26. März 2017

Rezension: "Erwählt in tiefster Nacht" von C. C. Hunter


Titel: Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht
Autor: C.C. Hunter
Verlag: Fischer
Preis: 14,99€
Seiten: 592

Die „Shadow-Falls-Camp-Reihe“ habe ich ohne große Erwartungen begonnen. Doch gleich der erste Teil war so cool, dass ich die Reihe natürlich weiterlesen musste und so stiegen auch meine Erwartungen. Zwischenzeitlich wurde es schon ein bisschen schwächer und so war ich auf das große Finale, Band fünf, gespannt. Meiner Meinung nach ist „Erwählt in tiefster Nacht“ ein gutes und solides Finale, an dem mich aber ein paar Punkte gestört haben. Friede, Freude, Eierkuchen kann man eben auch übertreiben…

Klappentext


Kylie hat das Shadow Falls Camp verlassen und ist zu ihrem Großvater und ihrer Großtante in die Chamäleon-Gemeinschaft gezogen. Dort will sie mit anderen Jugendlichen ihrer Art mehr über sich erfahren und lernen, wie sie ihre unglaublichen Kräfte anwenden kann. Aber Kylie vermisst das Shadow Falls Camp, vor allem ihre Freunde dort.
Als im Shadow Falls Camp etwas Schreckliches geschieht, das auch Kylie in Gefahr bringen könnte, tauchen Burnett und Derek auf, um sie zurückzuholen. Doch die Chamäleon-Gemeinschaft will Kylie nicht gehen lassen, und es bleibt nur eine Möglichkeit …
Kylie muss sich entscheiden: Wo ist ihr Zuhause? Und wen liebt sie wirklich – Lucas oder Derek?

Meinung


Ich sage gleich vorweg, dass diese Rezension Spoiler beinhaltet. Also lest nicht weiter, solltet ihr den Inhalt dieses Buches noch nicht kennen.
Ich finde jedes Buch dieser Reihe wirklich sehr angenehm. Man kommt jedes Mal wieder ein bisschen nach Hause, kennt die Charaktere, es taucht immer wieder ein Geist auf und Kylie hat neue Probleme. Nach diesem Muster ist auch „Erwählt in tiefster Nacht“ aufgebaut, außer, dass man eben weiß, dass es diesmal final sein wird. Der bevorstehende Kampf hat also etwas Endgültiges und der Leser weiß, dass Kylie sich Mario stellen muss. Der Plot scheint also klar. Schon nach kurzer Zeit verlässt Kylie die Gemeinschaft der Chamäleons wieder – ziemlich schnell, wenn man bedenkt, dass sie unbedingt weggehen MUSSTE. Aber naja. Auch die Sache mit Lucas und Derek ist ziemlich schnell geklärt. Mein armes Derek-Fan-Herz musste natürlich bluten, aber das war ja auch von Anfang an klar, nicht wahr? Ich fand die Dreiecksbeziehung immer sehr cool, aber es musste ja auch eine endgültige Lösung her – und in dieser Lösung liebt Kylie nun einmal Lucas. Das finde ich auch gar nicht schlimm, ich mag die Szenen der beiden und wie Lucas um Kylie kämpft. Ich mag Derek nur einfach lieber… Was mich aber extrem gestört hat und was in diesem Teil noch einmal sehr deutlich hervorkommt, ist die Perfektion von Kylie. Ich fand es unglaublich nervig, dass Kylie immer etwas Besonderes ist. Nicht nur, dass sie zu einer bisher unbekannten Art gehört und dieser die Freiheit schenken will, nein – zwei tolle Jungs sind in sie verliebt, sie ist die beste Freundin der Schulleiterin (, die sehr wohl älter, reifer usw. ist), sie ist ein Protector, kann Geister sehen und, ach ja… jeder will Beziehungstipps von ihr, weil sie ja so nett und lieb und hilfsbereit ist. Oh mann…soll ich weitermachen?! Das war mir wirklich zu viel. So toll kann ein einzelner Mensch einfach nicht sein, ich denke das liegt auf der Hand. 
Nichtsdestotrotz ist die Geschichte des letzten Buches gelungen. Manchmal gibt es zwar Längen und unnötiges Chaos, aber das macht die Reihe sehr solide. Außerdem hatte ich damit nie ein Problem und man liest das Buch gern. Die Probleme der Charaktere und Geschichte spitzen sich zu, aber wie ich schon sagte – für alles gibt es ein Happy-End. Hach, wie schön. Selbst der gute Derek verliebt sich wieder neu, so dass Kylie nicht mal ein schlechtes Gewissen haben muss, ist das nicht toll?! ;) Die Friede-Freude-Eierkuchen-Nummer fand ich wirklich übertrieben, aber ich kann auch verstehen, dass sich nach einem perfekten Ende gesehnt wird. 
Die Charaktere sind wie immer toll. Meine Lieblinge bleiben Miranda und Della. Die Spin-Off Reihe um Della ist sicher lesenswert, ob ich mir ihr stelle, weiß ich aber noch nicht. Mir war der Geist aus diesem Buch sympathisch, denn er ist so geheimnisvoll. Am Ende macht alles Sinn und somit hat die Autorin einen guten Bogen geschlagen. Der Stil ist frisch und jugendlich, chaotisch und emotional – so wie Kylie. Alles in allem, also sehr authentisch für das Thema und das Genre.

Fazit



Ich bin immer wieder gern in die Welt der Übernatürlichen zurückgekehrt, aber nach diesem Buch, habe ich auch erst einmal mit Shadow Falls abgeschlossen. „Erwählt in tiefster Nacht“ ist ein gutes Buch, dass die Geschichte von Kylie gut abrundet und auf seinen Höhepunkt bringt. Dennoch enttäuschte mich die Überperfektion. Da es aber trotzdem eine schöne Lektüre ist und vor allem das Ende mit Spannung glänzt, greife ich wieder zu vier Spitzenschuhen. Beinahe wären es weniger geworden, aber die Reihe hat mir eben doch viel Spaß gemacht.



24. März 2017

Auf nach Leipzig!


Hallo ihr Lieben!


Ihr lest es in diesen Tagen immer häufiger: Viele Blogger verabschieden sich auf die Buchmesse in Leipzig. Auch ich gehöre zu den Verrückten, die morgen in aller Herrgottsfrühe aufstehen werden, um sich ins Auto Richtung Leipzig zu setzen ;) Aber ich bin in diesem Jahr nicht allein. Zusammen mit meiner Freundin Elif von Lost in Written Words beginnt die wilde Fahrt.


Ich werde also morgen, am Samstag den 25.3 ab ca. halb 10 Uhr auf der Messe sein. Gegen Abend verabschieden wir uns aber wieder gen Heimat. Unser Programm ist nicht allzu vollgepackt, so dass wir viel Zeit zum Schlendern und Stöbern haben. Carlsen und Lovelybooks sind zwei Treffpunkte, an denen man uns finden könnte ;)


Vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen von euch? :)


Solltet ihr euch nicht ganz sicher sein, ob ich es bin, kann ich das verstehen. Ich hatte letzte Woche eine Weisheitszahn-OP und leider noch ein paar grün-gelbliche Spuren auf meiner Wange. Naja...und im Normalfall ist sie auch nicht so dick, wie jetzt :D Aber ich seh schon wieder relativ normal aus ;)
Ich freu mich auf einen buchigen, aber sicher anstrengenden Samstag und hoffe ein paar von euch zu sehen!



Seid ihr morgen auch in Leipzig oder zieht euch nichts zur Messe? :)

Eure Julia

20. März 2017

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #11

Hallo ihr Lieben!



Pünktlich zum 20. des Monats sitze ich an meinem Laptop und tippe brav mein SuB-Interview. Das fällt derzeit auch nicht allzu schwer, da ich krankgeschrieben bin. Ja, super ist das. Mir wurde zwei Weisheitszähne entfernt und ich hatte ja keine Ahnung, dass das so eine furchtbare Angelegenheit ist. Ich meine...ich bin 24 Jahre alt und fühle mich in den letzten vier Tagen wie ein Kleinkind, das nichts alleine machen kann. Die Tatsache, dass ich vor allem Babynahrung zu mir nehme, hilft da auch nicht.
Aber genug von meinen Leiden. Man sollte meinen, dass wenn man sich nicht wirklich bewegen kann, man wenigstens zum Lesen kommt. Dem ist aber leider nicht so, da ich fast sofort einschlafe, dank der Medikamente, wenn ich eine Buchseite anstarre. Das ist arges Pech für meinen gelibten Karli, denn im Moment bin ich nicht sehr gut im Projekt ihn zu verkleinern. Aber hört ruhig selbst, was er zu sagen hat ;)

Ach..und schaut ruhig bei der lieben Anna vorbei, die die Schirmherrin dieser wunderbaren Aktion ist!



1. Karli, wie groß bist du aktuell?


Ein herzliches Hallo auch von mir in die Runde. Die Zeit vergeht ja wirklich wie im Flug :) Ich freue mich, dass ich auch wieder dabei bin. Im nächsten Monat interviewt meine liebe Julia mich schon ein Jahr lang. Hui, ist das aufregend.
Aber zum Thema: Wie groß bin ich aktuell? Tja...wie ihr wisst, ist mir meine aktuelle Größe etwas unangenehm. Und Julia flüchtet sich immer in ihre Ausreden: Krankheit, Masterarbeit...hach...dass ich nicht lache. Da kann man ja wohl mal ein bisschen zwischendurch lesen, das nichts mit Rechtschreibung und Untersuchungen zu tun hat :P Aber ihr habt ja Recht, ich lenke ab...Im letzten Monat war ich 122 Bücher groß. In diesem Monat sind es immerhin ein paar weniger,nämlich 118! :) Wobei...heute morgen ist noch ein Hörbuch hinzugekommen. So ein Mist. Also 119. Aber egal. Julia liest derzeit 4 Bücher parallel, davon ein Langzeitprojekt, also irgendwann werde ich wohl wieder schrumpfen. Ich gebe die Hoffnung zumindest nicht auf ;) Dann wäre das Leben ja auch sinnlos :P




2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.




Ja, die SuB-Pflege läuft. Langsam, aber immerhin. Ich interpretiere diese Frage ja immer gegenteilig, als sie gemeint ist. Ich fühle mich gepflegt, wenn ich wenige oder gar keine Neuzugänge bekomme und lediglich kleiner werde. Nicht so klein, dass ich verschwinden würde, aber naja..eben klein. In diesem Monat hat Julia nur ein Buch gekauft. Oh ja. Und dann ein paar bekommen. Ich zeige euch die vier Neuzugänge, die mich erreichten und hoffe, dass ich damit keine Regel sprenge ;)

   

Ja Freunde, so sieht's aus. Zwei der vier Bücher sind vielleicht ein bisschen ungewöhnlich, aber ich diskriminiere ja keine Bücher, sie gehören alle zu mir ;) "Paper Princess" verweilte lediglich eine Woche in meiner Obhut und hat mich bereits wieder verlassen. "Chaoskuss" hingegen darf ich eine Weile behalten. Julia wollte das Buch schon länger unbedingt haben und hat bei einer Aktion zugegriffen :)
Dann wären da noch die Sonderfälle. Das "Star Wars Episode II"-Hörbuch habe ich eben schon erwähnt. Es kam vor etwa einer Stunde vom lieben Postboten. Julia fand Teil eins so toll, dass sie sich gleich das zweite hinterher gönnte. Und außerdem ist Episode II ihre liebste. Mal sehen, wie viele Stunden ich dieses Hörbuch noch beherberge. Und zu guter Letzt: "Das Runners Laufbuch". Ich bin mir nicht sicher, ob Julia jemals in der Lage sein wird, einen Halbmarathon zu laufen, aber offenbar ist sie motiviert :D Auch wenn ich euch verraten kann, dass sie lediglich für einen 10km Lauf im Oktober trainiert. Aber nach allem was ich hörte, ist die während des Lesens voller Motivation und flirtet tatsächlich mit dem Halbmarathon. Ich persönlich glaube da noch nicht dran, aber vielleicht kann meine Besitzerin mich ja eines Besseren belehren...ätsch...


3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes verließ mich ein Buch, das seit Weihnachten bei mir war. "Phase Null - Die Auserwählten" wurde von Julia gelesen und sie fand es wirklich gut. Uns hatte die vorgehende Trilogie sehr gut gefallen und daher besitzt Julia auch die Prequel-Bücher. Jetzt habe ich gar keine Bücher mehr als von James Dashner, aber mein Freund das Bücherregal der gelesenen Bücher besitzt nun 7 ;) Hier kommt ihr zur Rezension!




4. Lieber Karli - ein Jahr ist rum und somit die Probezeit von "Mein SuB kommt zu Wort" nun offiziell vorbei. Wie sind deine Gedanken zu der Aktion? Möchtest du gerne weiterhin regelmäßig zu Wort kommen? Gibt es Wünsche oder Verbesserungen von deiner Seite aus? :)

Puh...lustig, dass das die Monatsfrage ist. Schließlich habe ich erst vorhin erwähnt, dass ich im nächsten Monat schon seit einem Jahr dabei bin :) Dann sind Juliaund ich ja tatsächlich im Kreise der ersten, die bei der tollen Aktion mitmachen :)
Aber jetzt mal zur Frage: Ich liebe diese Aktion! Julia nimmt ansonsten an keinerlei Aktionen teil und daher fühle ich mich schon ein bisschen geehrt. Ich wünsche mir jedenfalls, dass die Aktion noch super lang fortgeführt wird. Ich freue mich jedes Mal, wenn mein Beitrag erscheint. Aber ich finde die Anteile auch gut, will heißen, dass ich im Moment gar nicht die Zeit für mehr als ein Interview im Monat hab. Ihr glaubt ja gar nicht, was ein SuB alles zu tun hat ;) Wünsche habe ich eigentlich keine. Ich finde, dass es ganzw underbar funktioniert und ich mag auch die Fragen sehr gern. Außerdem weiß ich, dass diese Aktion Julia auch hilft, einen Überblick über ihre nicht gelesenen Bücher zu behalten und das Lesen besser zu planen. "Mein SuB kommt zu Wort" hilft also ihr und mir. Und so soll es doch sein ;)

Das war es schon wieder von mir. Ich weiß...das ist immer mein letzter Satz. Aber irgendwie muss sich ja auch eine gewisse Routine entwickeln ;) Ich freue mich jedenfalls, dass ich wieder mit dabei war und über alle, die es geschafft haben, bis hierhin zu lesen :) Ich freu mich auf das nächste Mal! Das wird allerdings nicht pünktlich erscheinen. Julia ist bis zum 24.4 im Urlaub und sie nimmt mich unverschämterweise nicht mit. Dafür wandern aber einige meiner Bücher in den Koffer. Also vielleicht kann ich beim nächsten Mal ja einen deutlichen Fortschritt verzeichnen :) Drückt mir die Daumen!


Euer Karli



Auch für mich war das wieder ein spannendes Interview. Mein Karli hat schon viel Verständnis, aber eben auch seine eigene Meinung. Das gefällt mir ;) Mal gucken, ob mir für den nächsten Monat etwas Besonderes für den kleinen Racker einfällt. Wie er schon sagte, bin ich die gesamten Osterferien nicht im Land, es wird noch ein Post folgen. Ich hoffe wirklich, dass ich ihm den Gefallen tun kann und ihn verkleinern kann. Drückt also auch mir die Daumen, damit ich ihn glücklich machen kann ;)

Liebst,
eure Julia 

19. März 2017

Rezension: "Phase Null - Die Auserwählten" von James Dashner


Titel: Phase Null - Die Auserwählten
Autor: James Dashner
Verlag: Chicken House
Preis: 19,99€
Seiten: 440

Selten konnte mich eine solch brutale Buchreihe, wie es „Die Auserwählten“ sind, begeistern. Aber Thomas und seine Freunde faszinierten mich von der ersten Seite an. Beim ersten Teil hatte ich keine Ahnung, wie weitreichend die Geschichte von James Dashner noch werden würde, doch sein Handlungsgerüst wurde äußerst komplex. Somit war klar, dass ich auch die Prequel-Bücher lesen würde. Denn wie hat alles begonnen und was passierte wirklich in der Vergangenheit von Thomas und Teresa? Voller Erwartungen startete ich mit „Kill Order“ und das Buch enttäuschte mich gewaltig. Beinahe hätte ich „Phase Null“ gar keine Chance mehr gegeben, aber dieser Klappentext versprach mir das, was ich wissen wollte. Also los! Und dieses Prequel-Buch lohnt sich tatsächlich! Man bekommt Informationen und staunt über den ein oder anderen Fakt. Ein gutes Buch, das es mit der Trilogie aber dennoch nicht aufnehmen kann.

Klappentext


Du weißt, was im Labyrinth, in der Brandwüste und der Todeszone passiert ist?
Ganz sicher nicht!
Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen.
Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments vorbereitet werden.
Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an Thomas.

Meinung


„Phase Null“ beginnt direkt bei den Figuren, die man durch die Trilogie lieben gelernt hat. Keine neuen Unbekannten, von denen plötzlich die Handlung getragen wird. Nein. Wir lernen Thomas, Newt, Alby, Minho und Teresa noch einmal völlig neu kennen. Das war ein schönes Gefühl und es ist interessant für den Leser die Entwicklungsschritte der einzelnen Figuren zu verfolgen. Wie war Minho als Kind, wie ist er als Teenager? Was wissen die Jungs über das Experiment und ihr eigenes, zurückgelassenes Leben? All dies sind Dinge, die geklärt werden. Zum Teil blutete mir das Herz mit dem Wissen, das ich aus den folgenden Büchern hatte. Ich konnte nicht fassen, dass die Geschehnisse so grausam sind. Denn das ist ein Punkt, der in diesem Buch sehr gut zur Geltung kommt: Grausamkeit. Natürlich ist der Brand die schlimmste Konstante, von der die „Maze Runner“ im Labyrinth nichts wissen. Aber zu was er die Menschen führt, ist noch schrecklicher. In diesem Zusammenhang muss ich die Mitarbeiter von ANGST erwähnen. Thomas ist ein starker Junge, der sehr schnell erwachsen werden musste. Er weiß früh, dass er den ANGST-Mitarbeitern nicht trauen darf und begeht diesen Fehler dennoch immer wieder. Dr. Page, die spätere Leiterin der Forschungszentrale, tritt sehr früh auf – doch wir wissen, dass es ihr um mehr geht als nur Thomas Wohlergehen. Und da kommt mit Brutalität zum Tragen. Die sogenannte „Säuberungsaktion“ ließ mich mit offenem Mund zurück. Glaubt mir, nicht alles in diesem Buch ist etwas für schwache Nerven. Und dennoch ist es wirklich gut. Brutal, real, zum Teil derb und absolut vernichtend. Anders kann ich es nicht sagen. Ich finde, dass Dashner das von ihm geschaffene Szenario wirklich beherrscht und logisch auseinander nimmt. In der Trilogie weiß man nie, wer jetzt der Böse ist, aber nach diesem Buch weiß ich immerhin, dass zumindest Thomas immer zu dem stand, was er sagte. Anders als gewisse anderen Menschen, gegen die ich schon immer etwas einzuwenden hatte. 
Nach dem Lesen hatte ich das Bedürfnis die Reihe noch einmal zu beginnen. Ich glaube, dass sich die Sicht auf die Geschehnisse verändert. Besonders heftig fand ich den Punkt, dass den Lichtern die Gedächtnisse gelöscht werden – klar, das war auch in der Trilogie hart. Aber nun zu wissen, was die Charaktere wussten, macht den Leser zu einem aktiven und somit leidenden Beobachter. Und außerdem verändert es die gesamte Sicht auf Teresa.
Dashner bleibt seinem harten Stil treu. Die Kapitel sind relativ kurz, aber schon besser als noch bei „Kill Oder“. Der Stil ist flüssig und da Thomas wieder der Erzähler ist, ist das gesamte Konzept ruhiger.


Fazit



Mir hat dieses Buch genau das gegeben, was ich haben wollte. Es ist eine logische und gleichzeitig tragische Ergänzung zu der Geschichte der Auserwählten. Man sollte auf brutale Geschehnisse vorbereitet sein, wenn man zu diesem Buch greift und der ANGST ins Auge blicken. Ich fand es toll, noch mehr über die verschiedenen Charaktere zu erfahren und ihnen erneut zu begegnen – vor allem, wenn man weiß, wer das Alles nicht überleben wird. Ein wirklich gutes Buch, das für mich lediglich nicht auf Augenhöhe der Trilogie steht. Dennoch: vier Spitzenschuhe.


15. März 2017

Rezension: "Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen" von Rick Riordan


Titel: Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 16,99€
Seiten: 496

Die griechische Mythologie ist ein überaus interessantes Thema. Geschichte hat mich schon immer fasziniert, nicht umsonst wählte ich dieses Fach als Studiengang. Meine größten Leidenschaften gelten noch immer der alten Geschichte – den Pharaonen, den Römern und den Griechen. Wie viel Wahrheit steckt in den Sagen und den Geschichten? Was ist von den riesigen Tempelanlagen übrig geblieben? Alles, was mit diesen Themen zusammenhängt, verschlinge ich. Und deshalb habe ich auch die Percy Jackson-Reihe geliebt. Für mich ist der humorvolle Percy ein wahrer Held und er erzählt Abenteuer wie kein zweiter. Die Idee, diesen Halbgott die griechischen Göttersagen erzählen zu lassen, fand dementsprechend sofort Anklang bei mir. Und ich muss sagen, dass ich selten etwas so informatives und gleichzeitig lustiges gelesen habe. „Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen“ ist ein absoluter Muss für Fans der griechischen Mythologie und für jeden, der einfach gerne lacht. Ein großartiges Buch!


Klappentext


Wer könnte die griechischen Göttersagen besser nacherzählen als der Sohn des Poseidon höchstpersönlich? Percy Jackson haucht den alten Klassikern turbulentes Leben ein und gibt ganz neue Einblicke in den Alltag auf dem Olymp. Mit einem Augenzwinkern berichtet er unter anderem davon, wie Athene ein Taschentuch adoptiert, Persephone ihren Stalker heiratet und Zeus sie alle umbringt. Ein urkomisches Leseerlebnis für jeden, der Spaß an griechischer Mythologie hat – und für alle anderen garantiert auch!

Meinung


In diesem Buch befinden sich um die 20 Kurzgeschichten über die olympischen Gottheiten. Percy stellt nacheinander die griechischen Götter, ihre Sagen, Erlebnisse und Heldentaten vor. Dazu gehören natürlich auch all ihre Schandtaten, Vergewaltigungen und Affären. Denn, oh ja…die Götter sind keine Kinder von Traurigkeit. Schon in der Percy-Jackson-Reihe habe ich immer den Humor des Protagonisten geliebt.  Und der herrscht hier in jeder Geschichte vor. Percy erzählt die griechischen Sagen so unglaublich lustig nach, dass ich mehrfach laut lachen musste. Ich habe das Buch mit meinem Freund gemeinsam vorgelesen. Wenn man den Geschichten lauscht, ist es glaube ich noch einmal lustiger, da die Betonung so gut zur Geltung kommt. Ich liebe es, wie Percy die Taten kommentiert, besonder die, die heute wenig Sinn machen, in der Mythologie aber so niedergeschrieben sind.
Man lernt bei diesem Buch unglaublich viel. Hat man vorher die PJ-Bücher gelesen, erkennt man viele mythologische Wesen wieder. Man lernt mehr über die einzelenen Götter und ihre Geschichten. Vieles kann man sich besser erklären. Außerdem erweitert man sein Allgemeinwissen. Als ich vor einer Weile die Odyssee gelesen habe, fragte ich mich zum Beispiel des Öfteren, warum Athene immer „Pallas Athene“ genannt wird – hier erfuhr ich es. In diesen lustiges Stil ist unglaublich viel Wissen verpackt und es macht Spaß zu lesen und zu lernen. Die griechischen Götter haben echt lustige und gleichzeitig verstörende Sachen abgezogen. Unglaublich, an was Menschen so glauben können…
Der Stil von Rick Riordan ist altbekannt gut und lustig. Natürlich ist das Vokabular umgangssprachlich und nicht immer den Gottheiten gerecht. Manchmal werden sie wie Idioten dargestellt, aber Percy hat schon noch eine Menge Respekt. Ganz besonders lustig fand ich das Anfangskapitel, in dem Kronos Geschichte erzählt wird. Ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten. Aber eigentlich amüsiert man sich in jedem Kapitel. Egal ob über Poseidons überhebliche Aktionen, Hades Trotteligkeit, Hermes diebische Raubzüge oder Artemis Männerhass. Ich liebe jede einzelne Geschichte und habe viel Wissen aus dem Buch mitgenommen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Aber Achtung, die Götter haben manchal auch wirklich schlimme Sachen gemacht…



Fazit


Das Buch beginnt mit dem Satz: 
"Ich hoffe ich bekomme hierfür ein extradickes Lob“ (S. 9) 
Und genau das muss ich jetzt aussprechen. Percy Jackson bekommt als Erzähler der griechischen Göttersagen ein extradickes Lob, denn dieses Buch ist unterhaltsam, lehrreich und absolut humorvoll. Ein wahres Highlight, dem ich gern fünf Spitzenschuhe gebe. Wer ist nochmal der Gott des Tanzes? Ach, nun gut…Apollo kann sie als Gott der Musik sicher auch gebrauchen...


13. März 2017

Rezension: "Paper Princess" von Erin Watt


Titel: Paper Princess - Die Versuchung
Autor: Erin Watt
Verlag: Piper
Preis: 12,99€
Seiten: 384

Viel zu oft schaue ich in letzter Zeit auf die Seitenzahl von Büchern und denke mir: „Puh, noch 200 Seiten…“ Das ist natürlich nicht der Sinn vom Lesen, aber manchmal kann man sich nicht wehren. Was man jetzt braucht, ist ein Buch, das einen begeistert, bei dem man nicht aufhören kann zu lesen. Und so ein Buch ist „Paper Princess“ von Erin Watt! Anfangs gefielen mir einfach nur das Cover und der Klappentext. Aber dann verlor ich mich innerhalb der ersten Kapitel in der Geschichte. Die Protagonistin Ella begeisterte mich und die Royals ruinierten mich…Denn ich lechze nach der Fortsetzung! Drama, Familie, Emotionen, Kribbeln und Spannung – all das vereint „Paper Princess – Die Versuchung“. Also lasst euch mitreißen und taucht ein in die Welt der Royals. Es lohnt sich so sehr!

Klappentext


Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Meinung


Es ist einfach so viel, was dieses Buch so gut macht! Und ich bin wirklich nur froh, dass sich frühzeitig der Suchtfaktor einstellte und ich das Lesen einfach nicht lassen konnte. Man lernt sofort die Protagonistin Ella kennen. Das Zitat „Moderne Cinderella-Story“ ist gar nicht so weit hergeholt, denn das Grundgerüst ist dem tatsächlich sehr ähnlich. Ella schlägt sich durchs Leben und ist mehr als abgehärtet. Sie hat ihre Mutter verloren, die als Stripperin arbeitete. Somit kennt Ella das Leben von seiner brutalsten Seite. Als dann plötzlich Callum auftaucht, ist sie misstrauisch – zu Recht. Sie ist ein so taffes und authentisches Mädchen. Sie hat ihre Höhen und Tiefen und dennoch habe ich ihr jede Handlung und jede Gefühlsregung abgenommen. Ihre Aktionen im Buch sind vielseitig und facettenreich. Sie kann eine richtige Bitch sein und ist dann wieder das liebe Mädchen von nebenan, das eigentlich nur geliebt werden will und sich nach einer Familie sehnt. Doch mit der, die sie erwischt, hat sie es gar nicht leicht. Gleich fünf „Brüder“, die auch noch verboten gut aussehen, bekommt sie geliefert. Doch diese Brüder begegnen ihr feindselig – was will das heruntergekommene Mädchen hier? Schläft sie mit unserem Vater? Alles berechtigte Fragen, doch Ella hat nicht darum gebeten, eine Royal zu sein. 
Der Weg des Buches ist großartig konstruiert. Die Handlung beginnt zwar sachte, baut sich aber rasant auf. Schon beim zweiten Kapitel war ich Feuer und Flamme. Es geht über viele Seiten um das Ankommen in der Gesellschaft der Royals, das Schulleben und die abgehobenen Kids. Aber auch um die neuen Familienbande. Ella kann es nicht verhindern, ihre eigenen „Brüder“ heiß zu finden – und die nutzen das aus. Schließlich ist sie doch in ihren Augen sowieso eine Schlampe. Besonders mies ist Reed zu ihr. Und wie das so ist, lieben die Mädchen immer den Bad Boy. Anfangs ist Ellas Faszination schwer nachvollziehbar, da sie doch vor allem sexueller Natur ist. Aber dann wird das gesamte Verhältnis zu den Brüdern besser. Hach…und diese Passagen habe ich so geliebt. Die Geschichte macht einen Wandel durch und die Familie Royal legt eine große Entwicklung hin. Zwischen Reed und Ella knistert es gewaltig und als Leser fiebert man auf ihre gemeinsamen Szenen hin. Ich war absolut abhängig von den Aktionen der beiden. Viele Szenen sind total sexy, aber nicht vulgär. Ich war wie gefangen.
Die Charaktere sind außerdem ziemlich ungewöhnlich und toll. Eigentlich sind die fünf Brüder einfach nur total zerrissen und emotional zerstört. Aber das verstecken sie mir Arroganz und Sexismus. Ella hingegen ist sich ihrer Verkorkstheit bewusst und agiert völlig rational. Sie ist aber auch einfach sehr cool und selbstbewusst, kann sich allein durchschlagen und gibt wenig Wert auf die Meinung anderer. Dennoch will sie sich fallen lassen können und braucht Halt. Reed ist da nicht der perfekte Partner, aber das Knistern zwischen den beiden ist nicht zu bestreiten. Besonders toll fand ich persönlich Easton und Callum. Easton ist ein Witzbold höchster Klasse, der sich ebenfalls hinter seinem Sexleben versteckt. Und der Vater Callum hat den Tod seiner Frau nicht verkraftet. Es ist ein komplexes Emotions- und Beziehungsgeflecht bei „Paper Princess“, aber dieses Ungewöhnliche macht das Buch so toll! Die Entwicklungen der Figuren sind großartig und trotz ungewöhnlichem Thema irgendwie authentisch. Es gibt auch fiese Nebenfiguren wie Jordan oder Dinah, vielleicht auch Brook. Aber die gehören zu jeder guten Geschichte.
Der Schreibstil ist toll und man fliegt durchs Buch. Ella ist einfach genau der richtige Fokus. Das Vokabular gefiel mir und ist dem Genre absolut gerecht. Das Ende ist einfach nur fies. Ich will schon jetzt den nächsten Teil und bin einfach nur froh, dass er bereits im nächsten Monat erscheint.

Fazit




Für mich haben die Autorinnen alles richtig gemacht, denn ich liebe „Paper Princess“. Ella ist einfach so cool und selbstbewusst, ihre Aktionen sind authentisch und sie ist eine Mischung aus Prinzessin und Bad Girl. Die Figuren haben mir überaus gut gefallen und es bleiben noch viele Lücken. Das Prickeln zwischen Reed und Ella kann man auf jeder Seite spüren und so fliegt man geradezu durch das Buch. Ich bin jedenfalls abhängig und gebe gern zu, dass diese Royals mich wirklich ruiniert haben. So sehr, dass ich 5 Spitzenschuhe vergeben muss!


11. März 2017

Rezension [Hörbuch]: "Star Wars Episode I - Eine dunkle Bedrohung" von Terry Brooks


Titel: Star Wars Episode I - Eine dunkle Bedrohung
Autor: Terry Brooks
Sprecher: Philipp Moog
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 13,99€
Seiten: 319
Dauer: 10h 6m


„Möge die Macht mit dir sein“, „Viel zu lernen du noch hast, junger Padawan“ oder „Ich bin dein Vater, Luke“ sind Sätze, die meine Kindheit geprägt haben. Noch heute wende ich diese gern im Alltag an, wenn es mir passend erscheint. Ich bin mit Star Wars aufgewachsen, habe Episode I-III im Kino gesehen und mich in diese Geschichte in der weit, weit entfernten Galaxis verliebt. Die Filme wurden zum Suchtmittel, zwei der Bücher habe ich verschlungen und mehrere Motive aus den Filmen fanden auch als Puzzle oder andere Merchandisingprodukte zu mir. Ich bin ein wahrer Fan und konnte deswegen am Hörbuch „Star Wars Episode I – Eine dunkle Bedrohung“ nicht vorbei gehen. Vielleicht liegt es an meiner Generation, aber vor allem Episode I und II hatten es mir immer angetan. Und obwohl ich das Buch von Terry Brooks vor Jahren gelesen habe, war dieses Hörbuch für mich noch einmal etwas ganz Besonderes. Dass Philipp Moog, der Synchronsprecher von Ewan McGregor, also Obi-Wan Kenobi, der Vorleser ist, ist die Kirsche auf der Sahne. Die 10 Stunden vergingen wie im Flug – ein Flug in eine andere Galaxis. Einfach umwerfend!

Inhalt


Der Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und sein Padawan Obi-Wan Kenobi werden beauftragt, Amidala, die junge Königin des Planeten Naboo, zu beschützen. Doch die Lage auf Naboo eskaliert, die beiden Jedi und Amidala müssen vor Kampfdroiden flüchten und auf dem Wüstenplaneten Tatooine notlanden. Dort lebt der Sklavenjunge Anakin Skywalker, dessen größter Traum es ist, ein Jedi-Ritter zu werden. Er besitzt ein ungewöhnlich starkes Bewusstsein für die Macht. Obi-Wan erkennt sofort, dass Anakin etwas Besonderes ist …

Meinung


Ich weiß nicht, wie oft ich „Star Wars Episode I – Eine dunkle Bedrohung“ schon gesehen habe. Sicher ist aber, dass ich mir den Film heute Abend wieder anschauen werde, denn das Hörbuch von Terry Brooks hat mich erneut in die fernen Planetensysteme entführt. Ich bin wie gefangen in dieser Welt und bin überaus traurig, dass das Hörbuch zu Ende gehen musste.
Entscheidet man sich für dieses Hörbuch, ist, man entweder ein hartgesottener Star Wars-Fan wie ich, oder man kennt Star Wars noch nicht. In einem anderen Fall macht es wenig Sinn, sich das Hörbuch anzuhören. Gehört man aber zu einer der beiden Kategorien, wird man begeistert sein. Natürlich fragt man sich, was schon Besonderes passieren soll – schließlich kennt man ja den Film. Das ist auch gerechtfertigt. Aber wie man sich schon denken kann, gibt es immer kleine, aber feine Unterschiede. Terry Brooks hat das Buch nach dem Drehbuch und dem Film von George Lucas geschrieben. Somit handelt es sich hier wirklich um eine Art Hörspiel, zumindest in dem Sinne, dass der Film noch einmal vor dem inneren Auge Revue passiert. Aber dieses Schauspiel gelingt überaus gut. Brooks hat viel Wert auf Details gelegt und beschreibt natürlich sehr viel mehr, als es in einem Film von Nöten ist. So konnte der Autor mich nur tiefer in die Welten von Tatooine und Naboo ziehen. Ich habe mich in diesen Welten zu Hause gefühlt. Und man bekommt ein neues Verständnis der Gedankenwelt der Figuren. Viele Gefühle und Emotionen werden genau beschrieben und diese kann man beim Film lediglich interpretieren. Natürlich hat man die bekannten Schauspieler vor Augen, was aber gewollt ist. Die Handlung ist ausführlicher, detailreich beschrieben und dennoch absolut spannend. Zu Beginn empfand ich wenige Formulierungen zu ausschweifend und altmodisch. Aber das legte sich und der Stil wird flüssiger. 
Ein großes Kompliment meinerseits geht auch an den Sprecher Philipp Moog. Ich bin ein großer Obi-Wan Fan und finde die Verkörperung von Ewan McGregor sehr gelungen. Moogs Stimme passt toll zu dieser Figur und sie ist sehr angenehm. Außerdem gibt es dem Hörer Sicherheit, indem er all die fremden Völker vorstellt und mit ihren komplizierten Namen und Bräuchen Klarheit schafft. Ich empfand Moog als sehr souverän und hatte seine schöne Stimme auch noch Stunden nach dem Hören im Kopf. Des Weiteren verstellt er seine Stimme den Charakteren gemäß und liest authentisch. Durch diesen Sprecher haben die Hörbuch-Produzenten einen klugen Schachzug hingelegt, denn er trägt die Geschichte. Ich weiß noch, dass ich das Buch von Terry Brooks früher etwas anstrengend fand und dieser Umstand wird durch das Vorlesen absolut genommen. 
Ich weiß nicht, ob ich groß auf die Handlung eingehen muss. Sie ist spannend, vielseitig und reißt den Hörer mit. Man hat immer die Bilder aus dem Film vor Augen und bekommt viele zusätzliche Informationen geliefert. Wirklich toll sind auch die rasanten Szenen dargestellt, wie etwa das Potracer-Rennen oder die verschiedenen Kämpfe am Ende. Ich liebe den Charakter von Amidala und Anakin. Tiefer in ihre Gefühlswelt einzutauchen, etwas von ihrer Innensicht zu bekommen, war wunderbar.

Fazit




Das Hörbuch hat mich entspannt und großartig unterhalten. Im Moment bin ich nur unglaublich traurig, Episode II nicht hier zu haben, die ebenfalls von Philipp Moog gelesen wird. Aber an diesem Umstand lässt sich ja etwas ändern. Das Ausgezeichnete an diesem Hörbuch ist tatsächlich das Lesen von Moog. Er haucht Episode I neuen Glanz und Leben ein und so kann der Hörer sich einfach mitreißen lassen und eine detaillierte und großartige Welt genießen. Ich vergebe volle 5 Spitzenschuhe und gehe dann mal zu meiner DVD-Sammlung, um einen bestimmten Film in den Player zu schieben. Möge die Macht mit euch sein!





Ein großes Dankeschön an den Randomhouse Audio Verlag für das schöne Rezensionsexemplar!