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3. Juli 2017

[ENTDECKT]: Die Bookish Prophet Box - Starke Frauen

Hallo ihr Lieben!


Heute darf ich mit einem kleinen Erfahrungsbericht aufwarten, auf den ich mich wirklich sehr gefreut habe. Viele von euch kennen sie sicher schon und haben sie schon längst bestellt, für mich war es im Juni aber das erste Mal. Die Rede ist natürlich von der "Bookish Prophet Box" die von der wunderbaren Jule von Missfoxyreads erstellt und vertrieben wird. Seit Monaten folge ich der Box auf Facebook und bewundere Jule für all ihre Arbeit. Aber irgendwie verpasste ich immer die Initiative, die Buchbox zu bestellen. Der Preis von 29,95€ ist für das, was man bekommt, zwar ein absoluter Witz, aber dennoch muss man bei solch einer Summe ja erstmal nachdenken. Außerdem kommen noch die Portokosten drauf. Nun, nachdem ich die erste Box mit dem Thema "Starke Frauen" aber bestellt habe, bin ich einfach nur begeistert. Ja klar, es sind fast 35€, die man bezahlen muss, um ein solches Schätzchen sein Eigen nennen zu dürfen, aber liebe Buchfreunde, es lohnt sich so!!! 


Nach dem Auspacken war ich so geflasht, dass ich sofort die Juli-Box bestellen musste. Das Auspacken war einfach eine solche Freude, dass ich dieses Gefühl im nächsten Monat unbedingt wieder brauche! Außerdem habe ich letzte Woche meine Masterarbeit abgegeben. Es wird also sowas von Zeit, sich was zu gönnen! Und was gibt es da Schöneres als Bücher und buchige Überraschungen ;)

Und sollte ich euch mit meinem Vorgeplänkel noch nicht überzeugt haben, lasse ich ein paar Bilder sprechen. Gleich. Nachdem ich noch mehr Worte verloren habe.


Als die Box bei mir ankam, war ich schockiert. Sie ist winzig! Wie soll denn in den kleinen Karton ein Buch mit all den Goodies passen?! Meine Erwartungen erlebten einen herben Rückschlag. Aber das war vielleicht ganz gut so. Denn dadurch hat mich der Inhalt einfach noch mehr umgehauen.
Das Thema war "Starke Frauen", ein Thema, das eigentlich gar nicht so meins ist. Warum ich dann ausgerechnet bei dieser Box zugriff, weiß ich auch nicht. Aber jetzt bin ich noch glücklicher. Denn der Inhalt der Juni-Box war schon so toll, dass ich sicher bin, dass auch andere Themen mich nicht enttäuschen werden.

Der Mittelpunkt der Box ist natürlich das Buch. Hierbei handelt es sich um "Stormheart - Die Rebellin" von Cora Carmack. Ich habe bereits Einiges von dem Buch gehört und die Rezensionen sind sehr positiv. Das Buch ist außerdem super hochwertig und wirklich schön. Ich bin gespannt, was ich davon halten werde. Dass es ein Buch mit einer starken Frau ist, steht auf jeden Fall schon mal fest.


Was gab es noch Schönes in der Box? 

Da ist zuerst einmal der zauberhafte Notizblock, der an Luna Lovegood angepasst ist. Herrlich verrückt ist er gestaltet und passt somit absolut zu Luna. Ich habe mich übrigens auch gefreut, dass der Block doch ziemlich dick ist. Ich werde ihn gleich zum ersten Mal benutzen, wenn ich meine Packliste für meine anstehende Krakau-Reise schreiben werde. Bisher habe ich mich tatsächlich noch nicht getraut, ihn zu beschreiben.

Dann gab es den Jute-Beutel mit einem Zitat aus "Throne of Glass": "Rattle the Stars" ist in einem schönen Design darauf gedruckt. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht viel damit anfangen kann. Ich besitze den ersten Teil zwar (auf Englisch), habe ihn aber noch nicht gelesen. Ich hoffe, dass ich das bald nachhole und dann werde ich den Beutel sicher mit noch mehr Stolz durch die Gegend tragen. Er kam übrigens schon zum Einsatz, als ich all die Bücher für meine Masterarbeit zurückgegeben habe. Er ist also auf jeden Fall strapazierfähig ;)



Bleiben noch meine zwei liebsten Goodies der Box. Es ist schon bemerkenswert, mit was für Sachen man uns kleine Mädchen glücklich machen kann, oder?! Ich habe mich zumindest sehr über den Untersetzer "Mother of Books" gefreut. Zu sehen ist Khaleesi aus Game of Thrones, die diesmal nicht Drachen, sondern Bücher befehligt. Ich kenne die Serie. Mein Freund schaut sie, aber mir ist sie ehrlich gesagt etwas zu brutal und quer einsteigen kann man da ja auch nicht so richtig. Meine Identifikation mit der Drachenmutter lässt also zu wünschen übrig und trotzdem finde ich den Untersetzer einfach so klasse! Mein Tee am Schreibtisch fühlt sich darauf jedenfalls auch sehr wohl.

Und dann....ach ja...wer mich kennt, weiß, dass ich ein riesiger Gilmore Girls Fan bin. Nicht umsonst habe ich nach dem Revival einen XXL-Beitrag über Rory und Lorelai schreiben müssen. Was habe ich gestaunt, als ein Lipbalm zum Vorschein kam, das von der Powerfrau Lorelai Gilmore inspiriert wurde. Es riecht traumhaft! (Mein Freund findet den Duft super ekelig, aber er hat ja auch keine Ahnung.) Vanille, Karamell und natürlich Kaffee sind die Duftkomponenten und ich finde es einfach nur lecker!


Alles in allem ist die Box einfach nur wahnsinnig toll und genau das Richtige für mich! Das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich super und man bekommt absolut hochwertige und wunderschöne Dinge nach Hause geliefert! Ich kann euch die Bookish Prophet Box wirklich nur ans Herz legen!

Was sagt ihr? Ist das Thema "Starke Frauen" etwas für euch? Oder würde euch die kommende Juli-Box mit dem Motto "Götter und Legenden" eher zusagen? Habt ihr schon einmal eine Box bestellt? Wenn ja, was sind eure Erfahrungen?


Ihr könnt natürlich auch mal selbst bei Jule im Shop vorbei schauen, solltet ihr die Boxen noch nicht kennen. Lasst euch überraschen, was für tolle und liebevolle Dinge so zusammenkommen. Die Box hat mit mir jedenfalls einen sehr überzeugten Fan gefunden.

In diesem Sinne,
eure Julia

4. November 2016

[ENTDECKT] Der Lovelybooks-Leserpreis 2016

Ihr Lieben, es ist wieder soweit!

 Der Lovelybooks-Leserpreis geht in die nächste Runde und ihr könnt abstimmen, welche Bücher es in diesem Jahr geschafft haben euch zu begeistern! 

Seid ihr dabei?




Wir lesen das ganze Jahr über. Oft sind tolle Bücher darunter. Viele von uns setzen sich sogar Jahresziele und verbringen hunderte von Stunden mit ihrer Lieblingslektüre. Man nimmt uns mit auf spannende Reisen und entführt uns in ferne Welten. Wir verdanken manchen Autoren und ihren Geschichten mehr als nur ein paar nette Lesestunden. Also zollen wir ihnen doch wenigstens Anerkennung und Respekt! Und dem ein oder anderen Geheimtipp verschaffen wir auch gern ein bisschen mehr Publikum. Und deshalb stimmen wir ab!

Der Leserpreis: Was ist das?

Die Leseplattform Lovelybooks kürt bereits zum siebten Mal die besten Neuerscheinungen des Jahres und das in 14 verschiedenen Kategorien. Egal ob Jugendbuch, Krimi oder Sachbuch: Hier ist für jeden etwas dabei. Seit 2009 werden die besten Bücher des Jahres ausgezeichnet. Doch das Besondere? 
Die Jury sind wir: Die Leser! 
Wir können ab dem 12.11 die besten Bücher in allen Kategorien wählen, aber Achtung! Jeder Leser hat nur drei Stimmen und so müssen wir uns beschränken und gut überlegen, welche Bücher uns so richtig begeistert haben. 








Doch bevor wir zur Abstimmung schreiten, haben wir die Macht über die Nominierungen! Und deshalb könnt ihr bis zum 11.11 noch eure Favoriten nominieren - in jeder Kategorie. Auch hier zählt, dass jeder Leser nur drei Stimmen pro Kategorie zur Verfügung hat. Aber so können wir vor allem etwas unbekannteren Büchern eine Bühne verschaffen und unsere Favoriten nominieren. Am Ende schaffen es die 35 meistnominierten Bücher jeder Kategorie in die finale Abstimmung. 
Also votet fleißig los!

Danach beginnt dann die heiße Abstimmungsphase. Vielleicht schafft euer Liebling es ja unter die Nominierungen? Am 24.11 werden dann die Gewinner bekannt gegeben.


Ich liebe die Leseplattform Lovelybooks. Unter anderem ist sie dafür verantwortlich, dass ich überhaupt blogge. Wir Leser sind es doch, die die Buchbranche ausmachen und unser Feedback ist es, was all die Verlage und Autoren ersehnen. Daher finde ich, dass der Leserpreis eine tolle Gelegenheit ist unsere Stimme wieder etwas lauter werden zu lassen. Und so ein bisschen mitfiebern kann man ja auch ;) Ich habe schon fleißig meine Lieblinge nominiert und ich gebe zu, dass die Beschränkung der Stimmen mich unter Druck setzt. Es gibt einfach so wundervolle Bücher jedes Jahr. Bei der finalen Abstimmung bin ich auf jeden Fall in jeder Kategorie fleißig am Voten. 

Und ihr?

Eure Julia


17. Oktober 2016

Ein Phänomen? Mein erstes Re-Read in diesem Jahr!

Hallo ihr Lieben 



Draußen beginnt sich so langsam der Herbst in seinem schönsten Gewand zu zeigen und eine Tasse Tee ist genau das Richtige. Man kann gar nicht glauben, wie die Zeit verfliegt. Mit großen Schritten nährt sich tatsächlich der erste Jahrestags dieses schnuckeligen Blogs - kaum zu glauben. Mitte November ist es so weit und auch wenn ich noch keine Pläne dafür habe, denkt mein kleiner Kopf des Öfteren darüber nach, was ich in diesem Jahr mit "Geschichtentänzer" so erlebt habe. (Dazu werde ich dann aber im nächsten Monat noch ein paar Worte verlieren.) 


Heute geht es mir um das Phänomen des Re-Readens (, was für eine merkwürdige Mischung aus Neologismus und Anglizismus :D Ich bin mir sicher, es gibt ein besseres Wort dafür!). Denn mir ist aufgefallen, dass ich gerade gestern das erste Buch meiner Bloggerzeit beendet habe, das ich vorher bereits gelesen habe. Verwundert hat es mich nicht so recht. Denn mal im Ernst: Es gibt so viele tolle Bücher, die man noch nicht gelesen hat und unbedingt lesen möchte, dass man kaum die Zeit für alte Lieblinge findet. Hinzu kommt noch, dass man sich selbst einen gewissen Druck macht. Klar, ist das falsch, aber obwohl ich mir dessen bewusst bin, kommt immer wieder so eine fiese Stimme, die mir mitteilt, wie groß mein SuB noch ist. Dumm...ich weiß. Aber jetzt kommt der Punkt, an dem ich mir selbst so ein ganz klein bisschen auf die Schulter klopfen möchte. Denn ja...einmal war mir diese Stimme egal. :D Und ich griff zu einem Buch, von dem ich ganz genau wusste, was mich erwartet. Nicht, weil ich es bereits einmal oder zweimal gelesen habe. Nein, ich habe es tatsächlich bereits dreimal gelesen. Aber was soll ich sagen. "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" ist und war mein Lieblingsbuch. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Ich weiß, was ihr denkt. Dieser Weltbestseller ist nun wirklich keine Besonderheit als Lieblingsbuch. So gut wie jeder hat es wohl gelesen. Dafür muss man kein Blogger sein. Aber die Geschichte hat mich einfach so geflasht, dass sie mich noch immer fasziniert.



Unbedingt lesen wollte ich es eigentlich wieder, nachdem mein Freund und ich die ersten beide Filme hintereinander an einem Wochenende gesuchtet haben. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es sich bei "Die Tribute von Panem" um gute Buchverfilmungen handelt! Lediglich die Tatsache, dass sie vier Filme drehen mussten, gefällt mir nicht so gut. Aber auch dieses Phänomen ist ja nicht mehr neu. Mehr Geld für die Macher - mehr Zeit für die Fans. Hat also auch alles sein Gutes. Aber zurück zum Buch:
Zweimal habe ich das Buch gelesen, bevor die Verfilmung draußen war. Schon lustig, dass man sich die Figuren damals noch ganz anders vorgestellt hat. Ich finde es immer schwer, die Bilder der Schauspieler im Buch auszublenden, wenn es einen Film dazu gibt. Bei diesem Mal konnte ich mir Katniss und Peeta einfach nicht anders vorstellen, als mit den Gesichtern von Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson.
2013 las ich das Buch zum letzten Mal und oh mann...DAS IST 3 JAHRE HER! Es ist gruselig, dass man sich bereits in dem Stadium befindet, weshalb man seine Eltern früher ausgelacht hat: "Ach, wie die Zeit vergeht", genau Mama. Aber Recht hatten sie. 

Vor Kurzem sah ich also erneut den Film und da dachte ich mir: "Das Buch hast du geliebt!" Und irgendwie wollte ich unbedingt wissen, ob das immer noch der Fall ist. Ich wollte wissen, ob der Film wichtige Sachen weglässt, wo er Änderungen vorgenommen hat und so weiter. Denn den Film habe ich weitaus öfter als dreimal gesehen und so spielt mir mein Gedächtnis gern den Streich, dass ich mich zwar an die Filmszenen, nicht aber an die Originale im Buch erinnern kann. Tja, und so kam es, dass "Tödliche Spiele" wieder in meinen Händen landete und verschlungen wurde. 
Ich hatte vor dem Lesen ein wenig Angst, dass es mir nicht mehr so gut gefällt, wie früher. Wie furchtbar wäre es bitte, wenn mir diese Erinnerung genommen worden wäre?! Doch bereits das erste Kapitel beruhigte mich. In diesem Buch steckt ein unglaublicher Stil, der viele junge Menschen geprägt hat - dessen bin ich mir sicher. Suzanne Collins hat mit Katniss eine unkonventionelle und unvergessliche Protagonistin erschaffen. Die Erzählart ist nüchtern und gleichzeitig so emotional, dass ich das Buch noch heute kaum aus der Hand legen konnte.


Natürlich gibt es Unterschiede zwischen dem Buch und dem Film. Daran könnt ihr euch sicher auch erinnern. Ich persönlich finde es sehr cool, dass der Film nicht nur auf Katniss Sicht beschränkt ist, sondern auch die Spielmacher, Haymitch und Snow zeigt. Im Buch muss man sich wirklich fragen "Wie kommt es, dass es jetzt zwei Sieger geben soll?" oder "Schickt Haymitch Katniss wirklich Botschaften mit den Geschenken?". Im Film gibt es diesbezüglich Änderungen. Die Zettel bei den Geschenken existieren nicht. Und außerdem gibt es noch viel mehr Geschenke für Katniss. Schade, dass das Brot aus Distrikt 11 im Film gar nicht vorkommt. Auch das Gespräch zwischen Tresh und Katniss am Füllhorn ist im Film deutlich kürzer, als im Buch. Das fiel mir erst auf, als mein Freund mich beim Schauen des Film fragte, "Woher weiß er jetzt, dass sie Rue so sehr geholfen hat?". Tja...Katniss sagt es ihm im Film nicht - im Buch schon. Natürlich gibt es hunderter solcher Abweichungen. Und dennoch hat der Film das Buch sehr gut eingefangen. Aber dieses Buch macht den alten Umstand umso deutlicher: 

Keine Verfilmung kommt im Normalfall an seine Buchvorlage heran.

Ich hatte so viel Spaß mit dem Buch. Es fesselte mich fast genauso sehr, wie beim ersten Lesen. Ich bin froh, dass ich mich an das Re-Read getraut habe. Und ich werde die gesamte Reihe erneut lesen, dessen bin ich mir sicher. So viele kleine Details muss ich noch einmal genießen und sie im Nachhinein analysieren. Tja..viele wissen ja nicht, dass Lesen durchaus eine Wissenschaft ist ;)

Nachdem ich festgestellt habe, dass es wirklich mein ersten Re-Read in diesem Jahr war, musste ich erst einmal nachsehen, wann ich das letzte Mal ein Buch erneut gelesen habe. Immerhin war dies im letzten Jahr, aber welches das war, darf man gar nicht sagen (hust...SOG...hust). Da ist meine diesjährige Wahl doch durchaus besser gelungen, nicht wahr?! ;)



Was ist mit euch? Kommt ihr regelmäßig dazu Bücher nochmal zu lesen? Oder reizt es euch gar nicht? Ist euer Sub für solche Aktionen zu groß oder ist euch das total egal? 
Habt ihr auch ein Buch, dass ihr schon unzählige Male gelesen habt? Könnt ihr mich bezüglich "Die Tribute von Panem" vielleicht sogar verstehen? 


Ich würde mich über eure Meinung freuen! :)


In diesem Sinne,
eure Julia

9. September 2016

ENTDECKT! Warum lesen wir eigentlich so gern auf Englisch?


Hallo ihr Lieben!


Heute habe ich mal wieder einen Post aus meiner ENTDECKT!-Rubrik, in der ich ja normalerweise über irgendetwas schreibe, was ich in der Zeitung gefunden habe. So auch heute. Mein kleines Käseblatt hat sich im Kulturteil vor kurzer Zeit doch tatsächlich mal dem Thema "Englischer Literatur" gewidmet. Und darüber möchte ich heute ein paar Worte loswerden.



Viele von euch lesen auf Englisch, nicht wahr? Auf vielen Blogs sind Rezensionen über englische Bücher jedenfalls schon fester Bestandteil und das finde ich gut! Ich selbst habe erst eine handvoll Bücher auf der Weltsprache gelesen. Dennoch bewundere ich es, wie zunehmend dieser Trend ist. Und wow...oh Wunder, das scheint tatsächlich auch den Zeitungsmachern aufgefallen zu sein. Der Artikel mit der Überschrift "Lust aufs Original" beschäftigt sich mit dem Boom von englischen Büchern und Serien. Immer mehr Menschen greifen scheinbar zum Original, auch weil die Übersetzungen natürlich später herauskommen. So zum Beispiel beim neuen Harry Potter Buch "The cursed child", was viele von euch schon gelesen haben. Erwähnt wird auch die Serie "Game of thrones", die sich scheinbar viele Menschen auf Englisch ansehen. Ich kann da nicht mitreden. Ich habe sie Serie nicht einmal auf Deutsch gesehen. Schande auf mein Haupt. Allerdings ist mir das Phänomen durchaus bekannt! Ich bin ein riesiger Gilmore Girls Fan (und freue mich extrem auf die vier neuen Folgen Ende des Jahres *.*). Ich schaute die Serie damals im TV, holte mir anschließend die Staffeln und schaute alles noch einmal. Als es dann irgendwann an den dritten Durchgang der Serie ging, stellte ich das Original ein. Warum genau, weiß ich gar nicht mehr. Allerdings fand ich es erstaunlich, wie schnell man in die Sprache reinkommt! Man lernt viel besser die Alltags- und Umgangssprache und kennt die Übersetzungen ja sowieso, weshalb mir das damals bereits leicht fiel. Ich habe allerdings noch nie etwas Unbekanntes auf Englisch gesehen. Wie sieht das bei euch so aus?
Das gleich Prinzip lässt sich natürlich auf die Literatur übertragen und ist hier sicher das ältere Phänomen. Aber was treibt uns eigentlich dazu an, auf Englisch zu lesen? Ich denke diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Der Artikel begründet es zum Teil mit "Coolness" oder auch "Sprachkenntnisverbesserung". Das leuchtet mir ein. Natürlich lehrt uns das Lesen auf Englisch und die Geschichten lassen sich zumeist genauso genießen. Allerdings finde ich persönlich schon, dass man für bestimmte Bücher Übung im englischen Lesen haben muss. Manche Autoren sind in ihrer eigenen Sprache einfach so gewitzt, dass ich zugeben muss, dass ich selbst nicht alles auf Anhieb verstehe. (Zum Glück gibt es kleine Tricks: Liest man beispielsweise auf dem Kindle, kann man sich jede Übersetzung anzeigen lassen. Ein Hoch auf die Technik! :D)  Wir wollen uns also bilden. Das ist gut, oder? Man fühlt sich irgendwie selbstbewusst, wenn man weiß, dass man das Original meistert. Aber was noch? Es macht Spaß! Es ist eine Herausforderung! Und mal was anderes...immer nur die gleichen Bücher bei Thalia auf den Tischen zu kaufen ist eben doch langweilig. 
Die Bücherketten reagieren bereits auf den Trend. In so gut wie jedem Buchladen gibt es eine Ecke mit englischen Büchern. Wie groß diese ist, ist von der Kette abhängig. Der Artikel spricht vom Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin, das wohl zwei Etagen mit englischen Büchern vollgestellt hat!! Hallo?! Warum lebe ich eigentlich nicht in Berlin??? Oder warum hab ich noch nie von diesem Kulturkaufhaus gehört? Die sollten doch bitte mal eine Filiale in Bremen eröffnen, wenn ihr mich fragt.


Ich finde es jedenfalls super cool, dass sich unsere Gesellschaft und vor allem junge Menschen, scheinbar immer mehr zutrauen und in einer anderen Sprache Geschichten genießen. Da sieht man mal, wie international vernetzt unsere Welt inzwischen ist. Angeblich ist übrigens auch zu beobachten, dass sich die Sprachkenntnisse der Deutschen in den letzten Jahren verbessert haben. Hier lassen sich sicher Parallelen ziehen ;) Ich selbst habe mir vorgenommen in diesem Jahr mehr auf Englisch zu lesen. Leider habe ich nur ein einziges Buch auf Englisch gelesen...Oh mann...aber eins kommt sicher noch dazu. Hoffentlich. 

Wie seht ihr das Ganze? Lest ihr gern auf Englisch, vielleicht sogar viel mehr, als auf Deutsch? Oder seid ihr eher der Serienjukie und zieht euch die Folgen im Original rein? Ich freu mich über jede dagelassene Meinung! :)

Eure Julia

30. August 2016

[ENTDECKT] Das reisende Vorlesesofa!

Hallihallo allerseits :)


Ich bin ein leidenschaftlicher Zeitungsleser und das gebe ich sogar sehr gern zu. Im letzten Jahr hatte ich mal ein Seminar zum Thema Zeitung und damals hatte es mich ziemlich überrascht, dass in meinem Kurs lediglich drei Leute regelmäßig Zeitung lesen. Aber irgendwie ja auch verständlich...wir können uns unsere Informationen sehr viel leichter aufs Handy holen, ohne große und teure Zeitungsabos zu haben. Bei meinem Fall ist das Ganze eher Gewohnheit. Schon meine Familie hatte morgens immer die Zeitung zu Hause und als ich dann auszog, schloss ich ein Studentenabo ab. 

Aber wozu erzähle ich das eigentlich? Hat gar nicht so viele wichtige Gründe :D Ich möchte lediglich darauf hinaus, dass in der Zeitung, die ich lese ab und zu mal ganz coole Sachen stehen, die ich ansonsten nicht erfahren würde. Und wieso sollte ich etwas hier posten, wenn es nichts mit dem Thema Lesen zu tun hätte? Erst gestern bin ich nämlich auf diesen winzige Artikel gestoßen. Man muss schon sagen, dass ich am Weser Kurier zumeist nur rummeckere (,vor allem der Sportteil ist einfach amateurhaft geschrieben), aber der Kultur-Teil hat manchmal ganz interessante Sachen parat.
"Vorlesenachmittag in den Wallanlagen" lautet die Überschrift und macht auf ein tolles Projekt aufmerksam. Für alle, die mit dem Begriff der "Wallanlagen" nichts anfangen können: Ich bin Bremerin und bei den Wallanlagen handelt es sich um eine Art langgezogener Park, um einen kleinen Fluss herum. Wie der Name schon sagt, stand dort früher die Stadtmauer von Bremen und heute ist es ein wunderschöner Ort im noch schöneren Bremen. 
Der Artikel verweist auf ein rotes Sofa, das die nächsten zwei Wochen durch Bremen zieht. Auf diesem Sofa wird jeden Tag vorgelesen. Aber natürlich nicht einfach irgendwas von irgendwem. Das Projekt steht für Vielseitigkeit. Insgesamt lesen 22 Menschen, darunter auch Kinder, zumeist in ihren Heimatsprachen Geschichten vor. Es steht immer jemand zur Seite, der die Geschichten übersetzt. Zum Teil handelt es sich um Flüchtlinge, zum Teil auch um etwas bekanntere Menschen aus Bremen. Der einzige "prominentere" Teilnehmer ist wohl der Werder-Profi Theodor Gebre Selassi. Aber okay, wer sich für Fußball nicht interessiert, wird ihn auch nicht kennen. Aber das ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass ich die Aktion großartig finde! Es wird unter anderem auf Plattdeutsch, Tschechisch, Persisch, Türkisch, Spanisch, Fulani, Russisch, Dari oder Lingala vorgelesen. Die Hälfte der Sprachen habe ich noch nicht einmal gekannt, die auf der Internetseite aufgeführt sind. Schaut doch auch mal vorbei. Ich befürchte zwar, dass niemand von euch aus der Nähe kommt und so keine der Veranstaltungen besuchen kann, aber auch so lohnt sich zumindest ein Blick auf den Internetauftritt! Klickt einfach folgenden Link an:



Die Orte sind über ganz Bremen verteilt und wechseln täglich. Ich selbst werde auf jeden Fall versuchen eine Lesung zu besuchen. Denn gerade als Deutsch-Studentin, finde ich es wichtig, die Bedeutung vom Vorlesen zu betonen. Und wenn man dabei noch etwas über andere Kulturen lernen kann, finde ich das Ganze noch interessanter! Lesen wird in unserer Gesellschaft viel zu oft unterschätzt und gerade deshalb finde ich es wichtig, auf solche tollen Aktionen aufmerksam zu machen!


Was sagt ihr zum reisenden Lesesofa? Gibt es so etwas bei euch in der Nähe auch? Findet ihr auch, dass der Stellenwert des Vorlesens unterschätzt wird? Lest ihr gern vor, oder hört ihr gern zu? Oder ist das vielleicht gar nichts für euch? Sagt mir gern eure Meinung, ich würde ich freuen! :)

Eure Julia

16. Juli 2016

[ENTDECKT] Wenn mitten im Buch plötzlich ein anderes anfängt...

Manchmal passieren einem Dinge, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat. Habt ihr es beispielsweise mal erlebt, dass ihr in einem Buch gelesen habt und plötzlich nicht weiterlesen konntet, weil nach Seite 368 die Seite 248 folgte? Nein?! Komisch....
Mir schon.



Und glaubt mir, ich habe ähnlich verdattert geguckt, wie ihr jetzt vielleicht :D

Aber genauso ist es passiert. Gehandelt hat es sich um einen meiner Lieblinge aus der James-Bond-Reihe. Wie ihr wisst, bin ich ein bekennender Fan des Geheimagenten. Dabei ist es relativ egal, ob er auf der Leinwand rumhüpft, oder ob ich seine Abenteuer literarisch verfolge. In meinem Regal tummeln sich inzwischen die wunderschönen Ausgaben des Cross Cult Verlags und weil ich in diesem Jahr noch keines der Meisterwerke gelesen hatte, griff ich zu "Goldfinger", Band 7 und damit das nächste auf meiner Liste. Ich war leicht verwundert, als ich die letzte Seite ansah und bemerkte, dass das Buch nur knapp über 250 Seiten hat, aber okay. Etwas misstrauischer wurde ich dann doch, als ich auf Seite 300 ankam und bemerkte, dass das Buch doch anfangs gar nicht so viele Seiten hatte. Tja...und dann fiel es mir endlich auf. Die Geschichte um Goldfinger endete auf Seite 368, statt wie vorgesehen auf Seite 393. 

Man fragt sich: Im Ernst jetzt????


In meiner Ausgabe folgte auf Seite 368 Numero 248. Es handelte sich auch immer noch um eine James Bond Geschichte - nur leider nicht meine.
Was macht man also nun?! Da ich nur 30 Seiten vom Ende entfernt war und die Geschichte gerade so richtig spannend wurde, musste ich natürlich erstmal zusehen, dass ich das Buch irgendwie beenden konnte. Und dafür besorgte ich mir eine ebook-Version von Goldfinger. Echt schade...zusätzliche Kosten und so, aber was will man machen, wenn die Druckversion offenbar fehlerhaft ist?! So konnte ich die Geschichte immerhin zu Ende lesen und war wenigstens ein bisschen befriedigt. Aber hey....wie Blogger haben ja keine Probleme Kontakt zu Verlagen zu suchen. Und so schrieb ich dem Cross Cult Verlag eine nett-empörende Mail...möglicherweise eine komische Mischung, aber als Kundin war ich absolut enttäuscht.


Der Verlag wiederum ließ keine 24 Stunden auf seine Antwort warten. So ein Fehler könne im Druck durchaus vorkommen, aber natürlich erhalte ich ein fehlerfreies Exemplar - es tat ihnen sehr leid. Na, das wollte ich doch hören! Der nette Herr, zu dem ich Kontakt aufnahm, versprach mir das neue Exemplar sofort loszuschicken. Das verpeilte er ein wenig, allerdings gab es als Entschuldigung im Pakte dann noch ein paar kleine Goodies dazu. Naja..und so ist das kleine Herz der armen Julia doch wieder erfreut worden. Zumindest bin ich ein Fan meiner neuen Peanuts-Postkarten ;)
Und so endet die Geschichte um den Seitendreher auch schon. Ich habe mich über die Bereitschaft des Cross Cult Verlags sehr gefreut und werde ihm als Leserin auch weiterhin treu bleiben. Meine Goodies gefallen mir sehr und ich bin dankbar, dass es keinerlei Probleme gab.

Aber was haltet ihr von dem Thema? Ist euch so etwas schon einmal passiert? Findet ihr, dass so etwas im Druck tatsächlich mal vorkommen kann? Mir zumindest war das völlig neu....Wie hättet ihr gehandelt, wenn euer Buch plötzlich vorbei wäre?


In diesem Sinne, 
eure Julia




11. Februar 2016

ENTDECKT: "Harry Potter and the cursed child" - ein neues Harry Potter Buch?


Hallo ihr lieben Zauberfreaks und Hogwartskenner!


Gestern hatte ich ein kleines Aha-Erlebnis. Ich saß wie so oft abends mit meinem Freund auf dem Sofa. In unserer Beziehung ist eindeutig er derjenige, der im Netz herumtobt und die verschiedensten Meldungen mitbekommt (ziemlich traurig, wenn man bedenkt, dass ich einen eigenen Blog habe...). Als er dann aber sagte: "Julia, Harry Potter Teil 8 kommt im Sommer raus!", konnte ich einfach nur antworten "Was bitte???". Schnell entpuppte sich diese Neuigkeit aber als gar nicht so neu. Im Londoner West-End soll ab diesem Sommer ein Theaterstück aus der Feder von der Erfolgsautorin Joanne K. Rowling aufgeführt werden. Es handelt sich tatsächlich um das Stück "Harry Potter and the cursed child" - die 8. Story - 19 Jahre später. Soweit war mir das Ganze bereits bekannt. Zumindest hatte ich vor einer Weile davon gehört. Nun hieß es aber plötzlich, dass dieses Theaterstück auch als Buch herauskommen soll. Und ja, ihr Lieben! Am 31.7 soll quasi das Skript veröffentlicht werden. Das heißt: EINE NEUE HARRY POTTER GESCHICHTE!! Bäm! :)
Die anfängliche Euphorie wurde aber von Frau Rowling selbst via Twitter recht schnell gedämpft. Denn bei "The cursed child" handelt es sich nicht um einen weitere Roman, sondern lediglich um die verschriftlichte Fassung des Theaterstücks. Veröffentlicht wird dieses, da ja die wenigstens Harry Potter Fans - die sich bekanntlich auf dem gesamten Globus tummeln - sich das Stück im Londoner West-End ansehen können. Und so besänftigt man die Fans immerhin ein bisschen.




Worum geht es in der neuen Geschichte überhaupt?

Harry ist inzwischen dreifacher Familienvater und Ehemann. Er arbeitet im Ministerium für Magie und lebt ein stressiges Leben. Das Stück schließt quasi an die Epilogszene des letzten Teils an, spielt aber noch einmal zwei Jahre später. Im Mittelpunkt soll aber neben Harry und seiner Lebensgeschichte vor allem sein Sohn Albus Severus stehen. Beide ringen mit ihrer Familiengeschichte und auch der dunklen Seite. Gegenwart und Vergangenheit sollen sich auf eine besondere Art vermischen und beide müssen die unbequeme Wahrheit lernen.


Ich persönlich kann mir unter diesen Angaben nicht sonderlich viel vorstellen, aber auch wenn es nur um den Lebensverlauf unserer lieben Zauberlehrlinge geht, heiße ich dieses Buch/Skript sehr willkommen! Die altbekannten Figuren wie Hermine und Ron sollen ebenfalls mitspielen, allerdings nur in Nebenrollen.

Harry Potter ist ein absoluter Klassiker und ich freue mich darauf, wenn man mehr von dieser Geschichte bekommt. Allerdings habe auch ich so meine kleinen Bedenken. Was, wenn mir diese Perspektive so gar nicht gefällt? Was, wenn diese neue Geschichte einen Teil der alten kaputt macht? Oder vielleicht mag ich die Entwicklung nicht, die die Charaktere genommen haben, weil sie in meiner Fantasie seit Jahren ein völlig anderes Leben führen??? 
Fragen über Fragen...Aber ob und wie ich sie beantworten kann, werde ich wohl erst im Sommer herausfinden. Die Veröffentlichung ist in jedem Fall fix, allerdings natürlich erst einmal nur auf Englisch. Aber als wenn uns das abhalten würde...;)


Soviel von mir zu einem im Internet aufgeschnapptem Thema, das mehr als die Runde macht und, e das noch nicht unbedingt durch Faktenwissen glänzen kann. Es scharen sich wohl viel mehr Geheimnisse und Vermutungen wie auch Gerüchte um "das verfluchte Kind", als wirkliche Bestätigungen. Allerdings hat mich das Fieber schon gepackt. Zumindest habe ich letzte Nacht von Harrys Familie geträumt.
Übrigens kommt der 8. Teil somit 18 Jahre nach dem ersten Band der Harry Potter-Reihe heraus. Das sind schon Wahnsinnszahlen, wenn ihr mich fragt.


Aber was sagt ihr? Habt ihr auch Lust mehr über die Potters zu lesen? Oder findet ihr, dass die Geschichte abgeschlossen bleiben sollte und das Ganze nur eine riesige Geldmacherei ist? Würdet ihr das Buch lesen wollen?

Eure Julia



interessante Quellen: 
http://www.welt.de/kultur/article152095044/Achtes-Harry-Potter-Buch-erscheint-im-Sommer.html
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/harry-potter-achter-band-als-buch-a-1076746.html
http://www.sueddeutsche.de/kultur/jk-rowling-achtes-harry-potter-buch-erscheint-im-sommer-1.2858780
http://www.harrypottertheplay.com/
https://www.facebook.com/HPPlayLDN/info/?tab=page_info
http://www.prosieben.de/stars/news/harry-potter-band-8-von-j-k-rowling-dementi-tweet-schockt-fans-050145

15. November 2015

ENTDECKT! Wissenswertes über die Welt der Literatur: "Kurzgeschichten-Automaten"

Als ich vor ein paar Tagen beim Frühstück durch die Zeitung meiner Region blätterte (ja, ich bin so antiquiert und offenbar auch wohlhabend genug um ein Zeitungs-Abo zu haben :D) fiel mir ein überaus interessanter Artikel in die Augen! "Literatur auf Knopfdruck" lautete die Überschrift.


Als ich mich dem Artikel dann genauer widmete, kam ich zu dem Schluss: Hut ab! Da ist doch tatsächlich ein schlauer Kopf auf die Idee gekommen die furchtbare Warterei auf viele öffentlichen Ämtern mit einer sinnvollen Tätigkeit zu verkürzen: Lesen!


Das System: In Grenoble können die Menschen seit Kurzem auf den Ämtern der Behörden einen Knopf am "Literatur-Automaten" drücken und dieser spuckt eine Kurzgeschichte aus. Der Leser kann sich hierbei entscheiden, ob er eine Geschichte über eine, drei oder fünf Minuten lesen möchte. Dementsprechend druckt der Automat auf einer Art Bonpapier eine Geschichte oder ein Gedicht, dass sogar bis zu 1,20 m lang werden kann. Und Tadaaaa....der arme Mensch, der den Gang zur Behörde unternehmen musste, kann sich seine wertvolle Zeit nun mit einem Stück Literatur vertreiben, statt andauernd auf Facebook oder so abzuhängen. Starke Geschichte!


So sieht das Ganze dann wohl in der Realität aus. Derzeit werden diese Automaten allerdings nur in Grenoble aufgestellt, weitere sind in Planung.

 Und noch viel schöner: Es ist absolut kostenlos. Das bedeutet aber natürlich auch, dass den armen Autoren nicht viel Geld gezahlt werden kann. Auf einer Onlineplattform kann man sich mit seinen Texten bewerben und bei einer Veröffentlichung gibt es 5-10€...auweia....aber besser als nichts. Für kleine Autoren, oder Menschen, die nur zum Zeitvertreib ein paar Geschichten schreiben (vielleicht auch für den ein oder anderen Blogger?) ist es sicher ein guter Weg, um eine recht breite Öffentlichkeit zu erreichen.

Was haltet ihr von dieser Idee des Literatur-Automaten? Sollten wir so etwas in Deutschland auch einführen?

Ich bin natürlich der Meinung, dass die meisten Menschen, die diesen Post und auch den dazugehörigen Artikel lesen, niemals unvorbereitet zu einer Behörde gehen würden. Also mal im Ernst....wir haben doch immer ein Buch dabei, oder?!
Allerdings finde ich, dass es wirklich eine tolle Idee ist, um die Menschen mal wieder mit ein bisschen Literatur in Kontakt zu bringen, statt sich immer in eines dieser Smartphone-Monster zu verwandeln.


Die Frage nach der Art der Geschichten bleibt natürlich offen. Kann schließlich immer mal  passieren, dass man eine Geschichte nicht leiden kann. Aber hey...dann hat man es immerhin versucht.

Ich jedenfalls verneige mich vor unseren französischen Nachbarn und plädiere hiermit für eine Einführung auf deutschen Ämtern! Los, los, los!!!




PS: Ich sehe mich schon vor so einem Automaten hocken mit dem Finger auf den Tasten: drück....drück....drück....drück....
Ich armer Freak.


Quelle: Weser Kurier vom 12.November 2015