fahren zu können und lesen nun, was es denn zu sehen gab. Ich reihe mich nun also in die Messeberichte ein :)

Ich selbst bin auch nur ein Messe-Tourist, wenn man das so sagen kann. Denn insgesamt war ich lediglich um die 9 Stunden auf der Messe, aber glaubt mir, ich habe jede Minute aufgesaugt. Für mich war es wirklich die bisher beste Messe, was auch nicht allzu viel aussagt, da es meine dritte war. Aber in diesem Jahr hat einfach alles gepasst - abgesehen davon, dass das Wort des Tages wohl "planlos" war :D

Meine Reisebegleitung war die allerliebste Elif von The Written Word, die mir das Leben seit Jahren versüßt. Unsere Freundschaft ist nicht durchs Bloggen entstanden, sondern eher durch unseren Gruppentisch in der 6. Klasse. Somit sind wir seit über 10 Jahren im "Real-Life" befreundet und nur durch sie kam ich überhaupt zum Bloggen.
Besondern gut war unsere Vorbereitung allerdings nicht. Man könnte sagen: Wir hatten zwei Presseausweise und ein Auto. Was braucht man mehr?! :D Genau, nichts! Daher, auf nach Leipzig. Ich war sogar so gut, dass ich mein Notizbuch mit den wenigen Messeplänen drin zu Hause vergessen habe. Ich bin einfach ein Vollpfosten. Kann man nichts dran machen. Aber wir geben auch unumwunden zu, dass unsere Pläne eh eher rar waren. Aber das machte gar nichts. Denn das Wenige war überragend.
Zuallererst holte ich die liebe Elif um 5 Uhr morgens ab und dann ging es von Bremen nach Leipzig. Wir sind ja hart im Nehmen, eine Strecke von 3,5 Stunden kann uns also nicht abhalten. Die Fahrt verging wie im Flug, auch dank der Verpflegung, die Elifs Mama beigesteuert hat. Ich hatte erst einen Tag zuvor meine Fäden gezogen bekommen (Weisheitszahn-OP) und Elifs Mama hat extra weiche Sachen gemacht, damit die kleine Julia auch was essen kann. Hach...das sind Traummütter ;)

Nachdem Elif und ich dann einmal um das gesamte Messeglänge herumgefahren sind, um den Presseparkplatz zu finden, ging es ins Pressezentrum, Pläne abgeholt und los. Bereits um 9.15 Uhr waren die Cosplayer zahlreich unterwegs. Wir musste erstmal den Weg ins Congresszentrum finden, aber das ging dann auch irgendwann.

Unser erster Termin war nämlich das Bloggertreffen von Carlsen & Thienemann-Esslinger. Es war schon echt strange. Diese Atmosphäre, wenn Virtualität auf Realität trifft. Man kennt jeden und gleichzeitig niemanden. Gut, dass wir uns hatten, denn anfangs waren wir doch ein wenig planlos. (Ich sagte ja bereits, dass es sich hierbei um das Wort des Tages handelt). Scheue Blicke nach rechts und links ("Ist das nicht der..."), Menschen, die sich in die Arme fallen und wir mittendrin. Aber hey..den ein oder anderen haben wir dann doch erkannt. Unter anderem Sandy, Jule und Sandra. Es war schön euch zu sehen! Unter Buchmenschen herrscht einfach eine tolle Herzlichkeit, wenn man es geschafft hat, sich zu erkennen :) 


Das Bloggertreffen war der absolute Wahnsinn. Für mich war es das erste überhaupt und ich habe mich mega gefreut, überhaupt dabei zu sein! Die Verlage hatten vier wunderbare Autoren im Gepäck, die ihre neuen Bücher vorstellten. Außerdem saß noch eine fünfte Autorin - Nica Stevens - im Publikum. Es gab kurze Interviews mit den Autoren zu ihren Büchern. Jeder einzelne hat sich so sympathisch vorgestellt, dass alle Bücher im Gedächtnis hängen bleiben mussten. Ich finde es immer super interessant, wenn man den Autor hinter einem Buch kennt. Man betrachtet das Buch plötzlich völlig anders und manchmal will man es erst durch das Kennen des Autoren lesen. So ging es mir zumindest auch. Die vorgestellten Bücher waren "Water & Air" von Laura Kneidl, "Spiegel des Bösen" von Björn Springorum, "Chosen - Die Bestimmte" von Rena Fischer und "Nova& Avon - Mein böser, böser Zwilling" von Tanja Voosen. In der Pause konnten wir zu den Autoren gehen, ihre Bücher signieren lassen, kurz plaudern und tolle Cupcakes, passend zu den Büchern, essen. Es war einfach toll! Nach der Pause ging es dann weiter mit der Vorstellung des Herbstproggramms. Aber pssst....so viel darf ich leider nicht verraten. Nagut, viele von euch waren ja auch da, daher ist es vielleicht kein allzugroßes Geheimnis mehr. Aber sowohl Carlsen als auch Thienemann- Esslinger haben tolle und farbenfrohe Sachen für uns im Gepäck. Ich freue mich jedenfalls schon sehr!
Nach dem Bloggertreffen ging es für uns erstmal in die Hallen. Da trafen wir uns dann mit Katharina, die Elif auch noch eine Weile begleitete. Außerdem waren wir im Auftrag der Lehre unterwegs. Oh ja, man glaubt es kaum. Aber da Elif und ich beide in Kürze Lehrerinnen sein werden, muss man ja informiert sein. Nun ja..es ging eigentlich mehr um Literatur für Masterarbeiten, aber es war durchaus interessant, mal mit Schulbuchverlagen zu reden. Sie sind relativ kritikresistent, so wie ich das mitbekommen habe...
Dann musste ich mich von Elif verabschieden, in der Hoffnung, dass wir uns eines Tages wiedersehen würden. Denn sie hatte meinen Autoschlüssel...wäre sonst schlecht gewesen für mich. In Leipzig kenn ich mich abgesehen von Halle 2 nämlich nicht so aus ;)

Es ging für mich zum Lovelybooks-Treffen, bei dem ich auch die vorhin erwähnte Bande wieder traf. Diesmal war aber auch die liebe Kücki dabei. Ich habe mich so gefreut, sie zu treffen, denn sie ist noch viel cooler, als gedacht! Danke, dass ich mich beim LB-Treffen an dich hängen konnte ;)
Das LB-Treffen war ganz interessant. Im Vordergrund stehen ja leider doch die Goodiebags. Wir brauchen uns doch nichts vormachen - wir sind alle scharf auf diese Beutel! Ich hatte Glück mit meinem Bag. Das neue Buch von Poppy J. Anderson fand den Weg zu mir und dann ertauschte ich mir noch "Getürkt". Ich bin sehr gespannt, wann ich diesen Krimi lesen werde ;)

Auf dem Treffen wurde Anne Freytag zu ihrem neuen Buch "Den Mund voll ungesagter Dinge" befragt. Ich hatte schon viel über das Buch gehört und war daher wenig objektiv. Zumindest weiß ich, dass ich es nicht lesen will. Anne Freytag ist eine interessante Person, aber nicht so ganz mein Fall. Das Buch sieht zwar toll aus, aber die Geschichte reizt mich nicht. Sicher habt ihr auch schon was von der Kritik mitbekommen. Ansonsten gab es noch ein Quiz und das LB-Team hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben! Ich habe mich gefreut, dabei gewesen zu sein und hoffe, dass ich noch öfter die Gelegenheit haben werde :)

Danach..oh, ja...danach...ging es auf die Suche. Denn das LB-Treffen war viel schneller vorbei, als gedacht. Ich war erst in 1,5 Stunden mit Elif verabredet. Hach...was macht man als kleiner Mensch also allein auf der Buchmesse?! Ersteinmal bin ich zu meinem letzten Termin des Tages gegangen, den ich somit früher wahrnehmen konnte. Und das war das Treffen mit meiner allerliebsten Autorin Sabine Schulter! Hach, ich kenne Sabine jetzt schon eine ganze Weile und arbeite mit ihr zusammen. Ich freue mich wirklich sehr für sie, dass sie inzwischen bei Dark Diamonds etwas veröffentlicht hat und auch auf dem Glitzerabend lesen durfte. Ich hoffe sehr, dass sie weiter so tolle Bücher schreibt und sie ganz viel gelesen werden! :)
Jedenfalls überraschte ich sie von hinten und ich muss sagen, dass ich selten so dolle gedrückt wurde, in meinem Leben. Sabine ist ein so herzlicher und lieber Mensch. Es war toll sie zu sehen! Inzwischen ist sie viel mehr Freundin, als Autorin und das ist einfach toll! Außerdem finde ich es so neidlich, wie ihr Mann sie zu den Messen begleitet und immer fleißig Bilder knipst. Gut, dass Sabine dich hat Tobi! ;)


Gemeinsam mit ihrer Autorenkollegin Sylvia Steele hat Sabine eine kleine Fotochallenge gestartet. Tja, ich habe die Challenge gemeistert ;) Ich habe beide gefunden und Fotos mit ihnen gemacht. Dafür bekam ich dann auch ein tolles Goodiepack! Im April erscheinen übrigens die neuen Bücher der beiden: "Melody of Eden 3" und "Raven's Blood". Nun nachdem ich Sylvia getroffen habe, werde ich ihr Buch auf jeden Fall auch lesen.

Tja, und nun?! Nun stellte ich mich der Herausforderung Elif zu finden. Dabei schlenderte ich noch bei Drachenmond vorbei und fragte nach einem Buch. Tja, das hatten sie natürlich nicht. Das war traurig :( Aber dafür fand ich etwas anderes Tolles am Drachenmondstand - oder besser, etwas fand mich. Die liebe Dorina war einer der wenigen Menschen, die ich im letzten Jahr in Leipzig kennenlernen durfte. Sie stand in der Nähe in ihrem unverwechselbaren Luna Lovegood-Cosplay mit Gryffindor-Löwen auf dem Kopf und erkannte mich. Das war echt toll, denn eigentlich hätte ich ja sie erkennen müssen. Jedenfalls wollte Dorina Elif eh noch treffen, also packte ich sie kurzerhand ein und wir machten uns gemeinsam auf die Suche. Was hatten wir für ein Glück, dass Elif nur wenige Minuten später am Treffpunkt eintraf. Auch sie hatte jemanden dabei: Mareike von Bücherkrähe. Ein absolut lieber Mensch, der mit seiner direkten Art besticht! Wir plauderten nett und ich verliebte mich in Mareikes Kette - ein Star Wars Flieger der dunklen Seite (schön wäre es, wenn ich den genauen Namen wüsste :D). Das erinnert mich übrigens daran, dass ich den Stand vom DK-Verlag liebe! Sie haben eine so tolle Star Wars Reihe...hach...ich könnte glaube ich jedes Buch dieser Reihe mitnehmen. Es gibt ein tolles neuen Backbuch, das ich Elif später auch zeigen musste. Außerdem hab ich ein tolles Plakat mitgenommen, auf dem die Star Wars Figuren sind und der Text "Sei ein Rebell. Lies ein Buch." steht. Das Plakat klebt nun an der Tür meines Arbeitszimmers...kurzer Exkurs ;)

Zurück zur LBM. Elif und Mareike warteten auf einen Autor, den ich bisher noch nicht kannte: Mohamed Amjahid. Er hat ein Buch mit dem Titel "Unter Weißen" geschrieben, dass sich mit Critical Whiteness, Rassismus, Mechanismen und Ähnlichem auseinandersetzt. Über diese Themen kann euch Elif wirklich viel mehr erzählen. Sollte es euch interessieren, schaut unbedingt bei ihr vorbei! Und obwohl mir diese Themen bewusst und wichtig sind, konnte ich selbst kaum glauben, wie sehr mich der Autor mit seiner Art gefangen nehmen konnte. Mohamed ist Journalist und arbeitet für das ZEIT-Magazin. Er war auch bereits bei der Taz, weshalb wohl auch dort das Gespräch stattfand. Selten habe ich einen so ECHTEN Menschen gesehen. Dieser Mann ist authentisch, lustig, selbstironisch und sehr gebildet. Dennoch muss man Vieles mit Vorsicht betrachten und ist immer aufgerufen, Dinge zu hinterfragen. Aber dazu ruft auch er gerade auf. Das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant und vielleicht werde ich es mir von Elif noch leihen. Dass Amjahid jedes Wort wichtig ist, das in seinem Buch gedruckt ist, wurde klar, als er am Ende bei einer bewegenden Frage in Tränen ausbrach und das Gespräch beendet werden musste. Es war ergreifend und eine einzigartige Erfahrung. Seine Bücher waren in Windeseile ausverkauft und das freute mich für ihn wirklich sehr!

Nach dieser Erfahrung gingen wir zu dritt in die Bloggerlounge, wo wir noch weitere liebe Menschen, wie etwa Anna oder Charline trafen. Es war wirklich cool, denn wir verstanden uns alle auf Anhieb und es war ein tolles Treffen!

Kurz vor Messeschluss verabschiedeten Elif und ich uns dann, schlenderten noch kurz bei den Jugendbuchverlagen vorbei und suchten dann den Presseprakplatz. Immerhin ging es schneller, als noch am Morgen.

Der Rückweg verging ebenso schnell, wie der Hinweg. Die guten alten Black-Hits der 2000er und eine Playlist von Destinys Child versüßte uns die Fahrt. Schon lustig, dass wir noch so viel mitsingen konnten (okay...der Text von Ushers "Yeah" ist auch nicht allzu schwer gewesen :P).
Gegen 22 Uhr waren wir dann wieder heil in der Heimat und strengten uns noch für ein letztes Selfie an (Ich weiß...sieht ziemlich genausp aus, wie das am Morgen. Aber hey...der Himmerl ist inzwischen dunkel ;)). Es war ein toller Tag und genauso, wie eine Messe sein sollte! :)

Insgesamt habe ich 7 tolle neue Bücher mit nach Hause nehmen können, viele Umarmungen und natürlich Unmengen an Goodies. Es war einfach toll!

Schaut gern auch beim Messebericht von Elif vorbei, den findet ihr hier :) Gleichzeitig feiert sie ihren 5. Bloggeburtstag mit einem tollen Gewinnspiel! Es lohnt sich also auf jeden Fall!

Das war es von mir und meinem turbulenten Messebericht! :) Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen unterhalten und ihr habt ein wenig Buchmessenluft ins Wohnzimmer bekommen.


Wie war es bei euch? Wart ihr in Leipzig, was habt ihr euch angesehen, was habt ihr nicht geschafft? Oder würdet ihr gern mal zu einer Buchmesse fahren? :)


Allerliebst,
eure Julia



29. Dezember 2016

[Die kleinen Freuden des Lebens]: #TeamLogan


Hallo ihr Lieben :)


Es nicht lange her, dass ich euch eine meiner "kleinen Freuden des Lebens" gezeigt habe. Aber da viele von uns gerade Weihnachten gefeiert haben, ist es nicht überraschend, dass ein paar Freuden dazu gekommen sind. In meinem Fall sind diese nur zum Teil zu Weihnachten gekommen.

Wie ihr wisst, hatte ich in den letzten Wochen eine kleine Obsession mit den Gilmore Girls. Das Revival hat mich einfach völlig aus der Bahn geworfen und es verging kein Tag, an dem ich nicht einer Folge der Serie geguckt habe oder das Netz nach neuen Artikeln durchsucht habe. Meine Sucht wird vor allem von den beiden Figuren "Rory" und "Logan" genährt, da ich den beiden als Paar einfach verfallen bin. Das war vor 10 Jahren so und hat sich nicht einmal mit dem Revival geändert. Aktuell tendiere ich sogar dazu, noch einen Post gezielt zu den beiden zu machen. Vielleicht habt ihr bei meinem ersten Gilmore Girls-Post zum Revival ja schon einmal vorbei geschaut? Es steckt eine menge Herzblut darin ;)



Worauf ich aber hinauswollte, ist, dass ich mehr als nur ein Logan-Fan bin. Es gibt diese verrückten Leute, die dauern von Teams sprechen und so kamen die crazy-Kategorien #teamdean, #teamjess und #teamlogan zu Stande. Tja..und jetzt muss ich mich als ein solch verrückter Fan outen, der sich offiziell zu #teamlogan bekennt. Aber nicht genug damit. Ich musste das in richtiger Fan-behaviour feiern und so habe ich mir eine Tasse bestellt :D Ja, ihr lest richtig! Eine Tasse mit dem Slogan #team logan! (Haha, das reimt sich ja sogar, nett :'D) Oh mein Gott, und wie ich das Ding liebe! Da hat es keinerlei Bedeutung, dass ich die Tasse extra aus Schweden bestellen musste und ein kleines Vermögen gezahlt habe...Traurig, dieses Fangirl-Dasein ;) Jedenfalls eignet sich diese Tasse seitdem ganz wunderbar für meinen Frühstückstisch.

Wie gefällt sie euch?



Ich dachte tatsächlich, dass ich damit auf meinem persönlichen Höhepunkt (oder sollte ich sagen Tiefpunkt?!) angekommen bin. Aber nein. Wozu hat man die besten Freunde der Welt? :) Ich besitze tatsächlich eine Freundin von der ganz tollen Sorte. Lustigerweise haben wir uns vor 11 Jahren übers Internet kennengelernt - über eine Fanseite der Gilmore Girls. Eine schöne Geschichte, wenn ich sie in aller Ausführlichkeit erzählen würde. Doch für diesen Post reicht die Information, dass uns diese Leidenschaft schon immer verbunden hat. Wie jedes Jahr verschicken wir zu Weihnachten ein kleines Geschenk für die andere. Denn wie ihr euch denken könnt, kommen wir aus anderen Teilen Deutschlands. Ich habe ihr in diesem Jahr das Buch "100 Seiten Gilmore Girls" geschickt und ich war mir zu 1000% sicher, dass ich das gleiche Geschenk bekommen würde. Aber nein!!! Meine Freundin hat alles getoppt! Und ich bekam ein T-Shirt! Ich habe unter dem Weihnachtsbaum gekreischt! Denn auf dem Shirt steht "You Jump, I Jump, Jack! #TeamLogan" und das ist wohl wahrlich schwer zu verstehen, wenn man kein Gilmore Girls-Suchti ist. Zur Erklärung: "You jump, I jump, Jack" ist eigentlich ein Zitat aus Titanic, wie ihr vielleicht wisst. Rose sagt das zu Jack. Rory hat diese Line in einer Folge in der 5. Staffel geklaut. Die Folge heißt genauso (zumindest auf Englisch) und hat eine große Bedeutung für die Beziehung zwischen Logan und Rory. Er ermutigt sie zu etwas völlig Verrücktem und somit das Leben auszukosten. Eine wunderbare Folge, eine der besten überhaupt. Und da ich mit diesem Geschenk absolut nicht gerechnet habe, war ich völlig aus dem Häuschen! Ich liebe meine Freundin noch mehr, als sowieso schon. Denn es beweist, wie sehr sie mich doch kennt und dass sie meine Fangirl-Manie akzeptiert - obwohl sie #teamjess ist. Und das ist hart, Leute ;)




Was sagt ihr zu diesen beiden tollen Teilen? Haltet ihr mich für völlig wahnsinnig, oder hattet ihr auch schon einmal eine so völlig hirnlose/armselige und gleichzeitig wunderbare Sucht, wie ich? :) 

Lasst es mich wissen ;)


Eure Julia





Ps: Die beiden Sachen sind übrigens von der gleichen Marke, wer hätte das gedacht. "Redbubble" heißt das Label und ich finde es einfach toll. Es ist wirklich knuffig :D Beim Schild des T-Shirts war das mit dabei, beachtet den letzten Punkt und sagt mir, ob ihr es ebenso lustig findet ;)


25. Dezember 2016

[Die kleinen Freuden des Lebens]: Pinguine zu Weihnachten

Hallo ihr Lieben :)



Ich hoffe ihr verlebt im Moment ein paar ruhige, aber wunderschöne Weihnachtstage! Habt ihr viele Geschenke unter dem Baum gefunden? Bei mir gab es wirklich tolle Geschenk :). Aber dazu möchte ich erst in einem späteren Post kommen. Heute gibt es einen kleinen und winzigen Beitrag zu etwas völlig anderem. "Die kleinen Freuden des Lebens" sind eine Rubrik, der ich mich bei Gelegenheit immer gern widme. Gerade zu Weihnachten gibt es davon natürlich viele. Und eine kleine Freude habe ich mir am 23. Dezember selbst gemacht, während ich "Der kleine Lord" im Fernsehen geschaut habe. Ich habe meinen Nägeln einen ganz individuellen Weihnachtslook verpasst :) Naja..es war gar nicht mal meine Idee. Eine Freundin zeigte mir Bilder aus dem Netz, aber auf dessen Umsetzung bin ich dennoch sehr stolz :) 



Ich habe über die Weihnachtstage zehn kleine Pinguine auf meinen Fingern. Was sagt ihr dazu? Meine Familie findet, dass ich meine Sache ganz gut gemacht habe :D Und so schwer war es gar nicht. Vielleicht habt ihr ja auch Lust ein bisschen mit euren Nägeln rumzuexperimentieren ;) Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß. Aber ihr solltet euch Zeit nehmen. Ein Weihnachts-Familien-Film war da genau das Richtige :) Ich glaube jedes Mädchen macht gern mal solche Spielereien ;) Vielleicht habt ihr ja auch Ideen für andere kleine Tiermortive, die auf unsere Nägel passen? Lasst es mich wissen!

Frohe Weihnachten!

Eure Julia

27. Oktober 2016

Die Frankfurter Buchmesse, meine Freunde und ich ♥︎

Hallo ihr Lieben!


Auch ich melde mich mit einem Messebericht zurück aus Frankfurt! Dem Spektakel musste ich schließlich beiwohnen ;) Und so packte ich meine sieben Sachen ein und stand pünktlich um 5.30 Uhr am Samstag neben meiner lieben Freundin Elif am Bremer Hauptbahnhof. Jaaaah...der frühe Vogel und so ;) Dumm nur, dass der Zug, der wir nehmen wollten (der wohl bemerkt aus Bremen erst startete) bereits 35 Minuten Verspätung hatte, als wir ankamen. Schon komisch. So ne halbe Stunde vor Abfahrt :D Noch lustiger wurde es, als es 10 Minuten später hieß, dass er ganz ausfällt. JACKPOT! Na so muss eine Buchmesse starten! Inzwischen waren wir zu dritt, denn unser Neuling Mona gesellte sich noch dazu, um sich ins Messechaos zu stürzen. Komplett sollten wir übrigens erst in Frankfurt sein, da Corinna inzwischen nicht mehr in Bremen weilt. Tja..die musste dann auf uns warten. Denn sonderlich kooperativ ist die Bahn bekanntlich ja nicht. Irgendwann haben wir es allerdings geschafft eine Alternative zu finden. Statt den süßen 4 Stunden waren wir dann leider 6,5 Stunden unterwegs und unsere Laune sank beträchtlich. Hinzu kam noch, dass wir so einen richtigen Hightech-IC aus den 70er Jahren hatten. Sagen wir so: Wir haben viel aus dem Fenster sehen können, da die Geschwindigkeit dann doch nicht so hoch war ;)

Aber genug von unseren Abenteuern mit der Deutschen Bahn, obwohl ich sicher eine kleine Novelle darüber schreiben könnte. Irgendwann, ja man glaubt es kaum, kamen wir an. Und obwohl der Weg zum Messegelände ja extrem simpel ist, schafften wir es selbst dort uns zu verlaufen. Es ging wirklich schief, was schief gehen konnte ;) Gegen 13 Uhr betraten wir dann tatsächlich die Frankfurter Buchmesse und ich hatte auch erst drei Termine verpasst. Lief bei mir...

Doch der Tag wurde besser. zumindest aus meiner Sicht :D Denn obwohl die Hallen natürlich furchtbar überlaufen waren, hatte ich eine Menge Spaß. Der erste Tag war extrem stressig. Zwei von uns waren zuvor noch auf keiner Messe und Corinna und ich hatten nur den kleinen Bruder von Frankfurt kennengelernt, so dass die FBM auch für uns Neuland war. Die Hallen sind einfach riesig, mehrstöckig und mehr als voll. Gerne hätte ich ein wenig mehr Raum gehabt, damit ich so richtig stöbern hätte können. Aber ich hatte ja bereits dazu gelernt: GEH NIEMALS UNVORBEREITET AUF EINE BUCHMESSE! Das war so ziemlich mein Fazit aus Leipzig und so beschränkte ich meinen Plan.



Mona, Corinna, Elif, Susanne, ich und Carolin bei Penguin


Nachdem wir um 14 Uhr beim Bookstagram-Treffen zwei ganz liebe Menschen mit ins Boot geholt hatten, machten wir erst einmal Halle 6 unsicher. (Ich selbst habe bei diesem Treffen übrigens niemanden gesehen, den ich kannte. Wer hätte das gedacht...da ich doch so aktiv auf Instagram bin ;)) 

Der Penguin-Verlag hatte wirklich ein riesiges Aufgebot und wir fühlten uns gleich wohl - so richtig gab es aber nichts zu sehen. Und obwohl wir erst ein paar Stündchen unterwegs waren, waren wir schon relativ kaputt. Aber so ging es nun einmal nicht. Also zurück in Halle 3! Das ist bekanntlich die Haupthalle und im Erdgeschoss befanden sich die meisten Verlage der Jugendbücher. Den ganzen Tag über waren wir fleißig am Goodies sammeln. Für mich war der Magellan Verlag wieder ganz vorne mit dabei, da er unglaublich tolle Sticker verteilt hat :) Hach..ich bin wirklich mit wenig zufrieden ;)

Um 15 Uhr ging es zum Drachenmond Verlag, bei dem ich unbedingt ein Buch von Martina Riemer signieren lassen wollte. Ich habe inzwischen drei Bücher von dieser sympathischen Autorin gelesen und auch ihr neues Buch "Monster Geek" klingt vielversprechend! Allgemein muss ich sagen, dass ich das Programm des Drachenmond Verlags eigentlich abonnieren müsste :D Sie haben einfach viel zu viele tolle Bücher! Hier trafen wir dann auch zufällig die liebe Jule von Miss Foxy Reads. Ich hab mich darüber total gefreut, schließlich bin ich ein großer Fan von ihrem Blog. Solltet ihr ihn noch nicht kennen, habt ihr einen Fehler gemacht ;) Es war jedenfalls absolut toll mit den Mädels einfach in einer Ecke zu sitzen, zu quatschen und ein bisschen auszuruhen.

In der gleichen Ecke traf ich dann noch die Autorin Sabine Schulter, mit der ich eigentlich erst für 17 Uhr verabredet war. Aber ich musste meine Chance ergreifen, als ich sie traf und rannte quasi auf sie zu. Schon lustig, wenn man bedenkt, dass sie im ersten Moment nicht wusste, wer ich bin :D Aber das legte sich schnell und ich habe mich wirklich großartig mit ihr und ihrem Mann unterhalten. Schon wieder so ein Beispiel, wie toll die Menschen der Buchszene sind! Sabine hatte auch ein kleines Goodiepack für mich dabei, worüber ich mich natürlich total gefreut habe :) Dieses Treffen war jedenfalls eines der Highlights meines Tages.
Sehr viel mehr stand auch gar nicht mehr auf dem Plan. Und da wir ziemlich fertig waren, verließen wir gegen halb 6 die Messe. Irgendwann hatten wir dann auch unser Gepäck zurück und mussten eine Möglichkeit zum Essen finden. Extrem schade war es, dass wir die Blogger Sandy und Sandra verpassten, die mit Jule unterwegs waren. Aber wer kann denn bitte auch ahnen, dass unterschiedliche Ausgänge der FBM zu völlig anderen und unerreichbaren Orten führen, wenn man den anderen genommen hat. Klingt komisch, aber wir haben tatsächlich verschiedene Ausgänge genommen und uns deshalb nicht mehr gesehen :/ Seeeehr schade!

Die liebe Susanne, die wir an diesem Tag kennengelernt hatten (ok, ich habe sie kennengelernt - der Rest kannte sie. Schande auf mein Haupt) aß noch mit uns und danach machten wir uns auf ins Hostel. Ich glaube da muss ich jetzt nicht so viele Worte zu verlieren. Es war ok. Es war kalt. Es war laut. Corinna wurde krank. Das Frühstück war gut. Ende der Zusammenfassung.

     



Also weiter mit Tag zwei! :D 

Ich habe überlegt, ob es schlauer sei, meinen Messebericht zu splitten, aber ich bin grade so im Schreibfluss...also verzeiht mir und lest einfach die für euch interessanten Stellen ;)
Die Stimmung am Sonntag war etwas gedrückt, da wir uns erhofft hatten, die Messe sei weniger überfüllt. Man darf den Stress einfach nicht so nah an sich herankommen lassen...kleiner Tipp. Der zweite Tag begann ähnlich schlecht, wie der erste. Yiha! Ob das noch möglich war?! Naja, nicht so ganz. Aber es war trotzdem unschön. Am Sonntagmorgen war bekanntlich Kerstin Gier zu einer Signierstunde vor Ort. Dumm von mir zu glauben, dass eine halbe Stunde vor Beginn reichen würde, um sich anzustellen. Da war die Schlange leider schon zwei Kilometer lang, führte aus der Halle hinaus und wieder hinein, machte drei Bögen und zwei Schleifen und endete hinter einer Wand. Hinzu kamen die unfreundlichen "Wächter", die uns darauf aufmerksam machten, dass wir im Gang stehen. Was für eine dumme Idee von uns...auf einer Messe im Gang stehen...also wirklich, was ist nur in uns gefahren?! Das Ende vom Lied war dann, dass ich mich nicht anstellte und stattdessen zwei unsignierte Hardcover mit mir rumschleppte. Nicht allzu schlimm, wenn man mal von meinem angeknacksten Ego und den Rückenschmerzen absieht ;)

Im Grunde waren wir für Sonntag allerdings gut organisiert! Da wir mit Mona eine wahre Whiskey-Liebhaberin dabei hatten, mussten wir natürlich die kostenlose Gin-Verkostung in Halle 4 aufsuchen (EKELIGES ZEUG). Außerdem zog es uns gleich zwei Mal zum Illumator in Halle 3. War von euch auch jemand bei diesem coolen Ding am Thüringer Stand? Eine richtig tolle Sache! Man konnte auf ein Kärtchen seinen Wunsch schreiben und ihn durch einen Schlitz in die Box werfen. Eine kleine Spende hinterher und nach kurzer Wartezeit kam dann eine individuelle Zeichnung aus dem Automaten, der deinen Wunsch darstellte. In der Box saßen natürlich zwei Designer, die wirklich was drauf hatten. Man durfte sich aber keine zu ernsten Sachen wünschen, da die Künstler doch immer eine ironische Note einbauten. Hier übrigens ein Bild von Susannes "Bücherhund". Absolut gelungen, wenn ihr mich fragt. Meine Bilder stellen "Sorgenfreiheit" und natürlich eine "Geschichtentänzerin" dar.

 Wie findet ihr sie?

Direkt am gleichen Stand fanden wir dann das Highlight des Tages. Thüringen gibt in diesem Jahr eine Goethe-Playmobil-Figur heraus. Und nachdem wir ein Foto mit dem übergroßen Goethe gemacht haben, nahmen wir noch an einer kleinen Umfrage teil. Zur Belohnung hab es den kleinen Goethe dann dazu. Ihr werdet ihn sicher auf vielen zukünftigen Buchbildern von mir finden. Ich habe mich nämlich verliebt :)


Goethe und wir

Orte, die wir wieder aufsuchen mussten waren der Drachenmond und Penguin Verlag. Bei zweitem wurden die Bücher für 50% weniger verkauft, was ein totales Chaos ergab. Doch sowas kann uns doch nicht aufhalten ;) Wir machten uns auf die Suche nach den Klassikern. Und tatsächlich, irgendwann wurden wir fündig! So konnte ich "Wind, Sand and Stars" zur Kasse schleppen, von dem Sandy zuvor so geschwärmt hat. Als ich bezahlen wollte sagte man mir nur "it's okay" und schwupps...ich bekam es geschenkt! Ach...es sind die kleinen Freuden des Lebens ;) Eigentlich hatten sie lediglich keine Münzen mehr, sondern nur Scheine, weshalb sie die günstigen Sachen noch günstiger machten :D
Bei Drachemond musste ich mir ebenfalls noch ein Buch besorgen. "Ein Hauch von Schicksal" stand bereits seit Längerem auf meiner Wunschliste und wurde gekauft. Die Autorin sollte später noch zur Signierstunde vor Ort sein, doch leider kam etwas dazwischen. Ich habe dennoch eine signierte Ausgabe bekommen, da der Verlag vorgesorgt hatte :) Letztendlich wurde noch der dritte Teil von Percy Jackson ergattert, der noch in meinem Regal fehlte und das war es dann auch schon mit Bücherkauf. Ein Buch mehr nahm ich allerdings noch mit nach Hause, da Elif noch an mich gedacht hatte und mir ein verspätetes Geburtstagsgeschenk übergab. Sie will fleißig daran arbeiten, dass ich mehr auf Englisch lese (,wozu ich wirklich bereit bin) und schenkte mit "Eleanor & Park", worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe!! Danke, meine Liebe! :)

Ihr merkt schon, so langsam beginne ich abzukürzen :D Also...was muss ich noch unbedingt erzählen?! Wir waren noch bei der ARD Fotobox und haben uns als Schneewittchen mit drei Zwergen verkleidet. Elif war dabei ein extrem überzeugendes Schneewittchen :) Auf meinem riesigen Goodieshaufen, sind auch die Bilder irgendwo zu finden :D Aber wenn man sie nicht gesehen hat, ist es nicht so tragisch. Eine Blamage weniger für uns ;)
Ganz vergessen zu erwähnen, habe ich noch die Autorinnen Maya Shephard und Nica Stevens, von denen ich auch noch ein Autogramm ergattern konnte. Unser letzter Programmpunkt für den Sonntag war ein Besuch bei Marie Grasshoff, zu der Elif und Susanne unbedingt wollten. Ich möchte "Kernstaub" auch noch lesen und habe als Anreiz schon mal zwei wunderschöne Postkarten mit Signatur mit nach Hause nehmen dürfen :) Ein wenig verweilten wir noch bei Reclam und beim Atlantik Verlag. Ich könnte wirklich jedes Buch von Agatha Christie mitnehmen und wäre sicher nie enttäuscht...
Auch wenn ich den zweiten Tag jetzt ganz schön verdichtet dargestellt habe, war er insgesamt sehr viel entspannter und auch sehr cool! Wir gingen noch gemütlich essen und machten uns dann auf den Heimweg nach Bremen - natürlich mit Verspätung. Wäre ja auch sonst langweilig. Und außerdem war es doch ganz nett das Wochenende so zu beenden, wie es angefangen hat ;)  Am Ende war ich ziemlich fertig und hatte eine Menge Schlafmangel, aber hey...es war auch ein sehr cooles Wochenende! Frankfurt ist mir persönlich doch ein bisschen zu weit weg, aber ich denke, ich werde mich noch einmal nach Leipzig ziehen lassen ;)

Was ist mit euch? Wart ihr auch vor Ort? Was habt ihr so erlebt? Was hab ich noch verpasst? Ich freue mich über eure Eindrücke!  :)


Eure Julia