14. November 2015

Rezension: "Das Haus an der Düne" von Agatha Christie


Titel: Das Haus an der Düne
Autor: Agatha Christie
Verlag: Fischer Taschenbuch
Preis: 9,95€
Seiten: 224


Hercule Poirot ist immer mal wieder gut für zwischendurch! Und das hatte ich mir auch gedacht, als ich zu „Das Haus an der Düne“ griff. Ich habe schon etliche seiner Abenteuer gelesen und folge diesem kleinen arroganten Belgier dennoch immer wieder gern aufs Neue. Dieser Roman ist ein ziemlich typischer für Agatha Christie: nicht sonderlich viel Action, aber eine tolle Auflösung des Falls!

Inhalt


Die Handlung ist schnell erzählt. Hercule Poirot und sein Freund Captain Hastings machen Urlaub. Eigentlich hat Poirot sich sogar ganz aus dem Detektivgeschäft zurückgezogen. Doch wie das nun einmal ist…wenn ihm ein spannendender Fall begegnet, kann er die Finger nicht davon lassen. Und einen solchen Fall vermutet er als er die junge Nick kennenlernt, die scheinbar vier ominöse Unfälle überlebt hat. Poirot ist gleich klar: Das waren keine Unfälle- Aber wer hätte Interesse daran Miss Nick umzubringen und warum? Kann Poirot die junge Frau vor dem Mörder beschützen?

Meinung


Das Buch liest sich ziemlich schnell. Es ist nicht sonderlich dick, aber wer schon mal etwas von Agatha Christie gelesen hat, weiß was ich meine. Hercule Poirot und Sherlock Holmes sind für mich zwei sehr ähnliche Charaktere, wobei ich den Briten doch einen Tick lieber hab als den Belgier. Dennoch finde ich Poirots arrogante und eingebildete Art Fälle zu lösen einfach herrlich. Es ist großartig zu verfolgen, wie der Mann eigentlich gar nichts tut und dennoch allen Verbrechern auf die Schliche kommt.



Dies trät allerdings noch nicht viel zur Rezension dieses speziellen Buches bei, denn eigentlich kann man das wohl über jeden Roman über den Detektiv sagen. Auch in „Das Haus an der Düne“ werden einem viele bekannte Dinge geliefert. So muss der Leser nicht auf den naiven und loyalen Captain Hastings an der Seite von Poirot verzichten. Auch die grauen Zellen sind natürlich mit von der Partie. 

Bei diesem Roman war es wieder sehr auffällig, dass das Buch über eigentlich nicht viel passiert. Die Handlung plätschert vor sich hin, ohne dass es Verfolgungsjagden, Schießereien oder spektakuläre Ereignisse gibt. Es gibt nur einen einfachen Mord. Und dieser wird mit den üblichen Methoden gelöst. Am Ende denkt man eigentlich zu wissen, wer es gewesen sein müsste, aber dann kommt alles ganz anders. Das Ende ist es, was mich so überrascht und ja, ich muss sagen – überzeugt hat. Denn durch die Auflösung des Falles wird  „Das Haus an der Düne“ von einem 0-8-15-Fall zum geistreichen Roman. Das Ende machte mich tatsächlich ein wenig sprachlos und das ist wohl das größte Kompliment, was ich an dieses Buch habe.

Fazit




Ich habe den langsam alternden Poirot sehr gern begleitet und werde es auch immer wieder tun. Genügend Lesestoff hat er ja zu bieten. Man kann sagen, dass man sich bei den Fällen des belgischen Detektivs immer auf sicherem Terrain befindet. Durch das Ende gibt es für diesen Fall vier Sterne ,„mon ami!“

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