13. April 2016

Mein Monatsrückblick: März


Hallo ihr lieben Geschichtentänzer!


So ein Monatsrückblick zur Monatsmitte ist doch was Feines, oder?! :D Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, war bei mir in letzter Zeit das Chaos ausgebrochen, weshalb meine Zeit etwas schwer zu tackten war. Ich bin umgezogen und natürlich hat direkt danach die Uni wieder begonnen. Aber ich will ja keine Entschuldigungen und Ausreden finden. Diesmal ist es nun einmal etwas später bei mir geworden, aber dafür ist er endlich da: Mein Monatsrückblick!

Der März war eigentlich ein toller Monat! Es war der einzige, in dem ich fast gar keine Uni hatte. Allerdings hatte ich deshalb erwartet sehr viel mehr zu lesen, als ich tatsächlich geschafft habe. Vielleicht kennt ihr das ja: Man denkt, dass man ganz viel Zeit hat und plötzlich schummeln sich immer andere Aktivitäten in den Tag. Hinzu kam dann noch, dass ich meine Hip Hop Formation auf die erste Meisterschaft in diesem Jahr vorbereiten musste, die letztes Wochenende stattfand (, ich überlege noch, ob ich das Video mit euch teilen soll ;) ). Training ist eben auch relativ zeitaufwendig und darunter litt meine Statistik ein wenig. Des Weiteren habe ich eine Uni-Ausarbeitung tatsächlich bis zum 30.3 hinausgezögert und mich dann endlich einen Tag vor Abgabe überwunden abzugeben. Klingt doch klasse, oder? :D Aber bevor ich hier weiter lammetiere und genau das tue, was ich nicht wollte - Ausreden finden - hier die Zahlen:





Insgesamt habe ich 9 Bücher geschafft :)



Zwischen Schnee und Ebenholz - Ann-Kathrin Wolf (280 Seiten) [Rezension]

Rock'n'love - Teresa Sporrer (229 Seiten) [Rezension]

After thruth - Anna Todd (768 Seiten) [Rezension]

Ich träum von dir... - Elen Sommer (315 Seiten) [Rezension]

Wie Schnee so weiß - Marissa Meyer (848 Seiten) [Rezension]

Kirschroter Sommer - Carina Bartsch (512 Seiten) [Rezension]

Türkisgrüner Winter - Carina Bartsch (464 Seiten) [Rezension]

Mord auf dem Golfplatz - Agatha Christie (251 Seiten) [Rezension]

Arya & Fynn: Im Sonnenlicht - Lisa Rosenbecker (380 Seiten) [Rezension folgt]


Seiten gesamt: 4047


Neun Bücher. Eigentlich eine gute Zahl (- obwohl ich wirklich zweistellig werden wollte >.<). Wenn ich bedenke, dass ich im April erst eines beendet habe, sollte ich doch ein bisschen fröhlicher sein :D Zwei der gelesenen Bücher sind ziemliche Schinken, so dass meine insgesamt gelesenen Seiten doch relativ viele sind. Aber was gab es denn so in diesem Monat? Eigentlich nur Gutes!!! 
Ein Highlight hat hier das nächste gejagt! Lange gefreut habe ich mich auf "Wie Schnee so weiß" und Marissa Meyer hat mich nicht enttäuscht. Ich liebe die Luna-Chroniken jetzt umso mehr und war vom Abschluss begeistert. "Mord auf dem Golfplatz" von Agatha Christie war ein eingeschobener Klassiker, der wirklich wunderbar ist. Wenn ihr Lust auf einen spannenden und klassischen Krimi mit Humor habt, dann empfehle ich euch dieses Buch. 
Solide und gleichzeitig toll waren "Zwischen Schnee und Ebenholz" und "Rock'n'Love". Beide Bücher haben mich in ihre eigene Welt entführt und von diesen Autorinnen werde ich in nächster Zeit gern noch mehr lesen. Die größte Überraschung war auf jeden Fall "Kirschroter Sommer" und auch sein Nachfolger "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch. Der Stil der Autorin hat mich mitgerissen und die Story war einfach zum Verlieben. Da blieb mir gar nichts andere übrig, als die Bücher zu verschlingen! Bleiben noch drei auf der Liste. "Ich träum von dir..." habe ich vorab gelesen. Die Autorin traf ich auch auf der Leipziger Buchmesse und ich finde durchaus, dass sie sich mit ihrem zweiten Teil gesteigert hat. Dennoch ist das Potenzial hier nicht voll ausgeschöpft. "Arya & Fynn" war ein schwerer Fall für mich. Die Rezension wartet auch noch auf sich, in der ich das Ganze dann etwas genauer erklären werde. Ich finde, dass es ein toller Fantasy-Buch mit einer wundervollen Welt ist! Es ist so schön und positiv und auch neu. Irgendwie fehlte mir aber ein wenig die durchgängige Spannung. Ich hatte wirklich gehofft, dass ich das Buch abgöttisch lieben würde. Meine Erwartungen waren einfach ein wenig hoch, denn das Buch ist eigentlich wirklich toll, so fehlte mir aber irgendetwas. Die Gründe kann ich gar nicht so klar benennen.

Der absolute Flop in diesem Monat war ganz deutlich "After truth". Ob ich dieser Reihe wirklich noch eine weitere Chance gebe, kann ich ehrlich nicht sagen. Das Buch war so lästig und flach. Es passiert einfach nichts - oh doch....immer das Gleiche. Ich war einfach nur genervt und enttäuscht. Meine Bewertung von ganzen zwei Sternen macht dieses Buch deutlich zum Fehlgriff des Monats. Übrigens habe ich erst vor Kurzem erfahren, dass die männlichen Charaktere der Handlung an die Bandmitglieder von "One direction" angelehnt sind. Wie frech! Ich liebe die Musik der Jungs und empfinde Anna Todds Schreiberei schon fast als Beleidigung... jedenfalls hat es mir die Musik der Band für ein paar Tage kaputte gemacht :( :D

Im Kino war ich im März übrigens auch relativ viel, so dass meine Kino-Rubrik hier auf dem Blog langsam wächst. Ich habe wirklich tolle Filme gesehen, ein kleiner Blick lohnt sich also. Und dann war natürlich noch Ostern, was ich mit meiner Familie sehr genossen habe. Und ihr? :)


Soviel zu meinem Monatsrückblick! Der nächste kommt schneller als erwartet, sind schließlich nur noch zwei Wochen ;) Obwohl der Umzug im März vorbereitet wurde, merke ich jetzt erst recht, dass man das Meiste erst tun muss, wenn man bereits umgezogen ist. Somit feiere ich meine 9-März Bücher noch ein wenig, denn im April werden es niemals so viele werden.

Was habt ihr so Tolles gelesen? Erinnert ihr euch überhaupt noch an euren März? :D Kennt ihr Bücher meiner Liste oder wollt davon noch welche lesen? Ich bin gespannt!

Eure Julia


12. April 2016

Review: "Batman vs. Superman: Dawn of justice"





          Titel: Batman v Superman: Dawn of justice

          Regisseur: Zack Snyder

          Länge: 151 Minuten

          FSK: 12

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016






Vor einiger Zeit sah ich einen Trailer, der mich wirklich mehr als verwirrte. Der Film führte den kuriosen Titel „Batman vs. Superman: Dawn of Justice“ und sofort konnte man ein dickes, fettes Fragezeichen in meinem Gesicht erkennen. Im Ernst jetzt? Superheld 1 gegen Superheld 2? Die beiden berühmten Figuren aus dem Hause der DC Comics kämpfen GEGENEINANDER?! WIESO???
Für mich machte das gesamte Konzept absolut keinen Sinn, denn warum bitte sollten sich zwei Charaktere die für das Gute kämpfen – zugegeben, auf ihre ganz eigene Weise – plötzlich bekämpfen?! Erst wollte ich den Film boykottieren, aber was soll ich sagen. Ich bin zu sehr Kinofan, als dass ich mir solch ein Leinwandspektakel entgehen lassen könnte. Und so ging ich mit meinen tollen Jungs eben doch in den Film. Mein Fazit überrascht mich selbst ein wenig: Ein toller und spektakulärer Actionstreifen mit gewaltiger Kulisse, übertriebener Darstellung und einem absolut genialen Bösewicht! Wirklich zu empfehlen.

Darum geht's:



Zwei Wesen des zerstörten Planeten Krypton brachten im Finale von „Man Of Steel“ Zerstörung auf die Erde: Die Kontrahenten Superman (Henry Cavill) und General Zod (Michael Shannon). Der böse Zod wurde geschlagen und der Mann aus Stahl wird fortan entweder als Gott verehrt oder – ob seiner Macht – als Bedrohung für die Menschheit verdammt. Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) hat sich klar auf die Seite derjenigen geschlagen, die Superman gebändigt wissen wollen. Der dunkle Ritter sorgt – moralisch unterstützt von Butler Alfred (Jeremy Irons) – für Ordnung in Gotham City und ist von den tödlichen Auswirkungen des Gigantenkampfes in der Nachbarstadt Metropolis auch persönlich betroffen. Er stellt sich gegen seinen rot bemäntelten Kollegen, verbal und mit Körpereinsatz. Doch während Bat- und Superman aufeinander fokussiert sind, taucht eine neue Bedrohung auf, die beide zusammenschweißen könnte und an der das junge Unternehmer-Genie Lex Luthor (Jesse Eisenberg) alles andere als unschuldig ist. Zeit, dass sich die Mitglieder der Heldengruppe Justice League formieren…

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/219262/kinoprogramm/)

Meine Meinung


Hätte man mir diese Inhaltsangabe während des Trailers irgendwie präsentieren können, hätte ich den Film vielleicht nicht sofort als „Schwachsinn“ abgestempelt. Denn eigentlich klingt das doch ganz gut, oder nicht? Natürlich sollte man „Man of Steele“ gesehen haben und sicher lohnt es sich auch den ein oder anderen Blick in die Batman-Filme geworfen zu haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht jeden Batman-Film kenne und somit bestätigen kann, dass Vorwissen ganz nützlich ist. So kam ich um ein paar Fragen an meinen Bruder nicht umhin, der mir manchmal erklären musste, was da jetzt grade passiert. 
Dennoch ist es nicht so, als wenn man den Film nicht gucken kann, wenn man kein Fan der DC-Helden ist. Es geht auch so sehr gut. Ein wenig misstrauisch war allerdings auch ich, da nicht mehr Christian Bale als Batman über die Leinwand turnt, sondern sein Schauspielkollege Ben Affleck. Mir persönlich gefiel Affleck als Batman jedoch sehr gut! Er mimt den Fledermausmenschen gekonnt und überzeugend. Schnell vergisst man, dass Bruce Wayne früher einmal anders aussah. Für mich war Batman aber immer der stärkere Charakter im Vergleich zu Superman, irgendwie sympathischer. Superman ist so aalglatt und perfekt. So gar nicht meins. Ich persönlich möchte jedenfalls keinen Clark Kent zu Hause haben. Obwohl er ja der stärkste Mann der Welt ist, sehe ich ihn eher als Schwachmaten. Aber das ist Geschmackssache. Lois Lane zumindest bleibt Fan ihres Supermanns und nimmt eine tragende Rolle ein. Dieser Aspekt gefiel mir sehr gut. Die Handlungen und Geschichten der Comics sind verknüpft und gut dargestellt. Anfangs weiß der Zuschauer nicht wirklich, für welchen Helden er sein soll. Mir persönlich wurde besonders im epischen Finale noch einmal vorgeführt, dass Batman im Vergleich zu Superman oder Wonder Woman irgendwie so gar nichts Besonderes kann. Egal. Trotzdem der deutlich coolere der beiden. Es ist sehr interessant den beiden Charakteren zu folgen, bis letztendlich der gemeinsame Feind auf der Fläche auftaucht. Jesse Eisenberg hat mit seiner Verkörperung des Lex Luthor eine geniale Leistung hingelegt. Er spielt diesen Typen so nah zwischen Genialität und Wahnsinn, dass dem Zuschauer der Mund offen stehen bleiben muss. Lex Luthor brachte mich zum Lachen, obwohl er eigentlich sehr grausam ist. Diese kranke Figur hätte wirklich nicht besser gespielt werden können und bildet für mich somit das Highlight des Films! Egal wie berühmt das Cast ansonsten ist, Jesse Eisenberg stellt all die Stars in den Schatten. 
Der Film ist ein großartiger Actionstreifen geworden. Es ist spannend und spektakulär. Die Kulisse ist gewaltig und phantastisch. Mir gefiel die Bildarbeit sehr gut. Auch die 3D Effekte kamen gut zur Geltung, denn natürlich gibt es genügend Actionszenen. Für mich hat hier die Verfolgungsjagd von Batman den Vogel abgeschossen, die dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben war. Im Allgemeinen muss man sagen, dass Batman zwischenzeitlich ziemlich eingeschränkt in seinem Denken ist. Erst als er den Namen von Supermans Mutter hört, beginnt er wieder zu denken. Dies stellt für mich die Schwäche des Films dar. Auch war das Ende etwas in die Länge gezogen. Der Knalleffekt kam sehr überraschend, allerdings sind die letzten Szenen etwas sehr lang geworden. Toll fand ich allerdings noch Gal Gadot als Wonder Woman. Für jeden männlichen Zuschauer war sie sicher der Hingucker und selbst ich kann nicht einmal von Neid, sondern nur von purer Bewunderung sprechen.



Also...


Obwohl ich dachte, dass die Handlung des Films absurd ist, bin ich doch jetzt von ihrer Logik überzeugt. „Batman vs. Superman: Dawn of justice“ ist ein gelungener Blockbuster, der seinem Zuschauer sehr viel bietet. Er ist nicht in erster Linie lustig, allerdings sehr actiongeladen und spannend. Gewaltige Bilder und große Effekte nehmen das Publikum für sich ein. Überzeugende Schauspieler mit einem großartigen Bösewicht an ihrer Spitze runden den Film ab. Ich habe die zwei Stunden im Kino sehr genossen und war regelrecht positiv überrascht. Dafür vergebe ich heldenhafte 4 von 5 Sternen. 

11. April 2016

Rezension: "Mord auf dem Golfplatz" von Agatha Christie


Titel: Mord auf dem Golfplatz
Autor: Agatha Christie
Verlag: Fischer
Preis: 7,95€ 
Seiten: 251


Mein Freund hat vor einer Weile mal eine „Golf-Phase“ gehabt. In dieser Zeit schenkte ich ihm den Roman „Mord auf dem Golfplatz“ von Agatha Christie, was vielleicht auch eine subtile Bedeutung haben sollte. Gemeinsam stellten wir uns dem Krimi und bekamen wieder einmal einen sehr guten Poirot-Fall aus der Feder der Meisterin geliefert: Ein abstruser Mord, dessen Aufklärung verstrickter nicht sein könnte – mit einem Unterschied: Poirot hat einen Gegenspieler und das gefällt ihm gar nicht.

Inhalt


Hercule Poirot erhält Post aus Frankreich. Ein alter Bekannter fürchtet um sein Leben und ruft den belgischen Detektiv zu sich. Als dieser jedoch mit seinem Kameraden Captain Hastings ankommt, kann Mr. Renauld keinerlei Angaben mehr machen. Er liegt in einem offenen Grab, in seinem Rücken das Papiermesser seiner Frau. Die Polizei meint schnell den Täter innerhalb der Familie gefunden zu haben, engagiert jedoch trotzdem den Detektiv Giraud, dessen Ruf ihm vorauseilt. Auch Hastings ist von dieser einnehmenden Persönlichkeit beeindruckt, doch Poirot hält ihn nur für aufgeblasen und dazu auch noch dumm. Doch kann Poirot beweisen, dass weder die französische Polizei, noch der überhebliche Giraud den richtigen Täter bereits haben?

Meinung


Bei „Mord auf dem Golfplatz“ handelt es sich wieder einmal um einen herausragenden Poirot-Roman. Er hat eigentlich nicht sonderlich viel mit Golf oder einem Golfplatz zu tun, was aber nicht weiter schlimm ist. Es ist bekannt, dass Agatha Christie wirklich tolle Krimis schreibt und auch dass ich Hercule Poirot sehr gerne folge. In diesem Buch lässt sich aber noch ein bisschen mehr finden, als in vielen Christie-Bänden. Poirot ist wieder mit seinem Freund Hastings unterwegs, der ja bekanntlich für eine Prise Menschlichkeit sorgt, auch indem er ein wenig verpeilt ist. Meiner Meinung nach ist er eine schöne Ergänzung zum Meisterdetektiv, der in der Literatur oftmals gebraucht wird. So auch hier. Diesmal bedient sich Frau Christie allerdings noch einem weiteren Element, nämlich dem Gegenspieler. Zum ersten Mal hat Poirot in dem arroganten Detektiv Giraud einen Konkurrenten gefunden. Poirot muss sich eine Menge von diesem gefallen lassen, denn Giraud glänzt mit seinen Schlüssen und jeder glaubt seinen akribischen Untersuchungen. Zwischenzeitlich sieht Poirot mit seinen grauen Zellen ziemlich alt aus. Doch wer wäre Poirot, wenn er es dem Franzosen am Ende nicht gehörig heimzahlen würde?! Dennoch ist es wirklich amüsant zu verfolgen, wie Poirot – der Unfehlbare – mit seiner neuen Rolle und der Konkurrenz zurecht kommt. Ich würde das Buch als unerwartet lustig beschreiben und das, weil Poirot sich unterordnet, obwohl er immer überlegen ist.
Im Allgemeinen ist in diesem Roman nichts wie es scheint. Der Leser überlegt sich oftmals Theorien, die dann doch alle wieder verworfen werden müssen. Es gibt einige Wendungen und mit dem endgültigen Ausgang habe ich wirklich nicht gerechnet. Es tauchen viele zwiespältige Figuren auf und einige unter ihnen scheinen wirklich bösartig zu sein. Die gesamte Handlung ist relativ undurchsichtig, was das Ganze aber sehr spannend macht und zu großartiger Unterhaltung führt.

Außerdem gibt es noch eine kleine Handlungssequenz fürs Herz. Der gute Hastings verliert nämlich genau dieses und kennt seine „Cinderella“ doch nicht. Hat sie vielleicht sogar etwas mit dem Mord zu tun? Man bemerkt zwar, dass Liebesgeschichten nicht das Steppenpferd von Christie sind, dennoch gefiel mir dieser neue Blickwinkel sehr.  Wer schon einmal etwas von der Britin gelesen hat, weiß was ihn erwartet. Ein locker leichter Schreibstil, der sehr flüssig ist. Immer mal wieder kommen kleine französische Redewendungen vor, die bei Poirot einfach nicht fehlen dürfen. Christie hat ein wunderbares Feingefühl für ihre Figuren und die Elemente des Krimis perfektioniert.

Fazit



Ich bin wieder einmal begeistert von Hercuel Poirot, Captain Hastings und ihrem verzwickten Fall. Das Buch bietet wunderbare Unterhaltung und stellt somit einen tollen und spannenden Krimi dar. Ich vergebe 4,5 Spitzenschuhe und freue mich auf jedes weitere Abenteuer mit Poirot.



10. April 2016

Review: "Die Bestimmung - Allegiant" oder: "Diese miese Geldmacherei..."

  

          Titel: Die Bestimmung - Allegiant

          Regisseur: Robert Schwentke

          Länge: 120 Minuten

          FSK: 12

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016





Eigentlich ist es relativ sinnlos von mir diese Review zu schreiben. Und noch viel sinnloser ist es, zu Beginn des Textes anzukündigen, wie sinnlos das Ganze ist. Vielleicht solltet ihr trotzdem weiterlesen, wenn ihr euch für die Buchreihe von Veronica Roth oder die Filme um Tris und Four interessiert – so wie ich. Doch ich beging einen schrecklichen Fehler, als ich den dritten Teil der Filmreihe im Kino ansah: Ich dacht es sei der letzte und somit das Finale (, wie das Buch eben auch). Ganz offensichtlich war ich einfach nur schlecht vorbereitet und fehlinformiert, was dazu führte, dass mir der gesamte Film kaputt gemacht wurde. Meine Erwartungen wurden absolut nicht erfüllt, was gar nicht mal daran lag, dass der Film irgendwie schlecht gewesen ist, sondern an meiner herben Enttäuschung! Wenn man denkt, dass es nach den nächsten zwei Stunden vorbei ist mit der Filmreihe und dann ein Ende geliefert bekommt, das einen nächsten Film herausfordert, dann ist das bitter. Aber vielleicht mal zum Inhalt…

Darum geht's...


Das alte Regierungssystem Chicagos mit seiner strengen Aufteilung der Bevölkerung in Fraktionen ist zusammengebrochen, Evelyn (Naomi Watts), die Anführerin der Fraktionslosen, hat die Herrschaft an sich gerissen. Doch mit der Auflösung der Gesellschaftsordnung verschwinden keinesfalls die alten Konflikte. Besonders zwischen denen, die schon immer zu den Fraktionslosen zählten, und den Handlagern des alten Unterdrückungsapparats herrschen Feindseligkeit und Rachegelüste. Manche kämpfen sogar dafür, das alte System wiederherzustellen. Derweil weiß Tris (Shailene Woodley), dass die Zivilisation nicht hinter den Mauern ihrer Heimatstadt endet. Gemeinsam mit ihrem Freund Four (Theo James), ihrem Bruder Caleb (Ansel Elgort), ihren Komplizinnen Christina (Zoe Kravitz) und Tori (Maggie Q) sowie dem unzuverlässigen Peter (Miles Teller) will sie die Grenzanlagen überwinden und aus der Stadt fliehen ...

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/225920.html)


Meine Meinung


Mein Problem, das in meinen Erwartungen bestand, habe ich ja eingangs beschrieben. Stellt man dies hintenan und geht davon aus, dass der Zuschauer weiß, dass es sich hier lediglich um Teil 3 von 4 handelt, ist der Film gelungen. Ich persönlich empfand „Insurgent“ als nicht so stark, wohingegen „Allegiant“ auf jeden Fall eine Steigerung ist. Das Vorangegangene wird in den ersten Minuten des Films gut geschildert, so dass man in die Handlung gut hereinkommt. Die Welt und die Kulisse sind bekannt und auch wenn ich mich im ersten Teil an die Umsetzung des Buches gewöhnen musste, fühlt man sich als Zuschauer inzwischen wohl. Allerdings verlässt man diese Wohlfühlzone relativ schnell. Tris und ihre Freunde fliehen über den Zaun, hinter dem eine ungekannte Welt wartet. Meiner Meinung nach ist diese sehr gut gelungen. Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich an das Wenigste aus dem Buch erinnere und somit leider nicht beurteilen kann, ob der Regisseur sich an die Vorgabe hält. Ich bezweifle es allerdings. Jedenfalls ist die atomar-verseuchte Zone sehr interessant dargestellt und die sichere Zone typisch kalt und militärisch. Wunderschön hingegen ist die Stadt, in der der Rat tagt. Die Kulisse empfand ich in jedem Fall als überzeugend. 
Alles andere ist für mich schwer beurteilbar. Meiner Meinung nach braucht der Film eine ganze Weile, bis er sich aufgebaut hat. Natürlich hat er ein Finale, das auch relativ spannend dargestellt wird, allerdings zieht es sich. Das ist ein völlig subjektiver Eindruck, denn mein Freund nahm das völlig anders wahr. Ich ertappte mich dabei, wie ich mehrfach auf die Uhr schaute, um zu sehen wie viel Zeit noch bleibt, bis das Ende kommt. Er hingegen fand den Film spannend und stringent. In jedem Fall hat „Allegiant“ einen roten Faden – nur habe ich einfach die ganze Zeit auf den großen Knall gewartet, VERDAMMT! 
Der blieb aber aus und so ging ich ziemlich aggressiv aus dem Kino. 
Shailene Wooddley wächst mit ihrer Rolle. Ich finde Tris relativ naiv und oftmals ziemlich dumm. So ist es natürlich auch im Film – immerhin etwas, an das ich mich erinnere. Interessant fand ich den Kontrast zu schwarz und weiß. Tris trägt als Ferox ihre enge schwarze Lederkleidung. Sobald sie aber in der sicheren Zone ist und als „Reine“ deklariert wird, trägt sie plötzlich nur noch weiß. Meiner Meinung nach ist das ein schönes Mittel, dass die Reinheit und Unschuld von Tris unterstreichen soll. Und gleichzeitig ist es ein Tipp für den Zuschauer, dass auch diejenigen außerhalb des Zauns in Kategorien zu denken scheinen und nicht alles so perfekt ist. Das muss auch Four erfahren (sorry Leute, aber ich weigere mich ihn Tobias zu nennen. Viel zu unmännlich für den Kerl, wenn ihr mich fragt!). Das Buch war in verschiedenen Perspektiven geschrieben und Four lernt die militärische Seite kennen, während Tris sich Tests unterzieht. Ich glaube kaum, dass diese Passage im Buch genauso war, aber hey – filmerische Freiheit und so. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, was man aber auch so erwartet. Sie mimen ihre Charaktere treu und die Neuen haben mir auch gefallen. Die Jugendlichen sind gereift und auch die schauspielerische Leistung ist erwachsener. Insgesamt ist die Umsetzung der Dystopie auf jeden Fall gelungen. 
Kommen wir aber mal zu dem Punkt, der mich so stört. Ja, im Film gibt es Action. Aber nicht so viel, wie ich erwartet hätte. Ich ärgere mich einfach gewaltig, dass ich nichts von den vier Teilen wusste. So wurde aus „Allegiant – Part 1“ nämlich nur einer der berühmten „Pufferfilme“, von denen ja angeblich alle profitieren. Und irgendwie stimmt es ja auch. Jeder der die Filme sehen will (bis zum Ende), schaut sich alle an. Die Produktionsfirmen, Schauspieler und Kinos profitieren so. Und die Hardcore-Fans haben so ja auch länger was von der Handlung. Aber das ist doch die reinste Abzocke!!! Vor allem, wenn das letzte Buch auch locker in einen Teil gepasst hätte. Ich hatte mich jedenfalls sehr darauf gefreut, zu sehen wie das Ende von „Die Bestimmung“ umgesetzt wurde – und genau das bekam ich nicht. Zum Glück kommt das ja noch im nächsten Jahr. Yeah….Ich finde das jedenfalls unnötig.

Also...


„Allegiant“ ist ein Film, der der Struktur seiner Vorgänger treu bleibt. Die Charaktere wachsen und reifen und die Kulisse wandelt sich noch einmal gekonnt. Die Spannung lässt zu wünschen übrig und die Handlung des Buches wurde auch nicht so richtig aufgefrischt. Zumindest konnte ich mich nur an Teilpassagen durch den Film erinnern, wer weiß, wie viel dazu gedichtet wurde... Meiner Meinung nach hätte man diesen netten Zwischenakt auch einfach weglassen und gleich zum Finale übergehen können. Aber wer hört schon auf kleine und gut zahlende Kinobesucherin?! Aufgrund meiner Enttäuschung (, auch wenn der Film da ja nicht viel für kann) vergebe ich 3 von 5 Sternen. Wehe, das Finale wird nicht gut!


7. April 2016

Rezension: "Die Schicksalsseherin" von Sarah Neumann

 


Ab und zu tauche ich gern in fantastische Welten ab. Ein bisschen Fantasy hat noch niemandem geschadet und als ich von „Die Schicksalsseherin“ hörte, fand ich die Idee total spannend. Ein Buch, in dem Kobolde im Mittelpunkt stehen und um die herum eine ganze bezaubernde Bühne gebaut wurde. Sarah Neumann schafft es mit diesem Roman den Leser in eine völlig neue und wunderbar ausgearbeitete Welt zu entführen, die gespickt ist mit liebenswerten Charakteren und einer großartigen Handlungsidee. Ganz egal in welcher Welt du lebst, sie ist es wert gerettet zu werden…oder etwa nicht? Das Schicksal wird darüber entscheiden.

Inhalt


Das Volk der Kobolde ist für die Glücksproduktion verantwortlich. Sie verteilen das Glück in jeder Anderswelt, damit sich Liebende finden oder Kriege entschieden werden. Myriel ist einer der Kobolde, die sich um die Anderswelten und das Verteilen des Glücks kümmern, doch sie hat eine besondere Fähigkeit. Sie sieht, was das Schicksal bereithält – und das Schicksal lässt sich nicht ändern. Als plötzlich die Glücksproduktion abbricht, befindet sich die Koboldwelt in Aufruhr. Wird das Glück nicht verteilt, drohen die Welten unterzugehen. Million von Lebewesen wären dem Untergang geweiht. Doch nur Myriel erkennt das Schicksal und weiß, dass es jemand verändert. Gemeinsam mit ihrem Freund Seith versucht sie die Kobolde und die Anderswelten zu retten. Doch wie sollen zwei kleine Kobolde all diese Gefahren bestehen?

Meinung


„Die Schicksalsseherin“ ist ein wirklich schöner Fantasy-Roman. Ich denke, dass sich das Ganze so eigentlich ganz gut zusammenfassen lässt. Und das hat einen bestimmten Grund: Man merkt, mit wie viel Liebe und Leidenschaft die Welt von Myriel und Seith erschaffen wurde. Sarah Neumann hat hier eine wunderbare Idee umgesetzt. Was ist, wenn es nicht nur unsere Welt, sondern noch tausend andere geben würde? Eine so fantastisch wie die nächste. Und um all diese Welten müssen sich die Kobolde kümmern. Sie sorgen dafür, dass das Schicksal seinen Lauf nimmt. Doch was, wenn man das Schicksal missachtet und mit dem Glück das macht, was man durchsetzen will?
Mir gefiel diese Idee wirklich gut! Und des Weiteren ist die Welt der Kobolde einfach nur bezaubernd ausgearbeitet. Es gibt so viele liebevolle Details, dass es mir fast die Sprache verschlagen hat. Natürlich kennt man Kobolde aus Fantay-Büchern, allerdings war es für mich das erste Mal, dass diese Wesen im Mittelpunkt standen. Und es gefiel mir klasse, wie diese Welt strukturiert ist. Der Stil der Autorin ist etwas besonders. Mir gefällt er sehr gut, denn er ist flüssig, modern und vor allem verträumt. Dieser träumerische Stil war es, der diese Geschichte so real gemacht hat. Allerdings schreibe ich mit Absicht „besonders“. Das Buch wird im Wechsel der Perspektiven von Myriel und Seith erzählt. Beide Charaktere berichten aus der Ich-Perspektive. Der Stil unterschiedet sich nicht wirklich und manchmal wird es deshalb kompliziert. Denn ein Teil der Handlung wird immer wiederholend aus der Sicht des jeweils anderen erzählt. Das heißt, dass die Geschichte nicht nahtlos in den Kapiteln erzählt wird, sondern, dass man immer einen kleinen Teil auch aus der Perspektive der anderen Figur mitbekommt. Mir gefiel dieser Umstand wirklich gut! Ich finde, dass die Autorin so etwas gewagt hat und der Stil dadurch etwas Anderes geworden ist. Außerdem kann man sich so sehr gut in die Gefühle der Protagonisten hereinfühlen, denn oftmals nehmen Seith und Myriel die Situation völlig anders wahr.
Die Charaktere sind sehr authentisch gestaltet. Myriel ist hier allerdings in bisschen überperfekt, denn sie stellt ein Ideal dar. Sie ist bereit sich und ihr Leben zur Rettung der Welten zu opfern. Ziemlich uneigennützig…. Dennoch ist sie ein lieber Charakter, der aber auch nerven kann. Seith und sie sind ineinander verliebt, allerdings mit anderen Partnern verlobt. Sie gestehen sich ihre Liebe nicht und so verfolgt der Leser immer wieder, wie es um die Gefühle der beiden steht, während sie einfach nicht zueinander finden wollen. Besonders sympathisch finde ich die Nebenfiguren. Der Alchemist und Jimmy waren für mich kleine Highlights, aber auch an Bösewichten und zwielichten Figuren fehlt es in „Die Schicksalsseherin“ nicht. So sind etwa Myriels Vater und ihr Verlobter Olan nicht zu durchschauen. 
Mit dem Ende des Buches hatte ich so nicht gerechnet, da vieles auf einen anderen Ausgang hindeutete. Dennoch mochte ich das Ende.

Fazit




Ihr merkt schon, dass ich mit den Worten „gut“ und „gefallen“ nur so um mich werfe, denn für mich beschreiben sie dieses Buch sehr gut. Ich konnte mich im Stil von Sarah Neumann verlieren und habe die von ihr erschaffene Welt genossen. Die Handlung ist nicht die rasanteste, dennoch war sie mitsamt ihrer Idee völlig neu für mich. Ich habe Bekanntschaft mit dem Schicksal und dem Glück der Kobolde gemacht und freue mich diese Welt zu kennen. Vielleicht hat ja auch mir mal ein kleiner Kobold eine Portion Glück zukommen lassen…wer weiß?! Glück braucht es für meine Bewertung allerdings nicht, denn bei „Die Schicksalsseherin“ handelt es sich um ein solides und träumerisch schönes Fantasy-Werk, das viel Spaß macht und Raum zum Träumen lässt. Vier von fünf Spitzenschuhen gibt es von mir.



5. April 2016

Mein ganz persönliches Umzugschaos

Hallo ihr lieben Bücherfreunde!


Vielleicht hat sich der ein oder andere schon gewundert, dass hier in den letzten Tagen relativ wenig los war. Unwahrscheinlich...aber nur für den Fall ;) Das hat natürlich einen Grund. Normalerweise schiebe ich immer viel auf die Uni, diesmal allerdings stand etwas ganz Anderes in meinem Leben an: Ich bin wieder einmal umgezogen. "Wieder einmal" ist natürlich übertrieben, da sich die Umzüge in meinem Leben an einer Hand abzählen lassen, allerdings ist mein letzter erst anderthalb Jahre her. Naja, und wie ihr sicher wisst, bringt so ein Umzug immer eine Menge Strapazen mit sich.


Deshalb hier nur ein kleiner Update-Post. 


Ich weiß ja nicht, wie es euch dabei geht, aber ich persönlich hasse es Umzugskartons zu packen. Ich habe mich bis zum vorletzten Tag erfolgreich dagegen gewehrt, dass meine Bücher eingepackt wurden. Mal im Ernst: Wer will denn in einer Wohnung leben, in denen leere Regale stehen?! Es ist einfach ein trostloser Anblick, oder etwa nicht??? Selbst wenn das nur für ein paar Tage ist!  Also ich auf jeden Fall nicht, so dass meine Regale so ziemlich das Letzte waren, was leer geräumt wurde. Check! Trotzdem traurig...und erst die armen Bücher in ihren Kisten :(


Aber dann ging das Chaos ja erst richtig los. Kaum, dass die Regale in der neuen Wohnung wieder aufgebaut waren, häuften sich meine Probleme. Lasse ich die Sortierung wie bisher? Ordne ich all meine Bücher neu? Wie ist der neue Regalaufbau? Da meine Bücherregale in meiner alten Wohnung extrem verteilt waren, war es klar, dass so ziemlich nichts so bleiben würde wie es war. Und ich glaube das ist auch gut so.
Die ersten Möbelstücke, denen wieder Leben eingehaucht wurde, waren natürlich meine Bücherregale. Und abgesehen davon, dass die Reihen beieinander geblieben sind, war es das auch schon. Was haltet ihr von meiner neuen Ordnung? :) (Okay, ihr habt keinen Vergleich, aber lasst eure Fantasie spielen.)



Eine Freundin war beim Einräumen vor Ort (,die gar keine Ahnung von Büchern hat), die mir beim Sortieren versuchte zu helfen. Wir haben festgestellt, dass das neue System eine Mischung aus einer Regelhaftigkeit nach Autor, Farbe oder Genre ist. Mit anderen Worten: Alles steht da, wo meine Laune es in dem Moment haben wollte - ohne jegliches System. Aber vielleicht versteht ihr mich sogar ganz gut?! ;)



Jedenfalls hatte ich logischerweise in der letzten Woche kaum Zeit für meinen Blog, was sich nun wieder ändern soll (haha, natürlich beginnt gerade heute das neue Semester - yippie). Seit heute habe ich endlich auch einen Internetzugang in der Wohnung (, den mein Freund im Schweiße seines Angesichts einrichten konnte - okay, und mit Hilfe eines Technikers...:D ), so dass das kein Problem werden dürfte. Allerdings konnte ich damit auch endlich ein weiteres Problem beheben: 

ICH HABE EUCH VERMISST! 

Euch und eure schönen Blogs! Ich bin ja noch nicht ewig Mitglied dieser Community und trotzdem hat es mir wirklich gefehlt abends den Laptop auf dem Schoß zu haben und bei euch allen so rumzustöbern :) 
Also: Ich bin zurück!

Allerdings dürft ihr euch  nicht wundern, wenn mein Monatsrückblick und mein Neuzugänge-Post sehr spät kommen. Im Moment ist hier einfach noch unglaublich viel los. Ummelden, bohren, einräumen...ihr wisst schon. Aber auch ansonsten liegen noch einige Beitrage bei mir auf der To-Do-Liste. Ist ja nicht so, als wenn ich keinen Plan hätte ;)




In diesem Sinne und bis dahin :)

Wie kommt ihr mit Umzügen klar? Sortiert ihr eure Bücherregale regelmäßig neu? Seid ihr vielleicht auch erst kürzlich umgezogen?

Eure Julia




30. März 2016

Rezension: "Wie Schnee so weiß" von Marissa Meyer


Titel: Wie Schnee so weiß
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Preis: 24,99€
Seiten: 848 


Vor ein paar Tagen war Vollmond. Ich kam nicht umhin meinen Blick dem Mond zuzuwenden und plötzlich tauchte der Gedanke an „Luna“ in meinem Kopf auf.  Ich ertappte mich dabei, wie ich die Kuppeln der Mondstadt suchte und natürlich Cinder und ihre Freunde vor Augen hatte. „Die Luna-Chroniken“ waren schon vor dem letzten Band eine ganz besondere Reihe, denn mit jedem Buch wurde sie einfach besser. Kein Wunder also, dass auch „Wie Schnee so weiß“ ein grandioses Buch ist! Die Länge von 850 Seiten kann man der Autorin nicht einmal übelnehmen – im Gegenteil, man ist dankbar, dass man noch etwas länger etwas von dieser wunderbaren Welt hat. Der finale Band toppt noch einmal alles Dagewesene und befriedigt den Leser voll und ganz.

Inhalt


Die Welt und das Universum befinden sich im Chaos. Offiziell wurde Imperator Kai von der Schwerverbrecherin Cinder und ihren Komplizen entführt, damit die Hochzeit mit der lunarischen Königin Levana nicht stattfinden kann. Inoffiziell befürwortet der Herrscher des Asiatischen Staatenbundes das durchaus, da es sich bei den Entführern um seine Freunde handelt. All die lieb gewonnen Figuren lassen sich hier finden und der Kreis der Verdächtigen wird noch erweitert: D
Ihre schöne Stieftochter Winter ist Levana ein Dorn im Auge. Das Volk vergöttert sie und mit jedem Tag wächst die Gefahr. Nicht nur, dass Levana sich um die Probleme auf der Erde kümmern muss, auch Winter soll verschwinden. Zu Aschenputtel, Rotkäppchen und Rapunzel gesellt sich nun das Märchen Schneewittchen und das Finale der Luna-Chroniken wird eingeläutet. Kann Cinder es schaffen die Hochzeit von Levana und Kai weiterhin zu verhindern? Kann sie ihre Tante stürzen und den Anspruch auf ihren Thron verwirklichen? Und werden dabei all ihre Freunde überleben? Der Abschlussband erzählt packend das Ende der Luna-Chroniken. Und wenn sie nicht gestorben sind…

Meinung


Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an „Wie Schnee so weiß“ gegangen und habe mich eine ganze Weile nicht getraut es zu lesen, da ich befürchtete enttäuscht zu werden. Des Weiteren schreckten mich die vielen Seiten ab. Im Nachhinein bin ich für diese Masse an Kapiteln allerdings sehr dankbar und jede meiner Sorgen war unnötig! Marissa Meyer ist eine so talentierte Autorin, dass ich jedes Kapitel genossen habe. Der Schreibstil ist flüssig und träumerisch. Viel bemerkenswerter finde ich allerdings Meyers Liebe zum Detail. Schon in den Vorgängerbänden war ich fasziniert von der Umsetzung der Märchen, die Verlagerung und den Figuren. Es sind die Kleinigkeiten, die diese Reihe so besonders machen. Schneewittchen liegt kurz vor Ende in einem gläsernen Sarg, was ich bereits völlig vergessen hatte. Doch mit einer für die Geschichte absolut logischen Wendung schafft die Autorin es, solche Details mit einzubinden, ohne sich komplett von dem Märchen abzuwenden und gleichzeitig ihre eigene Geschichte zu schreiben. So etwas ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen und deshalb bleiben „Die Luna-Chroniken“ in gewisser Weise unerreicht. Eine der besten Reihen überhaupt!
Die Geschichte hat viele, viele Handlungsstränge ausgelegt. Und in diesem finalen Abschluss finden sie nun alle wieder zusammen. Auch wenn nicht alle unsere Lieblinge immer beieinander sind, wird von jedem einzelnen berichtet. Die Kapitel sind weiterhin in wechselnden Perspektiven verfasst, so dass der Leser seinen Fokus mal auf Cinder, mal auf Cress oder auch Jacin und Winter legt. Jeder Charakter wird aufgegriffen und begleitet. Es ändert sich andauernd, welche Geschichte gerade die spannendste ist. Aber letztendlich finden doch alle wieder zusammen. Andauernd fragt man sich als Leser, was denn noch alles passieren soll und oftmals denkt man, dass das doch jetzt der Höhepunkt gewesen sein muss, allerdings bleiben dann immer noch hunderte von Seiten.
Was soll ich eigentlich Großartiges sagen?! Jeder der den vierten Teil dieser Reihe liest, wird die Vorgänger kennen. Und somit weiß man auch, worauf man sich einlässt. Der Figurenradius wird erweitert und die Märchen ergänzen sich unglaublich gut. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber diese Reihe - und im Besonderen der letzte Teil – ist die beste Märchenadaption, die ich je gelesen habe.
Das Ende befriedigte mich allerdings nicht hundertprozentig. Es ist passend und gut. Dennoch blieb ich mit ganz kleinen Fragezeichen zurück. Zwischenzeitlich ist „Wie Schnee so weiß“ tragisch und traurig, manchmal sehr niedlich und einfach wunderbar. Man taucht in die Welt von Luna ein, die übrigens ausschließlich Schauplatz ist und lernt so erneut eine andere Seite des Universums kennen. Des Weiteren gibt es immer wieder humorvolle Stellen, denn Thorne bleibt der Story erhalten.

Fazit


Unsere Helden bestreiten ihr letztes Abenteuer, in welchem viele Gefahren lauern. Es warten Spannung, Gefühl und Action in einem. Unerwartete Wendungen tauchen auf und einige Figuren müssen sich ihrem Schicksal stellen. Nicht immer endet alles gut. Dennoch kann man einfach nicht aufhören den  großartigen Charakteren zu folgen und ihre Geschichte zu genießen. „Wie Schnee so weiß“ ist ein wunderbarer Abschluss, in dem so viel steckt, dass ich es jahrelang beschreiben könnte. Eine grandios gestaltete Geschichte, die wunderbar ausgearbeitet wurde und in einem epischen Finalband endet. Man kann nichts anderes als 5 von 5 Spitzenschuhen für dieses Buch zu vergeben.