29. August 2017

Rezension: "Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte" von C. S. Lewis


Titel: Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte
Autor: C. S. Lewis
Verlag: Ueberreuther
Preis: 12,95€
Seiten: 216


Vor einer Weile habe ich begonnen die "Chroniken von Narnia" zu lesen. Sie erlangten Weltberühmtheit und die Filme vermitteln fantastische Bilder. Die ersten vier Bücher haben mich allerdings nicht so recht umgehauen. Vielmehr bieten die Geschichten um Narnia tolle Unterhaltung für Kinder, idealerweise zum Vorlesen. Der fünfte Teil „Die Reise auf der Morgenröte“ (in meiner Ausgabe noch mit altem Titel) hat mich aber nun auch als erwachsener Leser befriedigt. Für mich das schönste, farbenprächtigste und stringenteste Buch der Reihe. Wirklich schön!

Sehnsüchtig warten Lucy und Edmund darauf, wieder nach Narnia gerufen zu werden. Und das Wunder geschieht! Gemeinsam mit ihrem schrecklichen Cousin Eustachius Knilch befinden sie sich plötzlich an Bord der "Morgenröte", dem Schiff König Kaspians von Narnia. Gemeinsam sollen sie die verschwundenen sieben Lords finden - eine gefährliche Reise, die sie bis ans Ende der Welt führt.

Ich kenne den Film „Die Reise auf der Morgenröte“ nicht und bin daher vollkommen unvoreingenommen ins Buch gestartet. Der Start gelingt auch sehr gut. Anders als in den anderen Narnia-Büchern geht es gleich spannend zur Sache. Bereits im ersten Kapitel landen Lucy, Edmund und Eustachius in Narnia. Der Handlungsort ist hierbei ein neuer und ungewohnter. Man lernt Narnia übers Meer kennen. Neue Inseln werden entdeckt,  ulkige Personen und Wesen lernt man kennen und Abenteuer werden bestritten. Das Ziel der Expedition von König Kaspian ist es, die verschwundenen sieben Lords aufzuspüren. Dafür muss die Morgenröte aber bis ans Ende der Welt segeln, wo auch Aslans Land liegen soll. Ein spannendes Unterfangen, das auch tatsächlich als solches bezeichnet werden kann.
Das Buch bietet handlunsgtechnisch Abwechslung und Vielseitigkeit. Die Reise ist interessant zu verfolgen und wird nicht, wie die anderen Narnia-Abenteuer, unnötig in die Länge gezogen. Sicher gibt es Episoden die weniger spannend sind, aber ich empfand sie dennoch als passend für diese zauberhafte Welt. Denn das ist es, was durch dieses Buch gut vermittelt wird: Narnia hat viel zu bieten und man kann einiges entdecken. Es ist eine fantastische Welt. Dies kam für mich in den letzten Bänden nicht so gut zum Tragen, wie hier. Auch sind die Charaktere gut dargestellt. Kaspian ist ein starker König, der mit schon in seinem Einzelband gut gefiel. Lucy und Edmund kennt man ebenfalls. Die Maus Riepschip ist sowieso toll und ich finde es gut, dass sie einen so großen Auftritt hat. Außerdem bekommt die Geschichte noch anderen Nuancen, indem Eustachius eine Rolle spielt. Seine Geschichte ist moralisch betrachtet sehr wertvoll, weshalb dieses Buch auch vor allem für Kinder lesenswert ist.
Viel bleibt nicht zu sagen. Die Charaktere verkörpern allesamt das Gute und somit wahre Werte. Die Kulisse ist traumhaft. Die Geschichte bietet Spannung, gepaart mit fantastischen Elementen, von denen man träumen darf. Jeder Auftritt von Aslan verursacht außerdem Gänsehaut. Der Stil ist nicht sonderlich herausragend, da er sehr kindgerecht ist. Der Erzähler greift des Öfteren ein und kommentiert. Das ist durchaus in Ordnung, da der Stil fließend bleibt.



„Die Reise auf der Morgenröte“ ist sicher nicht das spannendste aller Bücher, aber durchaus ein interessantes Abenteuer, das zum Träumen anregen kann. Die fantastischen und gutmütigen Figuren sind die idealen Vorbilder. Die Kulisse verzaubert den Leser. Begebt euch also, am besten gemeinsam mit Kindern, auf ein weiteres Abenteuer nach Narnia, dem ich vier Spitzenschuhe geben möchte.



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