19. Oktober 2017

Rezension [Zerriss]: "Soulmates - Time is on your side" von Nathalie Lina Winter


Titel: Soulmates - Time is on your side
Autor: Nathalie Lina Winter
Verlag: Selfpublished
Preis: 3,49€ /12,95€
Seiten: 601

Vor einigen Monaten kam von einer super sympathischen Autorin eine Anfrage bezüglich ihres Debütromans. Der Klappentext klang klasse und so sagte ich zu, das Buch bei Erscheinen zu lesen. Es erinnerte mich an eine meiner Lieblingsgeschichten und ich freute mich auf „Soulmates – Time is on your side“ von Nathalie Lina Winter. Nathalie ist mir wirklich sehr sympathisch, umso trauriger bin ich, dass mir ihr Debüt wirklich gar nicht gefiel und ich so viel Kritik habe. Aber das Buch konnte mich zu keiner Zeit überzeugen. Sprachliche Fehler sind noch das kleinste Übel, fehlende Handlungslogik, ja sogar sich zwischendurch ändernde Fakten und unsympathische Figuren waren viel schlimmer. Das größte Manko ist aber die Realitätsferne, die im Roman vorherrscht. Ich hatte keinen Spaß beim Lesen, dabei weiß ich, wie viel Liebe in diesem Buch steckt. Schade, aber „Soulmates“ ist meiner Meinung nach in jeder Hinsicht ein schwaches Buch.

Als Karena ihre Sandkastenliebe Timo an der Uni wiedertrifft, fällt sie aus allen Wolken. Er, der sie damals hat eiskalt sitzen lassen! Um nicht erneut verletzt zu werden, hält sie Abstand zu ihm. Doch dann fährt ausgerechnet Timo bei einer gemeinsamen Studentenfahrt mit. Zunächst ist keiner der beiden begeistert von der Idee. Ohne es jedoch zu wollen, nähern sie sich zaghaft an. Wird Karena Timo ein zweites Mal vertrauen können?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Natürlich will ich niemanden verletzen und jedem sollte bewusst sein, dass es sich hier lediglich um meine Meinung handelt, aber es fällt mir tatsächlich schwer, etwas Positives an „Soulmates“ zu finden. Dennoch beginne ich mit dem Guten:
Die Geschichte beginnt überschaubar. Man lernt Karena und ihre Studentenclique kennen – alles ganz normal. Die Clique ist bunt zusammengewürfelt und sympathisch. Plötzlich taucht Renas bester Freund aus Kindheitstagen an der Uni auf und alles ändert sich. Bis hierhin ist die Idee gut. Die beiden Protagonisten verbindet eine gute Chemie. Die Szenen zwischen den beiden sind tatsächlich die besten. Ich verstehe, dass manche Leser von „Suchtfaktor“ sprechen, wenn sie über das Paar schreiben. Aber obwohl die beiden etwas ganz Besonderes verbindet, empfand ich die Aufeinandertreffen zu gekünstelt und vorhersehbar. Trotzdem lassen sich die Chemie und die Konstellation der Clique loben.
Das war es leider mit meinem Lob.  
Normalerweise würde ich nicht bei der äußeren Form eines Romans anfangen, aber ich gehe mal chronologisch vor. Eine Sache muss ich doch noch loben und das ist das Cover. Es passt gut zur Geschichte und zieht den Blick auf sich. Schlägt man aber dann das Buch auf, wird man nur so von Fehlern überhäuft. Bei Selfpublishern sehe ich gern über den ein oder anderen Fehler hinweg, aber hier waren es wirklich zu viele. Das sind manchmal Kommafehler, manchmal kleine Tippfehler, aber eben auch große grammatische Fehler („sie wank“, statt „sie winkte“; GKS, GZS). Man überliest diese Rechtschreibfehler natürlich, schön sind sie dennoch nicht. Viel, viel schlimmer sind aber Bezeichnungsfehler, Verwirrungen oder einfach sich ändernde oder falsche Fakten. Anders kann ich es gar nicht nennen. Der Schreibstil von Nathalie Winter ist nicht gut. Es gibt hunderte Wiederholungen, die einfach zu oft vorkommen. Am meisten störten mich die Bezeichnungen „Sandkastenliebe“, die andauernd für Timo verwendet wird und die Metapher „Ping Pong Spielen“, in Bezug auf Renas Herz. Ich glaube diese Metapher taucht mindestens sechs Mal auf, in Kapitel 9 und 10 auf jeden Fall drei Mal. So eng aneinander gehäuft störte mich das sehr. Aber auch, wenn von Timo die Rede ist und er nur „der Student“ genannt wird, fällt man aus dem Lesefluss. Solche Bezeichnungen waren viel zu distanziert. Was mich am Stil aber wirklich störte, waren die Worte „dies/e“ und „sowie“. Die Autorin benutzt beides ziemlich oft. Im Grunde ist das nicht falsch, aber es ist viel zu formell für einen Roman. So schreibt man, aber nicht in einem Buch. Ein Buch sollte dem Mündlichen näher sein, als der Schrift und die Formulierungen mit „dies“ waren einfach schlecht. Ein Beispiel:
„Viele der Studenten sahen dies zum ersten Mal richtig live; nur ein paar von ihnen, unter anderem eben ich und mein Bruder, kannten dies schon.“ (37%)
Beim ersten Lesen ist das vielleicht gar nicht so schlimm, kommt es aber auf jeder zweiten Seite vor, ist es einfach zu viel. Hätte es sich hierbei um einen Aufsatz meiner Schüler gehandelt, hätte ich sowohl „Wiederholung“ an den Rand geschrieben, als auch, dass man sich selbst immer am Ende nennt. Aber das passt zu Rena, denn ich fand sie super egoistisch. Aber dazu gleich. Noch bin ich bei den formellen Fehlern. Rena hat zwei beste Freundinnen und die drei gehen durch dick und dünn. Ich fand es unglaublich nervig, dass die beiden immer für sie da waren, sie selbst kümmert sich eigentlich aber überhaupt nicht um Kathi oder Jasmin. Eine Stelle hat mich dann doch sehr verwirrt. Von wem ist hier die Rede. Kathis oder Jasmins Exfreund?
„Mirco war Kathis Freund gewesen. Inzwischen waren die beiden seit mehr als einem Jahr getrennt, nachdem an der Uni das Gerücht herum ging, dass er drogenabhängig sei. Letztendlich hatte er es in einem Rausch zugegeben und war auf Bitten von Jasmin und seinen Eltern in eine Entzugsklinik gegangen. Der Kontakt zwischen ihnen brach nach zwei Besuchen und schlussendlich kam es zur Trennung von ihnen.“ (24%).
Bitte was?! Also wenigstens die Autorin sollte ihre Charaktere doch bitte nicht verwechseln. Für mich waren beide aber sowieso ziemlich farblos, weshalb ich bis kurz vor Ende nicht auseinanderhalten konnte, wer wer ist. Eigentlich sind die beiden auch nur dafür da, um Rena gegenüber zweideutige Andeutungen fallen zu lassen.
Ein Beispiel für ziemlich falsche Fakten habe ich noch. An dieser Stelle musste ich das Buch wirklich weglegen und aufschluchzen. Ich habe Deutsch und Geschichte studiert. Eine meiner liebsten historischen Persönlichkeiten ist Kaiserin Elisabeth von Österreich, auch bekannt als Sissi. Offenbar mag auch Rena sie sehr gern. Als dann aber folgender Satz kam, konnte ich die Geschichte einfach nicht mehr ernst nehmen und war nicht zum ersten Mal kurz davor das Buch abzubrechen.
„Unter anderem eben auch das Schloss Schönbrunn, in dem Kaiserin Elisabeth von Österreich im 16. Jahrhundert gelebt hatte.“ (39%)
Für alle, die sich nicht für Geschichte interessieren: Kaiserin Elisabeth lebte von 1837-1898. Das ist das 19. Jahrhundert. Ich hoffe wirklich, dass es sich hier nur einen Tippfehler handelt, denn die 6 und 9 liegen auf der Tastatur ja nahe beieinander. Aber so etwas muss im Lektorat gefunden werden…!
Es gibt noch die ein oder andere Stelle, die ich sprachlich wirklich schlecht fand. Zum Beispiel wird zu Beginn der Ski-Studienfreizeit erklärt, was es für Skistile gibt. Diese Passage klang wie aus Wikipedia kopiert. Nathalie Lina Winter gibt sich immer Mühe, mit Emotionen und Gefühlen zu spielen und man merkt, dass ihr gerade das wichtig ist. Wenn dann aber so neutrale und völlig unnötige, ja sogar lahme Erklärungen kommen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Einen Gefallen hat sie sich damit jedenfalls nicht getan.
Ebenfalls nervig fand ich die Flashbacks in die Kindheitserinnerungen. Meiner Meinung nach waren sie viel zu lang. Auch doof: An einer Stelle wird Renas „braune Mähne“ (82%) erwähnt, dabei bin ich mir sehr sicher, dass sie vorher als blond vorgestellt wird. So etwas gibt es auch bei Timo. Er war sechs Jahre lang mit seiner Ex-Freundin zusammen. In einem anderen Kapitel sind es dann nur noch drei Jahre gewesen (98%). Auf der Hinfahrt der Skifreizeit sind die Studenten erst mit dem Zug und danach mit dem Bus gefahren, auf dem Rückweg war es dann nur noch der Bus (86%)…Ich mag mich bei der ein oder anderen Stelle geirrt haben, aber diese Handlungsfehler waren verwirrend und keine Einzelfälle. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das Buch nicht noch einmal überarbeitet wurde.
Schon allein wegen des Stils war ich oft kurz davor das Buch abzubrechen. Aber das wollte ich nicht, denn ich hatte ja zugesagt, es zu lesen.
Problematisch war für mich auch die Länge des Buches. Denn das Buch hat um die 600 Seiten. Das ist wirklich ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass ja eigentlich nichts passiert. Das leitet mich über zur Handlung.
Diese ist ehrlich gesagt schnell erzählt. Denn es geht wirklich 600 Seiten darum, dass Rena Timo total verfallen ist, das aber nicht zugeben will und ihre gemeinsame Vergangenheit vorschiebt. Dieses ganze Vergangenheitsszenario fand ich so weit hergeholt. Die beiden waren nicht etwa mit 12 oder 14 oder so befreundet, sondern wirklich so mit 6 Jahren…Aber schon damals wussten sie, dass es Liebe sein würde. Muss ich weiter sprechen?! Vielleicht gibt es so etwas wie Seelenverwandtschaft ja, aber ich fand das einfach nur unlogisch. Hinzu kommt, dass Timo dann ja irgendwann weg ist, als Rena vielleicht 8 oder 10 Jahre alt ist? Älter schien sie nicht zu sein. Und irgendwann mit 13 oder so bricht der Kontakt komplett ab. WIESO? Das ist die große Frage des Romans. Denn die ganze Zeit über will Timo ihr das eigentlich erzählen, aber irgendwie kommt es eben nicht dazu. Viel schlimmer ist, dass es ja nicht so furchtbar sein kann. Der Leser erfährt es dann auch irgendwann in einem der Kapitel, die aus Timos Sicht verfasst sind (davon gibt es nur zwei. So nebenbei…Auch so eine Sache: Der Perspektivwechsel sorgte für Abwechslung und gefiel mir wirklich gut! Warum wurde er dann nicht durchgehalten? Zwei von 32 Kapiteln ist dann ja doch ziemlich inkonsequent), warum er sich nicht mehr gemeldet hat. Ich fand den Grund gar nicht so mies. ABER: Selbst ganz am Ende sagt er Rena nicht die volle Wahrheit. Zumindest habe ich sie nirgendwo gelesen. 
Das allerschlimmste an diesem Buch ist die Realitätsferne. Was meine ich damit? Einiges.
Nichts, wirklich nichts kann in der Realität so geschehen, wie es im Buch beschrieben wird. Jedenfalls was die äußeren Umstände betrifft. Beginnen wir mal mit der Uni. Rena und ihre Freunde sind nicht mehr neu an der Uni, die meisten sind im 3. Semester. Das heißt in der Realität ja, dass man seit anderthalb Jahren studiert. Rena studiert Literatur, was meinem eigenen Studiengang (Germanistik) durchaus ähnlich ist. Ich denke also, ich weiß wovon ich spreche. Der Studiengang an sich wird auch nicht falsch dargestellt. Unlogisch ist aber, dass Rena schon zu Semesterbeginn für Hausarbeiten recherchiert. Oder auch, dass sie nicht nur von Dozenten, sondern oft von „Lehrern“ und „Unterricht“ spricht. DAS TUT KEIN STUDENT. Jedenfalls nicht an meiner Universität. Keine Ahnung, ob Heidelberg da anders ist. Auch spricht Rena in einem Kapitel davon, dass sie bereits vier Vorlesungen/Seminare hinter sich hat. Das bedeutet in der Realität, da eine Vorlesung ja 90 Minuten geht und immer eine halbe Stunde zwischen diesen liegt, dass es, selbst wenn Rena um 8 Uhr morgens anfängt, mindestens schon 16 Uhr ist. Aber nein…es ist gerade mal Mittag. Aber es wird noch besser. Denn weil es Kathi und Jasmin gefällt, ist es möglich einfach mal so mitten im Semester eine Studienfahrt zu organisieren. Nagut. Schon mal unlogisch. Aber natürlich kommen auch noch Dozenten mit auf diese Fahrt, die übrigens rein gar nichts mit einem Studium zu tun hat, sondern lediglich eine Ski-Freizeit ist. Das Argument ist ja auch immer, dass man noch am Anfang des Semesters ist. Dabei sind schon mindestens zwei Monate im Buch behandelt. Das heißt, dass man mindestens in Woche 8 ist, ein Semester aber nur 14 Wochen geht, was keinesfalls „Anfang des Semesters“ ist. Solche Darstellungen ließen mich die Haare raufen. Das schlimmste aber war Timo in diesem Zusammenhang. Er ist Medizinstudent im dritten Semester. Ich kenne Medizinstudenten. Im dritten Semester sind die noch sowas von ahnungslos. Da beginnt man grade erst mit dem Eingemachten. Timo ist allerdings ein Vollprofi, er ist ein Held, ja ein Gott, wenn es um Medizin geht und er ist ja so erfahren *.* Nach anderthalb Jahren?! Auch Renas Bruder ist Student und es wird erwähnt, dass er an seiner Doktor-/Masterarbeit schreibt. Aber auch er ist im dritten Semester…also irgendwie kann da doch was nicht stimmen?!
Ich hoffe, ich bin nicht die Einzige, die über all diese Umstände stolperte. Aber ich war über das Handlungskonzepts des Romans so schockiert, dass mir noch immer die Worte diesbezüglich fehlen.
Ein weiterer Punkt, den ich kritisieren muss, ist die Wertevorstellung im Buch. Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Rena und Timo, das einem schon mal auf die Nerven gehen kann, aber ja auch in gewisser Weise den Roman ausmachen soll. Timo flirtet andauernd mir Elena, der „Erzfeindin“ von Rena, wessen sie niemals  müde wird zu betonen. Ob er auch mit ihr schläft ist lange nicht klar. 

(Achtung Spolier) Aber Rena hat Sex mit wem anders, obwohl sie einen Tag vorher erst mit Timo geschlafen hat. Das tut ihr auch sehr leid und passierte nur im Suff. Aber irgendwann ist das dann für beide vollkommen okay. Sogar noch besser. Am nächsten Tag weiß Rena doch wirklich nicht, warum Timo sauer auf sie ist, obwohl Timo sie mit einem anderen erwischt hat. Also wirklich in flagranti:
„Ich verstand sein kaltes Verhalten mit gegenüber einfach nicht. Warum war er so kühl zu mir? Warum schnitt er mich so?“ (73%)
Ja, warum nur???? Er hat ja nur gesehen, wie du mit wem anders geschlafen hast, obwohl ihr ja schon was miteinander hattet…

Das leitet mich zu den Charakteren über. Mir gefiel Timo deutlich besser als Rena. Allerdings bekommt man von ihm auch nicht so viel mit und wenn doch, dann kommt er schon ziemlich sexbesessen herüber und macht Rena die ganze Zeit nur an. Aber er ist sich schnell sicher, dass er Rena liebt. Rena hingegen betont immer wieder, wie scharf Timo doch ist. Aber sie will ja nichts von ihm. Sie wird als relativ intelligent, nett und hübsch beschrieben. Sie ist immer freundlich und alle lieben sie. Das ist natürlich totaler Schwachsinn. Eigentlich ist Rena sogar ziemlich fies, vor allem Elena gegenüber. Aber auch ihre eigenen Freunde sind ihr ziemlich unwichtig. Sie muss immer im Mittelpunkt stehen. Irgendwann wird gesagt, dass Rena es im Bett lieber etwas heiß hat. Und im nächsten Kapitel sagt sie dann, wie verklemmt sie ist. Achso. Dieses Mädchen ist inkonsequent, sprunghaft und absolut unsympathisch. Meiner Meinung nach. Die Nebenfiguren sind deutlich die besten. Mir tat Pascal sehr leid und auch Renas Bruder Simon war für mich eher ein Opfer als ein Held – jedenfalls in Renas Augen.
Das Buch ist übrigens aus der Ich-Perspektive geschrieben. Im Grunde gefällt mir dieser Stil, aber da ich Rena nicht mochte, hatte ich so meine Probleme. Zwischendurch tauchen immer wieder Whatsapp-Texte auf. Das fand ich gut, denn es lockert den Text auf. Störend ist aber, dass meistens der letzte Satz eines Kapitels schon ein Einblick ins nächste ist, nach dem Motto „Doch-was-dann-geschah-konnte-wirklich-keiner-ahnen“. Und dann passiert wirklich was total Katastrophales. Mehrere Leben sind in diesem Buch bedroht – vollkommen absurd, wenn ihr mich fragt. Richtig Lachen musste ich übrigens beim vorletzten Kapitel. Denn in diesem erinnert Rena sich zurück an all die Momente, die sie mit Timo durchlebt hat. Und wie erinnert sie sich? Indem einfach noch einmal alle Szenen erneut abgedruckt sind! Im Ernst! Copy and paste…Ich war ganz froh, denn so konnte ich alle Stellen überspringen und war schneller durch. Das Ende des Buches ist in Ordnung. Aber warum aus den beiden Protagonisten eine Trilogie gemacht werden soll, verstehe ich beim besten Willen nicht. Im letzten Kapitel wird in einem Nebensatz ein möglicher Grund erwähnt, aber das wäre mehr als erzwungen. Aber gut.



Ich glaube, ich habe noch nie eine so ausführliche Rezension geschrieben. Aber da mir „Soulmates – Time is on your side“ einfach überhaupt nicht gefiel, hatte ich das Bedürfnis, meine Kritikpunkte auch zu belegen, ich habe mir das schließlich nicht ausgedacht. 
Es gibt sicher viele Leser, denen dieses Buch gefällt. Meiner Meinung nach ist die Autorin noch am Anfang und muss bezüglich ihres Stils noch sehr viel dazu lernen und den ein oder anderen Testleser mehr bemühen. Ich weiß, dass das Taschenbuch wohl noch einmal überarbeitet wurde, da Rechtschreibfehler auffielen. Aber die Logikfehler wurden sicher nicht behoben. Manchmal ist weniger einfach mehr und ich finde, dass dieses Buch gekünstelt in die Länge gezogen wurde. Ich habe mich wirklich durch die 600 Seiten gequält!
Der Stil ist schlecht, die Handlung unlogisch und die Charaktere egoistisch. Nichts an diesem Buch brachte mir Spaß. Lediglich die Chemie zwischen Timo und Rena wurde gut eingefangen und das ist der Grund, warum ich gerade noch 2 Spitzenschuhe vergebe. Es tut mir wirklich leid, aber Ehrlichkeit empfinde ich wichtiger als Sympathie.


Kommentare:

  1. Hi Julia,

    vielen Dank für deine Ausführliche Rezension. Ich finde Cover und Klappentext auch ansprechend, aber die Ausführung scheint leider nicht gut zu sein, was du ja auch wirklich ausführlich begründet hast. Ich finde es so schade, dass hier anscheinend weder Korrektorat noch Lektorat erfolgt ist, da wären sicherlich viele der von dir aufgeführten Fehler gefunden worden :-(

    Aber wirklich Hut ab, dass du alles gelesen hast! Ich hätte das bestimmt nicht gemacht :-)

    Liebe Grüße
    Desiree

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    Antworten
    1. Hallo Desiree :)
      Ja, du hast in allen Punkten vollkommen Recht! Ich kann ja verstehen, dass man sich nicht immer ein Lektorat leisten kann, aber es gibt sicher jemanden im Umkreis, der wenigstens noch einmal drüberlesen können. Aber gut...so sind leider ganz viele Fehler ins Buch gekommen.
      Ich musste mich auch wirklich durchquälen. Ich hatte Glück, dass ich mit meinen Freund in den Urlaub fuhr und wir mehr als 6 Stunden mit dem Auto unterwegs waren. So konnte ich auf der Autofahrt lesen. Zu Hause hätte ich wirklich die Krise bekommen und meine Zeit wäre mir auch zu kostbar gewesen :/
      Aber gut...vielleicht lernt die Autorin ja draus.
      Danke :)
      Liebe Grüße,
      Julia

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