8. Dezember 2016

Rezension: "Belle et la magie - Hexenzorn" von Valentina Fast


Titel: Belle et la magie - Hexenzorn
Autor: Valentina Fast
Verlag: Impress
Preis: 3,99€
Seiten: 480

Wie froh war ich, als ich „Belle et la magie – Hexenzorn“ in der Dezemberankündigung von Impress sah. Bereits der erste Teil „Hexenherz“ konnte mich überzeugen. Zwar hatte das Buch noch mit ein paar Schwächen zu kämpfen, doch etwas hatte Valentina Fast auf jeden Fall richtig gemacht: Denn die Geschichte ließ mich über Wochen hinweg nicht los. Und daher war meine Freude groß, als ich zum zweiten Teil greifen durfte. „Hexenzorn“ ist ein absolut gelungener Dilogie-Abschluss, der mich erneut in seinen Bann zog und sowohl mit einer Liebesgeschichte, als auch anderer spannender Magie glänzen kann. Top!

Klappentext


Seit die 17-jährige Isabelle Monvision aus ihrer Heimat verbannt wurde, ist nichts mehr, wie es mal war. Nicht nur hat sie ihre Hexenfähigkeiten vollständig eingebüßt, auch das Vertrauen zu Gaston ist mit den vergangenen Geschehnissen zu Bruch gegangen. Dennoch kämpft sie sich mit ihm und seinen Freunden durch die zahlreichen Gefahren des Magischen Waldes – wissend, dass sie nur im Reich auf der anderen Seite der Berge in Sicherheit sein kann. Mit allen Mitteln versucht Gaston sie auf dem unsicheren Weg dorthin zu beschützen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass dies nur der Anfang ist und Isabelle die Schlüsselfigur eines jahrhundertealten Krieges werden wird...

Meinung


In meiner Rezension zum ersten Teil dieser Reihe habe ich bemängelt, dass die Geschichte nicht konsequent oder gradlinig ist. Es gibt viele Stationen und Wendungen in „Hexenherz“, was den Leser verwirrt zurück lässt. Umso glücklicher war ich, als ich bei „Hexenzorn“ keinerlei solcher verstrickten Wendungen fand. Die Handlung ist stringent und bleibt im gleichen Rahmen bestehen. Das war schon mal wunderbar! Man macht diesmal keine große Reise mit der Protagonistin durch, man muss nicht in eine neue Welt eingeführt werden, sondern kommt als Leser sofort in der Geschichte an. Belle ist inzwischen im Reich der Wicca angelangt und dort spielt auch die Handlung von „Hexenzorn“.  Einen viel größeren Teil nehmen diesmal ihre neuen Freunde und Gefährten ein. Diese Charaktere haben mir wirklich gut gefallen. Die anfangs so kalte Fiona wird zu einer wirklich guten Freundin für Belle. Der hübsche Robert mausert sich zum Liebling jeder Leserin. Zumindest mein Herz konnte er erobern. Es war schön, dass die Autorin in diesem Zusammenhang auch Themen wie Freundschaft angeschnitten hat und der Rahmen ernsthaft gelungen ist. Leider bleibt Sergeij als einziger etwas farblos, obwohl auch er mehr Anteile in diesem Buch bekommt. Die Nebenhandlung zwischen ihm und Fiona war aber einfach nur niedlich! Bleibt natürlich noch der männliche Held der Geschichte: Gaston. Zum Ende des ersten Buches fieberte ich immer wieder auf die Momente zwischen Belle und Gaston hin und Valentina Fast hat für diese beiden eine ganz besondere Chemie erschaffen. Ich muss sagen, dass ich aufgrund der süßen Augenblicke zwischen Belle und Gaston die ersten 200 Seiten geradezu verschlungen habe! Ich wollte mehr – viel mehr. Die Liebesgeschichte konnte mich absolut fesseln und packen. Kleine Eifersuchtsdramen machen das Ganze interessant und auch wenn es zwischenzeitlich unnötige Aspekte beinhaltet, trägt die Liebesgeschichte zwischen der Hexenprinzessin und ihrem Beschützer das gesamte Buch. Ich konnte die Liebesgeschichte sehr genießen und empfand sie als authentisch. Auch an Belle kann ich als Charakter nicht herummeckern. Sie ist stärker als noch in Band eins und macht eine gelungene Entwicklung durch. Natürlich ist sie weiterhin naiv, aber sie gefiel mir sehr viel besser als noch im ersten Teil. Erwähnenswert sind natürlich auch Belles alte Freunde Sandrine und Vincent. Die beiden sind weiterhin wichtig, sind aber aufgrund der Entfernung ein wenig von der Geschichte abgekoppelt. Ebenso wie Belles Mutter, die Hexenkönigin. Ihr Anteil ist dennoch ein wichtiger, was man erst im Laufe der Geschichte erfährt. Der Leser macht natürlich auch die Bekanntschaft mit völlig neuen Charakteren. Allen voran ist hier Abby zu nennen, die junge und dennoch starke Hexe im Reich der Wicca. Sie ist Belle eine gute Freundin und steht stets mit Rat und Tat zur Seite. Dennoch muss man sich als Leser fragen, warum dieses junge Mädchen so viel weiß und was eigentlich ihre Rolle in der Geschichte ist. Ebenfalls mysteriös erscheinen dem Leser der Abte und die Schulleiterin. Was ist ihr Geheimnis?
Die finale Auflösung von „Hexenzorn“ ist wirklich spektakulär und spannend. Die Autorin beschreibt einen Krieg zwischen Hexen und Zauberern gegen die Wicca. Der magische Wald steht kurz vor seiner Zerstörung und nur Belle kann etwas daran ändern. Die finalen Kapitel waren rasant und actiongeladen. Insgesamt wurde so ein toller Ausgleich zwischen Liebesgeschichte und Spannung geschaffen, welcher in ein magisches Setting gesetzt wurde. So wurde die Geschichte für mich zum absoluten Gewinner!
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Er passt weiterhin sehr gut ins Thema und gefiel mir gut. Die Perspektivwechsel, die bereits in Band eins eingeführt werden, bleiben erhalten. Die Haupterzählerin ist natürlich Belle. Neben ihr fungiert Sandrine als Erzählerin. Mit lediglich einem Part kommen auch Gaston und Belles Mutter zum Vorschein. Von ihnen hätte ich mir mehr Anteile gewünscht.
Das Buch hat eine Art offenes Ende, was ich der Autorin aber nicht übel nehme. Sie hat mit dieser Dilogie einen wirklich tollen Job gemacht!

Fazit




„Belle et la magie – Hexenzorn“ ist ein großartiges Buch. Es beinhaltet eine unter-die-Haut-gehende Liebesgeschichte, starke Freundschaften, noch stärkere Hexen und viel, viel Magie. Das Ganze paart Valentina Fast mit viel Spannung und einem mysteriösen Setting, in dem der Leser nie so genau weiß, wem er trauen kann. Mir persönlich gefiel diese ganze Mischung unglaublich gut. Ich habe das gesamte Buch genossen und vergebe deshalb magische (und keine zornigen) fünf Spitzenschuhe.



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