18. Juli 2016

[TAG] Fictional Bookish Girl Squad


Hallo ihr Lieben :)


Yeah, endlich habe ich mal wieder einen Tag für euch. Und einen ganz besonders coolen dazu, wenn ihr mich fragt. Ich finde es zwar absolut nicht einfach, aber umso interessanter. Willkommen zum "Fictional Bookisch Girl Squad Tag". Wollen wir mal sehen, wer sich zu meiner Crew zählen darf ;)

Getaggt wurde ich übrigens von meiner lieben Elif, die im realen Leben meiner Girl Squad angehört ;) Wenn man das so sagen darf...In unseren guten Gangsterzeiten in der 7. Klasse fing das bereits an :)


Ich tagge übrigens Sandy, Tiana , Sara und Nelly und natürlich jeden, der einfach Lust auf diesen Tag hat!



1) Someone who will force you to go out when you want to stay in. 

Ich musste wirklich bei jeder Kategorie ordentlich nachdenken, aber hier war es relativ schnell klar. Gegen Charlotte Holmes aus "Holmes und ich: Die Morde von Sherringford" wäre ich ganz sicher  machtlos. Aber ich bin sicher, die könnte mich zu jedem Abenteuer überreden ;)


2) Someone who will have your back. 

In so ziemlich jedem Buch von Sabine Schulter hat die Protagonistin eine loyale Freundin und aus "Die Hüterin der Welten" würde ich mir auf jeden Fall Sarina ausleihen. Sie ist anfangs eine loyale Zofe und später eine treue Freundin. Ich denke, sie würde mir immer den Rücken stärken!


3) Someone who will help you move. 


In meiner Clique darf eine nicht fehlen. Und wenn es um Ordnung und System geht, kann das nur Hermine Granger aus "Harry Potter" sein. Sie passt wunderbar in die Mädelsgang und weiß ganz sicher immer, wo es langgeht. Auf sie kann man sich einfach verlassen.


4) Someone who you can share your problems with, a listening ear. 

Bei dieser Kategorie habe ich mich sofort zu meinen englischen Klassikern im Regal umgedreht. Da hatte ich jetzt wirklich eine riesige Auswahl. Entschieden habe ich mich aber für Elizabeths Schwester Jane aus "Stolz und Vorurteil". Es ist zwar eine Ewigkeit her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich bin mir noch sehr sicher, dass Jane immer sehr rechtschaffend und verständlich war. Ich denke sie ist eine wunderbare Zuhörerin und wäre immer für mich da.


5) Someone to gossip with. 

Argh...komisch, dass ich hier viel mehr eine gewissen Fernsehserie im Kopf habe, als ein Buch. Aber gut, es lassen sich auch genügend Tratschtanten in der Literatur finden. Ich kann mich hier wirklich zwischen einer ganzen Clique nicht entscheiden. Kylie, Della und Miranda aus "Shadow Falls Camp: Geboren um Mitternacht" sind sicher alle verdammt geeignet für diesen Job und zu dritt sicher noch mehr. Dürfte ich aber nur eine von ihnen nehmen, wäre das wohl Miranda.


6) Someone to go on holidays with. 

Oh mann...es gibt viele Charaktere, die ich gern mag, aber ob ich mit ihnen allen in den Urlaub fahren wollen würde?! Ich denke mit Gwendolyn hätte ich eine Menge Spaß. Der Vorteil wäre natürlich auch, dass wir die Ferien eventuell in die Vergangenheit verlegen könnten ( - ok, ich weiß, dass ich nicht in der Zeit reisen könnte). Aber auch so hat die Protagoinistin der Edelstein-Trilogie gutes Freundinnen-Potenzial und vielleicht würde ein Städtetrip mit ihr so richtig Spaß machen.


7) Someone to hang out with quietly. 

Da ich Elif ihre Antwort nicht wegnehmen möchte, musste ich ein bisschen weiterwühlen. Gelandet bin ich bei Cress aus den Luna Chroniken. Die gescheite Programmiererin ist so niedlich schüchtern und trotzdem so lieb. Ich denke, dass wir beide auch ohne großes Reden viel Spaß hätten.



Puh, für jeden Kategorie ein passendes Mädel zu finden ist gar nicht so leicht. Aber ich denke mit meiner Girl Squad kann ich durchaus zufrieden sein. Die Mischung machts ;) Jetzt, wo ich so viel Zeit mit dem Nachdenken über diese Crew verbracht habe, bin ich umso trauriger, dass ich nicht wirklich mit den Mädels abhängen kann... :(


Wer wäre in eurer Clique mit dabei? Lasst mir gern eure Links oder einzelne Antworten da, ich würde mich freuen :)

Eure Julia

17. Juli 2016

Rezension: "Prinz Kaspian von Narnia" von C.S. Lewis



Titel: Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von NarniaAutor: C.S. LewisVerlag: UeberreutherPreis: 12,95€Seiten: 192

Seit einer Weile habe ich das „Projekt Narnia“ am Laufen, denn ich habe mir vorgenommen die fantasievolle Buchreihe um diese wunderbare Welt zu lesen. Bisher wurde ich ein wenig enttäuscht, da die Bücher sich vor allem für Kinder und insbesondere zum Vorlesen eignen. Der vierte Teil „Prinz Kaspian von Narnia“ ist da keine Ausnahme und dennoch ist er meiner Meinung nach bis jetzt das beste Buch der Reihe. Auf, in ein weitere Abenteuer in Narnia!

Klappentext


Narnia ist in höchster Gefahr! Der grausame Miraz droht die Herrschaft an sich zu reißen. Verzweifelt bläst Prinz Kaspian in das Zauberhorn der ersten Könige von Narnia. Und plötzlich befinden sich Peter, Susan, Lucy und Edmund nicht auf dem Weg zur Schule, sondern in ihrem nächsten großen Abenteuer, um Narnia zu retten.

Meinung


Verwunderlich, dass der Inhalt mit wenigen Zeilen wiedergegeben ist – aber so ist es nun einmal. Denn sehr viel mehr passiert tatsächlich nicht. Die Narnia-Abenteuer sind keine dicken Bücher und die Geschichte wird zumeist stringent erzählt. Allerdings heißt das nicht, dass sie nicht trotzdem Längen haben kann. Wir erleben hier eine Geschichte mir zwei Ansätzen. Zum einen verfolgen wir Peter, Susan, Edmund und Lucy, die gerade auf dem Weg in die Schule sind. Dort kommen sie aber nicht an, sondern in Narnia. Aber nicht in dem Narnia, das sie einst regiert haben. Inzwischen müssen hunderte von Jahren vergangen sein, denn es hat sich vieles verändert. Sie treffen relativ schnell auf einen Zwerg und dieser wiederum eröffnet die zweite Handlung. Er erzählt die Geschichte von Prinz Kaspian. Ich war für diesen Handlungsschwenk sehr dankbar, da ich die Geschichte um die vier Geschwister langweilig fand. Meines Erachtens ist vor allem Suse sehr unsympathisch und spielt sich immer sehr erwachsen auf. Das geht einem irgendwann wirklich auf die Nerven. Da das Buch schon ein wenig älter ist, benehmen sich auch die Figuren relativ altmodisch, woran man sich als Leser gewöhnen muss. Aber man befindet sich eben auch in einer anderen Welt. Der Stil des Autors ist sehr kindgerecht und ausschweifend, zum Teil sogar belehrend. Ich finde das Buch als Abenteuer für Kinder wirklich großartig, für Erwachsene bietet es aber nicht die richtige Unterhaltung. Man bekommt viel aus der Fantasy-Welt geboten, indem sich die verschiedensten Narnianen und Geschöpfe einfinden und am Ende steht natürlich die obligatorische Schlacht. Gefallen hat mir, dass Aslan wieder auftaucht und dass Edmund und Lucy langsam reifen. Der Zweikampf zwischen Peter und Miraz war ebenfalls gelungen. Dennoch fehlt einem Erwachsenen einfach die Spannung. Ich bin sicher, dass ich die Abenteuer mit meinen Kindern später erneut erleben will, doch so bleibe ich wieder ein wenig enttäuscht zurück. Man muss aber festhalten, dass Kaspian eine sehr interessante uns spannende Geschichte hat.

Fazit



Im Vergleich zu den anderen Geschichten um Narnia sticht diese wirklich hinaus. Man lernt eine neue Seite kennen und bleibt mit dem Alten trotzdem vertraut. Für Kinder ist das Buch eine weitere Reise nach Narnia absolut wert und bietet viele Abenteuer. Aus meiner Sicht kann ich nicht mehr als 3,5 Spitzenschuhe vergeben, da mir oft zu langweilig wurde. Dennoch bleibt das Potenzial für einen anderen Leserkreis mehr als vorhanden!



16. Juli 2016

[ENTDECKT] Wenn mitten im Buch plötzlich ein anderes anfängt...

Manchmal passieren einem Dinge, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat. Habt ihr es beispielsweise mal erlebt, dass ihr in einem Buch gelesen habt und plötzlich nicht weiterlesen konntet, weil nach Seite 368 die Seite 248 folgte? Nein?! Komisch....
Mir schon.



Und glaubt mir, ich habe ähnlich verdattert geguckt, wie ihr jetzt vielleicht :D

Aber genauso ist es passiert. Gehandelt hat es sich um einen meiner Lieblinge aus der James-Bond-Reihe. Wie ihr wisst, bin ich ein bekennender Fan des Geheimagenten. Dabei ist es relativ egal, ob er auf der Leinwand rumhüpft, oder ob ich seine Abenteuer literarisch verfolge. In meinem Regal tummeln sich inzwischen die wunderschönen Ausgaben des Cross Cult Verlags und weil ich in diesem Jahr noch keines der Meisterwerke gelesen hatte, griff ich zu "Goldfinger", Band 7 und damit das nächste auf meiner Liste. Ich war leicht verwundert, als ich die letzte Seite ansah und bemerkte, dass das Buch nur knapp über 250 Seiten hat, aber okay. Etwas misstrauischer wurde ich dann doch, als ich auf Seite 300 ankam und bemerkte, dass das Buch doch anfangs gar nicht so viele Seiten hatte. Tja...und dann fiel es mir endlich auf. Die Geschichte um Goldfinger endete auf Seite 368, statt wie vorgesehen auf Seite 393. 

Man fragt sich: Im Ernst jetzt????


In meiner Ausgabe folgte auf Seite 368 Numero 248. Es handelte sich auch immer noch um eine James Bond Geschichte - nur leider nicht meine.
Was macht man also nun?! Da ich nur 30 Seiten vom Ende entfernt war und die Geschichte gerade so richtig spannend wurde, musste ich natürlich erstmal zusehen, dass ich das Buch irgendwie beenden konnte. Und dafür besorgte ich mir eine ebook-Version von Goldfinger. Echt schade...zusätzliche Kosten und so, aber was will man machen, wenn die Druckversion offenbar fehlerhaft ist?! So konnte ich die Geschichte immerhin zu Ende lesen und war wenigstens ein bisschen befriedigt. Aber hey....wie Blogger haben ja keine Probleme Kontakt zu Verlagen zu suchen. Und so schrieb ich dem Cross Cult Verlag eine nett-empörende Mail...möglicherweise eine komische Mischung, aber als Kundin war ich absolut enttäuscht.


Der Verlag wiederum ließ keine 24 Stunden auf seine Antwort warten. So ein Fehler könne im Druck durchaus vorkommen, aber natürlich erhalte ich ein fehlerfreies Exemplar - es tat ihnen sehr leid. Na, das wollte ich doch hören! Der nette Herr, zu dem ich Kontakt aufnahm, versprach mir das neue Exemplar sofort loszuschicken. Das verpeilte er ein wenig, allerdings gab es als Entschuldigung im Pakte dann noch ein paar kleine Goodies dazu. Naja..und so ist das kleine Herz der armen Julia doch wieder erfreut worden. Zumindest bin ich ein Fan meiner neuen Peanuts-Postkarten ;)
Und so endet die Geschichte um den Seitendreher auch schon. Ich habe mich über die Bereitschaft des Cross Cult Verlags sehr gefreut und werde ihm als Leserin auch weiterhin treu bleiben. Meine Goodies gefallen mir sehr und ich bin dankbar, dass es keinerlei Probleme gab.

Aber was haltet ihr von dem Thema? Ist euch so etwas schon einmal passiert? Findet ihr, dass so etwas im Druck tatsächlich mal vorkommen kann? Mir zumindest war das völlig neu....Wie hättet ihr gehandelt, wenn euer Buch plötzlich vorbei wäre?


In diesem Sinne, 
eure Julia




14. Juli 2016

Rezension: "Die Hüterin der Welten" von Sabine Schulter


Titel: Die Hüterin der Welten
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Books an demand
Preis: 16,99€
Seiten: 548

Eine starke Protagonistin. Ein verlockendes Cover. Eine fantastische Geschichte. Das sind nur drei Attribute, die „Die Hüterin der Welten“ von Sabine Schulter zu einem tollen Buch machen. Jeder, der sich im Fantasybereich zu Hause fühlt und sich gern in andere Welten träumt, ist hier genau richtig: Neue Welten, neue Wesen, neue Werte – doch genauso neue Feinde und Gefahren. Begebt euch mit der selbstbewussten Néle in ein Abenteuer und seht, ob die Welt wie wir sie kennen, gerettet werden kann. Es lohnt sich!

Inhalt


In Néles Leben wendet sich das Blatt nicht gerade zum Guten. Ihr Freund hat sie betrogen und sie hat ihn auf frischer Tat ertappt. Da gibt es nur eines: Raus aus der Stadt und zwar so schnell wie möglich. Doch als Néle auf dem Weg zu ihrer Schwester ist, geschehen merkwürdige Dinge und plötzlich findet sie sich in einer Welt wieder, die sie einfach nicht erkennt. Was sie nicht weiß: Die Weltenuhr ist beschädigt. Dank ihr befindet sich zwischen den einzelnen Welten ein Schleier, doch dieser droht zu verschwinden. Was gäbe es für ein Chaos, wenn die Welten frei zugänglich wären und fremde Krieger einfallen würden? Die Hüter der Welt Loreen haben es sich zur Aufgabe gemacht dies zu verhindern. Doch nur einer hat die Fähigkeiten ihnen dabei zu helfen - Néle. Wird sie sich in einer neuen Welt zurechtfinden und ihr Schicksal als Hüterin der Welten annehmen?

Meinung


Die Handlung des Romans zusammenzufassen ist nicht leicht. Die Autorin hat sich im fiktiven Bereich hier mal so richtig ausgetobt. Es gibt alles, was das Fantaysherz begehrt: Ein Abenteuer, fremde Wesen und ein bisschen Magie. Manchmal fühlt man sich, als wenn man bei Herr der Ringe wäre und im nächsten Moment ist man wieder in einem Szene- Nachtclub. Die Vielseitigkeit der Kulissen ist ein schönes Detail von „Die Hüterin der Welten“. Dennoch spielt die Handlung zum größten Teil in Loreen, eine Welt die in etwa unserem Mittelalter entspricht, allerdings eine andere Atmosphäre aufbaut. Hier gibt es noch nicht viel Technologie, dafür stehen aber andere Werte wie Freundschaft und Treue sehr viel mehr im Vordergrund. Im Allgemeinen sind dies Themen, die das Buch beherrschen. Im Fokus steht ganz klar die Protagonistin Néle. Sie ist eine starke und unabhängige Frau und findet sich auch in ihrer eigenen Welt wunderbar zurecht. Innerhalb der Geschichte macht sie einen glaubwürdigen Wandel durch und entwickelt sich als Charakter. Das hat mir gut gefallen. Zwar hat sie vor allem positive Eigenschaften, doch ich würde sie nicht als überperfekt bezeichnen. Sie glänzt durch ihre Stärke und ihre Bereitschaft zu helfen. Dennoch bleibt sie sich selbst und in gewisser Weise auch ihrem Lebensstil treu. Damit haben die anderen Bewohner von Loreen ein wenig zu kämpfen. Schnell bildet sich der Kern der Figuren heraus. Da hätten wir die Hauptmänner Mathey und Liam, den Gelehrten Meister Aurellos und die Zofe Sarina. Néles Aufgabe im Buch ist es, die Weltenuhr zu reparieren. Sie trägt nämlich einen Splitter dieser Uhr in sich und muss die übrigen drei finden, um die Weltenuhr wieder zu vervollständigen. Diese Aufgabe ist nicht leicht und ihr sozusagen zugefallen. Mit Hilfe des Splitters hat sie ungekannte Fähigkeiten erhalten, die ihr bei ihrer Aufgabe helfen. Doch nicht nur die Fähigkeiten Weltentore zu öffnen helfen ihr – nein, vor allem sind dies ihre Freunde. Allen voran Mathey, der ruhige und ernste Krieger, Er ist pflichtbewusst und gewissenhaft und wirkt dadurch auf Néle seine ganz eigene Anziehungsraft aus. Die erblühende Liebesgeschichte der beiden gefiel mir gut und als Paar haben sie mich überzeugt. Doch denkt nicht, dass es für die beiden leicht ist zueinander zu finden. Natürlich nicht. Mit viel Witz ergänzt Liam die Geschichte. Auch er ist Hauptmann und ebenso wie Mathey Schüler von Meister Aurellos, welcher das meiste Wissen und ein wenig Magie besitzt. Liam ist frech und unverblümt und ein kleines Highlight unter den Figuren. Bleibt noch die sanfte und liebe Zofe Sarina, die anfangs nur als Dienerin fungiert und sich mehr und mehr zur Freundin mausert. Ebenfalls interessant sind die anderen Hüter. Ob dies die Krieger aus Fey oder die Amazonenstämme sind. Es gibt viel zu entdecken. 
Am besten gefallen haben mir die High-Fantasy-Elemente, wie etwa die Drokate oder Néles Kätzchen Aeriss. Von solchen Szenen hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Die Handlung ist alles in allem spannend, beinhaltet aber auch einige Längen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen und dann kann ich euch versprechen, dass sie euch auch Tage nach dem Beenden des Buches nicht loslässt. Dennoch will ich die Längen nicht verschweigen, denn zwischenzeitlich plätschert die Handlung auch nur langsam vor sich hin. 
Der Schreibstil von Sabine Schulter ist reif und fantasievoll. Wenn man ältere Bücher von ihr kennt, fällt einem die Entwicklung sehr auf. Das Buch lässt sich leicht und gut lesen. Einige Beschreibungen waren mir zu viel, dennoch gefällt mir der Fokus auf den Figuren, den sie hier setzt. 
Erwähnenswert scheint mir noch das Ende. Obwohl ich nicht immer befriedigt war, musste ich am Ende ein paar Tränchen verdrücken. Das Buch ist emotional, manchmal ein wenig zu sehr, doch mit dem Ende konnte die Autorin mich auf jeden Fall überzeugen.

Fazit




„Die Hüterin der Welten“ ist ein tolles Buch, das an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Potenzial gehabt hätte. Es ist nicht einfach eine Fantasygeschichte zum Weglesen, sondern eine zum Einleben. Man fühlt mit den Figuren und erlebt neue Welten. Alle geschilderten Abenteuer macht man quasi selbst mit und so bleibt das Buch eine ganz eigene Erfahrung. Es gibt vielseitige Charaktere und interessante Handlungsorte, dominiert von einer sehr gelungenen Protagonistin. Da das Buch allerdings ein paar Längen hat, vergebe ich insgesamt 4 Spitzenschuhe, die die Hüterin von nun an ebenfalls hüten muss. 



7. Juli 2016

Rezension [Klassiker]: "Agnes Grey" von Anne Bronte


Titel: Agnes Grey
Autor: Anne Bronte
Verlag: dtv
Preis: 9,90€
Seiten: 320

Ich lese gern aus verschiedenen Genres. Und so kommt es auch vor, dass mir ein Klassiker in die Hände fällt. Durch Klassiker findet man sich in einem anderen Zeitalter, in einer anderen Weltansicht wieder. Man erlebt die Geschichten von Menschen, die mit anderen Problemen zu kämpfen hatten, als es heute der Fall ist. In ein solches Zeitalter wurde ich durch den Roman der wohl unbekanntesten Bronte-Schwester, Anne Bronte, entführt. „Agnes Grey“ ist ihr erster veröffentlichter Roman aus dem Jahr 1847 und erzählt die Geschichte der jungen Gouvernante Agnes. Ein schön geschilderter Roman mit lehrreichen Zwischenstellen, jedoch auch einigen langatmigen Passagen, die heute weniger hilfreich sind.

Inhalt


Agnes Grey ist als Pfarrerstochter in bescheidenen, aber glücklichen Verhältnissen aufgewachsen. Ihrer Schwester Mary und ihr hat es nie an etwas gefehlt, obwohl ihr Vater sich ständig um das Geld sorgte. Agnes ist in gewisser Weise verwöhnt und möchte dennoch ihren Teil beitragen. So entschließt sie, sich als Gouvernante zu beweisen. Doch ihre Vorstellungen, auf liebe und brave Kinder aufzupassen und deren Vertraute zu sein, werden bitter enttäuscht. Bald schon stellt Agnes fest, dass sie neben der Entbehrung ihre Familie zu verlassen, noch ganz andere Hürden im Leben meistern muss. Verzogene Schützlinge, arrogante Familien und Spott anderer Angestellter lassen die schüchterne Agnes zurückschrecken. Wird sie ihr Glück im Leben dennoch finden?

Meinung


„Agnes Grey“ ist ein schöner Klassiker. Das möchte ich gleich zu Beginn betonen. Allerdings kommt er an die Berühmtheiten aus dem 19. Jahrhundert, in dem sich Namen wie Jane Austen oder die ihrer Schwestern Emily und Charlotte Bronte tummeln, nicht heran. Anne Bronte hat einen schönen Stil zu erzählen. Er ist sehr klassisch und lehrreich und damit der Zeit völlig angemessen. Dennoch ist er nicht schwer zu lesen, wenn man sich den geschilderten Themen anpasst. Im Grunde erzählt der Roman die Geschichte der Gouvernante Agnes, die auf eigenen Beinen stehen möchte, das jedoch auch nur um ihre Familie zu unterstützen. Wir haben es hier keinesfalls mit einer emanzipatorischen Geschichte zu tun.  Heute wird vermutet, dass Anne selbst die Vorlage dieses Romans war und zum Teil ihre eigenen Erlebnisse schildert. Neben zahlreichen biographischen Parallelen passt dies auch zur Art des Erzählens, da die Autorin und ihre Protagonistin den Leser immer wieder darauf aufmerksam machen, dass dieses Buch dem Leser helfen soll mit ähnlichen Erfahrungen zurecht zu kommen. Der Roman liest sich trotz manchmal mangelnder Handlung sehr gut. Einen großen Teil nimmt das christliche Weltbild von Agnes ein. Mir gefiel das allerdings sehr gut, weil es einem doch sehr deutlich vor Augen hält, wie sehr sich unsere Welt verändert hat. Die Vorstellung an einem recht einsamen Ort in der Natur zu leben und seinen Lebtag mit Lesen oder Spazierengehen zu verbringen, finde ich sehr faszinierend. Und diese Faszination springt aus den Seiten auf den Leser über.
Agnes berichtet über ihre Stellung als Gouvernante, die alles andere als gut ist. Sie dient im Buch zwei Familien, von denen eine schlimmer ist als die andere. Zum Teil ist der Leser selbst unglaublich verärgert über die Dreistigkeit der Kinder, andererseits stelle ich mir das sehr authentisch vor. Schrecklich fand ich die geschilderten Grausamkeiten mancher Kinder, die Spaß daran haben unschuldige Tiere zu quälen und sich so den Tag zu vertreiben.

Agnes ist eine sehr ruhige und rechtschaffende Person. Ich empfand sie als schüchtern und nah am Wasser gebaut. Allerdings ist sie sehr pflichtbewusst und dadurch auch wieder liebeswert. Sie lernt sich zurückzuhalten, was ihrer Stellung als Gouvernante nur förderlich ist. Im Allgemeinen macht sie einen Wandel durch. Richtig sympathisch war sie mir dennoch nicht. Beinahe täglich bricht die arme Agnes in Tränen aus, da ihr Leben wenig Glück bereithält. Erst zum Ende hin erfährt sie ein wenig Hoffnung, indem sie sich in den Hilfspfarrer Mr. Weston verliebt. Dieser wiederum ist ein so nüchterner Charakter, dass es schwer ist zu erkennen, ob ein Happy End in Sicht ist.
Die anderen Figuren sind nicht besonders tiefgreifend, aber gut beschrieben. Am interessantesten ist wohl noch die junge Miss Murray, dessen Sinn im Leben eher fraglich ist.
Die Kapitel sind eher lang als kurz und haben unglaublich nichtssagende Überschriften, was jedoch typisch für die Zeit ist. Die Ausgabe aus dem dtv-Verlag ist wunderschön und man fühlt sich Agnes gleich ein wenig näher, indem man sich vorstellt, mit diesem Büchlein in der Hand über die Felder von Horton Lodge zu wandern. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch wohl absolut dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts entspricht und ich mich gern in dieses entführen ließ. Die Handlung hat keine besondere Spannung zu bieten, wie etwa die Geschichte von „Jane Eyre“, aber sie fließt wie ein stetiger Fluss nett anzusehen dahin  und kommt letztendlich doch ans Ziel.

Fazit




„Agnes Grey“ ist eine schöne Geschichte, in der es vor allem um eine persönliche Geschichte aus einem bestimmten Berufsstand geht. Agnes hat mit kleinen Intrigen und verzogenen Mädchen zu kämpfen, mit Ungerechtigkeiten und der dreisten Gesellschaft. Dennoch lernt sie sich zu behaupten und kann auf eine harmonische Liebe hoffen. Ich vergebe 3,5 Sterne für einen süßen Klassiker in einer bezaubernden Ausgabe.





PS: Leider habe ich mit den zwei Punkten über dem e beim Namen der Autorin einige Probleme gehabt und konnte sie nicht einfügen. Das tut mir sehr leid!

5. Juli 2016

Mein Monatsrückblick: Juni

Ihr Lieben,

es ist wieder ein Monat rum. Man glaubt es kaum. Eigentlich befinden wir uns mitten im Sommer, allerdings ist das Wetter bei uns im Norden zumindest nicht wirklich sommerlich, sondern eher durchwachsen. Aber wir wollen uns ja nicht beschweren. Der Juni war ein ganz guter Monat. Jedenfalls kann ich mich nicht beschweren. Aus privater Sicht wird alles langsam besser und der Stress lässt nun im Juli ein wenig nach. Im Juni hatte ich noch eine große Meisterschaft (, okay...im Juli kommt die nächste :D ) und meine letzte Uni-Prüfung. Beides ist aber überstanden und das auch erfolgreich. Von der Meisterschaft wird es demnächst noch ein Video hier geben, falls es jemanden interessiert, was bei Hip Hop Meisterschaften so passiert ;)

Nun aber zum buchigen Teil dieses Monatsrückblicks:



Insgesamt habe ich 9 Bücher und ein Hörbuch geschafft.


Origin: Schattenfunke - Jennifer L. Armentrout (448 Seiten) [Rezension]

Der kleine Prinz - Antoine de Saint Exépury (96 Seiten) [Rezension]

Nora: Ein Puppenheim - Henrik Ibsen (100 Seiten) [Rezension]

Fangirl - Rainbow Rowell (445 Seiten) [Rezension]

Inspector Swanson: Der Magische Zirkel - Robert C. Marley (250 Seiten) [Rezension]

Das Funkeln zwischen den Zeilen - Anna Davis (368 Seiten) [Rezension]

Sommer hinter Dornen - Regina Meißner (79 Seiten) [Rezension]

James Bond 007: Goldfinger - Ian Fleming (400 Seiten)  [Rezension]

Intrige (Hörbuch) - Robert Harris (625 Seiten) [Rezension]

Plötzlich Fee: Frühlingsnacht - Julie Kagawa (512 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 3323



Die Erwartungen an mich selbst sind glaube ich immer ein bisschen zu hoch. Ich dachte wirklich, dass ich jetzt im Sommer vielleicht noch eine Schippe drauflegen kann, aber das war mir nicht vergönnt. Wobei 10 Bücher schon wirklich richtig gut sind. Zumal viele der Bücher wirklich klasse waren. Mein absolutes und immerwährendes Highlight war auf jeden Fall der Klassiker "Der kleine Prinz". Falls es unter euch noch jemanden gibt, der das Buch bis jetzt auch noch nicht gelesen hatte, dann solltet ihr diesen Umstand ändern. Das Buch ist so bezaubernd und voller Fantasie, wie ich es selten erlebt habe. 
Ebenfalls grandios ist "Fangirl", mein einziges englisches Buch in diesem Monat (haha...als wenn es jemals mehr als eins im Monat wäre...). Es ist voller Witz und so lebendig, dass es ebenfalls nur zu empfehlen ist!
Mein absoluter und unangefochtener Flop war "Intrige" von Robert Harris, welches ich als Hörbuch hörte. Ein spannendes historisches Szenario, das unnötig verkompliziert und relativ leblos erzählt wird. Auch "Das Funkeln zwischen den Zeilen" war nicht berauschend, aber ganz nett. Etwas enttäuscht hat mich der letzte Teil der Plötzlich Fee-Reihe, aber dennoch war er ein schöner Abschluss. Ebenfalls so ein Mittelding war "Origin", allerdings hoffe ich da ebenfalls auf einen guten Reihenabschuss (, der immerhin schon bei mir zu Hause liegt).
Auf Abenteuerjagd begab ich mich wieder zusammen mit James Bond, dessen Bücher ich in letzter Zeit schmerzlich vernachlässigt hatte. "Goldfinger" hat etwas Episches und ist sehr zu empfehlen! Großartig war ebenfalls "Sommer hinter Dornen", eine niedliche Novelle für Zwischendurch. Ich kann sie nur jedem Märchenfan ans Herz legen. Überzeugen konnte mich auch das klassische Drama "Nora - Ein Puppenheim" von Henrik Ibsen. In der Literatur gilt es als DAS Emanzipationsdrama und das kann ich nur bestätigen. Bis zum Ende hin war es relativ lahm, aber dann war ich beeindruckt. Ich habe es übrigens für die Uni gelesen und mir mit meinem Kurs dazu eine Theaterinszenierung angesehen. Die war einfach nur grausam. Meiner Meinung nach völlig falsch interpretiert. Eine Grundthese, die wirklich nicht zu belegen war, so nach dem Motto: "Wir können sowieso nichts ändern...böse, böse Gesellschaft"... Aber okay...Modernes Theater und so.
Und last but not least wäre da noch "Der Magische Zirkel". Das war ein toller viktorianischer Krimi, den man wunderbar weglesen konnte. Kein Highlight, aber solide.


Insgesamt bin ich mit meinem Juni sehr zufrieden. Und ich hoffe wirklich, dass ab jetzt die entspannteste und schönste Phase des Jahres beginnen kann. Mein Semester geht heute in die letzte Woche und dann warten noch ein paar Kurztrips. Ich werde mit meinem Freund ein paar Tage nach Weimar fahren, werde die Deutsche Meisterschaft in Mannheim tanzen und zum Profi-Tennisturnier nach Hamburg fahren, wo ich hoffentlich ein paar tolle Matches sehen werde. Ich hoffe doch, dass zwischendurch auch ein paar tolle Lesestunden auf mich warten :)


Wie war euer Lesemonat so? Was gab es für Highlights und Flops? Vielleicht etwas dabei, was ich mir nicht entgehen lassen darf? :)

Eure Julia



4. Juli 2016

Rezension: "Plötzlich Fee: Frühlingsnacht" von Julie Kagawa


Titel: Plötzlich Fee - Frühlingsnacht
Autor: Julie Kagawa
Verlag: Heyne
Preis: 16,99€
Seiten: 512

„Plötzlich Fee“ – was für ein merkwürdiger Titel. Aber gerade wegen des Titels hat die Reihe mich angezogen und ich gab ihr eine Chance. Ein Fan wurde ich leider nie, doch der dritte Band gefiel mir gut. Nun griff ich zum Reihenabschluss „Frühlingsnacht“. Das Buch hinterlässt den gleichen Eindurck wie die gesamte Reihe: Ganz nett, aber kein Muss.

Inhalt


Ash, der ehemalige Prinz vom Winterhof, hat seiner Geliebten die Treue geschworen. Doch Meghan ist die Königin des Eisernen Reiches geworden und in diesem kann er keinen Tag überleben. Es gibt nur einen Weg um mit seiner Herzensdame zusammen sein zu können: Er muss ein Mensch werden. Und so beginnt eine lange und beschwerliche Reise, auf der er aber von seinen Freunden begleitet wird. Der kluge Kater Grimalkin führt die kleine Truppe an, der natürlich auch der schelmische Puck angehört. Doch die drei bleiben nicht allein. Die mysteriöse Seherin und der Große Böse Wolf sind ebenfalls mit von der Partie und bereit dieses Abenteuer zu bestehen. Schafft Ash es bis ans Ende der Welt um eine Seele zu erringen und so zu Meghan zurückkehren zu können?

Meinung


Ich liebe die Cover der Plötzlich Fee-Reihe! Sie sind so wunderschön detailliert und verträumt, dass das Nimmernie noch viel glaubhafter wird. Der vierte Teil ist komplett in Pink- und Rosatönen gehalten und für mich das schönste Cover der Reihe. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, auch weil ich wusste, dass es diesmal nicht aus der Perspektive von Meghan, sondern aus der von Ash verfasst ist. Ash blieb bisher immer relativ kalt, wenn auch absolut ideal. Das machte die Sache sehr interessant. Allerdings kann ich die Illustratoren nicht verstehen, dass sie ausgerechnet diesem Buch mit einem männlichen Protagonisten den weiblichsten Charakter verleihen. Also, ich bitte euch: Ash und Pink? Auch wenn das eine absolute Nebensächlichkeit ist, so hat sie mich doch gestört. 
Grundsätzlich ist die Geschichte sehr interessant und auch ein wenig isoliert vom Rest der Reihe. Unsere bekannten Helden, mit Ausnahme von Meghan, begeben sich auf eine neue Reise. Man kann den vierten Teil als Zugabe bezeichnen, der für die wahren Fans geschrieben wurde. Zu denen zähle ich leider nicht, dennoch gefiel mir der Gedanke, dass eine kleine Gruppe sich bis ans Ende des Nimmernie begeben muss, damit zwei Liebende zusammen sein können. Mit Meghan wurde ich nie ganz warm, weshalb ich die Konstellation gelungen fand. Dennoch fehlt die Eisenre Königin natürlich. Lediglich im Epilog taucht sie auf, der wiederum ist wirklich schön geworden! Ich finde es relativ mutig von Julie Kagawa den Erzählstil im letzten Band zu wechseln, aber für mich ist das ein Pluspunkt.
Auch die Reise selbst ist spannend. Puck und Grimalkin waren schon immer meine Lieblinge der Reihe und in diesem Buch nehmen sie einen großen Teil ein. Mir wurde noch einmal bewusst, wie unglaublich klug und arrogant Grimalkin ist. Dieses Mal bekommt er noch einen Gegenspieler zugewiesen, denn die Berühmtheit des „Großen Bösen Wolfes“ schließt sich der Gruppe an. Er will in dieser Geschichte eine Rolle spielen, um die Legende zu bleiben, die er ist. Ich bin eher der Hunde- als der Katzentyp, weshalb ich den Wolf von Anfang an in mein Herz schloss. Er spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch und ich war dankbar für sein Auftauchen. Des Weiteren bietet er Grimalkin gern die Stirn, was relativ amüsant ist. 
Die Beziehung zwischen Puck und Ash wird noch verdeutlicht und man erfährt viel über ihre Vergangenheit. Auch, weil die Seherin auf den Plan tritt. Mir gefiel diese Wendung anfangs gar nicht, doch zum Ende hin macht sie Sinn. Ihr Charakter ist für mich dennoch völlig unsympathisch, auch wenn ich ihre Art verstehen kann. 
Eigentlich finde ich auch die Handlung gelungen. Die kleine Gruppe muss viele Risiken und Prüfungen auf sich nehmen um das Ende des Nimmernie zu erreichen. Dort muss Ash dann den Heldenparcours überstehen, der voller Gefahren steckt. So steigert die Autorin mit jeder neuen Gefahr zwar die Spannung, aber in gewisser Weise wird es auch nur eine Aneinanderreihung von Abenteuern. Der Heldenparcours war interessanter, da Ash vorgeführt wird, wie es wäre ein Mensch zu sein. Doch um das zu erklären wurde sehr weit ausgeholt und ich konnte die Zukunftsvisionen nicht richtig einordnen. Sie führen sehr weit von der Handlung weg. Außerdem bleibt der unnahbare Prinz trotz seiner Perspektive noch immer unnahbar. Das gefiel mir gar nicht. Er schwankt zu sehr hin und her, ist zu edel. Für mich zog sich die Handlung zu sehr hin, Ash war nicht präsent genug und die gesamte Sympathie wird auf den Rücken der Nebenfiguren ausgetragen. Mit dem Stil kam ich gut zurecht, dennoch ist er mir irgendwie zu kindisch. Wieder einmal musste ich mich fragen, ob ich für die Reihe nicht eigentlich zu alt bin. 
Hinten im Buch gibt es noch ein paar Extras, wie ein Interview mit der Autorin oder ein Leitfaden für das Nimmernie. Beides war sehr amüsant und auch im Buch selbst kann man manchmal schmunzeln.

Fazit




Obwohl ich die Idee der Handlung und viele Nebenfiguren wirklich großartig fand, gefiel mir die Umsetzung nicht immer. Ash schwankt oft hin und her und wird natürlich von der Seherin beeinflusst. Er bleibt trotz der persönlichen Perspektive sehr unnahbar. Das Abenteuer ist im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch (voller unbekannter Wesen und rätselhaften Prüfungen), doch die Autorin baute viele Schwenker ein, sonst kommt sie ja nicht auf 500 Seiten. Als Happy-End Buch gefiel mir der Reihenabschluss gut und auch der Fokus auf dem Menschlichen ist gelungen, doch so richtig nötig war die Geschichte leider nicht. Das Happy-End war außerdem von Anfang an zu durchschaubar. Ich vergebe 3,5 von 5 Spitzenschuhen.