22. Januar 2018

Rezension [Hörbuch]: "Verliebt bis über alle Sterne" von Susan Elisabeth Phillips


Titel: Verliebt bis über alle Sterne
Autor: Susan Elisabeth Phillips
Sprecherin: Rike Schmid
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 14,99€
Seiten: 476
Dauer: 10h 7m


Ich brauchte ein neues Hörbuch. Dringend. Meine Wahl fiel auf „Verliebt bis über alle Sterne“. Ein süßer Titel, ein niedliches Cover und ein guter Klappentext waren die ausschlaggebenden Punkte für meine Wahl. Allerdings habe ich mir nicht allzu viel erwartet. Denn wenn ein Buch „Verliebt bis über alle Sterne“ heißt, wird es sich wohl um eine nette Liebesgeschichte handeln. Aber dieses Buch ist so viel mehr! Es ist eine Liebesgeschichte mit Hochs und Tiefs, mit ernsthaften Thematiken und mit viel Tiefgang. Die Geschichte findet nicht mal eben so statt. Man lässt sie in sein Herz und da bleibt sie auch ganz lange. Die Handlung geht sehr viel länger, als der Klappentext vermuten lässt und das hat mich positiv überrascht. Wir haben nicht die typische „0-8-15 Frau trifft Footballer“-Story, sondern eine gereifte Geschichte über das Leben und wie es einem dazwischen kommen kann. Und das auf die lustigste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Ich liebe dieses Hörbuch! Denn auch die Sprecherin macht es zu etwas ganz Besonderem!

Piper Dove hat einen Traum: Sie will die beste Privatdetektivin Chicagos werden. Ihr erster Job: den früheren Star-Quarterback der Chicago Stars, Cooper Graham, beschatten. Doch dem fällt natürlich auf, dass diese nervige junge Frau ihm ständig folgt – und ist davon überhaupt nicht begeistert.
Also dreht der attraktive Mann den Spieß einfach um und engagiert Piper selbst. Leider nicht als Bodyguard, wie sie gehofft hatte. Aber wie es scheint, schwebt Cooper in Lebensgefahr, und Piper wird ihn beschützen, ob ihm das nun passt oder nicht. Bald muss auch Cooper sich eingestehen, dass ihn die furchtlose Piper nicht ganz kalt lässt …


So niedlich ich den Titel und das Cover auch finde: Es passt nicht zur Geschichte. Denn die Geschichte ist viel ernsthafter, viel dramatischer und auch lustiger, als beides vermuten lässt. Daher gleich meine erste Bitte: Lasst euch nicht vom Äußeren täuschen und gebt dem Hörbuch „Verliebt bis über alle Sterne“ eine echte Chance. Ihr werdet gleich nach den ersten Minuten merken, dass es sich lohnen wird! Denn sofort wird der Leser von der außergewöhnlichen Stimme von Rike Schmid begrüßt. Und sie liest wahnsinnig gut! Schmids Stimme war für mich wirklich unbegreiflich toll! Sie hat eine sehr angenehme Tonlage, sie liest sanft, aber auch so lustig! Zu jeder Zeit habe ich die Geschichte auch dank der Stimme ernst genommen. Es gibt so viele verschiedene Stimmungen im Buch und Rike Schmid hat jede mit Überzeugung rübergebracht. Außerdem fand ich ihre Interpretation von Cooper ebenfalls sehr gelungen. Das Highlight ist aber Piper Dove. Schmids Stimme passt perfekt zu dieser quirligen und einnehmenden Person! Die Harmonie zwischen Story und Sprecherin ist bei diesem Hörbuch wirklich außergewöhnlich! Selten habe ich mich so auf eine Sprecherin gefreut, immer wenn ich das Hörbuch anschaltete.
Hörbücher hängen oft auch am Sprecher. Aber diesen Punkt können wir als absolut gelungen abhaken. Dann kommt die Story. Die ist ebenfalls nicht ganz normal. Ich hatte damit gerechnet, dass Piper eben Cooper beschatten sollte, die beiden sich verlieben und am Ende ein Paar sind. Und auch wenn diese Grundzüge in gewisser Weise zu finden sind, lag ich doch ziemlich falsch. Ja, die Geschichte beginnt, indem Piper Cooper beschattet. Und irgendwann kommt auch die Verliebtheit dazu. Aber dazwischen liegt eine ganze Menge mehr. Und danach auch. Piper wird gefeuert, beginnt aber für Cooper zu arbeiten. Die beiden werden ein Team, denn jemand hat es auf Cooper abgesehen. Gemeinsam bestehen sie die ein oder andere Prüfung. Aber der Umstand, dass eine Beziehung unmöglich ist, bleibt immer präsent. Der Footballstar und die Privatdetektivin? Eher nicht. Wie die Autorin Susan Elisabeth Phillips das am Ende löst ist unbeschreiblich. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass eine Geschichte, in der es auch um Mordversuche und Action geht, so enden könnte. Aber ich fand es perfekt! Die Geschichte biete insgesamt sehr viel Abwechslung und macht einige Wendepunkte durch. Manchmal hat man vielleicht den Eindruck, die Geschichte wird künstlich in die Länge gezogen, aber ehrlich gesagt konnte ich von Cooper und Piper absolut nicht genug bekommen und war so traurig, als das Hörbuch zu Ende war. Pipers naive Art führt zu dem ein oder anderen unnötigen Punkt, aber letztendlich handelt Piper authentisch.
Insgesamt lässt sich das über die Charaktere sagen. Die beiden Protagonisten sind ganz klar Piper und Cooper. Ich fand beide einfach toll. Piper weiß genau, was sie will. Aber ihr werden einige Steine in den Weg gestellt. Sie ist eine sehr kluge und selbstbewusste Frau, sie ist tough und kommt immer irgendwie an ihr Ziel. Für mich war sie authentisch und bewundernswert und dass gerade jemand so starkes in Beziehungsfragen zweifelt, fand ich durchaus realistisch. 
Cooper ist ein Vorzeigemann, der sein Leben dem Profisport gewidmet hat. Auch seine Entwicklung fand ich authentisch und ich glaube als Frau muss man ihn einfach mögen. Zusammen agieren die beiden einfach toll. Sie schaukeln einander hoch, streiten sich und jede Unterhaltung ist so unglaublich lustig! Ich habe viel gelächelt, manchmal sogar gelacht, wenn es bei Piper und Cooper so richtig zur Sache ging. Apropos – das tut es im Buch auch. Diese Szenen gefielen mir sehr gut, obwohl ich das bei Hörbüchern immer heikel finde. Ich finde aber, dass die Autorin eine tolle Mischung geschrieben hat und jedes Frauenherz durch dieses Buch höher schlagen kann.
Die Nebenfiguren haben mir auch sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs viele nicht unterscheiden konnte. Im Laufe des Buches lernt man sie aber alle kennen. Der Stil von Susan Elisabeth Phillips ist flüssig, herzlich und humorvoll. Der Humor der Autorin gefiel mir unglaublich gut, denn dadurch wird diese Geschichte so besonders.


„Verliebt bis über alle Sterne“ hält seine Versprechen und geht noch weit darüber hinaus! Die Geschichte ist romantisch und prickelnd, die Gefühle zwischen Cooper und Piper sind echt, aber das Buch ist auch humorvoll. Man hat Spaß mit den Charakteren, hält manchmal die Luft an, wenn die Story spannend und dramatisch wird und man wundert sich über den ein oder anderen Wendepunkt. Das Ende konnte mich absolut überraschen, aber ich fand es einfach nur gelungen. Und das gilt für das gesamte Buch. Eine tolle Autorin hat ein wundervolles Buch geschrieben und dieses wird auch noch von einer herausragenden Sprecherin gelesen. Meine absolute Empfehlung, fünf von fünf Spitzenschuhen!



20. Januar 2018

Mein SuB kommt zur Wort: Karli #21


Hallo ihr Lieben!


Vielleicht haben ein paar unter euch es bereits bemerkt: Ich habe im Moment weniger Zeit für den Blog, als gewünscht. Aktuell schaffe ich es nicht, so viel zu posten, aber ich denke, dass sich bald wieder Kontinuität einstellt. Umso erstaunlicher ist es, dass ich heute absolut pünktlich gemeinsam mit meinem liebsten SuB Karli am Start bin! Liegt auch nur daran, dass der 20. zufällig auf einen Samstag fällt und ich dementsprechend Zeit zum Tippen habe ;) Aber pst...sagt das Karli bitte nicht. Er wird so schon genug jammern. Kein Unterschied zu sonst also :D Aber ich bin gespannt, was Karli vom neuen Jahr bisher so erzählen kann. Also auf geht's!

Solltet ihr übrigens Lust auf die Aktion "Mein SuB kommt zu Wort" haben, dann schaut unbedingt bei der lieben Anna vorbei! Karli und ich verdanken ihr eine Menge :) <3





1. Karli, wie groß bist du aktuell?


Hallo ihr Lieben, auch von mir! Und - früher hatte ich ja keine Gelegenheit es euch zu wünschen - ein frohes neues Jahr! Mit einem kleinen luschernden Blick auf Frage vier habe ich herausgefunden, dass das neue Jahr durchaus noch eine Rolle heute spielen wird in diesem Interview ;) Ich hoffe, ihr seid bereits gut in 2018 angekommen und das Jahr fängt positiv an! Erschreckend, dass der erste Monat beinahe schon wieder um ist. Erschreckend auch für Julia. Denn....oh ja....ich habe wieder einiges an Redebedarf :P
Deswegen steige ich direkt mit Frage eins ein: Wie groß ich bin?
Groß.
Wie immer :D
Im Moment habe ich aber sogar ein Recht zu meckern. Ich nehme es der gestressten Julia nicht übel, dass sie im Moment nicht so viel liest. Sie hat wahrlich genug damit zu tun, im Schulalltag anzukommen. Was sie mir teilweise so über ihre Schüler erzählt...puh...ich hoffe wirklich, dass auch künftige Generationen mal zu Büchern greifen werden. Wenn alle so sind, wie viele von Julias Schülern, sieht es schlecht aus. :D
 Aber ich schweife ab. Ich bin nicht wegen ihres Leseverhaltens böse. Aber böse bin ich. Denn sie hat es doch wirklich geschafft, nach Weihnachten noch unglaublich viele weitere Bücher anzusammeln (Danke Elif, an dieser Stelle :P Du wirst heute auch nicht verschont >.<)! Einige bekam sie geschenkt. Andere hat sie sich doch tatsächlich gekauft. Aber soll sie das, wenn sie doch so viele hier bei mir hat?! NEIN! Aber auf mich hört hier ja wieder mal niemand. Und daher komme ich jetzt zur bitteren Wahrheit. Am 20. Dezember war ich 129 Bücher groß, so wie schon ein paar Monate zuvor auch. Nun ist Julia eskaliert. Ich bin aktuelle genau 146 Bücher groß! Ist das zu fassen??? Wo kommen diese 17 Bücher denn nun schon wieder her?! Vieles wurde zu Weihnachten geschenkt - schon klar. Und das wusste ich und ich war vorbereitet. Aber allein in den letzten Tagen hat Julia sich wieder eine Ebox gekauft :'( Das sind dann ja gleich zwei Ebooks..hach...Wie soll das hier nur weiter gehen :'D




2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.


Gerne doch. Welche der 17 wollt ihr denn sehen?! :P Nein, ist schon gut. Ich beschränke mich auf die drei neuesten Bücher bei mir :) Das wären dann wohl diese drei:





Eigentlich stehen diese drei Bilder stellvertretend für sechs Bücher (, also schummel ich doch). Von der Ebox "Luca und Allegra" habe ich eben bereits kurz erzählt. Ende Dezember hat Carlsen die Box reduziert und Julia wollte sie schon ganz, ganz lange haben. Und dann musste sie sie eben kaufen. Ist ja irgendwie auch Schicksal und ich habe das sogar sehr gut verstanden und Julia gut zugeredet. Dann kam aber noch das Angebot des Autorenteams Rose Snow. Die beiden hatten ihren Lesern zu Weihnachten ein Geschenk machen wollen und den ersten Teil von "Die 11 Gezeichneten" gab es kostenlos. Natürlich schlug Julia zu. War Julia jemals nicht zur Stelle, wenn es etwas umsonst gibt?! Ihr könnt euch die Antwort denken.
Und dann ist da noch das Hörbuch "Wie Monde so silbern". Bei dem Hörbuch handelt es sich um einen Gewinn von der lieben Isbel. Aber es gab nicht nur Teil eins, sondern auch noch zwei und drei. Da Julia im Moment total auf Hörbücher steht, konnte ich ihr diesen Gewinn auch nicht verübeln. Aber ihr seht schon...so häuft sich hier eben schnell einiges an. Und davon bin ich bekanntlich kein Fan :P Tja und gestern erst hat sie auch noch eine Neuerscheinung vorbestellt. Glückwunsch, Julia! Blödmann...oder Frau...egal.
Zur eigentlichen Frage, wie die SuB-Pflege bisher gelaufen ist. Tja. Könnte besser sein. Wenn Julia schon wenig liest/hört, dann sollte sie wenigstens keine neuen Bücher anschaffen. Sonst sehe ich schwarz für 2018. Aber ich kann ja viel reden. Hören müsste sie mal auf mich. Im Januar haben mich bis jetzt genau 5 Bücher verlassen, was nicht viel ist. Aber für den harten Januar und die veränderten Umstände, ist das schon okay. 
Ich weiß es allerdings sehr zu schätzen, dass ich und meine Menge in Julias Verstand sehr präsent sind. Sie redet oft mit mir und entschuldigt sich. Sie führt ganz sauber ihre Liste und gelobt Besserung. Ich bin ganz froh darüber. Und das letzte Drittel des Jahres ist mit Neuanschaffungen sowieso immer die schlimmste Zeit. Bis Ostern kann ich also erstmal verschnaufen. Vielleicht lässt sich bis dahin ja noch was abbauen ;)



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?


Das letzte Buch, das mich verlassen hat, ist "Infernale - Rhapsody in schwarz" von Sophie Jordan. Und das war erst heute Mittag (, daher auch keine Rezension). Also knapp, aber hey :D Es zählt immerhin schon in die Statistik ;) Das Buch hatte noch nicht übermäßig lange sein Heim bei mir gefunden. Es war ein Geburtstagsgeschenk und somit seit September bei mir. Vier Monate ist schon eine geringe Zeit, würde ich sagen. 
Das Buch war ein Dilogieabschluss. Julia hatte trotzdem so ihre Probleme. Lustig, das war beim letzten Dilogieabschluss bereits so gewesen. Auch hier hatte Julia den ersten Teil und seinen Inhalt nicht mehr so präsent. Außerdem schreibt der zweite Band beinahe eine komplett neue Geschichte. Laut Julia hatte das Vor- und Nachteile. Insgesamt mochte sie das Buch wohl ganz gern, aber das tolle Niveau von Band eins ließ sich nicht halten. Das ist jedenfalls das, was sie mir erzählt hat ;)



4. Neues Jahr, neue Ziele - lieber Karli, welche Ziele hat dein Besitzer für dich in 2018? Gibt es Challenges die beim Erreichen der Zeiel helfen sollen?

Jaaaahaaa...interessante Frage :) Julia, was sind deine Ziele für mich?? Ah. Ok.

Nachdem ich eben ein paar Worte mit ihr gewechselt habe, scheinen sie fest zu stehen. Und wir konnten uns einigen, unsere Ziele beizubehalten. Jaha. Es wird extrem schwer, das zu schaffen. Aber am Ende des Jahres - und das ist mein erklärter Wunsch - möchte ich nur noch 90 Bücher groß sein! Bitte, bitte, bitte! Mir ist bewusst, dass dieser Wunsch höchstwahrscheinlich unerfüllt bleiben wird. Denn Julia hat sich als Minimalziel gelesener Bücher die 50 gesetzt. Erklärtes Ziel sind zwar 75 Bücher, aber mit 50 wäre sie zufrieden. Und da ich weiß, dass auf jeden Fall dieses Jahr noch neue Bücher dazu kommen werden, kann ich mich ja beinahe schon von den 90 verabschieden. Aber das will ich nicht :P Und irgendwo habe ich mal gehört: Man muss nur fest daran glauben! Also, dann wird mein Mantra von nun an sein: "Ich glaube an dich, Julia! Lass uns die 90 Bücher schaffen!" :)
Sind das nicht gute Schlussworte für das erste SuB-Interview in 2018?! ;)



Ich denke schon. Aber leider heißt es auch, dass wenn man Schlussworte formuliert, das Vergnügen auch schon wieder vorbei ist. Schade! Aber ich denke, ich konnte meinen Standpunkt wieder klar machen. Jetzt habe ich Julias gute Freundin Elif doch gar nicht so doll angegriffen. Aber sie hat auch erst gestern ihre Masterarbeit abgegeben, daher lasse ich sie mal in der verdienten Glücksphase in Ruhe. Dass sie wieder sechs neue Bücher im Januar beigetragen hat, lasse ich beinahe unerwähnt :P
Ihr Lieben, danke fürs Lesen! Ich hoffe, ihr kümmert euch gut um eure SuBs. Denn wenn nicht, dann meckern wir auch ganz gerne mal. Aber vielleicht...ganz vielleicht...glauben wir auch weiter an unsere geliebten Besitzer ;)

In diesem Sinne!
Alles Liebe,
euer Karli



<3 So böse und gemein er auch immer tut, im Grunde ist er doch ein herzensguter SuB, mein Karli :) Ich bin froh, dass er mir all meine Verfehlungen verzeiht! Und ich strebe die 90 Bücher tatsächlich an! Vielleicht sollte ich auch einfach mal die Strategie des Ausmistens erlernen. Wer weiß. 
Ich hatte heute wieder sehr viel Spaß mit Karli an meiner Seite! :)

Wie sieht es bei euch aus? Was hat euer SuB erzählt und was sind eure Ziele für ihn in diesem Jahr?



Eure Julia

18. Januar 2018

Rezension: "James Bond 007 - Feuerball" von Ian Fleming


Titel: James Bond 007 - Feuerball
Autor: Ian Fleming
Verlag: Cross Cult
Preis: 12,80€
Seiten: 360

Viel zu lange ist es her, dass ich zu einem der großartigen James-Bond-Bücher aus der Feder von Ian Fleming gegriffen habe. Das neunte Abenteuer des Geheimagenten wartete auf mich: „Feuerball“. Das Buch hat eine Handlung, die ich durchaus noch im Kopf hatte, auch weil ich den Film sehr gern mag. Und dennoch hat das Buch mich absolut überrascht. Denn es ist unglaublich gut! Vielleicht brauchte ich eine so lange Pause von 007, um zu merken, wie sehr mir der gute James gefehlt hat. Zumindest kann ich guten Gewissens behaupten, dass ich eine der Frauen bin, die ihm hoffnungslos verfallen ist. „Feuerball“ ist super spannend, besticht durch eine logisch durchdachte und nicht zu dick aufgetragene Geschichte und wer davon noch nicht überzeugt ist, muss einfach dem Charme von James Bond erliegen. Absolut top!

Im neunten Band verschlägt es 007 auf die Bahamas. Doch für ihn steht dort kein Urlaub an: Bond muss zwei gestohlene Atombomben ausfindig machen
Als ein Fremder auf den Bahamas ankommt, schenken ihm die Einheimischen kaum Beachtung – noch ein Auswanderer, der sein Geld an den Casino-Tischen verheizt. Aber James Bond hat alles andere als Geld im Kopf: Er hat weniger als eine Woche, um zwei gestohlene Atombomben, versteckt zwischen den weiten Korallenriffen, ausfindig zu machen. Indessen mimt er den Playboy und lernt Domino kennen, die Gespielin des geheimnisvollen Schatzjägers Emilio Largo. Während er der hübschen Italienerin näher kommt, hofft Bond mehr über Largos geheime Machenschaften herauszufinden.


Vom Cover von „Feuerball“ blickt dem Leser eine aufreizende Frau entgegen, die auf sehr komplizierte Art und Weise ihren Reißverschluss schließt. Ich liebe die Cover des Cross Cult Verlags, denn sie passen perfekt zum Charakter der Reihe und zur Figur von James Bond. Wie immer steht der Held hier im Vordergrund. Ian Fleming hat die Schreibeigenschaft, ganz gern mal abzuschweifen. Das hält sich in „Feuerball“ aber in Grenzen. Was meine ich damit? Fleming beschreibt manchmal über längere Kapitel hinweg die Geschichte von Nebenfiguren, wie hier etwa von dem Piloten Petacchi, Stavros Blofeld oder Emilio Largo. Das Kapitel handelt dann nur von dieser Nebenfigur, seinen Gedanken und Handlungen. Der Geheimagent weiß weder etwas davon, noch kommt er vor. So gewinnt der Leser einen guten Rundumblick, kann aber auch beginnen sich zu langweilen. Denn zu diesen Figuren hat man immer eine gewisse Distanz und Bond ist einfach ein Sympathieträger, den man als Hauptperson nur ungern außen vor lässt. Ich bin kein Freund dieser Kapitel, zumindest nicht, wenn sie sehr lang sind. Andererseits bekommt man in „Feuerball“ so einen tollen Einblick in den Aufbau von SPECTRE und dem Leben der Bösewichte. Das ist super interessant und spannend. Als Leser weiß man mehr, als der Geheimagent und man will ihm zurufen, was zu tun sei – aber das funktioniert nie. 
Ich bin dennoch deutlich mehr der Fan von den Kapiteln, die sich mit Bond beschäftigen. Bond ist eine großartige Figur! In „Feuerball“ setzt Fleming sich auch erstmals mit den Lastern seines Protagonisten auseinander, was mir sehr gut gefiel! Viel zu oft habe ich mich schon gefragt, wie es sein kann, dass Bond zig Zigaretten am Tag raucht und den Alkohol literweise in sich hinein kippt. Zu Beginn der Handlung wird Bond in eine Art Naturheilkundesanatorium geschickt, um sich aufpeppeln zu lassen. Ich fand den Satz „Lassen Sie es ruhig angehen, 007“ in diesem Zusammenhang absolut großartig. Bond ist ein kühler und dennoch so humorvoller Charakter. Er ist arrogant und von sich selbst überzeugt. Frauen sind Spielzeuge, Alkohol ein Muss. Er ist nicht korrekt – auch nicht politisch. Aber Bonds Figur wurde eben auch in den 50er Jahren erschaffen, weshalb ihm ein gewisses Denken zu verzeihen sei. Als Leser sollte man seiner Sprache dennoch kritisch gegenüber stehen. Trotz all seiner Mängel ist Bond für mich ein Held, der sein Leben tagtäglich riskiert. Ich finde ihn einfach unglaublich amüsant und kann diesen Mann nur feiern. 
In „Feuerball“ gibt es mehrere Gegenspieler. Der Drahtzieher ist eigentlich Blofeld, den Bond selbst aber in diesem Buch noch nicht auf dem Schirm hat. Emilio Largo ist der Stellvertreter und hier der absolute Gegner Bonds. Ich finde es immer total interessant, wenn Fleming Details über das Geheimagentenleben einbaut, von dem er selbst ja einiges wusste. Das Böse ist hier sehr gut organisiert und die Entführung der Atombomben ist im Buch um einiges logischer, als im Film. Insgesamt gefiel mir die Handlung unglaublich gut! Sie ist nicht nur spannend, sondern auch sehr intelligent durchdacht. Bond kommt eher durch Zufall an den bedeutenden Auftrag, der den Tarnnamen „Feuerball“ trägt. Alles beginnt in dieser Klinik und spitzt sich dann zu. Ich fand es auch toll, wie ahnungslos die großen Geheimorganisationen eigentlich sind und nur durch Bonds und Leiters Spekulationen kann man sich dem Feind überhaupt nähern. Leiter – Felix Leiter, auch ein toller Charakter, der hier wieder vorkommt. Als Team sind die beiden unschlagbar. Ich hatte so viel Spaß mit Bond und Leiter, ihren Dialogen und ihrem Witz! Das Ende des Buches gefiel mir außerdem super!
Weitere Charaktere, die ich noch erwähnen muss sind natürlich Largo und Domino. Largo ist ein Bösewicht der allerersten Güteklasse. Der Mann ist schlau und skrupellos und somit perfekt für einen Fall von 007. Domino ist das Bondgirl, das Geschichte mitbringt. Sie weiß, was sie will und ist deswegen genau Bonds Typ. Die Geschichte zwischen den beiden fand ich authentisch – man glaubt es kaum. Am Ende wird sie zur Heldin, was gut zu ihr passt.
Insgesamt ist die Story absolut atemberaubend! Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, was aufgrund des Stils ungewöhnlich ist. Der Stil ist gut, keine Frage. Aber Fleming schweift, wie erwähnt, gerne mal ab und führt gewisse Dinge weit aus. Das ist nicht immer nötig, kann bei der richtigen Leserschaft aber auf Interesse stoßen. Und das tat es bei mir. Außerdem ist Flemings Sprachgebrauch sehr maskulin und etwas roh, aber sehr passend! „Feuerball“ ist einfach ein absolut gelungener Agentenroman, den man verschlingen muss! Bedenkt beim Stil aber, dass manche Begrifflichkeiten wirklich mit Vorsicht zu genießen sind. Aber genauso hat der gute Ian Fleming es geschrieben – und das müssen wir wohl akzeptieren.



Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht mehr, ob mich ein Bond-Roman jemals enttäuscht hat. „Feuerball“ hat es auf keinen Fall, denn das Buch ist großartig! Bond zeigt in diesem Roman durchaus Schwächen, kommt sehr menschlich herüber und ist trotzdem ganz der galante Held. Das Buch beinhaltet sehr viel Witz und Menschlichkeit. Genauso aber abgebrühten Hass in Verbindung mit der Organisation SPECTRE, von der wir sicher bald mehr lesen werden. Es geht spannend zu und es gibt eine ganze Menge Action. Doch auch ein bisschen was fürs Herz – oder zumindest fürs imaginäre Auge. Wer Lust auf einen atemberaubend guten Agentenroman hat, sollte Bond in diesem Abenteuer begleiten. Es lohnt sich! Und deswegen vergebe ich natürlich fünf von fünf Spitzenschuhen. „Lassen Sie es damit ruhig angehen, 007“! 


14. Januar 2018

Rezension: "Monstermagie" von Lisa Rosenbecker


Titel: Monstermagie
Autor: Lisa Rosenbecker
Verlag: Impress
Preis: 3,99€
Seiten: 362


Die Autorin Lisa Rosenbecker ist für mich kein unbeschriebenes Blatt. Mit jedem Buch, was ich von ihr lese, überzeugt sie mich mehr. Und das hat sich auch bei ihrem neuen Titel „Monstermagie“ nicht geändert. Ganz unabhängig von der Autorin, musste ich dieses Buch einfach lesen. Es geht um fünf knuffige, kleine Monster, die eine Macke haben und die man schon auf den ersten Blick lieben muss! So erging es mir, als für das Buch geworben wurde und deswegen BRAUCHTE ich „Monstermagie“, da ich alles liebe, in dem kleine, süße Nebenfiguren eigentlich zu Hauptfiguren werden. 
„Monstermagie“ ist genauso gut, wie erwartet. Doch es ist auch genauso schrecklich! Das Buch hat mich emotional mitgenommen, ich habe gelacht und noch mehr geweint. Wenn ein Buch die Emotionen des Lesers so gut im Griff hat, ist das ein absolutes Kompliment!


Ein Monster mit magischen Fähigkeiten adoptieren? In der Welt der 19-jährigen Leah gar kein Problem. Als Inhaberin von »Monsters & Glue« sucht sie für verlassene oder abgegebene Monster eine neue Familie. Aber mit dem friedlichen Alltag ist es vorbei, als zwei seltsame Fremde auftauchen, die sich nach Monstern mit besonderer Magie erkundigen. Allein der mysteriöse Blake, der sich plötzlich ungefragt in Leahs Leben einmischt, scheint mehr über die beiden zu wissen. Doch auch seine Geheimnisse könnten für Leah und ihre Monster gefährlich werden…

Als ich „Monstermagie“ begann, hatte ich den Klappentext nicht mehr präsent. Mir reichte die Werbung auf den sozialen Plattformen für das Buch völlig aus, um zu wissen, dass ich es lesen will. Süße Monster? Wird gelesen. Aber in „Monstermagie“ steckt mehr, als eine süße Monstergeschichte und das wird schnell klar. Der Leser lernt zu Beginn Leah kennen, die ein kleines Heim für abgegebene oder verlassene Monster mit magischen Fähigkeiten führt. Diese Monster sind absolut normaler Bestandteil des Alltags, man kann sie quasi mit Haustieren vergleichen – mit mehr Fähigkeiten und vielleicht mehr Verständnis. Was aber sofort klar wird, ist die bedingungslose Liebe, die aus jeder Zeile spricht. Leah liebt ihre fünf Monster und die Monster lieben sie. Die Beziehung zwischen diesen Wesen und der Protagonistin ist zuckersüß! Die fünf Monster sind von ganz verschiedener Art: Monty ist ein kleiner Tintenfisch, der ein rosa Ballet-Tutu trägt und mit seiner Tinte malen kann; Robby ist ein Chamäleon, das zur Hälfte immer unsichtbar ist; Pebbles ist ein süßer rosa Flauscheball auf zwei Beinen, der durch Anfälle immer kleine Stacheln ausfährt, Nuvo ist eine fluffige und fliegende Wolke, die Erinnerungsperlen erschaffen kann und dann bleibt noch die Eule Glue, die einfach alles in Schokolade verwandeln kann. Also mal ehrlich: Wie könnte man sein Herz nicht an diese fünf verlieren? Alles, was sie tun, kann den Leser zum Lachen, Schmunzeln oder Zittern bringen. Ich wollte sofort eines der Monster adoptieren. Mit all ihrer Liebe schwang für mich aber auch immer etwas Mitleid mit – denn ich hätte allen so gern ein neues zu Hause geboten.
Aber zurück zur Geschichte. Die fünf Monster sind nicht die Hauptfiguren der Geschichte, aber die Helden. Und durch sie wird das Buch absolut besonders. Leah ist eine starke Protagonistin. Sie hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, hat aber die richtigen Werte im Leben erlernt und verkörpert diese. Ich fand sie niedlich, manchmal etwas naiv, aber ich hätte wahrscheinlich in jeder Lebenslage genauso gehandelt. Dann wäre da noch Blake, der Geheimnisvolle. Ich mochte ihn von der ersten Szene an und fand all seine Aktionen so unglaublich niedlich. Die Liebesgeschichte, die zwischen beiden entsteht, passt gut zur Geschichte. Neben all der Liebe zu den Monstern, dem Humor, der mit ihnen einhergeht und der menschlichen Liebesgeschichte gibt es aber noch den spannenden Handlungsstrang. Denn jemand hat es auf das Heim von Leah abgesehen und wie man sich denken kann, bietet das Thema der Monster noch anderes Potenzial. Bald schon kämpfen Leah, Blake und die Monster gegen eine verrückte Wissenschaftlerin und dies ist ein Kampf auf Leben und Tod. Dieser Teil der Geschichte hat sich nur langsam herauskristallisiert und manchmal fand ich die Geschichte wenig zielführend. Mir persönlich machte das nichts, denn solange Monty und Co. fröhliche Diskussionen führten, war ich zufrieden. Aber zum Ende hin geht es dann hoch her. Die Geschichte wird spannend und actionreich. Und emotional. Dieser emotionale Storyturn hat mich sehr überrascht, denn mit der Wendung hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Doch Lisa Rosenbecker beweist mit dem Aufbau ihrer Geschichte Stärke. „Monstermagie“ ist gut und logisch durchgeplant. Gern würde ich spoilern und verraten, warum ich nicht vollkommen einverstanden mit dem Verlauf der Handlung bin. Mein rational denkender Verstand findet die Geschichte logisch und zu einem guten Ende gebracht. Mein Herz zerbrach in tausend Teile und ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Doch diese Andeutungen müssen genügen. Ich fand es bewundernswert, wie die Autorin es geschafft hat, das man sein Herz so sehr an die Geschichte hängt, dass die Emotionen am Ende vollkommen mit dem Leser durchgehen können! Kompliment dafür! Der Spannungsbogen ist auf jeden Fall vorhanden. Außerdem gibt es viel Humor und die Figuren sind toll ausgearbeitet. Ich mochte auch den Detektive Tottori sehr gern! Es gibt viele (kleine) Helden in der Geschichte und es gibt auch die richtigen Bösewichte. Es ist also an alles gedacht.
Der Stil von Lisa Rosenbecker gefiel mir wieder sehr gut. Er ist flüssig, es gibt viele Dialoge und an den richtigen Stellen schimmert Romantik oder eben Action durch. Die meisten Anteile der Geschichte sind aus der Ich-Perspektive, also von Leah, erzählt. Ein paar Kapitel sind aber auch aus Blakes Sicht verfasst, was gute Abwechslung bietet. Noch ein Wort zum Cover: Wenn man das Buch gelesen hat, macht jedes einzelne Detail Sinn! Es ist das perfekte Cover für diese Geschichte!


„Monstermagie“ hat mich überrascht! Das Buch hat mich lachen und weinen lassen und es bietet eine tolle Mischung aus Romantik und Action. Allem voran steht aber die bedingungslose Liebe, die aus jeder Zeile spricht und die natürlich mit den Monstern einhergeht. Mein Herz konnten Monty, Pebbles, Robby, Nuvo und Glue auf jeden Fall erobern. Diese fünf Charaktere machen die Geschichte besonders, aber auch die menschlichen Protagonisten sind toll. Die Spannungskurve ist wunderbar gelungen, auch wenn sie am Anfang nur sehr langsam ansteigt. Das Ende ist emotional, aber passend. Mit einem Fakt hatte ich so meine Probleme, aber ich verstehe diesen Wendepunkt. Insgesamt vergebe ich 4,5 Spitzenschuhe, die Monty seinen Tentakeln sicher sofort anziehen möchte. Hach...



13. Januar 2018

Mein Jahresrückblick 2017

Hallo ihr Lieben!


Seit zwei Wochen habe ich es mir vorgenommen und nun endlich mein Ziel erreicht: Mein Jahresbericht ist geschrieben! :) Tadaaaa!
Gefühlt bin ich zwar die letzte Bloggerin, die ihren Jahresrückblick veröffentlicht, aber man kann ja auch nicht immer vorne mit dabei sein ;) Und ein bisschen Ausgleich ist nur gerecht. Denn mein Jahr 2017 war wirklich sehr schön! Dass 2018 jetzt so vollkommen anders beginnt, nennt man wohl Karma :D
Aber was erzähle ich schon wieder alles. Heute soll es um meinen Rückblick des letzten Jahres gehen. Also starte ich doch mal. Wie immer resümiere ich ein bisschen das Private und das Buchige. Viel Spaß!

Privater Rückblick

Auf vielen Blogs habe ich gelesen, dass 2017 für einige von euch kein gutes Jahr war. Ich fühle mich ein bisschen schlecht, wenn ich immer wieder sage, wie toll das Jahr für mich war. Vergebt mir. Tatsächlich hatte ich noch nie ein so freies Jahr, wie das letzte. Ich hatte ein bisschen Angst vor 2017, was natürlich auch seine Gründe hatte. Aber alles in allem lief es sehr gut. Nur zum Jahresende hin nicht unbedingt.
Ich hatte bereits 2016 meine letzte Prüfung an der Uni abgelegt und musste nur noch meine Masterarbeit schreiben. Im Januar 2017 begann ich mit meinen Forschungen und in den Monaten danach wurde ausgewertet und geschrieben. Meine Arbeit trägt übrigens den Titel: "Syntaxbezogen, wortartbezogen oder intuitiv? - Eine empirische Studie zur satzinternen Großschreibung", was wahrscheinlich keinem von euch etwas sagt :D Ich habe mich mit Groß- und Kleinschreibung beschäftigt und hatte dabei sehr viel mehr Spaß, als ich selbst dachte. Vor allem brachte meine Studie aber interessante Ergebnisse und ich konnte für meine persönliche Entwicklung etwas mitnehmen. Und das ist doch viel wichtiger, als jede Note, oder? Allerdings war auch diese toll, denn ich schloss meine Arbeit und das abschließende Colloquium mit einer 1,0 ab. Ein Grund für mein positives Jahr.

Was aber danach kam, war erst einmal Leere. Denn nach sechs Jahren die Uni abgeschlossen zu haben, ist ein komisches Gefühl. Allerdings freute ich mich natürlich sehr auf die freien, kommenden Monate! Zum Jahresende gab es leider einen Dämpfer, denn ich habe keinen Platz in Bremen für das  Referendariat bekommen. Mein zweites Fach Geschichte wird in meinem Bundesland wohl leider nicht gebraucht...die Fahrtzeit zum Platz in Niedersachsen war zu lang, weshalb ich nun erst einmal bereits an einer Schule in Bremen unterrichte und hoffe, im August mit meinem Referendariat beginnen zu können. Die Ref-Absage war das Tief meines Jahres.

Ich bin 2017 so viel gereist, wie nie und auch sonst war ich viel unterwegs. Es verschlug mich gemeinsam mit Elif nach Leipzig zur Buchmesse :) Später im Jahr besuchte ich auch Frankfurt und zum ersten Mal blieb ich auch über Nacht. Ich war allein unterwegs, aber das war trotzdem total super! Ich verlinke euch untern auch noch die Messeberichte.
Meine erste große Reise ging im April nach Thailand. Es war der Sommerurlaub von meinem Freund und mir und es war noch viel schöner, als ich zuvor erwartet hatte! Ich habe das Land und den Urlaub geliebt, wir haben so viel erlebt und gesehen und kamen unglaublich erholt wieder heim.  *.*
Im Juli fuhr ich mit meinem Vater nach Krakau. Und obwohl ich vor diesem Trip ein bisschen Angst hatte - zuvor bin ich noch nie alleine mit meinem Vater weg gewesen - war er wunderbar! Krakau ist eine so tolle und sehenswerte Stadt! Einen Tag unternahmen wir auch eine Führung durch das KZ Auschwitz, der eigentliche Grund unserer Reise. Ich bin sehr froh, einmal vor Ort gewesen zu sein und erneut über diesen Teil der Geschichte reflektiert zu haben.
Im September stieg ich erneut ins Flugzeug. Diesmal zusammen mit meiner fast 80-jährigen Oma und unser Ziel war Paris. Zu dieser Zeit hatte ich meinen Master bereits bestanden und konnte sorgenfrei nach vorn blicken. Und ich wollte unbedingt noch einmal Paris besuchen. Die Gründe, warum ich mit meiner Oma verreist bin, könnt ihr in meinem Reisebericht nachlesen. Es war ein andere, aber ungeheuer schöner Städtetrip. Ich bin mehr als dankbar für die Zeit, die ich mit meiner Oma verbringen konnte <3
Kurz nach Paris fuhren mein Freund und ich nach Dänemark. Die Herbstferien sind der perfekte Zeitraum für dieses Land - zumindest meiner Meinung nach. Ich mag die raue See und auch das trübe Wetter. Wir waren in einem sehr schönen Ferienhaus mit Sauna, konnten den ganzen Tag lesen, Filme gucken und ein paar Trips unternehmen. Es war unglaublich entspannend und wir konnten Kraft tanken :) Ich weiß, es klingt so, als wenn ich sowieso immer total stressfrei unterwegs war, aber das war nicht so. Daher konnte ich die entspannten Wochen auch gebrauchen!
Meine letzte große Reise unternahm ich erneut allein - mutterseelenallein. Ich flog im November  in die litauische Hauptstadt Vilnius. Ich hatte festgestellt, dass ich im November noch ein bisschen freie Zeit hatte, checkte meinen Terminkalender, mein Konto und schwups...schon war der Trip in diese unbekannte Stadt gebucht. Ich habe erst vor kurzem den Reisebericht geschrieben, weshalb ich die Reise noch sehr präsent habe. Obwohl ich alleine unterwegs war, war es wirklich toll und ich bin froh, das Abenteuer gewagt zu haben! :)
Im Dezember waren mein Freund und ich noch in München und am Schliersee für ein Wochenende. Und das war es an "Urlauben".

Unterwegs war ich aber trotzdem noch ein bisschen. Ich war 2017 Gast bei drei Tennis Profi-Turnieren: Für ein Wochenende fuhr ich nach Stuttgart und schaute mir zum ersten Mal ein Damenturnier an, was echt toll war! Nur leider war Angelique Kerber am Vortag ausgeschieden. Pech für mich. Außerdem besuchte ich das Musical "Tanz der Vampire". Im Juni ging es dann für einen Tag nach Hamburg, der auch sehr viel Spaß gemacht hat. Und zuvor war ich noch zu Besuch in Halle - ein kleiner Traum von mir! Es war mein erstes Rasen-Turnier. Ich kaufte die Karte auf Verdacht und hatte das erhoffte Glück: Erneut sah ich Roger Federer spielen - und siegen. Tennistechnisch war das Jahr der Wahnsinn! (Meine eigene Mannschaft übrigens konnte immerhin die Liga halten, nachdem wir ja im Jahr zuvor aufgestiegen waren. Ende 2017 konnte ich auch schon meine eigene LK halten :)).
Neben "Tanz der Vampire" habe ich noch zwei weitere Musicals besucht. Mit meiner Mutter sah ich "Hinterm Horizont" in Hamburg an. So unterhaltsam, lehrreich und rockig!
Und mein liebstes Musical 2017 war "Aladdin"! Es ist eine Wahnsinnsshow, so lustig und emotional! Inzwischen kann ich den gesamten Soundtrack mitsingen und zu gern würde ich es 2018 wieder sehen!

Viel erlebt...
Ihr merkt schon, ich habe viel erlebt! Viel Einschneidendes, aber andererseits auch viel Ruhiges. Ich bin mir des Luxus absolut bewusst, den ich 2017 genießen durfte! Und ich habe wirklich jede Sekunde genossen! Ich konnte außerdem viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen und bin deswegen einfach nur dankbar für 2017.
Allerdings habe ich auch hart für die Dinge gearbeitet. Der Dezember war mein letzter Monat im Einzelhandel, denn nach 3,5 Jahren bei Bijou Brigitte habe ich den Job gekündigt, um nun an einer Schule zu arbeiten. Das war immer mal wieder stressig. Dann noch der Unterricht, den ich bereits seit 3 Jahren habe und mein Trainerposten.
Tanztechnisch war 2017 nicht ganz so toll. Ich habe ein sehr hohes Trainingspensum gehabt, weil ich so viele Kinder für Meisterschaften gecoacht habe. Meine Erwachsenenformation konnte dieses Jahr immerhin die Plätze 5, 4 und 2 ertanzen. Ich erhoffe mir hier für 2018 aber mehr! Unsere nächste Meisterschaft steht bereits im Februar an. Drückt uns die Daumen.
Das letzte, was ich noch erlebt habe, war mein erster 10 km-Wettkampflauf. Er war furchtbar. Hierzu brauche ich nicht mehr sagen :D Oh, und ich habe ein 6000-Teile Puzzle gepuzzelt. Dafür habe ich glatte zwei Monate gebraucht. Aber es war toll und hängt nun auf unserem Flur :)

Und nun...nach diesem ausführlichen Bericht, den die meisten wahrscheinlich übersprungen haben, komme ich zum buchigen Teil.



Buchiger Rückblick

Bevor ich angefangen habe zu tippen, habe ich mir meinen letzten Jahresrückblick angeschaut. Und nicht nur das. Ich habe meine gelesenen Bücher durchstöbert und ein paar Facts erstellt.

Insgesamt habe ich 117 Bücher gelesen! 


Mein Ziel lag bei 100 Büchern und das habe ich somit gut erfüllt :)



Facts

  • Ich habe 73 Bücher und 28 Ebooks gelesen. Außerdem habe ich 16 Hörbücher gehört.
  • Unter diesen Büchern waren 11 Klassiker.
  • Außerdem habe ich mich bei den englischen Büchern gesteigert. Obwohl die Zahl immer noch erbärmlich ist...
    Ich habe 5 englische Bücher gelesen (im Vorjahr nur zwei).
  • 6 meiner gelesenen Bücher sind Selfpublisher-Bücher.
  • 50 Bücher stammen aus der Feder deutscher Autoren.
  • Insgesamt habe ich 42 Bücher von männlichen und 75 Bücher von weiblichen Autoren gelesen.


    Wertungen
  • 32 Bücher habe ich mit 5* bewertet.
  • Insgesamt habe ich 5 Bücher mit weniger als drei * bewertet. 
  • 14 Bücher sind knapp an der 5* Wertung gescheitert und haben es nur auf 4,5* gebracht
  • Somit bleiben 65 Bücher, die zwischen 3-4* bewertet wurden


Wie meine Wertungen zeigen, bin ich mit der Qualität meiner gelesenen Bücher sehr zufrieden. Nur fünf Bücher fielen bei mir durch, aber zu denen komme ich gleich.
Auch blogtechnisch bin ich mit 2017 sehr zufrieden. Ich habe endlich die 100-Follower Zahl geknackt, worüber ich mich sehr freue :) An dieser Stelle möchte ich mich natürlich bei all den lieben Menschen bedanken, die meine Beiträge lesen, kommentieren und anders mit mir in Kontakt treten. Ich erlebe die Buchszene als eine sehr freundliche, die ich nicht missen möchte!
Mein Blog ist im letzten Jahr bereits zwei Jahre alt geworden. Mir kommt es allerdings so vor, als wenn er bereits viel älter ist. "Geschichtentänzer" gehört in meinen Alltag und ich hoffe, auch in Zukunft viel Zeit mit dem Bloggen verbringen zu können.
Ich habe einen aktualisierten Header 2017 hochgeladen und ein ganz kleines bisschen an meinem Layout geändert. Außerdem habe ich die Rubrik "meine Reisen" rechts in die Leiste gepackt.
Insgesamt hätte ich gern mehr kritische oder außergewöhnliche Berichte geschrieben, aber die habe ich dieses Jahr leider vernachlässigt. Ich habe aber schon wieder Ideen für das aktuelle Jahr :)
Ich habe einige Reviews geschrieben, aber auch nicht annähernd von allen Kinofilmen, die ich besuchte. Hier eine kleine Auswahl meiner besonderen Beiträge aus 2017, die ältesten zuerst.




























Und nun zu den paar Bücher, die ich gern erwähnen möchte!



   


Die besagten fünf. Am meisten enttäuscht hat mich tatsächlich der Klassiker unter diesen Büchern und das ist eine Schande. "Gullivers Reisen" hat von mir die knallharte Wertung von 1,5* bekommen. Es war das schlechteste Buch, das ich seit Jahren gelesen hatte. Nah daran kamen auch auch die anderen. "Soulmates" war ebenfalls eine Katastrophe: Unlogische Handlung, richtige Fehler bei Fakten, ein unglaublich schlechter Stil und ätzende Charaktere. Nichts anfangen konnte ich mit den ersten beiden Teilen der Dark Village-Reihe. Aber sie waren kurz und leicht lesbar und mussten runter vom SuB. Yei. Bleibt noch "Plötzlich kopflos", auf das ich mich wirklich gefreut hatte und das einfach nur schwach und unrealistisch war. Offenbar bin ich eine Leserin, die Realität braucht...zumindest, wenn man nicht im Fantasygenre unterwegs ist. Alle fünf: Klarer Flop!




        

     

Kommen wir zur viel schöneren Rubrik: den Überraschungen. All diese Bücher hatte ich nicht auf dem Schirm und sie haben mir so viel Freude bereitet! Mindestens drei davon hätten auch in die Highlights gekonnte, aber das Prädikat der Überraschungen ist ebenso eine Wertschätzung.
Beginnen wir auch hier bei den Klassikern: "Deutschland - Ein Wintermärchen" ist intelligent und wunderschön. Es ist so kurzweilig, dass ich es jedem ans Herz legen kann. "Der große Gatsby" flößte mir Respekt ein, aber das Lesen ist so leicht und schön. Dieses Buch hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt! Der Film ist schon gut, aber das Buch ist besser.
"Königsblau" ist eine unglaublich gute Märchenadaption, die mich begeistern konnte und wirklich mal etwas anderes ist! Auch ein Ebook: Mit "Malou - Diebin von Geschichten" konnte mich die Autorin absolut begeistern. Ich habe mich in die Geschichte verliebt und huldige ihr bis heute. "Galgenmädchen" gehört in diese Kategorie, weil es ein absolut unterschätztes, aber so tiefschichtiges Buch ist. Es hat Geschichte, Handlung und Stärke - sehr gut! Und dann der erste Hörbuchvertreter: "Star Wars - Die Rache der Sith". Es ist der Teil, den ich immer am meisten gehasst habe, weil ich Anakin und Padme als Paar vergöttere. Aber das Hörbuch ist so toll! Nicht nur, dass es die wichtigen Hintergrundfakten bietet und mir beim Verarbeiten der Geschichte so sehr half, es ist auch noch atemberaubend gut gelesen! Fehlt noch "This love has no end" und das war wahrlich die größte Überraschung von allen! Es klingt vom Klappentext her ganz nett. Aber es ist einfach der Wahnsinn. Ein bisschen freakig, ein bisschen phantastisch, aber sehr berührend!



      

      

   


Bleiben nur noch meine Top Ten- Highlights! Von den 32 Büchern mit den 5* Wertungen nur 10 rauszusuchen, war wirklich nicht leicht. Aber diese 10 sind mir bis heute noch gut im Gedächtnis und ich verbinde sie alle mit schönen Gefühlen, so dass diese Bücher diese Plätze auch verdient haben.
Unter die Highlights hat es ein Klassiker geschafft. "Stolz und Vorurteil" ist übrigens auch mein einziges Reread auch 2017. Es war schon nach dem ersten Lesen mein Lieblingsbuch, doch auch nach dem zweiten Lesen, sechs Jahre später, vergöttere ich dieses Buch noch immer. Es ist einfach einzigartig schön!
Zwei Hörbücher haben es auch ins Ranking geschafft. "Aquila" ist ein super spannendes Hörbuch, bei dem ich nicht aufhören konnte zu hören! Auch "P. S. I still love you" ist einfach großartig. Es ist nicht einmal etwas so Besonderes, aber es ist zuckersüß! Ich freue mich sehr auf den dritten Teil, der 2018 endlich erscheint! Ein ganz klares Highlight ist auch "Percy Jackson - Die letzte Göttin", welches von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist! Ich liebe Percy Jackson und für dieses Jahr nehme ich mir die "Helden des Olymp-Reihe" von Rick Riordan vor. Apropos Reihen: Gleich zwei Teile einer Reihe sind auch unter den Top Ten: "Kuss des Tigers" und "Pfad des Tigers". Der erste Teil stand schon seit langem in meinem Regal und an die über 600 Seiten musste ich mich erstmal wagen, aber dieser Reihe bin ich einfach verfallen! Sie ist spannend, liebevoll und romantisch. Und außerdem gibt es den gewissen Abenteuerfaktor!
Meine zwei tollsten Ebooks waren auf jeden Fall "Amour Fantastique" und "Being Beastly". Ersteres hat mich total verzaubert: Paris, Bücher, Liebe. Hach...ich habe mich in Sarah Nisses Stil verliebt und bin froh, noch mehr von der Autorin lesen zu können! Und mit "Being Beastly" hat Jennifer Alice Jager einfach alles richtig gemacht - eine tolle Märchenadaption!
Bleiben noch zwei blaue Bücher, die ich auch als Highlights der Highlights küren würde. "Ich und die Menschen" ist ein besonderes Buch. Es ist philosophisch und intelligent bietet Humor und Lebensweisheiten. Es ist bezaubernd! Vielleicht hat es nicht die beste Story, aber es bietet Tiefgründigkeit! Und mein Favorit: "Mederia - Kampf um Tetra" - ein Highfantasy Buch, was sonst ja gar nicht mal so mein Genre ist. Aber Sabine Schulter hat hier eine großartige Welt geschaffen, tolle Charaktere und eine phänomenale Geschichte! 
Ich liebe all diese Bücher und kann sie nur empfehlen!

2017 war also super, aber was kommt 2018?

Ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Das Jahr fängt schon mal chaotisch an. Ich hoffe, dass sich bald Kontinuität einstellt. Ich bin nämlich wirklich ein Fan von Sicherheit. Ich werde 2018 bereits ein Halbjahr voll unterrichten und bisher macht es mir Spaß. Dann hoffe ich, mein Referendariat 2018 zu beginnen. Es wird also große berufliche Fortschritte geben.
Neben der Schule versuche ich trotzdem meine Formation weiter zu trainieren und neben dem Tanzen auch regelmäßig zu Joggen und möglichst viel Tennis zu spielen. Leider macht meine Knochenhautentzündung am Schienbein noch nicht ganz mit.
Urlaubstechnisch werde ich wohl nie wieder an 2017 heran kommen. Ich werde wieder in Leipzig zu finden sein. Aber das ist wohl kaum Urlaub. :D Mein Freund und ich fliegen im März aber auch nach Wien für den nächsten Städtetrip. Darüber hinaus ist noch nichts geplant.
Und lesen? Ja, das tue ich wohl auch. Aber ich mache mir keine Illusionen. Ich denke, wenn ich um die 85 Bücher schaffe, sollte ich glücklich sein. Und wenn es nur 50 sind, ist das auch okay. Es gibt dieses Jahr wohl einfach wichtigere Dinge. Und ich merke schon in den ersten zwei Wochen, dass ich einfach mehr Zeit ins Unterrichtvorbereiten stecken muss. Da habe ich noch nicht genügend Routine.

Und ansonsten mache ich mir keinen Druck und gehe gemütlich in dieses Jahr :) Ich hoffe, dass ich auch weiterhin so tolle Kontakte unter Buchmenschen knüpfen kann und freue mich auf alles, was hier so auf dem Blog passieren wird!

Ich wünsche euch für 2018 alles Liebe!
Wie war 2017 so für euch? Was nehmt ihr euch für 2018 vor?


Eure Julia