18. Dezember 2016

Rezension: "Sorell & Telheria" von Sabine Schulter


Titel: Sorell & Telheria - Mederias erste Ignis
Autor: Sabine Schulter
Verlag: neobooks
Preis: 1,49€
Seiten: 73


Den ersten Teil der Mederia-Trilogie von Sabine Schulter habe ich verschlungen. Die ganze Geschichte, diese fantastische und neue Welt mit all ihren innovativen Charakteren und Wesen hat mich einfach abgeholt. Schnell fühlte ich mich zu Hause und noch immer warte ich sehnsüchtig auf Teil zwei. Doch damit die Wartezeit nicht allzu lang wird, hat sich die Autorin etwas einfallen lassen: Eine Sinn-Off-Kurzgeschichte über die erste aller Ignis. Eine wirklich schöne und kurzweilige Geschichte über Liebe und das Unbekannte.

Klappentext


Liebe und Glück sind nicht für sie bestimmt. Das zumindest denkt die 21-jährige Telheria, deren Leben von der Sorge um ihre sieben jüngeren Geschwister geprägt ist. Täglich treibt sie sich an den Rand der Erschöpfung, um zusammen mit ihren Eltern genug Geld für das Notwendigste aufzutreiben. Sie selbst setzt sich auf der Liste der wichtigen Dinge in ihrem Leben ganz nach unten. Doch dann taucht Sorell auf, ein Mann, der nicht nur vor Lebensfreude und Humor sprüht, sondern Telheria mit seiner, zu ihr vollkommen gegensätzlichen, Art augenblicklich fasziniert.

Meinung


Wer sich einmal nach Mederia entführen ließ, sollte es erneut tun. Denn obwohl es nicht um meine geliebten Figuren Lana und Gray geht, kann die Geschichte von Sorell und Telheria ebenfalls überzeugen. Ihr Nachteil? Sie ist sehr kurz und endet abrupt. Eigentlich möchte man nämlich noch mehr von den Charakteren erfahren, man will wissen wie es weitergeht, aber dann ist es auch schon vorbei. Ihr Vorteil? Alles andere. Nicht umsonst schließt man Charaktere ins Herz. Dafür brauchen sie schon das gewisse Etwas. Und das haben Schulters Figuren zumeist. Mein Favorit war nicht etwa die sich aufopfernde Telheria, sondern der stille und geheimnisvolle Sorell. Telheria stellt ihr eigenes Leben hinter das jedes anderen. Und obwohl sie ein sehr starker Charakter ist, finde ich diese Denkweise ein wenig naiv. Deswegen gefiel mir Sorell so viel besser. Man erfährt nicht viel von ihm, doch seine Liebe zu Telheria ist echt. Mit seiner humorvollen Art konnte er mich von Anfang an überzeugen. Zusammen bilden die beiden ein schönes Paar, doch natürlich ist ihre Liebe auch mit einem Geheimnis verbunden. Schließlich geht es hier um die erste alles Ignis und die Geschichte, wie diese besondere Verbindung entstand. So kann sich der Leser seinen Teil früh denken, was aber auch beabsichtigt ist. Durch die Kürze der Geschichte wird nichts herausgezögert. So entstehen keine unnötigen Pausen in der Handlung, was sehr gut war! Es ist schön die Entwicklung zwischen dem armen Mädchen und dem geheimnisvollen Jungen zu verfolgen. Viele Werte spielen große Rollen, was mir ebenfalls gefiel. Familienzusammenhalt und Mut sind wohl die wichtigsten unter ihnen. So übermittelt die Geschichte noch eine positive Moral.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Er ist bildreich und sorgt für eine gelungene Vorstellung von Mederia.

Fazit



Ich hatte viel Spaß mit diesem Spinn off und bin dankbar dafür, mit neuen Informationen, gepaart mit einer Liebesgeschichte, versorgt worden zu sein. Lediglich Telherias Aufopferung gefiel mir nicht so gut, doch ist dies ein existenzielles Element für die Geschichte und kann daher von mir übersehen werden. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe. Für jeden Mederia-Fan ist es eine tolle Geschichte, doch Mederia selbst ist einfach noch einen Tick besser.


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