23. Februar 2018

Rezension: "Rosaly - Dornröschens Tochter" von Ashley Gilmore


Titel: Rosaly - Dornröschens Tochter
Autor: Ashley Gilmore
Verlag: Selfpublished
Preis: 5,99€
Seiten: 162


Vor einer ganzen Weile wurde ich auf die Bücher von Ashley Gilmore aufmerksam. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bekannten Märchenprinzessinnen in der nächsten Generation zu verfolgen. Und so hat sie ein schönes Szenario erschaffen, in dem die Töchter von Dornröschen, Belle, Arielle und Co. ein halbes Jahr in der Realität und nicht in ihrem Märchenland Fairyland verbringen. Sie haben die Aufgabe, Magie zu versprühen und diese Aufgabe nimmt jede einzelne von ihnen ernst. Was ein bisschen nach Kitsch und Naivität klingt, ist eigentlich jedes Mal eine zuckersüße (, wenn auch oft kitschige) Märchengeschichte, in der es um die ganz großen Themen des Lebens geht: Freundschaft und Liebe. Auch das zweite Märchenabenteuer „Rosaly – Dornröschens Tochter“ ist zuckersüß, kitschig, manchmal naiv, aber irgendwie genau das Richtige für zwischendurch, um zum Träumen anzuregen.

Lieben wir sie nicht alle, die klassischen Märchen um Dornröschen, Schneewittchen und Co.? Wer aber wusste, dass diese inzwischen heranwachsende Töchter haben, die auf der Suche nach ihren eigenen Prinzen sind? Nach ihrem Abschluss an der Crown School absolvieren die Prinzessinnen ein 6-monatiges Magical in der Realen Welt – Zauber und Liebe inklusive. Aber welche von ihnen will am Ende überhaupt noch zurück nach Fairyland? --- Rosaly, Tochter von Dornröschen und Prinz Philipp, darf ihr Magical in New Orleans absolvieren, wo sie den Liebenden als Hochzeitsplanerin behilflich sein soll. Schon am ersten Tag begegnet sie dem Jazzmusiker Henry, jedoch hat sie für eigene Liebesangelegenheiten leider kein ganz so gutes Händchen.

Die erste Prinzessin, mit der Ashley Gilmore sich beschäftigte ist Lizzy, Cinderellas Tochter. Die zweite Geschichte handelt von Rosaly, Dornröschens Tochter, die gleichzeitig die beste Freundin von Lizzy ist. Zwischen dem Lesen von Band eins und zwei lag bei mir einige Zeit, weshalb ich Lizzys Geschichte nicht mehr ganz parat hatte. Aber das ist nicht schlimm, denn jedes Buch der Princess-in-love Reihe ist in sich abgeschlossen. Das Schema bleibt gleich: Die Prinzessinnen sind mit ihrer Ausbildung fertig und stehen nun kurz davor ihr Magical zu absolvieren. Im Klartext: Sie sind 6 Monate in der realen Welt auf sich selbst gestellt, danach sollen sie nach Hause zurückkehren und dort einen Prinzen heiraten. Doch auch in der realen Welt lässt sich natürlich die große Liebe finden…
Rosaly ist ein zurückhaltendes und verträumtes Mädchen. Sie ist lieb und hat keinerlei Fehler, aber das sage ich nicht, um Kritik zu äußern. Ich mochte Rosaly, ich mochte ihre Naivität und ihre Sicht auf das Leben. Vor allem zum Ende hin hat mich das Naive zwar auch genervt, aber im Grunde verhält sie sich genauso, wie die Tochter einer Disneyprinzessin – gütig, liebevoll und aufopfernd. Rosaly ist ein wirklich schöner Charakter, den ich schnell ins Herz schloss. Und was mir im zweiten Teil dieser Reihe auch besser gefiel, als im Vorgänger, ist die Zeichnung des männlichen Protagonisten. Lizzys große Liebe empfand ich als etwas blass. Rosalys Traumprinz Henry ist bodenständig und charmant. Er ist der typische Jazzmusiker, der aber nicht um seine Existenz bangen muss. Er ist einfach super sympathisch. Und dass er mit zwei älteren Herren zusammen musiziert, bedeutet nur noch mehr Sympathie. Diese beiden bringen übrigens viel Leben uns noch mehr Humor in die Geschichte. Herrlich! Die beiden Protagonisten sind ein herzerwärmendes Paar, dessen Geschichte man genießen kann.
Man darf an dieses Buch nicht mit Logik gehen. Nichts an dieser Geschichte ist logisch – aber alles ist märchenhaft und magisch. Es ist nicht Ziel der Geschichte, eine besonders realitätsnahe Liebesgeschichte zu schreiben. Das Ziel lautet vielmehr, mal abzuschalten, der Realität zu entfliehen und sich in einem modernen Märchen zu verlieren. Denn das ist das Buch für mich: Ein modernes Märchen, mit klassischen Elementen. Es gibt Augenblicke, wo man sich als Leser denkt: „Ja, klar. Als wenn man so viel Glück haben kann“, aber mir war das egal. Denn ich wollte einfach immer weiterlesen. 
Bei „Rosaly“ handelt es sich um ein kurzweiliges Vergnügen. Mit nur 158 Seiten ist es dünn und hinzukommt, dass die Schrift sehr groß ist. Man kann das Buch locker an einem Tag schaffen, selbst wenn man sich Zeit nimmt. Es ist einfach schön für zwischendurch. Der Stil von Ashley Gilmore ist nicht der eleganteste, aber er ist fließend. Sie erzählt märchenhaft und träumerisch und deswegen wurde ich schnell in die Geschichte gesogen und sie ließ mich nicht los. Das Finale ist herzlich und romantisch und das sind zwei Attribute, die man der gesamten Geschichte zu Gute halten muss. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich mir die nächsten Teile auch zulegen werde, aber dieses kleine Märchen war genau das Richtige für zwischendurch.



„Rosaly – Dornröschens Tochter“ ist ein zuckersüßes Märchen für zwischendurch, das man einfach nur genießen kann. Man entflieht gemeinsam mit der verträumten Prinzessin der Realität und findet sich in einer romantischen Liebesgeschichte wieder. Vergesst die Realität und lasst euch nach New Orleans entführen, wo Romantik und Herz auf euch warten. Süße Charaktere, eine niedliche Geschichte, etwas viel Kitsch und Naivität, aber viel Potenzial zum Träumen – das ist „Rosaly“. Und dafür vergebe ich märchenhafte vier Spitzenschuhe.


Kommentare:

  1. Hey Julia,

    was ich mich bei der Reihe jedes Mal frage, wenn ich die Klappentexte lese. Wird erklärt, warum die Töchter überhaupt ins "reallife" sollen, wenn sie doch eh irgendeinen Prinzen in ihrer Welt heiraten sollen?

    Gruß Isbel

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    1. Hey Isbel :)
      Also, mit Realität und Erklärungen brauchst du der Reihe ehrlich nicht kommen :D Aber ja. Sie sollen ins Reallife, weil die Prinzessinen Magie verstreuen. Mit ihren Taten sorgen sie dafür, dass Magie in die reale Welt kommt und wenn die Leute nicht mehr an Mädchen glauben, verschwindet diese aus der Welt. Sie sollen diesen Gedanken quasi wieder präsent machen...
      Und außerdem dürften sie ja auch in der realen Welt bleiben. Dann aber eben nicht mehr zurück nach Fairyland. So eine Art Blick über den Tellerrand ;)
      Aber wie gesagt....frag besser nicht :D Die Reihe wäre auch nichts für dich ;)
      Liebste Grüße,
      Julia

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    2. Ja, ich habs auch in magischen Welten gerne logisch. Da vertraue ich dir mal und lass die Reihe links liegen

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    3. Richtige Entscheidung, denke ich ;)

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