Titel: Christmaslove - Ein Kuss zu Weihnachten
Autor: Valea Summer
Verlag: BookRix
Preis: 0,99€ (kindle Version)
Seiten: 68
Ein wunderschönes, winterliches Cover, gepaart mit einem süßen Weihnachtstitel. Das ist der erste Eindruck der kleinen Winterlektüre: „Christmaslove – Ein Kuss zu Weihnachten“. Eine niedliche kleine Liebesgeschichte, die alles hat, was man sich zu Weihnachten so wünscht. Pünktlich zum Fest geht es um Liebe, Familie und Freunde. Ein kleiner Roman, der nicht auf allen Ebene glänzen kann, den Leser aber auf Weihnachten einstimmt.
Inhalt
Für Cailin wird Weihnachten in diesem Jahr ganz anders als sonst. Denn der Jahrestag des Todes ihrer besten Freundin nähert sich. Ein Jahr schon ist Mary nicht mehr bei ihr. Ein Jahr voller Tiefen und Trauer. Gerade Weihnachten liebte Mary so sehr, sodass es für Cailin umso schwerer wird. Wie soll sie auch glücklich sein, wenn ihre Freundin es nicht mehr sein kann? Doch Cailin hat gute Vorsätze und möchte dieses Jahr endlich zu Weihnachten zurückkehren – zu ihrer Familie. Doch sie sitzt in London fest, denn überall herrscht Schneechaos. Aber wie das es Glück so will, trifft sie im winterlichen London auf Logan, einen ihrer ältesten Freunde. Gemeinsam mit ihm schafft sie es vielleicht doch noch nach Hause nach Schottland. So langsam schleichen sich Gefühle bei den beiden ein. Doch Logan war Marys Verlobter…
Meinung
Man sollte mit dieser kleinen Geschichte, die sich gerade einmal über 68 Seiten erstreckt, nicht zu streng sein. Die Intention der Autorin Valea Summer ist von Anfang an klar: Zu Weihnachten darf es ruhig schön kitschig sein! Und genauso hat sie ihr Buch auch geschrieben. Es gibt ein paar viele Klischees, ein paar viele kitschige Szenen, aber hey: Weihnachten steht vor der Tür, warum also nicht?! Außerdem weiß man schon durch die Inhaltsangabe, was man zu erwarten hat und genau das bekommt man auch. Eben eine niedliche Liebesgeschichte, die vor Klischees eben ein bisschen trieft.
Diese Klischees lassen sich unter anderem in den Charakteren finden. Cailin war für mich ein wenig unnahbar und absolut naiv. Dass sie Schuldgefühle ihrer Freundin gegenüber hat ist klar…aber irgendwann ist’s dann auch gut. Mich konnte sie leider nicht erreichen, manchmal fand ich ihre Handlungen eher nervig. Der Gegenpol in der Geschichte ist Logan, mit dem ich sehr gut klar kam. Ein schöner, maskuliner Charakter, der dem Ritter in weißer Rüstung doch recht nahe kommt. Für mich war er der Träger der Geschichte. Die Nebencharaktere spielen keine große Rolle, ihr Vorhandensein ist allerdings wichtig. Schließlich geht es bei Weihnachten auch immer um Familie und Freunde und demnach gehören sie natürlich dazu.
Manche stellen im Buch sind durchaus witzig, die meisten zeigen aber Cailins Trauer. Einen großen Teil der Geschichte nimmt auch die weihnachtliche Stimmung ein, was mir persönlich gut gefiel Ich muss sagen, ich vermisse bereits den Schnee, den es in der Geschichte im Überfluss gibt. Die winterliche Großbritannien-Stimmung ist jedenfalls sehr gut gelungen.
Ein paar Probleme hatte ich mit dem Schreibstil, denn ich stolperte über den ein oder anderen Satz. Ein paar Nebensätze sind etwas merkwürdig an Hauptsätze angeknüpft, aber ist wohl Geschmackssache (und passiert mir sicher auch öfters...).
Fazit
Auch wenn es sich hierbei um eine absolut vorhersehbare, aber niedliche Weihnachtsgeschichte handelt, hat sie doch alles, was man besonders in der Vorweihnachtszeit braucht. Ich mochte den Stil nicht so sehr (,und hätte mir auch eine (erotische) Szene gespart), aber im Großen und Ganzen gefiel mir dieses kleine Büchlein ganz gut! Von mir gibt es 3,5 Spitzenschuhe (, denn ich bin doch ein bisschen strenger, als ich sein sollte).











