17. Februar 2018

Rezension: "Verliere mich. Nicht" von Laura Kneidl


Titel: Verliere mich. Nicht. 
Autor: Laura Kneidl 
Verlag: LYX 
Preis: 12,90€ 
Seiten: 480

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Nachdem ich „Berühre mich. Nicht“ vor kurzem beendet hatte, musste schnell Band zwei her. Eigentlich habe ich kein Problem mit dem Warten auf einen nächsten Teil. Aber bei Sage und Luca wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und so griff ich zum Finale der Dilogie mit dem schönen und passenden Titel „Verliere mich. Nicht“. Der Nachfolger ist ebenso berührend und liebevoll, hat aber nicht mehr die starke Sogbewegung, wie Band eins. Ein tolles Buch, welches vor allem am Ende sehr spannend ist, das ein schöner – aber hinter Band eins zurückbleibender – Abschluss ist.

Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage' dunkle Vergangenheit sie eingeholt - und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

„Berühre mich. Nicht“ endet mit einem fiesen Cliffhanger. Einer, der in Hinblick auf die Liebesgeschichte gemein ist, der aber was das emotionale Thema anbelangt, noch viel schlimmer ist. Sage ist am Boden. Sie hat Luca von sich gestoßen und wurde von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt – ein Rückfall. Genauso düster wie es klingt, beginnt auch „Verlier mich. Nicht“. Sage ist wieder auf sich allein gestellt und verbringt die Feiertage einsam in einem schäbigen Motel. Der Leser muss sich erst einmal den Gefühlen von Sage, aber auch seinen eigenen stellen. Ich empfand vor allem Mitleid für die junge Frau, die sich über Monate hinweg so viel aufgebaut hat.
Das Buch beginnt recht träge und langsam. Erst, als April wieder vor Sages Tür steht, nimmt die Sache Fahrt auf. Man kennt es aus Teil eins, dass Laura Kneidl vor allem mit einer gewissen Ruhe in der Handlung spielt. Diese Ruhe gefiel mir sehr gut und auch in Band zwei kann man sie spüren. Das gewisse Etwas hat mir zu Beginn aber gefehlt. Es dauert eine Weile, bis Luca das erste Mal auf der Bildfläche auftaucht, was für jede weibliche Leserin schade ist. Denn sind wir ehrlich: Luca trägt einen ganz großen Teil der Handlung. Er ist ein so lieber Charakter, dass man sein gebrochenes Herz richtig nachfühlen kann. Doch er kann auch ein Arschloch sein und damit muss Sage vor allem am Anfang kämpfen. Ich finde, die Figuren haben sich authentisch verhalten und ihrem Charakter entsprechend gehandelt. Es ist kein großes Geheimnis, wenn ich sage, dass Luca und Sage sich im Laufe des Buches wieder näher kommen. Luca steht irgendwann vor Sages Moteltür und sie zieht wieder in die Geschwister-WG. Insgesamt wird die Handlung nun ein wenig in die Länge gezogen. Sage ist zum Teil sehr naiv und handelt aus den falschen Gründen. Ihrem Wesen bleibt sie allerdings treu und insgesamt hat sie in den beiden Büchern eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Mir fehlte zwischendurch ein wenig die Spannung im Buch. Das letzte Drittel wiederum ist wahnsinnig gut und ähnelt einem Showdown. Der Teil dazwischen lebt lediglich von kleinen Flirts, tieferen Annäherungen und erneuten Rückstößen. Doch zum Glück gibt es das letzte Drittel: Große Gefühle, viel Ehrlichkeit und lang ersehnte Erlösung warten auf den Leser – in jeglicher Hinsicht. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Autorin am Ende wieder ihren Fokus findet und auch die Geschichte mit Allan absolut auf den Punkt gebracht wird. Das Finale hat mir dementsprechend sehr gut gefallen! Insgesamt war meiner Meinung nach manchmal zu wenig Fahrt in der Geschichte, was den Mittelteil betrifft. Das Ende ist aber ein würdiger Abschluss.
Die Figuren von „Verliere mich. Nicht“ sind genauso toll, wie noch in Band eins. Ich sprach bereits von Sages toller Entwicklung. Diese kann überhaupt nur stattfinden, dank der anderen tollen Figuren. Natürlich ist hier zuerst Luca zu nennen. Er ist der Auslöser für ihre Veränderung und er ist ihr Fels in der Brandung. Ich mochte seinen Charakter immer sehr und ich finde er handelt nachvollziehbar. Die Szenen zwischen Sage und ihm haben immer eine gewisse Spannung und genau das richtige Prickeln. Die kleinen Erotikstellen, die es im Buch übrigens auch gibt, haben mir sehr gut gefallen. Deutliche besser noch, als in Band eins. Mein Lieblingscharakter ist übrigens April. Sie ist erfrischend und so ehrlich. Sie ist genau die richtige Freundin für Sage. Und ich glaube übrigens auch, dass ihre Geschichte noch nicht ganz erzählt ist. Zumindest fehlte mir die Auflösung, was sie und Gavin betrifft. Dieser spielt in Band zwei übrigens nur eine untergeordnete Rolle, was ich schade fand. Dafür kommt Cameron mehr zum Tragen, was mir auch gefiel! Insgesamt deutet Laura Kneidl viel an, was die Beziehungen ihrer Nebenfiguren betrifft, das wenigste wird aber aufgeklärt. Hier hätte ich mir im Epilog noch den ein oder anderen Satz gewünscht, aber gut – das Leben ist kein Wunschkonzert. Und das weiß auch Sage.
Das ernste Thema des Missbrauchs wird meines Erachtens gut aufgelöst und es wird weiterhin sensibel damit gearbeitet. Die Auflösung dieses Szenarios empfand ich als sehr erlösend. Hier liegt eine absolut runde Sache vor. Eine runde Sache ist auch der Stil der Autorin. Romantisch, unschuldig, frech und zurückhaltend zugleich. Laura Kneidl hat genau das richtige Gespür für ihre Geschichte und wie sie diese erzählen muss. Man liest das Buch sehr schnell und flüssig und an ihrem Stil ist absolut nichts zu meckern.



„Verliere mich. Nicht“ ist wieder ein schönes Buch, das eine tolle Reihe mit ernstem Kern abschließt. Es hat wahnsinnig tolle Stellen, doch vor allem der Mittelteil ist sehr langatmig. Das letzte Drittel wiederum besticht mit Gefühl und Spannung und lässt den Leser daher begeistert zurück. Sage und Luca sind tolle Protagonisten, zwischen denen die Chemie einfach stimmt. Insgesamt hat mit aber etwas an diesem Finale gefehlt und am Ende hätte ich mir ein wenig mehr Auflösung gewünscht. Nichtsdestotrotz lege ich euch diese Reihe ans Herz und vergebe für „Verliere mich. Nicht“ vier Spitzenschuhe – ich hoffe, sie gehen nicht verloren.



16. Februar 2018

Rezension: "Der Klang der ungespielten Töne" von Konstantin Wecker


Titel: Der Klang der ungespielten Töne
Autor: Konstantin Wecker
Verlag: Güstersloher Verlagshaus
Preis: 16,99€
Seiten: 160


Wenn ich einen musischen Bereich nennen müsste, den ich wirklich beherrsche, dann ist es das Tanzen. Wenn ich einen musischen Bereich nennen müsste, den ich wirklich gern könnte und vergöttere, dann ist es das Klavierspielen. Das eine kann ich, das andere könnte ich gern – und beides liebe ich. Und weil ich das zweite nur durch Hören von Musik ausleben kann, freue ich mich immer, wenn ich Bücher mit dem Thema des Pianos entdecke. Deswegen wollte ich auch direkt die Neuauflage des Buches „Der Klang der ungespielten Töne“ von Konstantin Wecker lesen. Das Cover nahm mich sofort gefangen, aber vielmehr gefiel mir der Titel. Poetisch und charmant – das sind Attribute, die zu diesem Buch gehören! Allerdings sind Handlungsteile auch ungewöhnlich, verwirrend oder fremd. Aber authentisch – und nichts anderes habe ich erwartet.

Auf seiner Suche nach der Wahrheit der Musik droht der junge talentierte Musiker Anselm Cavaradossi sich selbst zu verlieren. Weder Blues noch Rock 'n' Roll noch die Begegnung mit dem geheimnisvollen Lehrer Karpoff vermögen seine Sehnsucht zu stillen. Enttäuscht gerät er in die Fänge des Musikbusiness: Partys, falsche Freunde und die Ehe mit einer Frau, die er nicht liebt. Erst die Cellistin Beatrice öffnet ihm die Augen …

„Der Klang der ungespielten Töne“ ist kein gewöhnliches Buch. Konstantin Wecker ist ein Künstler und das mit jeder Faser seines Körpers. Das lässt sich in seiner Handlung, seinem Stil, aber auch in der Wahl seines Protagonisten erkennen. Anselm ist ein komischer Kauz. Er ist eigensinnig, aber auch frisch. Er hat eine vollkommen andere Lebenseinstellung, als Gleichaltrige und das liegt auch an seiner Liebe zur Musik. Anselms Einstellung ist bemerkenswert, sie macht ihn aber auch einsam. In einer Textstelle wird sehr deutlich, wie wichtig ihm die Musik ist:
„Ich wollte für die Kunst leben, wenn’s sein musste auch sterben, mich von ihr berauschen lassen, in ihr blühen und verglühen – die Musik als philosophisches Konzept zur Gestaltung der Seele, das war mir nicht geheuer.“ (S. 44)
Oft geht es um Buch um die Frage des Seins, um Grundfragen des Lebens. Für Anselm ist das Leben kein leichtes. Er weiß, dass er es nur mit der Musik verbringen will, macht sich auch schnell einen Namen, hat aber nicht die Geduld, um zu reifen. Deswegen wird er schnell kommerziell und will nur möglichst schnell viel Geld machen. Der Plan geht auf. Doch dabei verliert er sich selbst. Und um diesen Prozess geht es die meiste Zeit des Buches. Das Verlieren und das Wiederentdecken. Dieser Prozess ist kein leichter und man kann dieses Buch auch nicht als Unterhaltungsroman bezeichnen, aber man hat dennoch Spaß mit Weckers Poetik. Ich habe mir viele Stellen im Buch markiert, denn immer wieder konnte den Autor mich mit seinen tiefgründigen Worten überzeugen:
„Die Wahrheit der Klänge öffnet sich nur dem, der seinem Selbst in der Stille begegnet ist. Am leichtesten zu verstehen ist das durch einen Vergleich mit der Sprache: Ebenso wie ein Wort im Laufe eines bewussten Lebens an Bedeutung gewinnt, erschließt sich der entwickelten Seele ein und derselbe Ton in einem reicheren Klang, mit der ganzen Fülle seiner und des Hörers Geschichte.“ (S. 47)
Weckers Stil ist nicht einfach, aber schön. Und vor allem ist intelligent und tiefsinnig. Wecker scheint über jeden Satz genau nachgedacht zu haben und die Worte abgewogen zu haben. Das war sehr schön zu beobachten. Ich muss aber auch sagen, dass man das Buch in ruhigen Momenten lesen sollte, denn ansonsten hat man zu wenig Konzentration. Um „Der Klang der ungespielten Töne“ richtig genießen zu können“ braucht es Ruhe.
Und Ruhe ist ein gutes Stichwort. Für Anselm geht es viel um Stille. Am Ende wird er beinahe wahnsinnig, indem er die Stille lebt. Das ist befremdlich, aber auch lesenswert. Auch hier ein kluges Zitat zur Stille und zum Schweigen:
„Es geht nicht ums Schweigen, lieber Freund, es geht um Stille. Das Schweigen hat nur insofern etwas mit der Stille zu tun, als man zuerst einmal zu schweigen hat, um in die Stille zu gelangen.“ (S. 74)
Es ist nicht einfach zu begreifen, was der Autor mit dem Buch sagen möchte, denn es steckt viel Geschichte darin. Aber ich glaube, dass jeder etwas aus dem Büchlein mitnehmen kann. Die Handlung ist nicht die spannendste, aber sie ist interessant. Es gibt Teile, die biografisch inspiriert sind und das merkt man auch. Insgesamt ist Anselm eine kuriose Persönlichkeit. Nebenfiguren gibt es wenige. Da wären lediglich Anselms Eltern, seine egozentrische Frau und sein Lehrer Karpoff. Letzterer war für mich der interessanteste. Man muss aber sagen, dass das Buch nicht von seiner Figurenkonstellation lebt, sondern vielmehr von seinem eigenen Klang, seinem Thema, seiner Liebe zur Sache selbst - zur Musik.
Außerdem gibt es für jeden kleine Wahrheiten in diesem Buch. Mein Lieblingszitat war auf jeden Fall das folgende:
„Dem geschulten Ohr fällt auf, wenn Menschen lügen. Wer lügt, verspannt sich, und seine Stimme gleicht dem Ansatz einer Melodie, die noch auf der Suche nach ihrer tonalen Zugehörigkeit ist. Ehrliche Melodien dagegen sind sich selbst genug. Welch ein grässliches Konzert menschlicher Unaufrichtigkeit bietet sich doch dem Horchsamen.“ (S. 20)

„Der Klang der ungespielten Töne“ ist ein interessantes, aber spezielles Buch. Es ist sehr poetisch und tiefsinnig und macht deswegen auf jeden Fall Freude zu lesen. Manchmal ist es aber auch merkwürdig und man muss sich an die Handlung gewöhnen, die für den ein oder anderen monoton daher kommt. Mich konnte das Buch, auch durch seinen tollen Stil und das interessante Thema, sehr beeindrucken. Ich habe noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf Musik bekommen und ziehe meinen Hut. Vier von fünf Spitzenschuhen.



8. Februar 2018

Mein Monatsrückblick: Januar

Hallo ihr Lieben!


Die zweite Februarwoche nähert sich schon dem Ende, also höchste Zeit, den Januarrückblick zu schreiben! Und genau das mache ich doch jetzt mal :)

Der Januar war ein guter Monat. Eigentlich bin ich ein Mensch, der nie etwas als "gut" bezeichnet. Wenn man nach meinem Tag fragt, oder wie es mir geht, druckse ich oft herum und antworte dann Dinge wie "Ach ja, ganz okay", "Ach, muss ja", "Joah, eigentlich ganz gut"...usw...Kennt ihr das?! Aber jetzt grade musste ich wirklich überlegen: Ja, wieso sollte der Januar denn nicht gut gewesen sein? Also bin ich jetzt mal mutig und sage: DER JANUAR WAR EIN GUTER MONAT. Punkt.

Jedenfalls in Bezug auf das Meiste :D (Haha, schon kommen die Abstriche). Das einzig wirklich Negative war, dass mein Freund drei Mal geschäftlich verreisen musste und ich deswegen mehrere Tage allein in der Wohnung war. Ich hasse Alleinsein. Jedenfalls abends. Tagsüber ist das kein Problem, aber wenn man dann ins Bett geht...
Abgesehen davon konnte ich im Januar aber viel genießen. Besagter Freund hatte Geburtstag und wir feierten mit den Familien, aßen ganz viel und an seinem Geburtstag selbst nahmen wir uns frei und genossen einen Tag im Wellnesscenter. Das war ziemlich toll *.*
Außerdem habe ich im Januar zum ersten Mal 12 Stunden pro Woche an einer Schule unterrichtet, meinen ersten Test schreiben lassen und meine ersten Noten eingetragen. Schade, dass die meisten Noten doch eher in den Bereich der 4 gingen, aber was will man machen...8. Klasse Wahlpflicht eben... Das Unterrichten hat Spaß gemacht und ich lerne bereits dazu. Gleichzeitig musste ich im Januar aber auch Schulabschiede hinnehmen. An der Schule, an der ich die 12 Stunden unterrichtet habe, habe ich bereits nach dem Januar aufgehört. Denn nun zum Februar habe ich eine neue Schule, an der ich sogar 20 Stunden unterrichte und die viel näher ist, als meine alte. Ich musste mich aber auch von einem Gymnasium trennen, an dem ich seit drei Jahren Förderkurse in Rechtschreibung gegeben habe. Das war wirklich schade, denn ich habe die Schule geliebt. Aber hey, "alles Neue bringt der Februar" - oder so ähnlich :D
Aus Kultursicht habe ich im Januar auch tolle Highlights gehabt. Ich habe mit meiner Oma zusammen ein Philharmonie-Abo abgeschlossen und besuche nun jeden Monat gemeinsam mit ihr ein Konzert. Das erste war ziemlich toll. Gestern Abend war übrigens das zweite. Aber das zählt ja schon zum kulturellen Erlebnis des Februars ;) Außerdem war ich mit meinem Freund bei "Jogis Eleven", was absolut lustig war! Ich kann es nur empfehlen, wenn ihr die Radioeinspielungen mögt :)
Und mein absolutes Highlight war der Besuch mit allen Frauen der Familie im Kino. Wir waren aber nicht im Kino, um uns einen Film anzusehen, sondern eine Live-Ballett-Übertragung aus Moskau. Das Bolschoi tanzte "Romeo und Julia" und das Stück nahm mich so mit! Ich habe es geliebt und musste direkt das Bühnenstück von Shakespeare noch einmal lesen. Wahnsinn!
Im Januar habe ich mich auch sehr über die Australien-Open gefreut :) Viele von euch wissen ja inzwischen, dass ich ein großer Tennis-Fan bin. Und deswegen bin ich umso glücklicher, dass mein Lieblingsspieler Roger Federer den 20. Grand Slam gewinnen konnte. Und noch toller ist, dass meine Lieblingsspielerin Angelique Kerber endlich wieder in Form ist! Ich freue mich auf die Tennissaison :)

Ach ja..und dann waren da ja auch noch ein paar Bücher im Januar ;) Kommen wir also zum buchigen Teil.

Insgesamt habe ich 9 Bücher gelesen





Darker - E. L. James [Rezension] (640 Seiten) 4/5

Monstermagie - Lisa Rosenbecker [Rezension] (362 Seiten) 4,5/5

James Bond 007: Feuerball - Ian Fleming [Rezension] (360 Seiten) 5/5

Verliebt bis über alle Sterne - Susan Elisabeth Philips [Hörbuch] [Rezension] (476 Seiten) (10h 7m) 5/5

Infernale: Rhapsodie in schwarz - Sophie Jordan [Rezension]  (384 Seiten) 4/4

Romeo und Julia - William Shakespeare [Rezension] (151 Seiten) 5/5

Chaosherz - Teresa Sporrer [Rezension] (325 Seiten) 4,5/5

Bad Boys and litte Bitches - Andreas Götz [Rezension] (272 Seiten) 3/5

Die Grimm Chroniken: Die Apfelprinzessin - Maya Shepherd [Rezension] (146 Seiten) 5/5


Hardcover: 2, Taschenbücher: 4, Ebooks: 2, Hörbücher: 1



Buchtechnisch war der Januar ebenfalls gut. Ich habe keinen richtigen Flop, von dem ich euch berichten kann. Allerdings viele Highlights.
Beginnen wir aber mal beim schwächsten Buch. Das war leider "Bad Boys ans little Bitches" von Andreas Götz. Ich mag den Autor wirklich sehr und habe das Buch bei einer Lesung gekauft. So komplett überzeugen konnte es mich aber nicht. Es hat mich gut unterhalten,  ein paar Dinge haben mich aber gestört.
Gut gefallen hat mir mein erstes Buch in diesem Jahr, nämlich "Darker" von E. L. James. Zwischenzeitlich war der zweite Teil aus Christians Sicht zwar etwas zäh, im Großen und Ganzen aber gelungen.
Gut unterhalten wurde ich auch vom Dillgieabschluss "Infernale- Rhapsodie in schwarz". Leider war es schon in Weilchen her, dass ich den ersten Teil las.  Das wird mir immer häufiger in Reihen zum Vehängnis. Trotzdem lonnte ich mit Davy mitfiebern, auch wenn ich das Gefühl habe, dass der zweite Teil von "Infernale auch als eigenständig betrachtet werden kann.
Im Januar habe ich gleich zwei Bücher von Impress gelesen und beide haben toll abgeschnitten. "Monstermagie" ist ein zuckersüßes, aber auch trauriges Buch. Die kleinen Monster von Lisa Rosenbecker haben sich unglaublich schnell in mein Herz geschlichen und allein wegen diesen Fünfen kann ich euch das Buch ans Herz legen. Sogar noch einen Ticken besser hat mit der zweite Teil der Chaosreihe von Teresa Sporrer gefallen. "Chaosherz" war auch wirklich etwas fürs Herz. Die Autorin konnte mich wieder überzeugen und ich freue mich schon sehr auf das Finale rund um die ägyptischen Götter, das noch auf meinem Reader wartet.
Und nun bin ich schon bei den Highlights angekommen. Vier meiner neun Bücher habe ich tatsächlich mit 5 Sternen bewertet...Also wirklich ein guter Monat  ;)
Eine Art Spontankauf war "Die Grimm Chroniken: Die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd. Das Buch hat mich überrascht und sehr erfreut. Ich finde die Idee der Autorin mit den verschiedenen Folgen, die jeden Monat erscheinen sollen, einfach richtig super! Und ich werde der märchenhaften Serie auf jeden Fall erhalten bleiben!
Endlich wieder griff ich auch zu einem James Bond Roman aus der Feder des großen Ian Fleming. "Feuerball" war mein aktuelles Abenteuer und es hat mich umgehauen! Das Buch ist spannend, actionreich, humorvoll und wahnsinnig unterhaltsam. Es gibt viel zu wenige, die den literarischen Abenteuern des Agenten folgen. Gebt James eine Chance! :)
Ein Highlight war auch das Hörbuch "Verliebt bis über alle Sterne". Es hat mich überrascht und so herzlich in seine Welt entführt, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, zu hören. Die Geschichte rund um Piper ist lustig und süß, ein bisschen prickelnd und vor allem liebevoll.
Kommen wir nun aber zum absoluten Highlight des Monats. Am allerbesten hat mir nämlich mein Re-Read gefallen, das auch noch in die Rubrik Klassiker fällt. Ich habe, wie oben erwähnt, noch einmal "Romeo und Julia" gelesen und ich glaube wirklich, dass ich es beim ersten Lesen damals kaum verstanden habe. Vielleicht bin ich reifer geworden, wer weiß. Aber ich hatte so viel Spaß mit dieser Tragödie, ich habe gelitten und ich habe viele neue Seiten daran entdeckt. Nun weiß ich, was die Welt an diesem Stück findet und ich bin wirklich froh, es noch einmal gelesen zu haben. Kennt ihr es? Wenn nicht, schaut euch diese paar Seiten doch einmal genauer an :)


Das war es aus meinem Januar, der ja nun auch schon wieder eine Weile zurück liegt. Aber was soll's. Ich habe festgestellt, wenn man nicht mehr studiert und nur noch abends für den Blog Zeit hat, man weniger schreibt. Zumindest bei mir ist das so. Das tut mir leid, aber im Februar komme ich ja vielleicht wieder in einen Rhythmus. Der Februar an sich wird sicher gut werden. Ich habe nicht viel Spannendes vor. Ich unterrichte brav und bereite Unterricht vor. Außerdem werde ich mit einer Freundin "Shades of Grey 3" im Kino schauen...man darf gespannt sein. Und Ende Februar steht die erste Meisterschaft meiner Formation an. Drückt uns die Daumen!

Wie sieht es bei euch aus? Erinnert ihr euch überhaupt noch an die Bücher aus eurem Januar? :D Was habt ihr so gelesen, was könnt ihr empfehlen? :)


Liebst,
eure Julia

5. Februar 2018

Rezension: "Berühre mich. Nicht" von Laura Kneidl


Titel: Berühre mich. Nicht
Autor: Laura Kneidl
Verlag: LYX
Preis: 12,90€
Seiten: 464


Manchmal kann man sich in der Buchwelt bestimmten Büchern nicht entziehen. Auf jeder Plattform springt einem das bestimmte Buch entgegen, man wird neugierig und ehe man sich versieht, haben die durchweg positiven Stimmen dich zum Kauf bewogen. Dieses Phänomen gibt es immer wieder. Aber das Tolle an diesem Prozess ist, dass oft der Fall eintritt, dass man das Buch tatsächlich liebt. Dann kann man all die schwärmenden Stimmen ruhigen Gewissens unterstützen und sich daran erfreuen!
So erging es mir bei „Berühre mich. Nicht“ von Laura Kneidl. Ich hatte zuvor bereits etwas von der Autorin gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. „Berühre mich. Nicht“ bekam nun schnell eine Menge Aufmerksamkeit. Der Titel ist ungewöhnlich und das Cover auf eine merkwürdige Weise sehr schön. Ich hörte nur Herausragendes über das Buch. Und deswegen brauchte ich es. Eine Weile ließ ich es in meinem Regal stehen, doch die vielen guten Rückmeldungen nahmen nicht ab und deswegen griff ich zur Geschichte von Sage und Luca. Sie hat mich beeindruckt. Sie hat mich berührt! Und obwohl sie so ruhig und in gewisser Weise unspektakulär ist, ist sie einfach der Wahnsinn!


Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts - kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Ich hatte oft gelesen, dass das Buch den Leser von der ersten Seite an packt. Das konnte ich mir kaum vorstellen. Aber auch ich wurde sofort in den Sog von „Berühre mich. Nicht“ gezogen. Die Geschichte hat so etwas herrlich Ruhiges und ist dennoch spannend und packend. Der Leser lernt Sage als jemanden kennen, der einen Neubeginn startet. Sie schläft in ihrem Transporter, braucht dringend Geld und ist nur nach Nevada gekommen, um möglichst weit weg von ihrer Familie zu sein. Denn in ihrer Vergangenheit ist etwas vorgefallen. Es wird schnell klar, worum es sich handelt und es ist erschreckend. Laura Kneidl hat viel Mut bewiesen, indem sie sich diesem Thema gewidmet hat. Es ist schwer, über so etwas Sensibles zu schreiben, denn für jemanden wie mich ist das ganze Szenario vollkommen unvorstellbar und einfach nur furchtbar. Aber die Autorin macht es großartig.
Sages gesamte Entwicklung ist sehr langsam und so tauchen auch nur langsam Stücke aus ihrer Vergangenheit auf, die den Leser verstehen lassen. Es ist ein vorsichtiges Antasten und Entwickeln und diese Art und Weise gefiel mir sehr gut! Ich weiß nicht, ob Opfer solcher Taten sich so fühlen, oder ob die Beschreibungen authentisch sind, aber für mich waren sie das. Die Autorin ließ mich mitfühlen und das auf jede erdenkliche Weise. Sage ist ein Wahnsinnscharakter. Sie hat Angst, aber auch Hoffnung. Und ich bewundere sie zutiefst. Nur mit ihr könnte das Buch aber nicht funktionieren. Und auch wenn „Berühre mich. Nicht“ immer als Geschichte von Sage und Luca angepriesen wird, so empfand ich das erst im zweiten Teil des Buches so. Denn Sages Entwicklung hatte für mich deutlich Priorität. Sicher, Luca ist unglaublich wichtig und auch der Stein, der vieles ins Rollen gebracht hat. Doch da wäre auch April, Lucas Schwester und Sages erste und einzige Freundin in Neveada. Ich habe April geliebt, genauso wie Sage und Luca auch. Sie ist quirlig und genau die Freundin, die Sage braucht. Auch ihre Kindheitsfreundin Meghan ist der Wahnsinn, so pur, so real! Und dann eben noch Luca. Anfangs macht es den Anschein, er wäre ein Bad Boy, aber sein Charakter ist so viel mehr. Ich finde, ihn und Sage hat Laura Kneidl ganz einfach unglaublich gut getroffen. Diese beiden Charaktere beweisen wahre Tiefe. Man kann sie verstehen und ihr Innenleben nachfühlen. Und auch jegliche Nebenfiguren sind sehr gut gezeichnet!
Es ist wirklich unglaublich, was dieses Buch mit dem Leser machen kann. Ehe man sich versieht, ist man bereits auf der Hälfte, ohne dass besonders viel passiert ist. Denn das Buch hat sein eigenes, langsames Tempo. Es gibt keine großen Handlungsausbrüche und dennoch ist es spannend! Es geht um Sage und wie sie das Leben zu meistern versucht. Wie sie mit ihrer Vergangenheit umgeht und diese zu bewältigen versucht. Und es geht um einen Jungen, der so viel Herz besitzt, das genau dieses Herz Sage helfen kann, um ihr eigenes zu heilen. Die Chemie zwischen Luca und Sage ist von Anfang an da und sie sind ein tolles Paar. Die Vorsicht und Rücksicht zwischen beiden ist erstaunlich und sehr, sehr schön. Erst spät finden die beiden wirklich zueinander und großes Vertrauen wird entwickelt. Dabei tauchen die für das Genre so typischen erotische Szenen auf, die mir hier aber sehr passend erschienen und nur kurzen Umfang haben. Sie zeigen noch einmal eine andere, aber sehr authentische Seite. 
Die Spannung der Geschichte ist schwer zu beschreiben. Glaubt mir einfach, dass man immer weiter lesen will und das, obwohl man eben nicht genau weiß, worauf es hinauslaufen wird. Laura Kneidl hat einen phänomenalen Job gemacht. Ihr Stil ist wunderschön, verletzlich und träumerisch zugleich. Er ist realistisch und einfühlsam. Man verliert sich in dem Buch und seinem Stil.



„Berühre mich. Nicht“ ist ein wunderschönes Buch, das neben einer tollen, langsamen und authentischen Liebesgeschichte auch ein sehr ernstes Thema beinhaltet. Ich fand dieses Thema unglaublich interessant und die Autorin geht sehr behutsam und sensibel vor. Mich hat das Buch einfach in seinen Bann gezogen. Gründe dafür sind der tolle Stil, die wunderschöne Geschichte und die ausgezeichnet getroffenen Charaktere. Aber auch die Botschaft, die das Buch vermittelt. Direkt nach dem Auslesen gestern besorgte ich mir Band zwei. Ich bin sehr gespannt, wie es in „Verliere mich. Nicht“ weitergehen wird. Denn der Cliffhanger ist überaus gemein. Natürlich vergebe ich für dieses besondere Buch volle fünf Spitzenschuhe.



3. Februar 2018

Meine Neuzugänge: Januar

Hallo ihr Lieben!


Nun durften wir schon den Februar begrüßen. 2018 hat aber auch ein Tempo drauf...Zeit also wieder auf den ersten Monat des Jahres zurückzublicken. Heute erst einmal mit meinen Neuzugängen, die sich im Januar so angesammelt haben. Eigentlich wollte ich mir (mal wieder) keine neuen Bücher anschaffen. Aber "keine" sieht wahrlich anders aus, als das angefügte Bild :D




Im Januar hat mich meine Freundin Elif wieder einmal besucht. Und Karli weiß schon, dass Elif selten ohne neue Bücher für Julia auftaucht :D Und auch dieses Mal nicht. Elif beherrscht das Aussortieren meisterhaft - ganz anders also als ich. Und bevor sie viele weggibt, fragt sie oft mich, ob was dabei ist, das ich brauche. Und ja. Ich brauche ja so viel :D
So sind fünf neue Bücher bei mir gelandet. Das sind zum einen "Verliebt in Holly Hill" und "Zurück nach Holly Hill", also zwei Teile einer Reihe, die mir sicher gefallen wird. Außerdem "Diviners - Aller Anfang ist böse", welches mit seinem Seitenumfang wahrlich beeindurcken kann. Aber das Cover mit der 50er Jahre Atmosphäre hat schon was. Dann noch "Kuss der Kjell" von dem ich schon viel Gutes gehört habe und letztlich "Wen der Rabe ruft". Elif mochte das Buch sehr und Meggie Stiefvater ist einfach eine tolle Autorin. Also wage ich mich doch mal ran ;)

Rechts sehr ihr noch drei neue Hörbücher, zwei davon sogar noch eingeschweißt. Es handelt sich um Gewinne von der lieben Isbel, über die ich mich sehr gefreut habe! "Wie Monde so silbern" höre ich aktuell und es gefällt mir ganz gut. Ich habe die gesamten Luna-Chroniken bereits gelesen, aber Hörbücher können nie schaden ;) Und diese Reihe steigert sich von Buch zu Buch. Daher sind die Hörbücher eine gute Investition!
Und der letzte Neuzugang ist meine einzige Sünde, denn es ist das einzige selbst gekaufte Buch. Maya Shepherd hat so viel Werbung für ihr neues Projekt "Die Grimm Chroniken" gemacht, dass ich die erste Folge "Die Apfelprinzessin" einfach vorbestellen musste. Das Buch ist auch ganz dünn und ich habe die 146 Seiten auch bereits gelesen. Also, alles gut ;)
Das waren die neuen Bücher aus dem Januar. Insgesamt sind also wieder 9 Bücher bei mir eingezogen. Aber ich habe wirklich den Vorsatz, mich zu beherrschen. Zumindest so ein bisschen ;)

Was gab es bei euch so Neues? Kennt ihr eines der Bücher? Sollte ich eines davon ganz bald lesen/hören?


Eure Julia

2. Februar 2018

[TAG]: Monopoly Book Tag

Hallo ihr Lieben!



Zum ersten Mal seit (nicht nur gefühlten) Jahren, wurde mir wieder die Ehre zuteil, getaggt zu werden. Die liebe Emma von Ge(h)Schichten hat bei einem sehr schweren Tag an mich gedacht. Vielen Dank dafür! :) Sie selbst hatte schon große Probleme beim Beantworten der Fragen, wie soll es mir dann also gehen?! Aber ich liebe Herausforderungen, daher stelle ich mich natürlich dem "Monopoly Book Tag"! 



Es funktioniert ganz einfach. Das bekannte Spiel "Monopoly" gilt als Vorlage und nach diesem Vorbild sind zwölf Fragen gestaltet worden. So bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf seine Bücher. Der Tag wurde übrigens aus dem Englischen für uns übersetzt und hat es wirklich in sich. Also, LOS geht's ;)




1. LOS: Ein Buch mit "Los", "Go" oder "Start" im Titel(Wenn ihr kein entsprechendes Buch finden könnt, zählt auch "Anfang/anfangen", "Beginn/beginnen" oder Ähnliches.)  




Oh mann...es war klar, dass ich bei vielen Fragen Probleme haben würde, aber dass ich gleich bei der ersten Frage schummeln muss, ist schon doof :D Nach Durchsuchen meiner Regale habe ich immerhin zwei Titel gefunden, die ich zählen lassen kann. Es gab auch drei Bücher, in denen das Wort "Erste" vorkommt, aber das zählt ja leider nicht. Wieso muss ich also schummeln: Weil das passende Buch noch ungelesen in meinem Regal steht. Schande über mich! Aber ich habe es auch erst im Januar bekommen, habt also Nachsicht mit mir. Es handelt sich um "Diviners - Aller Anfang ist böse" von Libba Bray. Meine gute Freundin Elif hat es mir überlassen und soweit ich mich erinnere, hat es ihr ganz gut gefallen. Für die nächste Zeit steht es nicht auf meiner to-read-Liste, aber eigentlich führe ich so eine Liste auch nicht :D

Und da ich selbst sehr unzufrieden bin, weil ich das genannte Buch eben noch nicht gelesen habe, kommt noch ein zweites dazu, das aber auch nur entfernt gelten kann. "Enter the Black" heißt der Roman und "enter" ist ja wohl fast sowas wie "go", oder?! ;) Das Buch habe ich immerhin gelesen und vor allem am Ende konnte es mich überraschen :)



2. Gemeinschaftsfeld: Ein Buch, in dem ein Charakter nur mit Hilfe seiner Gemeinschaft (z.B. Dorf-/Kirch-/Schul-) in etwas erfolgreich ist.


Gefühlt fallen mir hier grade unzählige Filme ein. Aber Bücher? Puh. Klar, es gibt tausende, in denen die Protagonisten immer nur durch ihre Freunde bestehen können, aber das ist mit "Gemeinschaft" ja nicht unbedingt gemeint. Und da ich keine Antworten kopieren möchte, fällt leider auch "Harry Potter" weg :D Mist. 
Bleibt noch: "Percy Jackson". Ja, ich gebe zu, auch hier wird Percy immer von seinen Freunden unterstützt. Aber am Ende kämpft das gesamte Camp Half Blood für den Olymp, samt aller Götter. Wenn das keine "Campgemeinschaft" ist, dann weiß ich auch nicht ;)




3. Einkommenssteuer: Ein Buch, in dem ein Charakter einen Ganztagsjob mit festen Stunden hat (Also nicht sowas wie Kriminalkommissarin oder Künstler, sondern eher Sekretärin oder Verkäuferin.)




Haha, erst wenn man die Frage so liest, wird einem bewusst, wie selten das in Büchern der Fall ist :'D Entweder sind die Protagonisten noch Jugendliche oder eben Komissare, Studenten oder sonst irgendwie außergewöhnlich.

Und so langsam wird es in Bezug auf diesen Tag peinlich. Das einzige Buch, das mir auf Anhieb einfiel, war "Shades of Grey" :'D  Also, Ana arbeitet ja als Lektorin...aber gut. Zählt nicht. Und erst danach fiel mir auf, dass selbst die "normalen" Bücher immer etwas Besonderes haben: Zoo-Praktikantin, Konditorin auf einem Wettbewerb oder Floristin. Das sind ja auch alles ziemlich ungewöhnliche Berufe mit unregelmäßigen Arbeitszeiten. Aber ich habe eins gefunden! Das einzige, das ich im letzten Jahr gelesen habe, das in diese Sparte passt :D Traurig.
"Klappe, Action und Liebe" von Emma Wagner, das ich allerdings unter dem Titel "Regie führt nur die Liebe", gelesen habe. Die Protagonistin Laura ist - aufgepasst - Lehrerin. Und hat daher ja wohl einen ganz normalen Ganztagsjob. Und wehe, jemand sagt jetzt, Lehrer haben keinen Ganztagsjob. Mit demjenigen diskutiere ich das gern aus :P 



4. Bahnhof: Buch, in dem eine wichtige Szene in eine Zug spielt.



Na, endlich! Eine Frage, auf die mir sofort eine (, ja eigentlich sogar zwei) Antwort(en) einfällt! "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie ist wohl die perfekte Verkörperung der "wichtigen Szene" in einem Zug. Man hätte auch noch "Girl on the train" nennen können. Oh...ups...das wäre auch was für den Bürojob gewesen :D

"Mord im Orientexpress" ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe! Solltet ihr den Ausgang der Geschichte noch nicht kennen, empfehle ich euch zutiefst, dieses Buch zu lesen" Es lohnt sich sehr!



5. Ereignisfeld: Ein Buch, in dem ein Charakter Glück hat.


Okay, die Frage ist interpretierbar, oder?! Irgendein Charakter muss Glück haben. Und Glück ist ja wohl Ansichtssache. Also nenne ich hier jetzt mal das Buch "Kuss des Tigers". Ren, der verzauberte indische Prinz, hat Glück gehabt, indem er endlich Kelsey gefunden hat. Denn nur sie ist fähig den Fluch aufzuheben, der ihn an die Gestalt des Tigers bannt. Außerdem haben alle Charaktere im Buch zwischendurch Glück, dass sie nicht sterben während ihrer Abenteuer ;)


6. Gefängnis: Ein Buch, in dem ein Charakter ins Gefängnis muss


Ähm. So ein klassisches Gefängnis fällt mir spontan nicht ein. Obwohl ja beinahe jeder Krimi von Agatha Christie zählen müsste, wenn am Ende der Bösewicht ins Gefängnis muss, oder?! Ich interpretiere Gefängnis jetzt mal ein bisschen weiter und setzte auch Straflager darunter. Dann entscheide ich mich nämlich für "Atemschaukel" von Herta Müller. Ein sehr bewegendes und auf der Wahrheit beruhendes Buch, das zurecht mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Das Buch erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der 1945 in ein russisches Straflager gesperrt wird und von da an jeden Tag ums Überleben kämpft. 



7. Elektrizitätswerk: Ein Buch, in dem ein Charakter glaubt, er ist die große Leuchte – aber in Wirklichkeit sind seine Ideen totaler Quatsch


Wenn man gemein wäre, würde man nun "Dr. Watson" nennen, den Sherlock Holmes ja ganz gern mal enttarnt. Aber würde Sherlock nicht unser aller Ideen für Schwachsinn halten? ;) 
Mein gewähltes Buch ist auch nur mit einem Augenzwinkern festzuhalten: Der Erfinder Phileas Fogg aus "In 80 Tagen um die Welt" erfindet immer eine ganze Menge. Vieles davon kann man aber weniger gebrauchen. Die Intelligenz will ich dem Charakter aber keinesfalls absprechen.



8. Frei Parken: Ein Buch, in de ein Verkehrsunfall passiert


Boah, das sind aber auch Details, die hier abgefragt werden. Spontan fällt mir hier "Ravens Blood: Pechschwarze Schwingen" ein. Durch einen Autounfall verlor Alexa ihre Mutter, wenn ich mich recht erinnere. Und danach hat sie auch selbst noch einen Unfall. Oder? :D Oh mann...das ist aber auch alles nicht leicht. Aber ja...der Verkehrsunfall spielt hier eine große Rolle.


9. Wasserwerk: Ein Buch mit einem Charakter, der oft weint


Was ist schon oft? ;) Es gibt einige Bücher, von denen ich sagen würde, dass die Protagonistinnen des Öfteren weinen. "House of Night", "Götterfunke" oder auch "Shades of Grey" :D Aber ich entscheide mich mal für ein Buch, das ich grade erst gelesen habe und zwar "Bad Boys and little Bitches" von Andreas Götz. Die sonst lebensfrohe Lissy weint im Buch des Öfteren, was aber zumeist verständlich ist. Im Buch spielen viele Intrigen eine Rolle und das Netz spinnt sich immer enger, so dass Lissy so gut wie in der Falle sitzt. Und was hilft einem Mädchen da? Weinen. Genau. 


10. Hotel: Ein Buch, das in einem Hotel spielt


Ja, ein Buch, das ich auf Anhieb benennen kann. "Spiegel des Bösen" ist ein spannendes Jugendbuch mit Thrill-Elementen, das in einem alten Grandhotel spielt. Es ist wirklich schauderhaft und gleichzeitig sehr gut. Die Kulisse des Hotels ist hier wahnsinnig gut gewählt und sogar auf dem Buchrücken zu finden.




11. Miete: Ein Buch, in dem ein Charakter Schwierigkeiten hat, die Miete zu bezahlen


Jetzt läuft es aber bei mir. Auch hier habe ich direkt ein Buch im Kopf. Hierbei handelt es sich um das Debüt von Lauren Graham, nämlich "Lieber jetzt als irgendwann". Das Buch spielt in den 90er Jahren, zu einer Zeit, als man noch von seinem Anrufbeantworter abhängig war. Franny ist eine junge Schauspielerin, die sich so durchschlägt. Das läuft allerdings alles andere als gut und vor allem am Anfang hat sie meist Probleme, die Miete zu bezahlen. 


12. Bankrott: Ein Buch, in dem ein Charakter bankrott geht - in jeglicher Hinsicht: zum Beispiel finanziell, moralisch oder emotional.


Tja, mein Lauf ist vorbei. Ein Bankrott. Da ich schon bei der ersten Frage geschummelt habe, bietet es sich doch an, auch bei der letzten zu schummeln, oder?! Ich nehme mal die Option "emotionaler Bankrott" und nenne das Buch "My dear Sherlock: Weil es enden muss". Die Protagonistin ist Jamie Moriarty und eigentlich eine Freundin von Sherlock Holmes. Im Finale der Trilogie tut sie allerdings
Dinge, die man nur mit "Rache" betiteln kann. Sie ist emotional vollkommen leer - bankrott. Und tut Dinge, die man nie erahnt hätte. Ihr Charakterwandel ist interessant, doch am Ende hat sie eben alles verloren. Ein krasses Reihenfinale! 



Ich bin durch! Meine Freude könnte jetzt falsch gedeutet werden, denn ich hatte super viel Spaß mit dem Tag! Aber er ist einfach wahnsinnig schwer zu beantworten! Ich hoffe, ich habe halbwegs nachvollziehbare Lösungen gefunden und vielleicht konnte ich ja auch den ein oder anderen von euch unterhalten ;) Wenn ihr Lust habt, seid ihr natürlich herzlich eingeladen, den "Monopoly-Tag" auch mitzumachen! 

Ich tagge zwei liebe Bloggerfreundinnen, nämlich



&


Vielleicht habt ihr zwei ja Lust, mitzumachen ;)

Das war es für heute von mir! 

Liebst,
eure Julia


1. Februar 2018

Rezension: "Die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd


Titel: Die Apfelprinzessin (Die Grimm-Chroniken)
Autor: Maya Shepherd
Verlag: Sternensand Verlag
Preis: 8,95€
Seiten: 146

Maya Shepherd ist eine umwerfende Autorin, die ich bereits für mich entdeckte, als all ihre Bücher noch unter Selfpublishing veröffentlicht wurden. Sie ist ein lieber und sehr ideenreicher Mensch, der mich immer wieder von seinen tollen Geschichten überzeugen kann. Deswegen war für mich schnell klar, dass ich ihr neues Projekt „Die Grimm-Chroniken“ unterstützen würde. Wie könnte ich auch nicht?! Ich meine, habt ihr euch dieses detailreiche und wunderschöne Cover einmal angesehen? Der Sternensand Verlag hat bei der ersten „Folge“ der Chroniken wirklich ganze Arbeit geleistet. Jeder, der sich noch fragt, ob es sich lohnt, „Die Apfelprinzessin“, ein Print, das gerade mal 146 Seiten hat, anzuschaffen, dem muss ich sagen: JA! Denn die Ausgabe ist so detailverliebt und bezaubernd gestaltet, dass es ein wahrer Augenschmaus ist. Aber noch viel besser? Das Innere ist ebenso schön, wie das Äußere!

Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.
Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird. 
Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.


Die Idee, die Maya Shepherd mit „Die Apfelprinzessin“ verfolgt, ist einfach genial. Vielleicht nicht unbedingt ökonomisch, doch jeder Buchverliebte und Märchennarr wird schnell die guten Seiten erkennen. Insgesamt handelt es sich bei „Die Grimm Chroniken“ um eine Art Serie, von der jeden Monat eine „Folge“ erscheinen soll. Derzeit wird der Gesamtumfang auf ca. 12 Bände geschätzt. Man kann sich also eine Art „Märchenabo“ besorgen, für seine monatliche Dosis Buchromantik. Und auch wenn ich von dem Konzept anfangs nicht überzeugt war, feiere ich es inzwischen. 
Das Ganze würde nicht funktionieren, wenn die Autorin nicht eine so gute Idee zu Grunde gelegt hätte. Denn „Es war einmal“ ist eben nicht der Grundsatz von „Die Apfelprinzessin“. Das Konzept lautet eher: All die Märchen der Gebrüder Grimm gehören zusammen und haben sich eigentlich ganz anders zugetragen. Dabei spielen Jakob und Wilhelm Grimm tatsächlich eine Rolle und hinzu kommen eben ihre Märchenfiguren. „Die Apfelprinzessin“ beschäftigt sich, wie man erwartet, mit Zügen aus Schneewittchen. Doch geht es nicht um die schöne Königstochter mit den roten Lippen und den schwarzen Haaren, sondern um ihre Mutter – die böse Königin. Aber wie wurde die böse Königin denn überhaupt böse? Was ist ihre Geschichte?
Im ersten Teil der Grimm Chroniken wird noch nicht allzu viel verraten. Man könnte sagen es handelt sich um eine Art Appetithäppchen, das einen wunderbar einstimmt. Dabei macht die Autorin zwei Handlungsstränge auf. Der eine spielt in der Gegenwart – 2012 -, der andere Ende des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 2012 ist der Protagonist Will, eigentlich Wilhelm, dessen Vater in der geschlossenen Psychatrie sitzt. Er ist verrückt. Denn er redet die ganze Zeit von Märchenfiguren, hält die Geschichten für wahr und gibt dementsprechend Anweisungen. Will leidet darunter, hat aber zwei beste Freunde, die ebenfalls im betreuten Wohnen leben. Der Handlungsstrang in der Gegenwart ist ziemlich gut gelungen. Denn dass irgendetwas nicht stimmt, wird schnell deutlich! Interessante Märchenelemente sind eingearbeitet und das macht einfach Lust auf mehr. Von den Charakteren kann ich noch nicht allzu viel sagen, denn das Buch ist einfach zu kurz. Will ist sympathisch und verständlich skeptisch. Maggie ist verträumt und freundlich und Joe – ihr Bruder – ist der Coole in der Truppe. Zusammen haben sie mir sehr gut gefallen, denn sie sind ein starkes Team, zumindest deutet sich das an. Ich fand die Märchenandeutungen wirklich toll und sehr schön eingearbeitet. 
Der zweite Handlungsstrang umfasst nur zwei Kapitel, die aber sehr interessant sind. Sie erzählen den Anfang der Geschichte der Apfelprinzessin. Ein zuckersüßes, aber verfluchtes Mädchen, das noch eine erstaunliche Entwicklung machen wird. Bisher kann der Leser sich nur erste Dinge zusammenreimen, aber das ist schon toll gelungen.
Kritisieren muss ich an dem Buch nur eines: Es ist viel zu kurz! Doch die Idee der Reihe ist so toll, dass ich auch gern auf die nächste Folge warte.
Wirklich bezaubernd sind die kleinen Details und Illustrationen im Buch. Zu Beginn jedes Kapitels ist beinahe schon ein Bild angefügt. Die Namen der Kapitel sind außerdem kreativ. Auch die Seitenzahlen sind toll umrandet – mit einem Apfel natürlich. Es macht einfach Spaß, das Buch in den Händen zu halten.
Der Schreibstil von Maya Shepherd ist schön und angemessen verträumt. Man kommt sehr schnell durch die Geschichte und das Buch lässt sich gut und flüssig lesen.



„Die Apfelprinzessin“ ist ein toller Auftakt einer großartigen Idee, von dessen gelungenen Umsetzung ich inzwischen überzeigt bin! Maya Shepherd hat ein tolles Grundkonzept und die dazugehörige Idee ist innovativ und macht Lust auf mehr. Ich hatte viel Spaß mit dem Buch, muss aber sagen, dass es einfach viel zu kurz ist. Gern hätte ich mehr gelesen. Aber für den Anfang war es toll und ich bleibe der „Serie“ auf jeden Fall erhalten. Die Figuren sind gelungen, der Stil ist gut und die Märchenelemente sind klasse adaptiert und dennoch eigenständig und innovativ genug!  Ich vergebe 5 von 5 Spitzenschuhen – was soll ich bei solcher Liebe zum Detail auch anderes tun?!