9. August 2016

Reisebericht: Weimar & Buchenwald - Kulturstadt der besonderen Art


Ich bin eine Städtereisen-Fan! Und das bereits seit Jahren. Es ist eher selten, dass mein Freund und ich in einen entspannten Sommerurlaub fliegen oder in die Berge zum Wandern fahren. Uns zieht es meistens in die europäischen Haupt- und Großstädte, die man einfach gesehen haben sollte. Rom, Paris, London, Prag und Venedig haben wir so schon gesehen. Unser nächstes Ziel ist Barcelona.

Doch vor lauter Fernweh vergisst man manchmal, dass das Gute auch so nahe liegen kann. Zwar kenne ich einige deutsche Städte, aber doch die wenigsten. Vor ein paar Jahren schrieb ich in meinem Studienfach Geschichte eine Hausarbeit über das Speziallager II in Buchenwald, besser bekannt als das Konzentrationslager Buchenwald unter dern Nazis. Die wenigsten wissen, dass dieses KZ eine doppelte Geschichte hat und nach der NS-Zeit von den Sowjets weiter benutzt wurde. Zwar nicht als Vernichtungslager, doch streng genommen war es das unter den Nationalsozialisten auch nicht. Durch die intensive Recherche über das Lager, hegte sich in mir der Wunsch, dieses Gelände einmal zu besuchen. Aber von Bremen nach Buchenwald ist jetzt auch nicht unbedingt ein Katzensprung. Und so dachten wir: Yeah, der nächste Städtetrip! Doch diesmal war das Ziel ein viel kleineres: das beschauliche Weimar mit anschließendem Tag in Buchenwald.

Weimar. Die Stadt der Dichter und Denker. Kaum ein Ort ist durch die deutsche Literatur so berühmt, wie das 65000 Seelen-Dorf in Thüringen. Die Stadt, die Goethe so geprägt hat, in der sich Schiller niederließ und in der heute noch unzählige Musikschulen für Hochbegabte stehen. Für mich als Germanistik-Studentin war klar, dass ich mir diese Stadt nicht entgehen lassen darf. Und da unter euch sicher auch ein paar Literaturinteressierte sind, dachte ich, wird es Zeit für meinen zweiten Reisebericht.

Insgesamt verbrachten wir drei Tage in Weimar, wobei wir spät anreisten. Das hatte den simplen Grund, dass ich erst die Nacht zuvor aus Mannheim von der Deutschen Meisterschaft zurückkam und dementsprechend kaputt war. Mein Freund ließ mich allerdings im Auto schlafen...Bereits unsere Hinreise war von viel Glück gesegnet. Die Hälfte der Strecke fuhren wir über Landstraßen. Und wie das so der Traum aller Autofahrer ist, fuhr vor uns irgendwann eine Fahrschule. Aber nein...nicht einfach nur eine Fahrschule. Vor dem Fahrschulwagen fuhr nämlich ein Motorrad. In meiner Familie wird viel Motorrad gefahren und sorry - der Kerl hatte eine seiner ersten Stunden. In jeder Kurve wurde auf 30 km/h abgebremst und die Schlange wurde immer länger. Aber natürlich kann man auch nicht einfach überholen. Und so fuhren wir 40 km hinter einem Fahrschulwagen hinterher. Unglaublich entspannend und gar nicht nervtötend.

Als wir dann irgendwann ankamen und uns ausgeruht hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Ich habe es wirklich noch nie erlebt, dass alles Sehenswerte einer Stadt soooo nah beieinander liegt. Bereits bei diesem Abendspaziergang konnten wir so gut wie alles Wichtige von außen betrachten. Der Park an der Ilm war sehr schön und ich kann verstehen, warum Goethe sich hier niederließ. Sein kleines und ach so niedliches Gartenhaus strahlt aber schon eine gewisse Arroganz aus...


Erst am nächsten Tag fing die Erkundung so richtig an. Unsere erste Station war Goethes Wohnhaus am Frauenplan mit anschließendem Museum. Ich muss sagen, dass ich wirklich ein Geschichtsfreak bin. Mein Freund ist eher von der Sorte: "Oh toll, Julia...ein Stein. Klasse!" Während ich dann aufgeregt hin und her hüpfe und sage: "Ja, aber was hier einmal gewesen ist und...." Ihr könnt euch vorstellen, dass er es nicht immer leicht hat. Und so auch nicht in Weimar. Ich ging mit deutlich mehr Interesse an die Sache, aber das heißt nicht, dass er völlig gelangweilt durch die Gegend marschierte. Ich will ja auch keinen falschen Eindruck vermitteln. Das Goethewohnhaus ist vielleicht nicht unbedingt spektakulär, aber trotzdem ziemlich krass. Und zwar aus dem Grund, weil Goethe einfach protzte. Im Ernst...ich glaube ich finde keinen deutschen Dichter so unsympathisch durch seine Lebart wie den großen Meister. So gut wie kein klassischer Dichter hatte das Glück, zu Lebzeiten berühmt zu sein. Viele hatten überhaupt kein Geld, keinen Besitz, tragische Liebesgeschichten und was nicht alles. Für viele endete das Künsterleben im Suizid. Aber nein...nicht Wolfgang von Goethe. Denn er hatte Gönner und gute Kontakte. Was er schrieb, wurde gelesen. Und so kann man ihn als klassischen Superstar sehen. Und dementsprechend hat er auch gelebt. Für damalige Verhältnisse ist das Goethe-Haus der Wahnsinn. Die Bibliothek und das Schreibzimmer waren sehr sehenswert und irgendwie war es auch krass, den Sessel zu sehen, in dem Goethe gestorben ist. Hat was gruseliges, wenn ihr mich fragt. Besonders schön ist übrigens der Garten des Hauses. Ich kann es bis heute nicht fassen, dass er damals so ein großes Gelände nur für sich und seine Frau zur Verfügung hatte. Und das Ganze auch noch geschenkt! Schön kann das Leben sein...

Ganz anders der arme Schiller. Zu dessen Wohnhaus, das keine 200m entfernt liegt, führte uns unser nächster Weg. Das Haus ist ebenfalls relativ groß und gut eingerichtet. Allerdings hatte Schiller ja auch vier Kinder...was ja drei mehr sind als Goethe. Daher braucht man vielleicht auch ein paar mehr Räume. Außerdem musste Schiller sein Haus ja auch bezahlen - bekommt ja nicht jeder hier alles geschenkt. Er musste mit seinem Geld wirklich haushalten und die privaten Finanzaufstellungen von Schiller waren wirklich interessant. Auch, weil er einen Großteil seines Geldes für gutem Wein ausgab...wer weiß...vielleicht war er gar nicht gesundheitlich so angeschlagen, sondern trank einfach gern zu viel.


Was ich persönlich für mich feststellen musste ist, dass ich viel mehr Werke von Schiller, als von Goethe gelesen habe. Ich finde wirklich, dass der Mann toll geschrieben hat. Sein Ruhm ist heute natürlich ebenfalls unfassbar groß, aber für mich ist Schiller auch der sympathischere der beiden großen Dichter. Natürlich besuchten wir danach noch das Denkmal von beiden Dichtern vor dem Nationaltheater, das ja übrigens Goethe gegründet hat. Mann...der Kerl hatte auch überall seine Finger drin. Kein Wunder also, dass er uns auch im Wittumspalais überall begegnete. Herzogin Amalia hatte hier ihren Stadtsitz und führte regen Kontakt zu Künstlern. Das Palais war wirklich schön...ich finde es ja toll durch alte Schlösser zu laufen...da wäre ich dann immer gern selbst Prinzessin...
Direkt gegenüber von Schillers Wohnhaus liegt übrigens eine Buchhandlung, die es auch schon zu Goethes Zeiten gab. Mein Reiseführer war so nett mir mitzuteilen, dass er dort seine Bücher gekauft hat. Und dass es von Stil zeugen würde, sich in dieser Buchhandlung eine Goethe-Ausgabe zu kaufen. Wer wäre ich, wenn ich mich solchen Tipps widersetzen würde?! Absolut unmöglich...also kaufte ich in Weimar die Fischer-Klassik-Ausgabe von Faust. Das Buch hatte ich zwar vor Beginn meines Studiums gelesen, allerdings besaß ich es bis jetzt noch nicht. Diesem Umstand wurde ein Ende gemacht und wir gingen in eines der Archive von Weimar. 

Dort wechselt die Ausstellung, welche lediglich aus 15 Originalschriftstücken besteht. Unter anderem konnten wir uns hier einen Text von Goethe und auch seiner Enkelin ansehen. Am besten gefiel mir das Notenblatt von Franz Liszt, das ebenfalls auslag. Unglaublich, wozu Komponisten in der Lage sind.

Den Rest des Tages spazierten wir so durch die Stadt. Wir kamen am Schloss vorbei, liefen weiterhin durch den Park, besichtigten den Marktplatz und die kleinen Gassen. Es gab einfach unglaublich viel zu sehen und Weimar ist irgendwie kulturell und schnuckelig zugleich. 


Ein wenig gescheitert waren wir an diesem Tag allerdings trotzdem. Das wohl berühmteste Gebäude in Weimar ist die Herzogin-Amalia-Bibliothek. Und die musste ich als Bücherliebhaberin natürlich gesehen haben. Leider informierten wir uns ein wenig schlecht über die Bibliothek. Denn als wir gegen Mittag dort hin gingen, war sie "ausverkauft". Wir konnten uns das erstmal nicht erklären. Allerdings erfuhren wir dann, dass aufgrund der Feuchtigkeit für die Bücher nur 250 Menschen pro Tag in die Bibliothek durften. Dabei wurden pro Tag ab 9 Uhr morgens 50 Karten verkauft. Die restlichen werden nur im Vorhinein übers Internet vergeben. Tja, blöd gelaufen. Unsere einzige Chance in die Bibliothek zu kommen, war es also am nächsten Morgen um 9 Uhr vor den Toren zu stehen. Das passte so gar nicht in den Plan, denn wir wollten früh morgens nach Buchenwald aufbrechen. Aber okay...da der Buchenwald-Tag auch unser Rückreise-Tag war, kam es auf die Stunde auch nicht mehr an.

Und so hieß es Daumen drücken, dass wir noch zwei von den 50 Tickets bekommen. Es glückte. Pünktlich um 9.30 Uhr durften wir die Amalia-Bibliothek betreten und gingen direkt in den berühmten Rokoko-Saal. Ich mache es kurz. Er ist wunderschön und bietet eine ganz besondere Atmosphäre. Ich hätte gern mehr gesehen und die Bücher genauer betrachtet, doch das ging leider nicht. Viele von euch wissen sicher auch, dass die Bibliothek 2004 einen schweren Brand verkraften musste, bei dem ein Großteil der Bücher Schaden erlitten. Die meisten werden immer noch restauriert, andere konnten gar nicht gerettet werden. Die dazugehörige Ausstellung ist sehr interessant! Ich persönlich musste oft an Mortimer aus der Tintenwelt-Trilogie denken, da er ja auch Bücher restauriert...


Nach diesem kurzen Besuch der Bibliothek fuhren wir dann nach Buchenwald. Bereits der Weg dorthin ist beengend. Man fährt 5 km auf der so genannten "Blutstraße", die Häftlinge erbauen mussten. Man befindet sich mitten in der Natur und erwartet kaum einen solchen Graus. Doch das KZ war unglaublich. Wir schlossen uns einer öffentlichen Führung an, die kanpp zwei Stunden ging. Unser guide war ein älterer Herr, der jedoch sein ganzes Leben in Weimar verbracht hat und somit auch ein gwisses Zeitzeugenwissen hatte. Es war furchtbar interessant. Als wir das Lager-Gelände betraten, rief das sofort Beklemmung hervor. Ich war zuvor noch niemals in einem KZ und man kann nicht sagen, wie sehr es mich beeindruckt hat. Jeder sollte sich diesen Teil der deutschen Geschichte ansehen. Vor Ort zu sein ist etwas völlig anderes, als in Büchern darüber zu lesen. Als zukünftige Pädagogin kann ich nur betonen, wie wichtig es ist, Schüler dafür zu sensibilisieren. Es waren auch einige Schulklassen da und selbst diese haben sich keine blöden Scherze erlaubt. Denn auch wenn man in Buchenwald nicht mehr allzu viel sehen kann, ist das wenige beeindruckend. Das Krematorium mit Pathologie und Folterkeller stehen noch. Das Gefühl beim Betreten dieser Räumlichkeiten ist nicht beschreibbar. Ein paar Kleinigkeiten irritierten mich in der Führung, denn wenn man selbst viel Fachliteratur gelesen hat, zweifelt man an dem ein oder anderen Punkt. Aber das war nebensächlich. Solltet ihr euch für das Thema interessieren und habt die Chance nach Buchenwald zu fahren, dann lege ich es euch wirklich absolut ans Herz. Richtig großartig sind nämlich auch die beiden Ausstellungen, die wir uns angesehen haben. Es gibt drei Museen auf dem Gelände. Eines zur NS-Zeit, eines zur Sowjet-Zeit und eines zur Kunstszene, welches wir aber nicht besichtigt haben. Die NS-Ausstellung ist großartig konzipiert. Es gibt tolle und informative Quellen, eine tolle Installation und wirklich lehrreiche Inhalte. Man muss sich für dieses Museum Zeit nehmen - doch es lohnt sich.  Leider waren wir danach so kaputt, dass wir dem Sowjet-Museum nur wenig Aufmerksamkeit schenken konnte. Dabei bin ich ja gerade auf diesem Gebiet Experte. Schade!


Der gesamte Besuch ist absolut lohnend! Man hätte noch so viel mehr sehen können! Zum Schluss haben wir uns noch das DDR-Denkmal vor dem großen Glockenturm angesehen, den man von Weimar aus ebenfalls sehen kann. 

Ich hole hier viel zu weit aus und erzähle viel zu viel, doch Weimar ist wirklich ein Kulturschatz. Ich habe die drei Tage dort sehr genossen und sehr viel gelernt. Wer sich also für Themen solcher Art interessiert, sollte die Stadt der Dichter und Denker unbedingt besuchen. Ich persönlich möchte noch einmal nach Buchenwald, denn ich habe noch lange nicht alles gesehen.



Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen kleinen Reisebericht zu lesen :) Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen unterhalten. 

Wart ihr schon einmal in Weimar? Oder habt ihr euch das KZ Buchenwald schon einmal angesehen? Vielleicht ein anderes KZ? Was haltet ihr von Goethe und Schiller? Legenden oder einfach nur überbewertet? Lasst mich eure Meinung wissen, ich würde mich freuen :)

In diesem Sinne,
eure Julia

8. August 2016

Rezension (2014): "Im Dunkeln lauert die Angst" von Eva Breunig


Titel: Im Dunkeln lauert die Angst
Autor: Eva Breunig
Verlag: SCM Hänssler
Preis: 5,95€
Seiten: 176

Der Titel „Im Dunkeln lauert die Angst“ lässt den Leser ein wenig erschaudern und schafft in Verbindung mit dem düster gehaltenen Cover bereits einige Vorstellungen. Bei diesem Roman handelt es sich um ein Jugendbuch der besonderen Art. Es geht nicht im Vordergrund um eine Liebesgeschichte,  die über mehrere Teile weitergesponnen wird, sondern viel mehr um Abenteuer. In diesem Buch lauert die ein oder andere Gefahr – unter anderem, dass man unbedingt weiterlesen möchte.
Das Thema des Romans „Im Dunkeln lauert die Angst“ ist einfach nur cool: Pfadfinder. Ja, ich weiß was ihr denkt und ganz ehrlich, ich hätte auch nicht geglaubt, dass es sich bei diesem Thema um solch einen gelungen Roman handelt kann, aber so ist es.

Inhalt


Miriam und Daria sind Zwillingsschwestern, die in Wien studieren. Sie sind seit ihrer Kindheit bei den Pfadfindern und gehören inzwischen zu den Leitern, die wie eine Familie zusammenhalten. Die Schwestern sind bekannt dafür sich die coolsten Nachtgeländespiele auszudenken, die den Kindern auf schaurige Art sogar noch etwas Pädagogisches lehrt. Doch auf der Pfingstfahrt passiert etwas Schreckliches, das Miriams Leben völlig verändert.

Meinung


Wie ich bereits sagte, ist dieses Jugendbuch nicht wie jedes andere. Es bietet viel Abwechslung. Dies beginnt bereits mit dem Thema der Pfadfinder. Die Geländespiele sind total spannend und ich habe mich an die dutzend Mal gefragt, warum ich zum Teufel nie Pfadfinderin war! Der Leser lernt ganz nebenbei etwas über das Morsealphabet oder den Freimaurer-Code. Schon allein diese Thematik ist spannend. Aber auch die Geschichte verliert nie an Spannung. Es gibt mehrere Erzählstränge und sogar verschiedene Erzählstile. Das Buch handelt hauptsächlich von Miriam. Sie verfasst einen Blog, auf dem sie ihre Gefühlswelt festhält. Anfangs schreibt sie über das Thema Liebe und später über Gott. Diese Blogeinträge sind philosophisch gut gelungen und passen gut zu einem Mädchen, das Anfang 20 ist. Neben den Blogeinträgen gibt es auch Tagebucheinträge eines kleinen Mädchens, von denen der Leser anfangs gar nicht versteht, wieso diese beleuchtet werden. Aber natürlich sind sie für den Verlauf der Handlung wichtig. Als letztes zu nennen, wären die Spielberichte über ein Onlinespiel, dass Daria spielt: Miracle Forest. Hierbei handelt es sich um ein Fantasyspiel, in dem sie mit einem unbekannten anderen Player durch die Spielwelt zieht. Aber wer ist dieser andere Player und warum horcht er Daria so aus? All diese Handlungsstränge kommen am Ende wieder zusammen und erleuchten später den Leser über die dunklen Geheimnisse, die sich im Laufe der Geschichte aufgebaut haben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend zu lesen und die Charaktere sind gut gelungen. Die meisten sind allerdings auch sehr gutgläubig und naiv. Obwohl zwischendurch etwas sehr Schlimmes passiert, kann sich die Geschichte aufklären. Vielleicht ist das Ende sogar etwas too much, aber das müsst ihr selbst herausfinden. Der Glaube an Gott ist in „Im Dunkeln lauert die Angst“ ein sehr wichtiges Thema. Für Menschen die nicht glauben, könnte daher manches unverstanden bleiben, mich persönlich hat es nicht gestört, da es auch einfach eine Charaktereigenschaft der Figuren ist. Für den normalen Leser, aber wie gesagt etwas viel.
Alles in allem hatte ich viel Spaß mit diesem Buch. Ich muss noch einmal betonen wie cool das Pfadfinderleben zu sein scheint. Jedenfalls macht der Roman sehr viel Lust darauf. Die Abwechslung durch die verschiedenen Stile ist richtig gut gelungen und die Story bleibt spannend. Ich vergebe 4 Spitzenschuhe für dieses Buch, das mich doch positiv überrascht hat und mich sogar den Freimaurer-Code lehren konnte. In diesem Sinne: 





 

7. August 2016

Rezension: "Sternschnuppenschauer" von Ann-Kathrin Wolf


Titel: Sternschnuppenschauer
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Verlag: Impress
Preis: 3,99€
Seiten: 300

Leider spielt das Wetter diesen Sommer noch nicht so ganz mit. Aber scheint doch noch einmal für ein paar Stunden die Sonne, oder fliegt ihr noch an einen schönen Strand, dann sollte ein Buch nicht fehlen. Denn „Sternschnuppenschauer“ ist das perfekte Sommerbuch, das neben einer kleinen aber feinen Liebesgeschichte, auch ein ernstes Thema zu bieten hat. Neben Sommer, Sonne, Sonnenschein steht hier noch etwas ganz anderes im Vordergrund: die Trauer. Ein herrliches Buch, das den eigenen Sommer nur versüßen kann!


Klappentext


Cassie liebt die Sterne. Aber vor allem liebt sie es mit ihrem Vater in Sternschnuppennächten auf Wunschfang zu gehen. Bis er bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Welt zusammenbricht. Dass sie daraufhin den Sommer ausgerechnet am Meer bei den Atkins verbringen soll, macht alles nur noch schlimmer. Denn dieser Ort hält zahlreiche schmerzhafte Erinnerungen für sie bereit. Sogar Logan, der süße Sohn der Atkins, ist keine große Hilfe. Mal ist er nett und einfühlsam, dann benimmt er sich wie der letzte Mistkerl. Kann er die Sterne für Cassie wieder erstrahlen lassen?

Meinung


Die meisten von uns haben schon einmal jemand wichtiges im Leben verloren. Jeder trauert anders. Und für die 17-jährige Cassie geht eine Welt unter, als ihr Vater stirbt. Sie ist das, was man ein Papa-Kind nennen kann, denn sie vergötterte ihren Vater. Umso schlimmer ist das Leben ohne ihn. Doch nicht nur Cassie leidet sehr, sondern auch ihre Mutter. Damit jede ihre Trauer auf ihre eigene Art bewältigen kann, verbringt Cassie den Sommer bei alten Freunden in einem Küstenort. Früher war sie jedes Jahr mit ihrer Familie hier, die letzten Jahre aber nicht mehr. Doch der Ort ruft viele Erinnerungen in ihr hervor und man spürt die Trauer der Protagonistin in jeder Zeile.
Cassie ist ein sympathisches Mädchen. Sie ist eine Streberin, die ihre Freizeit gern mit ihren Physikbüchern verbringt – noch eine Gemeinsamkeit zu ihrem Vater. Über Logan denkt sie anfangs: 
„Auf den ersten Blick würde man ihn für einen Surfer halten, einen wirklich heißen Kerl, der aber so gar nichts für mich war. Solche Typen wollten meistens nur eines von mir – und das waren meine Physikhausaufgaben.“ (3%) 
Sie ist intelligent und schlagfertig. Auch wenn sie sich selbst oft klein macht. Vor allem in ihrer Trauer hat sie viele Stimmungsschwankungen, doch das macht sie zu einer authentischen Protagonistin. Logan, der Sohn der Atkins, ist ein undurchschaubarer Kerl, ein Surferboy. Und Cassie hat sich als Mantra in diesem Sommer gesetzte „Keinen. Surferboy. Für. Cassie.“ Sich daran zu halten fällt allerdings schwer. Nicht nur, dass sie mit Logan unter einem Dach wohnt und er zumeist nicht viele Klamotten am Körper trägt, in dem kleinen Küstenort sind auch noch ein paar andere niedliche Jungs. Aber wie soll Cassie überhaupt an Jungs oder Spaß im Allgemeinen denken, wenn ihr Herz immer noch von Kälte umschlossen wird? Logans Schwester Summer und frühere beste Freundin von Cassie nimmt dies in die Hand. Sie ist der Wirbelwind und somit die gute Seele des Buches. Ein wunderschönes und flippiges Mädchen, das eine besondere Vorliebe für die Farbe Lila hat. Cassie und Summer verbindet eine tiefe Freundschaft, die toll mitanzusehen ist. Sie bringt Cassie dazu, gemeinsam mit ihr an einer Challenge teilzunehmen, damit beide „den Sommer ihre Lebens“ erleben. Diese Sommerchallenge ist relativ zentral und dennoch völlig nebensächlich für die Handlung. Das ganze Buch wird dadurch einfach noch viel sommerlicher und die Mädchen erfüllen eine Aufgabe nach der anderen, was für viele lustige Stellen im Buch sorgt. Doch im Mittelpunkt steht von Anfang an Cassies Trauer. Sie bleibt das zentrale Element und das ist auch gut so. Obwohl das Buch auch ohne Trauer sicher toll wäre, verschafft dieser ernste Punkt dem ganzen einfach mehr Glaubwürdigkeit und macht „Sternschnuppenschauer“ zu etwas Besonderes. Die weiteren Figuren des Buches sind passend gestaltet und die Story bietet auch an anderen Stellen Tiefgang. So wartet der Leser beispielsweise lange darauf zu erfahren, warum Logan sein Stipendium verloren hat. Unglaublich schön fand ich an diesem Buch die Motivik. Cassie und ihr Vater waren immer Sternschnuppenfangen. Die Sterne sind in diesem Roman sehr wichtig und kommen andauernd vor. Die meisten Kapitelnamen orientieren sich an den Sternen und bestehen immer nur aus einem Wort. Zum Teil sind dies Neologismen, die wie für das Buch gemacht sind. Die Autorin Ann-Kathrin Wolf hat das zentrale Thema nie vernachlässigt und immer wieder in die Geschichte miteingebunden. Das war toll, denn es führt wie ein roter Faden durchs Buch. 
Der Stil der Autorin ist sehr schön und passt wunderbar in die sommerliche Atmosphäre. Er gefiel mir in „Sternschnuppenschauer“ sogar noch besser als in „Zwischen Schnee und Ebenholz“. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls sehr schön. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und man kann das Buch einfach nur genießen. 
In der Handlung gibt es keinen riesigen Höhepunkt, doch das Ende ist die absolute Steigung. Es ist emotional und überrennend. Es ist einfach schön. Im Laufe des Buches kann man Cassies Entwicklung richtig beobachten. Sie verändert sich, was der Leser spürt. Sie wird wieder zu Cassiopeia. Mein einziger, winziger Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte. Cassie und Logan verbindet eine besondere Chemie, was von der ersten Seite an klar ist. Die beiden flirten andauernd miteinander. Am Ende hätte ich mir einfach etwas mehr von ihnen beiden gewünscht. Doch da setzt die Autorin ihr Augenmerk auf die Trauerbewältigung. Und das ist auch völlig richtig so. Ich hätte es mir nur ein bisschen anders gewünscht, damit ich besser träumen kann.
Das ernste Thema der Trauer ist allgegenwärtig und dennoch nicht vernichtend trist. Meines Erachtens hat Ann-Kathrin Wolf es gut verarbeitet und zu einer schönen und lehrreichen Geschichte verwandelt.

Fazit


„Sternschnuppenschauer“ ist ein verträumtes und wunderschönes Sommerbuch. Im Zentrum steht nicht etwa eine urige Liebesgeschichte, sondern Motive wie Freundschaft und Trauer. Die Protagonistin Cassie reift innerhalb des Buches und lernt sich neu kennen. Und das in einer großartigen Sommerkulisse, in der auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Ein locker leichtes Buch, das einen ernsten Kern beinhaltet. Ich habe es sehr gern gelesen und hätte mir lediglich ein paar Sonennenstunden mehr zum Lesen gewünscht. 4,5 von 5 Spitzenschuhen.



5. August 2016

Mein Monatsrückblick: Juli

Hallo ihr Lieben!


Was für ein Monat! Der Juli war unglaublich ereignisreich und obwohl er gefühlt verdammt schnell verging, ist wirklich so allerlei passiert. Daher: Ab zum Monatsrückblick :)


Bevor ich zu meinen Buchhighlights komme, hier noch ein paar andere Lebensbereiche. Die Semesterferien haben begonnen. Strike! Allerdings habe ich gerade in der letzten Woche aus universitärer Sicht den Vogel abgeschossen. Hausarbeiten sind ja eigentlich immer bis zum 15.9 abzugeben, aber irgendwie dachte sich mein einer Dozent, dass er die Deadline auf den 19.8 legen sollte. Grundsätzlich kein Problem, hätte man das nicht erst am 26.7 bemerkt :D Also...ich bin im Hausarbeiten-Stress. Aber das sind selbstgemacht Leiden. Des Weiteren ist bei uns in Bremen die Schule wieder losgegangen, was bedeutet, dass ich ab nächste Woche auch wieder ein bisschen Unterricht vorbereiten muss...hach ja...wo waren noch gleich meine Ferien?!
Zu Beginn des Monats war ich auf der Deutschen Hip Hop Meisterschaft in Mannheim. Wer sich dafür interessiert, kann sich hier ein Video von meinem Solo anschauen. Im Duo und der Formation waren wir übrigens auch erfolgreich. Direkt nach Mannheim ging es für mich weiter nach Weimar. Drei Tage besuchte ich die hübsche Kulturstadt mit meinem Freund und fuhr anschließend noch zur Gedenkstädte Buchenwald. Absolut sehenswert! Es folgt ein Reisebericht zur nächsten Woche hin. 
Blöderweise hab ich durch den Stress gesundheitlich gelitten. Hätte ich jetzt gar nicht so gedacht, aber mein Körper zeigte mehr als eine Reaktion, was mich im letzten Monat des Öfteren zum Arzt zwang. Ich hoffe ich überstehe das Ganze schadlos und arbeite hart an mir ;)
Ansonsten habe ich viel gearbeitet, tippe täglich an meiner Hausarbeit rum und wenn ich mal die Zeit finde, dann lese un blogge ich natürlich fleißig. Und im letzten Monat hat ein Highlight wirklich das nächste gejagt!




Insgesamt habe ich 9 Bücher geschafft :)


Agnes Grey - Anne Bronte (320 Seiten) [Rezension]

Die Hüterin der Welten - Sabine Schulter (548 Seiten) [Rezension]

Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - C. S. Lewis (192 Seiten) [Rezension]

Shadow Falls Camp: Geboren um Mitternacht - C. C. Hunter (512 Seiten) [Rezension]

Der Kampf der Wächter - Sabine Schulter (408 Seiten) [Rezension]

Jane & Miss Tennyson - Emma Mills (480 Seiten) [Rezension]

Solo für Clara - Claudia Schreiber (272 Seiten) [Rezension]

Zorn und Morgenröte - Renée Ahdieh (400 Seiten) [Rezension]

Emba. Bittrsüße Lüge - Carina Zacharias (370 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 3502



Chaka! Damit habe ich für dieses Jahr FAST die Höchstleistung erreicht. Offenbar war mein März noch besser, aber hey...über 3500 Seiten ist schon echt was. Vor allem waren die Bücher einfach alle so toll! 
Ich kann mich kaum entscheiden, was mein Highlight war. Von den 9 Büchern haben fünf die Höchstwertung bekommen, 3 jeweils vier Spitzenschuhe und nur ein Buch kam mit dreien davon. Daher war mein Flop im Juli "Prinz Kaspian von Narnia", was allerdings auch zu erwarten war. Die Chroniken von Narnia sind Kindergeschichten und ziemlich alt, weshalb man sich in ihnen einfach nicht verlieren kann. Sie sind ganz nett und ich finde es toll,dass ich inzwsichen vier der Bücher kenne. Allerdings sind sie wirklich kein Highlight.
Aber zu den Highlights: Drei Bücher haben mich noch lange in Gedanken begleitet. Allen voran "Solo für Clara". Dieses Buch hat mich mitgenommen in eine andere und reale Welt. Ich fand das Thema des Klavierspielens einfach unglaublich und noch Wochen nach dem Buch höre ich täglich ein bisschen Klaviermusik. Wer sich für Musik interessiert, sollte dieses leidenschaftliche Buch lesen! Leidenschaftlich ging es auch bei "Zorn und Morgenröte" her. Ich liebe das Buch. Beziehungsweise: Ich liebe die Liebesgeschichte des Buches. Entführt ins Abendland und nicht fähig zu flüchten. So könnte man meinen Zustand mit dem Buch beschreiben. Und das dritte Highlight war "Jane & Miss Tennyson". Es ist einfach so ein schönes und verträumtes Jugendbuch...hach...Football, Jane Austen und eine coole Protagonistin, was will man mehr. Ebenfalls klasse war das Finale der Sin und Miriam Reihe von Sabine Schulter. "Der Kampf der Wächter" ist der beste Band der Reihe und konnte mich mit Spannung, Action und Liebe überzeugen. Überrascht hat mich "Geboren um Mitternacht" aus der Shadow Falls Camp-Reihe. Ein verdammt gutes Jugendbuch im Fantasybereich, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ebenfalls sehr überraschend war "Emba - Bittersüße Lüge". Dieses Buch habe ich über die Plattform netgalley.de bekommen, die ich in diesem Monat entdeckt habe. Ich fand es wirklich stark! Die Idee ist innovativ und fein ausgearbeitet. Hier haben mich nur Kleinigkeiten von der Höchstpunktzahl abgehalten. Solide ist auch "Die Hüterin der Welten" der zweite Roman von Sabine Schulter in diesem Monat. Mann, mann, mann...Ein tolles Fantasy-Abenteuer zum Genießen. Last, but noch least: "Agnes Grey", der einzige Klassiker in diesem Monat. Aber was sage ich...als wenn ich jeden Monat einen Klassiker lese... Die Geschichte über die junge Gouvernante ist wirklich sehr schön und verdammt klassisch. Man kann sie toll lesen und genießen. Dennoch gibt es noch schönere Klassiker aus der englischen Literatur.


So sah mein lesetechnischer Juli aus. Ich bin sehr zufrieden muss ich sagen! Keines der Bücher war wirklich schlecht und auch nur eines mittelmäßig. Was will man mehr. Man kommt sich eher komisch vor, dass man zu unkritisch sei oder so. Schließlich habe ich im Juli die fünf Spitzenschuhe nur so rausgehauen....
Ich hoffe, dass das Wetter jetzt wieder ein bisschen besser wird, so dass man noch ein bisschen Sommer bekommt. Aber selbst wenn nicht, hoffe ich, dass nächste Woche die Sonne für mich scheint. Im August geht es nämlich nach Barcelona :) Und ansonsten: Beginnt wohl der Alltag des Lebens wieder ;)



Wie war euer Juli so? Was habt ihr so erlebt und gelesen? Kennt ihr eines der Bücher?

Eure Julia

4. August 2016

Rezension: "Alles, was ich sehe" von Marci Lyn Curtis


Titel: Alles, was ich sehe
Autor: Marci Lyn Curtis
Verlag: Königskinder Verlag
Preis: 18,99€
Seiten: 432

„Alles, was ich sehe“ ist ein weiterer Schatz aus dem Königskinderverlag. Eine ungewöhnliche (nicht ganz realistische) und traumhafte Geschichte wartet zwischen den Buchdeckeln. Die 17-jährige Maggie ist erblindet und muss sich von nun an ganz anders durchs Leben kämpfen. Als sie den kleinen Ben trifft, verändert sich alles. Doch kann das wirklich sein? Kann sie um ihn herum sehen? Eine herzergreifende Geschichte wird hier erzählt, die uns allen zeigt, wie schwer und leicht das Leben zugleich sein kann. Starke Freundschaften und starke Gefühle stehen hier im Zentrum und trotz kleiner Mängel konnte mich das Buch absolut überzeugen. Humorvolle Protagonisten, ein schöner Stil und eine wunderbare Botschaft ist alles, was ich sehe.

Inhalt

"Als könnte man jemanden vor seinem Leben bewahren. Das Leben macht, was es will, auch wenn man noch so vorsichtig ist." (50%)

Und das muss Meggie schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Denn das Leben, das es eigentlich immer gut mit ihr meinte, hat einen Tiefschlag parat. Nach einer Hirnhautentzündung verliert sie ihr Augenlicht und erblindet. Doch wie soll man das Leben plötzlich blind meistern, wenn man die Welt um einen herum 16 Jahre lang sehen konnte? Wenn man schon ein Fußballstipendium sicher hatte? Für Maggie ändert sich alles, doch akzeptieren will sie es trotzdem nicht. Und dann dieses Wunder: Sie kann wieder sehen. Und zwar einen einzigen Jungen und einen kleinen Fleck um ihn herum. Der 10-jährige Ben wird Meggies Freund und so kann sie die Welt tatsächlich wieder eingeschränkt sehen. Doch sobald Ben weg ist, ist sie genauso blind wie zuvor. Wie kann das sein? Und dann wäre da noch Bens großer Bruder Mason, für den Maggie mehr als nur schwärmt und das nicht nur, weil er der Sänger ihrer Lieblingsband ist. Doch Mason hält Maggie für eine Lügnerin. Er glaubt ihr nicht, dass sie blind ist, sondern seinen Bruder nur ausnutzen will. So falsch liegt er gar nicht, denn auf eine gewisse Weise nutzt Maggie Ben aus. Oder? Aber warum kann sie ihn, und zwar nur ihn, sehen? Als sie es endlich herausfindet, merkt Maggie, dass ihr die Zeit davon läuft und dass es Schlimmeres im Leben gibt, als blind zu sein.

Meinung


Im Grunde ist dies genau die Botschaft des Buches. Man kann das Leben meistern und zwar ganz egal, wie eingeschränkt man ist. Lebe das Leben nach den Möglichkeiten, die du hast. Ich finde diesen Gedanken sehr schön und wichtig. Manchmal vergessen wir allzu leicht, wie schön das Leben ist und wissen vieles nicht zu schätzen. In „Alles, was ich sehe“ wird dem Leser gezeigt, dass das Leben schwer sein kann. Aber dass man sich mit ihm arrangieren muss und mehr noch: es genießen. 
Maggie ist zu Beginn des Buches sehr verbittert. Sie will sich nicht anpassen, sie will einfach überhaupt nicht blind sein. Doch sie hat keine Wahl. Dennoch verweigert sie die Stunden bei ihrer Blindenlehrerin, sie konzentriert sich nicht in der Schule und bricht alle alten Kontakte ab. Dass es ihr damit nicht gut geht ist offensichtlich. Doch selbst die Beziehung zu ihrer Mutter, ihrem Vorbild, bricht immer weiter. Maggie steht fast am Tiefpunkt, als Ben ihr begegnet. Ben ist der Held des Buches. Der kleine 10-jährige Junge ist unschlagbar. Ich glaube tief in meinem Herzen, dass es wirklich Menschen wie ihn gibt. Und dennoch ist dieser Gedanke auch traurig. Denn Ben nimmt das Leben wie es kommt und stellt sich selbst hinter anderen zurück. Er selbst hat eine Krankheit, die ihn dazu zwingt an Krücken zu laufen, doch das hält ihn nicht ab, Schwimmwettkämpfe zu machen oder auf sonstigen Gebieten ein Genie zu sein. Bens Herz ist riesig. Und er schenkt es Maggie. Nicht in diesem Sinne – obwohl er gern andeutet, dass Maggie bestimmt eine tolle Frau für ihn wäre. Nein, die beiden teilen eine Freundschaft, die sehr ungewöhnlich ist. Eine 17-jährige und ein 10-jähriger. Auch Bens Bruder Mason findet das eher komisch. Mason ist ebenfalls ziemlich toll. Allerdings ist er sehr viel ambivalenter als Ben. Dennoch kann man verstehen, dass Maggie sich in ihn verliebt. Dass er der Sänger ihrer Lieblingsband ist – was schon irgendwie komisch ist, oder? – ist hier eher nebensächlich. Auch ohne die Band wären Maggies Gefühle für ihn gewachsen. Trotzdem nehmen die „Loose Cannons“ einen Teil im Buch ein, denn für Maggie ist Musik sehr wichtig. Das Mädchen, das man am Anfang kennen lernt, ist trist und pessimistisch.
"Ich hatte zwar wenig vermittelbare Fähigkeiten vorzuweisen, aber im Lügen war ich unschlagbar. Dummerweise kannte auch Mom mein Talent." (14%)
Doch Maggie verändert sich. Sie beginnt mehr zu reflektieren und wagt auch ein paar Schritte mehr in ihrer Blindheit. So taucht auch Clarissa auf, die ich sehr gern mochte. Maggies Eltern sind authentisch. Ich weiß wirklich nicht, wie es wäre, wenn mein Kind plötzlich blind wäre. Schon allein, wenn ihr so etwas ebenfalls denkt, ist es das Lesen des Buches schon wert. Die Geschichte hat keinen besonderen Höhepunkt bis kurz vor Ende. Eigentlich geht es vielmehr um die Entwicklung von Maggie und die Entwicklung der verschiedenen Beziehungen um sie herum. Aber schon das ist sehr spannend. 
Komisch und wichtig zugleich ist für das Buch der Punkt, dass Maggie Ben sehen kann. Ich hatte anfangs Probleme mit diesem Umstand, weil er doch einfach ziemlich unlogisch und medizinisch nicht erklärbar ist. Auch nachdem Maggie herausfindet, warum sie ihn sehen kann, wird die Sache nicht realer. Doch muss es überhaupt realistisch sein? Kann nicht auch ein Hauch Traum/Wunder in eine Geschichte miteinfließen? Ich habe diesen Faktor einfach irgendwann akzeptiert und konnte das Buch sehr genießen. Es ist eine Mischung aus Freundschaft, Liebe und Selbstfindungsprozess. Es ist eine Geschichte über das Leben, die mit viel Humor erzählt wird. Das Buch und sein Schreibstil sind einfach herzlich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und konnte es schnell und angenehm lesen. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende. Es ist passend zum Buch und sehr schön. Mir persönlich war alles aber ein bisschen zu perfekt. Andererseits gönnt man das den Protagonisten auch.

Fazit


Ich würde wirklich sagen, dass ich etwas aus „Alles, was ich sehe“ mitnehmen und lernen konnte. Mir haben die Protagonisten sehr gefallen, allen voran Ben. Maggie wird durch ihn manchmal zu einer Nebenfigur ihrer eigenen Geschichte, doch das ist gar nicht so schlimm. Marci Lyn Curtis hat einen wundervollen Roman geschrieben, der einfach alles hat. Vor allem aber hat er Herz und regt in gewisser Weise zum Nachdenken an. Man bekommt noch einmal vor Augen geführt, was Freundschaft sein kann und was im Leben wirklich wichtig ist. Der Humor des Buches ist toll und ich habe es sehr genossen! Nur weil die Idee ein bisschen abgedreht ist, heißt das nicht, dass das Buch nicht toll sein kann. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe und danke dem Buch, dass es mit in gewisser Hinsicht ein wenig die Augen geöffnet hat.




2. August 2016

Rezension: "Ema. Bittersüße Lüge" von Carina Zacharias



Titel: Emba. Bittersüße Lüge
Autor: Carina Zacharias
Verlag: Bastei Entertainment
Preis: 4,99€ (ebook)
Seiten: 370

Ich bin ein Dystopien-Fan und das gebe ich ehrlich zu. Neue Ideen, neue Welten, neue Erfahrungen. Es ist immer wieder spannend sich gemeinsam mit den Protagonisten in das völlig Fremde entführen zu lassen. Und so habe ich es mit „Emba. Bittersüße Lüge“ auch getan. Hier bekommt der Leser es mit einer Welt zu tun, die von Energie abhängig ist und in der diese von gefährlichen Wesen erzeugt und gespeichert wird. Emba ist eine junge und starke Frau, die sich dem Kampf gegen die Runare verschrieben hat und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist. Carina Zacharias erschuf hier eine interessante Idee und setzt diese furios um.

Inhalt


Emba lebt in einer Welt, in der alles von Energie abhängig ist. Diese Energie wird von den gefährlichen Wesen namens „Runare“ gewonnen und absorbiert. Runare bestehen lediglich aus Energie und jagen die Menschen. Doch diese wiederum machen auf die Runare Jagd, damit ihre Gesellschaft weiter existieren kann. Das Unternehmen Industria sorgt für die Energieversorgung auf der ganzen Welt und ausgerechnet Embas Vater ist der Leiter der Firma. Dementsprechend ist ihr Vater nicht begeistert, als Emba ihm mitteilt, dass sie auf die beste Jägerschule des Landes gehen will, um ihre Ausbildung zu machen. Sie will Jägerin werden und so ihren Teil zur Gesellschaft beitragen. Durch Glück schafft Emba es tatsächlich an die Schule, doch dort beginnt erst ihr Kampf. Jemand scheint sie zu manipulieren und ihr Steine in den Weg zu stellen. Intrigen und Lügen scheinen Emba zu umgeben. Kann sie die Geheimnisse um die Runare lüften? Und kann ihr dabei vielleicht der süße Jägerschüler Fynn aus dem zweiten Jahrgang helfen? Eine spannende Geschichte mit vielen Geheimnissen nimmt ihren Lauf.

Meinung


Ich musste mir den Klappentext zweimal durchlesen, bevor ich eine Vorstellung von der Handlung des Buches bekam. Es ist nicht ganz leicht in so wenigen Sätzen dieses komplexe System zu durchschauen, das von Carina Zacharias geschaffen wurde. Doch hat man einmal mit dem Lesen begonnen, wird man automatisch in die fremde Welt gezogen. Der Einstieg ist so flüssig, nah und authentisch, dass ich mich in Embas Welt sofort wohl gefühlt habe. Emba ist eine draufgängerische und gleichzeitig unglaublich verwöhnte 18-Jährige. Das gesamte Buch über war sie für mich etwas ambivalent. Es gibt Momente, in denen ich mich absolut mit ihr identifizierte und dann habe ich sie wiederum für ihre Art verachtet. Emba ist so ziemlich die privilegierteste Jugendliche in ganz Pantréas. Sie kennt den Luxus und nicht das normale Leben. Auch deshalb hat sie es an der Jägerschule umso schwerer. Jeder kennt sie und ihren Vater und hat sein ganz eigenes Bild von den beiden. Doch Emba muss erst langsam lernen, dass sie bisher im Elfenbeinturm gelebt hat und sich an das Leben in der Jägerschule gewöhnen. Es ist interessant ihr bei ihrer Aufnahme zu folgen. Besonders zu Beginn wird das Konzept der Welt von „Emba“ deutlich. Für mich war es eine Mischung aus „Die Bestimmung“ und „Die Tribute von Panem“, aber natürlich noch in einer ganz anderen und eigenen Art und Weise. Dennoch gibt es hier ähnliche spannende Elemente, wie etwa den Aufnahmetest oder das Ausbildungssystem und die Auslese der Schüler. Das Schulsystem der Jäger fand ich im Allgemeinen sehr interessant. Es schafft eine normale und jugendliche Atmosphäre und dennoch ist der Gegenstand des Unterrichts so völlig anders und faszinierend. Über die Runare erfährt man das gesamte Buch über gar nicht so viel und man bezweifelt von Anfang an, dass alles so stimmt, wie es vermittelt wird. Gerade als die Anschläge auf Emba zunehmen, muss man vermuten, dass es jemand auf sie abgesehen hat und das dies etwas mit den Runaren zu tun hat. Ich kann vorweg nehmen, dass die Auflösung sehr spannend und passend ist. Nach Beenden des Buches hat man eigentlich mehr Fragen als zu Beginn und dementsprechend freue ich mich schon auf den Anfang von Teil zwei.
Im Zentrum der Geschichte steht Emba, völlig klar. Sie ist nicht unbedingt eine sympathisch, aber eine starke Protagonistin. Gerade die negativen Seiten an ihr machen sie so authentisch. Ähnlich stellt sich die Situation bei ihrem Pendant Fynn dar. Fynn ist im Jahrgang über ihr und die beiden flirten von Beginn an miteinander. Fynn ist arm, aber talentiert. Er ist süß und lustig und passt gut zu Emba. Manchmal erschien er mir aber etwas farblos. Interessant fand ich Embas Freundin Coco und natürlich ihren Vater Elias. Dass dieser etwas zu verbergen hat, kann man sich sehr schnell denken und dennoch ist er Embas Held. Die Figuren sind im Allgemeinen detailliert und interessant gestaltet genauso wie das Konzept der Welt. Für mich waren die Charaktere dennoch das schwächere Element gegenüber der Idee der Geschichte. Aber sie passen gut in die Story und tragen diese geradezu.
Der Stil von Carina Zacharia ist flüssig, jugendlich und spannend. Vor allem die Verfolgungsjagden und Flugszenen waren sehr spannend beschrieben. Sie kann sehr temporeich erzählen, aber gleichzeitig gut herunterdrosseln. Die Liebesgeschichte passt zwar gut zum Buch, wurde meiner Meinung aber etwas wenig ausgeschöpft. Vielleicht empfinde ich auch deshalb Fynn als etwas blass.


Fazit



„Emba. Bittersüße Lüge“ ist ein toller Auftakt und ich freue mich sehr auf die Auflösungen, die in Teil zwei warten werden. Die Idee der Runare ist innovativ. Hinzu kommen etwas bekanntere Ideen und schon hat man einen spannenden Plot für eine neue und gelungene Dystopie. Aufgrund kleiner Mängel in der Figurenkonstellation vergebe ich nicht die Höchstwertung. Dennoch handelt es sich bei „Emba“ um ein tolles und spannendes Buch. Ich vergeb vier von fünf Spitzenschuhen. Auf in neue Abenteuer!



1. August 2016

Meine Neuzugänge: Juli

Hallo liebe Lesefreude!


Es ist wieder Zeit euch meine Neuerrungenschaften aus dem vergangenen Monat zu präsentieren. Und ich muss sagen, dass ich mich dieses Mal ganz besonders darauf freue. Der Umfang meiner Neuzugänge sprengt tatsächlich jeden Rahmen. Insgesamt habe ich 18 neuen Büchern eine neue Heimat gegeben. Hach..wie sozial von mir...So viele Bücher gab es bei mir höchstens zu Weihnachten neu im Regal, aber seht selbst:


Eigentlich war ich in den letzten Monates des Jahres sehr sparsam und habe mir auch nie viele Bücher zugelegt. Klar...die ein oder anderen trudeln so ein, aber gleich so viele?! Da wird Karli sicher Augen machen. Aber irgendwie sammelten sich ein paar Wünsche an und die musste ich mir ja auch erfüllen, oder?! Schließlich habe ich ja oft genug erwähnt, dass ich nach meiner bestanden Prüfung meine Gutscheine auf den Kopf hauen wollte, was ich auch sehr erfolgreich tat. Hinzu kamen dann noch ein paar andere Sachen, aber hey...Passiert und so...Blöderweise habe ich erst jetzt gemerkt, dass ich immer noch eine Uni-Prüfung vor mir hab. Aber nur eine Hausarbeit. Also quasi unbedeutend. Daher...



Aber was genau gab es denn Neues bei mir?! Da gibt es irgendwie die verschiedensten Sachen und die verschiedensten Gründe, warum diese Bücher nun bei mir zu Hause sind. Insgesamt hab ich 14 Bücher und 4 ebooks angeschafft und diejenigen, die ich bisher davon gelesen habe, haben mich alles andere als enttäuscht. Dazu kommt dann aber die Tage mehr in meinem Monatsrückblick. Widmen wir uns erstmal den neuen Schätzen:

"Opposition" von Jennifer L. Armentrout war tatsächlich das erste Buch, das ich mir in diesem Monat zulegte. Eines derjenigen, für die ein Gutschein ausgegeben wurde. Ich freue mich schon darauf die Reihe zu beende, aber so richtig das Bedürfnis hatte ich nach dem Buch noch nicht. Mal sehen, wann das kommt. "Book Elements. Die Magie zwischen den Zeilen" war günstig zu haben und ich konnte nicht widerstehen. Dafür habe ich zu viel Gutes über das Buch gehört. "Faust 1" war ein Muss-Kauf. Im Juli war ich mit meinem Freund in Weimar, wozu die Tage noch ein Reisebericht folgen wird. In unserem Reiseführer stand etwas von einer Buchhandlung, in der schon Goethe selbst seine Bücher gekauft hat (ziemlich genau gegenüber von Schillers Wohnhaus übrigens). Der Reiseführer meinte, dass es ganz besonders viel Stil hätte, sich dort eine Goethe-Ausgabe zu kaufen und dem wollte ich natürlich nachkommen ;) Es ist nicht so, als dass ich das Buch nicht schon gelesen hätte, aber die Fischer-Klassiker-Ausgaben sind immer eine Anschaffung  wert ;) Außerdem besaß ich das Buch noch nicht. Das letzte Buch auf dem Bild war die Überraschung des Monats: "Witch Hunter". Ich wollte dieses Buch wirklich seit Monaten haben, aber weiter als auf meine Wunschliste hatte es es bisher nicht geschafft. Und dann kam die Überraschung. Mein Freund musste letzten Samstag ins Einkaufscenter um ein Geschenk für seine Mutter zu besorgen. Und da fragte er doch tatsächlich: "Soll ich dir was mitbringen?" Aus Spaß antwortete ich dann, dass er mir gern ein Buch kaufen könnte und er fragte ernsthaft "welches?". Ich war schockiert und baff und schrieb ihm ein paar Titel auf. Tatsächlich kam er dann mit "Witch Hunter" nach Hause und damit machte er mich sehr glücklich. Er gab im Nachhinein zwar zu, dass es einfach das erste Buch der Liste war, das er gefunden hatte und den Laden dann in Windeseile wieder verließ, aber das konnte ich ihm wirklich nicht verübeln! Als ich fragte, womit ich das verdient hätte, sagte er nur: "Ich kann meiner Liebsten doch ein Buch kaufen, wenn ich das will!" ♥ Was soll ich sagen. Ich liebe ihn einfach.

Im letzten Monat las ich das Buch "Shadow Falls Camp: Geboren um Mitternacht" mit ein paar anderen Bloggern zusammen. Das Buch hatte mich sehr überrascht, weil ich es schon länger zusammen mit Teil drei der Reihe im Regal hatte. Aber es war unglaublich gut. Und so musste ich dringend den Umstand beheben, dass ich von einer 5-teiligen Reihe zwei unzusammenhängende Bände zu Hause hatte. Teil 2,4 und 5 mussten her. Und da ich die anderen beiden Bücher auch als Mängelexemplare habe, dachte ich mir, reicht es völlig aus, mal bei medimops und Co. zu suchen. Ich wurde fündig und bezahlte sehr viel weniger, als es im neuen Zustand der Fall gewesen wäre. Auch hier muss ich gucken, wann ich dazu komme, die Bücher zu lesen. Teil eins war jedenfalls sehr vielversprechend :) Ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist "Emba. Bittersuüße Lügen". Das Buch erscheint morgen und dann werdet ihr hier auch die Rezension dazu finden. Durch andere Blogs machte ich im letzten Monat nämlich die Entdeckung von netgalley.de. Wahrscheinlich lacht ihr mich jetzt aus, weil ich die Plattform noch nicht kannte, aber besser spät als nie. Ich fragte zwei Bücher an und "Emba" war eines davon. Ich kann schon verraten, dass es super war - mehr dazu morgen.


Durch zwei der drei Bücher auf dem nächsten Bild, habe ich ein Projekt abgeschlossen. Nun habe ich alle Bücher der Autorin Sabine Schulter gelesen, mit der ich inzwischen regelmäßig zusammenarbeite. Hier kommt ihr übriges zu einem Interview mit ihr, das ich im Juli geführt habe. "Die Hüterin der Welten" ist ihr neusten Buch und ein reines Fantasy-Abenteuer. Es ist ihr bisher einziger Einzelband und war eine schöne Geschichte! Ebenfalls aus ihrer Feder stammt "Der Kampf der Wächter" aus der Sin und Miriam-Reihe, der zu meinen Favoriten von ihr zählt. Ebenfalls eingeschlichen hat sich (, nicht zuletzte wegen der Farben) "Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen". Ich habe schon reingelesen, musste aber doch etwas anderes vorziehen. Dennoch freue ich mich sehr, wenn ich es wieder in die Hand nehmen kann, denn Rick Riordan kann mich mit seinem Held wirklich überzeugen!



Und dann landete ja noch die Lovelybox bei mir, die ebenfalls drei Bücher zu meinen Neuzugängen beisteuerte. Ich habe mich so gefreut, dass ich mal Glück diesbezüglich hatte. Warum dieses Foto auf dem Kopf steht, kann ich euch leider auch nicht sagen. Manchmal gibt es ja leider ein paar Formatierungsfehler. Einfach ignorieren ;)  "Justus Heimkehr", "Anklage" und "Night Falls" heißen die drei Titel aus der Box und alle können mit Spannung aufwarten. Wenn ihr mehr zu den Titeln wissen wollt, dann kommt ihr hier zu meinem separaten Lovelybox-Post.



Kommen wir zum letzten Bild, auf dem sich wahre Highlights befinden. Zwei der vier Bücher habe ich schon gelesen und das dritte wird aktuell gelesen. Auf "Requiem" warte ich tatsächlich seit einem Jahr. Damals las ich den zweiten Teil der Amor-Trilogie. Da ich aber die ersten beiden Teile in Taschenbuchformat habe, musste ich warten, bis auch Teil drei so zu haben war. Noch habe ich es nicht gelesen, doch ich habe es mir für den August fest vorgenommen. Gekauft habe ich es mir vom Gutschein, wie auch die anderen beiden Hardcover. "Zorn und Morgenröte" und "Jane & Miss Tennyson" gehörten zu meinen absoluten Wunschbüchern, weshalb ich sie auch kurz nach Bekommen lesen musste. Beide haben mich begeistert und sind zu Jahreshighlights aufgestiegen. Ich kann nicht viel zu ihnen sagen, aber wenn es euch interessiert, könnt ihr ja bei den Rezensionen vorbei schauen. "Alles, was ich sehe" ist das zweite Buch, das ich bei netgalley.de angefragt habe. Ich war wirklich überrascht, dass ich es bekommen habe und umso größer war die Freude! Im Moment habe ich ein Viertel gelesen und die Geschichte berührt mich jetzt schon!


So...ein unglaublich langer Neuzugänge-Post für meine Verhältnisse. Aber was kann ich dafür. All diese Bücher haben es doch verdient, dass man sie zeigt :)


Was sagt ihr zu ihnen? Was ist im letzten Monat bei euch so eingezogen? Habt ihr schon ein Buch von der Liste gelesen, was haltet ihr davon?



Liebst,
Eure Julia