7. Mai 2017

Mein Monatsrückblick, oder: "mein persönlicher Rekordmonat": April


Hallo ihr Lieben :)


Und schon wieder bin ich später dran, als geplant. Der Mai ist schon mehrere Tage alt und nun komme ich endlich zu meinem Monatsrückblick aus dem April. Der April war wirklich toll. Aber nun bin ich wieder in gewohnten Bahnen und das bedeutet vor allem, stressigen Bahnen. Meine Masterarbeit will geschrieben werden, zwei Meisterschaften stehen vor der Tür und die Tennissaison hat auch angefangen. Also kein Wunder, dass ich im Mai noch nicht ein einziges Buch gelesen habe :D Traurig, aber wahr.
Werfen wir also lieber einen Blick zurück in den April. Ich war zwei Drittel des Monats gar nicht zu Hause. Zwei wunderschöne Wochen habe ich in Thailand verbracht. Ich werde noch einen Reisebericht schreiben, denn ich habe so viel erlebt, dass ich davon lieber ausführlich berichten möchte. Ich hatte jedenfalls endlich Zeit zum Entspannen und konnte mich erholen. Der Plan ist also aufgegangen. Leider habe ich den Zeitunterschied von fünf Stunden ein wenig unterschätzt und ich brauchte eine ganze Weile, bis ich wieder im deutschen Zeitrhymtmus war. Tagelang wollte ich gegen halb 5 ins Bett...:D Nachdem ich dann zwei Tage zu Hause war, ging es für drei weitere Tage nach Stuttgart. Ich hatte mir ein Ticket für den Viertelfinaltag des WTA Tennisturniers besorgt, um Angelique Kerber spielen zu sehen. Natürlich hat meine Lieblingsspielerin aber bereits in Runde eins verloren und ich sah sie nicht. Schicksal. War aber nicht so tragisch, immerhin waren auch Halep, Pliskova, Mladenovic und Sharapova da ;) Außerdem bin ich noch zu "Tanz der Vampire" gegangen, was auch wunderschön war! Allerdings sind so drei Tage in einer fremden Stadt ohne Kommunikation schon etwas einsam. Das nächste Mal nehme ich definitiv jemanden mit :) Als ich dann wieder zu Hause war, musste ich mich um Unikram kümmern. Muss ja auch mal fertig werden. Tja und da hänge ich eigentlich immer noch. Daher auch die ernüchternde Tendez im Mai - kein einziges Buch...buh!
Im Urlaub hatte ich allerdings sehr viel Zeit zu lesen und das habe ich auch genutzt. Mein Ziel war zwar höher, aber dafür habe ich nicht ganz dünne Bücher in Thailand und Stuttgart gelesen. Insgesamt bin ich super stolz auf mich, denn so viel habe ich bisher noch nie in einem Monat gelesen (aber auch kein Wunder bei 15 Stunden Flug und folgendem Dauerchillen) :D Aber andere von euch hätten sicher mehr geschafft. Aber kommen wir zu den Fakten.


Insgesamt habe ich 14 Bücher im April gelesen:



Spiegel des Bösen - Björn Springorum (384 Seiten) [Rezension]

Elias & Laia: Die Herrschaft der Masken - Sabaa Tahir (512 Seiten) [Rezension]

Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger - Robert A. Salvatore (Hörbuch) (352 Seiten/ 10h 46 min.) [Rezension]

Isle of Gods: Die Kinder von Atlantis - Alia Cruz (290 Seiten) [Rezension]

Lieber jetzt als irgendwann - Lauren Graham (432 Seiten) [Rezension]

Hüter der fünf Leben - Nica Stevens (288 Seiten) [Rezension]

Kuss des Tigers - Colleen Houck (544 Seiten) [Rezension]

Dreizehn bei Tisch - Agatha Christie (285 Seiten) [Rezension]

Shatter me - Tahereh Mafi (452 Seiten) [Rezension]

In tödlicher Mission: 007 - Ian Fleming (260 Seiten) [Rezension]

Meeresrauschen - Patricia Schröder (448 Seiten) [Rezension]

Water & Air - Laura Kneidl (480 Seiten) [Rezension]

Paper Prince - Erin Watt (368 Seiten) [Rezension]

Melody of Eden: Blutrache - Sabine Schulter (384 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 5479



Mein Freund sagte gerade zu mir: "Oh mann, das ist aber ein neuer Seitenrekord!" Wie Recht er hat! Ich habe fast 2000 Seiten mehr gelesen, als im letzten Monat. Das ist schon echt was. Aber es war auch wirklich ein Ausnahme-Lesemonat. Ich bin froh, wenn ich es im Mai auf 8 Bücher schaffe - und die sind noch in weiter Ferne...
Der Monat war gut, manchmal durchwachsen, aber nie wirklich schlecht. Ich muss es so formulieren, weil es mir nicht besser von der Hand gehen will. Am wenigsten gern habe ich "Meeresrauschen" von Patricia Schröder gelesen. Ich fand den ersten Band schon so schlecht, also ist es kein Wunder, dass auch der zweite Teil mich nicht umhauen konnte. Dennoch ist er besser, als noch der Vorgänger. Ich bin aber definitiv aus dem Alter raus. 
Ganz nett zum Urlaubsstart war "Isle of Gods". Das Buch hat ein schönes Thema und eine wundervolle Kulisse, manchmal war es aber auch ein wenig schwach. Ein kleines bisschen enttäuscht war ich auch von "Hüter der fünf Leben". Klingt jetzt so doof, wenn man das über ein Buch sagt, dem man 4 Sterne gegeben hat. Aber so viele Blogger haben in ihren Rezensionen von dem Buch geschwärmt, dass ich schon fast ein bisschen mehr erwartet hatte. Die Sparte der guten Bücher im April ist wirklich groß. "Star Wars Episode II" habe ich wieder als Hörbuch gehört und Philipp Moog hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Allerdings ist auch hier der erste Teil noch ein bisschen besser - und das, obwohl Episode II wirklich mein absoluter Lieblings-Star-Wars-Film ist. Positiv überrascht hat mich das Debüt von Lauren Graham, das ich als wahrer Gilmore Girls Fan natürlich lesen musste. "Lieber jetzt als irgendwann" ist eine zuckersüße Geschichte über das Leben, das auch noch einen tollen Zeitreise-Bonus hat. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen. Richtig charmant war auch die Kurzgeschichtensammlung meines geliebten Mr. Bond. Ich muss dringend wieder mehr von 007 lesen. "In tödlicher Mission" war wunderbar entspannend und spannend zugleich. Ebenfalls wirklich gut war "Spiegel des Bösen". Ich treibe mich nicht oft in der Gruselliteratur herum, aber das Buch war schon wirklich spannend und an manchen Stellen musste ich den Mund böse verziehen, weil ich ein bisschen Angst bekam. Sah bestimmt lustig aus, wenn ich im Zug gelesen habe.
Ganz in Ordnung war "Shatter me", mein erstes englisches Buch in diesem Jahr. Es ist ein guter Dystopie-Auftakt, allerdings erwarte ich vom zweiten Teil mehr. Wenn wir schon bei zweiten Teilen sind. "Paper Prince" wurde zum Ende des Monats verschlungen, aber leider war es einen Tick schlechter als sein Vorgänger. Noch immer gut, aber eben auch etwas ruhiger, langatmiger und naja...kritisch muss man ja sowieso bleiben ;)
"Dreizehn bei Tisch" ist der einzige klassische Vertreter im April. Ich finde Agatha Christies Geschichten wirklich immer toll. Dieser Fall von Hercule Poirot ist solide, aber auch ein bisschen stockend zu Beginn. Es gibt definitiv bessere Fälle von ihm, aber gerade das Ende ist überraschend. Stichwort überraschend: "Water & Air" hat mir überraschend gut gefallen. Das Buch ist eine tolle und innovative Umsetzung einer schönen Idee. Man wird wirklich in eine andere Welt entführt, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe - abgesehen von den Morden.
Bleiben noch drei Stück, die auch meine Highlights darstellen. Von "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" hatte ich sehr viel gehört und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Es ist eine magische Geschichte, die das gewisse Etwas hat. Ich bin sehr gespannt, wie es mit den Protagonisten weiter geht und ob sich noch eine richtige Liebesgeschichte entwickeln wird.
Dann kam vor Kurzem das Finale von "Melody of Eden - Blutrache" heraus. Ich habe die Reihe wirklich gern gelesen, da sie innovativ und sehr romantisch ist. Wirklich schade, dass ich diese kleine Vampirfamilie mit diesem Teil verlassen muss...
Und mein absolutes Monatshighlight hat mich selbst verwundert: "Kuss des Tigers" war nicht nur das dickste, sondern auch das beste Buch des Monats. Kelsey und Ren haben mich in ihre Welt voller Magie entführt. Ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen und das ist einfach das beste Gefühl, das man beim Lesen haben kann.


So...das waren meine April-Bücher. Schon allein, weil das jetzt so lange gedauert hat, werde ich nie wieder so viel in einem Monat lesen :D 
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Urlaubsstatistik und den Büchern, die von meinem kleinen Karli heruntergewandert sind. Ich hoffe, ihr hattet auch einen tollen April!


Was habt ihr im letzten Monat so gelesen? Was war euer Highlight? Lest ihr im Urlaub auch immer viel mehr als zu Hause?


Eure Julia

4. Mai 2017

Meine Neuzugänge: April - Ebooks und Überraschungen


Hallo ihr Lieben!


Gedanklich komme ich nun so langsam im Mai an, daher wird es unbedingt Zeit, meine April-Neuzugänge mit euch zu teilen. Im Moment nehme ich mir wirklich immer vor, möglichst wenige Bücher anzuschaffen, aber das funktioniert ja wirklich nie. Zufrieden bin ich dennoch. Im April gab es nur fünf Neuzugänge. Wahnsinnig gut, oder? Drei davon sind inzwischen auch schon gelesen. Beim Rest muss ich mal schauen, wann ich dazu komme.

Was gab es Neues?






Wie ihr sehen könnt (oder auch nicht), sind es wieder vor allem ebooks. "Melody of Eden - Blutrache" durfte ich vorab lesen und ich fand es toll! Außerdem habe ich "Isle of Gods - Die Kinder von Atlantis" angefragt und lesen dürfen. Das Buch ist leider nicht auf dem Bild, aber meine Rezension findet ihr hier. Das letzte ebook war ein Spontankauf. "Malou - Diebin von Geschichten" stand schon ein Weilchen auf meiner Wunschliste und es gab ein Angebot, also muss ich zuschlagen. Auch nicht auf dem Foto ist "Paper Prince". Das Buch habe ich mir mit ein wenig Verspätung gekauft und gleich auf der extrem langen Zugfahrt nach Stuttgart durchgelesen. Zu guter letzt mein Überraschungsneuzugang: "Götterfunke - Liebe mich nicht". Von dem Buch habe ich schon eine Menge gehört und manches davon ist durchaus negativ. Daher bin ich wirklich sehr gespannt auf das Lesen. Das Buch war nämlich im wahrsten Sinne des Wortes eine Überraschung. Mein Freund kam aus dem Einkaufscenter wieder und sagte: "Ich hab dir ein Buch gekauft. Einfach so. Weil ich Lust dazu hatte. Ich hoffe nur, du hast es noch nicht!" Mein Mund stand offen. Denn sowas macht er im Normalfall nicht. Einmal hatte ich das Glück schon, aber dieses Geschenk war wirklich total überraschend. Ich hab mich richtig doll gefreut und er hatte auch ein Buch gefunden, das ich noch nicht besitze. Er war sich nicht sicher, mit dem Argument: "Die sehen ja auch alle gleich aus", womit er als Laie wohl gar nicht so Unrecht hat. Vom Klappentext her passt das Buch jedenfalls sehr gut zu mir und jetzt hoffe ich, dass ich nicht enttäuscht sein werde.

Das war es von meinen neuen Büchern im April. 

Was habt ihr euch so Schönes zugelegt? Habt ihr "Götterfunke" schon gelesen? Auf was soll ich mich einstellen? ;)


Eure Julia

3. Mai 2017

Rezension: "Melody of Eden - Blutrache" von Sabine Schulter


Titel: Melody of Eden - Blutrache
Autor: Sabine Schulter
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 384

Schon als ich zum ersten Mal nur von der Vampirreihe „Melody of Eden“ hörte, war ich verliebt. Und zwar in den Titel. Bis heute begeistert mich die Kombination der Namen beider Protagonisten wirklich sehr und so kann man einfach nicht anders, als diese Reihe im Gedächtnis zu behalten. Nachdem Teil zwei „Blutwächter“ einen gemeinen Cliffhänger beinhaltete, war die Freude umso größer, endlich „Blutrache“ in den Händen zu halten. Das große Finale einer gefühlvollen Reihe – und es lohnt sich! Mit dem dritten Teil hat Sabine Schulter ein fulminantes und würdiges Ende hingezaubert, in dem nicht nur Spannung, sondern vor allem die ganz großen Gefühle vorherrschen. Einfach nur zum Träumen!


Klappentext


Rufus' Rachedurst ist nicht zu stillen. Das bekommt vor allem Eden zu spüren, der nach Melodys Verschwinden alle Hoffnung aufgegeben hat. Daher zieht er gemeinsam mit seinem Rudel los, um in den unsäglichen Gängen der Kanalisation endlich das Nest der Wilden zu finden. Doch durch die Trauer um seine geliebte Blutgefährtin beginnt Eden mehr und mehr die Kontrolle über seinen Berserker zu verlieren. Sogar sein Rudel kann ihn kaum noch vor sich selbst schützen. Völlig blind vor Hass hat er nur noch eines im Sinn: Rufus endlich zur Strecke zu bringen – koste es, was es wolle. Denn ein Leben ohne Melody ist für Eden einfach unvorstellbar…

Meinung


In den Büchern von Sabine Schulter werden Gefühle und Emotionen wirklich immer großgeschrieben. Die Autorin schafft es, Geschichten zu schreiben, in denen der Leser sich verlieren kann und zum Träumen angeregt wird. Wenn das überhaupt möglich ist, dann ist „Blutrache“ das gefühlsvollste aller Bücher der Reihe. Die verschiedenen Emotionen überrollen den Leser und das von der ersten Seite an. Der Start ins Buch ist sehr spannend und knüpft genau dort an, wo der zweite Teil aufgehört hat. Eden ist verzweifelt und das merkt man ihm an. Ich fand es sehr interessant zu beobachten, wie Eden sich innerhalb der Geschichte verändert hat, wie er sich geöffnet hat und inzwischen seine Gefühle zulassen kann. Das ist eine tolle und schleichende Entwicklung, die sehr real verarbeitet wurde und dadurch absolut authentisch ist. Die lebensfrohe Melody hat es geschafft, Eden und seinem Rudel neues Leben einzuhauchen und alle zu einer großen Familie werden zu lassen. Das ist es auch, was mir an diesem Buch besonders gut gefiel. Ich hatte das Gefühl, als wenn ich gemeinsam mit Mel zu einem Teil dieser Vampirfamilie wurde. In Familien streitet und provoziert man sich, aber man ist füreinander da und kämpft gemeinsam. All dies trifft auf Eden, Rich, Scott, Ivy, Scarlett und all die anderen Vampire der anderen Rudel zu. Man gewöhnt sich an all die tollen Charaktere und taucht mit ihnen gemeinsam tief in die Handlung ein. Das Beziehungsgeflecht in „Blutrache“ ist komplex, aber keineswegs kompliziert. Durch die Vorgänger sind einfach bereits so viele verschiedene Figuren eingeführt worden, dass man in Band drei ein gewisses Gefühl von „Nach-Hause-kommen“ verspürt. Und dieses Gefühl ist wirklich herrlich. Es ist gar nicht notwendig, dass jede Seite nur so vor Spannung trieft, wenn man diese Gefühle hervorrufen kann. Und das kann dieses Buch. Die Vielfalt der Charaktere ist toll. Außerdem sind sie so detailreich und liebevoll entworfen, dass jeder Figuren findet, mit denen er sich identifizieren kann. Es gefiel mir gut, dass Toja und Karis wieder eine etwas größere Rolle spielen und natürlich bleibe ich ein großer Fan von Rich, dem aufmüpfigen Machovampir. Ivy, das Kücken der Vampire, sorgt auch in diesem Buch für herzzerreißende Szenen, die das Familiengefühl noch unterstreichen. Zu Melody als Charakter muss ich glaube ich nicht so viel sagen. Sie ist die gute Seele der Geschichte und verantwortlich für all die Veränderung. Oft habe ich kritisiert, dass mir die weiblichen Protagonistinnen in Sabine Schulters Büchern zu stark sind. Bei Mel gibt es aber durchaus Ecken und Kanten, was für mich eine Entwicklung darstellt. Dennoch ist sie die typische starke Frau, die diese Geschichte aber auch braucht.
Ich erwähnte, dass ein Großteil des Buches von den Emotionen beherrscht wird. Der andere Teil widmet sich dem spannenden Leben in der Nachtpolizei und der Verfolgung von Rufus. Denn darauf läuft alles hinaus – Rufus muss zur Strecke gebracht werden. Doch dieses Unterfangen ist alles andere als leicht und kann nicht ohne weitreichende Verluste von Statten gehen. Nicht jedes Mitglied dieser großen Familie überlebt dieses Finale, so traurig es auch ist. Aber so wird die Reihe in meinen Augen authentischer. Vor allem die letzten beiden Kapitel machen die Sache so spannend. Mir gefiel das Finale sehr gut. Auch dass danach noch eine kurze romantische Szene zum Ausklang folgt, finde ich sehr passend für das Buch. Denn in erster Linie handelt es sich bei „Melody of Eden“ um eine Liebesgeschichte, die einen manchmal aufseufzen lässt. Hinzu kommen die tolle und innovative Verarbeitung des Vampirstoffes und die vielen außergewöhnlichen Charaktere. Die Chemie zwischen Melody und Eden stimmt von der ersten bis zur letzten Seite und das Prickeln ist garantiert. Für mich ist „Blutrache“ ein würdiger Abschluss einer romantischen und emotionalen Reihe. Natürlich ist der Stil der Autorin ebenfalls sehr romantisch. Sie zeichnet die Szenen mit schönen Beschreibungen aufs Papier und so macht man einen Schritt in ihre Gedankenwelt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm und eine Prise Humor lässt sich immer finden. Das Buch ist immer im Wechsel zwischen Melody und Eden verfasst, was einem die Einsicht in beide Figuren gewährt. Lediglich zum Ende hin musste ich manchmal genau hinschauen, wer der beiden das Kapitel erzählt.

Fazit




„Melody of Eden – Blutrache“ ist ein wunderbar romantischer Roman, der den würdigen Abschluss der Reihe bildet. Melodys und Edens zauberhafte Liebesgeschichte lädt von Beginn an zum Miterleben ein. Man ist so nah an der Geschichte und ihren Figuren. Die vielen verschiedenen und facettenreichen Charaktere ermöglichen das Gefühl einer großen Familie, die man mit diesem Buch nun leider verlassen muss. Spannung und Romantik sind garantiert und all das wird mit großen Gefühlen verpackt. Für mich bedeutet das nur eins: die 5 Spitzenschuhe, die dieses Buch verdient hat.



2. Mai 2017

Rezension: "Paper Prince" von Erin Watt


Titel: Paper Prince - Das Verlangen
Autor: Erin Watt
Verlag: Piper
Preis: 12,99€
Seiten: 368

Ich bekenne mich. Ich gehöre zu der Riege, die den ersten Teil „Paper Princess“ geliebt hat! Ich bin den Royals verfallen und habe die Geschichte gesuchtet. Natürlich bin ich mir der schwachsinnigen und unlogischen Thematik bewusst, aber hey…wenn man zu dem Buch greift, dann sollte man kein Problem mit dem vorkommenden Sexismus haben. Man liest ja auch nicht "Shades of Grey" und ist dann von den Sexszenen überrascht. In Ansätzen verhält es sich bei den Büchern von Erin Watt ähnlich. Ich habe mich unglaublich auf Teil zwei „Paper Prince“ gefreut und habe das Lesen wieder genossen. Leider ist Teil zwei ein bisschen zielloser, aber immer noch gut. Vorausgesetzt, man mochte den ersten Teil, wird man von seinem Nachfolger nicht enttäuscht sein.

Klappentext


Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Meinung


Um „Paper Princess“ gab es eine riesige Diskussion. Entweder war man Fan und konnte den Royals und ihrer Anziehungskraft nicht widerstehen, oder aber man hat die Geschichte gehasst. Frauenfeindlichkeit und Sexismus sind nur zwei Begriffe, die des Öfteren fielen. Ich habe mir diese negativen Rezensionen durchgelesen und konnte sie sogar nachvollziehen. Das sexuelle Vokabular ist tatsächlich etwas schwach und derb. Aber mich konnte die Geschichte einfach verzaubern. Nichtsdestotrotz haben mich all diese Meinungen in gewisser Weise sensibilisiert und ich achtete bei „Paper Prince“ mehr auf diese verissenen Szenen. Natürlich bin ich mir der Thematik und des Vokabulars bewusst und ja…es stört mich tatsächlich an gewissen Stellen. Die Royals sind extrem sexabhängig und auch Ella denkt viel an die schmutzigen Sachen mit Reed. Aber ich bleibe weiterhin ein Fan der Liebesgeschichte. Zwar musste auch ich etwas genauer hinsehen, um sie in diesem Teil zu finden, aber sie ist auf jeden Fall vorhanden.
Das Buch wird zu großen Teilen aus der Sicht von Reed erzählt und beginnt ein paar Momente, bevor der erste Teil endet. Sofort wird der fiese Cliffhänger aufgelöst und man ist direkt wieder in der Geschichte. Man lernt Reed aus einer anderen Perspektive kennen, kommt in Kontakt mit seinen Gedanken und vieles davon ist nicht mal so schlimm, wie geahnt. Ich mag Reed eigentlich ganz gern, genauso wie die anderen Brüder. Easten ist mein Liebling, auch weiterhin. Aber die fiesen Charaktere tummeln sich noch immer in der Geschichte. Brook ist wohl die schlimmste aller Figuren. Dieses intrigante Miststück ist einfach nicht gut für die Geschichte. Andererseits sorgt sie natürlich für sehr viel Wirbel. Reeds Vater hat mich am Ende tatsächlich überrascht, denn eigentlich ist er viel taffer, als man meinen würde. Der andere Teil der Geschichte ist wieder aus Ellas Perspektive. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn man schriebt, dass Ella zurückkehren wird. Sie ist anfangs auch wirklich standhaft und ich konnte sie gut verstehen. Aber natürlich lässt auch sie ihre Mauern fallen. Was will man auch anderes machen, wenn der Junge, den man liebt, um einen kämpft?! Mir gefiel dieser Handlungsaspekt. Allerdings finde ich schon, dass in diesem Buch im Vergleich zum Vorgänger weniger passiert. Man ist inzwischen quasi ein Teil der Geschichte und erwartet ein bisschen mehr. Aber Aufregung gibt es schon genug. Zum Teil ist diese auch dramatisiert – vor allem am Ende. Die letzten Seiten sind dann erneut der Höhepunkt, denn dieses Mal muss man sich sogar auf zwei fiese Cliffhänger einstellen. Aber bald geht es ja weiter. Gutes Marketingkonzept. Die Spannung zwischen Reed und Ella ist auf jeden Fall wieder da und ich bin gespannt, wo es die beiden noch hinführen wird. Die Perpsektivwechsel sind sinnvoll und in Ordnung. Anfangs kann man die beiden Sichten auch wunderbar auseinander halten, zum Ende allerdings werden die Wechsel häufiger und manchmal musste ich noch einmal nachschauen, wer nun eigentlich spricht. Der Stil ist weiterhin flüssig und in gewissem Sinne derb. Trotzdem ist die Geschichte toll. Wie ich schon sagte, man weiß ja, worauf man sich bei dem Buch einlässt. Dennoch ließen mich ein paar Formulierungen schon den Kopf schütteln, wie etwa:

„‘Ich möchte nicht schlecht über deinen Vater sprechen, aber Steve hat jede Frau der Welt gehabt, und glücklich hat ihn das nicht gemacht. Ich muss nicht erst rumvögeln, um zu wissen, was ich will.‘ Seine Worte, ach, seine Worte sind wie Sonnenschein […]“ (S. 268)
Also wirklich. Der Junge hat quasi gerade ihren Vater beleidigt und das in einer derben Art und Weise und sie fühlt sich geschmeichelt?! Hm…Aber diese Passagen halten sich in Grenzen und ich konnte sie ignorieren. Ich finde schon, dass Teil eins besser war, als Teil zwei, allerdings habe ich nun hohe Erwartungen an das Finale.

Fazit



„Paper Prince“ setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat. Spannung, Familie und das berühmte Prickeln sind wieder absolut gegeben. Man kann verfolgen, wie Ella und Reed sich wieder annähern und viel über deren Gefühlschaos lernen. Die Geschichte bleibt toll, auch wenn Teil eins etwas stärker war. Lässt man sich auf diese Reihe ein, muss man sich dem sexistischen Stil bewusst sein. Mir allerdings gefällt diese ungewöhnliche Cinderella-Story sehr gut und daher vergebe ich 4 von 5 Spitzenschuhen.



Rezension: "Water & Air" von Laura Kneidl


Titel: Water & Air
Autor: Laura Kneidl
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€
Seiten: 480

Manchmal liest man Bücher nur aufgrund des Autors. Entweder kennt man andere Bücher von ihm und man weiß auch ohne den Klappentext zu lesen, dass das Buch toll sein wird. Oder aber der Autor ist einfach so unglaublich sympathisch, dass man wissen will, was er so auf dem Papier zu Stande bringt. Letzteres war bei mir und dem neuen Buch von Laura Kneidl der Fall. Auf der LBM hatte ich Gelegenheit der Autorin zu lauschen und deswegen entschied ich mir für „Water & Air“. Aber auch der Klappentext klingt vielversprechend und innovativ. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass die Autorin mit dem Buch eine großartige Geschichte geschaffen hat. Sie ist vielschichtig, detailreich und hat eine tolle Genremischung in sich. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und sind sehr mutig. Die Handlung ist spannend und besteht nicht nur aus typischen Klischeewendungen. Ein toller Einzelteil, der den Leser in eine neue Welt entführen kann!

Klappentext


Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.


Meinung


Das Buch lässt sich in das Genre Dytopie einordnen, in der allerdings noch sehr viel mehr zu finden ist, als die typische andere Weltvorstellung (, die meiner Meinung nach eine sehr reale Basis hat). Für mich gab es gewisse Sci-Fi Anteile, eine Krimigeschichte und natürlich die romantische Liebesgeschichte. Laura Kneidl schafft es, diese verschiedenen Genres wunderbar zu mischen und heraus kommt ein tolles Buch! Durch diese verschiedenen Aspekte wandelt sich die Story im Laufe der Zeit extrem. Was mit der typischen Geschichte einer jungen Frau beginnt, die sich mehr von ihrem Leben erwartet, wird zu einer Gesellschaftskritik im Allgemeinen mit einer Prise Kriminalfall dazu. Diese Wende ist sehr interessant, aber auch etwas extrem. Es gefiel mir, dass in diesem Buch so viele verschiedene Facetten Platz finden. Aber trotzdem muss sich der Leser auf eine Menge einstellen, was anstrengend sein kann. Dennoch bleibe ich dabei, dass „Water & Air“ gerade durch diese Vielfalt zu dem tollen Buch wird, das es ist.
Wirklich beeindruckt haben mich die Charaktere, auch wenn ich es gut gefunden hätte, wenn Kenzie und Callum nicht um die 18 sondern eher 21 gewesen wären. Denn beide verhalten sich in jedem Fall älter, als sie sind. Beide sind sehr starke Charaktere, die unglaublich mutig agieren. Kenzie flieht aus ihrer Wasserkolonie und lässt somit ihr gesamtes Leben hinter sich. Sie hat gute Gründe dafür und diese Gründe waren sehr plausibel. Ich mochte es, dass Kenzie nicht perfekt ist, sondern eben auch so kalt sein kann, ihre Familie zu verlassen. Das klingt egoistisch, zeigt aber dass Kenzie nicht das liebe Mädchen von nebenan ist. Das beweist sie im Verlaufe des Buches auch immer häufiger. Als Protagonistin ist sie sehr gut, wenn auch besonders in Bezug auf Callum ein wenig naiv. Dennoch meistert sie die Situationen immer klasse. Callum ist der verschlossene Security-Beauftragte, der jede Frau haben könnte. Er ist es gewohnt, sich im Leben durchzukämpfen und für andere einzustehen. Seine eigenen Bedürfnisse stellt er zurück – bis er Kenzie trifft. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden aufbaut, gefiel mir gut. Sie entwickelt sich nur langsam und kommt nicht von einer auf die andere Seite, was toll war. Ich hasse es, wenn Charaktere sofort unsterblich verliebt sind – beide zur gleichen Zeit. Aber hier wird sich Zeit gelassen. Ich mochte die beiden zusammen. Die Geschichte hat dadurch einen sehr romantischen Aspekt, der gut ausgelebt wird und einen Großteil der Story einnimmt. Neben der Liebesgeschichte spielen die Serienmorde die größte Rolle. Zwischenzeitlich hat man wirklich das Gefühl in einem Krimi zu sein, was aber positiv ist. Auch für den Leser fehlt anfangs ein Zusammenhang zwischen den Morden, aber man weiß mit Sicherheit, dass Kenzie nichts mit ihnen zu tun hat. Leider ist gerade der Führer des Rates, Alaric, vom Gegenteil überzeugt. Alaric ist der typische egozentrische Bösewicht, den man sofort durchschaut. Er sorgt dafür, dass Kenzie die Hölle durchleben muss. So kommen manipulative und intrigante Züge in der Story unter, was ebenfalls die Vielfalt unterstreicht. Es entwickelt sich ein Kampf zwischen Alaric und seinen Anhängern und Kenzie und Callum, die die Wahrheit herausfinden wollen. Das Ende der Geschichte hat es in sich und ist moralisch nicht einwandfrei. Man muss auch als Leser in sich gehen und hinterfragen, ob man die Taten als gerecht erachtet. Meines Erachtens wird das Ende gut begründet und ich konnte damit leben, bin mir aber der Brenzligkeit bewusst. 
Neben den Protagonisten und den Gegenspielern gibt es auch noch tolle Nebencharaktere, die wirklich gut gelungen sind. Noel, Nilam und Kalif tragen große Teile zur Geschichte bei und sorgen für schöne und unschöne Momente. Der Stil von Laura Kneidl ist übrigens wirklich schön und passt super in die Geschichte. Ich bewundere ihre Idee, die sie in „Water & Air“ umgesetzt hat. Die erschaffenen Schauplätze sind einmalig und zeugen von großer Kreativität.


Fazit



'Vielfalt' wird in „Water & Air“ großgeschrieben. Das kann sich auf die vielen verschiedenen Facetten der Geschichte samt all ihrer Genremischungen beziehen, aber auch auf die tollen und starken Charaktere. Das Buch hat sehr viel zu bieten: tolle Kulissen, eine romantische Liebesgeschichte, Serienmorde und das große Thema der Gerechtigkeit. Ich kann das Buch nur empfehlen, da es mich in eine andere Welt entführt hat. Dafür vergebe ich 4,5 Spitzenschuhe.



1. Mai 2017

Rezension: "Kuss des Tigers" von Colleen Houck


Titel: Kuss des Tigers
Autor: Coolleen Houck
Verlag: Heyne
Preis: 8,99€
Seiten: 544

Vor Jahren wurde mir das Buch „Kuss des Tigers“ empfohlen. Also besorgte ich es mir und stellte es ins Regal. Dort verweilte es eine ganze Weile (,schließlich ist es verdammt dick). In meinem Urlaub griff ich nun zu dieser magischen Geschichte und ließ mich von seiner Länge nicht abschrecken: zum Glück! Denn das Buch ist einfach zauberhaft! Eine tolle Mischung aus actiongeladener Indiana-Jones-Mission und romantischer Liebesgeschichte. Für mich das Highlight in meinem Urlaub!

Klappentext


Ihr Ferienjob im Zirkus Maurizio verändert das Leben der 18-jährigen Kelsey ein für alle Mal, denn dort begegnet sie Ren, einem majestätischen weißen Tiger. Sofort spürt sie, dass zwischen ihr und dem Tiger eine ganz besondere Verbindung besteht. Als sie gebeten wird, Ren nach Indien zu bringen, um ihn dort auszuwildern, zögert Kelsey keine Sekunde. Noch ahnt sie nicht, welch tragisches Geheimnis Ren verbirgt: Er ist ein verwunschener indischer Prinz, der einst von einem mächtigen Magier dazu verdammt wurde, sein Leben als Tiger zu verbringen. Wird Kelsey ihn erlösen können?

Meinung


Das erste, das man an diesem Buch loben muss, ist die Bildgewalt. Schon als Kelsey noch im Zirkus arbeitet, schafft Colleen Houck es, die bunten Bilder im Kopf des Lesers festzusetzen. Man ist Teil der Geschichte, denn alles wird so authentisch und nah erzählt. So richtig kommt dies aber erst zum Tragen, wenn sich die Handlung nach Indien verlagert. Die Kulisse ist einfach traumhaft und gewaltig. Ich konnte mich sofort in diesem Dschungel verlieren. Aber nicht nur die Kulisse macht dieses Buch so unglaublich gut.
Man kennt ihn: diesen Zwang weiterlesen zu müssen. Eigentlich passiert anfangs gar nicht so viel, aber irgendwie konnte mich die Geschichte schon auf den ersten Seiten mitnehmen. Ich begab mich auf eine Reise, die mich tief in den indischen Dschungel führte und auf der ich viel erleben konnte. Aber genug von meinen „Erfahrungen“. „Kuss des Tigers“ ist anfangs geheimnisvoll und mystisch. Ein wenig werden hier die Genres Märchen, Romantik und Fantasy gekoppelt. Der Fokus liegt ganz klar auf der Geschichte von Ren – dem weißen Tiger/indischen Prinzen. Wenn Ren ein Tiger ist, ist er so unglaublich niedlich. Als Mann hingegen ist er der wahre Traumtyp. Er ist charmant und entspringt einer ganz anderen Zeit. Außerdem ist er elegant und altmodisch, gleichzeitig weiß er aber ganz genau was er will. Er untersteht einem Fluch und erst durch Kelsey konnte dieser zum Teil gebannt werden. So ist es Ren möglich 24 Minuten am Tag ein Mensch zu sein. Aber es gibt einen Ausweg. Die beiden müssen Abenteuer bestehen, die sie von einer indischen Göttin bekommen und mit jeder erfüllten Aufgabe wächst das Zeitfenster, das Ren ein Mensch sein kann. Klingt jetzt ein bisschen abgefahren, wird in der Geschichte aber sehr gut und authentisch erklärt. Durch die Dicke des Buches bleibt im Allgemeinen viel Raum für Tiefgründigkeit und gute Beschreibungen. Dadurch kommen gleichzeitig ein paar Längen zu Stande, die nicht unbedingt nötig gewesen wären, die aber viel zur Kulisse beitragen. Kelsey ist ein ganz normales Mädchen, wie wir es aus diversen Jugendbüchern kennen. Sie ist zwar naiv und lässt sich auch blenden, glaubt aber immer an das Gute im Menschen. Sie ist sehr stark und bildet mit Ren ein fantastisches Team. Die Beziehung der beiden ist interessant. Schließlich lernt Kelsey Ren als Tiger kennen und der Tiger entspricht nicht unbedingt dem Mann. Diese Entwicklung ist toll zu beobachten und ich konnte Kelseys Gedankenwelt da absolut nachvollziehen. Nichtsdestotrotz ist die Liebesgeschichte einfach nur schön. Sie kommt erst langsam zu Stande und riss mich mit. Ich fieberte auf einen Kuss der beiden und feierte jeden innigen Moment. Doch natürlich bleibt Ren nicht der einzige Mann in Kelseys Leben. Denn neben Ren ist auch sein Bruder verflucht. Kishan verwirrt Kelsey. Er ist der typische Macho, der jeder Frau ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Natürlich trägt auch er seinen Teil zur Handlung bei. Neben diesen drei Figuren gibt es noch Mr. Kadam – Rens Mädchen für alles. Er ist ein toller Kerl und hat ebenso etwas Magisches wie die anderen männlichen Figuren des Buches.
Neben der tollen Liebesgeschichte gibt es auch eine tolle Actiongeschichte. Kelsey und Ren müssen in Städte, die es nur in Mythen gibt, um Dinge zu holen, die selbst eine Legende sind. Das Ganze ist sehr magisch und geheimnisvoll. Man fühlt sich wie in einem Indiana Jones Film, was ein absolutes Kompliment ist. Die Geschichte ist spannend und aufregend und absolut romantisch. Mich konnte das Buch einfach gefangen nehmen. Den tollen Stil habe ich schon ein wenig erwähnt. Man fliegt durchs Buch, wenn man die Zeit findet. Die Beschreibungen sind sehr bildlich. Einzig etwas blöd waren die unglaublich verschiedenen Längen der Kapitel. Manche Kapitel gehen nur sechs Seiten, während andere 40 Seiten lang sind. Außerdem ist das Ende wirklich gemein. Mir gefiel es nicht und ich erachte es als unnötig, bin aber gespannt, wie es nun weitergehen wird.

Fazit




„Kuss des Tigers“ ist eine tolle und vielfältige Geschichte. Ich habe die Liebesgeschichte geliebt und konnte in den Actionszenen mitfiebern. Ich habe mich unglaublich gern mit Ren und Kelsey auf die Reise begeben und hoffe sehr, dass die Reihe so gut weitergeht. Mystik, Geheimnisse, Action und Liebe – all dies sind Themen, die das Buch aufgreift. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und vergebe daher  5 Spitzenschuhe.



Rezension: "Hüter der fünf Leben" von Nica Stevens


Titel: Hüter der fünf Leben
Autor: Nica Stevems
Verlag: Carlsen
Preis: 11,99€
Seiten: 288

Ich wollte schon eine Weile etwas von Nica Stevens lesen und da lief mir ihr neuer Roman „Hüter der fünf Leben“ genau zur richtigen Zeit über den Weg. Die Geschichte klang vielversprechend, nach einem typischen Jugendbuch zum drin Verlieren. Zwar konnte mich das Buch nicht absolut für sich gewinnen und kleine Schwächen tauchten auf, doch im Großen und Ganzen ist die Idee toll, die Umsetzung gelungen und der Fokus auf der Liebesgeschichte gut gesetzt. Ein schönes Buch, allerdings mit etwas mehr Potenzial.

Klappentext


Für die 17-jährige Vivien zählen die Sommertage, die sie bei ihrem Vater in einem kanadischen Nationalpark verbringt, zu den schönsten im Jahr. Doch dann begegnet sie dem gut aussehenden Liam, ihrem Freund aus Kindertagen, und nichts ist mehr wie zuvor. Scheinbar ohne Grund verhält er sich ihr gegenüber kühl und distanziert. Als sie durch Zufall das seltsame Brandmal auf seiner Brust entdeckt, wendet er sich ganz von ihr ab. Vivien beschließt, Liams Geheimnis zu lüften – und kommt ihm dabei gefährlich nahe …

Meinung


Mein größtes Problem war eigentlich das Tempo der Geschichte. Mir ging alles zu schnell, die Entwicklungen waren mir nicht tief genug und manche Dinge konnte ich mir nicht so Recht erklären. Es ist allerdings auch kein Wunder, dass das Tempo hoch ist, schließlich hat das Buch nur 280 Seiten. In diesen 280 Seiten passiert aber eine ganze Menge und die Autorin zaubert eine tolle Handlung hin. Durch die Kürze müssen trotzdem ein paar Schwächen hingenommen werden. Beispielsweise konnte ich nicht ganz verstehen, dass Leslie Viviens allerbeste Freundin ist, obwohl die beiden sich nur ein paar Wochen im Jahr sehen. Ihre Beziehung untereinander machte für mich nicht so viel Sinn. Auch die Liebesgeschichte startet schnell und sehr intensiv. Das ist allerdings gar nicht so schlimm. Denn eigentlich hat Nica Stevens einen ganz typischen Romantasy-Roman geschrieben, der zu 100% in das Genre passt. Der Fokus liegt hierbei meiner Meinung nach auf der Liebegeschichte und vor allem zum Ende hin wird dieser mehr Zeit gegeben. Aber dann ist da noch die zweite Storyline – der Fantasyanteil. Er ist es, der mir wirklich gut gefiel. Die Idee hinter dem Buch ist toll und innovativ. Ich wollte mehr über die Hüter und ihre Aufgaben wissen. Man weiß anfangs nicht, womit man es zu tun bekommt, aber alles wird logisch und plausibel erklärt und es macht einfach nur Spaß, die Hüter der fünf Leben kennenzulernen. Die Idee ist in jedem Fall sehr cool. Ebenso wie der Protagonist Liam. Liam ist ein harter Kerl, der wunderbar in die Wildnis passt. Ich mochte ihn sehr gern. Die Kulisse Kanadas ist nebenbei bemerkt auch sehr gelungen. Vivien hingegen gefiel mir nicht so gut. Alles was sie gemacht hat, was ein bisschen zu typisch. Anders kann ich es schlecht beschreiben. Als Liebespaar harmonieren Liam und Vivien ganz gut und vor allem zum Ende hin mochte ich sie gern. Dennoch fand ich Viviens Handeln eben oft sehr „jung“, wenn man das so verstehen kann. Zum Ende hin wird die Geschichte um die Lebenslinien herum so richtig spannend. Das Finale ist wirklich gut. Allerdings ist der spannende Teil auch so 20 Seiten vor Ende vorbei und das nimmt dem Ganzen ein wenig die Luft. Dennoch lohnen sich auch die letzten 20 Seiten, denn es wird sehr romantisch und das entschädigte mich doch. Im Allgemeinen ist das Ende offen gehalten, weshalb man gespannt sein darf, ob es noch mehr zu den Hütern der Lebenslinien geben wird. Die Geschichte ist wirklich aufregend.
Der Stil von Nica Stevens ist gut und flüssig. Man kommt gut voran und alles passt wunderbar ins Genre. Lediglich ein paar typische Jugendbuchfloskeln gefielen mir nicht so gut, wie zum Beispiel die unglaubliche (intime) Anziehungskraft von Fahrstühlen…hm…Aber ich konnte über sowas einigermaßen hinwegsehen.


Fazit



Ich bereue es auf keinen Fall, mich für dieses Buch entschieden zu haben. „Hüter der fünf Leben“ ist ein solider Romantasy Roman, der das Meiste hält, was er verspricht. Eine schöne Liebesgeschichte und ein spannendes und aufregendes Thema sind auf alle Fälle geboten. Ich mochte die Protagonistin leider nicht so gerne und durch die Kürze des Buches fehlten mir gewisse Entwicklungen innerhalb der Handlung, wie auch im Beziehungsgeflecht. Ich vergebe 4 Spitzenschuhe für das innovative Thema der Lebenslinien.